Indisches Hähnchen-Früchtecurry aus dem Ofen – das Rezept

Nach meiner positiven Erfahrung mit dem im Ofen geschmorten Giouvétsi Arní vom letzten Wochenende, hatte ich mich dieses Wochenende dazu entschlossen ein weiteres Ofengericht auszuprobieren. Dabei fiel meine Wahl auf ein Indisches Hähnchen-Früchtecurry, dessen Rezept sich schon länger in der Liste der Gerichte befand die ich kochen möchte: ein Indisches Hähnchen-Früchtecurry aus dem Ofen. Die Kombination aus Fleisch und Früchten hatte ich ja bereits mehrfach erfolgreich zubereitet, jedoch noch nie als Ofengericht. Und mein Gespür sollte sich nicht getäuscht haben, denn das Ergebnis war ein Gericht das sich mal wieder als überaus gelungen erwies. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

900g Hähnchenbrustfilet
01 - Zutat Hähnchenbrüste / Ingredient chicken breasts

2 große Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic cloves

3 Äpfel
04 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

1 Dose Ananas in Stücken
05 - Zutat Ananas / Ingredient pineapple

120g Rosinen
06 - Zutat Rosinen / Ingredient raisins

4-5 Esslöffel Weizenmehl
14 - Zutat Mehl / Ingredient flour

3 Teelöffel Currypulver
07 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 Teelöffel Kreuzkümmel
08 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

2 Esslöffel Worcester-Sauce
09 - Zutat Worcester-Sauce / Ingredient worcester sauce

1 Esslöffel Honig
10 - Zutat Honig / Ingredient honey

300ml Gemüsebrühe
11 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken broth

1 Bio-Orange
12 - Zutat Orange / Ingredient orange

150g Saure Sahne
13 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

220g Basmatireis
15 - Zutat Basamatireis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Öl, bevorzugt Erdnussöl, zum braten
etwas Pfeffer, Salz und eine Prise Chiliflocken zum würzen
und etwas Butter für den Reis

Vor der eigentlichen Zubereitung müssen wir wie üblich erst einmal die verschiedenen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir zunächst einmal die Zwiebeln,
16 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

und schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen.
17 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Außerdem schälen wir die Äpfel,
18 - Äpfel schälen / Peel apples

entkernen sie und schneiden sie dann in grobe Würfel.
19 - Äpfel würfeln / Dice apples

Dann waschen wir die Hähnchenbrüste, trocknen sie
20 - Hähnchenbrüste waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie dann ebenfalls in Würfel, wobei wir auch gleich Fett und eventuelle Knochenreste entfernen.
21 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

Die gewürfelte Hähnchenbrust wenden wir anschließend in Mehl, um sie rundherum damit zu bedecken. Dies soll später verhindern, dass das Geflügelfleisch im Ofen zu trocken wird.
22 - Hähnchenbrust im Mehl wenden / Turn chicken brast dices in flour

Zuletzt gießen wir noch die Ananasstücke in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
23 - Ananas abtropfen lassen / Drain pineapple

Jetzt können wir endlich mit der Zubereitung beginnen und erhitzen etwas Öl, ich empfehle Erdnussöl wegen seines unvergleichlichen Aromas, auf erhöhter Stufe in einer Pfanne.
24 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil in pan

In das heiße Öl geben wir mehlierten Hähnchenbrustwürfel
25 - Hähnchenbrustwürfel in Pfanne geben / Put chicken dices in pan

und braten sie rundherum scharf an, so dass sie leicht braun werden und sich Röstaromen entwickeln können. Sie müssen dazu nicht unbedingt geanz durchgebraten werden, da sie später sowieso geschmort werden.
26 - Hähnchenbrustwürfel rundherum scharf anbraten / Sear chicken dices

Die gebratenen Hähnchenbrustwürfel entnehmen wir anschließend wieder der Pfanne uns stellen wie bei Seite.
27 - Hähnchenbrustwürfel aus Pfanne entnehmen / Remove chicken dices

In das verbliebene Bratenfett geben wir, nachdem wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe reduziert haben, dann die zerkleinerten Zwiebeln
28 - Zwiebeln in Bratfett geben / Add onions in dripping

und dünsten sie gemeinsam mit dem Knoblauch an.
29 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Anschließend addieren wir die gewürfelten Äpfel,
30 - Apfelwürfel in Pfanne geben / Put apple dices in pan

die Rosinen
31 - Rosinen addieren / Add raisins

sowie die Ananasstücke,
32 - Ananas dazu geben / Add pineapple

bestreuen alles mit den beiden Teelöffeln Kreuzkümmel,
33 - Kreuzkümmel hinzufügen / Add cumin

den drei Teelöffeln Curry,
34 - Curry einstreuen / Intersperse curry

den beiden Esslöffeln Worcester-Sauce
35 - Worcestersauce addieren / Add worcester sauce

und dem Esslöffel Honig
36 - Mit Honig würzen / Season with honey

um anschließend alles zu vermischen und für einige weitere Minuten gemeinsam anzudünsten.
37 - Einige Minuten anbraten / Braise some minutes

Das Ganze löschen wir dann mit der Hühnerbrühe ab
38 - Mit Hühnerbrühe ablöschen / Deglaze with chicken stock

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer
39 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

sowie einer Prise Chiliflocken ab. Die Pfanne nehmen wir dann von Kochplatte.
40 - Mit Chiliflocken abschmecken / Taste with chili flakes

Während der Backofen auf 180 Grad aufheizt, geben wir die angebratenen Hähnchenbrustwürfel in eine Auflaufform oder eine andere ofenfeste Form – bevorzugt mit Deckel, jedoch besaß ich keine Form in passender Größe –
41 - Hähnchenbrustwürfel in Auflaufform geben / Put chicken dices in casserole

und bedecken alles mit unserer gewürzten Früchtemasse.
42 - Mit Fruchtmasse bedecken / Cover with fruit mix

Nachdem wir die Auflaufform mit etwas Alufolie abgedeckt haben, schieben wir sie in den Ofen und lassen alles für 2 Stunden schmoren.
43 - Abgedeckt im Ofen backen / Bake covered in oven

Etwa fünf Minuten bevor diese Zeit abgelaufen ist, setzen wir einen Topf mit einem Liter Wasser auf und beginnen damit ihn zum kochen zu bringen.
44 - Waser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

Schließlich entnehmen wir nach den zwei Stunden die Auflaufform, entfernen die Alufolie und geben die Saure Sahne hinzu
45 - Saure Sahne hinzufügen / Add sour cream

und verrühren sie gründlich mit dem restlichen Inhalt der Auflaufform.
46 - Saure Sahne verrühren / Stir in sour cream

Dann schieben wir die Auflaufform für weitere fünfzehn Minuten offen zurück in den Ofen.
47 - Offen weiter im Ofen backen / Continue baking open in oven

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit einem Telöffel Salz versehen
48 - Kochendes Wasser salzen / Salt cooking water

und den Basmati-Reis darin kochen können. Das bedeutet die Kochplatte auf niedrigste Stufe stellen und den Reis bei geschlossenem Deckel gar ziehen lassen.
49 - Reis hinzufügen / Add rice

Währenddessen können wir die Orange schon einmal in Scheiben schneiden.
50 - Orangen in Scheiben schneiden / Cut orange in slices

Sobald der Reis fertig gekocht ist, gießen wir das restliche Wasser ab und lockern den Reis etwas auf, um anschließend etwa einen Esslöffel Butter unterzuheben.
51 - Butter in Reis unterheben / Stir in butter with rice

Jetzt brauchen wir nur noch das fertige gegarte Hähnchen-Früchtecurry aus dem Ofen zu entnehmen
52 - Indian chicken fruit curry - Finished baking / Indisches Hähnchen-Früchtecurry - Fertig gebacken

und können es schließlich gemeinsam mit dem Reis und den Orangenscheiben servieren und genießen.
53 - Indian chicken fruit curry - Served / Indisches Früchtecurry - Serviert

Durch das lange geschlossene schmoren waren die Äpfel zwar komplett zerfallen, aber das war auch so beabsichtigt gewesen. Im Gegenzug waren die Hähnchenbrustwürfel dank ihrer Mehl-Panade schön saftig geblieben und zerfielen regelrecht auf der Zunge. Dabei erwiesen sich die Kombination aus süßen Früchten, Curry und einer leichten Schärfe dank der Chiliflocken als eine geschmackliche Offenbarung und machten dieses indische Hähnchen-Früchtecurry zum einem wirklichen Erlebnis. Gemeinsam mit dem Basmatireis und dem Fruchtfleisch der Orangenscheiben ein unvergleichlicher Genuss. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

54 - Indian chicken fruit curry - Side view / Indisches Hähnchen Früchtecurry - Seitenansicht

Guten Appetit

Regenschauer & Schinken mit Kartoffelpüree [09.01.2017]

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, stellte ich fest dass es gut gewesen war an die Nordküste zurück zu kehren, denn sowohl hier als auch im Reste des Landes hatten schwere Regenschauer das Land fest im Griff – ganz so wie es die Vorhersage angekündigt hatte.

154 - Regenschauer / Heavy rain

Daher fanden heute auch keine nenneswerten Aktivitäten statt. Zum Mittag wurde ich mit etwas gebratenen Schinken und selbstgemachten Kartoffelpüree bekocht,

153 - Schinken & Kartoffelpüree / Ham & mashed potatoes

und musste mir das Versprechen abnehmen lassen, morgen aber selbst mal zu kochen. Da hatte ich wohl etwas zu viel von meinen Kochexperimenten in Deutschland gesprochen und musste dies nun beweisen.
Als am Nachmittag der Regen nachließ, nahmen wir Kontakt mit einem Autovermieter im nahen Montellano auf, der uns eine fahrbaren Untersatz organisieren sollte. Und noch am selben Tag lieferte dieser und brachte einen orangen Hyundai Sonata vorbei, der aber nicht mit Benzin oder Diesel, sondern mit Erdgas betrieben wurde und einen besonders sparsamen Verbrauch versprach. Für die verbliebenen sechs Tage, die ich hier war sollte dieses Auto nun die Fortbewegung etwas vereinfachen – und das für den Preis von 7.000 Pesos, also 140 Euro. Kein Pappenstiel, aber sechs Tage fast neuwertiger Mietwagen für diesen Preis fand ich für die Dominikanische Republik absolut akzeptabel. Leider versäumte ich es, das Auto in einem Foto festzuhalten.
Bei leichtem leichtem Nieselregen begaben wir uns anschließend in das große La Sirena Einkaufszentrum in Puerto Plata und versorgten uns dort mit Lebensmitteln und Zutaten für mein morgiges Kochen in der Dominikanischen Republik.
Am späteren Abend gönnte ich mir noch ein Yaroa, also Pommes mit Hackfleisch und Käse überbacken – ein Fastfood das ich hier schätzen gelernt hatte.

155 - Yaroba

Ansonsten gibt es nichts weiter von diesem Tag, das es Wert wäre berichtet zu werden.

Bayahibe und Ausflug auf die Insel Saona [07.01.2017]

Es war so gegen 9:00 Uhr morgens, als wir unsere kleine Ferienhütte neben dem Hotel Bayahibe verließen, um uns eine Bar oder ein Café zum Frühstücken zu suchen.

110 - Hotel Bayahibe

Doch noch bevor wir etwas fanden, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns eine Tour auf die Insel Saona verkaufen wollte. Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, solche Dinge einfach auf der Straße zu kaufen, doch dieses Mal ließ ich mich dennoch breit schlagen und wir erwarben zwei Tickets für einen solchen Ausflug zum Preis von 1.600 Pesos pro Person, also ca. 32 Euro. Darin inbegriffen waren die Anreise mit dem Boot sowie alle Getränke, ein Mittagessen auf der Insel und natürlich die Rückreise nach Bayahibe. Nach dem Erwerb erhielten wir die Tickets, die uns in Form von Armbändern um die Handgelenke geklebt wurden.

20160107Armband-Ausflug-Saona

Jetzt blieb uns aber nur noch wenig Zeit zum Frühstücken, denn wir mussten erst einmal ein paar Sachen zusammenpacken für den Strandaufenthalt. Danach versuchten wir noch, in einem Café etwas zu Essen zu bekommen, doch die Bedienung war einfach zu behäbig, so dass wir ohne Essen schließlich zum Abfahrtsort am Strand von Bayahibe gingen. Hier warteten bereits Menschenmassen von einheimischen und ausländischen Touristen, die offensichtlich das selbe Ziel hatten.

112 - Wartende Touristen - Bayahibe 111 - Abfahrt am Strand von Bayahibe

Der Einheimische, der uns die Tickets am verkauft hatte, erkannte uns sofort wieder und winkte uns heran, so dass wir schon bald auf eines der Schnellboote steigen konnten, die uns aus dem Hafen hinaus fuhren. Ich nahm zuerst an, dass wir die komplette Tour mit dem Schnellboot fahren würden, doch das Boot brachte uns nur etwa einen Kilometer aufs offene Meer, wo ein großer Katamaran auf uns wartete, in den wir umstiegen.

113 - Fahrt zum Katamaran
Auf dem Schnellbott

Der Kapitän des Bootes war ein großer, breit gebauter dunkelhäutiger Einheimischer (oben auf dem Bild stehend zu sehen), der sich uns unter dem Namen “Black and White” vorstellte und uns ein paar wenige Verhaltensregeln für das Schiff gab, bevor sich dieses schließlich mit Motorantrieb in Richtung Süden in Bewegung setzte. In der Mitte des Schiffes befand sich eine Bar, an der Bier, Rum, Cola und andere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke kostenlos ausgeschenkt wurden, während aus den Lautsprechern einheimische Musik tönte. Es war inzwischen kurz nach 10:00 Uhr.

114 - Auf dem Katamaran

Ich hatte aufgrund der Menschenmassen am Strand ja befürchtet, dass wir in vollkommen überfüllten Booten nach Saona geschippert werden würde, doch die Anzahl von Personen pro Boot hielt sich wie man auf dem Foto sieht in Grenzen und wir hatten genug Platz, um die Fahrt zu genießen. So fuhren wir also an der Küste der Halbinsel entlang

117 - An der Küste entlang 03
116 - An der Küste entlang  02 115 - An der Küste entlang  01

während uns die Crew mit Getränken versorgte und teilweise auch zum tanzen animierte. So stelle ich mir Urlaub vor. 🙂

118 - Party auf dem Katamaran 01

119 - Party auf dem Katamaran 02

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir schließlich die Insel Saona und gingen vor ihrer Küste vor Anker. Mehrere Schnellboote kamen von der Küste, um uns zum Strand zu bringen.

118 - Erreichen des Insel Saona

120a - Fahrt zum Strand

Dort rief uns noch einmal ein Mann aus der Crew des Katamarans zusammen und erklärte uns, dass es ab ca. 13:00 Uhr Mittagessen an den überdachten Sitzgelegenheiten im hinteren Bereich des Strandes geben würde und man sich an der kleinen blauen Bar im Vordergrund mit Freigetränken versorgen könne.

121 - Am Strand von Saona

Also zogen wir uns auf ein paar freie Liegen zurück und entspannten erst einmal etwas, bis es schließlich Essen geben sollte. Natürlich tummelten sich auch hier Verkäufer für handgemachten Schmuck, Zigarren und ähnliches, aber sie waren bei weitem nicht so aufdringlich und häufig, wie an anderen Stränden wie in Sosua oder Boca Chica.
Gegen kurz nach eins begaben wir uns schließlich zur Essensausgabe, wo sich aber bereits eine lange Schlange gebildet hatte.

122 - Schlange zur Essensausgabe

Aber diese bewegte sich relativ schnell voran und nachdem wir uns mit Papiertellern und Plastikbesteck versorgt hatten, ließen wir uns von den Servicekräften an der kleinen Ausgabetheke die Teller mit allem voll Laden, was diese so anbot. Es gab Spaghetti, Reis, verschiedene Fleischsorten und Karotffelpüree mit Möhren.

123 - Buffet am Stand von Saona

An einer zweiten Theke konnte man sich in Selbstbedienung außerdem mit Weißbrot, verschiedenen Salaten und Obst in Form von Ananas versorgen.

124 - Buffet am Strand von Saona 02

Das waren jetzt natürlich keine kulinarischen Highlights, aber für einen Strandausflug wie diesen vollkommen angemessen.
Nach dem Essen blieben uns noch etwa eineinhalb Stunden, um weiter am Strand zu relaxen und ggf. auch mal ins kristallblaue, angenehm warme Wasser zu gehen. Dabei konnten wir uns weiterhin mit freien Getränken an der Bar versorgen. Von ein paar dunklen Wolken, die zeitweise vorbei zogen, ließen wir uns nicht verdrießen.

125 - Am Strand von Saona 02 127 - Am Strand von Saona 04

126 - Am Strand von Saona 03 128 - Am Strand von Saona 05
Am Strand von Saona

Um kurz nach 15:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg, dieses Mal aber nicht mit Katamaran, sondern mit dem Schnellboot. Dabei machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp an einer Sandbank, wo wir vom Boot in das gerade einmal hüfttiefen Wasser steigen konnten.

129 - An der Sandbank 01
130 - An der Sandbank 02 131 - An der Sandbank 03
Auf der Sandbank

Nach einer halben bis dreiviertel Stunde Aufenthalt ging es schließlich weiter und zurück nach Los Melones / Bayahibe, wo uns das Schnellboot im Hafen wieder bis nah an den Strand brachte. Es war inzwischen etwa 16:45 Uhr.

132 - Zurück im Hafen von Bayahibe

Nun gingen wir zurück in unsere kleine Ferienhütte, wo wir erst uns einmal frisch machten. Außerdem hatte der Fahrtwind des Bootes die Frisur meiner Begleitung ziemlich durcheinander gebracht, so dass diese erst einmal für über eine Stunde in einen nahen Friseursalon verschwand, um sich dort die Haare richten zu lassen.
Erst später am Abend, es war inzwischen bereits gegen 21:00 Uhr, konnten wir uns dazu durchringen, noch einmal aufzubrechen und uns eine nette Location zum Abendessen zu suchen. Nachdem wir einige Zeit durch Bayahibe gelaufen waren, fiel unsere Wahl schließlich auf das kleine Restaurant Mare Nuestro direkt neben dem Capitan Kidd, das wir ja gestern Abend beehrt hatten. Das kleine zweistöckige Holzgebäude mit großer Dachterrasse sprach uns einfach am meisten an.

133 - Restaurant Mare Nuestro

134 - Restaurant Mare Nuestro 02
Lounge & Restaurante Mare Nuestro

Zuerst suchten wir uns einen Platz im Erdgeschoss, doch hier schien sich keiner um uns kümmern zu wollen. Wir wollten schon wieder gehen, als uns ein Angestellter aus einem kleinen Küchenfenster zurief, dass nur auf der Dachterrasse bedient würde. Also begaben wir uns nach oben und fanden trotz vieler Gäste dort glücklicherweise noch einen freien Platz mit wunderbaren Blick auf den nahen Hafen von Bayahibe.

135 - Im Restaurant Mare Nuestro 136 - Blick auf den Hafen von Los Melones - Restaurant Mare Nuestro

Gegenüber des Restaurants fand zur gleichen Zeit eine große Party statt, wie man mir erzählte handelte es sich dabei um eine sogenannte Quinceañera, eine Feier die in vielen lateinamerikanischen Ländern zum 15ten Geburtstag eines Mädchens üblich ist und den Übergang der Gefeierten vom Kind zur jungen Frau darstellt. Das Ganze war wirklich prachtvoll und pompös gestaltet und ich hatte so etwas noch nie vorher gesehen, daher erwähne ich es einfach mal in diesem Beitrag.

139 - Quinceanera
Quinceañera auf der anderen Straßenseite

Ganz wie der Name des Restaurants vermuten ließ, war die Karte sehr stark Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchte ausgelegt. Vor allem die Variationen von Pasta mit unterschiedlichsten Fisch- und Meeresfrüchten umfasste gleich mehrere Seiten. Noch während wir das umfangreiche Angebot studierten und versuchten unsere Wahl zu treffen, brachte man uns zwei Bruschetta als kleine kostenlose Vorspeise.

137 - Bruschetta - Restaurant Mare Nuestro

Ich entschied mich schließlich für die Spaghetti con Langosta zum Preis von 800 Pesos, während meine Begleitung die Spaghetti con Camarónes wählte. Ich hatte ja erwartet dass man die Langosta, also den Hummer, einfach in der Sauce verarbeitet haben würde. Doch als das Gericht schließlich serviert wurde, wurde ich eines besseren belehrt.

138 - Spaghetti Langosta - Restaurant Mare Nuestro

Auf einer großen Portion Spaghetti mit einer Tomaten-Meeresfrüchte-Sauce thronten zwei kleine halbierte, gegrillte Hummer, bei denen ich nun selbst mit Messer und Gabel das zarte Hummerfleisch aus ihrer Schale befreien musste. Zum Glück brachte die Bedienung dazu noch einen zusätzlichen Teller, denn hätte ich das auf den Spaghetti versucht, wäre es wahrscheinlich zu einer Sauerei gekommen. 😉
Im Verzehr war das Gericht also etwas aufwändiger, aber es lohnte sich alle Mal, denn frisches Hummerfleisch gilt nicht umsonst als Delikatesse. Der Saft einiger Spalten von Limonen, die ich mir noch bringen ließ, rundeten das ganze Geschmacklich schließlich sehr gelungen ab.
Wir gingen anschließend noch einmal ein Stück nach Bayahibe hinein und genossen in einer Bar an der Straße noch ein großes Presidente-Bier, bevor wir schließlich in unsere Ferienhütte zurückkehrten und uns zu Bett begaben. Nach dem erlebnisreichen Tag waren wir schnell eingeschlafen.

Reise nach Jarabacoa [04.01.2016]

Am heutigen Mittwoch wollten wir uns auf eine kleine, mehrtägige Tour begeben und ein paar andere Ecken der Dominikanischen Republik erkunden. Nach – mal wieder – einer Catibia-Teigtasche, die heute mit Rührei gefüllt war, zum Frühstück

22 - Catibia

gingen wir mit unserem bereits am Vortag gepackten Koffer zur Straße und versuchten ein Public Taxi anzuhalten. Ein Public Taxis ist in hier in der Dominikanischen Republik in der Regel ein Personenkraftwagen, der immer die selbe Strecke zwischen zwei größeren Orten hin und her fährt und dabei jeden an der Strasse aufliest, der ein entsprechendes Zeichen gibt. Dabei werden die verfügbaren Plätze bis aufs größtmögliche Maß ausgenutzt, so dass letztlich meist zwei Personen auf dem Beifahrersitz und vier Personen auf dem Rücksitz sitzen, Kinder werden dabei oft noch zusätzlich auf dem Schoß transportiert. Also nichts für Leute mit Berührungsängsten, dabei aber mit Preisen zwischen umgerechnet 50 Cent bis einem Euro unschlagbar günstig – wenn auch nicht sonderlich sicher, da anschnallen in solchen Autos nicht vorgesehen ist. Dieses Public Taxis sollte uns nach Sosua bringen sollte, von wo der Bus des lokalen Busreise-Anbieters Caribe-Tours startete. Die Hauptniederlassung für die Region ist zwar in Puerto Plata, aber Sosua lag deutlich näher – so zumindest die Theorie. Doch das finden eines Public Taxis mit genügend freien Plätzen dauerte länger als erwartet, so dass wir zwar nach Sosua gelangten, der Bus aber bereits abgefahren war. Entweder wir warteten also in Sosua auf den nächsten Bus, was mindestens eine Stunde dauern sollte oder wir fanden einen Weg schnell nach Puerto Plata zu gelangen und dabei den Bus zu überholen, um dort schließlich noch zuzusteigen. Also hielten wir ein leeres Public Taxis auf der Gegenstrecke an und zahlten umgerechnet etwa 4-5 Euro für die Exklusivnutzung, wodurch uns der Fahrer Nonstop direkt zum Caribe-Tours Busbahnhof in Puerto Plata bringen sollte – eine Strecke von 25 bis 30 Kilometern. Und wir überholten unterwegs zwar einen gelben Caribe-Tours Bus auf der Strecke, doch das war offensichtlich nicht derjenige, den wir verpasste hatten. Somit mussten wir dennoch eine dreiviertel Stunde in Puerto Plata warten, bis wir schließlich endlich in den Bus in Richtung der Stadt La Vega im Inland – unserem ersten Zwischenziel – steigen zu können.

23 - Caribe Tours - Puerto Plata

Das Ticket bis dorthin – eine Strecke von etwa 150km – war mit gerade 200 dominikanischen Pesos, also etwa 4 Euro, angenehm günstig – und das für eine bequeme Reise im voll klimatisierten, modernen Reisebus, der sogar mit mit WiFi-Zugang ausgestattet war.

24 - Ticket Caribe Tours Puerto Plata - La Vega

In einem Kiosk am Busbahnhof hatte ich mir noch ein mit Hähnchen und Käse belegtes Sandwich als Wegzehrung gekauft, welches ich gegen 13:30 Uhr schließlich kurz vor dem Erreichen der Stadt Santiago de la Caballeros, etwa 70 Kilometer südwestlich von Puerto Plata, als kleines Mittagsmahl gönnte.

25 - Chicken Sandwich

In Santiago hielt der Bus an zwei Stellen und durchquerte dabei die halbe Stadt, bevor er sich schließlich auf den Weg machte, die restlichen 70 Kilometer bis La Vega zurückzulegen.

26 - Gorilla - Santiago de la Cabelleros

In La Vega stiegen wir aus und hatten ursprünglich vor, wieder mit einem Public Taxi bis zu unserem heutigen Endziel, der Stadt Jarabacoa, weiter zu reisen. Es war etwa 15:45 Uhr. Doch wir hatten Probleme ein solches zu finden, dass die gewünschte Strecke bediente, daher griffen wir letztlich auf einen “normalen” Taxifahrer zurück, den wir am Busbahnhof von La Vega trafen und der uns für 600 Pesos, also umgerechnet etwa 12 Euro, die restlichen 27 Kilometer fahren wollte. Das war natürlich weitaus bequemer, daher akzeptierten wir schließlich diesen Preis. Ein weiterer Vorteil war, dass der Taxifahrer uns auch gleich einige Hinweise für geeignete Hotels in dieser Stadt gab. Nach einer guten halben Stunde Fahrt – es war inzwischen viertel nach Vier, erreichten wir die Stadt schließlich.

27 - Policia Nacional - Jarabacoa

Die Stadt Jarabacoa mit ihren 56.000 Einwohnern liegt auf der Höhe von 600 Metern und bietet ein deutlich kühleres Klima als die Orte im Tiefland oder gar an der Küste. Die Gegend ist weniger touristisch geprägt, lebt größtenteils vom Obst- und Gemüseanbau und ist vor allem bei wohlhabenderen Dominikanern beliebt – sie wird aufgrund ihrer bergigen Lage auch als die “Schweiz der Dominikanischen Republik” bezeichnet.
Wir hatten uns schließlich für das Hotel Brisas del Yaque II an der Calle Indepencia, das uns vor allem wegen seiner Sicherheit und seines Komforts empfohlen worden war.

28 - Hotel Brisas del Yaque II - Jarabacoa

29 - Hotel Brisas del Yaque II

Durch ein bewachtes Tor betraten wir einen kleinen Hof, an dessen Ende wir links ein anscheinend flacher Bau, das Hotel, und eine mit Pflanzen umwachsene, offene Halle, das zugehörige Restaurant, sehen konnten. An der Rezeption erfuhren wir schließlich dass der Zimmerpreis bei 2068 Pesos pro Nacht, umgerechnet 41 Euro, lag. Dabei war, was für dominikanische Verhältnisse ungewöhnlich ist, ein Frühstück im hoteleigenen Restaurant inbegriffen. Die meisten Hotels, die nicht explizit für Touristen ausgelegt waren, boten nur Unterkunft ohne jegliche Verpflegung. Das erste Zimmer was wir gezeigt bekamen, lag jedoch mit dem Fenster zur Hauptstraße, was durch die auch hier reichlich vorhandenen Motorräder eine unangenehme Geräuschkulisse befürchten ließ. Daher entschieden wir uns für ein anderes Zimmer mit Fenster zur Rückseite des Hotels.

30 - Zimmer - Hotel - Jarabacoa - Bett
Bett – Hauptraum

32 - Fernseher - Hotel - Jarabacoa 31 - Bad - Hotel Brisas del Yaque II - Jarabacoa
Links: Fernsehschrank – Rechts: Bad mit Dusche, Toilette & Waschbecken

Neben einem ländlich-rustikal ausgestatteten Hauptraum mit großem Bett, Lampen in Fackelform an den Wänden einem Fernsehschrank und natürlich Klimaanlage bestand das Zimmer auch aus einem kleinen Bad mit Waschbecken, Toilette und Dusche, die sogar Warmwasser bot – was hier im Lande leider kein Standard ist. Für unseren Aufenthalt mehr als ausreichend wie ich fand.
Während wir uns duschten und etwas von den Strapazen der Reise erholten, recherchierte ich ein wenig wo wir zu Abend essen könnten und fand in der Nähe des Hotels neben einer Sushi-Bar auch das Restaurant La Tinaja, das über mehrere gute Bewertungen bei Google verfügte. Das Hotel verfügte zwar über ein eigenes Restaurant, aber wir wollten die Gelegenheit auch gleich nutzen, die Stadt ein wenig zu Fuß zu erkunden.
Das Restaurant fanden wir nach kurzem Nachfragen schließlich zwischen einigen Geschäften, wo es jedoch nicht klar als solches erkennbar war, da es über keinerlei erkennbare Schilder oder Aushänge verfügte, sondern sich einfach als offene Fläche im Erdgeschoss eines Gebäudes darstellte. Es war ja Mittwoch, mitten in der Arbeitswoche für die Einheimischen, daher waren nur wenige Plätze besetzt. Aus der ausschließlich spanischen Karte wählte ich schließlich etwas, das ich eindeutig erkannte: einen Quesadilla Grande für 280 Pesos, also ca. 5,60 Euro. Das Essen wurde auch schnell serviert, während unsere Getränke etwas auf sich warten ließen und auf erneute Nachfrage erst kurz vor dem Essen an den Tisch gebracht wurden.

33 - Quesadilla - Restaurant La Tinaja - Jarabacoa

Der Quesadilla aus Hähnchenfleisch, Käse, Paprika, Advocado und Tomaten erwies sich als überaus lecker und schien wirklich frisch aus dem Ofen gekommen zu sein – so heiß wie er war als man ihn auf einem Brettchen vor mich stellte. Sehr lecker und seinen Preis wirklich wert. Das einzige was ich vermisste, waren ein Salsa- und Sour Cream Dip, wie ich es von anderen Quesadilla-Varianten her kannte.
Nach dem Abendessen, es Dämmerte bereits, erkundeten wir weiter die Stadt und stießen dabei mitten zwischen den Häuserblöcken auf einen kleinen Park, dem Parque Central Jarabacoa oder Parque Juan Pablo Duarte (nach einem der Landesväter), dessen Bäume mit zahlreichen Lichtern festlich geschmückt waren – eine hier in der Dominikanischen Republik scheinbar zur Weihnachtszeit übliche vorgehensweise.

34 - Park@Night - Jarabacoa

35 - Park@Night 02 - Jarabacoa

In einer kleinen offenen Bar am Rande des Parks, in dem außer uns nur zwei andere Gäste saßen, gönnten wir uns noch ein lokales Bier, ein Presidente, und genossen den angenehm warmen, aber sehr ruhige Abend in der Stadt Jarabacoa. Es waren nur wenige Leute unterwegs und nur hin und wieder knatterte mal ein Motorrad und noch seltener fuhr ein Auto vorbei.

36 - Streets of Jarabacoa by night

Danach ging es zurück ins Hotel und bald waren wir schon eingeschlafen. Denn morgen hatten wir viel vor…

Ruhige Tage in der Karibik [02. & 03.01.2017]

Die nächsten beiden Tage passierte nicht viel. Bei angenehmen, nicht zu heißen Temperaturen genossen wir das schöne Wetter, das so viel besser war als das in Deutschland, wo wie ich über das Internet gehört hatte inzwischen eine Kältewelle Einzug gehalten hatte und Temperaturen von bis zu minus zwanzig Grad drohten.
Zum Frühstück gab es erst einmal eine Catibia – eine gefüllte frittierte Teigtasche, die in meinem Fall mit Käse und gekochtem Schinken gefüllt war.

15 - Catibia - Gefüllte frittierte Teigtasche

Ich finde die Dinger ja ganz lecker, aber leider sammelt sich die Füllung immer im unteren Bereich, so dass man an der oberen Kante einen dicken, recht knusprigen breiten Streifen hat, der nur aus frittiertem Teig besteht. Nicht perfekt, aber fürs Frühstück reichte es.
Da heute dann auch endlich wieder die Geschäfte geöffnet waren, begaben wir uns um am späten Vormittag schließlich noch einmal nach Puerto Plata, wo wir nach Wegen und Einkäufen unser Mittagessen im Exreso Lucky einnahmen, einem kleinen chinesischen Schnellimbiss in der Camino Real gleich neben der bereits bekannten Pizzeria Fernando.

16 - Expreso Lucky - Puerto Plata

Ich wählte gebratenen Reis, frittiertes Hühnchen und eine Art Kartoffelsalat.

17 - Dominican Asia Food

Weder Hühnchen noch gebratener Reis, die beide aus einer Warmehaltetheke stammten, waren noch ganz heiß, aber geschmacklich erwiesen sich sowohl der mit zahlreichen Gemüsesorten versehene, gebratene Reis als auch die paniert frittierten Hähnchenstückchen und der mit Karottenstücken versetzte und mit Sauerrahm angemachte Kartoffelsalat als geschmacklich mehr als nur akzeptabel.
Gegen Abend kam schließlich noch eine Bekannte zu Besuch, die spontan beschloss Spaghetti für uns zu kochen. Aus einer Art Kasseler, Tomatensauce, Kondensmilch, Hähnchenbrühe und einigen Gewürzen zauberte sie somit auf dem Gasherd eine wirklich sehr leckere Sauce, mild-würzige und fruchtige Sauce, die wir uns zu den Nudeln schmecken ließen.

18 - Dominikanische Spaghetti mit Kasseler / Dominican Spaghetti mit smoked pork

Einzig die Tatsache, dass sich an einigen Fleischstücken noch kleine Knochenreste fanden trübte den Genuss ein klein wenig, aber das war auch der einzige Punkt der Kritik.
Am nächsten Tag wurde ich mit Spiegeleiern zum Frühstück überrascht, die mit ein paar Milchbrötchen ergänzt wurden.

19 - Eggs for Breakfast

Den Rest des Tages verbrachten wir mit einigen Vorbereitungen für den morgigen Tag, an dem wir auf Rundreise gehen wollten. Daher fiel das Mittagessen aus und erst zum Abend gönnte ich mir die lokale Interpretation eines Hamburgers mit Pommes Frites, erworben bei Mickey’s Burger in Cangrejo.

20 - Hamburger & Pommes Frites

Die Pommes Frites waren zwar in Ordnung, aber der Burger ließ leider etwas zu wünschen übrig. Nicht nur dass er an einer Seite leicht angebrannt wirkte und bereits etwas abgekühlt war, auch das Rindfleisch-Patty wirkte etwas mickrig.

21 - Hamburger - Querschnitt

Aber zum stillen meines abendlichen Hungers war das letztlich ausreichend. Ansonsten gibt es über diese Zeit nichts nennenswertes zu berichten.