“On the border” – Mexican Grill & Cantina

Leider gibt es im Hotel kein Abendbrot und da wir nach getaner Arbeit noch etwas hungrig waren, begaben wir uns noch ins “On the Border”, einem mexikanischen Restaurant in Woburn etwas außerhalb von Boston. Eine kurze Webrecherche zeigte, daß es sich auch bei On the Border um eine amerikanische Franchisekette handelt, ähnlich dem heute ebenfalls vorgestellten “Cosi”. Aber Franchise muß ja, wie wir inzwischen wissen, nicht bedeuten daß es schlechter als ein reguläres Restaurant ist.

Wie in vielen amerikanischen Restaurants üblich wartete wir am Eingang darauf, daß man uns einen Platz zuwies – “Wait here to get seated” kann man meist auf den Schildern dort lesen. Und leider waren alle Tische aktuell besetzt, so daß wir einen Beeper in die Hand gedrückt und mitgeteilt bekamen und gebeten wurden, uns doch etwa 10 Minuten zu gedulden. In Deutschland hätte man an dieser Stelle wahrscheinlich das Restaurant verlassen und sich nach etwas anderem umgesehen – nicht aber so hier. Wir begaben uns also an die Bar und wollten die wollten dort überbrücken. Ich bestellte mir ein Corona, ohne jedoch im ersten Moment zu bedenken, daß man in den USA ja 21 Jahre sein und seine ID vorzeigen muß, um alkoholische Getränke zu genießen. Ich holte also meinen Personalausweis hervor und reichte sie dem Barmann. Dieser beäugte diese einen Moment etwas misstrauisch und verschwand mit ihr in einem Seitenraum, um wenig später zurückzukehren und mir mitzuteilen, daß man hier eine neue “Policy” hätte und diese IDs nicht aktzeptiert werden. Nun stand mir die Möglichkeit offen, ans Auto zu gehen und zu hoffen, daß ich meinen Reisepass dort in der Tasche hatte. Zuvor jedoch versuchte ich es mit meinem deutschen Führerschein. Hier in den USA hat ein Führerschein ja den gleichen Stellenwert wie ein Personalausweis. Jedoch war die Reaktion seitens des Barmanns wieder ähnlich wie zuvor – und wieder verschwand er mit dem Ausweis kurz nach “hinten”. Als er schließlich wieder erschien, machte ich mich schon dazu bereit, ans Auto laufen zu müssen. Doch ich hatte Glück, denn er gab mir den Führerschein zurück und meinte, daß das so in Ordnung sei. Und das alles nur wegen einer einzigen Flasche dünnen, mexikanischen Maisbiers. Aber so ist da hier in den USa nun einmal – und in anbetracht der Tatsache, daß den Wirten empfindliche Geldstrafen bei der Nichteinhaltung der 21 Jahre Regelung drohen, kann man ein gewisses Verständnis für diese Pingeligkeit aufbringen.
Wenig später begann unser Bepper zu summen und wir konnten uns an einen der Tische niederlassen. Neben der normalen Speisekarte fanden wir hier auch die Möglichkeit, sich einen Burrito selbst zusammenzustellen – “Build a Burrito”.

Ich überlegte kurz, ob ich das mal ausprobieren sollte, wählte aber dann doch lieber den “Double stacked Quesedilla” aus der Karte für 9,90 US-$ (6,38 ‚ā¨uronen). Noch bevor wir unsere Bestellung aufgeben konnten, bekamen wir erst einmal einen Korb Taccos und eine Schale mit scharfen mexikanischen Dip kostenlos auf den Tisch gestellt, was uns dabei half die Wartezeit bis zur Fertigstellung und Auslieferung unserer Speisen wohl versüßen sollte. ūüėČ
Glücklicherweise erwies sich die Zeit des Wartens als recht kurz und kaum 15 Minuten später bekamen wir unsere Speisen serviert.

Ich kann nur sagen, daß dies wohl einer der besten Quesedillas seit langem war – jetzt mal ganz davon abgesehen daß man so etwas in Deutschland sowieso in der Regel eher selten bis nie bekommt. Der umgebende Mantel bestand aus einem dünnen, knackigen, frisch aufgebackenen Teig – dazu die Füllung aus Chicken, Guacamole, Tomaten und Zwiebeln – einfach nur lecker. Kann ich nur jedem weiter empfehlen, der in den Vereinigten Staaten einmal auf ein solches Restaurant stoßen sollte. Da es sich wie ich ja bereits um zu Beginn dieses Eintrages erwähnte um eine Franchise-Kette handelt, sollte sich daß durchaus im Bereich des Möglichen befinde.

Rumpsteak mit Pfifferlingen [11.08.2007]

Heute war der Mittag nicht wirklich berichtenswert, aber das Abendessen war ein wirklicher Genuß und ich möchte daher zumindest kurz darüber berichten. Ziel unseres Abendessenausfluges war das Restaurant Holzwurmstüberl in Bebra, Nordhessen.

Eigentlich nur als Bar an eine Tennishalle gestartet hat sich diese Location in der letzten Zeit zu einem wirklich empfehlenswerten Restaurant der gehobeneren Kategorie entwickelt. Allerdings sollte man etwas Zeit mitbringen. Als ich die Menukarte in der Hand hielt, sah ich gleich auf der ersten Seite, daß aktuell ja Pfifferlingszeit ist (ich kannte bisher zwar mehr die Spargelzeit, aber egal ūüėČ ) – und auch wenn die Preise nicht gerade als günstig zu bezeichnen waren, entschied ich mich für das Rumpsteak mit Pfifferlingen.

Dazu gab es gebackenen Potatos. Was zur Glückseligkeit noch gefehlt hätte ware ein schöner Sour cream zum dippen gewesen.

Wirklich ein klasse Gericht – das Rumpsteak war blutig bis durch wie ich es liebe und bestand aus extrem zarten Fleisch – dazu die Pfifferlinge. Solche Pilze kriegt man ja im Vergleich zu Champignions leider eher selten – aber ich persönlich finde sie um einiges besser als diese. Extrem lecker, riesige Portion und natürlich alles frisch zubereitet. Seinen Preis von 13,60 Euro durchaus wert. Kann und will man vielleicht nicht jeden Abend machen, aber wenn man eingeladen wird, kann man es ruhig einmal tun.