Gefüllter Putenrollbraten in Kräuterrahmsauce [18.03.2014]

Obwohl heute wie fast jeden Dienstag mal wieder das Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse auf der Karte der Asia-Thai-Theke stand, war ich einen Moment dazu geneigt, hier zuzuschlagen, denn nach mehreren Wochen mit dem männlichen Wok-Koch hatte mal wieder der weibliche Koch übernommen – das bedeutete dass die Gerichte nicht zu sehr in Sauce ertränkt wurden und die Würz-Zusammensetzung sich etwas änderte. Aber leider war der Fisch-Wok mal wieder fast leer, so dass ich mich doch anders entscheiden musste. Der Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce klang zwar auch nicht schlecht, aber in diesem Wok war seltsamerweise nur Gemüse und kein Reis – also fiel das auch aus. Die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln bei Vitality fand ich wiederum nicht sonderlich ansprechend und die Cannelloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter sahen ein wenig nach frisch aus der Abteilung Fertiggerichte aus. Blieb also nur noch der Gefüllt Putenrollbraten mit Kräuterrahmsauce und Spätzle, den man im Bereich Tradition der Region anbot. Dazu nahm ich mir noch – heute extra vorher auf Temperatur geprüft – einige Stücke Blumenkohl und Broccoli von der Gemüstheke und ein kleinen Becherchen Limonen-Mousse aus dem Dessert-Angebot des heutigen Dienstags.

Putenrollbraten mit Kräutersauce & Spätzle / Rolled turkey roast with herb sauce & spaetzle

Die Spätzle oder, um genau zu sein, Knöpfle waren zwar etwas salziger als ich es normalerweise gewohnt bin, gaben aber noch keinen Grund für einen Abzug in der Benotung. Und auch die Kräuterrahmsauce gab mir keinen Grund, Kritik anzubringen. Anders mit der Hauptzutat, dem Putenrollbraten. Die Füllung aus Hackfleisch mit Gemüsestückchen war ebenfalls etwas versalzen, worüber ich ja noch hinweg gesehen hätte, aber das umgebende Putenfleisch erwies sich zusätzlich als ziemlich trocken geraten – bezogen wohlgemerkt auf die große Scheibe, nicht nur auf das zusätzliche kleine Randstück. Da half es auch nichts, dass das Fleisch ansonsten angenehm mager und einigermaßen zart war – hier kann ich beim besten Willen keine volle Punktzahl geben. Die gedünsteten Röschen von Blumenkohl und Broccoli erwiesen sich zwar als recht groß geraten, aber sowohl was den Geschmack als die Temperatur anging gab es hier nichts zu meckern. Und auch am Dessert in Form des luftig-lockeren Mousses mit Limonenaroma und seiner Garnitur aus einem Klecks Schokomousse, einem Stück Pflaume und einem Stück Pfirsich fand ich keinen Grund, irgendetwas zu bemängeln. Schade, dass gerade es aber mit dem Fleisch heute nicht so geklappt hat.
Dennoch schaffte es der Putenrollbraten heute recht eindeutig den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich zu gewinnen – aber das lag wohl auch daran dass man ihm die Abstriche im Geschmack nicht ansah. Auf einem guten Platz zwei folgten dann die Cannelloni mit Fleischfüllung, die ich noch etwas häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste sah als die Asia-Gerichte auf Platz drei und schließlich der vegetarischen Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gefüllter Putenrollbraten: +
Kräuterrahmsauce: ++
Spätzle: ++
Broccoli- & Blumenkohl-Gemüse: ++
Limonen-Mousse: ++

Schweinerahmgeschnetzeltes mit Champignons [21.12.2013]

Schweinerahmgeschnetzeltes mit Champignons / Pork strips in cream & mushroom sauce

Heute entschieden wir uns für etwas Schweinerahmgeschnetzeltes mit Champignons, dazu ein paar in der Pfanne angebratene Mini-Gnocchis aus dem Kühlregal. Dabei war das Schweinegeschnetzelte samt Sauce bereits fertig gekauft worden, allerdings noch mit ein paar zusätzlichen frischen Champignons verfeinert worden. Nichts besonders, aber dennoch sehr lecker.

Wirsingroulade in Rahmsauce [28.10.2013]

Nachdem ich letzte Woche gleich zwei Mal asiatisch gespeist hatte, verspürte ich heute trotz verlockender Angebote wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten und frischen Sojakeimlingen in Austernsauce keine große Lust, hier erneut zuzuschlagen. Und das mit 453kcal angenehm leichte Bunte Ofengemüse mit Estragondip sprach mich visuell überhaupt nicht an. Blieben also noch die Wirsingroulade mit Kartoffelpüree und Rahmsauce bei Tradition der Region und die Gebratene Hühnerbrust “Zigeuner Art” mit Reis und Paprikasauce bei Globetrotter. Klang beides recht verlockend und es war wohl die Tatsache, dass ich schon sehr lange keine Wirsingroulade mehr gekostetet hatte, die mich dazu bewoh bei diesem Gericht zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Grießpudding mit Beerensauce aus dem heutigen Dessert-Angebot auf mein Tablett.

Wirsingroulade in Rahmsauce / Savoy roll with cream sauce

Die überaus großzügige Portion Kartoffelpüree hatte man zusätzlich noch mit einigen Röstzwiebeln garniert, was dem wie üblich sehr dünn geratenen Püree auch recht gut tat. Dazu fand sich die Wirsingroulade auf dem Teller, die traditionell aus einer mit einigen Lagen Wirsingblättern umwickelten Hackfleischrolle bestand. Die Roulade war zwar etwas beim servieren auseinander gegangen, aber das wirkte sich ja glücklicherweise nicht auf den Geschmack aus.

Wirsingroulade - Füllung / Wirsing roll - filling

Das Hackfleisch hätte zwar gerne etwas kräftiger gewürzte sein können, aber prinzipiell erfüllte auch diese Komponente ihren Zweck. Die cremige, dickflüssige Rahmsauce erwies sich ebenfalls als nur sehr mild gewürzt, aber passte von der Machart her sehr gut zu der Gesamtzusammenstellung. Nicht überragend, aber absolut akzeptabel. Und der kleine Becher mit Vanillearoma versehenen Grießbreis gemeinsam mit seiner Garnitur aus Beerenmix, Knusperflöckchen und einer Scheibe Kiwi schloss das einfache, aber schmackhafte Mittagsmehl gelungen ab.
Bei den anderen Gäste lag heute, entgegen meiner Erwartung, dann doch die Hühnerbrust “Zigeuner Art” am höchsten in der Gunst und verdrängte die eigentlich als Favorit gesehene Wirsingroulade auf Platz zwei. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte wie üblich das vegetarische Gericht, heute in Form des bunten Ofengemüses.

Mein Abschlußurteil:
Wirsingroulade: ++
Rahmsauce: ++
Kartoffelpüree: +
Grießpudding: ++

Iglo Köttbullar-Pfanne – der Kurztest

Heute hatte ich keine Lust etwas größeres zu kochen, daher entschloss ich mich der alten Tradition dieses Blogs erneut zu fröhnen und mal wieder ein neues Fertiggericht zu testen. Dabei fiel meine Wahl auf einen 500g Beutel Iglo Viva Scandinavia! Köttbullar-Pfanne aus der Viva Länderküche-Reihe dieses Herstellers (Link), den ich für 2,99 Euro in einer Filiale der lokalen Tengelmann-Märkte erwarb.

01 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Packung vorne / Packing front
Packung vorne

02 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Packung hinten / Package back
Packung hinten

Köttbullar mit saftigen Fleischbällchen und nach original schwedischem Rezept klang auf jeden Fall schon mal sehr verlockend und wie die meisten großen Hersteller von TK-Fertiggerichten wirbt natürlich auch Iglo damit, frei von Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromazusätzen zu sein. Werfen wir also zu Beginn erst einmal einen Blick auf die Zutaten. Dort lesen wir von frittierten Kartoffelspalten, Champignons, Erbsen, fettarmer Milch, Karotten, wiebeln, Hackfleischbällchen aus Rind- und Schweinefleisch mit Zwiebeln, Ei, Paniermehl, Salz und Gewürzen, Sahne, pflanzlichen Ölen, Gemüsebrühe, Weizenmehl, Stärke, Champignonpulver, Salz, Karamellzuckersirup, Malzextraktpulver und weiteren, nicht näher definierten Würzen. Dabei macht das Gemüse mit 35 Prozent den größten Anteil an Zutaten aus, gefolgt von den Kartoffelspalten mit 21 Prozent, den Champignons (ist das nicht auch Gemüse?) mit 15% und schließlich den Hackfleischbällchen mit gerade mal 10%. Zumindest findet sich, laut Hersteller, keinerlei EirgendwasNumerisches im Gericht und auch sonst ist nichts verdächtiges zu finden. Einzig das Malzextraktpulver, dass ich eigentlich eher aus der Bierherstellung kenne, machte mich etwas stutzig. Aber sei es drum – der Hersteller wird sich schon etwas dabei gedacht haben.
Für die Zubereitung stehen dem Konsumenten 2 Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen in der Pfanne und zum anderen in der Mikrowelle. Auch wenn ich die Mikrowelle nicht prinzipiell ablehne, so ziehe ich die Pfanne in diesem Fall jedoch auf jeden Fall vor, denn hier werden erfahrungsgemäß weniger Nährstoffe zerstört als bei der Bestrahlung mit Mikrowellen. Und was die Zeit angeht geben sich beide Methoden nichts – sie liegen jeweils bei ca. 10 Minuten.
Zuerst geben wir also den noch gefrorenen Packungsinhalt in eine beschichtete Pfanne

03 - Beutelinhalt in Pfanne geben / Put content to pan
Beutelinhalt in Pfanne geben

und fügen 2 bis 3 Esslöffel Wasser hinzu.

04 - Wasser addieren / Add water
Wasser addieren

Dabei fallen zuerst die hellbraunen, an Stücke einer Tafelschokolade erinnernden Stücke auf, die zuerst nicht zuzuordnen sind. Wie sich beim nun anschließenden starken erhitzen herausstellt, handelt es sich dabei um die Rahmsauce, die in dieser Form gefroren beigefügt worden waren und nun zerschmilzt. Bei mehrmaligen umrühren bringen wir den Pfanneninhalt also nun zum Kochen

05 - Stark erhitzen / Boil up
Stark erhitzen

und schalten dann dei Kochplatte auf mittlere Stufe herunter, um alles für weitere vier bis sechs Minuten und bei weiterem gelegentlichem umrühren weiter köcheln zu lassen, bis die Sauce schließlich die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

06 - Köcheln lassen / Simmer
Köcheln lassen

Da ich die Sauce eher dicklich mag, ließ ich es die vollen sechs Minuten köcheln. Anschließend kann man das Gericht auch unmittelbar servieren und genießen.

07 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Serviert / Served

Zwar fanden sich gerade mal 8 der tatsächlich angenehm saftigen Fleischbällchen in der Zubereitung, aber die Menge erwies sich als gerade ausreichend für die Restmenge aus Gemüse und Kartoffelspalten. An Erbsen, Möhren, Champignons und den grob geschnittenen, milden Zwiebeln gab es nichts auszusetzen, während die Kartoffelspalten für meinen Geschmack etwas zu weich geworden waren – aber das ist bei einem Fertiggericht mit Sauce wohl kaum anders hinzubekommen. Die Rahmsauce schließlich erwies sich als eher mild gewürzt und ein wenig süßlich. Leider kenne ich die schwedische Küche nicht gut, um sagen zu können ob dies für Köttbullar normal ist – aber ich werde bei Gelegenheit mal selbst welche nach schwedischem Rezept kochen und schauen wie die sind, dann werden wir sehen.

08 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Seitenansicht / Side view

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte für das Gericht:

Nährwerte:
  100g 500g
(Beutel)
Brennwert: 451 kj
108 kcal
2255 kj
540 kcal
Eiweiß: 3,8g 19,0g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
5,7
2,4g
29,0g
12,0g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
9,1g
2,8g
46,0g
14,0g
Ballaststoffe: 1,4g 7,0g
Natrium: 0,35g 1,75g
Broteinheiten (BE): 1,4 7

Der Wert von 540kcal für ein Hauptgericht sind wirklich akzeptabel wie ich finde, allerdings finde ich den Wert von 14g Zucker – das entspricht immerhin ca. 4,67Stück Würfelzucker á 3g – etwas “deftig”. Auf der anderen Seite könnte es natürlich auch den leicht süßlichen Geschmack der Sauce erklären – es ist ja nicht unbekannt, dass die Hersteller von Fertiggerichten diesen gerne etwas zu großzügig verwenden. Dennoch kann ich die Iglo Köttbullar-Pfanne als schmackhaftes und angenehm leicht zuzubereitendes Fertiggericht durchaus weiter empfehlen – mit hat es auf jeden Fall sehr gut gemundet.

Natürlich sind selbst gekochte Gerichte im Zweifelsfalle immer vorzuziehen, aber wenn es mal schnell gehen soll ist auch dieses Produkt eine überaus akzeptable Alternative.

Meine Wertung: 3 MG

Putengeschnetzeltes in Rahmsauce mit Kräuterreis [13.02.2013]

Obwohl es neben Mie Tzau Min – Gebratene Mienudeln mit verschiednem Gemüse in Spezialsauce und Ko Lo Kai – Knusprig gebackenes Putenfleisch mit süß-saurer Sauce und Ananas mit Gebratenen Tintenfischringen mit verschiedenem Gemüse in Chili-Zitronengrassauce an der Asia-Thai-Theke ein überaus interessantes Angebot gab, entschied ich mich heute mal auf die Fisch- oder Meeresfrüchte zu verzichten. Grund ist eine morgen beginnender “Fischgerichte-Marathon” über drei Tage mit drei durchgehend überaus interessant klingenden Angeboten, der mir mehr als genug der von mir so geschätzten Fischgerichte bot – zumal ich ja auch noch ein wenig vom selbst zubereiteten Risotto mit geräuchertem Heilbutt vom Sonntag im Kühlschrank habe, das ich ja auch noch verbrauchen muss. Also sah ich mich heute mal nach etwas anderem um. Der Champignongulasch auf Vollkornspaghetti bei Vitality sprach mich jedoch mal wieder visuell überhaupt nicht an und die Currywurst mit Pommes Frites bei Tradition der Region war mir eindeutig zu kalorienreich. Blieb also nur noch das Putengeschnetzelte in Rahmsauce mit Kräuterreis, das heute bei Globetrotter auf der Karte stand, auch wenn ich kurz noch überlegte bei der gebackenen Pute aus dem Asia-Angebot zuzuschlagen. Da der Wok aber mal wieder recht leer aussah, fiel die Entscheidung letztlich doch auf das Geschnetzelte, das ich mir noch mit einem Johannisbeerjogurt von der Dessert-Theke ergänzte.

Putengeschnetzeltes in Rahmsauce mit Kräuterreis / Turkey chop in cream sauce with rice

Und meine Entscheidung erwies sich als wirklich gute Wahl, denn auf einer mehr als ausreichend großen Portion mit einigen Kräutern versetzten, geschälten Reises fand sich eine überaus schmackhafte, wenn auch eher mild gewürzte Zubereitung aus saftigen Putenfleischstücken und etwas Karottenstreifen in einer angenehm cremigen und dickflüssigen Rahmsauce. Sehr lecker und sättigend, wobei sich auch die zu erwartenden Kalorienwerte in Grenzen gehalten haben dürften. Da war auch noch der kleine Becher leicht gesüßter, mit zahlreichen ganzen Früchten versehene Johannisbeerjoghurt durchaus noch zu vertreten, ohne dass ich meine heute Kalorienbilanz allzu sehr ins Negative riss.
Dass die Currywurst mit Pommes Frites heute mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala errang, brauche ich wohl kaum noch zu erwähnen. Um den zweiten Platz lieferten sich heute das Putengeschnetzelte und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das meiner Meinung nach das Geschnetzelte mit knappen Vorsprung für sich gewinnen konnte und die Asia-Gerichte somit auf einen guten dritten Platz verdrängte. Platz vier belegte, wie für vegetarische Gerichte üblich, schließlich das Champignongulasch. Somit ergab sich eine dem Angebot entsprechende Platzierung, zu der es mal wieder nichts hinzuzufügen gibt.

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: ++
Kräuterreis: ++
Johannisbeerjoghurt: ++