Posts Tagged ‘cranberries’

Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten [28.01.2020]

Tuesday, January 28th, 2020

Heute fanden sich gleich zwei Gerichte auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants, die mich sehr reizten. Zum einen war dies der Klassiker im Abschnitt Vital, zum anderen eine Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten die als Tagestipp geführt wurde. Die Gefüllte Aubergine mit Quinoa und Hirtenkäse auf Peperonata bei Veggie, der Krautwickerl in Specksauce + 3 Beilagen bei Daily, der mit Kartoffelstampf serviert wurde sowie die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse und Austernsauce und Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce kamen nicht in die nähere Auswahl. Letztlich war es die Tatsache, dass ich wohl wohl eher das Boryani als die Wildscheinkeule bald wieder auf der Karte finden würde, die meine Wahl auf das Wildschwein fallen ließ – auch wenn es mit 5,46 Euro etwas teurer war. Aber wurde es komplett mit Gemüse serviert und immer noch günstiger als das Daily-Gericht.

Leg of wild board with cranberries, brussels sprouts & croquettes / Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten

Die Fleischmenge die ich dort auf dem Teller vorfand kann man ohne Übertreibung als beträchtlich bezeichnen, denn zwei dicke Scheiben Wildschweinkeule ließen selbst einen erwachsenen Mann wie mich etwas kämpfen. Ich selber denke bei “Keulen” immer an ganze Beine so wie z.B. hier zu sehen, aber das wäre für eine Einzelperson wohl nicht zu schaffen. Leider war die Qualität ebenfalls zweigeteilt, denn die obere Scheibe erwies sich als angenehm saftig und zart, während die untere zwar zart, dafür aber stellenweise ein klein wenig trocken war. Das ließ sich mit Hilfe der Sauce aber gut kompensieren. Dazu gab es Rosenkohl in recht guter Qualität, d.h. nicht frisch aber auch nicht matschig, eher gut abgelagert mit noch leicht knackigen Biss. War ok und passte traditionell auch gut zu Wildgerichten wie dem Wildschwein – ebenso wie die etwas zu süßen Preiselbeeren. Darüber dass man schließlich nur vier anstatt das sonst üblichen fünf bis sechs Kroketten (sh. dazu z.B. hier oder hier) war ich nicht sonderlich böse, denn ich hatte ja auch so schon genug mit dem Fleisch zu kämpfen. 😉 Sie erwiesen sich aber als angenehm frisch und knusprig, zumindest dort wo sie nicht von der Sauce durchgeweicht waren. Insgesamt ein reichhaltiger und durchaus leckeres Gericht, ich bereute meine Entscheidung nicht.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich die Wildschweinkeule heute extrem großer Beliebtheit und konnte sogar noch die Krautroulade überrunden. Den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte sich aber das Hähnchen Biryani, danach kam die Wildschweinkeule auf Platz zwei. Die Krautroulade landete somit auf dem dritten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem Platz vier und der gefüllten Aubergine schließlich auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweinkeule: ++
Preiselbeeren: ++
Rosenkohl: ++
Sauce: ++
Kroketten: ++

Hirschgulasch mit Spätzle & Preiselbeer-Birne [04.12.2019]

Wednesday, December 4th, 2019

Heute war ein wahrer Schlemmer-Tag. 😉 Am Morgen konnte ich es nicht lassen mir mal wieder eine Fleischpflanzerl-Semmel zum Frühstück gönnen – mir war einfach danach.

Bulettenwecke / Fleischpflanzersemmel / Frikadellenbrötchen

Dieses Mal wieder mit großer, saftiger, lockerer und gut gewürzter Frikadelle – sehr lecker und sehr sättigend. Dafür wollte ich am Mittag dann eigentlich im Abschnitte Veggie der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zugreifen, wo heute Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln auf dem Speiseplan stand. Nach vier Tagen Nudeln in Form meines Hackfleisch-Nudelauflaufs mit Paprika und Bohnen wären die Spaghetti Carbonara mit Grand Pandano + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, abgesehen vom Preis und der Menge, sowieso nichts für mich gewesen. Vielleicht wären auch die Gebratene Mienudeln mit Asiagemüse in rotem Thaicurry, die gemeinsam mit Gebratenes Rindfleisch mit verschiedenem Gemüse in Masamansauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurden, auch noch etwas für mich gewesen. Doch als ich den Hirschgulasch mit
Preiselbeerbirne und Spätzle
bei Daily sah, entschied ich mich doch kurzfristig anders, denn ich bin ja ein großer Freund von Wildgerichten. Zuerst überlegte ich noch, ob mir nicht eine halbe Portion ausreicht, doch die Idee verwarf ich schnell wieder. Mit 5,10 Euro war das ganze zwar ein klein wenig teurer, aber das nahm ich billigend in Kauf.

Venison goulash with spaetzle & cranberry pear / Hirschgulasch mit Spätzle & Preiselbeer-Birne

Der Gulasch selbst, der neben zahlreichen grob geschnittenen Stücken von Hirschfleisch-Würfeln auch mit sehr fein gewürfelte Möhren zubereitet worden war, erwies sich schon mal als sehr gelungen, denn das Fleisch war schön mürbe und größtenteils angenehm mager – sieht man von einem einzigen Stück mit etwas mehr Fett mal ab. Leider hatte man bei der kräftig-würzigen, dunklen Sauce mit ihrer leicht süßlichen Note etwas gegeizt, denn die Spätzle waren ohne Sauce etwas trocken – aber durch das kräftige Vermischen von Gulasch und Spätzle erhielt ich letztlich eine gute und leckere Mischung. Und die mit Preiselbeeren garnierte Dosenbirne gehört bei solchen Wildgerichten nun mal einfach dazu – ich mochte sie nicht missen. Ich war also sehr zufrieden und auch sehr satt.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Wildgulasch heute hoch in der Gunst und konnte sich sogar, wenn auch nur knapp, gegen die Spaghetti durchsetzen und sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Knapp hinter den somit zweitplatzierten Spaghetti Carbonara folgte dann auch schon das Rührei mit Spinat auf Platz drei. Den Asia-Gerichten blieb somit nur noch ein guter vierter Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Preiselbeer-Birne: ++
Spätzle: ++

Damit war die Schlemmerei aber heute noch nicht vorbei, denn am Nachmittag stand noch eine kleine Feier in meiner alten Abteilung auf dem Plan und die Einladenden hatten erneut großzügig aufgetischt.

Nachmittagssnacks

Neben Kuchen, Chips und Obst standen – im Bild im Hintergrund zu sehen – zwei große Tabletts mit belegten Brötchen für die Gäste bereit, belegt mit Käse, Salami, Kochschinken, Serrano sowie Jagd- und Bierwurst.

Belegte Brötchen

Hätte ich das gewusst, hätte ich wohl auf den Hirschgulasch, so lecker er auch war, verzichtet und ich bei den Brötchen reichlich bedient – das hätte nicht nur Geld sondern auch einiges an Kalorien gespart. Aber was soll es – es war eben so. Mehr als ein halbes Brötchen schaffte ich daher nicht mehr. Dabei war ein Hinweis auf die Nachmittagsschlemmerei in der Einladung versteckt gewesen. Hätte ich sie nur mal richtig gelesen….

Gemischter Salat mit Chicken Wings & Baguette [05.07.2019]

Friday, July 5th, 2019

Freitag ist immer so ein Dursttag bei uns, denn viele Kollegen – sei es nun in meiner Abteilung oder in anderen Abteilungen – bevorzugen es am Freitag “Homeoffice” zu machen, es ist also so gut wie nichts los in den Gebäuden und auch die Anzahl Gäste im hauseigenen Betriebsrestaurant hält sich in Grenzen. Da ich aber der Meinung bin, dass ich im Büro einfach am produktivsten bin, gehöre ich aus Prinzip nicht zu der Gruppe der Homeofficeianer/-innen, außerdem würde ich ja dann selbst kochen müssen, was zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt und ich müsste länger arbeiten. So kam es also auch heute wieder dazu, dass ich unserer hauseigenen Speisegaststätte den üblichen Besuch abstattete. Natürlich war ich im ersten Moment zwar dazu geneigt, wieder bei freitäglichen Fischgericht zuzuschlagen, das heute durch einen Gebackenen Seelachs mit Remoulade und hausgemachtem Kartoffelsalat im Abschnitt Vital manifestierte, doch wie man ja spätestens seit dem Salat mit Falafel weiß, bin ich auch den Grünzeug-Gerichten nicht mehr ganz so abgeneigt wie früher, daher weckte auch der Große gemischte Salat mit Chicken Wings und zwei Beilagen, dazu eine Tagessuppe oder ein Dessert ein gewisses Interesse bei mir, während ich dem Hausgemachten Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Veggie sowie den Asia-Wok-Gerichten wie Feng shi Tzau – Mi-Nudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilch oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce weniger Beachtung schenkte. Und tatsächlich konnte ich mich am Ende wieder zu einem Salatteller durchringen, der neben Chicken Wings auch mit einer großen Portion Preiselbeeremarmelade sowie einem Stück Baguette serviert wurde. Also ganz ohne Kohlehydrate ging es auch hier scheinbar nicht. 😉 Den Salat garnierte ich mir noch mit einem Kräuter-Joghurt-Dressing, denn meine erste Wahl Balsamico war leider aus. Außerdem hätte mir rein theoretisch noch eine Tagessuppe oder ein Dessert zugestanden, aber ich verzichtete dankend, denn ich war mir sicher dass die Portion auch so mehr als ausreichte um satt zu werden.

Mixed salad with chicken wings & baguette / Gemischter Salat mit Chicken Wings & Baguette

Ich kenne es zwar vom hier üblichen Wiener Backhendel wie hier oder hier, dass man Geflügel auch mal mit Preiselbeeren serviert, assoziere diese Frucht aber eigentlich eher mit Wildgerichten wie Wildschwein und vor allem Hirsch. Nicht dass es vollkommen unpassend wäre, aber Fleisch mit süßer Marmelade zu garnieren ist mir insgeheim immer noch etwas suspekt. 😉 Zumal die Preiselbeeren wirklich immer fast schon zu süß sind. Der gemischte Salat aus verschiedenen frischen und knackigen Blattsalaten und etwas Dosen-Mais war aber schon mal sehr gut gelungen und harmonierte gut mit dem von mir gewählten Joghurt-Kräuter-Dressing. Allerdings fällt es mir als sporadischen Salatesser immer etwas schwer die richtige Menge Dressing zu wählen, so dass ich heute wohl etwas zu geizig gewesen war und es am Ende recht knapp damit wurde. Und auch die warm servierten Chicken Wings mit einer leicht pikanten Würze waren wirklich gut gelungen und harmonierten sowohl mit den Preisebeeren als auch mit dem Dressing. Allerdings erwies es sich als schwer, das reichlich vorhandene leisch mit Messer und Gabel von den doppelten Knochen zu schälen. Ich schreckte etwas davor zurück, die mit Bratenfett, Preiselbeeren und Dressing kontaminierten Wings in die Hände zu nehmen, denn das Einsau-Potential war mir einfach zu hoch. So brauchte ich letztlich deutlich länger als sonst um das Gericht zu verzehren, was sogar soweit ging dass ich meinen bereits genervt erscheinenden Kollegen, der den Fisch gewählt hatte und längst mit Essen fertig war, aus der Höflichkeit entließ auf mich zu warten. Die paar Meter zurück ins Büro konnte ich notfalls auch alleine bewerkstelligen.
Das Baguette schließlich erwies sich als bereits etwas abgestanden und an der einen Seite schon eingetrocknet, zumal die Kruste heute stellenweise extrem hart gebacken schien. Aber zum Abwischen des Teller vom verbliebenen Bratenfett, dem Dressing und etwas Preiselbeeren reichte es alle mal. Eindeutig kein Fast-Food, so ein Chicken-Wings-Salat braucht schon seine Zeit zum Verzehr, aber doch sehr lecker muss ich sagen. Ich würde jederzeit wieder zugreifen, sollte ein solches Gericht erneut auf der Karte stehen.
Beim Gros der anderen Gäste hatte sich aber der traditionelle Seelachs mit Kartoffelsalat als bevorzugtes Gericht etabliert, so dass ich dem Fischgericht heute den ersten Platz zubilligen muss. Der Salat mit Chicken Wings folgte aber auf einem guten Platz zwei, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und dem Apfelstrudel schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gemischter Salat: ++
Joghurt-Kräuter-Dressing: ++
Chicken Wings: ++
Preiselbeeren: +
Baguette: +

Woolloomooloo – Geschmortes Krokodilgulasch & Kartoffelgratin [29.03.2019]

Friday, March 29th, 2019

Im Rahmen der aktuellen Australischen Wochen in unserem Betriebsrestaurant wurde am heutigen Freitag Woolloomooloo – Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons und Cranberry, dazu Kartoffelgratin angeboten. Da es interessant klang, exotisch war und es auch keine lohnenswerten Alternativen auf der Tageskarte gab, entschied ich mich auch heute wieder dort zuzugreifen. Denn Gebackener Seelachs mit Remoulade und Röstkartoffeln aus dem Abschnitt Globetrotter wird regelmäßig an Freitagen angeboten und der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region sowie die Asia-Wok-Gerichte wie Moo Pad Praw Wan – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry oder Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse waren ebenso wenig dazu geeignet, den Genuss von geschmorten Krokodil sausen zu lassen.

Wooloomooloo - Braised crocodile goulash with mushrooms, cranberries & potato gratin /  Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberry, dazu Kartoffelgratin

Was die Präsentation anging hatte man, wie man sieht, sich dieses Mal keine große Mühe gegeben. Selbst die Petersilie zum garnieren musste ich selber darüber streuen. Ob man das in dem östlichen Vorort von Sydney, dem dieses Gericht seinen Namen verdankt, wohl auch so macht? 😉 Ein Gericht mit diesem Namen scheint es – außer hier in unserem Betriebsrestaurant – jedenfalls nicht zu geben, eine Recherche im Internet erbrachte nichts.
Der Gulasch den man hier unter diesem Namen serviert hatte, bestand aus grob, nicht gerade mundgerecht gewürfelten Fleischstücken, einigen Dosen-Champignons der 1ten Wahl – also ganze Köpfe – sowie Cranberries. Das Fleisch war mager, einigermaßen saftig und wahrscheinlich durch das Schmoren leicht faserig, wobei es geschmacklich meiner Meinung nach ein wenig an Hähnchen oder Pute erinnerte. Die Cranberries gaben dem Gulasch dabei zusätzlich eine sehr süße Note – wobei sich mir nicht ganz erschloss warum man sie in die Sauce gemischt hatte und nicht wie bei Wildgerichten einfach zusätzlich serviert hatte. Als Sättigungsbeilage hatte man sich für Kartoffelgratin entschieden. Dieses besaß trotz der Sahne in der es Zubereitet worden war nicht sonderlich viel Eigengeschmack, aber das war wahrscheinlich auch nicht beabsichtigt, damit der Gulasch besser zu Geltung kam. War auf jeden Fall eine bessere Sättigungsbeilage als die Nudeln vom letzten Jahr. Und den Parmesan oder die halbierten Tomaten die man damals mit serviert hatte, habe ich auch nicht vermisst. Wenn es nächstes Jahr wieder eine Australien-Woche geben sollte und wieder Krokodilsgulasch serviert werden sollte, dann bitte in dieser Form. Ich habe parallel mal nach typischen australischen Sättigungsbeilagen (side dishes) gesucht, aber nichts gefunden was jetzt wirklich typisch für diesen Kontinent wäre. Wenn ich Wünsche für die nächste Australische Woche äußern dürfte, würde ich mir aber wieder so eine Grillplatte mit Strauß und Känguru wie beim letzten Mal favorisieren. Vielleicht nicht ganz so teuer und ohne Rind, aber das habe ich dieses Jahr wirklich vermisst.
Natürlich konnte sich das Krokodilgulasch heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala nicht auf den ersten Platz vorkämpfen, dazu ist es einfach zu exotisch. Hier fand sich, ganz wie erwartet, natürlich der Seelachs mit Röstkartoffeln. Und auch für den zweiten Platz reichte es nicht ganz, denn die Asia-Gerichte waren deutlich beliebter. Mit einer Haaresbreite Vorsprung vor dem Apfelstrudel konnte es sich aber zumindest noch Platz drei sichern. Für ein Gericht mit dem Fleisch einer Panzerechse immer noch ein gutes Ergebnis, diese Tiere gehören ja nicht gerade zum täglichen Speiseplan hier in Deutschland…

Mein Abschlußurteil:
Krokodilgulasch: ++
Kartoffelgraten: ++

Wildschweingulasch mit Preiselbeeren, Spätzle & Rosenkohl [15.01.2019]

Tuesday, January 15th, 2019

Auch wenn Wildgerichte in unserem Betriebsrestaurant inzwischen ja keine Seltenheit mehr sind, liebäugelte ich von Anfang an natürlich mit dem Wildschweingulasch mit Preiselbeeren und Spätzle aus dem Abschnitt Tradition der Region der heutigen Speisekarte. Dabei wäre das Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Vitality zwar eindeutig die leichtere Variante gewesen – zumal man es heute offensichtlich mal nicht mit Trockenei hergestellt hatte wie ich an der Farbe meinte erkennen zu können – und auch die Lasagne Bolognese mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Globetrotter auch nicht allzu schlecht aussah. Oder ich hätte mit Gebackener Seelachs mit Gemüse in Massamansauce zu einem Fischgericht greifen können, das ebenfalls an der Asia-Wok-Theke angebotene Gebratenes Thaigemüse in Massamansauce reizte mich weniger. Aber letztlich griff ich dann doch wieder zum Wildschweingulasch und ergänzte ihn mir mit etwas Rosenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Wild boar goulash with cranberries & spaetzle / Wildschweingulasch mit Preiselbeeren & Spätzle

Ich hatte zwar keine hohen Erwartungen in den Rosenkohl gesetzt, aber ich wurde ausnahmsweise beim Gemüse mal positiv überrascht. Denn trotz der Tatsache dass ich gerade mal ein paar Reste aus einer fast leeren Schale geklaubt hatte, erwiesen sich die Röschen nicht etwa als matschig, zerkocht und etwas abgestanden, sondern waren angenehm heiß und, was das wichtigste war, auch als recht frisch und noch noch knackig im Biss. Auch an den Spätzle gab es nichts auszusetzen. Jedoch war das Fleisch im Wildschweingulasch mal wieder sehr grob geschnitten und teilweise deutlich durchwachsen. Und auch was die WÜrzung anging fand ich ihn heute nicht ganz so gut gelungen. Er war ok und nicht nur in Kombination mit der wie üblich recht süßen Preiselbeermarmelade mehr als nur genießbar, aber ich habe auch schon besseren Wildschweingulasch hier gegessen. Insgesamt war ich aber zufrieden mit meiner Wahl.
Ich persönlich hatte ja eher auf die Lasagne als Gewinner getippt, aber der Wildschweingulasch setzte sich dann doch mit einem deutlichen Vorsprung von ihr ab und konnte mit kleinem, aber klaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich gewinnen. Erst auf Platz zwei folgte die Lasagne, die aber auch nur knapp vor dem ebenfalls für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebten Rührei lagen. Die Asia-Gerichte folgten mit wiederum geringen Abstand auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: +
Preiselbeeren: +
Spätzle: ++
Rosenkohl: ++

Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberrys [25.06.2018]

Monday, June 25th, 2018

Diese Woche wartete unser Betriebsrestaurant mit einem kleinen Australien-Special auf und eröffnete den Reigen an exotischen Gerichten von Down Under mit einem Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons und Cranberrys, dazu Parpadelle und gehobelten Parmesan. Wäre da nicht der (bereits reduzierte) Preis vom 8,68 Euro pro Portion gewesen, hätte ich natürlich bedenkenlos zugegriffen, denn ich probiere ja gerne mal etwas neues und außergewöhnliches. Hinzu kam, dass man mit einem Schwabenteller – Minutensteak vom Schwein mit Schwammerlsauce und Röstzwiebeln, dazu Käsespätzle im Abschnitt Tradition der Region eine wirklich verlockend klingende und aussehende Alternative bot. An den ansonsten ebenfalls auf der Tageskarte befindlichen Spinat-Frischkäsetortellini mit Tomatensugo bei Globetrotter oder den Asia-Wok-Angeboten wie Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Hühnerfleisch mit Gemüse in Kokosmilchsoße und rotem Thaicurry hatte ich allerdings weniger Interesse. Letztlich siegte aber doch meine Neugier und mein Bestreben, meinen Lesern hier hin und wieder auch mal exotisches zu bieten, die mich dann doch zum Krokodilgulasch greifen ließ.

Braised  crocodile goulash with mushrooms & cranberries / Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberrys Australian Week

Es ist nun bereits etwas mehr acht Jahre her, dass ich im thailändischen Restaurant Rim Wang in Karlsruhe mal Känguru probiert hatte und mir gesagt hatte, dass ich Krokodil auf “später mal” verschiebe. Dass es dann so lange dauern würde, hatte ich nicht gedacht, aber heute war es nun endlich soweit: Ich verzehrte das erste Mal bewußt das Fleisch eines Reptils – denn selbst von den Gurkenkrokodilen auf den elterlichen Buffets meiner Kindheit hatte ich früher die Finger gelassen, da ich keine Salatgurken mochte. 😉 Und bevor die Frage aufkommt: Nein, ich habe bisher auch noch nie Schildkröte oder ähnliches probiert, nicht mal in Suppenform. Die Konsistenz der recht grob geschnittenen, mageren Fleischwürfel war ein wenig faserig, aber dennoch erwies es sich als angenehm saftig und besaß einen wohlschmeckendes Aroma. Die Marmorierung zog sich dabei von hell bis hin zu einem rotbraun.

Braised  crocodile goulash - Close up / Geschmortes Krokodilgulasch - Nahaufnahme

Ich würde nicht sagen, dass es nach Hähnchen, Rind oder Schwein schmeckte, es besaß irgendwie seinen eigenen, angenehmen Geschmack. Und auch was die Menge anging konnte man nicht meckern, man hatte hier wirklich nicht gegeizt – was bei dem Preis aber auch eine Frechheit gewesen wäre. 😉 Angerichtet war das Fleisch in einer mild-würzigen, mit Möhrenscheiben und ganzen kleinen Dosen-Champignons versetzten Sauce, der einige ebenfalls darin verarbeitete Cranberries noch zusätzlich eine leicht süße Note gaben. Das ganze war keine gourmettechnische Höchstleistung, aber geschmacklich in Ordnung und ließ – trotz des reichlich hinzugefügten Parmesans – dem Krokodilfleisch genügend Raum sich geschmacklich entfalten zu können. Die Entscheidung es mit Bandnudeln wir den Parpadelle zu kombinieren erwies sich aber als nicht ganz so glücklich, denn zum aufrollen auf die Gabel sind diese zu breit und will man sie nur aufnehmen, sind sie meist so lang, dass sie durch ihr Eigengewicht wieder von der Gabel rutschen. Bleibt also nichts anderes, als sie in mundgerechte Stücke zu zerschneiden und dann mit der Gabel aufzuspießen, was natürlich etwas mehr aufwand beim Verzehr bedeutet. Das aber nur am Rande erwähnt. Insgesamt war ich mit dem Krokodilgulasch letztlich doch zufrieden und bereute die Entscheidung dazu, endlich mal echtes Reptil zu probieren nicht.
Wie nicht anders erwartet, konnte sich das Krokodil auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala heute natürlich aufgrund seiner Exotik und des Preises nicht durchsetzen. Der Schwabenteller konnte sich hier mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten unangefochten Platz eins sichern, gefolgt von den für ein vegetarisches Gericht ebenfalls sehr beliebten Spinat-Frischkäsetortellini auf dem zweiten Platz. Erst auf dem dritten Platz kam schließlich das Krokodil, dass sich aber nur knapp gegen die Asia-Gerichte durchsetzen konnte.

Mein Abschlußurteil:
Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberrys: ++
Parpadelle: ++
Parmesan: ++

Gebackenes Schweinekotelette mit Preiselbeeren & Pommes Frites [18.06.2018]

Monday, June 18th, 2018

Obwohl der Gemüsestrudel mit Ratatouille und Quarkdip im Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants auch nicht schlecht aussah, fand der Hauptentscheidungskampf, zu welchem Gericht ich greifen sollte zwischen dem Gebackenes Schweinekotelette mit Preiselbeeren und Pommes Frites bei Globetrotter und dem Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln aus der Sektion Tradition der Region statt. Obwohl ebenfalls nicht uninteressant schafften es die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratenes Hühnerfleisch mit asiatischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Thaicurry oder Gebackene Frühlingsrollen nicht in die engere Auswahl. Und eigentlich hätte ich ja eher zum Fleischpflanzerl greifen müssen, da ich ja erst vor etwas mehr als zwei Wochen ein Kotelett der gleichen Art hier verzehrt hatte und das letzte Fleischpflanzerl mit Röstkartoffeln schon deutlich länger her war. Aber mir lag der Appetit dann doch mehr nach Kotelett, wobei die Pommes Frites mit Sicherheit auch ihren Teil zu dieser Entscheidung beitrugen. Dazu gab es noch eine Zitronenecke für das Kotelett und etwas Ketchup für die Fritten von einer anderen Theke, an der man sich damit in Selbstbedienung versorgen konnte. Meine anschließende Suche nach einem passenden Salat oder Gemüse verlief aber leider erfolglos.

Baked pork chop with cranberries & french fries / Gebackenes Schweinekotelette mit Preiselbeeren & Pommes Frites

Das Kotelett dass man mir servierte war zwar etwas dunkel geraten, aber das sollte sich nicht als Nachteil erweisen, sondern erwies sich sogar als genau richtig, denn die dünne Panade war dadurch schön knusprig geraten. Und auch am zarten und angenehm magere Schweinefleisch gab es nichts auszusetzen, vor allem wenn man es vor dem Verzehr noch zusätzlich mit Zitronensaft und Preiselbeeren garnierte. Im Gegensatz zum Kotelett waren die Pommes aber mal wieder etwas blass geraten und hätten gerne eine bis zwei Minuten länger frittiert werden können – ihre Knusprigkeit lag gerade so an der Grenze des akzeptablen. Hinzu kam, dass man sie dieses Mal etwas versalzen hatte, was den Genuss dann tatsächlich etwas minderte. Essbar und genießbar, aber leider mit ein klein wenig zu viel Natriumchlorid, was der Ketchup nur bedingt kompensieren konnte. Aber dennoch keine schlechte Wahl, ich war zwar nicht hundertprozentig Zufrieden, bereute meine Entscheidung aber auch nicht.
Bei den anderen Gästen herrschte auch eine kleine Vorliebe für das Kotelett, wodurch es mit einem knappen Vorsprung sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Aber das Fleischpflanzerl folgte eng auf und belegte einen guten Platz zwei. Den dritten Platz konnte sich die Asia-Gerichte erkämpfen, aber ihr Vorsprung vor den ebenfalls gern gewählten Gemüsestrudel, der somit Platz vier belegte, war nur marginal.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekotelette: ++
Preiselbeeren: ++
Pommes Frites: +

Gebackenes Schweinekotelett mit Preiselbeeren & Pommes Frites [30.05.2018]

Wednesday, May 30th, 2018

Obwohl mit Kabeljau auf sizilianische Art mit Kartoffelwürfeln, Kirschtomaten und Kapern im Abschnitt Vitality ein überaus verlockendes Fischgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war und auch der Frische Sommersalat mit Kürbiskernen, Kräuterbaguette und American Dressing, dazu gebackene Chicken Wings bei Tradition der Region deutlich gesünder klang, entschied ich mich heute doch recht schnell für das Gebackene Schweinekotelett mit Preiselbeeren und Pommes Frites bei Globetrotter. Fisch hatte ich ja schon gestern und so der Salat-Liebhaber war ich ja noch nie gewesen. Die Asia-Wok-Theke hatte mit Gebratener Eierreis mit Gemüse und Massamansauce und Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce heute nichts interessantes zu bieten. Zum Kotelette gab es noch Zitronenecken und auf den Pommes Frites durfte natürlich der Ketchup nicht fehlen.

Baked pork chop with cranberries & french fries / Gebackenes Schweinekotelette mit Preiselbeeren & Pommes Frites

Der Knochen des Kotelett zog sich zum Glück nicht komplett über die linke Seite, auch wenn es zuerst den Eindruck gemacht hatte. Somit war die Ausbeute an Fleisch des etwa fingerdicken Stück mageren Schweinefleischs erfreulich gut. Und auch geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen, vor allem wenn man es mit Zitronensaft und Preiselbeeren kombinierte. Die Pommes Frites waren einigermaßen knusprig und gut gewürzt, auch wenn ich das Pech gehabt hatte die letzten Reste aus der Schale zu bekommen, kurz bevor frische Waren geliefert wurde. Aber da steckt man eben nicht drin. Insgesamt keine leichte Kost, aber dafür schmackhaft und sättigend. Ich war zufrieden.
Ganz so klar wie erwartet war der Vorsprung des Kotelett heute nicht. Es konnte sich zwar dennoch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, aber sowohl der Sommersalat als auch der Kabeljau waren ihm sehr eng auf den Fersen, wobei das Grünzeug mit Chicken Wings den zweiten und das sizilianische Fischgericht den dritten Platz belegte. Auf dem vierten Platz folgten die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Kotelett: ++
Preiselbeeren: ++
Pommes Frites: ++