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Wildschweingulasch mit Speck-Rosenkohl, & Kartoffelgratin [21.11.2012]

Wednesday, November 21st, 2012

auch heute setzte sich mit einem Wildschweingulasch mit Kartoffelgratin & Speck-Rosenkohl in der Sektion Tradition der Region die Wildgerichte-Serie fort. Das brachte mich dazu, meine alte Tradition Mittwochs Fischgerichte zu wählen mal ausnahmsweise zu brechen und das Barschfilet aus dem Dunst in Dillsauce, dazu Bouillionkartoffeln bei den Vitality-Gerichten zu ignorieren. Ebenso ließ ich die Spaghetti Bolognese mit Parmesan und die Asia-Gerichte in Form von Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezialsauce und Gaeng Pad Nua – Gebratene Pute mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry außen vor und wählte den Wildschweingulasch als heutiges Mittagsgericht, den ich mir noch mir einem Becherchen English Mint Mousse ergänzte. Wildgerichte gibt es selten genug, da muss man die Gelegenheit eben mal nutzen. ­čśë

Wildschweingulasch mit Speckrosenkohl, Kartoffelgratin und Preiselbeeren / Boar goulash with bacon sprouts, potato gratin & cowberries

Garniert mit einer recht groß geratenen Portion extrem süß geratenen Preiselbeergelees – wohl die selbe Zubereitung wie gestern auf der Birne – fand sich eine herbe, aber gut gewürzte Portion aus festem, aber mageren und schmackhaften Wildschweinfleisches. Kombiniert war das ganze mit einige gut gewürzten, mit kleinen angebratenen Speckwürfelchen garnierte Rosenkohl-Röschen sowie ein Stückchen mit Käsesahne überbackenes, nur mild gewürztes Kartoffelgratin als Sättigungsbeilage. Eine sehr schmackhafte, wenn auch nicht sonderlich kalorienarme Mahlzeit, die ich mit dem luftig-lockeren englischen Minze-Mousse als Dessert abschloss.
Beim Rennen um den den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala kam das Wildgericht heute jedoch nicht gegen die noch etwas beliebteren Spaghetti Bolognese an und musste sich daher mit einem zweiten Platz zufriedengeben. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz schließlich das Barschfilet in Dillsauce. Wieder sehr Schade dass das exklusivere Wildgericht nicht gegen die schon häufiger angebotenen Spaghetti bestehen konnten – aber der Allgemeingeschmack tendiert ja bekanntlichermaßen immer zu dem was er kennt. Ich tendiere da eher zu den interessanteren Gerichten – aber das ist etwas das jeder natürlich mit sich selbst ausmachen muss. ­čśë

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++
Speck-Rosenkohl: ++
Kartoffelgratin: ++
Preiselbeergelee: +
Englische Mintcreme: ++

Hirschbraten mit Wacholderrahmsauce & Mandelkroketten [20.11.2012]

Tuesday, November 20th, 2012

Mein erster Blick galt heute dem Angebot bei Vitality, wo heute Spaghetti al limone con ricotta auf der Speisekarte stande, einem Gericht, das ich hier schon mal probiert und für gut befunden hatte. Aber neben den ebenfalls sehr verlockenden Asia-Gerichten wie Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry oder Pad Pla Muek – Gebratener Tintenfisch mit frischem Gemüse und Pilzen in Fischsauce hatte man vor allem in der regulären Küche zwei Angebote aufgefahren, die ich unmöglich ablehnen konnte. Gut, bei der Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites in der Abteilung Globetrotter gelang es mir aufgrund der voraussichtlich sehr hohen Kalorienwerte dann doch, aber bei einem Hirschbraten in Wacholderrahmsauce mit Mandelkroketten und Preiselbeerbirne bei Tradition der Region wurde ich dann schwach – Wildgerichte gibt es dann doch zu selten als dass ich hier nicht hätte zugreifen können. Da eine Gemüsebeilage im eigentlichen Angebot aber fehlte, ergänzte ich es noch mit einem Schälchen aus Erbsen, Pariser Möhren und Spargelspitzen von der Gemüsetheke.

Hirschbraten mit Wacholdersauce & Mandelkroketten / Roast venison with juniper sauce & almond coquettes

Zu einem großen, zarten Stück mageren Hirschbratens in einer herben, mit Wacholderbeer-Aroma und einigen Wacholderbeeren versetzten Rahmsauce fanden sich eine gekochte Birnenhälfte mit etwas sehr süß geratenen Preiselbeergarnitur und schließlich elf Krokettenbällchen, die aus einer mit dünnen Mandelblättchen garnierten, knusprigen Hülle umfassten Kartoffelmasse hergestellt zu sein schienen. Bis auf das Fehlen einer Gemüsebeilage, hier hätte Blaukraut oder Rosenkohl meiner Meinung nach sehr gut gepasst, ein wirklich sehr gelungenes Gericht, das ich mir glücklicherweise mit der Mischung aus Erbsen, Möhren und Spargelspitzen kombiniert hatte, die es in diesem Fall ebenfalls ihren Zweck erfüllt und an der es aus meiner Sicht ebenfalls nichts auszusetzen gab. Was die Nährwerte angeht war der Hirschbraten zwar nicht optimal, aber das war mir der eher seltene Genuss eines Wildgerichts absolut wert.
Bei dem Wettstreit um den heutigen ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala schlug sich der Hirschbraten zwar sehr gut, konnte der Currywurst mit Pommes aber dann doch nicht bestehen und belegte somit nach dieser doch nur einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich die vegetarischen Spaghetti al limone con ricotta. Hier hat die Vorliebe für Fastfood dann doch der kulinarisch eindeutig besseren Wahl leider mal wieder den Rang abgelaufen – manchmal muss ich mich wirklich fragen was die anderen Gäste zu solchen Entscheidungen bewegt. Aber beeinflussen kann ich es ja eh nicht… ­čśë

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Wacholderrahmsauce: ++
Mandelkroketten: ++
Preiselbeerbirne: + (weil zu deutlich süß)