Return to the Caribbean – Abschied & Rückreise [22. – 23.10.2018]

Heute war es leider soweit: Die 14 Tage meines Urlaubs waren vorbei und ich musste zurück ins herbstliche Deutschland mit seinen guten Straßen, dem gewohnten Essen und der melodischen Sprache, die ich so sehr viel besser verstehe als das hiesige Spanisch oder gar Kreolisch. Aufgrund unser doch etwas längerern Abschiedparty gestern, standen wir erst recht spät auf. Zum letzten Mal für die nächste Zeit stellte sich meine Begleitung und kochte noch einmal etwas für uns. Es gab etwas Schweinefleisch in einer leicht pikanten Zwiebelsauce, selbst zubereiteten Kartoffelsalat mit Möhren und gekochten Eiern sowie reichlich Reis.

Dominican pork with rice & potato salad / Dominikanisches Schweinefleisch mit Reis & Kartoffelsalat

Eigentlich hatten wir noch überlegt, für einige Zeit an den Strand in Sosua zu fahren, doch es waren Gäste gekommen die mich ebenfalls verabschieden wollten und ich packte noch nebenher die letzten Sachen zusammen, so dass letztlich keine Zeit mehr blieb bevor ich mich gegen 17:15 Uhr zum Aerodom, dem internationalen Flughafen Gregorio Luperon nahe Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn fahren ließ.

Aerodom

Obwohl es noch zwei Stunden bis Abflug um 19:15 Uhr waren, hatte sich bereits eine lange Schlange vor dem Condor-CheckIn gebildet.

Waiting line - Condor CheckIn - Aerodom Puerto Plata

Einen Zusatzschalter gab es für die Premium-Klasse hier leider nicht, nur für die Business-Klasse, ich musste also leider warten, was etwa zwanzig Minuten dauerte. Zumindest wurde Economy-Gäste auch am Business-Schalter bedient, wenn kein Fluggast dieser Kategorie da war, dadurch ging es nicht ganz so langsam voran.
Nachdem ich meinen Koffer eingecheckt und mein Boarding-Ticket erhalten hatte, ging es noch daran das blauen Formular auszufüllen, den man bei der Ein- und Ausreise abgeben muss. Dann hieß es Abschied nehmen, was wie immer sehr schwer fiel.
Es folgte die Sicherheitskontrolle, die Passkontrolle bei der ich den balauen Beleg abgeben musste und schließlich kam ich in die Abflughalle. Vor dem Fenster auf der anderen Seite wartet bereits der Condor-Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen würde.

Waiting Condor Airplane - Puerto Plata

Das Boarding verlief dieses Mal wieder problemlos und mit nur wenigen Minuten Verspätung rollten wir kurz nach 19:15 Uhr schließlich auf die Startbahn und hoben ab in den inzwischen fast dunklen Himmel. Etwa eine Dreiviertlstunde nach dem Start, um kurz nach acht servierte man uns schließlich das Abendbrot.

Condor - Premium Economy Class - Beef Stroganoff for dinner

Dieses Mal gab es einen Tabouleh Salat mit Räucherlachs, Rindfleischstreifen “Stroganoff” mit Mischgemüse und Paprikakartoffeln, Oreo Käsekuchen, Etwas Käse, Vollkornbrot, Brötchen, etwas Butter und einen Twix Schokoriegel. Und es gab an keiner der Komponenten etwas auszusetzen, alles sehr lecker und mehr als genug um satt zu werden.
Eigentlich wollte ich ja noch einen Film gucken, aber ich muss dann irgendwie eingeschlafen sein und wachte erst wieder auf als wir Irland bereits überflogen hatten und die Essensausgabe mit dem Frühstück gerade durch war.

Reaching Europe with Condor Airlines

Während mein Sitznachbar, ein älterer Herr, munter sein Frühstück verzehrte, sass ich also da und darbte, mich über mich selbst ärgend, vor mich hin. Und keinerlei Stewards oder Stewardessen irgendwo in Sicht. Doch ich hatte Glück, denn wenig später schien ein Mitarbeiter des Flugzeugpersonals meine missliche Lage bemerkt zu haben und reichte mir doch noch mein lang ersehntes Frühstück.

Condor - Premium Economy - Breakfast / Frühstück

Das aufgebackene Brötchen war zwar nicht mehr warm, aber davon mal abgesehen doch ein gutes und umfangreiches Frühstück aus Melonenstückchen, einer kleinen gemischten Aufschnitt- und Käseplatte, einem Erdbeer-Fruchtjoghurt, Marmelade, Vollkornbrot, besagtem Brötchen, Butter und einem Schoko-Muffin. Da konnte man echt nicht meckern. Dazu gab es natürlich einen heißen schwarzen Kaffee.
Etwa eine Stunde später setzten wir schließlich zur Landung auf dem Frankfurter Flughafen an – das Wetter war trüb und leicht nebelig – es war ja Herst in Deutschland.

Landeanflug auf Frankfurt

Das Flugzeug kam wieder auf einer Off-Position, weit abseits vom Terminal, zum stehen und der Flugkapitän verkündete über die Lautsprecheranlage, dass wir noch sitzen bleiben könnten, denn es war leider kein Flughafenmitarbeiter vor Ort, der das neben dem Flughafen wartende Gangway-Fahrzeug an dieses heran fahren könnte. Bis dieser kommt könnte es noch dauern.

Frankfurt Airport - Gangway car

Dennoch waren bereits viele der Fluggäste aufgesprungen und holten bereits ihr Handgepäck aus den Dachfächern. Es sollte aber tatsächlich noch über 10 Minuten dauern, bis endlich mit dem Aussteigen begonnen werden konnte. Etwa zeitgleich mit dem Gangway-Fahrer waren auch drei Busse eingetroffen, die uns nach verlassen des Fliegers in wilder Fahrt quer über das Flughafengelände zum Terminal brachten, wo wir nahe der Passkontrollen und von Bundepolizisten beäugt ins Flughafengebäude gingen. Dank elektronischem Pass ging die letztliche Einreise aber recht schnell, jedoch lag danach noch ein weiterer langer Fußmarsch vor uns, bevor wir schließlich im Untergeschoss das Gepäckband erreichten, an dem etwas unser Gepäck aus den Tiefen des Flughafens kommen sollte.

Frankfurt Airport - Baggage conveyor belt / Gepäckband

Und ich hatte Glück, denn nachdem das Gepäckband endlich angelaufen war, konnte ich bereits beim vierten Koffer der herauf kam mein eigenes Gepäckstück erkennen. Als ich dann durch den grünen Ausgang die Gepäckhalle verlassen wollte, hielt mich einer der Zollbeamten für eine spontane Kontrolle auf – das erste Mal überhaupt seit ich fliege. Doch nach Kontrolle meines Reisepasses, einem kurzen Blick in meinen Rucksack und einigen Fragen ließ er mich weiterziehen und verzichtete auf einen Blick in den Koffer. Jetzt schnell ein neues Feuerzeug gekauft – mein altes musste ich in Puerto Plata abgeben und raus aus dem Terminal, damit ich nach über elf Stunden endlich wieder meinem ungesunden Hobby frönen konnte.
Während ich vor dem Gebäude stand, zückte ich mein Mobiltelefon und prüfte den Fahrplan der Deutschen Bahn nach einer Rückkehrmöglichkeit nach München. Und ich hatte Glück, in etwa zwanzig Minuten fuhr ein ICE vom Fernbahnhof ab, das schaffte ich locker. Nur einen Sitzplatz konnte ich nicht mehr reservieren, das war zu kurzfristig.

Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Doch das war auch gar nicht notwendig gewesen, denn an diesem Montag morgen war der ICE relativ leer und es wurden auch keinerlei Reservierungen angezeigt.
Ein Problem tauchte noch auf, als die Schaffnerin kam und meine ausgedruckte Rail & Fly Fahrkarte kontrollierte, mit der ich ja bereits nach Frankfurt gefahren war: Sie war laut ihrer Aussage storniert worden. oO Das lag wohl daran, das ich vor dem Flug noch einmal eine Umbuchung vorgenommen hatte. Ich kramte also mein Macbook heraus, suchte im Mailprogramm die Mail von Condor und zeigte der Schaffnerin das PDF der neuen Fahrkarte auf dem Display. Nun war sie zufrieden und ich konnte entspannt den Rest meiner Rückreise nach München antreten.

Im ICE nach München

Mit nur fünf Minuten Verspätung erreichten wir um kurz vor halb vier schließlich den Münchner Hauptbahnhof – war jetzt nur noch eine nicht allzu lange S-Bahn-Fahrt von meinem Zuhause entfernt.

Ankunft am Münchener Hauptbahnhof

Und ich war froh, als ich endlich dort ankam – auch wenn die Karibik immer wieder schön ist und ich bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen bin, ist es zu Hause doch immer noch am allerschönsten – trotz des herbstlichen Wetters. 🙂

Return to the Caribbean – Fahrt zur Playa La Ensenada [21.10.2018]

Heute war der letzte volle Tag, den ich in der Dominikanischen Republik verbringen konnte, morgen startet bereits mein Rückflug. Da wollten wir natürlich noch einmal etwas besonderes zu unternehmen und hatte uns entschlossen nach Westen zu fahren, wo einen Strand nördlich von Punta Rucia, die Playa La Ensanada, besuchen wollten. Eine Fahrt von etwas mehr als zwei Stunden – glaubte ich blauäugig – doch ich hatte die Straßenverhältnisse mal wieder weit überschätzt. Als wir mit vollem Auto (ein Fahrer, meine Begleitung, vier (!) ihrer Nichten und meine Wenigkeit) kurz vor halb zehn endlich aufbrachen, war ich noch zuversichtlich und wir kamen bis kurz hinter der Ortschaft Imbert, westlich von Puerto Plata etwas im Inland gelegen, auch gut durch, denn die Straßen waren noch einigermaßen gut.

Good roads near Imbert

Doch das wurde bald erheblich schlechter. Zum Teil fehlte komplett der Straßenbelag und wir kamen nur in Schrittgeschwindigkeit voran,

No Pavement / Kein Straßenbelag

hinzu kamen zahlreiche teilweise riesige Schlaglöcher, denen wir ständig ausweichen mussten damit es nicht die Achse unseres kleinen Autos zerriss wenn wir rein fuhren,

Bump holes / Schlaglöcher

nur mit wackeligen Stahlplatten ausgelegte Behelfsbrücken,

Metal plate bridge / Metallplatten-Brücke

und in fast jeder Ortschaft diese vermaledeiten Betonschwellen zur Verkehrsberuhigung vor Schulen und öffentlichen Einrichtungen, die wir ebenfalls größtenteils nur mit Schrittgeschwindigkeit überqueren konnten, wollten wir uns nicht die Ölwanne abreißen. Ich verfluchte mich Innerlich ein wenig, warum ich zu geizig war die paar Euro für einen SUV oder Jeep als Mietwagen für einen Tag ausgegeben zu haben – damit wären wir deutlich schneller voran gekommen.
An einigen dieser Bremsschwellen warteten – trotz des heutigen Sonntages – Schüler in Schuluniform und Plakaten und baten die bremsenden Autofahrer um eine kleine Spende für die Verbesserung ihrer Schulen. Die ersten beiden Mal gab ich noch etwas, aber irgendwann nach dem vierten oder fünften Mal nahm es dann doch überhand.
Der Positive Teil daran war aber, dass man bei angenehmen, nicht zu heißen Wetter viel von der schönen Landschaft genießen konnte, in dem sich die malerischen bunten und teilweise windschiefen Hütten der ärmeren Einheimischen wunderbar einfügten.

04-Hütte

Hütte 2

Außerdem schien der Sonntag bei der Landbevölkerung Waschtag zu sein, überall sah man auf Hecken und Zäunen vor und neben den Häusern die Wäsche der jeweiligen Familien in der Sonne trocknen.

Washing day / Waschtag

Als wir endlich an der Playa La Ensenada ankamen, war es bereits 13:00 Uhr und die Fahrt war anstrengend gewesen, wir waren dreieinhalb Stunden unterwegs gewesen und hatten uns eimal sogar etwas verfahren. Die Nichten waren aber frohen Mutes endlich am Strand angekommen zu sein und stürmten bereits los, während wir noch die Sachen packten und uns vom Parkplatz unter einem schattenspendenden Baum ebenfalls auf den Weg machten.
Es war zwar einiges am Strand los, aber ich sah keinerlei “Gringos” wie mich, die meisten der Gäste hier schienen eher einheimische zu sein. Im hinteren Bereich des Strandes reihte sich ein kleines Restaurant in einer zusammengezimmert wirkenden Hütte an das nächste, davor waren lange Reihen von Tischen mit großen Sonnenschirmen aufgespannt, unter denen Tische zum sitzen einluden.

Playa La Ensenada, - Promenade

Playa La Ensenada - Promenade 2

Sofort bestürmten uns hier, mit Speisekarten wedelnd, die Restaurantbetreiber oder deren Angestellten und forderten uns auf doch an ihren Tischen Platz zu nehmen, wobei sie auf Spanisch die Vorzüge ihrer Lokalität anpriesen. Doch meine Begleiterin, die bereits vor längerem einmal hier gewesen war, ignorierte diese Zurufe konsequent und steuerte ganz zielgenau die Hütte Nummer 17 an, das Restaurant Doña Niurka (Frau Niurka) an, das sie wohl von ihrem letzten Besuch her kannte.

Restaurant Doña Niurka - Playa La Ensenada

Nachdem wir uns einen Platz gesucht, ausgeruht und etwas mit gekühlten Getränken erfrischt hatten, kam ein mit Schwimmreifen bepackter Verkäufer vorbei und die Mädchen bestürmten uns sofort, dass sie unbedingt einen solchen brauchen würden. Und bei gerade mal 150 Pesos, nicht mal drei Euro, pro Stück machten wir ihnen die Freude und kauften den drei jüngeren je einen, die Ältere verzichtete.

Schwimmreifen

Während die Kleinen im Wasser plantschten, machte ich mich auch daran den Strand etwas zu erkunden. Das Besondere an der Playa La Ensenada ist, dass sich vor dem Strand geschätzt ein Kilometer in den Ozean hinein eine flache Sandbank erstreckt, auf der man weit ins wunderbar warme Meer laufen kann ohne je tiefer als bis zur Brust im Wasser zu stehen. Etwas ähnliches hatte ich bisher nur bei meinen beiden Ausflügen nach Saona an der Südküste der Dominikanischen Republik – hier im Januar 2017 und hier zu Ostern 2018 erlebt – aber man hatte mit dem Boot hinfahren müssen.

Playa La Ensenada  - Ocean view

Playa La Ensenada

Playa La Ensenada

Playa La Ensenada Playa La Ensenada - Strand an der Bucht

Direkt hinter dem Strand erstreckte sich über fast die komplette Breite ein schmaler Hain schattenspendender Bäume, unter denen man wunderbar sitzen oder liegen konnte, ohne sich gleich einen Sonnenbrand zu holen.

Playa La Ensenada - Shady trees / Schattige Bäume Playa La Ensenada - Trees at the beach / Bäume am Strand

Playa La Ensenada - Shady trees / Schattige Bäume 2

Dann war es endlich an der Zeit etwas feste Nahrung zu sich zu nehmen. Wir ließen die Speisekarte des Restaurants kommen, die sich aber als recht übersichtlich erwies.

Speisekarte

Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Langosta al ajillo, also einen Languste mit Knoblauch. Und die beleibte Wirtin, vielleicht besagte Doña Niurka, rief mich wenig später an die Hütte, um mir “meine” Languste aus den frischen Tieren am Tresen auszusuchen.

Langosto - Dona Nurka - Playa La Ensenada

Ich entschied mich für das zweite Tier von Rechts, es schien mir was Größe und Zustand anging am passendsten.
Die Zubereitung zog sich allerdings etwas hin, wir mussten über eine halbe Stunde auf unsere Gerichte warten, die dann aber alle auf einmal serviert wurden. Neben meiner Languste gab es mehrmals Fisch, eine Krabbe und Pollo frito, also frittiertes Hähnchen – denn die Kinder, meine Begleitung und der Fahrer hatten natürlich auch Hunger.

Langosta de ajillo - Donna Nurka - Playa La Ensenada

Dazu gab es eine riesige Schale mit frittierten Kochbananen-Scheiben (Plataños) und einer Art Polenta-Taschen.

Platano y Polenta - Donna Nurka - Playa La Ensenada

Außerdem scharfe Sauce, Ketchup, Limonen und ander Würzmittel. Und es schien allen zu schmecken. Auch meine Languste mit dem kräftigen, aber nicht zu dominanten Knoblaucharoma und ihrem zarten, saftigen Fleisch ließ nichts zu wünschen übrig.
So zog sich der Nachmittag dahin und ich wagte es sogar, einige hundert Meter weit ins Meer hinaus zu laufen, wobei ich tatsächlich nie tiefer als bis zur Brust einsank. Fotos gibt es davon aber keine, ich wollte meinen Fotoapparat dann doch nicht mit ins Wasser nehmen. 😉
Die Sonne war bereits am Untergehen und die meisten der Budenbetreiber waren am Zusammenpacken, als wir nach 17:30 Uhr schließlich aufbrechen und auf den Rückweg machen zu mussten. Der Weg hierher war zwar beschwerlich gewesen, aber es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

Playa La Ensenada @ dusk

Playa La Ensenada @ dusk 2

Beim nächsten Mal – und das gibt es bestimmt – miete ich mir aber lieber ein geländefähiges Fahrzeug oder lass mich mit dem Boot vor die Küste fahren – mit diesem kleinen Auto mache ich den Weg nur unter Protest noch einmal. Obwohl der Rückweg etwas schneller vonstatten ging und wir nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden brauchten. Zuhause angekommen gab es – mal wieder – Pizza für alle zum Abendessen – Massenkompatibel nur mit Salami und Schinken belegt.

Pizza for Dinner

Doch damit sollte der Abend noch nicht zu Ende sein. Wir trödelten aber etwas und machten uns erst kurz vor Mitternacht auf dem Weg, noch einmal auszugehen. Unser erster Weg führte uns nach Puerto Plata, wo die erste Location jedoch vollkommen überlaufen war. An der zweiten Location war nichts los und in die Disco an der Ocean World in Puerto Plata ließ man nach 0:30 Uhr keine neuen Gäste mehr herein. Wir versuchten es noch mal an einem anderen Club am Playa Dorada Resort, aber auch hier war kaum etwas los. Nach geschätzt 60km Fahrt nach sowie kreuz und quer durch Puerto Plata wollten wir schon aufgeben – keiner von uns kam leider auf die Idee wieder ins Kviar am Be Live Marien zu gehen, wo wir ja eine gute Zeit erlebt hatten. Also fuhren wir die dreißig Kilometer in die andere Richtung bis Sosua und gingen zuerst kurz in Golden Reef Casino, das wir ja bereits vom Anfang meiner Reise kannten. Hier konnte nun endlich meine kleine Abschiedsparty steigen. Als es dort leerer wurde, zogen wir weiter und landeten schließlich im Casino der Playa Chiquita im Nordwesten von Sosua,

25-Casino-Playa-Chiquita

das ebenfalls über eine kleine Disco verfügt. Und hier ging noch einmal die Party richtig los.

Disco at Casino - Playa Chiquita - Sosua

Um 4:00 Uhr früh ging dann aber auch hier die Musik aus und das Licht an – es war Zeit nach Hause zurückzukehren. So endete meine letzte Nacht im Oktober in der Dominikanischen Republik doch noch erfolgreich und zufriedenstellend.

Return to the Caribbean – Strand, Sonne & ruhige Tage [18. – 20.10.2018]

Die nächsten Tage gab es wenig spannendes, über das ich berichten könnte. Den achtzehnten November fuhren wir zuerst ins angrenzende Montellano, wo sich meine Begleitung mit einer Freundin treffen wollte.

Cuerpo de Bomberos - Montellano

Später wurde ich dann noch bekocht: Es gab Gebratenes Hähnchen in einer pikanten Knoblauch-Sahne Sauce mit Salzkartoffeln.

Hähnchen in Knoblauch-Sahne-Sauce mit Salzkartoffeln / Cream garlic chicken with potatoes

Nichts besonderes, aber dennoch lecker – das Hähnchen war angenehm zart und die Sauce wirklich gelungen gewürzt. Nur die Kartoffeln waren einen kleinen Deut zu lange gekocht – aber das war nicht weiter schlimm.
Am späteren Nachmittag verschlug es uns dann noch mal an den Strand von Sosua

Sosua Beach

wo wir neben ein paar Getränken auch einen für hier typischen Lambi (Muscheln- und Meeresfrüchte) Salat von einem der fliegenden Händler verzehrten.

Lambi  Salad - Sosua Beach

Den Abend verbrachten wir bei Verwandten meiner Begleitung.
Am Vormittag des neunzehnten Novembers verschlug es uns noch mal nach Sosua für ein paar kleine Einkäufe. Dabei kamen wir am Margot vorbei, einem angeblich Kalifornischen Restaurant in der Rua Dr. Alejo Martinez und entschieden dort zu Mittag zu essen. Dabei klang der Name “Margot” ja eher nach einem deutschem Frauen-Vornamen.

Margot Californian Restaurant - Sosua

Das Angebot an Speisen in der Speisekarte war aber eher international mit leicht italienischem Touch – so gab es ein umfangreiches Angebot an Pasta und Pizzen, dazu aber auch Burger und Salate sowie Fischgerichte. Nichts was ich jetzt unmittelbar als rein Kalifornisch bezeichnen würde, aber das war uns egal denn wir hatten Hunger.
Ich entschied mich für einen Chicken Tzatziki Burger. Aber bevor es mit dem Hauptgang los ging, gab es noch kostenlos frisch geröstetes, noch warmes Brot mit Knoblauch-Kräuter-Butter und einem Tomaten-Oliven-Aufstrich, um uns die Wartezeit zu versüßen. Sehr lecker – ich musste aufpassen nicht zu viel davon zu essen, denn es sollte ja noch ein Hauptgericht geben.

Bread & Butter - Margot Restaurant- Sosua

Schließlich wurde auch mein Chicken Tzatziki Burger serviert, der mit Pommes Frites und je einem Schälchen Ketchup und Mayonaise serviert wurde. Das mit den Fritten hatte zwar nicht auf der Karte gestanden, kam mir aber auch nicht ungelegen.

Chicken Tzatziki Burger - Margot Restaurant- Sosua

Von Tzatziki selbst konnte ich leider auf dem Burger erst einmal nichts entdecken, aber er war mit Salat, geschälten Salatgurkenscheiben und einem kleinen, aber ausreichenden Hähnchenfleisch-Patty belegt. Außerdem war das mit Mohn bestreute, angenehm große Brötchen aufgetoastet und noch etwas warm.

Chicken Tzatziki Burger - Margot Restaurant- Sosua

Wie sich herausstellte, hatte man das Tzatziki wohl in der Geflügelfrikadelle verarbeitet, sie war angenehm würzig und hatte ein leichtes, aber deutliche bemerkbares Aroma danach. Wirklich gut gelungen, auch wenn ich mir etwas mehr “Sauce” gewünscht hätte – doch da konnte ich mit den Inhalt der beiden Schüsselchen ja noch etwas nachbessern.. Die Pommes wiederum hätten gerne noch etwas knuspriger sein können, aber das Problem habe ich in letzter Zeit leider ständig. 😉
Und am Abend wurde ich dann gleich noch mal bekocht – dieses Mal von meiner Begleitung, die noch ein paar Garnelen im Tiefkühlfach entdeckt hatte die dringend verbraucht werden musste. Daher gab es heute Abend Spaghetti mit Shrimps-Knoblauch-Sahne-Sauce – mit der Kombination von Sahne und Knoblauch kocht sie auf jeden Fall sehr gerne, so viel steht fest.

Spaghetti with Shrimps

Zwar waren noch die Chitin-Schwänze an den Garnelen, was den Genuss minimal minderte, aber ansonsten ein sehr schmackhaftes Nudelgericht mit sehr gelungener Sauce – auch ohne die Shrimps hätte ich das vorbehaltlos verzehrt.
Später entschlossen wir uns erneut nach Sosua zu fahren, denn wir hatten festgestellt dass wir bei meinem diesmaligen Besuch noch kein einziges Mal in der Sosua City Lights Disco & Bar gewesen waren – das mussten wir natürlich noch nachholen.

Sosua City Lights

Bei gutem, aber nicht übermässigen Besucherzahlen genossen wir einen angenehmen Abend dort bei dem einen oder anderen Bierchen direkt an der Tanzfläche.

Dance @ Sosua City Lights

Da wir erst spät zurückgekommen waren, schliefen wir am folgenden 20ten Oktober zum späten Vormittag, danach wurde wieder der Kochlöffel geschwungen und dieses Mal Schweinerippchen in Käse-Sahne-Knoblauch-Sauce mit Pfannen-Pommes kombiniert.

Chicken & French Fries

Tagsüber erledigten wir noch ein paar Wege in Puerto Plata und landeten am Abend erneut – auf Wunsch einiger Nichten und Neffen meiner Begleitung die mit uns gekommen waren – erneut im Burger King an der Texaco-Tankstelle. Auf Fritten verzichtete ich dieses Mal, aber ein Crispy Bacon Chicken und ein kleiner einfacher Cheeseburger gönnte ich mir dennoch.

Crispy Chicken & Cheeseburger - Burger King - Puerto Plata

Den Abend ließen wir dann ruhig ausklingen und gingen relativ früh ins Bett. Nach der langen Nacht gestern brauchten wir etwas Schlaf, denn wir wollen morgen recht früh noch einmal auf eine größere Fahrt gehen. Davon mehr im nächsten Beitrag.

Return to the Caribbean – Ausflug nach Rio San Juan [17.10.2018]

Nachdem wir durch die Angst um unsere (bei mir leider nicht vorhandene) schlanke Linie uns selbst aus dem Paradies des All Inklusive Resorts Be Live Collections Marien in Puerto Plata vertrieben hatte, machten wir uns am Folgetag daran, wieder einmal ein wenig die reale Welt der Dominikanischen Republik zu erkunden. Dabei fiel unsere Wahl auf die Ortschaft Rio San Juan, etwas mehr als 70 Kilometer östlich von unserem Wohnort gelegen, die über einen schönen, nicht allzu touristischen Strand verfügen sollte. Bei deutschen Straßenverhältnissen hätte das eine Fahrt von etwa einer Stunde bedeutet, in der Dominikanischen Republik rechnete ich eher mit zwei Stunden oder mehr – und lag recht gut mit meiner Schätzung. Nicht nur die rücksichtslose Fahrweise der meisten Verkehrsteilnehmer, die zahlreichen Motorräder, die sich an keinerlei Verkehrsregeln halten und die schlechten Straßenverhältnisse inklusive der in den Ortschaften regelmässig vorhandenen “Bremshügel” zur Geschwindigkeitsreduktion behindern hier das Vorankommen, es kann mal vorkommen das eine Herde Kühe vor einem über die Straße getrieben wird – und das kann dauern. So wie wir es bereits kurz hinter Cabarete erlebten.

01 - Kuhherde / Herd of cows

Das Wetter war leider nicht ideal, Sonnenschein wechselte sich mit heftigen, aber sehr kurzen Regenschauern ab – aber wir wagten den Weg dennoch. Zumal uns ein erfahrener einheimischer Chauffeur aus der Verwandtschaft meiner Begleitung sich als Fahrer zur Verfügung gestellt hatte. Langsam oder stetig durchquerten wir so die Ortschaft Gasper Hernandez

Gaspar Hernandez

Langsam aber stetig erreichten wir schließlich auch die Ortschaft Rio San Juan, womit unsere Reise aber noch nicht ganz abgeschlossen war.

Entering Rio San Juan

Der gesuchte Strand lag nämlich leider nicht direkt in der Ortschaft, sondern einige Kilometer dahinter. Aber mit der Hilfe der Sprachkenntnisse meiner Begleitung und des Fahrers war es glücklicherweise kein allzu großes Problem den gesuchten öffentlichen Strand zu finden. Die Gegend um Rio San Juan ist im Gegensatz zu Sosua oder Puerto Plata bei weitem nicht so touristisch erschlossen. Hier gibt es wenige Hotelanlagen geschweige denn einen Flughafen. Meine Begleitung bezeichnete die Gegegend passenderweise als “campino”, also ländlich oder besser bäuerlich. Über eine steil abfallende Seitenstraße erreichten wir schließlich einen kleinen, mit Steinen gepflasterten und gepflegt wirkenden Kreiselverkehr in einem tropisch wirkenden Hain, von dem einige Straßen zu angrenzenden Parkplätzen abzweigten.

Kreisel Playa Grande

Kreisel Playa Grande 2

Ein Schild über dem Eingang zeigte uns, nachdem wir uns einen Parkplatz gesucht hatten, dass wir genau dort waren wo wir hin wollten: der Playa Grande.

Eingang / Entry Playa Grande - Rio San Juan

Ein Einheimischer erspähte uns schnell und begrüßte uns freundlich und etwas überschwänglich – bei dem eher durchwachsenen Wetter gab es hier wenig Gäste. Doch noch bevor wir uns Sitzplätze suchen konnten, brach unvermittelt ein kurzer, aber heftiger Schauer los und wir mussten uns alle schnell in eine der kleinen Hütten zurückziehen. Das gab uns auch gleich die Gelegenheit, die hiesige Köchin und ihre Helferin kennenzulernen. Doch so schnell der Regen gekommen war, war er auch wieder vorbei und wir wurden zu einem kleinen Pavillion nahe am Ufer geführt, wo wir Platz nehmen konnten.

07 - Restaurant im Hain / Restaurant at the grove

Pavillion - Playa Grande - Rio San Juan

Hütten / Shacks  - Playa Grande - Rio San Juan

Schnell bekamen wir die Speisekarte vorgelegt und die ersten Getränke serviert. Das Angebot an Speisen war – verständlicherweise aufgrund der nur eingeschränkten Möglichkeiten hier am Strand – war eher übersichtlich: Verschiedene Fischsorten, Langusten, Tintenfisch, Muscheln, Hähnchen und dazu Kochbananen oder Pommes Frites als Beilage. Ich entschied mich für Pescado frito Frittierten Fisch mit Fritten, der dann auch recht schnell serviert wurde. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste, erst etwas später kamen andere Leute dazu.

Gegrillter Fisch mit Pommes Frites / Grilled fish with french fries @ Playa Grande - Rio San Juan

Die Kartoffelstäbchen waren nicht so ganz der Renner, sie waren etwas labberig und hätten ein paar Minuten länger in der Friteuse vertragen, aber mit etwas Ketchup gingen sie einigermaßen. Der im Ganzen frittierte Fisch, zu dem noch frische Limonen zum garnieren serviert wurden, erwies sich aber als wirklich gut gelungen. Das zarte und saftige Fleisch ließ sich äußerst einfach von den Fischknochen lösen und war im Außenbereich so gut wie frei von Gräten.
Nach dem Essen machten wir uns daran die Gegend ein wenig zu erkunden. Direkt unterhalb des Pavillions lag ein Stück felsige Küste, von der aus wir aber den angrenzenden langen Sandstrand bereits erkennen konnen.

Am Ufer / At the shore

Felsige Küste / Rocky shore

Blick auf den Sandstrand / View to sandy beach - Play Grande - Rio San Juan

Ein schmaler Weg führte an der Felsenküste entlang und führte uns nach vielleicht 200 Metern an den Sandstrand, wo man uns sogleich einige Liegen zur Verfügung stellte – vom selben Einheimischen der uns auch im Restaurant bedient hatte.

Weg zum Sandstrand

Das Wetter hätte etwas besser sein können, aber bis auch einen kleineren weiteren Platzregen am späteren Nachmittag blieb es glücklicherweise trocken, so dass wir einen entspannten Tag am Strand genießen konnten

Playa Grande Rio San Juan

und dabei den einen oder anderen Pina Colada genießen konnten. Und das zu Preisen, die deutlich günstiger waren als den typischen Touristenstränden in Sosua oder Cabarete.

Pina Colada - Playa Grande - Rio San Juan

Gegen halb fünf mussten wir uns dann aber auf den Heimweg machen, der ohne erwähnenswerte Ereignisse verlief. Kurz vor dem Ziel hielten wir noch einmal kurz an einer Call-a-Pizza Filiale in Sosua, um uns dort mit Pizza einzudecken.

Call a  Pizza - Sosua

So ließen wir den Tag schließlich bei ein paar Stückchen mit Krabben und Jalapenos belegter Pizza ruhig ausklingen.

Pizza mit Krabben & Jalapenos / Pizza with crabs & jalapenos

Rückreise, Streik und eine lange Zugfahrt [09.04.-10.04.2018]

Am heutigen Montag, dem 09. April hieß es für mich nun wieder Abschied von der Karibik nehmen. Ich hätte zwar auch am Samstag schon zurückfliegen und hätte mir dadurch 2 Urlaubstage sparen können, aber der Samstags-Flug wäre fast doppelt so teuer geworden, weil nur noch Plätze in den teureren Klassen frei gewesen wären. Da bleibe ich lieber etwas länger und genieße das karibische Wetter, das die letzten zwei Tage ohne Regen und mit viel Sonne aufwartete. Ein weiterer Vorteil war, dass der Flieger erst um 20:17 Uhr abheben sollte, ich hatte also noch fast den ganzen Tag. Nachdem wir, mal wieder, etwas länger geschlafen hatte, wurde ein letztes Mal für mich ein lokales Gericht gekocht: Reis mit Schweinefleisch und Mais. Dazu gab es noch einen Kartoffel-Eiersalat mit Mayo.

36 - Dominican rice dish with pork, corn & salad

Nachdem mein Koffer gepackt war, machten wir uns auf den Weg damit ich mich von den anderen Bekannten hier verabschieden konnte. Das hatte ich das letzte Mal wegen Eile versäumt, was mir einige böse Worte eingebracht hatte, daher wollte ich diesen Fehler nicht wiederholen.
Gegen 18:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen. Das heißt wir wollten es, doch das bestellte Taxi tauchte nicht auf und es wurde immer später. Zum Glück erklärte sich ein Nachbar bereit, uns mit seinem klapprigen Toyato Pickup die paar Kilometer zu fahren – auch wenn mein Gepäck und einige Leute dabei auf der Ladefläche Platz nehmen mussten. Ich hatte dieses Mal Priority CheckIn zusätzlich gebucht, weil ich das letzte Mal ewig lange hatte warten müssen – aber das war, wie sich bei meiner Ankunft herausstellte, herausgeschmissenes Geld, denn es waren kaum Leute am CheckIn und ich kam zügig an die Reihe. Was mich wunderte war, dass ich nur ein Flugticket bis Frankfurt erhielt – ich hatte eigentlich bis München gebucht. Mir schwante schlimmes – denn ich hatte bereits gehört dass es wohl mal wider Streiks beim Flugpersonal gebe.

37 - Airport Puerto Plata

Jetzt musste ich nur noch das Ausreise-Formular ausfüllen, das hier überall auslag, eine letzte Zigarette rauchen – denn im Flughafengebäude selbst herrscht absolutes Rauchverbot und es gibt keine Raucherkabinen – und mich von den Leuten verabschieden, die mich zum Flughafen begleitet hatten. Anschließend ging ich durch die für einen solch kleinen Flughafen ungewöhnlich Strengen Sicherheitskontrollen, gab mein Ausreiseformular ab, bekam meinen zehnten Ausreisestempel in den Reisepass und begann im Abflugbereich zu warten, nachdem ich mich noch kurz im Duty Free eingedeckt hatte.
Das Boarding lief relativ unproblematisch ab, einzig seltsam war dass am Terminal auch sehr viele Transfer-Fluggäste warteten, die offensichtlich von anderen Karibikinseln oder anderen Teilen der Dominikanischen Republik hier her geflogen waren und nun umstiegen, um endgültig nach Deutschland zu gelangen. Daher auch der wenige Betrieb am CheckIn, denn die Besetzung des Flugzeuges bestand größtenteils aus diesen Transfer-Fluggaästen. Warum sie allerdings Priorität beim CheckIn hatten, war mir unklar. Ich reihte mich mit meinem Priority CheckIn aber einfach ein und wurde auch problemlos an Bord gelassen. Es war bereits dunkel, als wir schließlich mit nur geringer Verspätung starteten und die Karibik verließen.
Nachdem wir schließlich die Reiseflughöhe erreicht hatten, wurde auch schon bald die erste von zwei Mahlzeiten serviert. Auswahl gab es aber in der Economy-Klasse nicht, jeder bekam die selbe Zusammenstellung aus Gemüse-Pasta, Salat, Brötchen, Vollkornbrot, Käse, Butter und einem Stück Apfelkuchen.

38 - Vegetable-Pasta - Air Menu - Condor

Die Flugdauer sollte etwas weniger als neun Stunden betragen. Ich sah mir im Premium Entertainment Programm Thor – Tag der Entscheidung an und versuchte etwas zu schlafen, was mir aber nur teilweise gelang. Leider hatte ich mal wieder das Glück, hinter einem besonders Rücksichtslosen, diesmal weiblichen Fluggästin zu sitzen, die nicht nur den Sitz nach erlöschen der Anschnallzeichen bis zum Anschlag nach hinten fallen ließ, sondern auch noch – wohl beim Versuch zu schlafen – ständig über die Lehne nach hinten griff und teilweise meinen Bildschirm betastschte. Ich konnte mir einige bissige Kommentare nicht verkneifen, aber meine angeborene Zurückhaltung konnte glücklicherweise schlimmeres verhindern.

39 - On the way home

Kurz vor dem Ziel wurde dann die zweite, kalte Mahlzeit serviert: Vollkornbrot, ein aufgebackenes Brötchen, ein kleines Stück Käse, eine winzige Dose Margarine, etwas Marmelade und schließlich etwas Obst in Form von Ananas- und Melonenstückchen. Dazu wurden Getränke wie O-Saft und Kaffee ausgeschenkt.

40 - Breakfast - Condor - Economy-Class

Kurz vor der Landung wurden die Anschlussflüge über Lautsprecher verkündet und dabei auch kund gegeben, dass innerdeutsche Flüge von Lufthansa aufgrund des aktuellen Streiks fast ausnahmslos ausfielen. Und davon war leider auch ich betroffen.

41 - Condor-Airplane - Landed in Frankfurt

Nach der Landung folgte ich also erst einmal den anderen Fluggästen zum Gepäckband im internationalen Terminal 2. Unterwegs gab es keine Infoschalter, sonst hätte ich mich über mein Fortkommen informieren können – aber wir zogen nur doch endlose Gänge mit so gut wie keinem Flughafenpersonal. Ich wartete dann circa eine halbe Stunde vergeblich auf meinen Koffer bevor ich endlich auf die Idee kam, mich mal am Schalter der Gepäckermittlung zu erkundigen, war mit den Koffern der Gäste der ausgefallenenen Flüge sei. Dort teilte man mir mit, dass die bereits in den nationalen Bereich in Terminal 1 transferiert worden wäre, trotz des Streiks, und ich meinen Koffer dort erhalten würde. Ich sollte allerdings mein Flugticket bereit halten, um dort hinein gelassen zu werden. Also Durchschritt ich, nur mit meinem Rücksack bestückt, den Zoll und machte mich auf den langen Weg in Terminal 1. Zum Glück war die dortige Gepäckausgabe gut ausgeschildert, so dass ich problemlos an einem verwaisten Gepäckband ankam, an dem die Nummer meines ausgefallenen Fluges auf einem Monitor angezeigt wurde. Doch hier bewegte sich nichts und ich war scheinbar die einzige Person in der Halle.

42 - Am Gepäckband- Airport Frankfurt

Nachdem 15-20 Minuten kein einziger Koffer aus den Tiefen des Flughafens gekommen war, wendete ich mich an die Gepäckermittlung im Terminal 1. Dort erzählte man mir, das können noch 20 bis 30 Minuten dauern bis die Koffer kämen. Ich solle mich doch inzwischen an einen Lufthansa-Schalter in Terminal 2 (!!!) wenden, um ein kostenloses Zugticket nach München zu erhalten. Leise fluchend verließ ich den Gepäckbereich wieder und tigerte zurück in den Terminal 2, wo ich mich an den erstbesten Lufthansa-Schalter wendete und wie versprochen – nach Vorlage meines Passes und der Tickets – die Fahrkarte erhielt. Für den ICE in der zweiten Klasse.
Zurück in Terminal 1 hatten sich inzwischen ein paar mehr Leute eingefunden, ein Pärchen und eine junge Dame warteten auf ihr Gepäck. Weiter hinten am Band standen bereits einige Koffer, die ein Mitarbeiter bereits vom Band genommen hatte. Dort fand ich glücklicherweise auch meinen Koffer. Endlich wieder komplett machte ich mich somit auf den Weg zum Fernbahnhof – der wiederum gegenüber Terminal 2 lag. Arghhh.
Auf dem Weg prüfte ich die möglichen Verbindungen von hier nach München via Handy-App und sah, dass bereits in etwa 10 Minuten der nächste ICE fuhr. Das schaffte ich locker. Und gerade als ich am Gleis angekommen war und eigentlich noch schnell den Raucherbereich aufsuchen wollte, fuhr der Zug auch schon ein. Ich stieg zu und suchte mir einen freien Platz in der zweiten Klasse, um die etwa dreineinhalbstündige Fahrt nach München anzutreten. Mit dem Flugzeug hätte ich die Strecke in weniger als einer Stunde bewältigen können.
Die Fahrt verlief ereignislos und ich langweilte mich, während wir über Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg nach München fuhren. Doch als ich schließlich in München angekommen war, erwartete mich die nächste böse Überraschung: Die S-Bahn fuhr heute nur bis Ostbahnhof, da ab dort ging es wegen Signalstörung nicht mehr weiter. Ich musste mir eine andere Lösung suchen. Wenn irgend etwas schief geht, dann richtig. 🙁
Ich hätte zwar auch den Bus oder die Tram nehmen können, aber ich hatte nach langem Flug, Rumlauferei am Flughafen und der Zugfahrt einfach keine Lust mehr mich noch weiter zu quälen. Daher schnappte ich mir vor dem Bahnhof ein Taxi und ließ mich die paar Kilometer bis zu meiner Wohnung von diesem fahren. Damit endete meine etwas odyseehafte Rückreise aus der Karibik und ich war froh, als ich endlich meine Haustür hinter mir schließen und etwas entspannen konnte.