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Eine Stunde ICE-Verspätung & Bacon Cheeseburger

Saturday, December 4th, 2010

Gestern habe ich mich mal wieder auf den Weg nach Frankfurt begeben, und das trotz des Risikos der Verspätung mit der ich bei diesem Wetter natürlich rechnen musste. Und bereits in der S-Bahn auf dem Weg zum Hauptbahnhof München begann es damit etwas später zu werden. Grund war ein Notarzteinsatz in einer S-Bahn vor uns an der Haltestelle Leuchtenbergring, was dazu führte dass wir acht Minuten später am Hauptbahnhof ankamen. Normalerweise hätte ich noch aber immer fünfzehn Minuten bis zur Abfahrt meines ICE gehabt. Normalerweise – doch wenn ich wirklich geglaubt hatte dass mein Zug bei dem bisschen Schneefall pünktlich fahren würde, hatte ich mich natürlich geschnitten. Eine nicht näher definierte Verspätung waren für den Zug aus Essen angekündigt, der in München dann zu meinem ICE geworden wäre.

Verspätung ICE München-Frankfurt

Also tummelte ich mich am Gleis herum und hoffte darauf, dass der Zug möglichst bald kommen würde. Leider waren die Ansagen sehr ungenau und durchmischt mit Ankündigungen für andere Züge die folgen oder am gegenüberliegenden Gleis fuhren. Ein Reisender chinesischer Herkunft fragte mich auf Englisch ob ich mehr wüsste und wann der Zug nun kommen würde. Ich teilte ihm mit was ich aus den meist nur in Deutsch durchgeführten Ansagen heraus gehört hatte. Daraus entwickelte sich ein nettes Gespräch und wir unterhielten uns bis der Zug mit schließlich etwa 50 Minuten Verspätung eintraf – allerdings kam nur einer von den geplanten zwei Zugteilen an. Zum Glück war es der Zugteil in dem ich meine Reservierung hatte, denn aufgrund der Menschenmassen die am Bahnsteig warteten rechnete ich mich einem ziemlich überfüllten ICE. Komischerweise war dem nicht so und einige der Sitzplätze blieben sogar noch frei. Der Rest der Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, auch wenn wir noch zehn weitere Minuten Verspätung hinzu kamen. Mit auf die Minute genau einer Stunde Verspätung kamen wir schließlich in Frankfurt am Main Hauptbahnhof an – gerade rechtzeitig dass ich meine S-Bahn gerade noch vor meiner Nase wegfahren sehen konnte.

Eisig am HBF Frankfurt

Das hieß etwa dreißig Minuten Wartezeit bis die nächste S-Bahn kam. Ich beschloss diese Zeit mit einer kleinen Zwischenmahlzeit zu überbrücken. Da ich nur noch wenig Bargeld im Portemonaie und keine Lust hatte, die hohen Gebühren an den EC-Automaten am Bahnhof zu zahlen, entschied ich mich dazu einen Bacon Cheeseburger bei Burger King zu erwerben.

Burger King Bacon Cheeseburger

Für einen Preis von gerade mal 1,50 Euro finde ich diese Dinger doch recht lecker – auch wenn ich an die Kalorien nicht denken möchte. Insbesondere die gelbliche Sauce hat es mir angetan – würde gerne wissen woraus die ist. Aber Einkaufen konnte ich vergessen, die letzten Läden machen um 22:00 Uhr zu und ganz ohne Abendessen wollte ich dann doch nicht sein. Das ist halt das Kreuz wenn man nur am Wochenende zu Hause ist, da kann man keine große Vorratshaltung betreiben, sonst verdirbt zu viel. Aber das wird sich ja bald ändern…
Schließlich kam die S-Bahn und ich konnte in der Wärme des Wagons den Rest meines Weges zurücklegen. Die Fahrt war wirklich kein Vergnügen gewesen, aber ich war froh als ich endlich zu Hause war.

Oberleitungsschaden & 90 Minuten Verspätung

Monday, August 23rd, 2010
HBF München

Alles begann eigentlich mal wieder sehr vielversprechend: Meine S-Bahn kam pünktlich und fuhr ohne unnötige Zwischenstops, z.B. um andere Züge vorbei fahren zu lassen, bis zum Frankfurter Hauptbahnhof durch. Und auch der ICE 725 der mich heute ab 17.54 Uhr nach München bringen sollte traf pünktlich ein. Ich ging also davon aus, dass wie auch die letzten Male zuvor alles glatt laufen und ich pünktlich um 21:05 Uhr am Münchner Hauptbahnhof ankommen würde. Doch es sollte anders kommen. Von den beiden Jungs die am Tisch gegenüber, die bei eingeschalteter Dudelmusik mit ihren Nintendo DS spielten und dem bei ständigen Kommentier-Geplapper und schrillem Lachen begleitend spielenden kleinen Mädchen am Tisch etwas weiter vorne im Abteil ließ ich mich dabei weniger stören – so etwas gehört manchmal einfach zum Zugfahren dazu. Und auch als der Zug nach dem ersten Stop am Hauptbahnhof in Aschaffenburg plötzlich auf freier Strecke nahe des kleinen Örtchens Heigenbrücken hielt (wie ich dank GPS Ortung mit dem iPhone festellte), ahnte ich noch nichts böses. Wer häufiger Zug fährt weiß dass dies machmal passiert und nicht gezwungenermaßen schlechtes bedeuten muss. Einige Minuten standen wir nur so auf dem Gleis, dann ertönte aus den Lautsprechern die Stimme der Chef-Zubegleiterin, die uns mitteilte dass es auf der Strecke vor uns einen Oberleitungsschaden durch einen umgestürzten Baum gegeben hätte und dass wir uns nun gedulden müssten bis der Zug weiterfahren könne. Es dauerte keine 20 Minuten – wobei ich hier nicht wirklich auf die Uhr geschaut hatte – bis der Zug schließlich die Fahrt fortsetzte und sich recht langsam fortsetzte. Wie man uns wieder via Lautsprecher mitteilte, würden wir nun auf einem anderen Gleis und mit etwas reduzierter Geschwindigkeit bis Würzburg weiter fahren. Damit schien das ganze eigentlich schon ausgestanden und ich hätte das hier auch gespart – aber nach kurzer Fahrt, ein Regionalexpress war kurz zuvor an uns vorbei gefahren – hielten wir erneut. Wieder ertönte die Stimme der Zubegleiterin, die uns nun erzählte dass genau dieser eben vorbei gefahrene Regionalexpress einen weiteren Oberleitungsschaden gemeldet hätte und wir nun bis zum nächsten Städtchen zurück fahren und dort das Gleis wechseln müssten. So gesagt, so wurde es auch getan. Einige Zeit lang fuhr der Zug in die andere Richtung, hielt erneut und setzte dann seinen Weg erneut in Richtung Würzburg fort. So kamen wir bereits auf etwa 80 Minuten Verspätung – die Anschlusszüge in Würzburg und Nürnberg wurden jetzt natürlich nicht mehr erreicht – obwohl der Zug jetzt scheinbar richtig Gas gab und ein paar Minuten wieder heraus holen konnte. Doch durch das verpassen der Anschlusszüge wurde ein zusätzlicher Halt in Ingolstadt verkündet – was die gut gemachte Zeit wieder größtenteils verbrauchen sollte.
Das DB-Personal verteilte wenig später auch schon an jeden Fahrgast ein sogenanntes Fahrgastrechte-Formular, einen Bogen mit dessen Hilfe man die teilweise Fahrpreiserstattung beantragen konnte. Außerdem durfte sich jeder Fahrgast im Bord-Bistro ein alkoholfreies Softgetränk bzw. einen Kaffee ausschenken lassen, was gleich nach der Bekanntgabe zu einem wahren Run auf dem Wagen 25 führte, wo sich besagtes Bistro befand. Bis kurz vor München verlief die Fahrt dann wieder ohne besondere Vorkommnisse. Es wurde verkündet dass wir gegen 22:24 Uhr den Münchner Hauptbahnhof erreichen würden. Doch plötzlich stoppte der sich bereits in Anfahrt auf die Bayrische Hauptstadt befindliche ICE erneut am Bahnhof in Dachau und blieb dort etwas über 5 Minuten stehen, bevor er den letzten Teil der Strecke bewältigte. Eine nun männliche Stimme verkündete über die Lautsprecher, dass ein außerplanmäßiger Personalwechsel stattgefunden und wir deshalb in Dachau gehalten hätten – was hier genau passiert sein mag blieb unserer Fantasie überlassen.

ICE 725 - 90 Minuten Verspätung

Um 22:35 Uhr erreichten wir dann endlich den Münchner Hauptbahnhof – auf die Minute genau eineinhalb Stunden später als ursprünglich geplant. Das war zwar nicht meine schlimmste Verspätung, bei der die Gesamtreisezeit ja wie ich hier berichtet hatte bei 7 Stunden lag. Trotzdem halte ich weiterhin das Reisen mit der Bahn für die angenehmere Variante verglichen zur Autofahrt. Die Anzahl der Verspätungen hält sich im Vergleich zu den Staus in denen ich früher vor allem Freitags gestanden habe wenn ich mit dem Auto von München in Richtung Norden fuhr eindeutig die Waage. Das ganze hier soll dabei nur als Tatsachenbericht dienen und ist kein Beitrag zum aktuellen DB-Bashing – das möchte ich zum Schluss noch einmal hervor heben. Ich fahre trotz der Verspätungen hin und wieder gerne Bahn – genauso gut hätte ich zu dieser Zeit ja auch mit dem Auto in einem Stau stehen können.

Pünktliche Ankunft

Sunday, July 25th, 2010

Bahnhof FFM
Ich kann es kaum glauben – aber es ist tatsächlich passiert: Mein Zug ist pünktlich in Frankfurt los gefahren und so gut wie pünktlich in München angekommen – die zwei Minuten die er hinter dem eigentlichen Fahrplan lag seien hier mal geschenkt. Hatte ja nicht gedacht dass ich nach all den Erfahrungen der letzten Wochen das noch mal erlebe. *froi* 😉

30 Minuten Bremsanlagenverspätung

Friday, July 23rd, 2010

30 Minuten Bremsanlagenverspätung
Heute bin ich mal eine Stunde später als sonst in München aufgebrochen und habe den ICE 528 mit Abfahrt 16:50 Uhr vom Münchner Hauptbahnhof genommen. Hauptgrund war erhöhter Arbeitsaufwand, aber ich hoffte natürlich auch dass ich dieses Mal einen ICE erwischen würde, der pünktlich in Frankfurt ankommt. Doch da hatte ich leider umsonst gehofft. Nachdem ich, dieses Mal recht knapp, mein Abteil und den reservierten Sitzplatz im hinteren Teil des Zuges erreicht hatte, ertönte schon wenig später das vertraute knacken in den Lautsprechern und die Stimme des Zugdienstleiters ertönte: Man habe Probleme mit der Bremsanlage und es würde zu Verspätungen bei der Abfahrt kommen, da man dies überprüfen müsste. Kurz darauf sah ich auch schon einen Bahnbediensteten, der an dem Eingang vor mir die gegenüberliegende Tür mit einem speziellen Schlüssel öffnete und auf der anderen Seite des Zuges auf die Gleise sprang. Ich befürchtete schon das schlimmste: Einen Komplettausfall des Zuges oder zumindest des eines Zugteiles – doch es ging mehr oder weniger glimpflich ab und wir verließen mit 25 Minuten Verspätung den Münchner Hauptbahnhof. Durch einen kleinen Halt auf freier Strecke kurz vor Aschaffenburg – das Gleis an dem unser Zug ankommen sollte war noch belegt – summierte sich die Gesamtverspätung heute auf insgesamt 30 Minuten. Wäre ja auch zu schön gewesen wenn wir mal pünktlich gewesen wären. Mir persönlich konnte es zwar egal sein – ich sehe so etwas inzwischen als Bahnvielfahrer auch mit einer sehr stoischen Betrachtungsweise – aber für Passagiere die ihre Anschlußzüge nicht erreichten, und das waren bestimmt nicht wenige, ist so etwas ärgerlich und trägt keinesfalls zur Rufverbesserung der Bahn bei. Dabei ist es in anderen Ländern aber wie ich gehört habe auch nicht besser. Ein Pärchen, das im ehemaligen Ostblock (Bulgarien und Ungarn) mit dem Zug unterwegs war, erzählte mir vor kurzem von Verspätungen von mehreren Stunden bis hin zu Totalausfällen der Züge. Daher möchte ich mich hiermit vom aktuellen Bahn-Bashing distanzieren – ich berichte nur wie es wirklich gewesen ist. Ich würde mich aber dennoch sehr freuen, wenn ich mal Fahrplankonform ankommen würde. Mal schauen wie es bei der Rückreise am Sonntag wird…

20 Minuten Klimaanlagenverspätung

Friday, July 16th, 2010

Frankfurt Hauptbahnhof
Heute habe ich mal den ICE eine Stunde später gewählt. Um ehrlich zu sein rechnete ich schon mit Verspätungen, meine Erfahrungen der letzten Wochen hat mich da irgendwie zum gebrannten Kind gemacht. Doch am Anfang sah es tatsächlich gut aus: Die S-Bahn fuhr ohne Unterbrechung, ich kam rechtzeitig am Münchner Hauptbahnhof an und auf der Anzeigetafel gab es keinerlei Ankündigungen von Verspätungen. Und auch bis zum Eintreffen des ersten Teils des heute zweiteiligen ICEs gab es keinerlei Anzeichen dass der Zug unpünktlich wäre. Ich stieg ein, erreichte meinen reservierten Sitzplatz in einem Abteil, in dem die laufende Klimaanlage für angenehme Temperaturen sorgte. Doch ich hatte mich zu früh gefreut – um 16.50 Uhr bewegte sich der Zug nicht und wenig später wurde uns über das Lautsprechersystem mitgeteilt, dass in einem anderen Wagon die Klimaanlage ausgefallen wäre und dass man den Wagen nun evakuieren würde. Nach der schlechten Presse der in der letzten Zeit durchaus verständlich und gut für die Fahrgäste, die nicht schwitzen mussten. Aber das ganze brachte uns eine Verspätung von 20 Minuten ein, die wir auch auf der restlichen Strecke nicht mehr aufholten. Ansonsten verlief die restliche Fahrt aber erfreulich Ereignislos. Finde es aber trotzdem peinlich, dass die DB Klimaanlagen schon bei 32 Grad versagen. 🙂