Rückreise, Streik und eine lange Zugfahrt [09.04.-10.04.2018]

Am heutigen Montag, dem 09. April hieß es für mich nun wieder Abschied von der Karibik nehmen. Ich hätte zwar auch am Samstag schon zurückfliegen und hätte mir dadurch 2 Urlaubstage sparen können, aber der Samstags-Flug wäre fast doppelt so teuer geworden, weil nur noch Plätze in den teureren Klassen frei gewesen wären. Da bleibe ich lieber etwas länger und genieße das karibische Wetter, das die letzten zwei Tage ohne Regen und mit viel Sonne aufwartete. Ein weiterer Vorteil war, dass der Flieger erst um 20:17 Uhr abheben sollte, ich hatte also noch fast den ganzen Tag. Nachdem wir, mal wieder, etwas länger geschlafen hatte, wurde ein letztes Mal für mich ein lokales Gericht gekocht: Reis mit Schweinefleisch und Mais. Dazu gab es noch einen Kartoffel-Eiersalat mit Mayo.

36 - Dominican rice dish with pork, corn & salad

Nachdem mein Koffer gepackt war, machten wir uns auf den Weg damit ich mich von den anderen Bekannten hier verabschieden konnte. Das hatte ich das letzte Mal wegen Eile versäumt, was mir einige böse Worte eingebracht hatte, daher wollte ich diesen Fehler nicht wiederholen.
Gegen 18:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen. Das heißt wir wollten es, doch das bestellte Taxi tauchte nicht auf und es wurde immer später. Zum Glück erklärte sich ein Nachbar bereit, uns mit seinem klapprigen Toyato Pickup die paar Kilometer zu fahren – auch wenn mein Gepäck und einige Leute dabei auf der Ladefläche Platz nehmen mussten. Ich hatte dieses Mal Priority CheckIn zusätzlich gebucht, weil ich das letzte Mal ewig lange hatte warten müssen – aber das war, wie sich bei meiner Ankunft herausstellte, herausgeschmissenes Geld, denn es waren kaum Leute am CheckIn und ich kam zügig an die Reihe. Was mich wunderte war, dass ich nur ein Flugticket bis Frankfurt erhielt – ich hatte eigentlich bis München gebucht. Mir schwante schlimmes – denn ich hatte bereits gehört dass es wohl mal wider Streiks beim Flugpersonal gebe.

37 - Airport Puerto Plata

Jetzt musste ich nur noch das Ausreise-Formular ausfüllen, das hier überall auslag, eine letzte Zigarette rauchen – denn im Flughafengebäude selbst herrscht absolutes Rauchverbot und es gibt keine Raucherkabinen – und mich von den Leuten verabschieden, die mich zum Flughafen begleitet hatten. Anschließend ging ich durch die für einen solch kleinen Flughafen ungewöhnlich Strengen Sicherheitskontrollen, gab mein Ausreiseformular ab, bekam meinen zehnten Ausreisestempel in den Reisepass und begann im Abflugbereich zu warten, nachdem ich mich noch kurz im Duty Free eingedeckt hatte.
Das Boarding lief relativ unproblematisch ab, einzig seltsam war dass am Terminal auch sehr viele Transfer-Fluggäste warteten, die offensichtlich von anderen Karibikinseln oder anderen Teilen der Dominikanischen Republik hier her geflogen waren und nun umstiegen, um endgültig nach Deutschland zu gelangen. Daher auch der wenige Betrieb am CheckIn, denn die Besetzung des Flugzeuges bestand größtenteils aus diesen Transfer-Fluggaästen. Warum sie allerdings Priorität beim CheckIn hatten, war mir unklar. Ich reihte mich mit meinem Priority CheckIn aber einfach ein und wurde auch problemlos an Bord gelassen. Es war bereits dunkel, als wir schließlich mit nur geringer Verspätung starteten und die Karibik verließen.
Nachdem wir schließlich die Reiseflughöhe erreicht hatten, wurde auch schon bald die erste von zwei Mahlzeiten serviert. Auswahl gab es aber in der Economy-Klasse nicht, jeder bekam die selbe Zusammenstellung aus Gemüse-Pasta, Salat, Brötchen, Vollkornbrot, Käse, Butter und einem Stück Apfelkuchen.

38 - Vegetable-Pasta - Air Menu - Condor

Die Flugdauer sollte etwas weniger als neun Stunden betragen. Ich sah mir im Premium Entertainment Programm Thor – Tag der Entscheidung an und versuchte etwas zu schlafen, was mir aber nur teilweise gelang. Leider hatte ich mal wieder das Glück, hinter einem besonders Rücksichtslosen, diesmal weiblichen Fluggästin zu sitzen, die nicht nur den Sitz nach erlöschen der Anschnallzeichen bis zum Anschlag nach hinten fallen ließ, sondern auch noch – wohl beim Versuch zu schlafen – ständig über die Lehne nach hinten griff und teilweise meinen Bildschirm betastschte. Ich konnte mir einige bissige Kommentare nicht verkneifen, aber meine angeborene Zurückhaltung konnte glücklicherweise schlimmeres verhindern.

39 - On the way home

Kurz vor dem Ziel wurde dann die zweite, kalte Mahlzeit serviert: Vollkornbrot, ein aufgebackenes Brötchen, ein kleines Stück Käse, eine winzige Dose Margarine, etwas Marmelade und schließlich etwas Obst in Form von Ananas- und Melonenstückchen. Dazu wurden Getränke wie O-Saft und Kaffee ausgeschenkt.

40 - Breakfast - Condor - Economy-Class

Kurz vor der Landung wurden die Anschlussflüge über Lautsprecher verkündet und dabei auch kund gegeben, dass innerdeutsche Flüge von Lufthansa aufgrund des aktuellen Streiks fast ausnahmslos ausfielen. Und davon war leider auch ich betroffen.

41 - Condor-Airplane - Landed in Frankfurt

Nach der Landung folgte ich also erst einmal den anderen Fluggästen zum Gepäckband im internationalen Terminal 2. Unterwegs gab es keine Infoschalter, sonst hätte ich mich über mein Fortkommen informieren können – aber wir zogen nur doch endlose Gänge mit so gut wie keinem Flughafenpersonal. Ich wartete dann circa eine halbe Stunde vergeblich auf meinen Koffer bevor ich endlich auf die Idee kam, mich mal am Schalter der Gepäckermittlung zu erkundigen, war mit den Koffern der Gäste der ausgefallenenen Flüge sei. Dort teilte man mir mit, dass die bereits in den nationalen Bereich in Terminal 1 transferiert worden wäre, trotz des Streiks, und ich meinen Koffer dort erhalten würde. Ich sollte allerdings mein Flugticket bereit halten, um dort hinein gelassen zu werden. Also Durchschritt ich, nur mit meinem Rücksack bestückt, den Zoll und machte mich auf den langen Weg in Terminal 1. Zum Glück war die dortige Gepäckausgabe gut ausgeschildert, so dass ich problemlos an einem verwaisten Gepäckband ankam, an dem die Nummer meines ausgefallenen Fluges auf einem Monitor angezeigt wurde. Doch hier bewegte sich nichts und ich war scheinbar die einzige Person in der Halle.

42 - Am Gepäckband- Airport Frankfurt

Nachdem 15-20 Minuten kein einziger Koffer aus den Tiefen des Flughafens gekommen war, wendete ich mich an die Gepäckermittlung im Terminal 1. Dort erzählte man mir, das können noch 20 bis 30 Minuten dauern bis die Koffer kämen. Ich solle mich doch inzwischen an einen Lufthansa-Schalter in Terminal 2 (!!!) wenden, um ein kostenloses Zugticket nach München zu erhalten. Leise fluchend verließ ich den Gepäckbereich wieder und tigerte zurück in den Terminal 2, wo ich mich an den erstbesten Lufthansa-Schalter wendete und wie versprochen – nach Vorlage meines Passes und der Tickets – die Fahrkarte erhielt. Für den ICE in der zweiten Klasse.
Zurück in Terminal 1 hatten sich inzwischen ein paar mehr Leute eingefunden, ein Pärchen und eine junge Dame warteten auf ihr Gepäck. Weiter hinten am Band standen bereits einige Koffer, die ein Mitarbeiter bereits vom Band genommen hatte. Dort fand ich glücklicherweise auch meinen Koffer. Endlich wieder komplett machte ich mich somit auf den Weg zum Fernbahnhof – der wiederum gegenüber Terminal 2 lag. Arghhh.
Auf dem Weg prüfte ich die möglichen Verbindungen von hier nach München via Handy-App und sah, dass bereits in etwa 10 Minuten der nächste ICE fuhr. Das schaffte ich locker. Und gerade als ich am Gleis angekommen war und eigentlich noch schnell den Raucherbereich aufsuchen wollte, fuhr der Zug auch schon ein. Ich stieg zu und suchte mir einen freien Platz in der zweiten Klasse, um die etwa dreineinhalbstündige Fahrt nach München anzutreten. Mit dem Flugzeug hätte ich die Strecke in weniger als einer Stunde bewältigen können.
Die Fahrt verlief ereignislos und ich langweilte mich, während wir über Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg nach München fuhren. Doch als ich schließlich in München angekommen war, erwartete mich die nächste böse Überraschung: Die S-Bahn fuhr heute nur bis Ostbahnhof, da ab dort ging es wegen Signalstörung nicht mehr weiter. Ich musste mir eine andere Lösung suchen. Wenn irgend etwas schief geht, dann richtig. 🙁
Ich hätte zwar auch den Bus oder die Tram nehmen können, aber ich hatte nach langem Flug, Rumlauferei am Flughafen und der Zugfahrt einfach keine Lust mehr mich noch weiter zu quälen. Daher schnappte ich mir vor dem Bahnhof ein Taxi und ließ mich die paar Kilometer bis zu meiner Wohnung von diesem fahren. Damit endete meine etwas odyseehafte Rückreise aus der Karibik und ich war froh, als ich endlich meine Haustür hinter mir schließen und etwas entspannen konnte.

Karibisches Ostern [30.03.-08.04.2018]

Es war nun mein genau zehnter Besuch in der dominikanischen Republik, da war natürlich vieles schon zur Routine geworden und es gibt eigentlich nur wenig zu berichten. Den ersten Tag nach meiner Ankunft verbrachten wir damit, einen Mietwagen zu organisieren und ein paar Einkäufe im nahe gelegenen Puerto Plata zu tätigen. Das Einkaufszentrum unserer Wahl war dabei das direkt an der Strandpromenda gelegene La Sirena, das lange Zeit auch die einizige große Einkaufsmöglichkeit dort gewesen war, aber inzwischen Konkurrenz durch das vor einem halben bis dreiviertel Jahr fertiggestellte Jumbo Center bekommen hatte. Bei beiden handelt es sich um riesige Supermärkte, die neben Lebensmitteln auch Elektronik, Kleidung und so ziemlich alles für den täglichen Gebrauch anbieten. Beide geben sich wenig, der Vorteil im La Sirena ist allerdings, dass sich im ersten Obergeschoss noch ein großes Restaurant befindet, das wir auch bei diesem Besuch nutzten. Allerdings griffen wir nicht zu den dort angebotenen lokalen Speisen, sondern verzehrten eine Pizza der Domino’s Filiale im Erdgeschoss.

14 - Domino-Pizza - La Sirena - Puerto Plata

Am ersten April sollte schließlich ein großes Beach Musikfestival im etwa 20km entfernt gelegenen Cabarete, neben Sosua eines der großen Touristenzentren stattfinden. Als wir gegen 20:00 Uhr mit dem Auto in Cabarete eintrafen, war die Parkplatzsituation natürlich – wie nicht anders zu erwarten – katastrophal. Auf einem matschigen Parkplatz fanden wir schließlich in der hintersten Ecke noch ein Plätzchen für unseren Mietwagen und stürzten uns ins Getümmel. Zwar war der Eintritt für das eigentliche Festival, zu dem man eine große Bühne am Strand aufgebaut hatte, kostenlos, allerdings gab es nirgendwo mehr Sitzplätze. Daher zahlten wir in einer der angrenzenden Strandclubs ein paar Pesos Eintritt und ließen uns auf der großen Veranda nieder, von wo wir noch die volle Dröhnung der Musik erleben konnten.

15 - Beach-Festival - Cabarete

16 - Beach-Festival - Cabarete 2 17 - Beach Music Festival - Cabarete - 3

Irgendwann zwischen 1:30 und 2:00 Uhr brachen wir dann schließlich wieder auf und ließen uns von der einen Person, die nichts oder nur wenig getrunken hatte sicher nach Hause fahren.
Am 2. April schliefen wir erst einmal etwas länger, danach brachen wir nach Puerto Plata auf, wo meine Begleitung unbedingt eine Beauty Fair – eine Kosmetikmesse – besuchen wollte, für die sie irgendwie Freikarten ergattert hatte. Eigentlich ein typisches Frauending, auf das ich gar keine große Lust hatte, aber zähneknirschend willigte ich ein.

18 - Beauty-Fair - Puerto Plata

Zum Glück ließ sich der Aufenthalt dort auf unter eine Stunde beschränken, so dass wir uns am frühen Nachmittag schließlich auf den Weg zum Strand von Sosua machten. Obwohl die Osterzeit ja eigentlich eine typische Urlaubszeit ist, waren nur relativ wenig Touristen dort, so dass es kein großes Problem war, eine freie Liege im Schatten zu finden und das schöne Wetter genießen zu können.

19 - Sosua-Beach 20 - Sosua Beach 2

Wir hatten uns im Bereich des Restaurants Chulo niedergelassen, wo wir uns auch neben einigen Getränken etwas zum leicht verspäteten Mittagessen bestellten. Meine Wahl fiel dabei auf den Seebarsch Creole, den ich mir mit Pommes Frites sowie einem kleinen Salat servieren ließ.

21 - Seabass filet creole - Restaurant Culo - Sosua-Beach

Unter einer großen Menge einer eher fruchtigen, mit Paprika versetzten Sauce fans sich ein mehr als ausreichend großes, innen wunderbar zartes und außen leicht knusprig gebratenes Stück Seebarschfilet mit wenig Gräten. Offensichtlich sehr frisch.

22 - Seabass filet - Lateral cut

Bei kreolischer Küche hätte ich, was die Sauce anging, ja eher eine leicht pikante Würzung erwartet, das was ich bekommen hatte erwies sich aber eher als mild und fruchtig. Keine Ahnung ob ich das falsche Gericht erhalten oder einfach nur eine falsche Vorstellung gehabt hatte – geschmeckt hat es alle mal. Ebenso wie der Salat. Nur die Pommes erwiesen sich leider als nicht ganz so knusprig – das nächste Mal werde ich wohl lieber wieder Platanos fritos, frittierte Kochbananen, als Beilage nehmen, das ist Traditioneller für die Karabik.
Am nächsten Tag ließen wir es wieder ruhig angehen. Lange schlafen und dann etwas im Schatten vor dem Appartment abhängen. Meine Begleitung entschied sich ein typisches Reisgericht der Dominikanischen Republik zuzubereiten, dass sie mit etwas Gemüse und gewürfelten Schweinefleisch ergänzte.

23 - Dominican rice with pork

Im Grunde genommen ein One-Pot-Gericht, denn alles wird einfach in einem Topf zusammen geworfen. Einzige Besonderheit war, dass man den Topf mit einer Plastiktüte abdeckte, um den Reis zu garen – das lag aber wohl eher daran, dass für diesen Topf einfach kein Deckel vorhande war. 😉
Am späten Nachmittag begaben wir uns dann noch einmal ins nahe Dorf, wo meine Begleitung sich einen Snack besorgte, an den ich bis heute noch nicht so wirklich ran kommen: Gekochte Hühnerfüße und Hühnermägen. In vielen Ländern ein sehr beliebtes Fingerfood, aber für mich eher Gewöhnungsbedürftig.

24 - Chicken feets and chicken hearts

Während die kleinen Mägen ja noch aus guten Muskelfleisch bestehen und wahrscheinlich angenehm zart sind, ist an den Hühnerfüßen bzw. Beinen ist ja kaum Fleisch dran. Da knabbert man etwas mehr dran, was zwar ok, aber nicht ganz so mein Geschmack ist. Ganz anders der Hase meiner Begleitung, der sich als wir zurück waren und die Reste dem Hund geben wollten einfach so ein Ding schnappte und es anfing zu verspeisen.

25 - Rabbit eats chicken feet

Ich dachte ja immer Hasen wären Vegetarierer, wurde hier aber eines besseren belehrt.
Am Abend, es waren einige Leute noch zu Besuch gekommen, entschieden wir uns dazu noch eine Pizza zu bestellen.

26 - Family-Pizza

Belegt mit Salami und Schinken gab es niemanden, der nicht freudig zugriff, so dass die wagenradgroße Pizza bald schon komplett verzehrt war.
Am nächsten Tag gab es dann Spaghetti auf domnikanische Art, welche sich aber nur wenig von einer normalen Bolognese unterschieden, nur ein wenig anders und leicht pikant gewürzt waren.

27 - Spaghetti creole style

Als wir dann am Abend noch einmal in Sosua im Restaurant Bologna einkehrten, verspürte ich aber keinen allzu großen Appetit mehr – die Temperaturen waren einfach zu hoch und mein Magen machte leichte Probleme. Daher beschränkte ich mich hier auf eine kleine Portion Bruschetta.

28 - Bruschetta - Restaurant Bologna - Sosua

Dafür hatte ich am nächsten Morgen um so größeren Appetit und ließ mir von einem der vielen Motos, Motorradfahrer die an hier an vielen Ecken warten um Botendienste für ein paar Pesos zu erledigen, ein paar Pantellas – eine Art Brötchen mit Füllung – holen. Was ich bekam war aber nicht ganz das war ich erwartet hatte.

29 - Pantella - Brot mit Käse-Schinken-Füllung

Die Dinger waren aufgebacken und nicht sonderlich gut gefüllt – aber der Hunger trieb es rein.
Erst am Abend hatte ich dann wieder Appetit und da wir sowieso in Sosua auf der dortigen “Touristenmeile” mit ihren vielen Bars und Restaurants ausgehen wollten, gingen wir dort in das italienische Restaurant Hello Pizza. Klang eher nach einem Lieferdienst, war aber ein vollwertiges Restaurant mit eigenem Steinofen. Aus der eher übersichtlichen Speisekarte entschied ich mich für eine Pizza Salsicca, belegt mit Pilzen und Fleischbällchen aus italinienischer Wurst.

30 - Pizza Salsiccia - Hello Pizza - Sosua

Geschmacklich gut gelungen, aber leider hatte sich ein großer Teil des Belages in der Mitte konzentriert, wodurch am Rand nur blasiger, mit etwas Tomatensauce bedeckter Teig übrig blieb. War aber soweit in Ordnung und machte mich fit für den Abend, den wir bei Musik und ein paar Bierchen in verschiedenen Bars und Discos verbrachten.
Nach der Enttäuschung vom vorherigen Morgen ließ ich mir am Folgetag mal ein paar Fritatas, frittierte Teigtaschen mit Ei und/oder Schinkenfüllung, bringen. Sehr fettig, sehr knusprig, aber deutlich besser als das aufgebackene Brot.

31 - Fritata - Fritierte Teigtaschen

Eigentlich hatten wir ja noch mal weg fahren wollen, irgendwo in ein All Inklusive Resort an der Küste, vielleicht im westlich von Puerto Plate gelegenen Punta Rucia oder im östlich gelegenen Rio San Juan. Ich hatte im Internet sogar bereits einige mögliche Unterkünfte ausgemacht – aber leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete recht viel und es sollte auch die nächste Zeit nicht besser werden – also ungeeignete Bedingungen für Tage am Strand oder Pool. Daher entschieden wir uns vor Ort zu bleiben und eine größere Grillparty zu veranstalten. Dazu fuhren wir erst einmal in den Jumbo-Supermarkt in Puerto Plata, der meiner Erfahrung nach ein weitaus besseres Angebot an Grillfleisch hat als das La Sirena im selben Ort.

32 - Jumbo Supermercado - Puerto Plata

Eingedeckt im Rippchen, verschiedenen Hühnerteilen, Steaks und Würstchen konnten wir uns daran machen, noch ein paar Salate wie Kartoffel- und Nudelsalat zuzubereiten und noch ein paar Getränke zu besorgen.
Am nächsten Abend stieg dann die Party und ich durfte das Grillen übernehmen – was bei der sowieso schon vorherschenden Hitze nicht gerade erholend war, aber dennoch viel Spaß machte.

33 - Chicken-BBQ

34 - Salsiccia- & Corn BBQ

Zu reichlich Essen gab es natürlich laute Musik und einiges an Alkohol. Und hier in der Karibik beschwert sich kein Nachbar und ruft die Polizei – er bzw. sie neigt er dazu sich der Party einfach anzuschließen. 😉
Am nächsten Tag schliefen wir fast bis Mittag, danach wurde ich gebeten mal wieder die Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce nach dem Rezept meiner Mutter zu kochen, mit denen ich schon mehrfach hier großen Erfolg gehabt hatte. Dieses Mal schnippelte ich allerdings noch eine Zwiebel und etwas Paprika mit rein, das entspricht eher dem hiesigen Geschmack.

35 - Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce / Spaghetti with minced meat tomato sauce

Beim letzten Mal hatte die Schwester meiner Begleitung einfach noch selber Paprika dazu angebraten und in die Sauce getan, wodurch ich mich meiner Ehre als Hobbykoch etwas angegriffen fühlte. Das wollte ich dieses Mal verhindern. 😉
Ansonsten passierte nichts weiter erwähnenswertes an meinem letzten vollen Tag meines Osterurlaubs. Über die ereignisreiche Rückreise werde ich dann im nächsten Beitrag berichten.

Osterurlaub in der Dominikanischen Republik [29.03.2017]

Über die Osterfeiertage sollte es mal wieder in mein bevorzugtes Reiseziel der letzten Jahre gehen: die Dominikanische Republik. Natürlich wieder mit Condor, denn seit der Air Berlin Pleite ist das ja leider der einzige deutsche Fluganbieter, der – zumindest meines Kenntnisstandes nach – den Flughafen Puerto Plata im Direktflug anfliegt. Der Hauptflieger sollte wieder von Frankfurt aus gehen, doch dieses Mal wollte ich mir die Anreise mit der Bahn sparen, immerhin wohne ich ja nicht umsonst in einer Stadt mit Flughafen, daher buchte ich dieses Mal einen Verbindungsflug von München nach Frankfurt mit der Lufthansa. Das schöne war, dass mein Flieger erst um 12:00 Uhr hier in München starten sollte, daher musste ich nicht sonderlich früh aufstehen oder noch im Dunkeln zum Flughafen fahren, sondern konnte entspannt um 9:30 Uhr hier zum S-Bahnhof aufbrechen.

01 - Am S-Bahhof München

Am Flughafen angekommen musste ich aber leider noch einmal von einem ins anderen Terminalgebäude wechseln, da ich an der falschen Rolltreppe nach oben gefahren war.

02 - München-Airport

Der Check-In bei Lufthansa ging angenehm schnell von statten und mir wurde versichert, dass mein Gepäck problemlos bis Puerto Plata durchgeroutet würde, ich musste mich in Frankfurt also nicht noch einmal darum kümmern. Am meinem Abflugterminal, dem Gate 36, angekommen, doch gleich wieder der erste Dämpfer: Mein Flieger war zuerst 10, später sogar 20 Minuten verspätet. Zum Glück hatte ich genügend Toleranzzeit in Frankfurt, dass ich nicht rennen musste um meinen Anschlussflug zu erreichen.

03 - Flughafen München - Gate 40

Zur Sicherheit prüfte ich noch einmal über das Handy meine Abflugzeiten bei Condor und erhielt den nächsten Dämpfer: Mein Abflug dort war um ca. 3 Stunden später angesetzt – anstatt um 15:15 Uhr sollte der der Flug jetzt erst um 18:20 Uhr starten. Das bedeutete, ich musste fast fünf Stunden in Frankfurt “totschlagen” bis ich endlich weiter konnte. Keine sonderlich erfreulichen Aussichten. Zumindest verspätete sich der Flug nach Frankfurt nicht noch weiter und schließlich saß ich im Airbus A326und wir hoben in Richtung der hessischen Finanzmetropole ab. Der Flug dorthin verlief ereignislos, positiv sei aber zu erwähnen, dass Lufthansa selbst auf der Kurzstrecke noch kostenlose Getränke serviert.

04 - Im Lufthansa A321 von München nach Frankfurt

05 - Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen

In Frankfurt angekommen konnte ich mir also Zeit nehmen, begab mich aber dennoch unmittelbar durch die tiefsten Tiefen des Flughafens

06 - Frankfurter-Flughafen - Untergrund

zu meinem Abflugterminal und zur Passkontrolle in den internationalen Abflugbereich, wo ich noch etwas Duty Free Shopping betrieb und mir anschließend eine Currywurst mit Brötchen als verspätete Mittagsverpflegung gönnte – auch wenn diese mit sieben Euro nicht gerade günstig war.

07 - Currywurst am Frankfurter Flughafen

Dann begab ich mich kurz in den im Untergeschoss gelegenen Abflugterminal meines Fluges, da alle Passagiere die über Zubringerflüge nach Frankfurt gelangt waren sich kurz dort melden sollten. Dabei erfuhr ich auch, dass der eigentliche Flieger wegen eines medizinischen Notfalls irgendwo Zwischengelandet war und daher ausfiel, man sich aber bemühe einen Ersatz bereit zur Verfügung zu stellen.
Die nächsten Stunden liegen eher schleppend dahin und ich spazierte immer wieder durch den Terminal, um die Zeit totzuschlagen, bis endlich das Boarding beginnen sollte. In diesem Bereich bedeutete dies, dass wir, die wartenden Passagiere, in zwei wartende Busse verfrachtet und einmal über das halbe Rollfeld der Frankfurter Flughafens gekarrt wurden, bis wir schließlich den etwas Abseits stehenden Condor Airbus erreichten, den wir über eine Treppe besteigen durften.

08 - Fahrt über das Rollfeld Flughafen FFM

09 - Fahrt über das Rollfeld 2

10 - Einstieg in die Condor Boing 767-300
Eigentlich hatte ich extra einen Fensterplatz gebucht, durch Bautypenbedingt saß ich leider direkt neben einer Verstrebung ohne Fenster, so dass mir der Blick auf den Himmel leider verwehrt wurde. Aber zumindest hatte ich Glück mit meiner Sitznachbarin, einer älteren Dame mit der ich schon bald ins Gespräch kam und mich mit ihr fast den ganzen Flug über immer wieder angeregt unterhalten konnte – leider heutzutage eher eine Seltenheit. Meist schweigt man sich eher 10 Stunden an.
Nachchdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatte, wurde auch bald schon das verspätetete Abendessen serviert: Paste mit Hackfleich-Tomatensauce, ein Kartoffelsalat, Käse, ein Brötchen sowie ein Mousse Schokolade.

11-Pasta---Air-Menu-Condor

Als kleine Entschädigung für den verspäteten Abflug wurde außerdem das Premium Entertainment für alle Fluggäste kostenlos freigeschaltet – was für mich aber eher ärgerlich war, da ich bereits bei der Buchung dafür bezahlt hatte. Aus dem angebotenen Filmen sah ich mir Justice League an. Schließlich wurden auf die Einreisedokumente ausgeteilt, die ich ausfüllte, danach gelang es mir außerdem für vielleicht zwei Stunden etwas vor mich hin zu dösen.

13-Condor

Kurz vor Puerto Plate wurde schließlich noch ein kalter Snack in Form einer Bretzel, zwei kleinen Würstchen, etwas Salat und eines Stückes Streuselkuchen mit Kirsche serviert,

12 - Kalter Snack - Economy Class - Condor

eine halbe Stunde später setzte Flieger auch schon zum Sinkflug auf Puerto Plata an – übrigens meine erste Nachtlandung dort.
Was folgte waren die üblichen Prozeduren: Tourist Card erwerben, Passkontrolle und Einreiseformular abgeben, Koffer einsammeln und nach einer eher nachlässigen Zollkontrolle, bei der auch die Zollerklärungen abgegeben wurde, ging es auch schon ins Freie, wo mir dieses Mal aufgrund der späten Stunde aber glücklicherweise nicht ganz so viel Hitze entgegen schlug.
Wie üblich wurde ich am Ausgang bereits erwartet und wir konnten uns unmittelbar zur Unterkunft begeben, wo ich auch nicht mehr allzu lange durchhielt und bald in einen – nach dieser doch etwas stressigeren Anreise – verdienten Schlaf fiel.

Isla Saona revisited & Santo Domingo [07. – 08.01.2018]

In der Nacht hatte es ziemlich heftig geregnet und wir hatten bereits befürchtet, dass unser Ausflug auf die Insel Saona in Wasser fallen würde. Doch am Morgen hatte es aufgehört und obwohl das Wasser teilweise noch auf den Straßen stand, beschlossen wir die Tour durchzuführen.

99 - Wasser nach Regenfall / Water after rainfalls - El Cortecito

Die Fahrt sollte nicht von Punta Cana sondern von Bayahibe aus starten, so wie auch beim letzten Mal vor einem Jahr. Daher stand am Anfang des Ausflugs erst einmal eine vom Organisator durchgeführte Busfahrt von etwa 1 Stunde. In Los Melones, Bayahibe, angekommen, wurden wir nach dem Aussteigen aus dem Bus erst einmal von lokalen Verkäufern bestürmt, die Sonnenbrillen, Mützen, Zigarren und den anderen üblichen Tand an den Mann bzw. die Frau bringen wollten. Vom Bus-Parkplatz aus mussten wir dann erst einmal durch den halben Ort laufen, bis wir an einem Strand ankamen, von denen der Transfer zum Katamaran starten sollte.

100 - Am Strand von Bayahibe / Beach of Bayahibe

Am Strand wurde dann paarweise bzw. gruppenweise ein Foto von den Gästen geschossen – wofür sollten wir erst am Ende der Fahrt erfahren.
Wenig später konnten wir dann auch schon das Boot besteigen und und fuhren aus der kleinen Bucht, vor der die Katamarane für die Touristen warteten, um sie nach Saona zu bringen.

101 - Überfahrt zum Katamaran / Passage to catamaran

102 - Wartende Katamarane / Waiting catamarans

Schließlich machte der Katamaran sich auf den gemächlichen Weg in Richtung der Isla Saona. Die Besatzung versuchte dabei unter den Gästen durch Musik, Tanz und den Ausschank von alkoholischen Getränken ein wenig Stimmung aufkommen zu lassen. Und trotz bewölkten Wetters und einem oder zwei kleinen Schauern während der Fahrt schien ihnen das gut zu gelingen.

103 - Auf dem Katamaran / On the catamaran

Für das Anlanden an der Insel mussten wir schließlich wieder auf ein kleines Schnellboot wechseln, das uns zum Strand brachte.

104 - Anfahrt auf Saona

105 - Isla Saona

106 - Isla Saona

Die zahlreichen Liegen die den Strand entlang verteilt waren, befanden sich allerdings in keinem guten Zustand. Die Hälfte war zerbrochen oder zumindest angeknackst, so dass wir uns lieber nicht darauf legen wollten. Doch zum Glück fanden sich einige Exemplare, die zwar nass, aber stabil zu sein schienen. Also relaxten wir etwas am Strand, genossen die kostenlosen Getränke und versuchten aus dem wolkigen, aber dennoch angenehm warmen Tag das beste zu machen. Ein paar kleinere, kurze Nieselschauer konnten uns den Spaß dabei kaum vermiesen. Und wir gönnten uns sogar etwas besonderes für das anstehende Mittagsmahl, doch dazu gleich mehr.
Als die Bootsleute schließlich zum Essen riefen, war der erste Ansturm natürlich wieder groß, doch wir warfen uns sogleich ins Getümmel, denn wir hatten wirklich Hunger.

107 - Buffet 01 - Isla Saona

Das Angebot war dem vor zwei Tagen auf der Isla Catalina sehr ähnlich: Verschiedene Reissorten, Bohnengemüse, Weißbrot, Kartoffeln und Pasta mit Tomatensauce. Außerdem gab es per Default Hähnchen und etwas Fisch.

109 - Lunch - Isla Saona

Nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Daher hatten wir uns zusätzlich zum Standardangebot hatten wir uns außerdem eine Langosta (sprich einen kleinen Hummer) bestellt, der uns gegrillt serviert wurde.

110 - Langosta - Islao Saona

Garniert mit etwas Limettensaft eine sehr gelungene Ergänzung zum Standard-Buffet.
Gegen 15:30 Uhr rief die Besatzung unseres Bootes schon wieder zum Aufbruch.

111 - Abfahrt von Isla Saona / Leaving Isla Saona

Zu Beginn gab es etwas Verwirrung, welches der vielen wartenden Boote für uns bestimmt war, doch letztlich fanden wir unseren Platz und machten uns via Schnellboot auf den Rückweg. Natürlich nicht ohne zwischendurch noch einmal im Piscina natural, der größten natürlichen Badewanne an der Küste von Bayahibe einen kurzen Zwischenstopp einzulegen. Hier kann man im gerade einmal hüft- bis brusttiefen Wasser wunderbar das karibische Meer genießen.

112 - Piscina natural - Bayahibe

Kurz bevor wir schließlich wieder im Hafen bzw. am Strand von Bayahibe anlegten, startete es schließlich heftig zu regnen und wollte gar nicht mehr aufhören.

113 - Regenschauer / Rainstorm - Ankunft in Bayahibe / Arrival in Bayahibe

Als wir vom Boot runter waren, suchten wir Schutz unter einem der nahen Bäume, der aber auch nicht den ganzen Regen abhalten konnte. Während der Bus einer russischen Reisegruppe bis direkt vor diesen Baum gefahren wurde, musste unsere Gruppe aus Punta Cana letztlich wieder durch den halben Ort laufen, um pitschnass und durchgeweicht schließlich im Bus Platz nehmen zu können. Und obwohl es regnete, wurden wir am Parkplatz erneut von den zahlreichen Verkäufern bestürmt, die uns trotz unserer klar ersichtlichen, misslichen Lage wieder irgend welches Zeug andrehen wollten. Meine Stimmung war auf jeden Fall ziemlich am Boden.
Und dann wurden uns im Bus schließlich noch Rumflaschen mit dem zu Beginn der Reise am Strand geschossenen Fotos als Souvenir angeboten. Ich bin zwar kein Rumtrinker, aber ich griff dennoch zu, da ich es als schöne Erinnerung an diesen Ausflug sah. Leider ging die Flasche später bei der Rückreise nach Santo Domingo kaputt, daher waren die elf Euro letztlich sinnlos investiert.
Am Abend packten wir bereits unsere Sachen, denn am nächsten Morgen, einem Montag, sollte es erst einmal zurück nach Santo Domingo gehen. Außerdem wuschen und trockneten wir unsere feuchten Sachen vom Ausflug. Die Übergabe des Appartments am nächsten Morgen verlief problemlos und wir erhielten unsere Kaution vollumfänglich zurück. Dann ging es in einem privaten Taxis in Richtung Santo Domingo – eine Fahrt die 70 Euro kosten sollte, aber das war es uns wert. Leider machte das Taxis am Stadtrand von Santo Domingo schlapp, so dass uns der Fahrer ein lokales Taxis organisieren musste, das uns zu unserem eigentlichen Ziel brachte: dem Apart Hotel Atalaya im Stadtteil El Manguito, in dem wir in den letzten Jahren bereits mehrfach Station gemacht hatten. Wir erhielten sogar das selbe Zimmer im Erdgeschoss wie vor zwei Jahren.

114 - Aparta Hotel Atalaya - Santo Domingo

115 - Aparta Hotel Atalaya - Santo Domingo - Zimmer / Room

Wir nutzen dieses Hotel ja nicht wegen seines besonderen Komforts oder seinen besonders günstigen Preises. Viel mehr liegt es einfach günstig am Rand des Stadtteils El Manguito, in dem Verwandtschaft meiner Begleitung lebt. Touristen verirren sich wohl eher selten in diese Gegend. Hinzu kam dieses Mal, dass man auch noch die Straßen aufgerissen hatte, was den Zugang zu den Wohnbereichen noch etwas erschwerte.

116 - El Manguito - Santo Domingo

Bevor wir irgend etwas anderes unternehmen konnten, mussten wir natürlich erst einmal diese Verwandtschaft besuchen, was natürlich einige Zeit in Anspruch nahm. Ich nutzte die Zeit dabei auch, die abenteuerliche Architektur von El Menguito mit seinen engen Gassen und seinen eher willkürlich wirkenden Gebäuden zu bewundern.

117 - Gassen von El Manguito - Santo Domingo

118 - El Manguito - Santo Domingo

119 - El Manguito - Santo Domingo

Noch während wir in El Menguito saßen und redeten, warf ich das Internet an und begann, eine schöne Location für ein Abendessen in Santo Domingo zu suchen. Dabei stieß ich auf eine Liste der Top 10 Restaurants in Santo Domingo und entschied mich nach kurzem Überlegen für Sophia’s Bar and Grill (kurz SBG) im Stadtteil Paintini. Doch so einfach sollte es nicht sein dort hin zu kommen.
An einer Straße nahe El Menguito winkten wir uns erst einmal einen Fahrer heran, der gar nicht so nach Taxi aussah und der uns zu einem Restaurant fahren sollte. Meine Einwürfe, ich wolle zu besagten SBG fahren, wurden erst einmal ignoriert und der Fahrer brachte uns zu einem Restaurant, das zwar nicht schlecht aussah, aber eben nicht das war, was ich mühevoll ausgesucht hatte. Erst meine Argumentation dass ich etwas besonderes wolle und nicht in irgend eine “Cantina” gehen wolle, bewegte meine Begleitung und ihren Cousin schließlich dazu, dass wir uns ein zweites Taxis kommen ließen, das uns schließlich zum SBG brachte.
Ich muss zugeben dass ich mir etwas underdressed vorkam, als wir schließlich vor den SBG hielten, denn ich war nur in T-Shirt, Shorts und Flip Flops gekleidet und das Restaurant wirkte sehr edel und verfügte sogar über einen Portier inklusive Parking Service. Doch einem Gringo und Blanco wie mir schien man da nicht ganz so genau hinzusehen, denn wir wurde überaus freundlich begrüßt und sogleich an einen der wenigen freien Tische geleitet.

120 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo

121 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo

122 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo

Ich sah Geschäftleute in Anzügen – wobei ich bis heute nicht verstehen kann wie man bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit mit Jacket und Krawatte rumlaufen kann, eine größere Geburtstagsentourage jüngerer, offensichtlich wohlhabenderer Dominikaner und einige Tische mit Pärchen oder jungen Familien besetzt. Alles durchgehend hellhäutige Dominikaner, da war weniger ich, aber doch meine dunkelhäutige Begleitungen eher eine Ausnahme. Die Ober erwiesen sich aber als überaus aufmerksam und wir orderten aus der umfangreichen Weinkarte zuerst einen guten lokalen Weißwein aus der exklusiven Weinkarte, anschließend begannen wir die umfangreiche, aber nicht überladene Speisekarte zu studieren. Diese war zwar in spanisch gehalten, aber ich fahre inzwischen lange genug in dieses Land um zumindest eine solche Speisekarte sicher lesen zu können.
Als Vorspeise wählte ich Rock Shrimps Tempura, die in einem Bett aus frischem Blattspinat serviert wurden.

122 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo - Rock Shrimps Tempura

Tempura Shrimps zählen ja zur bekannten japanischen Küche und wurden stilecht auch gleich mit Stäbchen serviert, aber ich griff dann doch lieber auf Messer und Gabel zum verzehr zurück. Die in dünner Panade frittierten und in einer süß-scharfen Sauce angemachten Shrimps erwiesen sich jedenfalls als wahrer Genuss und waren jeden der 500 Pesos (ca. 10 Euro) Wert, die sie kosteten.
Für die Hauptspeise griff ich schließlich mit Crispy Red Snapper Caramel zu einem Fischgericht.

123 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo - Crispy Red Snapper Caramel

Auf einer Reiszubereitung aus Wild- und Vollkornreis waren zwei über großzügig portionierte Fischfilets vom Roten Schnapper drapiert, die man mit einer knusprigen, leicht pikanten aber gleichzeitig auch süßlichen Hülle umgeben hatte. Eine eher ungewöhnlich Form um Fisch zu servieren, vor allem wegen der deutlichen Karamelnote, aber dennoch (oder gerade deswegen) sehr lecker. Dabei war das Fischfilet von wirklich vorzüglicher Qualität und auch die Reiszubereitung erwies sich als überaus gelungen. Auch hier schienen die 780 Pesos gut investiert.
Während unseres gesamten Aufenthalts hielt sich ständig eine der Bedienungen dezent im Hintergrund und schenkte unaufgefordert aus der gekühlt bereits stehenden Flasche Wein nach, sobald sich das Glas zu sehr leerte. Genau so erwarte ich es von einem guten und hochklassigen Restaurant und ich denke das SBG (Sophia’s Bar and Grill) hat sich seinen Platz in den Top 10 der besten Restaurants der dominikanischen Hauptstadt redlich verdient. Dass man dann für 3 Personen bei 3 Vorspeisen, 3 Hauptspeisen und 2 Flaschen eines guten Weißwein über 10.000 Pesos löhnen muss, versteht sich dabei von selbst.
Nach dem Besuch in SBG ließen wir uns schließlich noch in eine Disco fahren, in der wir den Abend ausklingen ließen. Irgendwann zwischen halb eins und ein Uhr wurde der Laden dann jedoch von uniformierter und schwer bewaffneter Polizei geschlossen wurde. Was genau los war, ließ sich nicht heraus finden und ich wagte es auch nicht von den Polizisten in Körperpanzern und mit Sturmgewehr irgend welche Fotos zu machen, aber sie waren bestimmt nicht wegen uns da, denn wir konnte uns ohne weitere Probleme von einem Taxi ins Hotel fahren lassen, wo wir dann auch bald schon einschliefen.

Punta Cana & Manati Park [05.-06-.01.2017]

Am Freitag, dem 05. Januar, endete schließlich unser Aufenthalt in La Romana und wir machten uns bereit, weiter nach Punta Cana oder besser in das nördlich davon gelegene El Cortecito zu fahren, wo ich bereits von Deutschland aus ein Appartment für das Wochenende gemietet hatte. Die günstigste Variante wäre hier natürlich wieder der Bus gewesen, doch meine Begleitung hatte gemeinsam mit dem Hotelbetreiber eine Fahrt mit einem privaten Taxis organisiert, die uns – so hofften wir – bis direkt zur Unterkunft bringen sollte – eine Strecke von etwa 95 Kilometern. Mit knapp 70 Euro kein billiger Spaß, dafür aber Streßfrei.
Nach einer herzlichen Verabschiedung vom Hotelbetreiber luden wir unser Gepäck also in das wartende Taxi, das von außen aber nicht als solches zu erkennen war, und ließen uns durch weitläufige Zuckerrohrfelder und über die kostenpflichtige, dafür aber fast schon Autobahnmäßig ausgebaute Autopista de Coral an die Ostküste der Dominikanischen Republik chauffieren. Bereits auf der Fahrt kontaktierten wir Maxime, die Kontaktperson in El Cortecito die uns die Schlüssel für das Appartment übergeben sollte.

64 - Zuckerrohrfelder auf dem Weg nach Punta Cana / Sugar cane fields near Punta Cana 65 - Straße nach / Street to Punta-Cana
66 - Bienvenidos a Punta Cana

Als wir El Cortecito schließlich erreichten, bot sich uns ein Bild dass nicht ganz meinen Vorstellungen von einem Urlaubsort entsprach. Rechts und links säumten lange, teilweise stacheldrahtbewehrte Mauern die Straßen, nur unterbrochen von Kreiselverkehr-Anlagen, an denen sich meist die Einfahrt in eines der vielen All Inclusive Resorts befand.

68 - Mauern in El Cortecito / Walls in El Cortecito

Für Individualurlauber wie mich eher ein Kraus, aber was will man machen. Gemäß der Wegbeschreibung auf Booking.com navigierten wir den Fahrer zu den von mir gebuchten Los Corales Appartments, vor denen wir dann auf Maxime warteten. Und der Anblick der sich uns bot war schon mal ganz nett – zumal sich die Anlage in einem offenen Siedlungsbereich mit breitem Zugang direkt zum Strand befand.

67 -Apartmentos Los Corales Bavaro

Doch als Maxime eintraf, wurden unsere Hoffnungen erst einmal gedämpft, denn dieser teilte uns mit dass das hier ja gar nicht unsere Wohnanlage sei (obwohl es genau die Adresse von booking.com war), sondern dass wir noch ein Stück fahren müssten. Also stiegen wir in seinen Wagen um und er kutschierte uns noch etwa zehn Minuten durch El Cortectito, bis wir schließlich eine Wohnanlage erreichten, die sich als Presidental Suites bezeichnete. Ich hatte schon befürchtet, dass wir nun in irgend einem Drecksloch abgeladen werden würden, daher war ich von der Qualität des Appartments doch positiv überrascht: Zwei Schlafzimmer und Bäder, großes Wohn- und Esszimmer, großzügige Küche und großer Balkon – insgesamt sogar wahrscheinlich größer als meine Wohnung im teuren München. 😉

67 - Lifestyle Holidays Vacation Club - El Cortecito
68 - Presidental Suites Appartment - Wohnzimmer / Living room 69 - Presidental Suites Appartment - Wohnzimmer / Living room 2
Wohn- / Esszimmer

70 - Presidental Suites Appartment - Küche & Theke / Kitchen counter 71 - Presidental Suites Appartment - Küche Kochbereich / Kitchen cooking area
Küchenbereich

72 - Presidental Suites Appartment - Kleines Schlafzimmer / Small bedroom 73 - Presidental Suites Appartment - Bad / Bathroom
Kleiner Bettraum & Bad

74 - Presidental Suites Appartment - Großes Schlafzimmer / Big bedroom 75 - Presidental Suites Appartment - Großes Schlafzimmer 2 / Great bedroom 2
Großes Schlafzimmer

76 - Presidental Suites Appartment - Großer Balkon 1 / Huge balcony 1 76 - Presidental Suites Appartment - Großer Balkon / Huge balcony 2
Balkon

78 - Presidental Suites Appartment - Blick vom Balkon / View from balcony 79 - Presidental Suites Appartment - Blick vom Balkon / View from balcony 2
Blick vom Balkon

Dann kam die nächste… na ja… Überraschung: Wir hätten noch 300 US-Dollar Kaution in Bar für das Appartment zu hinterlegen, die wir bei der Abreise aber zurück bekämen. So viel Bargeld hatte ich aber nicht mehr dabei, also zurück ins Auto und noch einmal acht bis zehn Minuten Fahrt bis zur nächsten Banco Popular Filiale, wo ich das Geld mit Hilfe meiner Kreditkarte an einem Bankautomaten abheben konnte.
Maxime gab sich sogar schließlich mit 10.000 Dominikanischen Pesos als Kaution zufrieden, also nicht mal 200 Euro, wobei er erzählte dass andere Mieter das Appartment bereits mit kaputten Fernseher und zerschlagenen Spiegel verlassen hätten und er schließlich auf den Kosten sitzengeblieben wäre. Daher bete er um Verständnis.
Die Anlage selbst bestand auf zwei lang gezogenen Appartment-Gebäuden, in dessen Zwischenraum sich ein langgezogener Pool befand. Während das linke Gebäude besagte Presidential Suites beinhaltete, wurde im rechten Gebäude ein weiteres All Inklusive Hotel betrieben. Leider gehörten fast alle Restaurants und Bars auf diesem Gelände genau zu diesem Hotel und ohne das kategorische gelbe Armband konnten wir als “Fremdgäste” weder Speisen noch Getränke dort genießen.
Also brachen wir noch einmal auf und ließen uns in eine nahe gelegene Filiale der Supermarktkette Jumbo fahren, wo wir uns mit Speisen und Getränken für Wochenende eindeckten. Ich besorgte sogar etwas Pasta, Hackfleisch und Senf, um einen Spirelli-Topf nach Art meiner Mutter zuzubereiten. Einzig Rinderbrühe und Maggi Gewürzmischung Nr. 5 waren in Dominikanischen Supermärkten nicht zu bekommen, aber ich fand passablen Ersatz. Leider gibt es kein Foto davon, aber geschmeckt hat es allemal. Ansonsten passierte am Abend nicht mehr viel und wir waren Müde, daher gingen wir relativ früh zu Bett.
Für den nächsten Tag hatten wir noch keine konkreten Pläne gemacht und brachen am späteren Vormittag erst einmal auf, um irgendwo zu Brunchen – so die ursprüngliche Idee. Aber in einer Siedlung, die fast nur aus hohen Mauern und ausschließlich für die dortigen Gäste vorgesehenen All Inklusive Resorts besteht, erwies sich das als gar nicht mal so einfach. So landeten wir schließlich im Mandati Park, einer Art Zoo und Freizeitpark. Alle Preise hier waren ausschließlich in US Dollar angegeben und der Eintrittspreis von 20 Dollar pro Person war schon recht happig, aber im Urlaub geht das schon mal. Im Eintrittspreis inbegriffen war der Besuch von drei Shows, eine Ureinwohner-Tanzshow, eine Papageien-Show und eine weitere Show mit Seelöwen und Delphinen. Für 120 Dollar extra hätte man auch noch mit den Delfinen schwimmen können, aber dazu war ich glaube ich schon zu alt. Nach bezahlen des Eintrittspreises wurden wir erst einmal dazu genötigt, uns zuerst mit zwei als Karibikschönheiten verkleideten Damen und anschließend mit Papageien auf den Armen, genau genommen Aras, ablichten zu lassen, erst dann konnten wir uns dem Imbiss zuwenden, um endlich unseren Hunger zu stillen.

80 - Manati Park - Food and Drinks

Zumindest wurden wir am Tisch bedient und bekamen sofort englische Speisekarten mit Dollarpreisen gereicht. Das Angebot war nicht sehr umfangreich: Burger, Sandwiches, Wraps und Chicken Wings – also sehr auf das nordamerikanische Publikum zugeschnitten. Ich entschied mich nach kurzem Abwägen für einen Crispy Chicken Burger.

81 - Manati Park - Crispy Chicken Burger

Nach unserem einfachen Mahl machten wir uns daran, den Park ein wenig zu erkunden. Wir sahen einheimische Leguane (und durften sie sogar halten und streicheln),

82 - Manati Park - Leguan / Iguana

83 - Manati Park - Leguan/ Iguana 2

Krokodile (die allerdings aus Nordamerika stammten),

84 - Manati Park - Krodkodil / Crocodile

Affen,

85 - Manati Park - Affe / Monkey

eine große Auswahl an Papageien, darunter viele Aras und Kakadus,
86 - Manati Park - Papageien / Parrots
Meerschweinchen

87 - Manati Park - Meerschweinchen / Guinea Pigs

sowie Flamingos, Schildkröten und vieles mehr. Ich selber war ja schon in vielen Zoos gewesen, daher war es für mich nur mäßig Interessant, aber für meine Begleitung war es der erste Besuch in einem Zoo und sie schien es zu genießen.
Schließlich brachte man uns durch ein Tor in Form einer große Plastik, die an Olmekische Kunst erinnerte, ins sogenannte Pueblo Taino.

88 - Manati Park - Pueblo Taino

Die Taino waren die indianischen Ureinwohner der großen Antillen gewesen, zu denen auch die Dominikanische Republik und Haiti gehören. Leider sind sie durch Sklaverei und eingeschleppte Krankheiten bereits wenige Jahrzehnte nach Ankunft der Spanier so stark dezimiert worden, dass sie schließlich ausstarben. Das hinderte die Parkbetreiber aber nicht daran, die typischen Touristen-Handwerkswaren des Landes durch verkleidete Mitarbeiter in nachgebauten Hütten als Taino-Kunst anzubieten. Dass die Darsteller sich dabei natürlich aus Dominikanern und Haitianern zusammensetzte, dürfte aber klar sein. Aber die Attraktion weswegen wir her gekommen waren, war natürlich nicht die Souvenirs, sondern die kleine Taino-Tanzshow, die kurz darauf begann und welche ein typisches Ritual der Taino-Ureinwohner darstellen sollte. Inwieweit sich das nach fast 500 Jahren noch so eindeutig rekonstruieren lässt ist natürlich fraglich, aber ich verbuche es mal als Unterhaltung für Touristen. Zumal es im Preis inbegriffen war. Zumal war die Inszenierung wirklich gut gemacht.

89 - Manati Park Taino-Vorführung / Taino Show

Danach ging es gleich weiter zur nächsten Show am anderen Ende des Parks, bei der uns Seelöwen und Delphine vorgeführt werden sollten. Den Anfang machten zwei Seelöwen. Nach einer kurzen Vorstellung wurden die Gäste ans Becken gerufen, die sich gerne mit den Seelöwen fotografieren lassen wollten. Die Fotos machten natürlich nicht die Gäste selbst, sondern Parkfotografen mit professionellen Spiegelreflexkameras. Und es waren nicht wenige, die so ein Foto wollten, darunter nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wir verzichteten jedoch darauf.
Anschließend wurde eine kleine Show mit Kunststücken der Seelöwen vorgeführt: Tanzen, balancieren von Bällen, klatschen auf Zuruf und einiges mehr.

90 - Manati Park - Seelöwen / Sea lions

Im zweiten Teil der Show schwammen drei Delphine in das Becken und der Kommentator, der aber höchstwahrscheinlich vom Band abgespielt wurde, gab zuerst einige Fakten über diese Säugetiere der Meere von sich, bevor auch schließlich die Delphine ihre Kunststücke vorführen durften.

91 - Manati Park - Delphine / Dolphins 1

92 - Manati Park - Delphine / Dolphins 2

Auch wenn ich kein allzu großer Fan von solchen Tiershows bin, war die Vorführung doch gut gelungen. Sowohl ich als auch meine Begleitung waren unterhalten worden.
Theoretisch hätten wir jetzt noch zu den Aras gehen können, um uns eine dritte Show anzusehen, doch meine Begleitung wollte nach Hause ins Appartment und ich hatte auch keine große Lust mehr. Also riefen wir das Taxi an, das uns her gebracht hatte und verließen den Park. Das grüne Armband, das uns als zahlende Gäste identifizierte, musste wir am Ausgang ablegen.
Zuhause angekommen, organisierten wir den morgigen Tag, der einen erneuten Besuch auf der Insel Saona wie bereits vor genau einem Jahr beinhalten sollte.
Am Abend begaben wir uns dann noch einmal in den angrenzenden kleinen öffentlichen Strandbereich, der nicht zu irgend einem der Ressorts hier gehörte, sondern freie Restaurants bot. Dort ließen wir uns im Matru Seafood Restaurant direkt am Strand nieder, um unser Abendessen zu uns zu nehmen.

93 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito

94 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito

Obwohl es sich ja eher um ein Restaurant für Fisch und Meeresfrüchte handelte, entschied ich mich für ein Ribeye Steak (Medium gebraten) von der Karte, das mit einer Pfeffersauce und Pommes Frites serviert werden sollten. Dazu bestellten wir noch eine Flasche trockenen Weißwein, den ich mit im Gegensatz zum Rotwein in La Romana gerne gekühlt servieren ließ.
Doch bevor das Essen kam, servierte man uns ein kleines, kostenloses Entrée in Form von panierten Fisch-Sticks mit einer Art Remoulade-Sauce, einem gemischten Salat und einigen hausgemachten Kartoffelchips.

95 - Matru Seafood Restaurant - Entrée

Vor allem die Fisch-Sticks fand ich sehr lecker und obwohl sie frittiert schienen, waren sie nicht zu fettig und ließen sich auch gut mit der Hand essen. Die Chips wiederum waren für meinen Geschmack etwas zu fettig geraten. Zum Salat kann ich nur sagen, dass er angenehm frisch und knackig war. Dazu wurde ein Öl-Kräuter-Dressing in einer kleinen Flasche gereicht.
Etwa eine viertel Stunde später brachte man uns dann das Hauptgericht, in meinem Fall ein angenehm großes, frisch gebratenes Steak.

96 - Matru Seafood Restaurant - Ribeye-Steak

Außerdem tauschte man das Standard-Messer gegen ein scharfes Steak Messer aus und brachte anschließend einen Teller Pommes Frites und die Pfeffersauce in einer kleinen Schale.

97 - Matru Seafood Restaurant - Pommes & Pfeffersauce / French fries & pepper sauce

Wie gewünscht war das Steak Medium durchgebraten und im Inneren noch leicht rosa.

98 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito - Ribeye Steak Querschnitt / Lateral cut

Und auch geschmacklich war es wirklich ein Genuss, der allerdings dadurch getrübt wurde dass das Fleisch recht stark durchwachsen war, also relativ viel fettige Gewebe enthielt. Aber gemeinsam mit der leicht pikanten Pfeffersauce und den knusprigen Pommes Frites dennoch eine gute Wahl, wenn auch mit etwas mehr als 600 Dominkanischen Pesos, also etwas mehr als 10 Euro kein billiger Genuss.
Nach dem Abendessen und je einer halben Flasche Wein machten wir uns schließlich zurück auf den Weg ins Appartment und legten uns gleich schlafen. Morgen wollten wir früh nach Saona aufbrechen.