Kartoffelpuffer (Reibekuchen / Pfannkuchen) – das Rezept

Nach einem arbeitsreichen Tag und anschließendem Einkauf entschloss ich mich heute mal wieder zu kochen – das erste Mal in meiner neuen Münchner Wohnung übrigens. Meine Wahl fiel dabei auf Pfannkuchen, auch als Reibekuchen, Riefkoken, Pfannepuffer oder Kartoffeldetscherl bekannt, ein Gericht das ich aus meiner Kindheit kannte und liebe, aber noch nie zuvor selbst zubereitet hatte. Dabei ist es nun wirklich nicht schwierig, auch wenn es wie ich feststellen durfte natürlich beliebig viele Variationen gibt. Ich habe aus der Rezeptvielfalt dabei etwas gewählt, das dem am nächsten kommt was ich von früher kenne. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir zum Rezept.
Für ein bis zwei Portionen benötigen wir:

5 große Kartoffeln – ich wählte eine festkochende Sorte
01 - Zutat Kartoffeln

1 kleine bis mittlere Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 Eier
04 - Zutat Eier

2 Esslöffel Mehl (Weizenmehl – Sorte 405)
03 - Zutat Mehl

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach belieben.

Kommen wir nun zur Zubereitung:
Zuerst schälen und waschen wir die rohen Kartoffeln
05 - Kartoffeln schälen

und reiben sie mit Hilfe einer Küchenreibe. Natürlich kann man hier auch eine Moulinette oder eine ähnliche Küchenmaschine nehmen, ich wollte es heute aber in reiner Handarbeit machen.
06 - Kartoffeln reiben

Die geriebene Kartoffeln lassen wir dann erst einmal etwa 15-20 Minuten, gerne auch länger, stehen damit sich die reichlich vorhandene Flüssigkeit etwas absetzen kann.
07 - Kartoffeln gerieben

Während dieser Ruhephase können wir uns der Zwiebel zuwenden, um sie zu schälen und in kleine Würfel zu zerschneiden.
08 - Zwiebeln schneiden

Nach Ende der Ruhephase gießen wir dann das Kartoffelwasser ab. Zusätzlich kann man die Kartoffelmasse auch noch etwas z.B. mit Hilfe eines Tuchs ausdrücken. Wichtig ist der Kartoffelmasse die Feuchtigkeit etwas zu nehmen damit die Puffer nicht später allzu matschig werden.
09 - Kartoffelwasser abschütten

Nun geben wir die Zwiebeln hinzu
10 - Zwiebeln hinzugeben

und vermengen alles gut miteinander.
11 - vermengen

Ebenso fügen wir nun die beiden Esslöffel Mehl
12 - Mehl zugeben

und die zwei Eier hinzu und verrühren alles wieder.
13 - Eier aufschlagen

Jetzt fehlt nur noch Salz und Pfeffer
14 - mit Salz und Pfeffer würzen

sowie Muskatnuss. Ich hatte mir dazu mal frische Muskatnüsse besorgt, damit ich mal die kleine Muskatnussreibe die bereits seit längerem in meiner Schublade vor sich hin vegetierte ausprobieren zu können.
15 - mit Muskatnuss würzen

Ist alles gut miteinander vermischt, erhitzen wir etwas Öl (ich wählte Rapsöl), am besten in einer beschichteten Pfanne, auf mittlerer Stufe
16 - Öl erhitzen

und geben mit einem Löffel eine größere Portion der Kartoffelmasse in die Pfanne, wo wir sie mit seiner Hilfe flach drücken und daraus einen kleinen Fladen bilden.
17 - Masse in Pfanne geben

Das ganze wiederholen wir bis wir den in der Pfanne zur Verfügung stehenden Platz ausgenutzt haben. Bei mir reichte es für zwei Pfannkuchen.
18 - braten

Ist die eine Seite gut angebraten, wenden wir die Pfannkuchen-Fladen mit einem Pfannenwender um sie auch von der anderen Seite ebenso zu braten.
19 - wenden

Sind die Pfannkuchen fertig, entfernen entfernen wir sie aus der Pfanne und legen sie z.B. auf einem Teller beiseite, um die nächste Portion zu braten. Dabei sollte man natürlich nicht vergessen hin und wieder etwas Öl nachzufüllen damit die Reibekuchen auch angenehm braun werden.
20 - nächste Ladung braten

Ist unsere Schüssel mit der Rohmasse leer und sind alle Pfannkuchen gebraten, können wir uns an den Verzehr machen. Ich hatte mir dazu etwas Apfelmus mitgebracht, dass ich mir auf die fertigen Reibekuchen strich. Zusätzlich wäre natürlich auch noch etwas Zucker denkbar gewesen.
21 - Reibekuchen - fertiges Gericht mit Apfelmus

War wie nicht anders zu erwarten sehr gelungen – das Rezept ist ja eigentlich auch so simpel dass man da wenig falsch machen kann.

Die Variationsmöglichkeiten sind hier natürlich endlos – denkbar wäre hier auch Lachs und Sahne-Meerrettich, ein Joghurt-Kräuter-Dip und vieles mehr. Aber nicht nur bei den Beilagen kann man variieren, auch bei den Zutaten ist einiges Möglich. Eine besonders interessante Variante die ich beim stöbern entdeckte ist jene, zusätzlich noch Speck, Schnittlauch und geriebenen Käse in die Teigmasse zu geben – diese werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall auch noch mal ausprobieren.
Was die Nährwerte angeht sind solch Reibekuchen natürlich ziemliche Kalorienbomben, denn sie saugen das Öl in dem sie gebraten werden wie ein Schwamm in sich auf. Aber sei es drum – mir hat das was ich mir da gebraten hatte auf jeden Fall sehr gut geschmeckt – ein einfaches und sehr leckeres Gericht, dass mich relativ wenig aufwand zubereiten lässt.

Silvestermahl – Gulasch mit Rotkraut und Klößen

Das diesjährige Silvestermahl bestand aus Gulasch, Rotkraut und Kartoffelklößen.
Gulasch mit Rotkraut & Klößen / Goulash with red cabbage & dumplings
Vielen Dank auch noch mal auf diesem Weg an die Gastgeberin und den Gastgeber – es war eine wunderbare Silvesterfeier gewesen.

BTW: Gibt es eigentlich ein typisches Silvesteressen? Ich kenne den Neujahrskarpfen, aber für den Jahreswechsel direkt ist mit nichts bekannt.

Lachstorte

Heute Abend gab es mal eine neu entdecktes Rezept, nämlich Lachstorte.

Lachstorte / Salmon tart

Das Rezept ist denkbar einfach: Man nehme ein frisches Fladenbrot, schneide es in der Mitte waagerecht auf und bestreicht es mit Meerrettich und/oder Frischkäse, belegt es mit Salat, Räucherlachs und weiteren Zutaten seiner Wahl und zerteile es zum Abschluss in tortenstückgroße Portionen.

Lachstorte / Salmon tart

Ein einfaches und meiner persönlichen Meinung nach sehr schmackhaftes Gericht, das sich sowohl als reguläres Mittags- und Abendgericht als auch als kleiner Partyhappen wunderbar eignet. Werde mir das Rezept auf jeden Fall mal merken.

Überbackenes Lendenfilet auf Blattspinat

Dieses Jahr wichen wir einmal vom sonst üblichen traditionellen Weihnachtsessen in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat ab und probierten mal etwas neues für unseren Heiligabend. Dabei fiel die Wahl auf ein Rezept aus kleinen Lendenfilets, gebettet auf Blattspinat und überbacken mit einigen Scheiben Camembert.
Man nehme 1 Packung TK-Blattspinat, den wir in einer ausgefettete Auflaufform auslegen. 1-2 große Zwiebel würfeln, dünsten und darüber verteilen. Anschließend werden drei Schweinelenden angebraten angebraten und darüber gelegt. Wir pressen dann zwei Knoblauchzehen, vermischen sie mit einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, würzen das ganze mit Salz Pfeffer und Muskatnuss, geben noch einige grüne Kräuter (TK-Ware) dazu, verrühren das ganze gut und übergießen den Inhalt der Auflaufform damit.

Vor dem backen
Rohform vor dem Backen

Für 40 Minuten wird alles dann bei 180 Grad im Backofen gegart. Abschließend belegen wir alles mit einigen Scheiben Camembert oder Gouda und überbacken es noch einmal für 15 Minuten.

Belegt mit Camembert Belegt mit Gouda
Links: Belegt mit Camembert – Rechts: Belegt mit Gouda
Lendenfilet auf Blattspinat mit Camembert überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with camembert Lendenfilet auf Blattspinat mit Gouda überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with gouda

Dazu passt Wildreis, man kann es aber auch mit Kräuterbutterscheiben servieren.

Lendenfilet mit Blattspinat und Wildreis

Als Nachtisch entschieden wir uns für einen Zimtstern – sternförmige Vanille-Eiscreme mit einem Herz aus Apfelsorbet und bestreut mit Zimt.

Zimtstern

Alles zusammen sehr lecker muss ich sagen – es hat allen wunderbar gemundet. Kann diese Zubereitung vorbehaltlos weiter empfehlen.

Eine Stunde ICE-Verspätung & Bacon Cheeseburger

Gestern habe ich mich mal wieder auf den Weg nach Frankfurt begeben, und das trotz des Risikos der Verspätung mit der ich bei diesem Wetter natürlich rechnen musste. Und bereits in der S-Bahn auf dem Weg zum Hauptbahnhof München begann es damit etwas später zu werden. Grund war ein Notarzteinsatz in einer S-Bahn vor uns an der Haltestelle Leuchtenbergring, was dazu führte dass wir acht Minuten später am Hauptbahnhof ankamen. Normalerweise hätte ich noch aber immer fünfzehn Minuten bis zur Abfahrt meines ICE gehabt. Normalerweise – doch wenn ich wirklich geglaubt hatte dass mein Zug bei dem bisschen Schneefall pünktlich fahren würde, hatte ich mich natürlich geschnitten. Eine nicht näher definierte Verspätung waren für den Zug aus Essen angekündigt, der in München dann zu meinem ICE geworden wäre.

Verspätung ICE München-Frankfurt

Also tummelte ich mich am Gleis herum und hoffte darauf, dass der Zug möglichst bald kommen würde. Leider waren die Ansagen sehr ungenau und durchmischt mit Ankündigungen für andere Züge die folgen oder am gegenüberliegenden Gleis fuhren. Ein Reisender chinesischer Herkunft fragte mich auf Englisch ob ich mehr wüsste und wann der Zug nun kommen würde. Ich teilte ihm mit was ich aus den meist nur in Deutsch durchgeführten Ansagen heraus gehört hatte. Daraus entwickelte sich ein nettes Gespräch und wir unterhielten uns bis der Zug mit schließlich etwa 50 Minuten Verspätung eintraf – allerdings kam nur einer von den geplanten zwei Zugteilen an. Zum Glück war es der Zugteil in dem ich meine Reservierung hatte, denn aufgrund der Menschenmassen die am Bahnsteig warteten rechnete ich mich einem ziemlich überfüllten ICE. Komischerweise war dem nicht so und einige der Sitzplätze blieben sogar noch frei. Der Rest der Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, auch wenn wir noch zehn weitere Minuten Verspätung hinzu kamen. Mit auf die Minute genau einer Stunde Verspätung kamen wir schließlich in Frankfurt am Main Hauptbahnhof an – gerade rechtzeitig dass ich meine S-Bahn gerade noch vor meiner Nase wegfahren sehen konnte.

Eisig am HBF Frankfurt

Das hieß etwa dreißig Minuten Wartezeit bis die nächste S-Bahn kam. Ich beschloss diese Zeit mit einer kleinen Zwischenmahlzeit zu überbrücken. Da ich nur noch wenig Bargeld im Portemonaie und keine Lust hatte, die hohen Gebühren an den EC-Automaten am Bahnhof zu zahlen, entschied ich mich dazu einen Bacon Cheeseburger bei Burger King zu erwerben.

Burger King Bacon Cheeseburger

Für einen Preis von gerade mal 1,50 Euro finde ich diese Dinger doch recht lecker – auch wenn ich an die Kalorien nicht denken möchte. Insbesondere die gelbliche Sauce hat es mir angetan – würde gerne wissen woraus die ist. Aber Einkaufen konnte ich vergessen, die letzten Läden machen um 22:00 Uhr zu und ganz ohne Abendessen wollte ich dann doch nicht sein. Das ist halt das Kreuz wenn man nur am Wochenende zu Hause ist, da kann man keine große Vorratshaltung betreiben, sonst verdirbt zu viel. Aber das wird sich ja bald ändern…
Schließlich kam die S-Bahn und ich konnte in der Wärme des Wagons den Rest meines Weges zurücklegen. Die Fahrt war wirklich kein Vergnügen gewesen, aber ich war froh als ich endlich zu Hause war.