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Rückkehr aus der Dominikanischen Republik [ 31.07. / 01.08.2017]

Tuesday, August 1st, 2017

Am 31.07. ing mein Urlaub in der Karibik auch schon wieder zu Ende. Hätte ich mehr Resturlaub übrig gehabt, wäre ich mit Sicherheit länger geblieben, aber traurige Ereignisse zu Beginn des Jahres hatten mein Urlaubskonto beachtlich schrumpfen lassen, so dass ich mit diesen fünf Tagen auskommen musste. Den Vormittag verbrachte ich damit, meine Sachen zusammen zu packen und um etwa 13:30 Uhr brachen wir zum Flughafen auf. Von der Unterkunft bis zum Terminal sind es glücklicherweise kaum 15 Minuten Fahrt. Und mein Flieger ging erst um 16:10 Uhr. Dennoch hatte sich am CheckIn-Schalter von Air Berlin auch jetzt, mehr als zwei Stunden vor dem Abflug bereits eine lange Schlange gebildet.

29 - Warteschlange - CheckIn Air Berlin - Puerto Plata

Und obwohl alle Schalter geöffnet waren, zog sich das CheckIn wirklich hin, ich wartete bestimmt 40 Minuten bis ich endlich an der Reihe war und meine Bordkarte erhielt. Zum Glück sorgten die riesigen Deckenventilatoren für ein erträgliches Klima in der Abflughalle.

30 - Abflughalle / Departure hall - Flughafen / Airport Puerto Plata

In der Zwischenzeit hatte meine Begleitung den Mietwagen geparkt – sie würde ihn später selbsttätig zurückgeben und ich brauchte mich zumindest darum nicht zu kümmern. Der Abschied fiel wie immer schwer, aber schließlich musste ich in den Abflugbereich aufbrechen und durch die Sicherheitskontrollen. Zum Glück erwischte ich eine Phase mit wenig Betrieb, so dass ich schnell an der Passkontrolle war, meine zweites Zollformular abgeben konnte und meinen Ausreisestempel erhielt. Dann ging es eine Etage höher, wo ich noch kurz im Duty Free Shop einkaufte. Und da ich bisher nichts gegessen und immer noch genügend Zeit hatte, entschied ich mich schließlich dazu dem Mango’s Village, einer Bar und Restaurant im Flughafen von Puerto Plata einen Besuch abzustatten.

31 - Restaurant/Bar Mango's Village - Puerto Plata Airport

Aus dem dortigen Angebot wählte ich ein Chicken Quesedilla zum stolzen Preis von 11 US-Dollar. Auch im Duty Free Shop hatte ich schon Dollar bezahlt. Warum innerhalb des Flughafens in Dollar und nicht in Pesos abgerechnet wird, erschloss sich mir nicht ganz, lag aber wohl an den vielen amerikanischen Touristen hier.

32 - Chicken Quesadilla - Mango's Village - Puerto Plata Airport

Der Quesedilla wurde wie traditionell üblich mit Guacamole, einem Tomaten-Avocado-Salat und außerdem einer sehr gelungenen Limonen-Sour-Cream-Zubereitung serviert. Ich fand ihn auf jeden Fall sehr gelungen – auch wenn der Prei natürlich nicht von schlechten Eltern war. Aber innerhalb eines Flughafens hatte ich das auch nichts anderes erwartet.
Nachdem ich mit Kreditkarte bezahlt hatte, ging ich zum Abfluggate, wo das CheckIn in den wartenden Airbus A330 bereits begonnen hatte.

33 - Air Berlin - Airbus A330 - Airport Puerto Plata

Und das Timing war perfekt, denn meine Gruppe war unmittelbar an der Reihe und ich konnte ohne großes warten ins Flugzeug einsteigen. Auch für den Rückflug hatte ich wieder einen XL-Sitzplatz am Notausgang, sogar mit der selben Sitznummer wie beim Hinflug. Ich glaube sogar, dass es der gleich Airbus war, aber beweisen konnte ich es nicht. So viele Flugzeuge hat Air Berlin ja nicht, aber Crew und Kapitän unterschieden sich zumindest.
Quasi pünktlich hoben wir schließlich von Flughafen Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn ab und stiegen an der Küste entlang in die Höhe. Ich konnte beim Abflug einen letzten Blick auf den Stand von Sosua werfen, bevor wir die Wolken durchstießen und ich die Küste der Dominikanischen Republik aus den Augen verlor. Auch dieses Mal – wie schon mehrfach zuvor – hatte es kurz vor dem Abflug kurz zu regnen begonnen – so als würde das Land meinen Abschied beweinen. Aber das wird auch dieses Mal wieder nur Zufall gewesen sein. 😉

34 - Abflug - Letzter Blick aus Sosua / Departure - Last view of Sosua

Bereits kurz nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht und die Anschnallzeichen erloschen waren, begann die Besatzung auch schon damit, die erste Mahlzeit vorzubereiten, so dass wir etwa eine Dreiviertelstunde nach verlassen des Flughafens speisen konnten. Da hätte ich auch auf den Quesedilla verzichten können, aber das hatte ich ja nicht ahnen können. Zur Auswahl standen eine vegetarische Pasta und Rindergeschnetzeltes mit Reis. Ich entschied mich als Fleischliebhaber natürlich für das Rindergeschnetzelte.

35 - Rindergeschnetzeltes mit Reis - Air Berlin - Flug POP - DUS

Das Geschnetzelte war wirklich sehr gut gelungen, das Fleisch war angenehm zart und magre, außerdem gut gewürzt. Und auch der Reis war eine passende Sättigungsbeilage. Etwas unglücklich war die Entscheidung, dazu einen Reissalat zu servieren. Ich hab nichts gegen Reis, aber wenn ich Reis als Sättigungsbeilage habe, will ich ihn nicht auch noch als Salat. Dennoch war geschmacklich an dem leicht säuerlich angemachten Reissalat mit Paprika, Mais und Erbsen auch nichts auszusetzen. Der Nachtisch in Form eines Stücks Käsekuchen war ebenfalls in Ordnung, wenn auch recht süß. Einige Cracker, die man sich mit der beiligenden Schmelzkäse-Ecke bestreichen konnte, rundeten das Menu schließlich ab.
Nach dem Mahl war ich Müde und es gelang mit tatsächlich einige Stunden zu schlafen. Als erfahrener Flugreisender hatte ich natürlich mein persönliches Nackenkissen dabei und die von Air Berlin ausgegebene Decke wärmte ausreichend meine nur mit einer halblangen Hose bekleideten Beine, während wir auf 10.000 Metern über den Atlantik flogen. Einige etwas unruhige Phasen aufgrund von durchflogenen Unwettern störten mich kaum. Außerdem gab es im Entertainment-System wenig weitere interessante Filme. Obwohl die vier oder fünf ägyptischen Action-Komödien, die angeboten wurden meinen filmischen Horizont vielleicht erweitert hätten – ich habe bisher noch keinerlei Filme aus ägyptischer Produktion gesehen. Aber für dieses Wagnis war ich dann doch zu müde. 😉
Kurz vor der irischen Küste erwachte ich dann wieder aus meinem einigermaßen erholsamen Schlaf.

36 - Flugstrecke POP -> DUS

Kurz vor der Landung wurde schließlich noch ein Frühstück serviert.

37 - Frühstück - Air Berlin - Flug POP -> DUS

Zu je einem dunklen und einem hellen aufgetoasteten Brötchen gab es eine große Scheibe Schinken, etwas Weich- und Scheibenkäse, eine kleine Portion Butter, Erdbeermarmelade, einem Becher Erdbeerjoghurt, zwei kleinen Scheiben dunkler Schokolade sowie einem Schälchen Orangensaft. Dazu nahm ich mir einen Becher schwarzen Kaffee – es war inzwischen 5:45 Uhr europäische Zeit.
Kurz nach Ende des Frühstücks wurde die Anschnallzeichen auch schon wieder eingeschaltet und der Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen begann. Und wir landeten sogar einige Minuten früher als auf dem Flugplan angegeben. Allerdings kam das Flugzeug auf dem Rollfeld zum stehen und wir mussten über eine Treppe in Busse umsteigen, die uns wiederum zum eigentlichen Terminal brachten – wodurch die gewonnene Zeit wieder verloren ging.

38 - Ankunft in Düsseldorf / Arrival in Dusseldorf

Aber mir war das egal, ich hatte sowieso eine lange Wartezeit bis zu meinem Weiterflug nach München vor mir. Nachdem ich die elektronischen Passkontrollen passiert hatte, musste ich erst einmal ein Feuerzeug besorgen, denn mein letztes Feuerzeug war in der Dominikanischen Republik verblieben, da im dortigen Flughafen solche Dinge noch immer verboten waren – im Gegensatz zu deutschen Flughäfen, wo solche Verbote ja inzwischen wieder gelockert worden waren. Und während ich meine Sucht befriedigte, erreichte mich ganz unerwartet ein Anruf auf Skype: Meine Begleitung aus der Karibik war tatsächlich so lange wach geblieben, um sich bei mir zu erkundigen ob ich gut angekommen war. Es war dort inzwischen etwa 1:00 Uhr Nachts. Nachdem ich ihr versichert hatte, dass alles gut verlaufen war, entließ ich sie in die verdiente Nachtruhe. Und ich selbst kümmerte mich um ein weiteres Frühstück und einen Kaffee, wozu eines der Bistros im Düsseldorfer Flughafen sehr geeignet erschien. Zu einem koffeinhaltigen Heißgetränk orderte ich mir ein Focaccia mit Pfeffersalami, Frischkäse und Salat, das man für mich heiß machte. War recht lecker, auch wenn sich bei warmen Ruccola-Salat die Geister mit Sicherheit scheiden. Dass das ganze 11 Euro kostete, ist natürlich der Location am Flughafen geschuldet – hier kriegt man nun mal nichts zu günstigen Preisen.
Am Gate B36 waretete derweil bereits ein Airbus A320, der mich nach München bringen sollte. Aber leider erst gegen 9:45 Uhr.

40 - Air Berlin - Airbus A320 - Flug DUS -> MUC

Die letzte dreiviertel Stunde bis zum Beginn des Boarding verbrachte ich schließlich im Wartebereich am Gate. Pünktlich begann man die Passagiere in dasFlugzeug zu lassen und wir hoben wenig später mit nur 1-2 Minuten Verspätung vom Flughafen Düsseldorf in Richtung München ab. Der etwa einstündige Flug verlief aber vollkommen ereignislos.

41 - Rückflug nach München / Flight to Munich

Und ich hatte nach der Ankunft Glück, denn mein Gepäck kam relativ früh aus den Tiefen des Flughafens auf das Gepäckband, so dass ich mich zeitnah auf dem Weg zur nahen S-Bahnhof machen konnte.

42-Ankunft-in-München

Vom Flughafen aus ging es direkt nach Hause, ich war wirklich Müde und brauchte noch ein paar Stunden Schlaf, damit ich morgen wieder meiner regulären Arbeit nachgehen konnte. Damit endete mein, wenn ich mich nicht irre, zehnter Ausflug in die Karibik endgültig. Aber ich werde bald wieder dorthin reisen, so viel steht fest…

Austern in Cabarete, Geburtstagsparty & am Strand in Puerto Plata [29. & 30.07.2017]

Sunday, July 30th, 2017

Heute war nun der große Tag der Party, jedoch gab es nicht mehr viel vorzubereiten, daher entschlossen wir uns bis in den Nachmittag hinein ein wenig am Strand von Cabarete westlich von Puerto Plata abzuhängen. Cabrete ist genau wie Sosua ein typischer Touristen-Ort an der Strandpromenade sowie am Strand ziehen sich Bars, Restaurants und Andenkengeschäfte entlang, außerdem gibt es natürlich viele Hotels und Unterkünfte aller Art. Allerdings scheint jetzt eher Nebensaison zu sein, denn es ist hier viel zu heiß und nur wenige Touristen tummelten sich in den Etablisments – nur die Kite Surfer waren wie üblich in Cabarete zahlreich und der Wind wehte kräftig vom Atlantischen Ozean und brachte neben guten Wetterverhältnissen für diese Sportart auch etwas Erfrischung für die wenigen Strandgäste wie uns.

16 - Kite Surfers in Cabarete

Da nur wenige andere Touristen am Strand saßen, stürzten sich aber leider auch die dennoch zahlreichen Strandverkäufer regelrecht auf uns. Es vergingen selten zehn Minuten dass man uns nicht Schmuck, Zigarren oder Lebensmittel anbot. Auf Wunsch meiner Begleitung griffen wir schließlich bei einem Verkäufer zu, der unter anderem frische Austern anbot. Ich hatte seit Ewigkeiten keine Austern mehr gegessen, daher war ich der Sache nicht ganz abgeneigt. Die Austern wurden am Tisch mit einem Messer geknackt und mit frisch gepressten Limonensaft garniert, bevor sie an uns weiter gereicht wurden.

17- Austern in Cabarete / Oysters in Cabarete

Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass man bei Austern nur wenig vom Eigengeschmack dieser Muscheln schmeckt, einen großen Teil des Geschmacksmacht der Limonensaft aus. Aber lecker sind sie, in solch frischem Zustand, allemal. Einziger kleiner Wermutstropfen waren die kleinen Splitter der Schale, die manchmal in das Muschelfleisch gerieten. Aber wir aßen dennoch bestimmt insgesamt an die zwanzig Stück davon.
Schließlich verließen wir Cabarete und kehrten in unsere Unterkunft zurück. Meine Begleiterin, das Geburtstagskind, musste sich noch umziehen und ließ sich noch die Haare richten. Das zog sich hin und es war beriets nach 21:00 Uhr, als wir schließlich in Richtung Puerto Plata aufbrachen, um die Torte abzuholen. Auf dem Weg dorthin holten wir noch einige der Gäste ab, die mit uns zur Ziellocation fahren sollten. Ich als Deutscher hatte ständig im Hinterkopf, dass bei all der Trödelei wir niemals rechtzeitig ankommen würden – aber die Einheimischen hatten hier die Ruhe weg und wir schafften es tatsächlich, noch rechtzeitig den Kuchen abzuholen und am Ziel anzukommen. Die fertige Torte machte übrigens einiges her. Und da ich mich gestern beschwert hatte, dass ich so lange am Strand alleine gelassen worden war, zierte als kleine Entschädigung mein Initial sogar noch zusätzlich zum Initial des Geburtstagskindes die Torte. 😀

18 - Geburtstagstorte

Über den eigentlichen Veranstaltungsort kann ich zwar einiges erzählen, allerdings habe ich das wichtigste von allen nicht herausfinden können: den Namen des Musikclubs. Es handelte sich dabei um eine im ersten Obergeschoss eines Gebäudes befindliche Art Discothek, in der aber natürlich vornehmlich die lokal beliebten Musksorten wie Merengue, Bachata und Reggeaton gespielt wurden. Der Ort war ganz normal geöffnet und gut gefüllt, für die Feiernden der Party hatte man jedoch die sogenannte VIP Lounge, eine Empore mit weißen Sitzmöbeln oberhalb der Tanzfläche reserviert. Es gab rosa Champanger und natürlich viel Bier, vor allem die lokale Marke Presidente und das hier ebenfalls sehr beliebte Corona. Außerden wurde natürlich getanzt, viel getanzt.

19 - Party in Puerto Plata

Der Abend war bereits weit fortgeschritten und die Torte hatte bereits erste Kollateralschäden hinnehmen müssen, als wir gegen kurz vor 3:00 Uhr endlich drei Funkenfontänen in den Kuchen gesteckt und angezündet wurden, um das Geburtstagskind noch einmal hoch leben zu lassen.

20 - Geburtstagstorte 21 - Feuerwerk auf Geburtstagstorte / Fireworks on birthday cake

Nachdem die Lichter abgebrannt waren, wurde der Kuchen schließlich unter den Anwesenden aufgeteilt. Jetzt beim zerlegen sah man auch, dass hier viel mit Holzstäbchen, Strohhalmen und einer Styroporplatte getrickst worden war, um den Kuchen stabil zu halten. Nach Aufteilung eines Teils des Kuchens, die Reste nahmen wir mit nach Hause, löste sich die Party dann schließlich auf und es muss schon fast vier Uhr gewesen sein, also wir schließlich in die Betten fielen und fast unmittelbar einschliefen.
Verständlicherweise begann der nächste Tag daher auch erst gegen Mittag. Wir aßen zu Hause ein Sandwich und brachen dann in Richtung Puerto Plata auf – denn ich hatte bisher die Strände in Sosua und Cabarete zwar ausführlich erkunden können, war aber noch nie in der Provinzhauptstadt am Meer gewesen. Das sollte sich heute ändern. Am westlichen Ende der Stadt bogen wir in Richtung der dort gelegenen Playa Costambar ab. Durch ein bewachtes, aber offenes Tor kamen wir in ein Gebiet, in dem wohl vornehmlich Luxus-Ferienhäuser angesiedelt waren. Alle fünfhundert Meter waren hier Bremsschwellen in die Straße eingelassen, so dass es größtenteils nur in Schrittgeschwindigkeit voran ging. Nachdem wir direkt an der Strandpromenade das Auto auf einem bewachten Parkplatz im Schatten einiger Bäume abgestellt hatten, erkundeten wir den nahgelegenen, mit zahlreichen Palmen schattig bewachsenen Strand, an dem sich natürlich einige Bars und Restaurants befanden. Das Publikum hier schien aber eher einheimischer Natur zu sein, ich sah weniger westliche Touristen. Schließlich ließen wir uns in einer Bar mit Namen “El Carey” nieder und bestellten einige Getränke. Von dessen Terasse hatte man einen schönen Blick auf einen Teil des Ozeans, in dem sich zahlreiche Badegäste tummelten.

22 - Am Strand in Puerto Plata / At the beach in Puerto Plata

24 - Badende am Strand in Puerta Plata / Bathing at beach in Puerto Plata

Natürlich wurde auch hier wieder viel einheimische Pop-Musik gespielt und es wurde natürlich auch wieder gerne und viel getanzt – das gehört in der Karibik scheinbar einfach zum Lebensgefühl. 😉

23 - Tanz im El Carey / Dance in El Carey

Am späteren Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, legten allerdings noch einen kleinen Zwischenstop in der Pizzeria San Fernando in der Camino Real in Puerto Platas Innenstadt ein – ein Schnellrestaurant das ich ja bereits hier und dort erwähnte hatte – um einen Abendsnack zu uns zu nehmen. Ich entschied mich dabei für eine “kleine” Pizza Salsiccia Italiana für 320 Pesos, die in relativ kurzer Zeit frisch für mich zubereitet wurde.

25 - Pizza Salsicca Italiana - Puerto Plata

Neben Stücken von verschiedenen Wurstsorten wie Salami und Mortadella bestand der Belag aus Zwiebeln, Mais, Tomaten und natürlich viel Käse. Definitiv kein leichter Genuss, aber dennoch – oder gerade deswegen? – sehr lecker.
Wieder im Appartment angekommen, standen wir vor dem Problem war wir mit dem vielen restlichen Kuchen von gestern machen sollten, der noch immer im Kühlschrank wartete. So kam es zu der Entscheidung, in den nahegelegenen, etwas einfachereren Teil von Cangrejo zu fahren und die dortigen Leute, vor allem die Kinder, mit den Resten der riesigen Torte zu beglücken. Und unser Geschenk wurde natürlich dankbar angenommen. 🙂

26 - In Cangrejo 01 27 - In Cangrejo 02

Hinzu kam, dass ich als “Blanco” scheinbar eine ziemlich Attraktion für die Jungen und Mädchen war – viele Touristen kommen hier nämlich bestimmt nicht her.
Am späteren Abend verschlug es uns dann schließlich noch einmal nach Cabarete. Wobei Nachtfahrten in der Domnikanischen Republik etwas sind, was ich selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünsche. Die Menschen hier fahren ja schon Tagsüber als gäbe es kein Morgen und überholen selbst in Hochrisikosituationen gnadenlos. Hinzu kommen die vielen Motorradfahrer, die weder rote Ampeln noch irgend welche anderen Verkehrsregeln berücksichtigen. Aber Nachts ist wirklich die Hölle, denn das Fernlicht bleibt bei den meisten Autos scheinbar immer eingeschaltet, egal ob jemand entgegen kommt oder nicht. Und als wäre das noch nicht genug, montieren sich viele Fahrer noch riesige, ultrahelle LED-Panels am Frontgrill oder auf dem Dach, die den Gegenverkehr noch zusätzlich zu blenden. Es macht Nachts wirklich keinen Spaß, in der Dominikanischen Republik über Land zu fahren. Aber dennoch kamen wir schließlich unbeschadte in Cabarete an und begaben uns in eine der Standbars, die jetzt kurz vor Mitternacht zu einer Diskothek mit Türstehern mutiert war.

28 - Nacht in Sosua / Night in Sosua

Am Stand war weniger los, aber im Gebäude wurde auch hier wieder viel getanzt und natürlich getrunken. Lange blieben wir aber nicht, denn leider war ja morgen bereits meine Rückreise angesetzt und ich hatte noch einiges zu packen. Daher kehrten wir schließlich schweren Herzens in die Unterkunft zurück.

Flug nach Puerto Plata / Tag am Strand [27. & 28.07.2017]

Friday, July 28th, 2017

Es war mal wieder soweit, mein Weg sollte mich erneut in die Dominikanische Republik führen. Grund war eine Einladung zu einem Geburtstag, der am Samstag dort gefeiert werden sollte, also hatte ich noch ein paar Tage meines nicht mehr sehr reichhaltigen Resturlaubs zusammengekratzt und begab mich – nach viel zu wenig Schlaf – mit gepacktem Koffer um etwa 3:30 Uhr zum S-Bahnhof Leuchtenbergring in München, um mit der ersten S-Bahn der Linie S8 zum Münchner Flughafen zu fahren.

01 - Am S-Bahnhof München

Durch die noch fast leeren Gänge des Münchner Flughafens ging es vom S-Bahnhof in den Terminal 1 zum Check-In-Schalter von Air Berlin. Trotz der in der Presse breit ausgeführten Probleme dieser aktuell in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Fluglinie hatte ich bereits vor Wochen wieder meinen Flug in die Dominikanische Republik hier gebucht, denn Air Berlin hatte mich bisher nur wenig enttäuscht. Außerdem erreicht ich mit diesem Flug meinen Silver-Status als Vielflieger – das wollte ich natürlich nicht verpassen. 😉
Es war kurz nach vier Uhr früh, als ich am Schlater ankam, doch ich war nicht ganz der erste, einige Leute hatten sich bereits am noch geschlossenen Schalter bereits angestellt. Ich hatte natürlich bereits online über meine Mobiltelefon-App eingecheckt, musste aber noch meinen Koffer abgeben und meine Bordkarte erhalten.

02 - CheckIn - AirBerlin - Flughafen München

Nachdem ich die Bordkarte erhalten hatte und durch die Sicherheitskontrollen in den Abflugbereich gekommen war, hatte ich noch über 1,5 Stunden Zeit bis zum Abflug um 6:30 Uhr bzw. Beginn des Boardings um 5:45 Uhr. Also trieb ich mich etwas herum und bekam dabei auch gleich etwas Appetit, weswegen ich mir eine Salamibrezel und einen großen Kaffee an einen der dortigen Verkaufsstände holte – zum stolzen Preis von 11 Euro – aber das war im Flughafen nicht anders zu erwarten gewesen.

03 - Salamibrezel & Kaffee - Flughafen München

Dafür war die Brezel zumindest angenehm frisch und die Garnitur aus Frühlingszwiebeln gab ihr eine sehr leckere Note. Und auch der Kaffee war sehr gelungen. Bei den Preisen hatte ich das aber auch nicht anders erwartet.
Schließlich begann pünktlich das Boarding und mit nur wenigen Minuten Verspätung hob der Airbus A300 dann auch um kurz nach halb sieben vom Münchner Flughafen in Richtung Düsseldorf ab.

04 - Abflug von München

Nach etwa einer Stunde Flug landeten wir dann sicher in Düsseldorf und ich hatte noch viel Zeit bis zum Abflug meines eigentlichen Fluges nach Puerto Plata, der um 11:20 Uhr starten sollte. Somit begann ein langes Warten, das ich damit überbrückte dass ich noch einmal über Skype mit meinem Kontakt in Puerto Plata sprach, mich mit verschiedenen Dingen im Duty Free Shop des Flughafens eindeckte und noch die eine oder andere Zigarette in der Raucher-Lounge genoss. Schließlich begab ich mich zur Passkontrolle in Richtung es Gate B35 und wartet die letzte dreiviertel Stunde, bis das Boarding endlich begann.

05 - Gate B35 - Flughafen Düsseldorf

Vom Abflugterminal stiegen wir hinunter auf das Rollfeld, wo Busse auf uns warteten, die uns zum etwas abseits stehenden Flugzeug brachten. Das hatte ich so bisher nicht erlebt, aber alles war gut durchorganisiert und funktionierte ohne Probleme.
Die lange Strecke wurde wie üblich mit einem Airbus A330 bestritten. Ich hatte ein paar Euro mehr investiert und mir einen XL-Sitz in der ersten Reihe der Economy Class am Notausgang reserviert. Das Versprach mehr Beinfreiheit und Komfort während des fast neunstündigen Flugs. Bereits kurz nach dem Start wurde dann das erste Mahl serviert. Man konnte zwischen vegetarischer Pasta und Hähnchen wählen, wobei ich mich für das Hähnchen entschied. Dabei handelte es sich um Hähnchenbrustfilet mit Zitronen-Thymian-Sauce, das mit Möhren und Kartoffelgratin serviert wurde. Dazu gab es außerdem einen Salat mit Kräuterkäse, etwas Käsekuchen, Wasser und ein paar Cracker.

06 - Hähnchenbrustfilet mit Zitronen-Thymian-Sauce - Air-Berlin

Ich fand die Zusammenstellung sehr gelungen. Natürlich handelte es sich um aufgewärmtes Essen, aber geschmacklich gab es aus meiner Sicht nichts daran auszusetzen.
So gestärkt nutzte ich die nächsten Stunden zuerst mit etwas Schlaf, dann sah ich mir auf dem Unterhaltungssystem den Trickfilm “as Boss Baby” an und versuchte dann noch ein weiteres Mal, ein wenig die Augen zu schließen. Außerdem wurden die Formulare für die Einreise verteilt, die ich natürlich pflichtbewußt ausfüllte.

07 - Flug nach Puerto Plata

Etwa eine Stunde vor der Landung servierten die Flugbegleiter noch eine zweite, kalte Mahlzeit in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat. Dazu gab es Schoko-Kirsch-Kuchen, Frischkäse und wiederum Cracker. Kaum war ich mit diesem Mahl fertig, wurden die Anschnallzeichen auch schon eingeschaltet und der Landeanflug auf Puerto Plata begann.

09 - Anflug auf Puerto Plata 01 10 - Anflug auf Puerto Plata 02

Da ich ziemlich weit vorne saß, konnte ich das Flugzeug direkt nach den Insassen der Business Class recht früh verlassen und kam an die Kontrollen, bevor die Massen hier ankamen. Für 10 Euro erhielt ich die Tourist Card, dann ging es zur Passkontrolle und schließlich zum Band der Kofferausgabe. Und dort verlor ich meinen Vorsprung komplett wieder, denn mein Koffer kam als einer der letzten aus den Tiefen des Flughafens von Puerto Plata.
Jetzt musste ich nur noch die aufdringlichen Kofferträger an der Zollkontrolle abwehren, danach verließ ich schließlich das Flughafengebäude und wurde dort schon erwartet. Mit dem bereitstehenden Mietwagen, einem Kia, ging es direkt zur Unterkunft. Jetzt brauchte ich erst einmal eine Dusche.
Später am Nachmittag gönnte ich mir noch ein Gericht, das ich hier in der Dominikanischen Republik zu schätzen gelernt hatte: Yaroa.

11 - Yaroa

Auf einer mit Ketchup und Mayo garnierten Portion Pommes Frites ruhte dieses Mal – im Gegensatz zu früheren Versionen, wo es Hackfleisch gewesen ist – eine Portion Pulled Chicken, das wiederum mit Käse überbacken wurde. Kein leichter Genuss, aber immer wieder lecker. Ich muss das unbedingt bei Gelegenheit mal nachkochen – natürlich in einer Deluxe-Version.
Danach ging es früh ins Bett, ich war einfach zu geschlaucht von der langen Reise.
Der nächste Tag sollte für mich hauptsächlich am Strand von Sosua stattfinden. In Vorbereitung für die morgige Geburtstagsfeier hatte meine Gastgeberin Termine beim Friseur und im Nagelstudio, also wurde ich – gemeinsam mit einem Neffen und einer Nichte von ihr – am Strand von Sosua abgeladen

12 - Sosua Beach 01
13 - Sosua Beach 02

und verbrachte dort die nächsten Stunden in Sonne und bei einigen alkoholfreien Fruchtpunschen sowie einem ausgiebigen Brunch, bzw. späten Frühstück.

14 - Breakfast at Sosua Beach

Ansonsten geschah wenig berichtenswertes an diesem Tag, es gab noch ein paar Vorbereitungen für Morgen zu treffen, aber das ist eher uninteressant für diesen Blogeintrag. Einzig erwähnenswert wäre noch unser Besuch im der Panderia Pasteleria Tio Pan in Puerto Plata, wo wir eine mehrstöckige Torte für morgen bestellten – denn eine solche Torte scheint hier in der Dominikanischen Republik einfach zu einer Geburtstagsfeier dazu zu gehören.

15 - Panderia Pasteleria Tio Pan - Puerto Plata

Mehr dann also Morgen, vom Tag der Party.