Pizza-Muffins mit Speck und Tomaten – das Rezept

Bereits seit letztem Jahr nenne ich nun eine Muffin-Form mein Eigen, jedoch war ich bis heute noch nicht dazu gekommen sie mal einzuweihen – doch das wollte ich nun ändern. Ich rede hier natürlich von der englischen Form des Muffins, der normalerweise als süßer Kuchen gereicht wird – da ich jedoch auf süßes aktuell verzichte entschied ich mich dazu, mich mal an Pizza-Muffins zu versuchen – und zwar an einer etwas kalorienreduzierteren Variante. Und abgesehen von einer Kleinigkeit, die ich hier im Text jedoch berichtigt habe, waren sie meiner Meinung nach ein voller Erfolg. Daher möchte ich das verwendete Rezept hier in gewohnter Form einmal kurz vorstellen.

Was brauchen wir also für 12 Muffins?

200g Dinkelmehl
01 - Zutat Dinkelmehl / Ingredient spelt flour

50g 5-Korn-Flocken (bestehend aus Weizen-, Gersten-, Hafer-, Roggen-, Reisflocken)
02 - Zutat 5-Korn-Mischung / Ingredient flakes

1/2 Tüte Backpulver (ca. 7-8g)
03 - Zutat Backpulver / Ingredient baking powder

1 TL Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

250ml Buttermilch
04 - Zutat Buttermilch / Ingredient buttermilk

2 Hühnereier
06 - Zutat Hühnereier / Ingredient chicken eggs

50g getrocknete Tomaten
07 - Zutat getrocknete Tomaten / Ingredient dried tomatoes

140g Mais (Abtropfgewicht – entspricht einer kleinen Dose)
08 - Zutat Mais / Ingredient corn

100g Speckwürfel (wer mag kann gerne auch ein wenig mehr hinein tun)
09 - Zutat Speck / Ingredient bacon

50g Greyerzer (würziges Schweizer Hartkäse – Alternativ geht aber auch mittelalter Gouda)
10 - Zutat Greyerzer (Käse) / Ingredient cheese

50g Mozzarella
11 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

sowie 1 – 1,5 EL Rapsöl zum Fetten

Geben wir also Dinkelmehl, 5-Korn-Flocken, Backpulver und Salz in eine größere Schüssel
12 - Mehl, Flocken, Salz & Backpulver in Schüssel geben / Add flour, flakes salt & baking powder to bowl

fügen die aufgeschlagenen Eier und die Buttermilch hinzu
13-  Eier & Buttermilch hinzufügen / Add buttermilk & eggs

und verrühren dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine zu einem dünneren, aber gut vermengten Teig.
14 - verrühren / mix

Diese Stellen wir dann bei Seite und schneiden die getrockneten Tomaten in Streifen, wobei wir diese bei größeren Stücken noch einmal halbieren.
15 - In Streifen schneiden / Cut into slices

Außerdem lassen wir den Mais abtropfen, reiben wir den Käse in grobe Raspeln
16 - Käse reiben / Rasp cheese

und zerbröseln den Mozzarella ein wenig.
17 - Mozzarella zerkleinern / Shred mozzarella

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Tomatenstreifen, Mais, Speck, geriebenen Greyerzer und Mozzarella geben wir dann zu dem Teig
18 - Zum Teig geben / Add to dough

und verrühren alles gut miteinander.
19 - Verrühren / Mix

Nun nehmen wir die Muffin Form zur Hand. Sollten wir sie ohne die Papierförmchen verwenden wollen, fetten wir das innere jedes Vertiefung etwas mit einem Pinsel und Öl aus. Bei Verwendung der Papierförmchen empfehlt es sich, das innere der Förmchen etwas auszufetten, da diese sonst an den Muffins kleben bleiben. Anschließend befüllen wir die Vertiefungen mit unserer Teigmischung.
20 - In Muffinform füllen / Put into muffin form

Sobald der Backofen vorgeheizt ist, schieben wir unsere Form auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 30 bis 35 Minuten backen.
21 - Backen / baking

Beim Backen geht der Muffinteig dank des Backpulvers als Treibmittel gut auf und geben unserer Kreation die gewohnte gewölbte Form.
22 - Aufgegangen / raising

Wenn der sichtbare Teig nach ca. 30 Minuten beginnt, ein dunkleres Braun anzunehmen, können wir die die Muffinform entnehmen
23 - Pizza-Muffins - Fertig gebacken

und die Muffins, am besten noch heiß, servieren.
24 - Pizza-Muffins - Serviert

Zwar hatte ich, ein typischer Anfängerfehler, vergessen die Papierförmchen innen auszufetten, was zur Folge hatte dass sie sich nur schwer von dem eigentlichen Muffin lösen ließen – aber das tat dem Geschmack natürlich keinerlei Abbruch. Dafür dass dies mein erster Versuch mit Muffins überhaupt gewesen war, muss ich sagen dass sie geschmacklich sehr gelungen waren. Ein lockerer, luftiger Teig, durchsetzt mit Mais, Tomaten, Käse und Speck erwiesen sich als wirklicher Genuss und eine würzig-pikante Alternative zu diesem sonst süßen Gebäck.

25 - Pizza-Muffins - CloseUp

Bei meiner Kalkulation kam ich auf 1920kcal für die ganze Form, also 160kcal pro Muffin. Wenn man bedenkt dass ein Blaubeer-Muffin wie ihn z.B. McDonalds serviert mit etwa 500kcal zu Buche schlägt erkennt man schnell um was für eine leichte und trotzdem leckere Muffin-Variante es sich bei diesem Rezept handelt. Und nicht nur für eine schnell zubereitete Hauptmahlzeit, sondern auch als Fingerfood auf einer Party eignen sich diese Wunderbar, da sie wie ich feststellen durfte auch abgekühlt noch sehr gut schmecken. Das wird mit Sicherheit nicht mein letztes Rezept mit Muffins gewesen sein, soviel steht fest – heute bin ich wirklich auf den Geschmack mit pikanten Muffins gekommen. Also bald mehr Rezepte in dieser Richtung… ūüėČ

Guten Appetit

Chili con Carne mit Saurer Sahne & Baguette [12.06.2012]

Zuerst hatte ich ja überlegt wieder im Bereich Vitality zuzuschlagen, wo heute eine Gemüse Paella auf der Speisekarte stand. Das traditionell-regionale Paprikarahmschnitzel vom Schwein mit Röstitalern sah zwar lecker aus, erschien mir aber zu kalorienreich. Doch dann entdeckte ich das bei den Globetrotter-Gerichten angebotene Chili con Carne mit Mais und Kidney Bohnen, Saurer Sahne und Baguette und da konnte ich einfach nicht widerstehen – ich liebe nun mal Chili. Von dieser Entscheidung konnten mich auch die Asia-Gerichte wie Lu Han Zai – Gebratenes Gemüse in Hoi Sin Sauce nach Shanghai Art oder Qui Fei Ji – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Erdnußsauce nicht umstimmen. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Vanillemousse auf roten Johannisbeeren aus dem Dessert-Angebot auf mein Tablett.

Chili con Carne

Und ich wurde dieses Mal absolut nicht enttäuscht was den Geschmack anging. Nicht nur dass sich neben den sonst nur üblichen Kidneybohnen und dem Mais auch rote und grüne Paprikawürfelchen mit in die Tomaten-Hackfleischsauce verirrt hatten – nein – es erwies sich auch von einer ungewöhnlich kräftigen Schärfe so wie ich es bei solchen Gerichten ja bevorzuge. Natürlich stieß dies nicht auf allgemeine Zustimmung, aber für meinen Geschmack erwies es sich als genau richtig. Außerdem milderte die reichlich aufgetragene Saure Sahne die Schärfe auch noch leicht, wenn man sie mit dem restlichen Tellerinhalt verrührte. Nur die Portion hätte noch etwas größer sein können, aber zum Satt werden reichte es alle Mal. Daran war natürlich auch das Stück Baguettebrot nicht ganz unschuldig, das sich zwar nicht als knusprig-frisch, aber dennoch als frisch genug erwies dass ich hier keine Punkte abziehen brauche. Der kleine Becher Nachtisch, der etwa zur Hälfte mit einer süß-säuerlichen Mischung aus roter Grütze mit zahlreichen ganzen roten Johannisbeeren und zur anderen Hälfte mit luftig-lockerem Vanillemousse gefüllt war, bot schließlich einen leckeren Abschluß des heutigen Mittagsmahls.
Bei Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie immer durch Beobachtung der Präferenzen der anderen Kantinengäste aufstellte, lieferten sich heute das Paprikarahmschnitzel und das Chili ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Zuerst erschien es zwar recht gut für das Chili auszusehen, doch das Schnitzel holte schließlich noch auf und entschied das Rennen mit knappen Vorsprung für sich. Nach dem Chili auf Platz zwei folgten schließlich die Asia-Gericht und auf Platz vier die Gemüse-Paella.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++
Vanillemousse & rote Johannisbeeren: ++

Texas Puten-Chili – das Rezept

Heute nutzte ich den Tag, meinen letzten Resturlaub vom letzten Jahr abzubauen, aber leider machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wartete mit Regen und sogar Hagel auf, so dass ich mich entschied zu Hause zu bleiben und hier etwas zu kochen. Dabei fiel meine Wahl auf ein Texas Puten-Chili, dessen Grundrezept ich vor einigen Tagen entdeckt hatte, das ich aber noch ein wenig modifizierte anpasste. Was genau das Texas an diesem Chili ausmacht ist mir dabei nicht klar geworden, aber es war auch weniger die Bezeichnung als die Tatsache dass dieses Chili mit Pute zubereitet wurde, die mich dazu bewog es mal auszuprobieren – im Grunde genommen hätte man es ja auch Chili con turqu√≠a nennen können. Ich liebe nun mal Chili und meine Hoffnung mit dieser Zubereitung mal etwas neues auszuprobieren erfüllte sich dabei vollkommen. Also möchte ich es wie üblich nicht versäumen, das Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

1 kleine gelbe Paprika
01 - Zutat gelbe Paprika / Ingredient yellow paprika

1 kleine rote Paprika
02 - Zutat rote Paprika / Ingredient red paprika

1 Chili – ich entschied mich dieses Mal für eine Jalapeno
03 - Zutat Jalapeno / Ingredient jalapeno

1 mittlere Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

600g Tomaten in Stücken (das entsprach bei mir einer großen und einer kleinen Dose)
06 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

1 Dose Kidneybohnen (400g – 250g Abtropfgewicht)
07 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

1 Dose Mais (300g – 285g Abtropfgewicht)
08 - Zutat Mais / Ingredient corn

400g Putenfilet
09 - Zutat Putenfilet / Ingredient turkey filet

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

200ml Gemüsebrühe
11 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

zum Würzen Paprikapulver edelsüß & rosenscharf, Cayennepfeffer, Salz und schwarzer Pfeffer
12 - Zutat Gewürze / Spicery

einige Spritzer Tabasco
13 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

sowie etwas Öl zum anbraten – ich wählte dabei Thai Chili-Öl, normales Olivenöl tut es aber auch
und optional etwas Sour cream zum garnieren

Wie immer beginnt die Zubereitung damit, die verschiedenen Zutaten für den Gebrauch vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie,
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

entkernen die Paprika und schneiden sie in Würfel
15 - Paprika entkernen und zerkleinern / Remove seed and cut paprika

und entkernen auch die Jalapeno und zerteilen sie in dünne Streifen.
16 - Jalapeno in dünne Streifen schneiden / Cut jalapeno in thin stripes

Dann waschen wir unser Putenfilet gründlich, tupfen es trocken und schneiden es dann in mundgerechte Stücke
17 - Putenfilet zerteilen / Cut turkey filet

um es anschließend mit Salz, Pfeffer und etwas edelsüßen Paprikapulver zu würzen.
18 - Putenfilet würzen / Taste turkey filet

Außerdem gießen wir Mais und Kidneybohnen ab, spülen sie kurz und lassen sie dann gründlich abtropfen.
19 - Mais und Kidneybohnen abtropfen lassen / Drain corn & beans

In einer etwas größeren Pfanne erhitzen wir anschließend das Öl. Ich lege dabei immer einen einzelnen Zwiebelwürfel ins Öl, der mir als Indikator dient wann das Öl heiß genug ist – sobald sich anfangen unter ihm blasen zu bilden und er anfängt zu braten, ist es soweit.
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

Sobald das Öl also heiß genug ist, geben wir die Putenfilet-Stücke hinein und braten sie von allen Seiten kräftig an.
21 - Putenfilet anbraten / Roast turkey filet

Ist das Putenfleisch durchgebraten, reduzieren wir die Hitze auf mittlere Stufe und geben zuerst die Zwiebeln
22 - Zwiebeln addieren / Add onion dices

und wenig später auch die gepressten Knoblauchzehen hinzu.
23 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

Alles lassen wir bei gelegentlichem Rühren anbraten, dann geben wir die 2 EL Tomatenmark ebenfalls mit in die Pfanne, verteilen es und lassen es ebenfalls kurz mit an.
24 - Tomatenmark hinzu / Add tomato puree

Währen das Tomatenmark ein bis zwei Minuten brät, geben wir auch die Jalapeno hinein und rösten sie ebenfalls mit an.
25 - Jalapeno anbraten / Add jalapeno

Außerdem können wir auch die gewürfelten Paprika mit in die Pfanne geben
25 - Paprika dazu / Add paprika

und braten alles so lange bis es etwas Farbe bekommt.
26 - kurz braten lassen / roast gently

Dann ist es an der Zeit, auch die Tomatenstücke mit hinzu zu geben
27 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und alles mit der Gemüsebrühe aufzugießen.
28 - Gemüsebrühe aufgießen / Drain vegetable stock

Den Pfanneninhalt lassen wir kurz aufkochen und würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer, den beiden Paprikapulvern und Cayenne-Pfeffer.
29 - Aufkochen lassen und würzen / Boil up and taste

Für ca. zehn Minuten lassen wir dann alles bei gelegentlichen Rühren vor sich hin köcheln, dann können wir auch Mais und Kidneybohnen mit hinzu geben,
30 - Mais & Bohnen hinein / Add beans & corn

sie unterheben und dann und für weitere zehn Minuten köcheln zu lassen.
31 - Köcheln lassen / Simmer

Nach etwa acht Minuten probieren wir unsere Kreation
32 - Probieren / Try

und schmecken sie noch einmal abschließend mit den Gewürzen sowie ein paar Spritzern Tabasco.
33 - Abschmecken / taste

Abschließend lassen wir es weiter kochen und noch ein wenig einreduzieren,
34 - Weiterkochen & reduzieren lassen / Simmer & reduce

um es dann mit einem Klecks Sour Cream zu servieren.
35 - Texas Puten-Chili / Texas turkey chili - Serviert

Und nach den ersten Bissen war schnell klar, dass auch dieses Kochexperiment mal wieder ein voller Erfolg geworden war. Das Gemüse war zwar durchgekocht, aber dennoch einigermaßen knackig geblieben, also nicht zerkocht. Dazu kamen die saftig-zarten Putenfiletstücke als Fleischanlage, die durch das würzen vor dem anbraten eine leckere und zu Gesamtkomposition passende geschmackliche Note bekommen hatten. Und auch an der fruchtigen und gleichzeitig angenehm scharfen Tomatensaucen-Kreation, die als Bindeglied zwischen den anderen Zutaten diente gab es absolut nichts auszusetzen. Dabei möchte ich noch erwähnen, dass die Sour Cream, die ich natürlich vor dem Verzehr mit dem Rest des Gerichts verrührte, sich als sehr leckere Zugabe herausstellte, die ich nur jedem weiter empfehlen kann.

36 - Texas Puten-Chili / Texas turkey chili - CloseUp

Und auch bei den Nährwerten konnte sich das Gericht sehen lassen. Ich kam bei meiner Kalkulation auf ca. 1500kcal für die ganze Pfanne, das ergibt also 500kcal pro Portion bei drei Portionen. Und weniger kann man hier nicht draus machen, da sich das Gericht als angenehm sättigend erwies. Zuerst hatte ich ja noch überlegt, etwas Reis dazu zu kochen, doch der ist zumindest meiner Meinung nach hier absolut nicht notwendig. Pute ist also eine leckere und eindeutig kalorienbewusstere Alternative zum sonst verwendeten Hackfleisch und eignet sich wunderbar auch zur Zubereitung eines Chili-Gerichtes. Das Rezept kann ich also wärmstens weiter empfehlen.

Guten Appetit