Rückkehr aus der Dominikanischen Republik [ 31.07. / 01.08.2017]

Am 31.07. ing mein Urlaub in der Karibik auch schon wieder zu Ende. Hätte ich mehr Resturlaub übrig gehabt, wäre ich mit Sicherheit länger geblieben, aber traurige Ereignisse zu Beginn des Jahres hatten mein Urlaubskonto beachtlich schrumpfen lassen, so dass ich mit diesen fünf Tagen auskommen musste. Den Vormittag verbrachte ich damit, meine Sachen zusammen zu packen und um etwa 13:30 Uhr brachen wir zum Flughafen auf. Von der Unterkunft bis zum Terminal sind es glücklicherweise kaum 15 Minuten Fahrt. Und mein Flieger ging erst um 16:10 Uhr. Dennoch hatte sich am CheckIn-Schalter von Air Berlin auch jetzt, mehr als zwei Stunden vor dem Abflug bereits eine lange Schlange gebildet.

29 - Warteschlange - CheckIn Air Berlin - Puerto Plata

Und obwohl alle Schalter geöffnet waren, zog sich das CheckIn wirklich hin, ich wartete bestimmt 40 Minuten bis ich endlich an der Reihe war und meine Bordkarte erhielt. Zum Glück sorgten die riesigen Deckenventilatoren für ein erträgliches Klima in der Abflughalle.

30 - Abflughalle / Departure hall - Flughafen / Airport Puerto Plata

In der Zwischenzeit hatte meine Begleitung den Mietwagen geparkt – sie würde ihn später selbsttätig zurückgeben und ich brauchte mich zumindest darum nicht zu kümmern. Der Abschied fiel wie immer schwer, aber schließlich musste ich in den Abflugbereich aufbrechen und durch die Sicherheitskontrollen. Zum Glück erwischte ich eine Phase mit wenig Betrieb, so dass ich schnell an der Passkontrolle war, meine zweites Zollformular abgeben konnte und meinen Ausreisestempel erhielt. Dann ging es eine Etage höher, wo ich noch kurz im Duty Free Shop einkaufte. Und da ich bisher nichts gegessen und immer noch genügend Zeit hatte, entschied ich mich schließlich dazu dem Mango’s Village, einer Bar und Restaurant im Flughafen von Puerto Plata einen Besuch abzustatten.

31 - Restaurant/Bar Mango's Village - Puerto Plata Airport

Aus dem dortigen Angebot wählte ich ein Chicken Quesedilla zum stolzen Preis von 11 US-Dollar. Auch im Duty Free Shop hatte ich schon Dollar bezahlt. Warum innerhalb des Flughafens in Dollar und nicht in Pesos abgerechnet wird, erschloss sich mir nicht ganz, lag aber wohl an den vielen amerikanischen Touristen hier.

32 - Chicken Quesadilla - Mango's Village - Puerto Plata Airport

Der Quesedilla wurde wie traditionell üblich mit Guacamole, einem Tomaten-Avocado-Salat und außerdem einer sehr gelungenen Limonen-Sour-Cream-Zubereitung serviert. Ich fand ihn auf jeden Fall sehr gelungen – auch wenn der Prei natürlich nicht von schlechten Eltern war. Aber innerhalb eines Flughafens hatte ich das auch nichts anderes erwartet.
Nachdem ich mit Kreditkarte bezahlt hatte, ging ich zum Abfluggate, wo das CheckIn in den wartenden Airbus A330 bereits begonnen hatte.

33 - Air Berlin - Airbus A330 - Airport Puerto Plata

Und das Timing war perfekt, denn meine Gruppe war unmittelbar an der Reihe und ich konnte ohne großes warten ins Flugzeug einsteigen. Auch für den Rückflug hatte ich wieder einen XL-Sitzplatz am Notausgang, sogar mit der selben Sitznummer wie beim Hinflug. Ich glaube sogar, dass es der gleich Airbus war, aber beweisen konnte ich es nicht. So viele Flugzeuge hat Air Berlin ja nicht, aber Crew und Kapitän unterschieden sich zumindest.
Quasi pünktlich hoben wir schließlich von Flughafen Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn ab und stiegen an der Küste entlang in die Höhe. Ich konnte beim Abflug einen letzten Blick auf den Stand von Sosua werfen, bevor wir die Wolken durchstießen und ich die Küste der Dominikanischen Republik aus den Augen verlor. Auch dieses Mal – wie schon mehrfach zuvor – hatte es kurz vor dem Abflug kurz zu regnen begonnen – so als würde das Land meinen Abschied beweinen. Aber das wird auch dieses Mal wieder nur Zufall gewesen sein. ­čśë

34 - Abflug - Letzter Blick aus Sosua / Departure - Last view of Sosua

Bereits kurz nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht und die Anschnallzeichen erloschen waren, begann die Besatzung auch schon damit, die erste Mahlzeit vorzubereiten, so dass wir etwa eine Dreiviertelstunde nach verlassen des Flughafens speisen konnten. Da hätte ich auch auf den Quesedilla verzichten können, aber das hatte ich ja nicht ahnen können. Zur Auswahl standen eine vegetarische Pasta und Rindergeschnetzeltes mit Reis. Ich entschied mich als Fleischliebhaber natürlich für das Rindergeschnetzelte.

35 - Rindergeschnetzeltes mit Reis - Air Berlin - Flug POP - DUS

Das Geschnetzelte war wirklich sehr gut gelungen, das Fleisch war angenehm zart und magre, außerdem gut gewürzt. Und auch der Reis war eine passende Sättigungsbeilage. Etwas unglücklich war die Entscheidung, dazu einen Reissalat zu servieren. Ich hab nichts gegen Reis, aber wenn ich Reis als Sättigungsbeilage habe, will ich ihn nicht auch noch als Salat. Dennoch war geschmacklich an dem leicht säuerlich angemachten Reissalat mit Paprika, Mais und Erbsen auch nichts auszusetzen. Der Nachtisch in Form eines Stücks Käsekuchen war ebenfalls in Ordnung, wenn auch recht süß. Einige Cracker, die man sich mit der beiligenden Schmelzkäse-Ecke bestreichen konnte, rundeten das Menu schließlich ab.
Nach dem Mahl war ich Müde und es gelang mit tatsächlich einige Stunden zu schlafen. Als erfahrener Flugreisender hatte ich natürlich mein persönliches Nackenkissen dabei und die von Air Berlin ausgegebene Decke wärmte ausreichend meine nur mit einer halblangen Hose bekleideten Beine, während wir auf 10.000 Metern über den Atlantik flogen. Einige etwas unruhige Phasen aufgrund von durchflogenen Unwettern störten mich kaum. Außerdem gab es im Entertainment-System wenig weitere interessante Filme. Obwohl die vier oder fünf ägyptischen Action-Komödien, die angeboten wurden meinen filmischen Horizont vielleicht erweitert hätten – ich habe bisher noch keinerlei Filme aus ägyptischer Produktion gesehen. Aber für dieses Wagnis war ich dann doch zu müde. ­čśë
Kurz vor der irischen Küste erwachte ich dann wieder aus meinem einigermaßen erholsamen Schlaf.

36 - Flugstrecke POP -> DUS

Kurz vor der Landung wurde schließlich noch ein Frühstück serviert.

37 - Fru╠łhstu╠łck - Air Berlin - Flug POP -> DUS

Zu je einem dunklen und einem hellen aufgetoasteten Brötchen gab es eine große Scheibe Schinken, etwas Weich- und Scheibenkäse, eine kleine Portion Butter, Erdbeermarmelade, einem Becher Erdbeerjoghurt, zwei kleinen Scheiben dunkler Schokolade sowie einem Schälchen Orangensaft. Dazu nahm ich mir einen Becher schwarzen Kaffee – es war inzwischen 5:45 Uhr europäische Zeit.
Kurz nach Ende des Frühstücks wurde die Anschnallzeichen auch schon wieder eingeschaltet und der Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen begann. Und wir landeten sogar einige Minuten früher als auf dem Flugplan angegeben. Allerdings kam das Flugzeug auf dem Rollfeld zum stehen und wir mussten über eine Treppe in Busse umsteigen, die uns wiederum zum eigentlichen Terminal brachten – wodurch die gewonnene Zeit wieder verloren ging.

38 - Ankunft in Du╠łsseldorf / Arrival in Dusseldorf

Aber mir war das egal, ich hatte sowieso eine lange Wartezeit bis zu meinem Weiterflug nach München vor mir. Nachdem ich die elektronischen Passkontrollen passiert hatte, musste ich erst einmal ein Feuerzeug besorgen, denn mein letztes Feuerzeug war in der Dominikanischen Republik verblieben, da im dortigen Flughafen solche Dinge noch immer verboten waren – im Gegensatz zu deutschen Flughäfen, wo solche Verbote ja inzwischen wieder gelockert worden waren. Und während ich meine Sucht befriedigte, erreichte mich ganz unerwartet ein Anruf auf Skype: Meine Begleitung aus der Karibik war tatsächlich so lange wach geblieben, um sich bei mir zu erkundigen ob ich gut angekommen war. Es war dort inzwischen etwa 1:00 Uhr Nachts. Nachdem ich ihr versichert hatte, dass alles gut verlaufen war, entließ ich sie in die verdiente Nachtruhe. Und ich selbst kümmerte mich um ein weiteres Frühstück und einen Kaffee, wozu eines der Bistros im Düsseldorfer Flughafen sehr geeignet erschien. Zu einem koffeinhaltigen Heißgetränk orderte ich mir ein Focaccia mit Pfeffersalami, Frischkäse und Salat, das man für mich heiß machte. War recht lecker, auch wenn sich bei warmen Ruccola-Salat die Geister mit Sicherheit scheiden. Dass das ganze 11 Euro kostete, ist natürlich der Location am Flughafen geschuldet – hier kriegt man nun mal nichts zu günstigen Preisen.
Am Gate B36 waretete derweil bereits ein Airbus A320, der mich nach München bringen sollte. Aber leider erst gegen 9:45 Uhr.

40 - Air Berlin - Airbus A320 - Flug DUS -> MUC

Die letzte dreiviertel Stunde bis zum Beginn des Boarding verbrachte ich schließlich im Wartebereich am Gate. Pünktlich begann man die Passagiere in dasFlugzeug zu lassen und wir hoben wenig später mit nur 1-2 Minuten Verspätung vom Flughafen Düsseldorf in Richtung München ab. Der etwa einstündige Flug verlief aber vollkommen ereignislos.

41 - Ru╠łckflug nach Mu╠łnchen / Flight to Munich

Und ich hatte nach der Ankunft Glück, denn mein Gepäck kam relativ früh aus den Tiefen des Flughafens auf das Gepäckband, so dass ich mich zeitnah auf dem Weg zur nahen S-Bahnhof machen konnte.

42-Ankunft-in-Mu╠łnchen

Vom Flughafen aus ging es direkt nach Hause, ich war wirklich Müde und brauchte noch ein paar Stunden Schlaf, damit ich morgen wieder meiner regulären Arbeit nachgehen konnte. Damit endete mein, wenn ich mich nicht irre, zehnter Ausflug in die Karibik endgültig. Aber ich werde bald wieder dorthin reisen, so viel steht fest…

Austern in Cabarete, Geburtstagsparty & am Strand in Puerto Plata [29. & 30.07.2017]

Heute war nun der große Tag der Party, jedoch gab es nicht mehr viel vorzubereiten, daher entschlossen wir uns bis in den Nachmittag hinein ein wenig am Strand von Cabarete westlich von Puerto Plata abzuhängen. Cabrete ist genau wie Sosua ein typischer Touristen-Ort an der Strandpromenade sowie am Strand ziehen sich Bars, Restaurants und Andenkengeschäfte entlang, außerdem gibt es natürlich viele Hotels und Unterkünfte aller Art. Allerdings scheint jetzt eher Nebensaison zu sein, denn es ist hier viel zu heiß und nur wenige Touristen tummelten sich in den Etablisments – nur die Kite Surfer waren wie üblich in Cabarete zahlreich und der Wind wehte kräftig vom Atlantischen Ozean und brachte neben guten Wetterverhältnissen für diese Sportart auch etwas Erfrischung für die wenigen Strandgäste wie uns.

16 - Kite Surfers in Cabarete

Da nur wenige andere Touristen am Strand saßen, stürzten sich aber leider auch die dennoch zahlreichen Strandverkäufer regelrecht auf uns. Es vergingen selten zehn Minuten dass man uns nicht Schmuck, Zigarren oder Lebensmittel anbot. Auf Wunsch meiner Begleitung griffen wir schließlich bei einem Verkäufer zu, der unter anderem frische Austern anbot. Ich hatte seit Ewigkeiten keine Austern mehr gegessen, daher war ich der Sache nicht ganz abgeneigt. Die Austern wurden am Tisch mit einem Messer geknackt und mit frisch gepressten Limonensaft garniert, bevor sie an uns weiter gereicht wurden.

17- Austern in Cabarete / Oysters in Cabarete

Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass man bei Austern nur wenig vom Eigengeschmack dieser Muscheln schmeckt, einen großen Teil des Geschmacksmacht der Limonensaft aus. Aber lecker sind sie, in solch frischem Zustand, allemal. Einziger kleiner Wermutstropfen waren die kleinen Splitter der Schale, die manchmal in das Muschelfleisch gerieten. Aber wir aßen dennoch bestimmt insgesamt an die zwanzig Stück davon.
Schließlich verließen wir Cabarete und kehrten in unsere Unterkunft zurück. Meine Begleiterin, das Geburtstagskind, musste sich noch umziehen und ließ sich noch die Haare richten. Das zog sich hin und es war beriets nach 21:00 Uhr, als wir schließlich in Richtung Puerto Plata aufbrachen, um die Torte abzuholen. Auf dem Weg dorthin holten wir noch einige der Gäste ab, die mit uns zur Ziellocation fahren sollten. Ich als Deutscher hatte ständig im Hinterkopf, dass bei all der Trödelei wir niemals rechtzeitig ankommen würden – aber die Einheimischen hatten hier die Ruhe weg und wir schafften es tatsächlich, noch rechtzeitig den Kuchen abzuholen und am Ziel anzukommen. Die fertige Torte machte übrigens einiges her. Und da ich mich gestern beschwert hatte, dass ich so lange am Strand alleine gelassen worden war, zierte als kleine Entschädigung mein Initial sogar noch zusätzlich zum Initial des Geburtstagskindes die Torte. ­čśÇ

18 - Geburtstagstorte

Über den eigentlichen Veranstaltungsort kann ich zwar einiges erzählen, allerdings habe ich das wichtigste von allen nicht herausfinden können: den Namen des Musikclubs. Es handelte sich dabei um eine im ersten Obergeschoss eines Gebäudes befindliche Art Discothek, in der aber natürlich vornehmlich die lokal beliebten Musksorten wie Merengue, Bachata und Reggeaton gespielt wurden. Der Ort war ganz normal geöffnet und gut gefüllt, für die Feiernden der Party hatte man jedoch die sogenannte VIP Lounge, eine Empore mit weißen Sitzmöbeln oberhalb der Tanzfläche reserviert. Es gab rosa Champanger und natürlich viel Bier, vor allem die lokale Marke Presidente und das hier ebenfalls sehr beliebte Corona. Außerden wurde natürlich getanzt, viel getanzt.

19 - Party in Puerto Plata

Der Abend war bereits weit fortgeschritten und die Torte hatte bereits erste Kollateralschäden hinnehmen müssen, als wir gegen kurz vor 3:00 Uhr endlich drei Funkenfontänen in den Kuchen gesteckt und angezündet wurden, um das Geburtstagskind noch einmal hoch leben zu lassen.

20 - Geburtstagstorte 21 - Feuerwerk auf Geburtstagstorte / Fireworks on birthday cake

Nachdem die Lichter abgebrannt waren, wurde der Kuchen schließlich unter den Anwesenden aufgeteilt. Jetzt beim zerlegen sah man auch, dass hier viel mit Holzstäbchen, Strohhalmen und einer Styroporplatte getrickst worden war, um den Kuchen stabil zu halten. Nach Aufteilung eines Teils des Kuchens, die Reste nahmen wir mit nach Hause, löste sich die Party dann schließlich auf und es muss schon fast vier Uhr gewesen sein, also wir schließlich in die Betten fielen und fast unmittelbar einschliefen.
Verständlicherweise begann der nächste Tag daher auch erst gegen Mittag. Wir aßen zu Hause ein Sandwich und brachen dann in Richtung Puerto Plata auf – denn ich hatte bisher die Strände in Sosua und Cabarete zwar ausführlich erkunden können, war aber noch nie in der Provinzhauptstadt am Meer gewesen. Das sollte sich heute ändern. Am westlichen Ende der Stadt bogen wir in Richtung der dort gelegenen Playa Costambar ab. Durch ein bewachtes, aber offenes Tor kamen wir in ein Gebiet, in dem wohl vornehmlich Luxus-Ferienhäuser angesiedelt waren. Alle fünfhundert Meter waren hier Bremsschwellen in die Straße eingelassen, so dass es größtenteils nur in Schrittgeschwindigkeit voran ging. Nachdem wir direkt an der Strandpromenade das Auto auf einem bewachten Parkplatz im Schatten einiger Bäume abgestellt hatten, erkundeten wir den nahgelegenen, mit zahlreichen Palmen schattig bewachsenen Strand, an dem sich natürlich einige Bars und Restaurants befanden. Das Publikum hier schien aber eher einheimischer Natur zu sein, ich sah weniger westliche Touristen. Schließlich ließen wir uns in einer Bar mit Namen “El Carey” nieder und bestellten einige Getränke. Von dessen Terasse hatte man einen schönen Blick auf einen Teil des Ozeans, in dem sich zahlreiche Badegäste tummelten.

22 - Am Strand in Puerto Plata / At the beach in Puerto Plata

24 - Badende am Strand in Puerta Plata / Bathing at beach in Puerto Plata

Natürlich wurde auch hier wieder viel einheimische Pop-Musik gespielt und es wurde natürlich auch wieder gerne und viel getanzt – das gehört in der Karibik scheinbar einfach zum Lebensgefühl. ­čśë

23 - Tanz im El Carey / Dance in El Carey

Am späteren Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, legten allerdings noch einen kleinen Zwischenstop in der Pizzeria San Fernando in der Camino Real in Puerto Platas Innenstadt ein – ein Schnellrestaurant das ich ja bereits hier und dort erwähnte hatte – um einen Abendsnack zu uns zu nehmen. Ich entschied mich dabei für eine “kleine” Pizza Salsiccia Italiana für 320 Pesos, die in relativ kurzer Zeit frisch für mich zubereitet wurde.

25 - Pizza Salsicca Italiana - Puerto Plata

Neben Stücken von verschiedenen Wurstsorten wie Salami und Mortadella bestand der Belag aus Zwiebeln, Mais, Tomaten und natürlich viel Käse. Definitiv kein leichter Genuss, aber dennoch – oder gerade deswegen? – sehr lecker.
Wieder im Appartment angekommen, standen wir vor dem Problem war wir mit dem vielen restlichen Kuchen von gestern machen sollten, der noch immer im Kühlschrank wartete. So kam es zu der Entscheidung, in den nahegelegenen, etwas einfachereren Teil von Cangrejo zu fahren und die dortigen Leute, vor allem die Kinder, mit den Resten der riesigen Torte zu beglücken. Und unser Geschenk wurde natürlich dankbar angenommen. ­čÖé

26 - In Cangrejo 01 27 - In Cangrejo 02

Hinzu kam, dass ich als “Blanco” scheinbar eine ziemlich Attraktion für die Jungen und Mädchen war – viele Touristen kommen hier nämlich bestimmt nicht her.
Am späteren Abend verschlug es uns dann schließlich noch einmal nach Cabarete. Wobei Nachtfahrten in der Domnikanischen Republik etwas sind, was ich selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünsche. Die Menschen hier fahren ja schon Tagsüber als gäbe es kein Morgen und überholen selbst in Hochrisikosituationen gnadenlos. Hinzu kommen die vielen Motorradfahrer, die weder rote Ampeln noch irgend welche anderen Verkehrsregeln berücksichtigen. Aber Nachts ist wirklich die Hölle, denn das Fernlicht bleibt bei den meisten Autos scheinbar immer eingeschaltet, egal ob jemand entgegen kommt oder nicht. Und als wäre das noch nicht genug, montieren sich viele Fahrer noch riesige, ultrahelle LED-Panels am Frontgrill oder auf dem Dach, die den Gegenverkehr noch zusätzlich zu blenden. Es macht Nachts wirklich keinen Spaß, in der Dominikanischen Republik über Land zu fahren. Aber dennoch kamen wir schließlich unbeschadte in Cabarete an und begaben uns in eine der Standbars, die jetzt kurz vor Mitternacht zu einer Diskothek mit Türstehern mutiert war.

28 - Nacht in Sosua / Night in Sosua

Am Stand war weniger los, aber im Gebäude wurde auch hier wieder viel getanzt und natürlich getrunken. Lange blieben wir aber nicht, denn leider war ja morgen bereits meine Rückreise angesetzt und ich hatte noch einiges zu packen. Daher kehrten wir schließlich schweren Herzens in die Unterkunft zurück.

Bruschetta, Chili con Carne & Fahrt nach Cabarete [13.01.2017]

Zum heutigen Brunch wollte ich mich mal an einem typisch italienischen Antipasti versuchen, das zwar bereits öfters verzehrt aber noch nie selbst zubereitet hatte: dem Bruschetta. Meine Begleiterin war davon vor einigen Tagen im Restaurant Mare Nostrum in Bayahibe so begeistert gewesen, dass ich ihr versprechen musste alsbald selbst eben diese Bruschettas zuzubereiten. Und auch hier in der Karibik ist es dank des Internet kein Problem, ein passendes Rezept dazu zu finden – auch wenn ich mal wieder ein klein wenig improvisieren musste.
Für die Zubereitung tauchte ich also einige Tomaten in kochendes Wasser, schälte und entkernte sie und schnitt das feste Fruchtfleisch dann in kleine Würfel. Das Ganze wurde mit zerkleinerten Knoblauchzehen, etwas Essig sowie Pfeffer, Salz und ein klein wenig Oregano gewürzt. Das sonst noch dazu gehörige Basilikum habe ich hier in der dominianischen Republik weder in frischer noch in getrockneter Form finden können, daher musste es auch so gehen. Anschließend beträufelte ich einige Scheiben Ciabatta-Brot – das man auch hier problemlos im Supermarkt kaufen kann – mit Olivenöl und röstete sie im Ofen unseres Gasherds. Danach bestückte ich sie mit der Tomatenmischung und bestreute sie noch mit etwas Käse – fertig war ein überaus leckerer Brunch, der auch ratzfatz alle war.

168 - Bruschetta

Nach etwas Regen am Vormittag blieb der Nachmittag zwar trocken, aber es war weiterhin wolkig und nicht besonders einladend. Daher stellte ich mich gegen Mittag erneut an den Herd und improvisierte aus gestern gekauftem Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, roten und weißen Bohnen, Möhren, Paprika und Erbsen etwas, das ich einfach als Chili con Carne bezeichnen möchte. Dazu gab es die verbliebenen Scheiben des Ciabatta, das ich bereits am Vormittag für die Bruschetta verwendet hatte.

169 - Chili con Carne

Ich hatte zwar wieder viel zu viel gekocht, doch auch heute konnten wir das überzählige Essen wieder erfolgreich an Nachbarn und Bekannte verteilen, die mich wiederum für das leckere Essen lobten. So etwas höre ich natürlich gerne – sonst koche ich ja fast ausschließlich für mich alleine.
Leider war heute auch mein letzter voller Tag in der Dominikanischen Republik und den wollte ich natürlich nicht nur in der Unterkunft verbringen. Daher zogen wir am Abend noch einmal los und fuhen zuerst nach Sosua und wenig später weiter ins etwa 15 Kilometer entfernte Cabarete, wo wir uns eigentlich an den abendlichen Strand setzen wollten. Doch ein kräftiger Wind bei nicht gerade heißen Temperaturen um die 21 bis 22 Grad verhinderte dies dann doch und wir zogen uns nach kurzem Abschätzen in eine Billiardkneipe auf einer Dachterasse an der Hauptstraße zurück, um dort etwas abzuhängen.

170 - Cabarete at Night

170a - Billiard-Bar - Cabarete

Ähnlich wie in Sosua bestand auch hier in Cabarete des Clientel der Gäste natürlich größtenteils aus Gringos, also ausländischen Touristen. Aber sonderlich viel Betrieb herrschte trotz des Freitags nicht – aber das war zu Erwarten gewesen, denn es war eben keine Hauptsaison für einen Urlaub in der Karibik.

171 - Cabarete at Night

Nach einem weiteren Versuch, am Strand einzukehren, den wir jedoch aufgrund des weiterhin kräftigen und kühlen Windes, der vom Meer herein kam, abbrachen, kehrten wir schließlich nach Sosua zurück, um dort noch einmal der Discothek City Lights einen Besuch abzustatten.
Auf dem Heimweg, es war inzwischen nach Mitternacht, stoppten wir schließlich noch einmal an einem Straßenverkaufsstand, an wir uns Pommes Frites und eine dominikanische Variante von Gyros, was beides in zwei mit Öl gefüllten Töpfen frisch frittiert wurden, versorgten.

172 - Dominikanisches Gyros mit Pommes - Sosua

Tzatziki gab es dazu hier natürlich nicht, dafür aber eine leicht pikante Würzsauce, die ein wenig an eine dünnflüssiges Salsa erinnerte. Keine leichte Kost, aber mit gerade mal 100 Pesos für eine ziemlich riesige Portion angenehm günstig.
Nach diesem späten Snack ging es zurück in die Unterkunft und gleich zu Bett – morgen musste ich mich ja leider noch packen und mich auf die Rückreise vorbereiten.

Dominikanisches Reisfleisch & La Sirena [12.01.2017]

Heute brauchte ich mich endlich mal wieder nicht selbst an der Herd stellen, sondern wurde bekocht – auch wenn ich natürlich ein wenig bei der Zubereitung half. Das bot mir meine Rolle als Gentleman, ich kann nicht einfach nur faul herum sitzen wenn andere nicht wissen wo ihnen der Kopf steht. ­čśë Es gab Reisfleisch mit der hiesigen Variante von Kasseler und verschiedenen Gemüsesorten, dazu gab es einen Kartoffel-Möhren-Salat der in Mayonaise angemacht. Die Zubereitung erschien dabei für europäische Augen etwas Abenteuerlich, denn der Reis wurde roh in den Fleisch-Gemüsesud gegeben, mit einer Plastiktüte abgedeckt und dann beschwert, um ihn dann wie in einem improvisierten Schnellkochtopf zu garen. Aber das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.

166 - Dominikanisches Reisgericht mit Kartoffelsalat / Dominican rice dish with potato salad

Ein wie ich fand sehr leckeres Mittagsgericht, das ich aber leider nicht vollends genießen konnte, da mich während des Verzehrs eine traurige Nachricht aus Deutschland erreichte, über die ich mich aber hier nicht weiter äußern möchte. Danach hatte ich aber erst einmal keinen Appetit mehr und ich brauchte auch einige Zeit, um nach dieser Nachricht wieder einigermaßen klar denken zu können. Erst später am Tag konnte ich mein Mahl beenden.
Doch das Leben musste weiter gehen und auch um mich ein wenig abzulenken, fuhren wir am späten Nachmittag noch einmal nach Puerto Plata ins Einkaufszentrum La Sirena, denn wir brauchten erneut einige Vorräte.

167 - La Sirena - Puerto Plata

Morgen wollte ich dann wieder mal selbst kochen – doch dazu im nächsten Beitrag mehr.

Hähnchenschenkel mit Bratkartoffeln & Ausflug nach Santiago de los Caballeros [11.01.2017]

Auch heute stellte ich mich mal wieder in die Küche, jedoch sollte das Gericht nicht ganz so aufwändig sein wie gestern. Zum Glück hatte ich vor zwei Tagen genug im La Sirena Supermarkt eingekauft, so dass es noch für ein paar Hähnchenschenkel aus dem Ofen mit Bratkartoffeln reichte. Auch hier musste ich wieder etwas improvisieren, aber das Ergebnis war doch wieder sehr lecker geworden.

160 - Ha╠łhnchenschenkel & Bratkartoffeln / Chicken leg & potato chips

Das Wetter war nicht mehr ganz so regnerisch wie die beiden Tage zuvor, aber für einen Strandausflug war es zu bedeckt und zu windig. So ließ ich mich dazu überreden, mit dem Mietwagen einen kleinen Ausflug ins etwa 70 Kilometer entfernte Santiago de los Caballeros zu machen – allerdings ließ man mich darüber im Unklaren was dort geschehen sollte. Aber das war immer noch besser als in der Wohnung zu hocken und das Fahren mit Erdgas ist ja glücklicherweise recht günstig.
Über den chaotischen dominikanischen Straßenverkehr hatte ich mich bereits einige Male bei früheren Besuchen hier ausgelassen und er war natürlich nicht besser geworden. Alleine schon die Fahrt durch die mit Moto-Taxis überfüllten Straßen von Puerto Plata war ziemlich stressig, aber anschließend noch weit über eine Landstraße zu fahren erwies sich noch als größere Herausforderung. Geschwindigkeitsbegrenzungen mag es auf dem Papier hier zwar geben, aber in der Regel fährt jeder so schnell und wo er gerade Lust hat, dabei wird an den unmöglichsten und auch riskanten Stellen gnadenlos überholt und dabei auch gerne mal ein anderer Autofahrer genötigt, der meint hier besser nicht zu überholen, weil der Abstand zum entgegenkommenden LKW doch etwas knapp erscheint. Hinzu kam, dass durch vorhergehende Unwetter Teile der Straße ins Tal abgerutscht waren und man die vier oder fünf Baustellen mit ihren Schlaglochpisten nur im Schritt-Tempo durchfahren konnte, wenn man keinen Achsbruch am Auto riskieren wollte. So brauchte ich also fast 2 Stunden für diese etwa siebzig Kilometer und stand anschließend in der Innenstadt von Santiago vor dem Problem, einen Parkplatz zu finden. Doch ich hatte Glück, denn als ich am Straßenrand hielt, bot ein Wachmann an, ein paar Leitkegel, die einen möglichen Parkplatz versperrten, bei Seite zu räumen, so dass ich da das Auto dort recht zentral und dauerhaft abstellen konnte. Und er wollte nicht einmal Geld dafür haben. Sehr nobel.
Santiago selbst hat zwar auch einige historische Stätten und teilweise alte Baustruktur, die teilweise an die Koloniale Geschichte erinnerte, doch davon bekam ich leider nur wenig zu sehen.

161 - Santiago de los Caballeros

162 - In Santiago de los Caballeros 02

Erst jetzt erkannte ich, warum meine Begleiterin und ihre Freundin hier her gewollt hatten: Shopping!! Die nächsten zwei bis zweieinhalb Stunden verbrachte ich damit, von einem riesigen, meist von Asiaten betriebenen, Laden mit Kleidung, Schuhen und Kinkerlitzchen in den nächsten zu ziehen.

163 - Laden in Santiago de los Caballeros

165 - Shop in Santiago de los Caballeros 03

164 - Laden in Santiago de los Caballeros 02

Und man weiß ja, wie viel Zeit Frauen in solchen Läden verbringen können. Nicht unbedingt dass, was ich mir unter einem entspannten Nachmittag vorstelle, aber da musste ich jetzt durch. Zumindest kostete mich das Ganze außer Zeit und etwas Erdgas für den Mietwagen nichts weiter.
Bepackt mit Schuhen, Kleidungsstücken und ein paar anderen Kleinigkeiten aus den Tiefen dieser Läden, in der wohl keine der angebotenen Markenwaren keine Fälchsung war, begaben wir uns schließlich gegen 19:00 Uhr wieder auf den Rückweg in Richtung Puerto Plata. Und der Weg war schon bei Tageslicht kein Zuckerschlecken gewesen und jetzt bei Dunkelheit war es noch um ein vielfaches Schlimmer. Vor allem die Minibusse, die mit Halogen-Leuchtbatterien auf den Dächern oder dem Kühlergrill bestückt waren und den entgegenkommenden Verkehr unnötig blendeten machten die Fahrt zu einer abenteuerlichen Aktion. Aber dank meiner jahrelangen Erfahrung und vorsichtiger Fahrweise erreichten wir schließlich sicher wieder unser Zuhause. Mal sehen was der Tag morgen bringen wird.