Cheeseburger @ Sosua Beach [10.06.2016]

Nach all der Fahrerei in den letzten Tagen entschlossen wir uns heute dazu, mal etwas am nahen Strand zu entspannen. Vorher musste ich noch den Mietwagen abgeben, doch das gestaltete sich recht einfach, denn der Mietwagen-Verleiher kam einfach bei meiner Unterkunft vorbei, inspizierte den Wagen kurz und nahm ihn dann mit. Wirklich ein Spitzenservice – da konnte man nicht meckern. Danach ging es mit dem Public Taxi an den Strand von Sosua.

Beach of Sosua

Im Gegensatz zum Strand von Cabarete etwas weiter östlich wachsen hier neben den üblichen Palmen vor allem im hinteren Bereich auch zahlreiche lokale Laubbäume, die vor allem den Sitzgelegenheiten vor der sich aneinander reihenden Strandbars und Bistros viel Schatten spenden. Im vorderen Strandbereich auf der freien Sandfläche, an der die sanften Wellen des Atlantischen Ozeans an den flachen Strand schlagen, finden sich für aber auch zahlreiche Liegen für Sonnenhungrige.

Beach of Sosua

Wir ließen uns vor einer der Strandbars, mit der ich bereits bei einem meiner vorherigen Besuche gute Erfahrungen gemacht hatte: dem El Chulo Bar & Restaurant. Wie gewohnt war man schnell am Tisch, fragte uns nach den Getränke-Wünschen und brachte uns die Speisekarte.
Ich entschied mich dieses Mal für einen hausgemachten Cheeseburger mit Pommes Frites für 450 Pesos.

Cheeseburger - Sosua Beach

Die Pommes Frites waren leider etwas labbrig und auch die mit einer großen Bulette, einer Scheibe Käse, Salat, Tomatenscheibe und einem Zwiebelringe belegten beiden aufgetoastetenBurgerbrötchen-Hältften, die man sich man eigenem Gutdünken mit Ketchup und Mayo garnieren konnte, trafen nicht ganz meinen Geschmack. Vor allem die Bulette war für meinen Geschmack etwas zu kräftig und auch nicht sonderlich passend gewürzt. Mit Burgern scheint man es hier wirklich nicht so zu haben.
Besser hatte da meine Begleitung gewählt, denn sie hatte zum Chicken Cordon Bleu mit Kochbananen-Chips (Platanos) gegriffen.

Chicken Cordon Bleu - Sosua Beach

Die mit Käse und Schinken gefüllte, zarte Hähnchenbrust wurde in einer milden Pilzsauce gemeinsam mit den noch warmen Kochbanenen-Scheiben sowie einem kleinen Beilagensalat serviert mit Tomate und Gurke serviert, den man sich mit der am Tisch bereitstehenden Essig-Öl-Mischung garnieren konnte. Geschmacklich sehr gelungen, wenn auch mit 550 Pesos nicht gerade ein billiger Spaß.
Mehr gibt es vom heutigen Tag leider nicht zu berichten – er sollte ja auch primär der Entspannung und Erholung dienen.

Pollo con frijoles [08.06.2016]

Pollo con frijoles / Hähnchen mit Bohnen

Heute gab es mal wieder dominikanische Hausmannskost in Form von Hähnchen in einer Sauce mit Bohnen zum Mittag. Dazu gab es – wie üblich – gebratene Kochbananen-Chips (Platanos) und einen kleinen Salat mit Öldressing und angedünsteten Zwiebeln. Einfach, sättigend und überaus schmackhaft, da gab es nichts dran auszusetzen.

Weiterfahrt nach Las Galeras

Nach einem kleinen französischen Boulangerie in Las Terranas, in der ich mir einem landestypischen Santo Domingo Kaffee zwei überbackene, warme Croissants, einen mit Schinken und den anderen mit Tomaten belegt, gönnte

Croissants - Boulangerie - Las Terrenas

checkten wir aus dem Hotel aus und begaben uns auf die Weiterfahrt nach Las Galeras, etwas 75 Kilometer weiter östlich. Zuerst fuhren wir zurück nach Sanchéz und dann weiter über die Regionalhauptstadt Samana bis hin zu dem im äußersten Nordosten der Halbinsel gelegenen Ortschaft Las Galeras. Eine Fahrt die etwa eine Stunde und fünfundvierzig Minuten dauerte. Hier sollten man angeblich über einen besonders schönen Strand vorfinden – und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Las Galeras

Las Galeras Beach

Las Galeras Beach

Las Galeras Beach
Las Galeras Beach

Um die Mittagszeit bekamen wir Hunger und auf Anfrage brachte uns eine Einheimische der nahegelegenen Strandküche einige frisch gefangenen Fische und Meeresfrüchte, aus denen wir unsere Auswahl für das Mittagsmahl treffen sollten.

Fresh fish / Frischer Fisch - Las Galeras Beach

Wir entschieden uns für zwei kleinere Fische in einer Kokosmilchsauce und einige Langusten mit Knoblauchsauce, dazu sollte Bohnenreis, gebratene Kochbananen und ein mit Öl-Dressing angemachter Salat serviert werden. Es dauerte etwa eine halbe bis eine dreiviertel Stunde, bis das Essen schließlich fertig war und auf einem der wackeligen Tische nahe des Strandküche serviert wurde.

Lunch @ Las Galeras Beach

Die Zubereitung sah zwar nicht ganz so professionell aus wie jene, die wir am Tag zuvor in Las Terrenas genossen hatten, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Von den Langusten war nach dem Abziehen zwar nicht allzu viel übrig geblieben, aber damit hatte ich gerechnet. Mit meinem Anteil von den beiden Fischen reichte die Menge mehr als aus, um satt zu werden.
Am späteren Nachmittag zogen dunkle Wolken auf und es sah nach Regen aus, so dass ich entschloss dass wir hier nicht ein weiteres Hotel suchen, sondern zurück fahren sollten. Eine gute Entscheidung, denn ich war gerade aus Las Galeras heraus gefahren, als die Fluten losbrachen und ein heftiger Platzregen hernieder ging. Ich konnte nur noch langsam über die schmalen Straßen fahren und es dauerte über eine Stunde, bis ich aus dem Regengebiet langsam heraus fuhr und der Niederschlag nachließ. Und weitere drei Stunden fahrt später kamen wir schließlich an unserem Ausgangspunkt an.

Ausflug nach Las Terrenas

So schön die Städte und vor allem die Strände Sosua und Cabarete auch sind, natürlich wollte ich auch dieses mal etwas mehr vom Land sehen. Daher entschloss wir uns dazu, mit dem Mietwagen mal in Richtung Osten auf die Halbinsel Samana zu fahren, um genau zu sein nach Las Tarrenas an der Nordküste. Über die namensgebende Hauptstadt Samana und ihre direkte Umgebung hatte ich ja in diesem Bericht von meinem ersten Besuch im Oktober letzten Jahres einmal ausführlicher berichtet. Es war bereits später Vormittag, als wir schließlich zu der drei- bis vierstündigen Fahrt aufbrachen und ich war erstaunt, wie leer die Autopista 5 zwischen Sosua und dem ersten Zwischenziel, der Stadt Nagua, war und ich legte die 122km trotz schlechter Straßenlage in nur etwas mehr als einer Stunde zurück. In Nagua selbst wurde es schwieriger, denn die Strecke war nicht besonders gut ausgeschildert, so dass wir uns erst einmal verfuhren, bevor uns ein Einheimischer schließlich auf die richtige Strecke brachte und nach einer weiteren Stunde erreichten wir die kleine Ortschaft Sanchez in etwas mehr als 40km Entfernung. Einige langsam fahrende LKWs, die nur schwer zu überholen gewesen waren, hatten etwas Zeit gekostet. Was nun kam, war eine wirkliche Herausforderung, denn wir fuhren auf einer engen, steilen Straßen, die sich durch bewaldete Hügel wanden

Streets to Las Terranas

und immer wieder kleine Dörfer durchquerten, in denen gerade viele Schulkinder in den landestypischen Schuluniformen über die Straßen liefen, so dass ich doppelt aufpassen musste. So brauchte ich für die vielleicht 17km zwischen den beiden Ortschaften noch einmal eine knappe dreiviertel Stunde, bevor wir schließlich am Stadtrand von Las Terrenas ankamen.

Bienvenidos a Las Terrenas

Nun mussten wir nur noch irgendwie zum Strand kommen und aufgrund des starken Verkehrs mit vielen der von mir nicht so sehr geschätzten MotoTaxis dauerte es einige Zeit bis wir schließlich dort ankamen – wobei ich mehr als einmal fast in eine Einbandstraße, die hier nur mit unscheinbaren “Una vida” Schildern gekennzeichnet sind, gefahren wäre.

Las Terrenas

Als nächstes ging es daran, eine Unterkunft zu finden. Entgegen meines sonstigen Verhaltens hatte ich nicht vor Fahrtbeginn gebucht, sondern wir begaben uns vor Ort auf die Suche und erlebten beim ersten Hotel, dem Aparthotel Residencia del Paseo, auch gleich eine Enttäuschung: Hier gab es keine Zimmer ohne vorherige Reservierung. Doch direkt am Strand entdeckten wir schließlich ein kleine Unterkunft, das Hotel Guayacan, welches genau das richtige zu sein schien.

Hotel Guayacan, Las Terrenas

Für 1600 Pesos, knapp 30 Euro, für eine Übernachtung war hier auch der Preis absolut in Ordnung. Es hätte noch weitere und luxoriösere Unerkünfte vor Ort gegeben, aber für eine Nacht war das in Ordnung. Über eine kleine Treppe und vorbei an einem Aufenthaltsraum mit zahlreichen Tischen und Sitzmöglichkeiten

Hotel Guayacan - Lounge

und einem kleinen Vogelkäfig im Erdgeschoss

Hotel Guayacan - Vogelkäfig / Birdcage

erreichten wir schließlich unser einfaches, aber gemütliches Zimmer mit Balkon samt Strandblick.

Hotel Guayacan - Room Hotel Guayacan - Bed / Bett
Links: Blick ins Zimmer – Rechts: Bett

Hotel Guayacan - Bacony door / Balkontür Hotel Guayacan - Beach view / Blick zum Strand
Links: Balkontür – Rechts: Blick vom Balkon zum Strand

Ein kleiner Wermutstropfen waren die Fundament-Reste auf der Wiese neben dem Gebäude, aber das war immer noch besser als wenn der Strandblick durch ein weiteres Gebäude verbaut worden wäre.
Außerdem gehörte natürlich ein kleines Bad mit WC, Waschbecken und Dusche zum Zimmer, in dem frische Handtücher und Seife bereit lagen.

Hotel Guayacan - Bath / Badezimmer
Blick ins Badezimmer

An der Wand war außerdem ein kleiner Flachbildschirm zum Fernsehen angebracht (die zugehörige Fernbedienung hatte man beim Einchecken ausgehändigt) und – was am wichtigsten war – an der Decke befand sich über dem Bett ein großer, leistungsstarker Ventilator, der Kühlung versprach.

Hotel Guayacan - TV Hotel Guayacan - Deckenventilator
Links: TV – Rechts: Deckenventilator

Nachdem das Zimmer bezogen war, ging es daran etwas für ein leicht verspätetes Mittagessen zu suchen. Direkt gegenüber des Hotels fand sich dazu eine Gebäude mit einem zum Meer offenen Gastraum, in dem wir überschwänglich vom wohlbeleibten Gastwirt und seiner Frau begrüßt wurden. Jetzt am frühen Nachmittag und außerhalb der Saison, waren wir die einzigen Gäste, doch das störte uns nicht. Man brachte sofort die laminierte Speisekarte und fragte nach Getränkewünschen. Neben Nudelgerichten, Pizza und einigen lokalen Gerichten fiel mein Blick vor allem auf die Fischgerichte, die frisch mit dem Fang des jeweiligen Tages zubereitet wurden – direkt neben dem Gebäude lagen einige Fischerhütten und die zugehörigen Boote auf dem Strand.

Las Terrenas - Fisher boats / Fischerboote

Las Terrenas - Huts / Hütten Las Terrenas - Huts / Hütten

Aus dieser Fischsektion der Speisekarte entschied ich mich für ein Filete de Mero al Coco & Platanos (frittierte Kochbananen-Chips) für 400 Pesos, während meine Begleitung den Pescado frito mit Reis für 300 Pesos wählte. Nach kurzer, akzeptabler Wartezeit wurden die Gerichte schließlich serviert.

Filete de Mero al Coco Platano frito
Filete del Mero al Coco mit Platanos

Pescado frito Arroz
Pescado frito & Reis

Beide Gerichte wurden halb und halb geteilt, so dass jeder beide Varianten probieren konnte. Das Filete de Mero erwies sich als angenehm zart, saftig und so gut wie frei von Gräten, dazu passte wunderbar die mit Stücken von roter und grüner Paprika versetzten, mild-fruchtigen Kokossauce und die Kochbanen bildeten eine überaus passende Sättigungsbeilage. Leider fehlte eine solche Sauce beim gebratenen Fisch, dessen beiden Tiere scheinbar geschuppt, ausgenommen und gewürzt am Stück gebraten worden waren. Hier fanden sich außerdem natürlich vor allem im Kopf- und Schwanzbereich zahlreiche Gräten im Fleisch, das aber dennoch angenehm zart und glücklicherweise nicht ganz so trocken war, wie ich es zuerst erwartet hatte. Beides sehr lecker, wir waren sehr zufrieden.
Um die Verdauung anzuregen, ging es danach zu einem kleinen Strandspaziergang über einen wundervollen, mit zahlreichen schattenspendenden Palmen bewachsenen Sandstrand.

Beach Las Terrenas
Las Terrenas Beach

Dabei entdeckte ich ein kleines Schiff, das scheinbar vor der Küste von Las Terrenas vor Anker lag

Las Terrenas Beach - Ship

und an eine kleine Galleone oder mehr noch eine Karavelle erinnerte. Es gehörte wohl zu einer der Strandbars weiter hinten am Strand und es schien, als könne man sich auch dorthin übersetzten lassen. So weit wollte ich heute aber nicht gehen.
An einer kleinen Strandbar etwas weiter hinten nahmen wir schließlich ein gekühltes Presidente, die lokale, durchaus süffige Biersorte, zu uns

Las Terrenas - Beach Bar

und begaben uns dann zurück ins Hotel, um uns für den Abend frisch zu machen.
Das Nachtleben erwies sich leider – jetzt außerhalb der Hauptsaison – als nur wenig interessant. Es gab so gut wie keine anderen Touristen und die Einheimischen saßen lieber vor den kleinen Märkten, genannt Colmados, und tranken dort einige Bier – die Bars waren so gut wie leer. Dennoch genossen wir noch die eine oder andere Flasche Presidente-Bier. Einziges noch erwähnenswerte Entdeckung war ein kleines Friseurgeschäft mit großem Fenster im ersten Stock eines Gebäudes, das auch noch spät in der Nacht Kunden bediente und ihnen Haare und Bärte schnitt.

Peloqueros - Las Terrenas

Ansonsten gibt es leider nichts weiter zu berichten – irgendwann kurz nach Mitternacht ging es schließlich zu Bett – ich war todmüde und schlief bald ein.

Dominikanisches Sandwich mit Spiegelei [06.06.2016]

Dominican Sandwich with fried egg

Heute gabs zum Frühstück mal wieder eines jener dominikanischen Sandwiches, die ich ja hier bereits einmal vorgestellt hatte. Einzige Modifikation war dieses Mal das ganzes Spiegelei, das sich neben Schinken, Salat, Käse und Saucen heute zwischen den beiden Brötchenhälften fand. Sehr lecker – ich war sehr zufrieden und für den bevorstehenden Tag gestärkt.