Konfitüre mit Brötchen, Pangasius in Dillsauce & Schwarzbrot mit Wurst [12.04.2019]

Um kurz nach 7:00 Uhr am Morgen servierte man uns hier im Poliklinikum in der Biedersteiner Straße bereits das Frühstück. Leider war mit meiner Bestellung von gestern etwas schief gegangen, denn ich hatte eigentlich Ansbacher Schinkenwurst bestellt, man servierte mir jedoch Himbeer-Konfitüre gemeinsam mit Exquisa Frischkäse. Dazu zwei Scheiben Mischbrot und ein Brötchen.

Jam, bun & brown bread / Konfitüre, Brötchen & Mischbrot - Poliklinik Biedersteiner Straße

Auch wenn ich nicht der allergrößte Fan von süßem Frühstück bin, lehne ich es auch nicht kategorisch ab. Und Frischkäse lässt sie ähnlich wie Quark wunderbar mit Konfitüre kombinieren. Das Brötchen war zwar schon knusprig, das Innere schob sich aber beim Aufschneiden zusammen, was ein Hinweis dass es sich hier um ein Industriebrötchen und keine echtes Bäckerbrötchen handelte. Aber damit konnte ich gut leben. Dazu gab es Kaffee, der übrigens den ganzen Tag über im Vorraum bereit steht.
Das Mittagessen kam um etwa viertel nach zwölf. Und hier hatte man dieses Mal alles richtig aus meiner Bestellung übernommen. Man hatte an die Vorsuppe, eine Spargelcremesuppe (unten rechts) gedacht, als Hauptgericht gab es Pangasius mit Reis und Broccoli, dazu Dillsauce (oben rechts im extra Behälter), zum Nachtisch gab Quark mit karamellisierten Apfel und für den Hunger am Nachmittag einen Krapfen.

Pangasius in dill sauce with rice & broccoli / Pangasius in Dillsauce mit Reis & Broccoli

Das wohl gedämpfte Pangasiusfilet war sehr zart geworden und dabei angenehm saftig, wobei es sein Aroma wunderbar behalten hatte. Die Sauce in einem Extra Behältnis zu servieren war dabei gar nicht mal so dumm gewesen, denn so konnte sich der Esser seine gewünschte Menge nach eigenem gutdünken portionieren und der Fisch wurde nicht von Anfang an in mild-würzigen und cremigen Dill-Sauce ertränkt. Ich zum Beispiel verwendete auch einen Teil der Sauce, um den locker körnigen Reis etwas zu binden. Da gab es nichts zu meckern, ebensowenig wie am wohl ebenfalls gedünsteten Broccoli, das trotz seines Aussehens noch angenehm Biss besaß. Die Spargelcremesuppe bestand schließlich zwar ausschließlich aus Flüssigkeit, es fanden sich keine Spargelstückchen oder ähnliches in ihr, aber geschmacklich gab es nichts daran zu kritisieren. Der feste, nur mäßig gesüßte Quark bekam schließlich einen Großteil seines Fruchtaromas durch seine karamellisierten Apfelstückchen und bildete einen gelungenen Abschluß des Mittagsmahls. Und den kleinen Krapfen oder Berliner mit seiner Marmeladefüllung hob ich mir für den kleinen Hunger am Nachmittag auf.
Das Abendessen kam schließlich heute etwas später als gestern, erst um etwa 17:30 Uhr, doch das war nicht weiter schlimm, denn des Hungers stirbt man hier mit Sicherheit nicht – auch wenn ich so etwas wie einen Shop oder eine kleine Cafteria, in dem sich die Patienten zusätzlich etwas kaufen können, umsonst gesucht habe. Auch hier stimmte das servierte mit meiner Bestellung vom Vortag überein: Putenjagdwurst mit Salat und Senfgurke, Schwarzbrot, Sellerie-Salat mit Walnuss und eine zusätzliche Scheibe Pilz-Mortadella. Außerdem hatte man mir noch einen kleinen Baby-Belle Käse mit aufs Tablett getan. Insgesamt als mehr als genug um satt zu werden.

Sausage, black bread & cole slaw / Wurst, Schwarzbrot & Krautsalat - Poliklinik Biedersteiner Straße

Das winzige Stück Senfgurke, das beim Salatblatt lag, hätte zwar gerne etwas größer sein können, aber davon abgesehen gab es nichts was an diesem überaus gelungenen Abendessen zu kritisieren sei. Nur vielleicht das fünf Scheiben Wurst für vier Scheiben Brot nicht ganz aufgehen. ­čśë Qualitativ gab es aus meiner Sicht hier nichts auszusetzen.
Mal sehen, wenn alles gut geht brauche ich morgen nur noch über das Frühstück zu berichten, dann kann ich vielleicht auch schon wieder nach Hause. Würde mich freuen, ich werden natürlich darüber schreiben sobald ich mehr dazu weiss…

Saltimbocca vom Seelachs mit Spinat, Dillsauce & Tagliatelle [13.02.2015]

Während mich die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane sowie Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer auch heute nicht sonderlich reizten, waren sowohl der Schaschlikspieß von der Pute mit Zucchini und Paprika, dazu Kräuter-Curryreis und Paprikasauce bei Vitality als auch das Saltimbocca vom Seelachs mit frischem Salbei und geräuchtertem Schinken, dazu Blattspinat, Dillsauce und Tagliatelle bei Globetrotter, die 4 Stück Reiberdatschi mit Apfelmus bei Tradition der Region und schließlich das Zusatzangebot in Form eines Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites überaus reizvoll für mich. Meine Favoriten waren dabei der Schaschlikspieß und das Fischgericht. Letztlich war es wohl meine Vorliebe für Fisch, die mich zum Seelachs-Saltimbocca greifen ließ. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Erdbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Coalfish saltimbocca with dill sauce, spinach & tagliatelle / Saltimbocca vom Seelachs mit Dillsauce, Spinat & Tagliatelle

Das zarte und saftige Seelachs-Filet, das man im Saltimbocca-Stil vor dem Braten mit Salbeiblättern belegt und in Räucherschinken eingewickelt hatte, erwies sich schon mal als überaus gelungen, denn die deutliche und dennoch nicht zu aufdringliche Salbei-Note passte wunderbar zum Fisch und harmonierte wunderbar mit der mild-würzigen, nicht zu dünnflüssigen Dill-Sahnesauce. Und auch am mit zahlreichen Zwiebelstückchen versetzten, sehr gelungen gewürzten Blattspinat gab es nichts auszusetzen. Einzig bei den Tagliatelle muss ich anmerken, dass sie leider nicht mehr ganz heiß waren. Von einem Punktabzug sehe ich aber dennoch mal ab. Die schaumige, fruchtige und nicht zu süße Erdbeercreme mit ihrer umfangreichen Garnitur aus Pistaziensplittern, Weintrauben, Apfelstück und Schokoblättchen schloss das Mittagsmahl schließlich sehr schmackhaft ab.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass sich heute das Schweineschnitzel und das Seelachs-Saltimbocca einen sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten. Mit einem hauchdünnen Vorsprung konnte sich meiner Meinung nach das Schnitzel durchsetzen und den Fisch somit – leider – auf den zweiten Platz verweisen. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz teilten sich heute der Schaschlikspieß und die Reiberdatschi. Hatte ja nicht gedacht, dass trotz der vielen Schnitzelesser von gestern noch so viele davon übrig waren, heute noch ein Zusatzangebot daraus zu machen.

Mein Abschlußurteil:
Saltimbocca vom Seelachs: ++
Dill-Sauce: ++
Blattspinat: ++
Tagliatelle: ++
Erdbeercreme: ++

Lachsfilet im Blätterteig [09.01.2013]

Zwar sahen die Angebote an der Asia-Thai-Theke, wo u.a. Fang Shi Tzu Min – Gebratene Glasnudeln mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai-Art und und Gong pao Gai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Chilisauce – beides wieder angeblich scharf gewürzte Gerichte – auch heute wirklich gut aus, aber nachdem ich ja bereits gestern mit dem Tintenfischgericht dort zugeschlagen hatte, wollte ich heute auch der regulären Küche mal wieder eine Chance geben. Das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” mit Spätzle bei den Globetrotter-Angeboten erschien da schon mal nicht schlecht und auch die Kartoffelpfanne “Western Art” mit Würstchen bei Tradition der Region, die man zusätzlich noch mit einem Spiegelei garniert hatte, war ein überaus verlockendes Angebot. Getoppt wurden beide Gerichte aber noch vom Lachsfilet in Blätterteig mit Kartoffeln und Dillsauce, das bei Vitality auf dem Speiseplan stand und mit angeblich 465kcal außerdem auch angenehm leicht erschien. Also griff ich hier zu und ergänzte das Ganze noch mit einem Schälchen Erbsen und Möhren von der Gemüse-Theke.

Lachs im Blätterteig / Salmon in puff pastry

Zwar ruhte das Lachsfilet im Blätterteig-Mantel bereits auf einer dünnen Schicht würzigen Blattspinats, aber aufgrund der geringen Menge des Spinats schadete die zusätzlich Schale von Erbsen und geriffelten Möhrenscheiben auf nicht und ergänzte das Gericht sehr gut – zumal es nichts an diesem Gemüse auszusetzen gab. Das saftige, grätenfreie und gut gewürzte Lachsfilet selber sowie der Spinat waren auch in Ordnung, auch wenn man dem Blätterteig anmerkte, dass er nicht ganz frisch war – das ist aus meiner Sicht auch kein Grund für Abzüge in der Endwertung. Ebenso möchte ich bei der ganz leicht versalzenen, aber ansonsten gut gelungenen, cremigen und mit ein wenig Zwiebel versehene Dillsauce und den nicht mehr ganz heißen, kleinen Salzkartoffeln gnädig sein – man muss halt auch immer im Hinterkopf behalten dass es sich hier um eine Kantine und kein 3-Sterne-Restaurant handelt. Insgesamt war ich mit dem Gericht also relativ zufrieden und würde es jederzeit wieder wählen.
Sah man sich an den anderen Tischen um, so erblickte man auf vielen Tabletts die Kartoffelpfanne “Western Art” mit dem Spiegelei, dem ich aufgrund dieser Verteilung Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Platz zwei belegte unerwarteterweise das Geschnetzelte “Züricher Art” – ich hatte hier eher das Lachsfilet gesehen, dass sich aber dann doch den dritten Platz mit den Asia-Gerichten teilen musste. Und dass obwohl die Gäste vor mir in der Warteschlange fast alle ebenfalls zum Lachs in Blätterteig gegriffen hatten – aber der Allgemeine Geschmack hatte dann wohl doch anders entschieden.

Mein Abschlußurteil:
Lachsfilet mit Blattspinat im Blätterteig: ++
Dillsauce: ++
Salzkartoffeln: ++
Erbsen & Möhren: ++