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Eine Stunde ICE-Verspätung & Bacon Cheeseburger

Saturday, December 4th, 2010

Gestern habe ich mich mal wieder auf den Weg nach Frankfurt begeben, und das trotz des Risikos der Verspätung mit der ich bei diesem Wetter natürlich rechnen musste. Und bereits in der S-Bahn auf dem Weg zum Hauptbahnhof München begann es damit etwas später zu werden. Grund war ein Notarzteinsatz in einer S-Bahn vor uns an der Haltestelle Leuchtenbergring, was dazu führte dass wir acht Minuten später am Hauptbahnhof ankamen. Normalerweise hätte ich noch aber immer fünfzehn Minuten bis zur Abfahrt meines ICE gehabt. Normalerweise – doch wenn ich wirklich geglaubt hatte dass mein Zug bei dem bisschen Schneefall pünktlich fahren würde, hatte ich mich natürlich geschnitten. Eine nicht näher definierte Verspätung waren für den Zug aus Essen angekündigt, der in München dann zu meinem ICE geworden wäre.

Verspätung ICE München-Frankfurt

Also tummelte ich mich am Gleis herum und hoffte darauf, dass der Zug möglichst bald kommen würde. Leider waren die Ansagen sehr ungenau und durchmischt mit Ankündigungen für andere Züge die folgen oder am gegenüberliegenden Gleis fuhren. Ein Reisender chinesischer Herkunft fragte mich auf Englisch ob ich mehr wüsste und wann der Zug nun kommen würde. Ich teilte ihm mit was ich aus den meist nur in Deutsch durchgeführten Ansagen heraus gehört hatte. Daraus entwickelte sich ein nettes Gespräch und wir unterhielten uns bis der Zug mit schließlich etwa 50 Minuten Verspätung eintraf – allerdings kam nur einer von den geplanten zwei Zugteilen an. Zum Glück war es der Zugteil in dem ich meine Reservierung hatte, denn aufgrund der Menschenmassen die am Bahnsteig warteten rechnete ich mich einem ziemlich überfüllten ICE. Komischerweise war dem nicht so und einige der Sitzplätze blieben sogar noch frei. Der Rest der Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, auch wenn wir noch zehn weitere Minuten Verspätung hinzu kamen. Mit auf die Minute genau einer Stunde Verspätung kamen wir schließlich in Frankfurt am Main Hauptbahnhof an – gerade rechtzeitig dass ich meine S-Bahn gerade noch vor meiner Nase wegfahren sehen konnte.

Eisig am HBF Frankfurt

Das hieß etwa dreißig Minuten Wartezeit bis die nächste S-Bahn kam. Ich beschloss diese Zeit mit einer kleinen Zwischenmahlzeit zu überbrücken. Da ich nur noch wenig Bargeld im Portemonaie und keine Lust hatte, die hohen Gebühren an den EC-Automaten am Bahnhof zu zahlen, entschied ich mich dazu einen Bacon Cheeseburger bei Burger King zu erwerben.

Burger King Bacon Cheeseburger

Für einen Preis von gerade mal 1,50 Euro finde ich diese Dinger doch recht lecker – auch wenn ich an die Kalorien nicht denken möchte. Insbesondere die gelbliche Sauce hat es mir angetan – würde gerne wissen woraus die ist. Aber Einkaufen konnte ich vergessen, die letzten Läden machen um 22:00 Uhr zu und ganz ohne Abendessen wollte ich dann doch nicht sein. Das ist halt das Kreuz wenn man nur am Wochenende zu Hause ist, da kann man keine große Vorratshaltung betreiben, sonst verdirbt zu viel. Aber das wird sich ja bald ändern…
Schließlich kam die S-Bahn und ich konnte in der Wärme des Wagons den Rest meines Weges zurücklegen. Die Fahrt war wirklich kein Vergnügen gewesen, aber ich war froh als ich endlich zu Hause war.

Oberleitungsschaden & 90 Minuten Verspätung

Monday, August 23rd, 2010
HBF München

Alles begann eigentlich mal wieder sehr vielversprechend: Meine S-Bahn kam pünktlich und fuhr ohne unnötige Zwischenstops, z.B. um andere Züge vorbei fahren zu lassen, bis zum Frankfurter Hauptbahnhof durch. Und auch der ICE 725 der mich heute ab 17.54 Uhr nach München bringen sollte traf pünktlich ein. Ich ging also davon aus, dass wie auch die letzten Male zuvor alles glatt laufen und ich pünktlich um 21:05 Uhr am Münchner Hauptbahnhof ankommen würde. Doch es sollte anders kommen. Von den beiden Jungs die am Tisch gegenüber, die bei eingeschalteter Dudelmusik mit ihren Nintendo DS spielten und dem bei ständigen Kommentier-Geplapper und schrillem Lachen begleitend spielenden kleinen Mädchen am Tisch etwas weiter vorne im Abteil ließ ich mich dabei weniger stören – so etwas gehört manchmal einfach zum Zugfahren dazu. Und auch als der Zug nach dem ersten Stop am Hauptbahnhof in Aschaffenburg plötzlich auf freier Strecke nahe des kleinen Örtchens Heigenbrücken hielt (wie ich dank GPS Ortung mit dem iPhone festellte), ahnte ich noch nichts böses. Wer häufiger Zug fährt weiß dass dies machmal passiert und nicht gezwungenermaßen schlechtes bedeuten muss. Einige Minuten standen wir nur so auf dem Gleis, dann ertönte aus den Lautsprechern die Stimme der Chef-Zubegleiterin, die uns mitteilte dass es auf der Strecke vor uns einen Oberleitungsschaden durch einen umgestürzten Baum gegeben hätte und dass wir uns nun gedulden müssten bis der Zug weiterfahren könne. Es dauerte keine 20 Minuten – wobei ich hier nicht wirklich auf die Uhr geschaut hatte – bis der Zug schließlich die Fahrt fortsetzte und sich recht langsam fortsetzte. Wie man uns wieder via Lautsprecher mitteilte, würden wir nun auf einem anderen Gleis und mit etwas reduzierter Geschwindigkeit bis Würzburg weiter fahren. Damit schien das ganze eigentlich schon ausgestanden und ich hätte das hier auch gespart – aber nach kurzer Fahrt, ein Regionalexpress war kurz zuvor an uns vorbei gefahren – hielten wir erneut. Wieder ertönte die Stimme der Zubegleiterin, die uns nun erzählte dass genau dieser eben vorbei gefahrene Regionalexpress einen weiteren Oberleitungsschaden gemeldet hätte und wir nun bis zum nächsten Städtchen zurück fahren und dort das Gleis wechseln müssten. So gesagt, so wurde es auch getan. Einige Zeit lang fuhr der Zug in die andere Richtung, hielt erneut und setzte dann seinen Weg erneut in Richtung Würzburg fort. So kamen wir bereits auf etwa 80 Minuten Verspätung – die Anschlusszüge in Würzburg und Nürnberg wurden jetzt natürlich nicht mehr erreicht – obwohl der Zug jetzt scheinbar richtig Gas gab und ein paar Minuten wieder heraus holen konnte. Doch durch das verpassen der Anschlusszüge wurde ein zusätzlicher Halt in Ingolstadt verkündet – was die gut gemachte Zeit wieder größtenteils verbrauchen sollte.
Das DB-Personal verteilte wenig später auch schon an jeden Fahrgast ein sogenanntes Fahrgastrechte-Formular, einen Bogen mit dessen Hilfe man die teilweise Fahrpreiserstattung beantragen konnte. Außerdem durfte sich jeder Fahrgast im Bord-Bistro ein alkoholfreies Softgetränk bzw. einen Kaffee ausschenken lassen, was gleich nach der Bekanntgabe zu einem wahren Run auf dem Wagen 25 führte, wo sich besagtes Bistro befand. Bis kurz vor München verlief die Fahrt dann wieder ohne besondere Vorkommnisse. Es wurde verkündet dass wir gegen 22:24 Uhr den Münchner Hauptbahnhof erreichen würden. Doch plötzlich stoppte der sich bereits in Anfahrt auf die Bayrische Hauptstadt befindliche ICE erneut am Bahnhof in Dachau und blieb dort etwas über 5 Minuten stehen, bevor er den letzten Teil der Strecke bewältigte. Eine nun männliche Stimme verkündete über die Lautsprecher, dass ein außerplanmäßiger Personalwechsel stattgefunden und wir deshalb in Dachau gehalten hätten – was hier genau passiert sein mag blieb unserer Fantasie überlassen.

ICE 725 - 90 Minuten Verspätung

Um 22:35 Uhr erreichten wir dann endlich den Münchner Hauptbahnhof – auf die Minute genau eineinhalb Stunden später als ursprünglich geplant. Das war zwar nicht meine schlimmste Verspätung, bei der die Gesamtreisezeit ja wie ich hier berichtet hatte bei 7 Stunden lag. Trotzdem halte ich weiterhin das Reisen mit der Bahn für die angenehmere Variante verglichen zur Autofahrt. Die Anzahl der Verspätungen hält sich im Vergleich zu den Staus in denen ich früher vor allem Freitags gestanden habe wenn ich mit dem Auto von München in Richtung Norden fuhr eindeutig die Waage. Das ganze hier soll dabei nur als Tatsachenbericht dienen und ist kein Beitrag zum aktuellen DB-Bashing – das möchte ich zum Schluss noch einmal hervor heben. Ich fahre trotz der Verspätungen hin und wieder gerne Bahn – genauso gut hätte ich zu dieser Zeit ja auch mit dem Auto in einem Stau stehen können.

Pünktliche Ankunft

Sunday, July 25th, 2010

Bahnhof FFM
Ich kann es kaum glauben – aber es ist tatsächlich passiert: Mein Zug ist pünktlich in Frankfurt los gefahren und so gut wie pünktlich in München angekommen – die zwei Minuten die er hinter dem eigentlichen Fahrplan lag seien hier mal geschenkt. Hatte ja nicht gedacht dass ich nach all den Erfahrungen der letzten Wochen das noch mal erlebe. *froi* 😉

30 Minuten Bremsanlagenverspätung

Friday, July 23rd, 2010

30 Minuten Bremsanlagenverspätung
Heute bin ich mal eine Stunde später als sonst in München aufgebrochen und habe den ICE 528 mit Abfahrt 16:50 Uhr vom Münchner Hauptbahnhof genommen. Hauptgrund war erhöhter Arbeitsaufwand, aber ich hoffte natürlich auch dass ich dieses Mal einen ICE erwischen würde, der pünktlich in Frankfurt ankommt. Doch da hatte ich leider umsonst gehofft. Nachdem ich, dieses Mal recht knapp, mein Abteil und den reservierten Sitzplatz im hinteren Teil des Zuges erreicht hatte, ertönte schon wenig später das vertraute knacken in den Lautsprechern und die Stimme des Zugdienstleiters ertönte: Man habe Probleme mit der Bremsanlage und es würde zu Verspätungen bei der Abfahrt kommen, da man dies überprüfen müsste. Kurz darauf sah ich auch schon einen Bahnbediensteten, der an dem Eingang vor mir die gegenüberliegende Tür mit einem speziellen Schlüssel öffnete und auf der anderen Seite des Zuges auf die Gleise sprang. Ich befürchtete schon das schlimmste: Einen Komplettausfall des Zuges oder zumindest des eines Zugteiles – doch es ging mehr oder weniger glimpflich ab und wir verließen mit 25 Minuten Verspätung den Münchner Hauptbahnhof. Durch einen kleinen Halt auf freier Strecke kurz vor Aschaffenburg – das Gleis an dem unser Zug ankommen sollte war noch belegt – summierte sich die Gesamtverspätung heute auf insgesamt 30 Minuten. Wäre ja auch zu schön gewesen wenn wir mal pünktlich gewesen wären. Mir persönlich konnte es zwar egal sein – ich sehe so etwas inzwischen als Bahnvielfahrer auch mit einer sehr stoischen Betrachtungsweise – aber für Passagiere die ihre Anschlußzüge nicht erreichten, und das waren bestimmt nicht wenige, ist so etwas ärgerlich und trägt keinesfalls zur Rufverbesserung der Bahn bei. Dabei ist es in anderen Ländern aber wie ich gehört habe auch nicht besser. Ein Pärchen, das im ehemaligen Ostblock (Bulgarien und Ungarn) mit dem Zug unterwegs war, erzählte mir vor kurzem von Verspätungen von mehreren Stunden bis hin zu Totalausfällen der Züge. Daher möchte ich mich hiermit vom aktuellen Bahn-Bashing distanzieren – ich berichte nur wie es wirklich gewesen ist. Ich würde mich aber dennoch sehr freuen, wenn ich mal Fahrplankonform ankommen würde. Mal schauen wie es bei der Rückreise am Sonntag wird…

20 Minuten Klimaanlagenverspätung

Friday, July 16th, 2010

Frankfurt Hauptbahnhof
Heute habe ich mal den ICE eine Stunde später gewählt. Um ehrlich zu sein rechnete ich schon mit Verspätungen, meine Erfahrungen der letzten Wochen hat mich da irgendwie zum gebrannten Kind gemacht. Doch am Anfang sah es tatsächlich gut aus: Die S-Bahn fuhr ohne Unterbrechung, ich kam rechtzeitig am Münchner Hauptbahnhof an und auf der Anzeigetafel gab es keinerlei Ankündigungen von Verspätungen. Und auch bis zum Eintreffen des ersten Teils des heute zweiteiligen ICEs gab es keinerlei Anzeichen dass der Zug unpünktlich wäre. Ich stieg ein, erreichte meinen reservierten Sitzplatz in einem Abteil, in dem die laufende Klimaanlage für angenehme Temperaturen sorgte. Doch ich hatte mich zu früh gefreut – um 16.50 Uhr bewegte sich der Zug nicht und wenig später wurde uns über das Lautsprechersystem mitgeteilt, dass in einem anderen Wagon die Klimaanlage ausgefallen wäre und dass man den Wagen nun evakuieren würde. Nach der schlechten Presse der in der letzten Zeit durchaus verständlich und gut für die Fahrgäste, die nicht schwitzen mussten. Aber das ganze brachte uns eine Verspätung von 20 Minuten ein, die wir auch auf der restlichen Strecke nicht mehr aufholten. Ansonsten verlief die restliche Fahrt aber erfreulich Ereignislos. Finde es aber trotzdem peinlich, dass die DB Klimaanlagen schon bei 32 Grad versagen. 🙂

ICE-Verspätung und Classic Beef Wrap

Sunday, July 11th, 2010

Ich habe ja nichts gegen den Sommer. Neben einer Kalten muss es auch eine warme Jahreszeit geben, gerade wenn man auf einem Planeten mit Achsneigung wie diesem hier lebt – aber muss es dann gleich so unerträglich heiß werden? Als ich heute am späten Nachmittag wieder in Richtung München aufbrach, fand ich es wirklich schon fast unerträglich mit Koffer und Notebooktasche durch die erbarmungslose Sonne zum S-Bahnhof zu laufen. Trotz dem Wetter angepasster Kleidung kein wirklich erfreulicher Weg. Zumindest konnte ich dort ein schattiges Plätzchen hinter dem Wartehäuschen ergattern und war so für die paar Minuten bis zum Eintreffen der S-Bahn zumindest vor der unmittelbaren Einstrahlung geschützt. In der S-Bahn selbst waren zwar alle oberen Klappfenster geöffnet, aber die Temperatur im Innenraum war dennoch alles andere als angenehm. Doch das sollte eigentlich gar nicht das Hauptthema sein.
Am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen erwartete mich nämlich gleich die nächste Überraschung.
Schon wieder Verspätung
“Mein” ICE hatte mal wieder Verspätung – und alles fing genau so an wie am Freitag, an dem ich sieben Stunden in diversen, teilweise heillos überfüllten Zügen verbracht hatte. Zuerst war mal wieder nur von 10 Minuten Verspätung die Rede, dann 15, 20 und schließlich 25 Minuten. Das selbe Schema wie einige Tage zuvor. Dazwischen wurde angesagt dass der ursprüngliche ICE aus Köln wegen eines Notarzteinsatzes (eventuell wegen einer ausgefallenen Klimaanlage wie man hier bei Spiegel.de lesen kann) sich mindestens 90 Minuten verspäten würde – die Verdachtsmomente wieder viele ungeplante zusätzliche Stunden auf dem Bahnsteig und im Zug verhärteten sich immer mehr. Denn genau dieser ICE sollte ja von Frankfurt aus weiter nach München fahren. Doch dieses Mal hatte die Bahn offensichtlich Gnade mit ihren Fahrgästen, denn tatsächlich nicht ganz eine halbe Stunde später traf ein anderer ICE mit abweichender Zugnummer ein, der als Ersatz-ICE für die Fahrt nach München dienen sollte. Und dieses Mal wurde es – obwohl der Bahnsteig berstend voll gewesen war – recht leer im Zug. Da die Lautsprecher nicht explizit verkündet hatten, dass dieser ICE 2821 der Ersatz für stark verspäteten bzw. ausgefallenen ICE 725 war – ich hatte mich einfach an einen Herrn vom Zugpersonal gewandt und gefragt – sind viele wohl nicht auf die Idee gekommen in diesen Zug einzusteigen. Falls dem so gewesen sei tut mir das zwar leid für all jene, die weiter am Bahnsteig gewartet haben – aber manchmal muss man eben das nehmen was gerade da ist.
Der Rest der Fahrt verlief mit insgesamt auf 40 Minuten auflaufende Verspätung dann ereignislos. Per Lautsprecher teilte man uns mit, dass der ursprüngliche ICE 725 durch betriebsfremde Personen im Gleis, Personenschaden und Feuerwehreinsatz auf sich um unbestimmte Zeit verspäten würde und daher dieser Zug als Ersatzzug verkehre. In der Haut der Fahrgäste, die heute von Köln nach München reisen wollten möchte ich nicht stecken – vor weit nach Mitternacht werden die wohl nicht in Bayerns Hauptstadt sein.
Gegen kurz nach 22:00 Uhr erreichten wir schließlich München und wie nicht anders zu erwarten gewesen war die S-Bahn in meine Richtung offensichtlich gerade abgefahren. Also hatte ich ein zwanzig Minuten und entschied mich dazu der McDonalds-Filiale im Untergeschoß einen kleinen Besuch abzustatten. Dabei fiel meine Wahl heute mal auf den Classic Beef Wrap – obwohl ich auch die Idee des NürnBurgers, einem Burger mit drei Bratwürsten, Röstzwiebeln und Senf ganz lustig fand wie ich zugeben muss. Aber ich hatte mich für den Wrap entschieden, der in einer Pappumverpackung zum aufreißen geliefert wurde.
MacDonalds Classic Beef -  Packung
Von der Tatsache mal abgesehen, dass die Abbildung aus der Werbung mal wieder stark übertrieben war – denn von aus dem Tortilla quellenden Salatblättern und Beef sieht man bei echten Wrap nicht viel – muss ich zugeben dass dass dieses Ding wirklich sehr lecker ist.

McDonalds Classic Beef - ausgepackt
Oben: Der reale Classic Beef Wrap – Unten: Der Classic Beef Wrap aus der McDonalds Werbung

Zwischen den regulären Salatblättern finden sich dabei tatsächlich auch einige Stücke von Ruccola – aber am dominantesten finde ich den wirklich sehr Geschmack nach mit Pfeffer gewürzten Rindfleisch, dass mit Röstzwiebeln, etwas Käse und Sour Cream versehen ist.
McDonalds Classic Beef - innen
Mit Sicherheit kein wirklich diätisches Lebensmittel, so ein Wrap hat immerhin 570kcal oder 16 WW ProPoints pro Portion, aber einmal in der Woche kann man schon mal sündigen.

Mega-Verspätung

Friday, July 9th, 2010

Wie üblich machte ich mich heute gegen 15:00 Uhr auf den Weg zum S-Bahnhof, um mich auf den Weg in Richtung Hessen zu machen. Ich hatte zwar etwas gehadert ob ich nicht lieber doch im schönen München bleiben sollte, aber aus privaten Gründen hatte ich mich dennoch entschlossen den Weg auf mich zu nehmen. Doch die ganze Reise stand scheinbar unter keinem guten Vorzeichen – bereits am Münchner Ostbahnhof hielt meine S-Bahn unerwartet lange und letztlich wurden alle Fahrgäste aus- bzw. umzusteigen und eine andere Bahn in Richtung Hauptbahnhof zu nehmen. Entsprechend überfüllt war diese natürlich und an einen Sitzplatz war von vornherein nicht zu denken – man war froh wenn man einigermaßen unbehelligt irgendwo stehen konnte ohne einen der Ein- bzw. Aussteigenden zu behindern. Und wie man ja weiß scheinen die meisten Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln stumm zu sein, denn anstatt darum zu Bitten doch Platz zu machen wird einfach geschubst, gedrängelt und gestoßen. Schließlich erreichte ich aber wie gewohnt den Hauptbahnhof und hatte sogar – zumindest rein theoretisch – noch 10 Minuten bis mein Zug ging.
Theorie ist ja was schönes, aber die Praxis der Deutschen Bahn machte mir natürlich einen ziemlichen Strich durch die Rechnung. Wie man aus den Lautsprechern erfuhr, hatte es einen Notarzteinsatz im ICE 623 gegeben und man rechne mit 80 Minuten Verspätung – der ICE 620 sollte aber “nur” 10, später 15 Minuten später eintreffen.
Verspätung
Das kam mir von Anfang an etwas seltsam vor, denn wie ich von früheren Fahrten weiß wird besagter ICE 623 aus Köln in München zum 620er und fährt zurück in Richtung Köln. Doch vielleicht stellte man ja einen Ersatzzug zur Verfügung oder hatte sich eine andere Lösung ausgedacht. Doch Pustekuchen – aus den 15 wurden schnell 40 Minuten. Spürbare Verärgerung machte sich breit und in die Menschenmassen die am Bahnsteig warteten kam Bewegung. Viele verließen das Gleis um offensichtlich irgendwo anders zu warten, noch etwas zu essen oder was auch immer. Auch ich besorgte mir noch etwas Flüssiges – das heutige Wetter riet dazu viel und regelmäßig zu trinken – verbrachte aber die meiste Zeit auf dem Gleis und las. Nach fast einer Stunde kam dann endlich der Zug – besagter ICE 623 – und wurde umgehend zum ICE 620 umgelabelt. Menschentrauben bildeten sich an den Ausgängen, aus denen natürlich erst einmal die ankommenden Fahrgäste strömten. Ich konnte – so dachte ich zumindest – gelassen bleiben, denn wie üblich hatte ich eine Sitzplatzreservierung. Doch weit gefehlt, denn schon bald stauten sich die Menschen auf den Gängen. Kein vor und kein zurück. Irgendwann erbarmte man sich aber und ließ all jene mit Reservierung passieren und ich konnte endlich zu meinem Platz gelangen, der zwar Besetzt war, aber anstandslos freigegeben wurde. 68 Minuten Verspätung waren es inzwischen – und es sollte noch besser werden. Eigentlich hält dieser ICE nicht in Ingolstadt, doch wie man uns kurz vor diesem Bahnhof über Lautsprecher mitteilte hätte die Streckenleitung der Bahn beschlossen, dass wir dort zu halten hätten um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Nun wurde der Zug richtig voll – die hineinströmenden Fahrgäste blockierten selbst die Gänge und ließen sich teilweise dort sogar auf dem Boden nieder, was aber niemanden störte da es ja eh nicht mehr vor oder zurück ging. Es wurde via Lautsprecher sogar verkündet, dass der Zug seine Kapazitätsgrenze erreicht hätte und dass die Fahrgäste doch bitte gebeten würden die Türen frei zu machen – ansonsten würde der Zug hier in Ingolstadt enden. So ganz nahm man diese Drohung aber nicht für voll, denn kurz darauf konnte ich uniformierte DB-Bedienstete (früher Schaffner) im Laufschritt am Zug entlang eilen um den Zug Abfahrfertig zu machen. Die Verspätung war auf 90 Minuten gestiegen, als wir endlich Ingolstadt verließen.
Doch wer glaubt dass damit bereits das Maß erreicht ist, irrt gewaltig. Kurz vor Nürnberg wurde wieder via Lautsprecher verkündet dass wir kurz vor Nürnberg auf einem Nebengleis halten und die Fahrtrichtung ändern würden. Grund war wie man uns mitteilte, dass im Leitstand des Lokführers die Klimaanlage ausgefallen sei und man bei über 50 Grad Innentemperatur gesundheitliche Bedenken hätte, den Mann weiter das Fahrzeug zu fahren. Also stoppte der Zug ein weiteres Mal unplanmäßig und während der mindestens 15 Minuten Haltezeit sahen wir den Lokführer draußen an uns vorbei spazieren, um sein klimatisierten Führerstand auf der anderen Seite zu erreichen. Glücklicherweise funktionierte die Klimaanlage in meinem Wagon zumindest dies Mal – auch da hatte ich ja schon ganz anderes erlebt.
Nun ging es weiter und über Nürnberg und Würzburg verlief die Fahrt erst einmal ereignislos. Sehr nett fand ich aber, dass meine gegenüber sitzende Mitreisende, die in Würzburg ausstieg, einer Nonne im Alter von über siebzig Jahren doch tatsächlich ihren Platz frei machte – eine sehr nette Geste muss ich sagen.
Kurz vor Aschaffenburg kam dann die nächste Überraschung: Man verkündete uns dass der Zug dieses Mal NICHT am Frankfurter Hauptbahnhof halten würde, sondern nur in Frankfurt Süd und in Frankfurt Flughafen. Super muss ich sagen, denn meine S-Bahn ging nur vom Hauptbahnhof. Jetzt stand ich vor der Wahl in Süd oder am Flughafen auszusteigen. Letztlich entschied ich mich für Frankfurt Süd, um dann von dort zum Hauptbahnhof zu reisen. Gehalten hatte ich im Rahmen meiner Reisen nach Köln schon einige Male in Frankfurt Süd, aber ausgestiegen war ich dort noch nicht. Bekanntestes Gebäude hier in Frankfurt-Sachsenhausen ist übrigens der Henninger-Turm, den ich schon einige Male gesehen, aber nie abgelichtet hatte. Das holte ich gleich mal nach während ich auch die S-Bahn wartete.
Bahnhof Frankfurt Süd mit Henninger-Turm
Bahnhof Frankfurt Süd mit Henninger-Turm
Dort angekommen ging es mit der S4 über Lokalbahnhof, Konstabler Wache und Taunusanlage zum Hauptbahnhof. Wie es das Glück wollte, war die S-Bahn in meine Richtung scheinbar gerade abgefahren und ich durfte noch einmal 30 Minuten warten bis ich endlich in einer fast auf Saunatemperatur aufgeheizten S-Bahn die Fahrt in Richtung meines Endziels antreten durfte. Ein Taxi vom Flughafen wäre hier vielleicht die bessere Wahl gewesen – aber ich hatte ja meine Fahrkarte bis zum Endbahnhof, da wollte ich diese zusätzliche Ausgabe sparen. Kurz nach 22:00 Uhr erreichte ich dies endlich – 7 Stunden nach meinem Aufbruch in München! Normalerweise schaffe ich das Ganze in 3:45 Stunden. Ein neuer Negativrekord.
Heute war das erste Mal dass ich wirklich bereut habe, mich fürs Bahnfahren entschieden zu haben – aber ein Switch auf Alternativen ist jetzt, kurz nachdem ich eine neue Bahncard 50 comfort erhalten habe natürlich nicht mehr so einfach möglich. Bleibt nur zu hoffen dass dies die Ausnahme bleibt. Obwohl ich beim Autofahren natürlich nicht so viel erlebt hätte. 😉

Mann, Mann Mann….

Richtungsänderung und Verspätung

Friday, June 25th, 2010

Heute nahm ich mal wieder den ICE von München in Richtung Frankfurt. Sah zuerst auch alles gut aus: Ich hatte eine Sitzplatzreservierung im ersten Wagen direkt hinter dem Zugführerabteil mit Tisch, ich würde also ganz vorne am Gleis in Frankfurt ankommen. Und der Zug sollte pünktlich und am angekündigten Gleis abfahren. Doch als ich das Großraumabteil betrat, musste ich sofort feststellen dass es hier ziemlich heiß war. Kurz darauf erfuhren wir dass die Klimaanlage ausgefallen war – und das bei den heutigen Temperaturen. Eigentlich hätte es nur noch gefehlt dass der Schaffner einen Aufguss macht und ein wenig mit dem Handtuch durch das Abteil wedelt – der Schweißfluss war auf jeden Fall recht ähnlich. Dass man kurz nach dem Start kostenlos Wasser an die Fahrgäste verteilte war da nur ein schwacher Trost. Der Zugführer hatte offensichtlich wegen der Hitze das Fenster geöffnet und fuhr daher auch eher langsam auf der Strecke in Richtung Nürnberg. Dass einer der Fahrgäste hinter der Führungskabine rief, er solle doch endlich mal das Fenster schließen und Gas geben ignorierte er dabei erst einmal, irgendwann tat er es dann aber und wir wurden schneller.
Zwischen München und Nürnberg tat es in voller Fahrt einen Schlag an der Spitze des Zuges und wir bremsten stark ab – nach kurzem nahmen wir aber wieder Fahrt auf. Ein Wildschaden? Schlimmeres mit Personenschaden hätte wohl einen Vollstop nach sich gezogen. Ich glaube jedenfalls dass dieser Schlag es letztlich war, der die Zugleitung oder wer auch immer das zu entscheiden hat die Fahrtrichtung des Zuges kurz vor der Einfahrt in den Nürnberger Hauptbahnhof ändern ließ. Irgendwo im Südosten Nürnbergs – ich konnte das Frankenstadion und großen Dutzendteich rechts sehen, hielt der Zug auf freier Strecke, der Zugführer kam aus dem Frontkabine und verschwand schnellen Schrittes in Richtung des anderen Zugendes. Etwa fünf Minuten später ging es in die andere Richtung wieder los – während ich mit den anderen Fahrgästen weiterhin im eigenen Saft langsam vor uns hin dünsteten. Mit fünfzehn Minuten Verspätung kamen wir schließlich in Nürnberg an und schafften es auch nicht diese Verspätung auf den Rest der Strecke aufzuholen. Da wir noch einmal bei Würzburg kurz einen Vollhalt einlegten, baute sich diese Verspätung sogar noch auf 21 Minuten aus. Dadurch verpasste ich in Frankfurt, wo ich jetzt natürlich ganz hinten auf dem Gleis ankam, auch noch gleich knapp meine S-Bahn und musste meine eine halbe Stunde zusätzlich warten. Dennoch sehe ich es auch positiv: Kein Stau, keine drängelnden Raser und ich konnte mein aktuelles Buch weiter lesen. Nur dass mit den Klimaanlagen sollten die Bahn dringend in den Griff kriegen – es war nicht das erste Mal dass sie auf dieser Strecke ausgefallen war. Vor einigen Wochen gab es bereits einen ähnlichen Vorfall, nur waren die Temperaturen da noch niedriger. Wenn das Wetter aber so bleibt, wonach es ja aktuell aussieht, macht Zugfahren in einem Backofen-Abteil wirklich weniger Spaß. Ich hatte sogar kurz überlegt in Würzberg auszusteigen und den nächsten Zug Richtung Frankfurt zu nehmen, hatte mich dann aber doch dagegen entschieden. Aber dann wäre ich womöglich noch später angekommen…