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Abschied von der Karibik [14 & 15.01.2017]

Sunday, January 15th, 2017

Heute war es nun soweit, dass ich leider ins kalte Europa zurückkehren musste. Und die Aussichten waren nicht sonderlich rosig, denn ich hatte über das Internet bereits gelesen dass vor allem Deutschland mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad zu kämpfen hatte. Mein Flug ging zwar erst um 17:20 Uhr am späten Nachmittag, aber ich hatte bereits am Vormittag alles Zusammengepackt und hatte alles vorbereitet. Eigentlich wollte ich ja noch mal kochen, doch als wir feststellten dass das Mobiltelefon meiner Begleiterin gestern Abend abhanden gekommen war, verbrachten wir mehrere Stunden damit es zu suchen – es sollte aber leider nicht mehr auftauchen. Ein ärgerliches Ereignis, aber nicht zu ändern.
Außerdem musste ich noch den Mietwagen zurück geben und wir hatten mit dem Vermieter des Autos vereinbart, dass wir ihn in seinem Heimatort Montellano ein paar Kilometer westlich abholen und mit ihm zum Flughafen fahren, wo er den Wagen dann übernehmen würde. So brachen wir also kurz vor 15:00 Uhr auf und fuhren in den Nachbarort, wo er bereits auf uns wartete. Anschließend ging es zum Flughafen, wo ich direkt am Terminal ausstieg und den Wagen übergab. Damit war zumindest das erledigt und ich konnte mich daran machen, in meinen Flug einzuchecken. Mobiles CheckIn wie in Deutschland war hier leider nicht möglich und zu meinem Entsetzen hatte sich bereits jetzt eine lange Schlange vor den Schaltern von Air Berlin gebildet.

173 - Warteschlange am Schalter Air Berlin - Airport Puerto Plata

Doch man hatte glücklicherweise alle vorhandenen Arbeitsplätze am CheckIn besetzt und rief sogar die normalen Gäste zum Priority CheckIn, so dass die Schlange sich einigermaßen schnell bewegte – dennoch wartete ich fast eine Dreiviertelstunde. Ich gab meinen großen Koffer ab und fragte noch, ob es möglich sei einen XL-Sitz zu erhalten. Das wäre zwar Machbar gewesen, doch nur gegen Barzahlung, nicht über Kreditkarte – und ich hatte nicht mehr genügend bares im Portmonaie. Also musste ich mich mit einem Platz in der “Insel” in der Mitte des Flugzeuges, aber zumindest am Gang, begnügen. Danach hatte meine Flugtickets in den Händen und mir blieb noch kurz Zeit, mich von meinen Gastgebern zu verabschieden, bevor ich mich zum Sicherheitscheck begab. Und dieser ist hier wirklich streng – deutlich strenger als ich ihn aus Deutschland kenne. Keinerlei Flüssigkeiten oder auch keine Feuerzeuge durften den Scanner passieren. Außerdem mussten alle Gäste ihre Schuhe ausziehen und natürlich auch die Gürtel aus den Hosen entfernen, was die Sicherheitüberprüfung unnötig in die Länge zog. Nachdem ich endlich den Sicherheitscheck passiert hatte, musste ich noch das Duplikat meiner blauen Einreiseerklärung vom Hinflug an der Passkontrolle abgeben und bekam meinen Ausreisstempel in den Reisepass. Kurz besuchte ich noch den Duty Free Shop im Obergeschoss, dann ging es zu meinem Abflugterminal 6 auf der gleichen Ebene, wo bereits zahlreiche andere Fluggäste warten und vor den großen Panoramafenstern der Airbus A330 betankt und beladen wurde, der mich zurück nach Deutschland bringen sollte. Der leichte Regen, der bisher niedergegangen war, hatte inzwischen aufgehört und es begann aufzuklaren.

174 - Air Berlin - A330 Puerto Plata nach Düsseldorf

Da ich zur Gruppe A gehörte, die als nach den Priority-Gästen als erstes das Flugzeug betreten durften, machte ich mir nicht die Mühe mich noch groß hinzusetzen, sondern wartete direkt am Eingang zur Boarding-Brücke. So gelang es mir nach Beginn des Boardings auch als einer der ersten zwanzig Fluggäste ins Flugzeug zu gelangen und meinen Platz einzunehmen. Brachte mir zwar wenig, aber zumindest saß ich und hatte noch freie Auswahl bei den Gepäckfächern über den Sitzen, die zu einem späteren Zeitpunkt wahrscheinlich vollkommen überfüllt gewesen wären.

175 - Beginn des Boardings - Puerto Plata

Der Flieger startet dann auch fast pünktlich mit weniger als 5 Minuten Verspätung und erhob sich in den langsam dunkler werdenden Himmel über Puerto Plata. Ich fühlte mich etwas wehmütig – aber ich würde bestimmt bald wieder kommen.
Etwa zwei Stunden nach dem Abflug – ich hatte mir bereits den ersten Film über das Entertainment-System des Flugzeugs angesehen – wurde schließlich das Abendessen im Flugzeug serviert. Mal wieder konnte man zwischen vegetarischer Pasta und einem Fleischgericht wählen. Wie üblich griff ich natürlich zum Fleischgericht, das heute durch Rindergeschnetzeltes mit Gemüse und Curryreis repräsentiert wurde. Dazu gab es Maissalat, ein Stück Käsekuchen, einige Cracker und eine Ecke Schmelzkäse.

176 - Rindergeschnetzeltes & Curryreis - Air Berlin

Genau das selbe Gericht hatte ich überigens auch schon bei meinem letzten Rückflug im Sommer des (nun) vorherigen Jahres erhalten – hier ist man scheinbar nicht sonderlich kreativ was das Angebot an Speisen angeht 😉 – aber das nur mal am Rande erwähnt.
Etwa eine weitere Stunde später wurden die Lichter gedimmt und den Gästen die Möglichkeit zur Nachtruhe gegeben. Ich versuchte etwas zu schlafen, war aber nicht sonderlich erfolgreich.

177 - Nachtruhe im Air Berlin A330

Das lag aber wohl vor allem daran, daß ich das “riesige Glück” hatte, hinter jemanden zu sitzen der sofort nach erlöschen der Anschnallsignale den seinen Sitz so weit wie möglich nach hinten fallen ließ und mir, der ich ja nicht sonderlich zierlich bin, jeglichen Platz raubte. Aber auf meine milden Proteste reagierte er nicht und ich wollte keinen Streit mit diesem A****loch beginnen. Also wünschte ich ihm in Gedanken alle Pest der Welt an den Hals, verfluchte mich gleichzeitig ein wenig dass ich mal wieder nur Touristenklasse flog und versuchte das Beste daraus zu machen – aber mehr als ein paar mal leichtes Eindösen bekam ich nicht hin.
Wir waren bereits südlich von Irland, also die Lichter wieder heller wurden und ich meine Versuche zu schlafen endgültig aufgab.

178 - Anflug auf Düsseldorf

Es blieb aber noch etwas Zeit für einen zweiten Film auf den Display vor mir ansehen, während wenig später noch ein kleines Frühstück serviert.

178 - Frühstück bei Air Berlin

Auf dem Tablett warteten zwei aufgetoastete Brötchen, etwas Schinken, Käse, Butter, Marmelade, Frischkäse, Schokocreme, ein Joghurt und etwas Orangensaft. Außerdem wurde natürlich noch Kaffee ausgeschenkt. Dieses Frühstück entsprach auch wiederum genau jenem, das ich beim Rückflug im letzten Sommer erhalten hatte – sogar der Joghurt war wieder mit Erdbeergeschmack…
Noch während ich frühstückte, trat eine der Flugbegleiterinnen an mich heran und teilte mir mit, dass man mich auf einen früheren Flug nach München hätte umgebuchen können – dort wären noch Plätze frei gewesen. Normalerweise hätte ich nämlich über 4 Stunden am Düsseldorfer Flughafen warten müssen, bis mein ursprünglich gebuchter Flieger um kurz nach 11:00 Uhr startete, so bot sich mir aber die Möglichkeit bereits um 8:20 Uhr in Richtung meiner Heimatstadt aufzubrechen. Das kam mir natürlich gerade recht.
Es war etwa 6:45 Uhr, als der Airbus A330 endlich am Terminal des Flughafens Düsseldorf angedockt hatte und wir beginnen konnten, das Flugzeug zu verlassen. Hier zeigte sich aber mal wieder ein Nachteil zur ersten Gruppe gehört zu haben, die ins Flugzeug durfte. Denn damit war ich auch einer der letzten, die nach der Ankunft hinaus kamen. Als internationaler Flug musste ich natürlich hier erst einmal die komplette Zoll- und Passkontrolle über mich ergehen lassen – wobei ich glücklicherweise ja über einen elektronischen Reisepass verfüge und sich somit Einreise an der automatischen Passkontrolle angenehm schnell vollziehen ließ. Viel mehr Zeit nahm die Sicherheitskontrolle in Anspruch, an der ich mein Handgepäck wieder mal auf Förderband, Notebook und iPad auspacken sowie die Taschen leeren und den Gürtel aus der Hose ziehen musste. Aber zumindest konnte ich hier die Schuhe anbehalten. So gelangte ich schließlich zum nationalen Abflugterminal B33, von wo eigentlich um 7:45 Uhr das Boarding beginnen sollte.

179 - Weiterflug von Düsseldorf nach München

Leider verspätete sich dieses um etwa 20 Minuten und somit verspätete sich auch der Abflug um etwa die selbe Zeit – aber das war mir inzwischen eigentlich scon egal. Ich wollte nur nach Hause und mich noch ein paar Stunden aufs Ohr hauen.

180 - Im Kurzstreckenflieger nach München

Wie bereits auf der Kurzstrecke während des Hinflugs gab es auch dieses Mal keine kostenlosen Erfrischungen oder Getränke. Aber für die etwa fünfzig Minuten Flug ging das schon mal. Nach der Landung begab ich mich unmittelbar zum Gepäckband, um endlich meinen Koffer wieder ein Empfang zu nehmen. Doch ich wartete erst einmal, weil sich das Ausladen des Gepäcks scheinbar verspätete und ich wartete auch weiter, als sich die Förderbänder endlich in Bewegung setzten um Koffer und Taschen aller Art aus den Tiefen des Flughafens nach oben zu transportieren, wartete ich weiter vergeblich.

181 - Gepäckausgabe Flughafen München

Schließlich endete die Flut von Koffern und eine Lautsprecherstimme verkündete, dass alle deren Gepäckstücke bisher nicht gekommen waren sich doch bitte im Büro am Ende der Halle melden sollten. Mir schwante schlimmes. Zum Glück setzte ich mich sofort in Bewegung und war der dritte in der Warteschlange, während sich hinter mir eine kleine Menschentraube bildete. Scheinbar waren – mal wieder – alle aus Puerto Plata kommenden Koffer in Düsseldorf nicht umgeladen worden – das weckte Erinnerungen an die Rückreise von meinem ersten Besuch in die Karibik im Oktober 2015. Auch dort war bereits mein Gepäck in Düsseldorf nicht umgeladen worden und kam erst mit einem späteren Flieger. 🙁
Das schlimmste daran war aber, dass ich meine dicke Wolljacke im Koffer hatte und jetzt bei -7 Grad Außentemperatur nur mit T-Shirt und langärmeligen Hemd bekleidet im Flughafen hockte. Die Dame am am Verlustschalter nahm meine Anzeige über den vermissten Koffer auf und versprach diesen nachschicken zu lassen, sobald er in München eingetroffen war. Aber das half mir jetzt auch nichts. Nach dieser Enttäuschung, es war inzwischen 11:00 Uhr, wollte ich mir vor der Rückkehr in meine Wohnung noch eine kleine Stärkung gönnen und machte mich auf der Wege, etwas passendes zu suchen. Meine Wahl fiel letztlich auf McDonalds, das jedoch leider nicht im Inneren des Gebäudes lag, sondern an einem Platz zwischen Terminal 1 und 2.

182 - Vor dem Flughafen München

183 - McDonalds Flughafen München

Aber das war jetzt egal, die paar Meter konnte ich auch ohne Jacke im freien Laufen und ich bin ja hart im nehmen. 😉 Eigentlich wollte ich mir einen Cheeseburger und einen 6er Chicken McNuggets gönnen, doch jetzt vor 12 Uhr gab es in dieser Filiale nur die Frühstücksangebote. Daher wich ich auf einen McMuffin Bratwurst und einen McMuffin Bacon und ergänzte sie mit einem Becher schwarzem Kaffee. Der Bratwurst-Muffin war dabei im Grunde genommen nichts anderes als eine Art Muffin Burger mit einer Scheibe Eimasse und einer Scheibe Hackfleisch-Patty – aber geschmacklich absolut in Ordnung. Ebenso wie der Muffin mit der klassichen Kombination aus Rührei und Bacon.

184 - McMuffin Bratwurst & McMuffin Bacon - McDonalds Flughafen München

Danach begab ich mich auf das Gleis der S-Bahn, fuhr mit einem Zug der Linie 8 nach in Richtung Innenstadt – was etwa 25 – 30 Minuten dauerte – und lief von der Haltestelle die Strecke bis zur Wohnung durch die Kälte. Zum Glück war es nicht allzu weit. Nachdem ich sichergestellt hatte, das hier alles in Ordnung war, gönnte ich mir eine Mütze dringend benötigten Schlaf. Und damit endete meine vierte Reise in die Karibik endgültig – aber wie gesagt: mal schauen ob es mich nicht bald wieder mal in diese Gegend verschlägt. 😉

Bruschetta, Chili con Carne & Fahrt nach Cabarete [13.01.2017]

Friday, January 13th, 2017

Zum heutigen Brunch wollte ich mich mal an einem typisch italienischen Antipasti versuchen, das zwar bereits öfters verzehrt aber noch nie selbst zubereitet hatte: dem Bruschetta. Meine Begleiterin war davon vor einigen Tagen im Restaurant Mare Nostrum in Bayahibe so begeistert gewesen, dass ich ihr versprechen musste alsbald selbst eben diese Bruschettas zuzubereiten. Und auch hier in der Karibik ist es dank des Internet kein Problem, ein passendes Rezept dazu zu finden – auch wenn ich mal wieder ein klein wenig improvisieren musste.
Für die Zubereitung tauchte ich also einige Tomaten in kochendes Wasser, schälte und entkernte sie und schnitt das feste Fruchtfleisch dann in kleine Würfel. Das Ganze wurde mit zerkleinerten Knoblauchzehen, etwas Essig sowie Pfeffer, Salz und ein klein wenig Oregano gewürzt. Das sonst noch dazu gehörige Basilikum habe ich hier in der dominianischen Republik weder in frischer noch in getrockneter Form finden können, daher musste es auch so gehen. Anschließend beträufelte ich einige Scheiben Ciabatta-Brot – das man auch hier problemlos im Supermarkt kaufen kann – mit Olivenöl und röstete sie im Ofen unseres Gasherds. Danach bestückte ich sie mit der Tomatenmischung und bestreute sie noch mit etwas Käse – fertig war ein überaus leckerer Brunch, der auch ratzfatz alle war.

168 - Bruschetta

Nach etwas Regen am Vormittag blieb der Nachmittag zwar trocken, aber es war weiterhin wolkig und nicht besonders einladend. Daher stellte ich mich gegen Mittag erneut an den Herd und improvisierte aus gestern gekauftem Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, roten und weißen Bohnen, Möhren, Paprika und Erbsen etwas, das ich einfach als Chili con Carne bezeichnen möchte. Dazu gab es die verbliebenen Scheiben des Ciabatta, das ich bereits am Vormittag für die Bruschetta verwendet hatte.

169 - Chili con Carne

Ich hatte zwar wieder viel zu viel gekocht, doch auch heute konnten wir das überzählige Essen wieder erfolgreich an Nachbarn und Bekannte verteilen, die mich wiederum für das leckere Essen lobten. So etwas höre ich natürlich gerne – sonst koche ich ja fast ausschließlich für mich alleine.
Leider war heute auch mein letzter voller Tag in der Dominikanischen Republik und den wollte ich natürlich nicht nur in der Unterkunft verbringen. Daher zogen wir am Abend noch einmal los und fuhen zuerst nach Sosua und wenig später weiter ins etwa 15 Kilometer entfernte Cabarete, wo wir uns eigentlich an den abendlichen Strand setzen wollten. Doch ein kräftiger Wind bei nicht gerade heißen Temperaturen um die 21 bis 22 Grad verhinderte dies dann doch und wir zogen uns nach kurzem Abschätzen in eine Billiardkneipe auf einer Dachterasse an der Hauptstraße zurück, um dort etwas abzuhängen.

170 - Cabarete at Night

170a - Billiard-Bar - Cabarete

Ähnlich wie in Sosua bestand auch hier in Cabarete des Clientel der Gäste natürlich größtenteils aus Gringos, also ausländischen Touristen. Aber sonderlich viel Betrieb herrschte trotz des Freitags nicht – aber das war zu Erwarten gewesen, denn es war eben keine Hauptsaison für einen Urlaub in der Karibik.

171 - Cabarete at Night

Nach einem weiteren Versuch, am Strand einzukehren, den wir jedoch aufgrund des weiterhin kräftigen und kühlen Windes, der vom Meer herein kam, abbrachen, kehrten wir schließlich nach Sosua zurück, um dort noch einmal der Discothek City Lights einen Besuch abzustatten.
Auf dem Heimweg, es war inzwischen nach Mitternacht, stoppten wir schließlich noch einmal an einem Straßenverkaufsstand, an wir uns Pommes Frites und eine dominikanische Variante von Gyros, was beides in zwei mit Öl gefüllten Töpfen frisch frittiert wurden, versorgten.

172 - Dominikanisches Gyros mit Pommes - Sosua

Tzatziki gab es dazu hier natürlich nicht, dafür aber eine leicht pikante Würzsauce, die ein wenig an eine dünnflüssiges Salsa erinnerte. Keine leichte Kost, aber mit gerade mal 100 Pesos für eine ziemlich riesige Portion angenehm günstig.
Nach diesem späten Snack ging es zurück in die Unterkunft und gleich zu Bett – morgen musste ich mich ja leider noch packen und mich auf die Rückreise vorbereiten.

Dominikanisches Reisfleisch & La Sirena [12.01.2017]

Thursday, January 12th, 2017

Heute brauchte ich mich endlich mal wieder nicht selbst an der Herd stellen, sondern wurde bekocht – auch wenn ich natürlich ein wenig bei der Zubereitung half. Das bot mir meine Rolle als Gentleman, ich kann nicht einfach nur faul herum sitzen wenn andere nicht wissen wo ihnen der Kopf steht. 😉 Es gab Reisfleisch mit der hiesigen Variante von Kasseler und verschiedenen Gemüsesorten, dazu gab es einen Kartoffel-Möhren-Salat der in Mayonaise angemacht. Die Zubereitung erschien dabei für europäische Augen etwas Abenteuerlich, denn der Reis wurde roh in den Fleisch-Gemüsesud gegeben, mit einer Plastiktüte abgedeckt und dann beschwert, um ihn dann wie in einem improvisierten Schnellkochtopf zu garen. Aber das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.

166 - Dominikanisches Reisgericht mit Kartoffelsalat / Dominican rice dish with potato salad

Ein wie ich fand sehr leckeres Mittagsgericht, das ich aber leider nicht vollends genießen konnte, da mich während des Verzehrs eine traurige Nachricht aus Deutschland erreichte, über die ich mich aber hier nicht weiter äußern möchte. Danach hatte ich aber erst einmal keinen Appetit mehr und ich brauchte auch einige Zeit, um nach dieser Nachricht wieder einigermaßen klar denken zu können. Erst später am Tag konnte ich mein Mahl beenden.
Doch das Leben musste weiter gehen und auch um mich ein wenig abzulenken, fuhren wir am späten Nachmittag noch einmal nach Puerto Plata ins Einkaufszentrum La Sirena, denn wir brauchten erneut einige Vorräte.

167 - La Sirena - Puerto Plata

Morgen wollte ich dann wieder mal selbst kochen – doch dazu im nächsten Beitrag mehr.

Hähnchenschenkel mit Bratkartoffeln & Ausflug nach Santiago de los Caballeros [11.01.2017]

Wednesday, January 11th, 2017

Auch heute stellte ich mich mal wieder in die Küche, jedoch sollte das Gericht nicht ganz so aufwändig sein wie gestern. Zum Glück hatte ich vor zwei Tagen genug im La Sirena Supermarkt eingekauft, so dass es noch für ein paar Hähnchenschenkel aus dem Ofen mit Bratkartoffeln reichte. Auch hier musste ich wieder etwas improvisieren, aber das Ergebnis war doch wieder sehr lecker geworden.

160 - Hähnchenschenkel & Bratkartoffeln / Chicken leg & potato chips

Das Wetter war nicht mehr ganz so regnerisch wie die beiden Tage zuvor, aber für einen Strandausflug war es zu bedeckt und zu windig. So ließ ich mich dazu überreden, mit dem Mietwagen einen kleinen Ausflug ins etwa 70 Kilometer entfernte Santiago de los Caballeros zu machen – allerdings ließ man mich darüber im Unklaren was dort geschehen sollte. Aber das war immer noch besser als in der Wohnung zu hocken und das Fahren mit Erdgas ist ja glücklicherweise recht günstig.
Über den chaotischen dominikanischen Straßenverkehr hatte ich mich bereits einige Male bei früheren Besuchen hier ausgelassen und er war natürlich nicht besser geworden. Alleine schon die Fahrt durch die mit Moto-Taxis überfüllten Straßen von Puerto Plata war ziemlich stressig, aber anschließend noch weit über eine Landstraße zu fahren erwies sich noch als größere Herausforderung. Geschwindigkeitsbegrenzungen mag es auf dem Papier hier zwar geben, aber in der Regel fährt jeder so schnell und wo er gerade Lust hat, dabei wird an den unmöglichsten und auch riskanten Stellen gnadenlos überholt und dabei auch gerne mal ein anderer Autofahrer genötigt, der meint hier besser nicht zu überholen, weil der Abstand zum entgegenkommenden LKW doch etwas knapp erscheint. Hinzu kam, dass durch vorhergehende Unwetter Teile der Straße ins Tal abgerutscht waren und man die vier oder fünf Baustellen mit ihren Schlaglochpisten nur im Schritt-Tempo durchfahren konnte, wenn man keinen Achsbruch am Auto riskieren wollte. So brauchte ich also fast 2 Stunden für diese etwa siebzig Kilometer und stand anschließend in der Innenstadt von Santiago vor dem Problem, einen Parkplatz zu finden. Doch ich hatte Glück, denn als ich am Straßenrand hielt, bot ein Wachmann an, ein paar Leitkegel, die einen möglichen Parkplatz versperrten, bei Seite zu räumen, so dass ich da das Auto dort recht zentral und dauerhaft abstellen konnte. Und er wollte nicht einmal Geld dafür haben. Sehr nobel.
Santiago selbst hat zwar auch einige historische Stätten und teilweise alte Baustruktur, die teilweise an die Koloniale Geschichte erinnerte, doch davon bekam ich leider nur wenig zu sehen.

161 - Santiago de los Caballeros

162 - In Santiago de los Caballeros 02

Erst jetzt erkannte ich, warum meine Begleiterin und ihre Freundin hier her gewollt hatten: Shopping!! Die nächsten zwei bis zweieinhalb Stunden verbrachte ich damit, von einem riesigen, meist von Asiaten betriebenen, Laden mit Kleidung, Schuhen und Kinkerlitzchen in den nächsten zu ziehen.

163 - Laden in Santiago de los Caballeros

165 - Shop in Santiago de los Caballeros 03

164 - Laden in Santiago de los Caballeros 02

Und man weiß ja, wie viel Zeit Frauen in solchen Läden verbringen können. Nicht unbedingt dass, was ich mir unter einem entspannten Nachmittag vorstelle, aber da musste ich jetzt durch. Zumindest kostete mich das Ganze außer Zeit und etwas Erdgas für den Mietwagen nichts weiter.
Bepackt mit Schuhen, Kleidungsstücken und ein paar anderen Kleinigkeiten aus den Tiefen dieser Läden, in der wohl keine der angebotenen Markenwaren keine Fälchsung war, begaben wir uns schließlich gegen 19:00 Uhr wieder auf den Rückweg in Richtung Puerto Plata. Und der Weg war schon bei Tageslicht kein Zuckerschlecken gewesen und jetzt bei Dunkelheit war es noch um ein vielfaches Schlimmer. Vor allem die Minibusse, die mit Halogen-Leuchtbatterien auf den Dächern oder dem Kühlergrill bestückt waren und den entgegenkommenden Verkehr unnötig blendeten machten die Fahrt zu einer abenteuerlichen Aktion. Aber dank meiner jahrelangen Erfahrung und vorsichtiger Fahrweise erreichten wir schließlich sicher wieder unser Zuhause. Mal sehen was der Tag morgen bringen wird.

Hausgemachte Lasagne al forno & Party in Sosua [10.01.2017]

Tuesday, January 10th, 2017

Heute war es nun soweit: Ich wollte in der Dominikanischen Republik kochen und hatte mich dabei für eine Lasagne mit Hackfleisch-Tomaten-Zubereitung, Bechamelsauce und natürlich Käse überbacken entschieden. Die Zubereitung war aber nicht ganz so einfach, wie ich es aus meiner Küche in Deutschland kenne, denn die Ausstattung war hier bei weitem nicht so umfangreich und modern wie ich es gewohnt bin – ich improvisierte aber einfach mit dem, was vorhanden war. Aber die Zutaten hatte ich glücklicherweise gestern alle im La Sirena Einkaufszentrum bekommen können. Besonders bei Knollensellerie, wie er meiner Meinung nach in eine gute Lasagne-Sauce einfach hinein gehört, war ich mir unsicher gewesen, ob man es hier in der Karibik bekommen würde Doch auch hier hatte ich Glück unter unser dem Begriff Apio das richtige Gemüse gefunden. Außerdem bestand die Sauce natürlich aus Hackfleisch, Möhren, Rotwein, Tomatenmark und zerstückelten Tomaten aus der Dose. Außerdem hatte ich Mehl und Butter sowie natürlich geriebenen Käse und eine Art Parmesan bekommen können. Nachdem ich Möhren und Knollensellerie gewürfelt sowie Zwiebel und Knoblauch zerkleinert hatte, briet ich das Hackfleisch also krümelig auf dem alten Gasherd in der Wohnung an, gab etwas Tomatenmark hinzu, dünstete das Gemüse mit an und löschte alles mit Rotwein ab, den ich einkochen ließ. Anschließend kamen die Tomaten hinzu und ich würzte alles mit Salz, Pfeffer, Oregano und Rosmarin, das ich hier allerdings nur in getrockneter Form bekommen hatte. Anschließend entstand aus Butter, Mehl und Milch eine Bechamelsauce, die ich sogar mit nach langem Suchen gefundenen Muskatnuss würzen konnte. Dann schichtete ich alles, also Lasagneplatten, Hackfleisch-Tomatensauce und Bechamelsauce abwechselnd in eine Glasform und vergaß dabei natürlich nicht, auch reichlich Käse zwischen die Schichten zu streuen.

156 - Lasagne ungebacken

Das Ganze garte dann 40 Minuten im Ofen des einfachen Gasherds und das Ergebnis sah tatsächlich überaus passabel aus – auch wenn die Bräunung aufgrund des nicht mehr ganz neuen Ofens nicht ganz gleichmässig war – aber darüber konnte man hinweg sehen.

157 - Lasagne fertig gebacken / finished baking

Und das wichtigste war: Es schmeckte allen sehr gut. Leider hatte ich – mal wieder – viel zu viel gemacht so dass wir am Ende sogar noch etwas an die Nachbarn weiter gaben, die mich aber auch für den leckeren Geschmack lobten.

158 - Lasagne serviert / served

Der Vormittag und am frühen Nachmittag hatte es weiterhin etwas geregnet, aber gegen Abend hatte der Regen schließlich soweit nachgelassen, dass wir beschlossen – allerdings mit dem Public Taxi – ins nahe Sosua zu fahren und dort ein wenig das Nachtleben zu genießen – ich war ja immerhin im Urlaub. Dabei landeten wir letztlich in der Disothek City Lights in der Calle Pedro Clisante, der Toursimusmeile der Stadt mit vielen Bars, Restaurants und Disotheken.

159 - Discothek City Lights - Sosua

Mit Musik, einigen der lokalen Biere der Marke Presidente und etwas Tanz ließen wir so den Tag schließlich ausklingen und waren erst nach Mitternacht wieder zu Hause.

Regenschauer & Schinken mit Kartoffelpüree [09.01.2017]

Monday, January 9th, 2017

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, stellte ich fest dass es gut gewesen war an die Nordküste zurück zu kehren, denn sowohl hier als auch im Reste des Landes hatten schwere Regenschauer das Land fest im Griff – ganz so wie es die Vorhersage angekündigt hatte.

154 - Regenschauer / Heavy rain

Daher fanden heute auch keine nenneswerten Aktivitäten statt. Zum Mittag wurde ich mit etwas gebratenen Schinken und selbstgemachten Kartoffelpüree bekocht,

153 - Schinken & Kartoffelpüree / Ham & mashed potatoes

und musste mir das Versprechen abnehmen lassen, morgen aber selbst mal zu kochen. Da hatte ich wohl etwas zu viel von meinen Kochexperimenten in Deutschland gesprochen und musste dies nun beweisen.
Als am Nachmittag der Regen nachließ, nahmen wir Kontakt mit einem Autovermieter im nahen Montellano auf, der uns eine fahrbaren Untersatz organisieren sollte. Und noch am selben Tag lieferte dieser und brachte einen orangen Hyundai Sonata vorbei, der aber nicht mit Benzin oder Diesel, sondern mit Erdgas betrieben wurde und einen besonders sparsamen Verbrauch versprach. Für die verbliebenen sechs Tage, die ich hier war sollte dieses Auto nun die Fortbewegung etwas vereinfachen – und das für den Preis von 7.000 Pesos, also 140 Euro. Kein Pappenstiel, aber sechs Tage fast neuwertiger Mietwagen für diesen Preis fand ich für die Dominikanische Republik absolut akzeptabel. Leider versäumte ich es, das Auto in einem Foto festzuhalten.
Bei leichtem leichtem Nieselregen begaben wir uns anschließend in das große La Sirena Einkaufszentrum in Puerto Plata und versorgten uns dort mit Lebensmitteln und Zutaten für mein morgiges Kochen in der Dominikanischen Republik.
Am späteren Abend gönnte ich mir noch ein Yaroa, also Pommes mit Hackfleisch und Käse überbacken – ein Fastfood das ich hier schätzen gelernt hatte.

155 - Yaroba

Ansonsten gibt es nichts weiter von diesem Tag, das es Wert wäre berichtet zu werden.

Rückkehr nach Puerto Plata [08.01.2017]

Sunday, January 8th, 2017

Wir hatten zuerst überlegt, von Bayahibe weiter nach Punta Cana an die Ostküste der Dominikanischen Republik zu fahren. Doch das Wetter sollte sich eintrüben und es war Regen angekündigt, daher entschlossen wir uns kurzfristig dazu, erst einmal nach Puerto Plata zurückzukehren. Doch zuerst einmal wollten wir Frühstücken und heute hatten wir mehr als genug Zeit dazu. Unsere Wahl fiel schließlich auf das La Marina, eine Bar mit Restaurant, in der gestern die erwähnte Quinceañera stattgefunden hatte.

140 - Bar Restaurante La Marina - Bayahibe

Neben dem üblichen Kaffee wählte ich heute mal wieder Huevos Revueltos, also Rühreier, die ich mir heute mit Bacon zubereiten ließ – alles zum Preis von 350 Pesos. Sie wurden wenig später mit etwas frisch zubereiteten Toastbrot serviert.

141 - Huevos Revueltos con bacon - La Marina - Bayahibe

Nach dem Frühstück packten wir die letzten Sachen zusammen und begaben uns an einen kleinen Platz, an dem Public Taxis in Form von Kleinbussen in Richtung La Romana abfuhren. Als unser Kleinbus voll besetzt war ging es auch schon los und die Fahrt bis La Romana mit zahlreichen Zwischenstops, an denen Fahrgäste ein- oder ausstiegen, verlief vollkommen Ereignislos. Am Parque Central Duarte in La Romana stiegen wir schließlich aus und überquersten die Straße, um dort auf den nächsten Bus zu warten, der uns weiter in Richtung Santo Domingo bringen sollte. Gegenüber des Parks ragte die Iglesia Santa Rosa de Lima in die Höhe, direkt daneben war das Ayuntamiento de La Romana, das Rathaus, zu sehen.

142 - Iglesia Santa Rosa de Lima - La Romana

143 - Ayuntamiento de La Romana

Meine Begleitung entschloss sich dazu, an einigen Verkaufsständen vor der Kirche noch Erfrischungen und Snacks zu kaufen, bevor der Bus abfuhr.

144 - Verkaufsstände - La Romana

Sie hielt sich noch dort auf, als bereits alle anderen Fahrgäste eingestiegen waren und der Bus sich in Bewegung setzte – es war etwa 12:45 Uhr. Laut rief ich “STOP!” und der Fahrer reagierte glücklicherweise, so dass sie noch zusteigen und wir die Fahrt gemeinsam fortsetzen konnten.
Im Westen von La Romana hielt der kleine Bus im Hof eines Gebäudes der Firma Sichoem – dem Betreiber dieser Buslinie – wo wir in einen größeren Bus umstiegen, welcher uns endgültig bis Santo Domingo bringen sollten.

144a - Sichoem - La Romana 01 144b - Sichoem - La Romana 02

Mit einigen Zwischenstops benötigte der Bus für die etwa 150 Kilometer von La Romana bis Santo Domingo ungefähr eineinhalb Stunden, so dass wir schließlich gegen 14:30 Uhr im Norden des Stadtteils San Francisca inmitten von zahlreichen Marktständen aus dem Bus stiegen und in eines der dort wartenden Taxis wechselten.

145 - Ankunft in Santo Domingo
Überquerung des Rio Ozama

146 - Umstieg in Santo Domingo
Umstieg in Santo Domingo

Dieses Taxi brachte uns zum zentralen Busbahnhof von Caribe Tours, von wio wir nach Puerto Plata weiter reisen wollten. Nach Erwerb der Tickets blieb noch etwas Zeit, die wir nutzten indem wir uns in die Cafeteria im ersten Obergeschoss des Busbahnhofs begaben und einen Snack zu uns nahmen.

147 - Cafeteria - Busbahnhof Caribe Tours - Santo Domingo 148 - Theke - Cafeteria - Busbahnhof Caribe Tours - Santo Domingo
Caferia – Busbahnhof Caribe Tours – Santo Domingo

Ich entschied mich für einen Cheeseburger mit Pommes Frites, der mit Coca Cola serviert wurde und 180 Pesos kosten sollte.

149 - Cheeseburger & Pomme Frites - Busbahnhof Caribe Tours - Santo Domingo

Natürlich ist das Fast Food, aber der Burger war reichlich belegt und das Fleisch-Patty erwies sich als angenehm saftig. Einzig den Käse hätte ich mir angeschmolzen gewünscht, aber man kann ja nichts alles haben.

150 - Cheeseburger Querschnitt - Cafeteria Busbahnhof Santo Domingo

Um 15:00 Uhr verließ unser große, voll klimatisierte Reisebus von Caribe Tours schließlich Santo Domingo und fuhr mit Zwischenstops La Vega und Santiago de la Caballeros nach Puerto Plata, wo wir gegen 18:45 Uhr schließlich ankamen. Vom Busbahnhof aus wählten wir wieder ein Public Taxi, das uns nach Hause brachte.

151 - Busbahnhof Puerto Plata

Etwas später am Abend gönnten wir uns dann schließlich noch etwas weiteres Fast Food in Form von etwas Pizza

152 - Pizza for Dinner

aber die Reisestrapazen hatten deutliche Spuren hinterlassen, so dass wir uns noch vor Mitternacht zur Bettruhe begaben.

Bayahibe und Ausflug auf die Insel Saona [07.01.2017]

Saturday, January 7th, 2017

Es war so gegen 9:00 Uhr morgens, als wir unsere kleine Ferienhütte neben dem Hotel Bayahibe verließen, um uns eine Bar oder ein Café zum Frühstücken zu suchen.

110 - Hotel Bayahibe

Doch noch bevor wir etwas fanden, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns eine Tour auf die Insel Saona verkaufen wollte. Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, solche Dinge einfach auf der Straße zu kaufen, doch dieses Mal ließ ich mich dennoch breit schlagen und wir erwarben zwei Tickets für einen solchen Ausflug zum Preis von 1.600 Pesos pro Person, also ca. 32 Euro. Darin inbegriffen waren die Anreise mit dem Boot sowie alle Getränke, ein Mittagessen auf der Insel und natürlich die Rückreise nach Bayahibe. Nach dem Erwerb erhielten wir die Tickets, die uns in Form von Armbändern um die Handgelenke geklebt wurden.

20160107Armband-Ausflug-Saona

Jetzt blieb uns aber nur noch wenig Zeit zum Frühstücken, denn wir mussten erst einmal ein paar Sachen zusammenpacken für den Strandaufenthalt. Danach versuchten wir noch, in einem Café etwas zu Essen zu bekommen, doch die Bedienung war einfach zu behäbig, so dass wir ohne Essen schließlich zum Abfahrtsort am Strand von Bayahibe gingen. Hier warteten bereits Menschenmassen von einheimischen und ausländischen Touristen, die offensichtlich das selbe Ziel hatten.

112 - Wartende Touristen - Bayahibe 111 - Abfahrt am Strand von Bayahibe

Der Einheimische, der uns die Tickets am verkauft hatte, erkannte uns sofort wieder und winkte uns heran, so dass wir schon bald auf eines der Schnellboote steigen konnten, die uns aus dem Hafen hinaus fuhren. Ich nahm zuerst an, dass wir die komplette Tour mit dem Schnellboot fahren würden, doch das Boot brachte uns nur etwa einen Kilometer aufs offene Meer, wo ein großer Katamaran auf uns wartete, in den wir umstiegen.

113 - Fahrt zum Katamaran
Auf dem Schnellbott

Der Kapitän des Bootes war ein großer, breit gebauter dunkelhäutiger Einheimischer (oben auf dem Bild stehend zu sehen), der sich uns unter dem Namen “Black and White” vorstellte und uns ein paar wenige Verhaltensregeln für das Schiff gab, bevor sich dieses schließlich mit Motorantrieb in Richtung Süden in Bewegung setzte. In der Mitte des Schiffes befand sich eine Bar, an der Bier, Rum, Cola und andere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke kostenlos ausgeschenkt wurden, während aus den Lautsprechern einheimische Musik tönte. Es war inzwischen kurz nach 10:00 Uhr.

114 - Auf dem Katamaran

Ich hatte aufgrund der Menschenmassen am Strand ja befürchtet, dass wir in vollkommen überfüllten Booten nach Saona geschippert werden würde, doch die Anzahl von Personen pro Boot hielt sich wie man auf dem Foto sieht in Grenzen und wir hatten genug Platz, um die Fahrt zu genießen. So fuhren wir also an der Küste der Halbinsel entlang

117 - An der Küste entlang 03
116 - An der Küste entlang  02 115 - An der Küste entlang  01

während uns die Crew mit Getränken versorgte und teilweise auch zum tanzen animierte. So stelle ich mir Urlaub vor. 🙂

118 - Party auf dem Katamaran 01

119 - Party auf dem Katamaran 02

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir schließlich die Insel Saona und gingen vor ihrer Küste vor Anker. Mehrere Schnellboote kamen von der Küste, um uns zum Strand zu bringen.

118 - Erreichen des Insel Saona

120a - Fahrt zum Strand

Dort rief uns noch einmal ein Mann aus der Crew des Katamarans zusammen und erklärte uns, dass es ab ca. 13:00 Uhr Mittagessen an den überdachten Sitzgelegenheiten im hinteren Bereich des Strandes geben würde und man sich an der kleinen blauen Bar im Vordergrund mit Freigetränken versorgen könne.

121 - Am Strand von Saona

Also zogen wir uns auf ein paar freie Liegen zurück und entspannten erst einmal etwas, bis es schließlich Essen geben sollte. Natürlich tummelten sich auch hier Verkäufer für handgemachten Schmuck, Zigarren und ähnliches, aber sie waren bei weitem nicht so aufdringlich und häufig, wie an anderen Stränden wie in Sosua oder Boca Chica.
Gegen kurz nach eins begaben wir uns schließlich zur Essensausgabe, wo sich aber bereits eine lange Schlange gebildet hatte.

122 - Schlange zur Essensausgabe

Aber diese bewegte sich relativ schnell voran und nachdem wir uns mit Papiertellern und Plastikbesteck versorgt hatten, ließen wir uns von den Servicekräften an der kleinen Ausgabetheke die Teller mit allem voll Laden, was diese so anbot. Es gab Spaghetti, Reis, verschiedene Fleischsorten und Karotffelpüree mit Möhren.

123 - Buffet am Stand von Saona

An einer zweiten Theke konnte man sich in Selbstbedienung außerdem mit Weißbrot, verschiedenen Salaten und Obst in Form von Ananas versorgen.

124 - Buffet am Strand von Saona 02

Das waren jetzt natürlich keine kulinarischen Highlights, aber für einen Strandausflug wie diesen vollkommen angemessen.
Nach dem Essen blieben uns noch etwa eineinhalb Stunden, um weiter am Strand zu relaxen und ggf. auch mal ins kristallblaue, angenehm warme Wasser zu gehen. Dabei konnten wir uns weiterhin mit freien Getränken an der Bar versorgen. Von ein paar dunklen Wolken, die zeitweise vorbei zogen, ließen wir uns nicht verdrießen.

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Am Strand von Saona


Um kurz nach 15:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg, dieses Mal aber nicht mit Katamaran, sondern mit dem Schnellboot. Dabei machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp an einer Sandbank, wo wir vom Boot in das gerade einmal hüfttiefen Wasser steigen konnten.

129 - An der Sandbank 01
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Auf der Sandbank

Nach einer halben bis dreiviertel Stunde Aufenthalt ging es schließlich weiter und zurück nach Los Melones / Bayahibe, wo uns das Schnellboot im Hafen wieder bis nah an den Strand brachte. Es war inzwischen etwa 16:45 Uhr.

132 - Zurück im Hafen von Bayahibe

Nun gingen wir zurück in unsere kleine Ferienhütte, wo wir erst uns einmal frisch machten. Außerdem hatte der Fahrtwind des Bootes die Frisur meiner Begleitung ziemlich durcheinander gebracht, so dass diese erst einmal für über eine Stunde in einen nahen Friseursalon verschwand, um sich dort die Haare richten zu lassen.
Erst später am Abend, es war inzwischen bereits gegen 21:00 Uhr, konnten wir uns dazu durchringen, noch einmal aufzubrechen und uns eine nette Location zum Abendessen zu suchen. Nachdem wir einige Zeit durch Bayahibe gelaufen waren, fiel unsere Wahl schließlich auf das kleine Restaurant Mare Nuestro direkt neben dem Capitan Kidd, das wir ja gestern Abend beehrt hatten. Das kleine zweistöckige Holzgebäude mit großer Dachterrasse sprach uns einfach am meisten an.

133 - Restaurant Mare Nuestro

134 - Restaurant Mare Nuestro 02
Lounge & Restaurante Mare Nuestro

Zuerst suchten wir uns einen Platz im Erdgeschoss, doch hier schien sich keiner um uns kümmern zu wollen. Wir wollten schon wieder gehen, als uns ein Angestellter aus einem kleinen Küchenfenster zurief, dass nur auf der Dachterrasse bedient würde. Also begaben wir uns nach oben und fanden trotz vieler Gäste dort glücklicherweise noch einen freien Platz mit wunderbaren Blick auf den nahen Hafen von Bayahibe.

135 - Im Restaurant Mare Nuestro 136 - Blick auf den Hafen von Los Melones - Restaurant Mare Nuestro

Gegenüber des Restaurants fand zur gleichen Zeit eine große Party statt, wie man mir erzählte handelte es sich dabei um eine sogenannte Quinceañera, eine Feier die in vielen lateinamerikanischen Ländern zum 15ten Geburtstag eines Mädchens üblich ist und den Übergang der Gefeierten vom Kind zur jungen Frau darstellt. Das Ganze war wirklich prachtvoll und pompös gestaltet und ich hatte so etwas noch nie vorher gesehen, daher erwähne ich es einfach mal in diesem Beitrag.

139 - Quinceanera
Quinceañera auf der anderen Straßenseite

Ganz wie der Name des Restaurants vermuten ließ, war die Karte sehr stark Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchte ausgelegt. Vor allem die Variationen von Pasta mit unterschiedlichsten Fisch- und Meeresfrüchten umfasste gleich mehrere Seiten. Noch während wir das umfangreiche Angebot studierten und versuchten unsere Wahl zu treffen, brachte man uns zwei Bruschetta als kleine kostenlose Vorspeise.

137 - Bruschetta - Restaurant Mare Nuestro

Ich entschied mich schließlich für die Spaghetti con Langosta zum Preis von 800 Pesos, während meine Begleitung die Spaghetti con Camarónes wählte. Ich hatte ja erwartet dass man die Langosta, also den Hummer, einfach in der Sauce verarbeitet haben würde. Doch als das Gericht schließlich serviert wurde, wurde ich eines besseren belehrt.

138 - Spaghetti Langosta - Restaurant Mare Nuestro

Auf einer großen Portion Spaghetti mit einer Tomaten-Meeresfrüchte-Sauce thronten zwei kleine halbierte, gegrillte Hummer, bei denen ich nun selbst mit Messer und Gabel das zarte Hummerfleisch aus ihrer Schale befreien musste. Zum Glück brachte die Bedienung dazu noch einen zusätzlichen Teller, denn hätte ich das auf den Spaghetti versucht, wäre es wahrscheinlich zu einer Sauerei gekommen. 😉
Im Verzehr war das Gericht also etwas aufwändiger, aber es lohnte sich alle Mal, denn frisches Hummerfleisch gilt nicht umsonst als Delikatesse. Der Saft einiger Spalten von Limonen, die ich mir noch bringen ließ, rundeten das ganze Geschmacklich schließlich sehr gelungen ab.
Wir gingen anschließend noch einmal ein Stück nach Bayahibe hinein und genossen in einer Bar an der Straße noch ein großes Presidente-Bier, bevor wir schließlich in unsere Ferienhütte zurückkehrten und uns zu Bett begaben. Nach dem erlebnisreichen Tag waren wir schnell eingeschlafen.