Boca Chica Beach [12.06.2016]

Am heutigen Dienstag stand ein Ausflug nach Boca Chica, der berühmten Strandregion östlich von Santo Domingo auf meinem Plan. Eine Fahrt dorthin mit einem Public Taxi oder einem regulären Taxi erschienen nach einiger Überlegung zu umständlich oder zu teuer, daher entschloss ich mich mit einigem Zähneknirschen dazu, einen Mietwagen zu nehmen. Allerdings schienen mir die kleineren Verleiher durchgehend nicht sonderlich vertrauenswürdig, daher landete ich schließlich bei einer Nelly Rent-a-Car Niederlassung am Südrand von Santo Domingo.

Nelly Rent-A-Car @ Santo Domingo

Hier ging es, im Gegensatz zu dem war ich bisher in Sachen Mietwagen erlebt hatte, sehr professionell zu. Für den Wagen, einen silbernen Hyundai, inklusive Vollkasko- und Rechtsschutz-Versicherung sollte ich 65 US-Dollar pro Tag bezahlen, allerdings wurde meine Kreditkarte gleich mit 265 Dollar belastet, um die Selbstbeteiligung im Schadensfall abdecken zu können. Das Geld würde ich hinterher zurück bekommen, wenn ich den Wagen schadensfrei zurück gab. Ich musste Reisepass und Führerschein vorlegen und musste eine ganze Latte an Formularen ausfüllen, bevor ich schließlich und nach fast einer Stunde endlich den Wagen samt Schlüssel ausgehändigt bekam. Dafür war der Wagen in einwandfreiem Zustand, gereinigt und bis zum Anschlag vollgetankt als ich ihn übernahm und bei der Übernahme wurde jeder Kratzer und jede Beule genaustens dokumentiert. So war ich es von Mietwagen in Europa und den USA gewohnt, aber in der Dominikanischen Republik erlebte ich das so das erste Mal.
Ich hatte ja bereits über den Verkehr in der Dominikanischen Republik berichtet, aber hier in Santo Domingo potenzierte sich das Ganze noch einmal. Die Moto-Taxis schienen noch Rücksichtsloser und die Public Taxis waren größtenteils absolute Schrottkarren und nahmen scheinbar noch weniger Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer als im Norden. Doch ich musste Ruhe bewahren, denn Aufregen bringt hier nichts – man muss einfach Geduldig sein und Rücksichtsvoll fahren.
So brach ich also auf in Richtung Boca Chica. Vorbei an einem riesigen, landestypisch bemalten Obelisk

Obelisk @ Santo Domingo

fuhr ich immer an der Küste entlang auf der Autopista Las Americas ostwärts, überquerte den Rio Ozama auf Höhe der Stadtviertel Ataranza und Los Molinos

Santo Domingo

Los Molinos @ Santo Domingo
Los Molinos

Atarazana | Rio Ozama @ Santo Domingo
Rio Ozama & Ataranzana

und passierte, auf der Autopista 3 an der Küste entlang fahrend den Internationalen Flughafen von Santo Domingo und erreichte wenig später den Ort Boca Chica.

Dominican Flag near Boca Chica

Das erste Problem war erst einmal, einen Parkplatz in diesem Ort zu finden. Denn es war Sonntag und wir waren nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen waren an den Strand zu fahren. Rund um einen kleinen Park mitten in der Ortschaft, passenderweise Parque Central genannt, wurde ich schließlich fündig und konnte den Wagen abstellen. Einer der lokalen selbst ernannten Parkplatz-Wächter legte sogar noch eine Pappe auf die Windschutz-Scheibe, damit der Wagen sich nicht aufheizte. Das war guter Service, dafür sollte er bei der Abfahrt 100 bis 150 Pesos Trinkgeld erhalten – das hatte er sich verdient. Vorbei an kleinen Bistros, Souvenirständen und Restaurants begaben wir uns in Richtung Sandstrand.
Der Strand war, ganz wie erwartet vollkommen überlaufen, wobei es aber hauptsächlich Einheimische und wenig Touristen waren, die sich hier herum trieben. Wir wurden von Anfang an gleich von mehreren jungen Männern umlagert, die uns in ihre jeweiliges Etablisment am Strand locken wollten und dabei teilweise sogar recht rabiat vorgingen. Nach einigem Abwägen wählte ich schließlich einen Platz in einem Abschnitt, der sich hochtrabend als Club Restaurante Millionaire Beach bezeichnete. Auf einer Strandliege unter einem Sonnenschirm nahe am Wasser bezog ich schließlich Station.

Boca Chica Beach

Wie an allen größeren Stränden in der Dominikanischen Republik zogen natürlich auch hier unzählige Verkäufer durch die sich erholenden Massen am Strand und versuchten, Schmuck, Zigarren, Obst, Snacks, Massagen und sogar Gemälde auf Leinwänden an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Auch hier vergingen kaum 10 Minuten, ohne dass man angesprochen wurde – und so etwas nervt wenn man sich erholen will. Ich ging dazu über bereits abzuwinken, wenn sich einer Verkäufer auch nur nährte.

Sales woman @ Boca Chica beach
Teigtaschen-Verkäuferin an Boca Chica Beach

Etwas später machte sich natürlich der Hunger bemerkbar und aus der umfangreichen Speisekarte des Club Restaurante Millionaire Beach fiel die Wahl auf einen gemischten BBQ-Dish aus gegrillten Fleischstückchen von Schwein, Rind und Geflügel, die mit, Ketchup, BBQ-Sauce, Pommes Frites und den hier üblichen Kochbananen-Chips (Platanos) serviert wurde. Als Appertif gab es während er Wartezeit noch frisches Bruschetta.

Bruschetta @ Boca Chica Beach
Bruschetta

Grillplatte | Boca Chica Beach
BBQ-Dish

Das Fleisch war qualitativ wirklich hochwertig und gut gewürzt – da konnte man sich nicht beschweren – und die Menge reichte aus, um mich und alle aus meiner Begleitung zu sättigen. Mit über 800 Pesos, also etwa 15 Euro kein billiger Spaß, aber das war es mir wert. Zum Abschluss nach dem Bezahlen gab es sogar noch eine Runde dunklen Brugal-Rum, auf den ich aber verzichtete, da ich anschließend Auto fahren musste und bei dem chaotischen Verkehr hier keine Risiken eingehen wollte.
Nach dem Besuch an Boca Chica Beach ging es erst einmal zurück ins Hotel, wo ich mich duschte und frisch machte. Später am Abend brachen wir dann noch einmal auf, um das Nachtleben der Dominikanischen Hauptstadt etwas zu erkunden. Dabei landeten wir am Ende auch in einer Discotheke an der Avenida Republica de Colombi im Stadtteil Los Peralejos im Nordosten der Stadt.

Discotheke @ Santo Domingo

An den Namen des Clubs kann ich mich leider nicht mehr erinnern, sehr wohl aber an die Lautstärke im Inneren, die bei (mit dem iPhone gemessenen) 104 bis 110 Dezibel lag und längere Unterhaltungen erschwerte. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass man in dem diesem Club, in dem der Konsum von normalen Zigaretten nicht erlaubt war, Shisha, also Wasserpfeife, rauchen konnte. Für 450 Pesos bereitete einer der speziell dafür bereit stehenden Angestellten die Wasserpfeife samt Tabak und Kohlestück vor, brachte sie an den Tisch und verteilte hygienisch verpackte Mundstücke. Sobald die Kohle zu durchgeglüht oder der Tabak aufgebraucht war, wurde kostenlos nachgefüllt. Nach einigen Flaschen des lokalen Presidente-Biers und einer Shisha ging es schließlich zurück in Hotel, wo ich recht schnell ins Land der Träume entglitt. Was für ein Tag…

Fahrt nach Santo Domingo [11.06.2016]

Nach einem Tag Erholung sollte es heute wieder auf große Fahrt gehen. Und dieses Mal auf wirklich große Fahrt, denn ich wollte von Puerto Plata an der Nordküste in nach Santo Domingo, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik an der Südküste fahren. Da ich ja bereits gestern meinen Mietwagen abgegeben hatte – und mir auch eine vier bis fünfstündige Autofahrt durch das Inland nicht antun wollte – hatte ich mich für eine Fahrt mit der lokalen Buslinie Caribe Tours entschieden, mit der ich hoffentlich Streßfrei im klimatisierten Reisebus an mein Ziel kommen wollte. Zuerst musste ich aber erst einmal mit dem Public Taxi nach Puerto Plata kommen, wo Caribe Tours einen eigenen Busbahnhof unterhält. Daran angeschlossen gibt es auch noch eine eigene Banco Caribe. aber das nur am Rande erwähnt, denn dort kann mit westlichen Kreditkarten, z.B. Visa oder MasterCard, nichts anfangen – sie werden weder am Geldautomat noch am Schalter akzeptiert. An dieser Stelle noch eine kleine weitere Anmerkung zu Banken in der Dominikanischen Republik: Es gibt richtige Banken wie die Banco Real, Banco Leon oder Banco Popular, in denen man meistens auch mit Englisch gut weiter kommt, außerdem gibt in jeder Ortschaft kleine Hütten an denen Banca irgendetwas steht. Das sind jedoch keine echten Banken, sondern soweit ich es verstanden habe kann man dort scheinbar Lotterie spielen. Nicht das ich auf Idee gekommen wäre, dort Geld abheben zu wollen – aber die Bezeichnung ist für Gringos wie mich eben etwas verwirrend. ūüėČ
Schließlich erreichte ich den Busbahnhof in Puerto Plata.

Caribe Tours bus station @ Puerto Plata Caribe Tours Bus station @ Puerto Plata
Am Busbahnhof Puerto Plata

Das Ticket war erstaunlich günstig: Für gerade einmal 320 Pesos, umgerechnet etwas mehr als 6 Euro, konnte man die komplette Strecke zurücklegen. Und in 15 bis 20 Minuten sollte auch schon der nächste Bus starten. Wenig später fuhr das gepflegte und modern aussehende Gefährt aus dem Hause Scania auch schon vor und ich konnte mich einreihen, um einzusteigen. Wer wollte, konnte kostenlos seinen Koffer für den Laderaum abgeben und bekam einen kleinen Beleg, um später auch das richtige Gepäckstück zurück zu bekommen.

Bus Caribe Tours Bus Caribe Tours
Beim Einsteigen

Fest zugewiesene Sitzplätze gab es nicht, jeder suchte sich einfach einen freien Platz bis der Bus schließlich fast voll war. Nur ganz hinten links wollte niemand sitzen, denn hier befand sich die Toilette und von ihr ging ein minimaler Uringeruch aus. Kurz vor der Abfahrt ging der Busfahrer noch einmal kurz durch den Gastraum und schien die Mitfahrenden zu zählen, dann ging es auch schon los.

Inside Caribe Tours Bus

Die Fahrt ging natürlich nicht Non-Stop, sondern über verschiedene Zwischenziele, z.B. in der im Inland gelegenen Stadt Santiago

Zwischenstop in Santiago Zwischenstop in Santiago
Zwischentopp in Santiago

oder in der Ortschaft La Vega etwa auf halber Strecke.

Zwischenstop @ La Vega

Überall stiegen Fahrgäste aus oder zu, man konnte aussteigen, draußen rauchen, auf Toilette gehen und sich an den Busbahnhöfen kleine oder größere Snacks kaufen. Der Aufenthalt dauerte jeweils zwischen 15 und 20 Minuten.
Ganz zu Beginn ging einmal kurz ein Mann durch den Bus und verteilte Proben einer braunen, süßen Kokos-Creme. Wenig später kam er dann zurück und verkaufte ganze Päckchen dieser Creme für 50 Pesos sowie die hier üblichen süßen Nuss- und Sesamriegel für 25 Pesos.
Ich konnte auf der Fahrt glücklicherweise hin und wieder kurz etwas schlafen. Die ständig laufende Lüftung der Klimaanlage störte zu Beginn zwar etwas, aber man gewöhnte sich daran. Einziger Kritikpunkt war, dass man den Luftstrom aus fixen Öffnungen über den Sitzplätze nicht steuern oder regulieren konnte.
Schließlich kam wir in Santo Domingo an, der größten Stadt der Dominikanischen Republik und deren Hauptstadt. Über mehrspurige Straßen und vorbei an riesigen Viadukten fuhren wir in die Innenstadt. Ein interessantes Detail hier war, dass unter allen Brücken und Überführungen die ich sah kleine Pyramiden aus Beton gegossen worden waren. Ich vermute mal dass dies verhindern sollte, dass sich hier Obdachlose häuslich einrichten können – aber genau konnte ich es nicht in Erfahrung bringen.

Under a bridge @ Santo Domingo

Schließlich kamen wir am Caribe Tours Busbahnhof in Santo Domingo im Stadtteil Miraflores an und stiegen alle aus – hier war Endstation.

Plaza Caribe / at the bus station @ Santo Domingo

Um zum Hotel zu kommen, wählte ich eines der lokalen Taxis die vor dem Busbahnhof in Massen warteten. Die Fahrt von etwa 4 Kilometern vom Miraflores nach La Manguito dauerte etwas weniger als eine halbe Stunde und kurz darauf konnte ich im Apart Hotel Atalaya einchecken. Den Zimmerpreis von 1600 Pesos pro Nacht, also etwa 30 Euro, fand ich für Santo Domingo absolut akzeptabel. Frühstück oder ähnliches gab es allerdings nicht im Hotel – ich glaube auch dass das Hotel weniger für Touristen als für Einheimische gedacht war. Aber das passte schon – ich stelle ja auch keine übermäßig hohen Ansprüche. Der angenehm große Zimmer im Erdgeschoss war mit einer kleinen Küche samt Kühlschrank und Gasherd ausgestattet, außerdem gab es einen großen Deckenventilator und – was noch viel wichtiger war – eine professionelle Klimaanlage inklusive Fernbedienung. Im einfachen Bad mit Dusche lagen frisch Handtücher bereit. Außerdem gab es eine große Terasse mit einem Tisch und zwei Plastikstühlen, von der aus man in einiger Entfernung sogar den Ozean ausmachen konnte.

Apart Hotel Atalaya @ Santo Domingo

Room @ Apart Hotel Atalaya
Zimmer im Apart Hotel Atalaya

View vom balcony / Apart Hotel Atalaya @ Santo Domingo
Blick von der Terrasse

Jetzt musste ich mich erst einmal von der langen Reise etwas erholen – die Temperaturen waren in Santo Domingo nicht viel niedriger als an der Nordküste, daher war ich froh eine Klimaanlage im Zimmer zu haben. Außerdem hatte ich Hunger, daher besorgte ich mir eine große Portion Hähnchen mit Sauce und Bohnenreis für 150 Pesos (ca. 3 Euro) in einem nahen Laden und verzehrte es auf dem Zimmer.

Pollo con arroz @ Santo Domingo

Die Hähnchenteile waren – landestypisch – mit vielen Knochen versetzt, was den Genuss aber nur minimal minderte, da das Fleisch angenehm zart und saftig war. Und auch an der würzigen Sauce gab es nichts auszusetzen und der mit kleinen Bohnen versetzte Reis sorgte für die notwendige Sättigung. Nichts kulinarisch besonders hochwertiges, aber ich hatte einfach Hunger.
Am Abend ging es dann noch einmal mit einem Public Taxi auf Tour durch die Stadt und wir landeten schließlich auf einer Karaoke-Party an der Avenida George Washington gegenüber eines Kinos, die auf einer großen Terasse direkt oberhalb des Strandes stattfand.

Karaoke Night @ Santo Domingo

Die lokalen Hits, welche die Gäste mit mehr oder auch weniger Talent von sich gaben, kannte ich ich nur vom hören – ich war ja schon ein paar Tage in der Dominikanischen Republik und der allgegenwärtigen Musik konnte man hier nirgendwo entkommen – aber mit ein bis drei Presidente-Bier ließ sich das gut ertragen. ūüėČ
Nach eineinhalb bis zwei Stunden ging es dann zurück ins Hotel und ich bin wohl recht schnell eingeschlafen – die lange Reise hatte eben doch ihre Spuren hinterlassen…

Cheeseburger @ Sosua Beach [10.06.2016]

Nach all der Fahrerei in den letzten Tagen entschlossen wir uns heute dazu, mal etwas am nahen Strand zu entspannen. Vorher musste ich noch den Mietwagen abgeben, doch das gestaltete sich recht einfach, denn der Mietwagen-Verleiher kam einfach bei meiner Unterkunft vorbei, inspizierte den Wagen kurz und nahm ihn dann mit. Wirklich ein Spitzenservice – da konnte man nicht meckern. Danach ging es mit dem Public Taxi an den Strand von Sosua.

Beach of Sosua

Im Gegensatz zum Strand von Cabarete etwas weiter östlich wachsen hier neben den üblichen Palmen vor allem im hinteren Bereich auch zahlreiche lokale Laubbäume, die vor allem den Sitzgelegenheiten vor der sich aneinander reihenden Strandbars und Bistros viel Schatten spenden. Im vorderen Strandbereich auf der freien Sandfläche, an der die sanften Wellen des Atlantischen Ozeans an den flachen Strand schlagen, finden sich für aber auch zahlreiche Liegen für Sonnenhungrige.

Beach of Sosua

Wir ließen uns vor einer der Strandbars, mit der ich bereits bei einem meiner vorherigen Besuche gute Erfahrungen gemacht hatte: dem El Chulo Bar & Restaurant. Wie gewohnt war man schnell am Tisch, fragte uns nach den Getränke-Wünschen und brachte uns die Speisekarte.
Ich entschied mich dieses Mal für einen hausgemachten Cheeseburger mit Pommes Frites für 450 Pesos.

Cheeseburger - Sosua Beach

Die Pommes Frites waren leider etwas labbrig und auch die mit einer großen Bulette, einer Scheibe Käse, Salat, Tomatenscheibe und einem Zwiebelringe belegten beiden aufgetoastetenBurgerbrötchen-Hältften, die man sich man eigenem Gutdünken mit Ketchup und Mayo garnieren konnte, trafen nicht ganz meinen Geschmack. Vor allem die Bulette war für meinen Geschmack etwas zu kräftig und auch nicht sonderlich passend gewürzt. Mit Burgern scheint man es hier wirklich nicht so zu haben.
Besser hatte da meine Begleitung gewählt, denn sie hatte zum Chicken Cordon Bleu mit Kochbananen-Chips (Platanos) gegriffen.

Chicken Cordon Bleu - Sosua Beach

Die mit Käse und Schinken gefüllte, zarte Hähnchenbrust wurde in einer milden Pilzsauce gemeinsam mit den noch warmen Kochbanenen-Scheiben sowie einem kleinen Beilagensalat serviert mit Tomate und Gurke serviert, den man sich mit der am Tisch bereitstehenden Essig-Öl-Mischung garnieren konnte. Geschmacklich sehr gelungen, wenn auch mit 550 Pesos nicht gerade ein billiger Spaß.
Mehr gibt es vom heutigen Tag leider nicht zu berichten – er sollte ja auch primär der Entspannung und Erholung dienen.

Pollo con frijoles [08.06.2016]

Pollo con frijoles / Hähnchen mit Bohnen

Heute gab es mal wieder dominikanische Hausmannskost in Form von Hähnchen in einer Sauce mit Bohnen zum Mittag. Dazu gab es – wie üblich – gebratene Kochbananen-Chips (Platanos) und einen kleinen Salat mit Öldressing und angedünsteten Zwiebeln. Einfach, sättigend und überaus schmackhaft, da gab es nichts dran auszusetzen.

Weiterfahrt nach Las Galeras

Nach einem kleinen französischen Boulangerie in Las Terranas, in der ich mir einem landestypischen Santo Domingo Kaffee zwei überbackene, warme Croissants, einen mit Schinken und den anderen mit Tomaten belegt, gönnte

Croissants - Boulangerie - Las Terrenas

checkten wir aus dem Hotel aus und begaben uns auf die Weiterfahrt nach Las Galeras, etwas 75 Kilometer weiter östlich. Zuerst fuhren wir zurück nach Sanch√©z und dann weiter über die Regionalhauptstadt Samana bis hin zu dem im äußersten Nordosten der Halbinsel gelegenen Ortschaft Las Galeras. Eine Fahrt die etwa eine Stunde und fünfundvierzig Minuten dauerte. Hier sollten man angeblich über einen besonders schönen Strand vorfinden – und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Las Galeras

Las Galeras Beach

Las Galeras Beach

Las Galeras Beach
Las Galeras Beach

Um die Mittagszeit bekamen wir Hunger und auf Anfrage brachte uns eine Einheimische der nahegelegenen Strandküche einige frisch gefangenen Fische und Meeresfrüchte, aus denen wir unsere Auswahl für das Mittagsmahl treffen sollten.

Fresh fish / Frischer Fisch - Las Galeras Beach

Wir entschieden uns für zwei kleinere Fische in einer Kokosmilchsauce und einige Langusten mit Knoblauchsauce, dazu sollte Bohnenreis, gebratene Kochbananen und ein mit Öl-Dressing angemachter Salat serviert werden. Es dauerte etwa eine halbe bis eine dreiviertel Stunde, bis das Essen schließlich fertig war und auf einem der wackeligen Tische nahe des Strandküche serviert wurde.

Lunch @ Las Galeras Beach

Die Zubereitung sah zwar nicht ganz so professionell aus wie jene, die wir am Tag zuvor in Las Terrenas genossen hatten, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Von den Langusten war nach dem Abziehen zwar nicht allzu viel übrig geblieben, aber damit hatte ich gerechnet. Mit meinem Anteil von den beiden Fischen reichte die Menge mehr als aus, um satt zu werden.
Am späteren Nachmittag zogen dunkle Wolken auf und es sah nach Regen aus, so dass ich entschloss dass wir hier nicht ein weiteres Hotel suchen, sondern zurück fahren sollten. Eine gute Entscheidung, denn ich war gerade aus Las Galeras heraus gefahren, als die Fluten losbrachen und ein heftiger Platzregen hernieder ging. Ich konnte nur noch langsam über die schmalen Straßen fahren und es dauerte über eine Stunde, bis ich aus dem Regengebiet langsam heraus fuhr und der Niederschlag nachließ. Und weitere drei Stunden fahrt später kamen wir schließlich an unserem Ausgangspunkt an.