Rückkehr nach Puerto Plata, Strand, Kino & Rückflug [09. - 12.01.2018]

Am folgenden Tag begaben wir uns am Vormittag ins Plaza Central, einer der vielen Einkaufspassagen hier in Santo Domingo. Im 2ten Obergeschoss fand sich dort ein Food Court, wo wir uns an einem Stand namens Meyer-Lansky Sandwich Bar niederließen, um eine Kleinigkeit zu “brunchen”. Ich entschied mich für ein Jamon & Queso Sandwich, dazu gab es einen Frozen Drink in Geschmacksrichtung Mango.

124 - Meyer-Lansky Sandwich Bar - Plaza Central - Santo Domingo
125 - Meyer-Lansky Sandwich Bar - Plaza Central - Santo Domingo-Sandwich 127 - Meyer-Lansky Sandwich Bar - Plaza Central - Santo Domingo-Sandwich-2
126 - Meyer-Lansky Sandwich Bar - Plaza Central - Santo Domingo-Frozen

Nach den Tempura Shrimps und dem Crisoy Red Snapper Caramel gestern Abend im SBG eher eine kulinarische Ernüchterung, aber wenn man hungrig ist, geht fast alles. ;-)
Natürlich waren wir aber nicht wegen des guten Essens im Plaza Central, viel mehr wollte meine Begleitung hier Haar-Extensions kaufen und ich durfte das ganze, als guter Gast, natürlich bezahlen. Und Echthaar-Extensions sind auch in der Dominikanischen Republik nicht gerade günstig – aber da es sie glücklich machte, fügte ich mich zähneknirschend und unter leichtem Protest in mein Schicksal.
Anschließend räumten wir das Hotelzimmer, begaben uns zum zentralen Caribe Tours Busbahnhof und fuhren, nach einer kurzen Verzögerung, schließlich mit dem Bus zurück nach Puerto Plata.

128 - Rückfahrt nach Puerto Plata / Return to Puerto Plata - Caribe Tours

Es war schon fast 20:00 Uhr, als wir schließlich in unserem Appartment in Sabatena de Cangrejo eintrafen und wir entschlossen uns dazu, nur noch eine Kleinigkeit zu bestellen, bevor wir dann ins Bett gingen. Ich entschied mich für etwas, das als “Quesadilla” con res (also mit Hackfleisch) bezeichnet wurde, aber weit von dem entfernt war, was erwartet hatte.

129 - Pseudo Quesadilla con res

Eingewickelt in eine Art labbrigen Pfannkuchen, eine Art Crêpes, fand sich eine Mischung aus krümelig angebratenen Hackfleisch, Lauch, Kartoffeln und Käse, die man leicht pikant gewürzt hatte. Es war zwar genießbar und geschmacklich akzeptabel, aber eben nicht das was ich mir unter einem Quesadilla vorgestellt hatte.
Am nächsten Tag sollte es an den Strand gehen. Und meine Begleitung versprach mir, mir einen Strand zu zeigen, den ich so noch nicht gesehen hatte. Als setzten wir uns in ihr Auto, einen winzigen Toyota Yaris, packten noch zwei ihrer Nichten und einen Neffen in den hinteren Sitzbereich und verließen irgendwo zwischen Sabatena der Cangrejo und Montellano die Hauptstraße, um über Feldwege zu diesem mysteriösen Strandabschnitt zu gelangen. Es hatte die Tage zuvor geregnet und die Feldwege waren von schlammigen Pfützen gesäumt, bei denen man nie wußte wie tief diese sind was sich darin befindet. In Schrittgeschwindigkeit nährten wir uns also der Küste.

132 - Feldweg nahe Montellano 3

Je weiter wir fuhren, desto mehr verwandelte sich die Schotterpiste in eine Schlammpiste und irgendwann kamen wir schließlich an eine Stelle, an der wir mit dem kleinen Auto beim besten Willen nicht weiter kamen.

130 - Feldweg nahe Montellano 131 - Feldweg nahe Montellano 2

Jetzt hieß es wenden in zwanzig Zügen – der Weg war extrem schmal – und zurück. Irgendwo mitten in der tiefsten Pampa fanden wir schließlich ein Gebäude, vor dem ein Enduro Geländemotorrad stand. Zwei junge Einheimische in Armee-Tarnhosen, vermutlich irgend welche Polizisten, relaxten vor dem Gebäude und wir nutzten die Gelegenheit, uns nach dem Weg zu erkundigen. Ohne zu zögern schwang sich einer auf das Motorrad und zeigte uns tatsächlich den Weg zu einem nahe gelegenen Strandabschnitt, an de sich sogar eine kleine Hütte befand, die wohl bei besserem Wetter die Gäste hier mit Speisen und Getränken versorgte. Doch aktuell, nach mehreren Tagen Regen, war hier tote Hose und der Strand war von Schwemmgut und Algen bedeckt. Daher entschieden wir uns schließlich, umzukehren und zur Hauptstraße zurückzukehren.
Unterwegs ließen plötzliche Schleifgeräusche im vorderen Bereich des Autos nichts gutes ahnen und eine kurze Kontrolle zeigte, dass sich wohl die Frontschürze gelöst hatte. Und uns gelang es nicht, sie wieder zu befestigen. Doch glücklicherweise stießen wir auf eine Gruppe Zuckerrohrschneider mit einem LKW, die uns auf Rückfrage hin halfen das Problem erst einmal zu lösen und besagte Frontschürze wieder zu befestigen. Außerdem ließen wir uns etwas frischen Zuckerrohr geben, der als Snack für die Nichten und den Neffen auf der Rückbank dienten.
Schließlich fuhren wir an die Playa Sosua, wo wir von der Südseite, dem Stadtteil Los Charamicos, den Strand betraten.

133 - Entry to Playa Sosua from Los Charamicos

So bekam ich doch noch einen Strandabschnitt zu sehen, den ich noch nicht kannte, denn bisher waren wir immer direkt von Sosua oder der Hauptstraße aus an die Playa Sosua gegangen, den südlichen Bereich kannte ich noch gar nicht. Der Strand hier ist etwas felsiger als weiter nördlich, aber auch irgendwie gemütlich. Wir ließen uns an einer der vielen Locations, der Bar & Restaurant Bartolo, nieder, wo wir Getränke und essen bestellten, währen die Nichten und der Neffe meiner Begleitung sogleich an den Strand verschwanden, um dort zu spielen.

134 - Bar - Restaurant Bartola - Playa Sosua
135 - Playa Sosua 136 - Playa Sosua 2

Ich selber wählte von der Speisekarte, nach dem enttäuschenden Pseudo-Quesadilla von gestern, einen Quesadilla von Pollo – in der Hoffnung dieses Mal etwas zu erhalten, das eher meiner Vorstellung entsprach. Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

137 - Quesadilla con pollo - Bar Restaurant Bartola - Sosua Beach

Wir verbrachten mehrere Stunden hier und erst als es begann dunkel zu werden, wollten wir schließlich zum Aufbruch blasen. Doch wie es das Unglück so wollte begann es gerade jetzt richtig heftig zu regnen und wir waren alle bis auf die Knochen durchgenässt, als wir schließlich das Auto erreichten. Zum Glück war es ein warmer Karibikregen, so dass wir nicht frieren mussten – angenehm war es aber dennoch nicht.
So brachten wir also erst einmal die Nichten und Neffen nach Hause, dann ging es zurück ins Appartment, wo wir uns duschten und etwas entspannte, bevor es am Abend wieder los gehen sollte. Auf Vorschlag einer Schwester meiner Begleitung wollten wir ins Kino an der Playa Dorada in Puerto Plata gehen, genauer gesagt in der dort gelegenen Playa Dorada Mall.

138 - Playa-Dorada-Mall - Puerto Plata

Dort fand sich die POP Cinemas, dass sich mit vier Vorführsälen als größer erwies als ich vermutet hatte.

139 - POP-Cinemas - Playa Dorada Mall

Die Wahl fiel auf das Remake von Jumanji, dessen 1995er Version mit Robin Williams ich damals sehr genossen hatte. Die neue Version mit Dwayne “The Rock” Johnson und Jack Black erwies sich aber auch als angenehmes Popcorn-Kino – auch wenn die hiesige Version natürlich in Spanisch vorgeführt wurde. Die Geschichte ist aber so simpel, dass sich die Handlung mit meinen eingeschränkten Kenntnissen dieser Sprache voll erschloss. Zumal es für meine Begleitung eine Premiere war, da sie vorher nach eigener Aussage noch nie in einem Kino gewesen war. Aber auch sie genoss die Vorführung sichtlich.
Nach Ende der Vorführung war es fast 23:00 Uhr, doch ich wollte meinen letzten Tag noch nicht beenden, daher entschlossen wir uns dazu von Puerto Plata noch einmal nach Sosua zu fahren, um den Abend dort in der Discothek City Lights ausklingen zu lassen.

140 - Disco City Lights - Sosua

Als dort um kurz nach 1:00 Uhr dann die Lichter angingen und die letzten Gäste “ausgekehrt” wurden, fuhren auch wir nach Hause und schliefen alsbald ein.
Den größten Teil des nächsten Tages – wir waren erst spät aufgestanden – verbrachten wir damit, meinen Koffer zu packen. Außerdem fuhren wir noch einmal zur Familie meiner Begleitung, damit ich mich dort verabschieden konnte.
Mein Flieger sollte um 16:45 Uhr starten und mir gelang es, um etwa 14:45 Uhr am Flughafen zu sein, wo sich am CheckIn Schalter von Condor bereits eine lange Warteschlange gebildet hatte.

141 - Check-In - Condor - Flughafen / Airport Puerto Plata
142 - Flughafen / Airport Puerto Plata

Nachdem ich mein Gepäck abgegeben und meinen Boarding Pass erhalten hatte, machte ich mich daran das Ausreiseformular auszufüllen und mich von meiner Begleitung zu verabschieden. Letzteres war immer wieder das schwierigste wenn ich das Land verliess. Dann ging es ins Flughafengebäude, wo ich die Sicherheitskontrollen über mich ergehen lassen musste und meinen Ausreisestempel im Pass erhielt.
Im Flughafen folgte noch etwas Duty Free Shopping, dann wartete ich am Gate 8 auf das Boarding, wo bereits das Flugzeug, eine Boing 747-300, auf uns wartete.

143 - Condor-Flieger Puerto Plata -> Frankfurt

Beim Boarding selbst gab es noch einmal einen kleinen Schreck für mich, denn man hatte mich ohne Vorwarnung auf einen anderen Platz umgebucht, obwohl ich ja extra einen Fensterplatz ziemlich weit vorne kostenpflichtig gebucht hatte. Ich befürchtete schon, jetzt irgendwo in der Mitte zu sitzen, doch mein neuer Platz am Gang direkt an einem Notausgang – was größere Beinfreiheit bedeutete – erwies sich glücklicherweise als akzeptabel.
Mit etwa zwanzig Minuten Verspätung hoben wir schließlich in den bewölkten Himmel über Puerto Plata ab. Kurz nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatten, wurde auch schon das Abendessen serviert.

144 - Dinner - Economy Class - Condor

Neben etwas Gemüsepasta fanden sich ein kleiner Salat, ein Milchbrötchen, etwas Roggenvollkornbrot, Emmentaler und ein Stück Kuchen auf dem Tablett. Nichts besonderes, aber es reichte um satt zu werden.
Auch dieses Mal leistete ich mir die acht Euro für das Premium Entertainment und sah mir Transformers – The last Knight sowie x-Men – Apocalypse an, bevor ich den größten Teil des Rest des Fluges etwas schlief. Erst kurz vor der Landung erwachte ich wieder – gerade rechtzeitig um das kleine kalte Frühstück nicht zu verpassen.

145 - Frühstück / Breakfast - Economy Class - Condor

Ein kleines Brötchen, Käse, Schinken und ein Obstsalat aus Mango und Orange reichten aus, um den morgendlichen Appetit zu stillen. Ich bin ja eh nicht so der große Frühstücksmensch.
Wenig später setzten wir auch schon zur Landung in Frankfurt an.

146 - Fast zu Hause / Almost at home

Nach der Landung folgten erst einmal scheinbar endlose Wege durch die Weiten des Flughafens, wobei ich fast nebenher die elektronische Passkontrolle passierte und schließlich am Gepäckausgabeband in den Tiefen des Terminal C landete.

147 - Gepäckband - Flughafen Frankfurt / Baggage conveyor belt - Frankfurt Airport

Es dauerte noch einmal gefühlte 20 Minuten, bis ich endlich meinen speziell markierten Koffer auf das Gepäckband gleiten ließ und durch den grünen Kanal der Zollkontrolle das Flughafengebäude verließ. Es war 7:20 Uhr als ich die Straße zwischen Terminal und Fernbahnhof betrat.

148 - Früher Morgen am Flughafen Frankfurt / Early morning at Frankfurt airport

Nach einer kurzen Pause im Freien ging es unmittelbar weiter zum Fernbahnhof, wo glücklicherweise von Gleis 4 wenig später ein ICE direkt nach München fuhr. Die dreieinhalb Stunden Fahrt verliefen aber soweit Ereignislos, so dass ich den Bericht an dieser Stelle beenden möchte. Letztlich bin ich wieder gut zu Hause angekommen.

Isla Saona revisited & Santo Domingo [07. - 08.01.2018]

In der Nacht hatte es ziemlich heftig geregnet und wir hatten bereits befürchtet, dass unser Ausflug auf die Insel Saona in Wasser fallen würde. Doch am Morgen hatte es aufgehört und obwohl das Wasser teilweise noch auf den Straßen stand, beschlossen wir die Tour durchzuführen.

99 - Wasser nach Regenfall / Water after rainfalls - El Cortecito

Die Fahrt sollte nicht von Punta Cana sondern von Bayahibe aus starten, so wie auch beim letzten Mal vor einem Jahr. Daher stand am Anfang des Ausflugs erst einmal eine vom Organisator durchgeführte Busfahrt von etwa 1 Stunde. In Los Melones, Bayahibe, angekommen, wurden wir nach dem Aussteigen aus dem Bus erst einmal von lokalen Verkäufern bestürmt, die Sonnenbrillen, Mützen, Zigarren und den anderen üblichen Tand an den Mann bzw. die Frau bringen wollten. Vom Bus-Parkplatz aus mussten wir dann erst einmal durch den halben Ort laufen, bis wir an einem Strand ankamen, von denen der Transfer zum Katamaran starten sollte.

100 - Am Strand von Bayahibe / Beach of Bayahibe

Am Strand wurde dann paarweise bzw. gruppenweise ein Foto von den Gästen geschossen – wofür sollten wir erst am Ende der Fahrt erfahren.
Wenig später konnten wir dann auch schon das Boot besteigen und und fuhren aus der kleinen Bucht, vor der die Katamarane für die Touristen warteten, um sie nach Saona zu bringen.

101 - Überfahrt zum Katamaran / Passage to catamaran

102 - Wartende Katamarane / Waiting catamarans

Schließlich machte der Katamaran sich auf den gemächlichen Weg in Richtung der Isla Saona. Die Besatzung versuchte dabei unter den Gästen durch Musik, Tanz und den Ausschank von alkoholischen Getränken ein wenig Stimmung aufkommen zu lassen. Und trotz bewölkten Wetters und einem oder zwei kleinen Schauern während der Fahrt schien ihnen das gut zu gelingen.

103 - Auf dem Katamaran / On the catamaran

Für das Anlanden an der Insel mussten wir schließlich wieder auf ein kleines Schnellboot wechseln, das uns zum Strand brachte.

104 - Anfahrt auf Saona

105 - Isla Saona

106 - Isla Saona

Die zahlreichen Liegen die den Strand entlang verteilt waren, befanden sich allerdings in keinem guten Zustand. Die Hälfte war zerbrochen oder zumindest angeknackst, so dass wir uns lieber nicht darauf legen wollten. Doch zum Glück fanden sich einige Exemplare, die zwar nass, aber stabil zu sein schienen. Also relaxten wir etwas am Strand, genossen die kostenlosen Getränke und versuchten aus dem wolkigen, aber dennoch angenehm warmen Tag das beste zu machen. Ein paar kleinere, kurze Nieselschauer konnten uns den Spaß dabei kaum vermiesen. Und wir gönnten uns sogar etwas besonderes für das anstehende Mittagsmahl, doch dazu gleich mehr.
Als die Bootsleute schließlich zum Essen riefen, war der erste Ansturm natürlich wieder groß, doch wir warfen uns sogleich ins Getümmel, denn wir hatten wirklich Hunger.

107 - Buffet 01 - Isla Saona

Das Angebot war dem vor zwei Tagen auf der Isla Catalina sehr ähnlich: Verschiedene Reissorten, Bohnengemüse, Weißbrot, Kartoffeln und Pasta mit Tomatensauce. Außerdem gab es per Default Hähnchen und etwas Fisch.

109 - Lunch - Isla Saona

Nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Daher hatten wir uns zusätzlich zum Standardangebot hatten wir uns außerdem eine Langosta (sprich einen kleinen Hummer) bestellt, der uns gegrillt serviert wurde.

110 - Langosta - Islao Saona

Garniert mit etwas Limettensaft eine sehr gelungene Ergänzung zum Standard-Buffet.
Gegen 15:30 Uhr rief die Besatzung unseres Bootes schon wieder zum Aufbruch.

111 - Abfahrt von Isla Saona / Leaving Isla Saona

Zu Beginn gab es etwas Verwirrung, welches der vielen wartenden Boote für uns bestimmt war, doch letztlich fanden wir unseren Platz und machten uns via Schnellboot auf den Rückweg. Natürlich nicht ohne zwischendurch noch einmal im Piscina natural, der größten natürlichen Badewanne an der Küste von Bayahibe einen kurzen Zwischenstopp einzulegen. Hier kann man im gerade einmal hüft- bis brusttiefen Wasser wunderbar das karibische Meer genießen.

112 - Piscina natural - Bayahibe

Kurz bevor wir schließlich wieder im Hafen bzw. am Strand von Bayahibe anlegten, startete es schließlich heftig zu regnen und wollte gar nicht mehr aufhören.

113 - Regenschauer / Rainstorm - Ankunft in Bayahibe / Arrival in Bayahibe

Als wir vom Boot runter waren, suchten wir Schutz unter einem der nahen Bäume, der aber auch nicht den ganzen Regen abhalten konnte. Während der Bus einer russischen Reisegruppe bis direkt vor diesen Baum gefahren wurde, musste unsere Gruppe aus Punta Cana letztlich wieder durch den halben Ort laufen, um pitschnass und durchgeweicht schließlich im Bus Platz nehmen zu können. Und obwohl es regnete, wurden wir am Parkplatz erneut von den zahlreichen Verkäufern bestürmt, die uns trotz unserer klar ersichtlichen, misslichen Lage wieder irgend welches Zeug andrehen wollten. Meine Stimmung war auf jeden Fall ziemlich am Boden.
Und dann wurden uns im Bus schließlich noch Rumflaschen mit dem zu Beginn der Reise am Strand geschossenen Fotos als Souvenir angeboten. Ich bin zwar kein Rumtrinker, aber ich griff dennoch zu, da ich es als schöne Erinnerung an diesen Ausflug sah. Leider ging die Flasche später bei der Rückreise nach Santo Domingo kaputt, daher waren die elf Euro letztlich sinnlos investiert.
Am Abend packten wir bereits unsere Sachen, denn am nächsten Morgen, einem Montag, sollte es erst einmal zurück nach Santo Domingo gehen. Außerdem wuschen und trockneten wir unsere feuchten Sachen vom Ausflug. Die Übergabe des Appartments am nächsten Morgen verlief problemlos und wir erhielten unsere Kaution vollumfänglich zurück. Dann ging es in einem privaten Taxis in Richtung Santo Domingo – eine Fahrt die 70 Euro kosten sollte, aber das war es uns wert. Leider machte das Taxis am Stadtrand von Santo Domingo schlapp, so dass uns der Fahrer ein lokales Taxis organisieren musste, das uns zu unserem eigentlichen Ziel brachte: dem Apart Hotel Atalaya im Stadtteil El Manguito, in dem wir in den letzten Jahren bereits mehrfach Station gemacht hatten. Wir erhielten sogar das selbe Zimmer im Erdgeschoss wie vor zwei Jahren.

114 - Aparta Hotel Atalaya - Santo Domingo

115 - Aparta Hotel Atalaya - Santo Domingo - Zimmer / Room

Wir nutzen dieses Hotel ja nicht wegen seines besonderen Komforts oder seinen besonders günstigen Preises. Viel mehr liegt es einfach günstig am Rand des Stadtteils El Manguito, in dem Verwandtschaft meiner Begleitung lebt. Touristen verirren sich wohl eher selten in diese Gegend. Hinzu kam dieses Mal, dass man auch noch die Straßen aufgerissen hatte, was den Zugang zu den Wohnbereichen noch etwas erschwerte.

116 - El Manguito - Santo Domingo

Bevor wir irgend etwas anderes unternehmen konnten, mussten wir natürlich erst einmal diese Verwandtschaft besuchen, was natürlich einige Zeit in Anspruch nahm. Ich nutzte die Zeit dabei auch, die abenteuerliche Architektur von El Menguito mit seinen engen Gassen und seinen eher willkürlich wirkenden Gebäuden zu bewundern.

117 - Gassen von El Manguito - Santo Domingo

118 - El Manguito - Santo Domingo

119 - El Manguito - Santo Domingo

Noch während wir in El Menguito saßen und redeten, warf ich das Internet an und begann, eine schöne Location für ein Abendessen in Santo Domingo zu suchen. Dabei stieß ich auf eine Liste der Top 10 Restaurants in Santo Domingo und entschied mich nach kurzem Überlegen für Sophia’s Bar and Grill (kurz SBG) im Stadtteil Paintini. Doch so einfach sollte es nicht sein dort hin zu kommen.
An einer Straße nahe El Menguito winkten wir uns erst einmal einen Fahrer heran, der gar nicht so nach Taxi aussah und der uns zu einem Restaurant fahren sollte. Meine Einwürfe, ich wolle zu besagten SBG fahren, wurden erst einmal ignoriert und der Fahrer brachte uns zu einem Restaurant, das zwar nicht schlecht aussah, aber eben nicht das war, was ich mühevoll ausgesucht hatte. Erst meine Argumentation dass ich etwas besonderes wolle und nicht in irgend eine “Cantina” gehen wolle, bewegte meine Begleitung und ihren Cousin schließlich dazu, dass wir uns ein zweites Taxis kommen ließen, das uns schließlich zum SBG brachte.
Ich muss zugeben dass ich mir etwas underdressed vorkam, als wir schließlich vor den SBG hielten, denn ich war nur in T-Shirt, Shorts und Flip Flops gekleidet und das Restaurant wirkte sehr edel und verfügte sogar über einen Portier inklusive Parking Service. Doch einem Gringo und Blanco wie mir schien man da nicht ganz so genau hinzusehen, denn wir wurde überaus freundlich begrüßt und sogleich an einen der wenigen freien Tische geleitet.

120 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo

121 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo

122 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo

Ich sah Geschäftleute in Anzügen – wobei ich bis heute nicht verstehen kann wie man bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit mit Jacket und Krawatte rumlaufen kann, eine größere Geburtstagsentourage jüngerer, offensichtlich wohlhabenderer Dominikaner und einige Tische mit Pärchen oder jungen Familien besetzt. Alles durchgehend hellhäutige Dominikaner, da war weniger ich, aber doch meine dunkelhäutige Begleitungen eher eine Ausnahme. Die Ober erwiesen sich aber als überaus aufmerksam und wir orderten aus der umfangreichen Weinkarte zuerst einen guten lokalen Weißwein aus der exklusiven Weinkarte, anschließend begannen wir die umfangreiche, aber nicht überladene Speisekarte zu studieren. Diese war zwar in spanisch gehalten, aber ich fahre inzwischen lange genug in dieses Land um zumindest eine solche Speisekarte sicher lesen zu können.
Als Vorspeise wählte ich Rock Shrimps Tempura, die in einem Bett aus frischem Blattspinat serviert wurden.

122 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo - Rock Shrimps Tempura

Tempura Shrimps zählen ja zur bekannten japanischen Küche und wurden stilecht auch gleich mit Stäbchen serviert, aber ich griff dann doch lieber auf Messer und Gabel zum verzehr zurück. Die in dünner Panade frittierten und in einer süß-scharfen Sauce angemachten Shrimps erwiesen sich jedenfalls als wahrer Genuss und waren jeden der 500 Pesos (ca. 10 Euro) Wert, die sie kosteten.
Für die Hauptspeise griff ich schließlich mit Crispy Red Snapper Caramel zu einem Fischgericht.

123 - Sophia's Bar & Grill - Santo Domingo - Crispy Red Snapper Caramel

Auf einer Reiszubereitung aus Wild- und Vollkornreis waren zwei über großzügig portionierte Fischfilets vom Roten Schnapper drapiert, die man mit einer knusprigen, leicht pikanten aber gleichzeitig auch süßlichen Hülle umgeben hatte. Eine eher ungewöhnlich Form um Fisch zu servieren, vor allem wegen der deutlichen Karamelnote, aber dennoch (oder gerade deswegen) sehr lecker. Dabei war das Fischfilet von wirklich vorzüglicher Qualität und auch die Reiszubereitung erwies sich als überaus gelungen. Auch hier schienen die 780 Pesos gut investiert.
Während unseres gesamten Aufenthalts hielt sich ständig eine der Bedienungen dezent im Hintergrund und schenkte unaufgefordert aus der gekühlt bereits stehenden Flasche Wein nach, sobald sich das Glas zu sehr leerte. Genau so erwarte ich es von einem guten und hochklassigen Restaurant und ich denke das SBG (Sophia’s Bar and Grill) hat sich seinen Platz in den Top 10 der besten Restaurants der dominikanischen Hauptstadt redlich verdient. Dass man dann für 3 Personen bei 3 Vorspeisen, 3 Hauptspeisen und 2 Flaschen eines guten Weißwein über 10.000 Pesos löhnen muss, versteht sich dabei von selbst.
Nach dem Besuch in SBG ließen wir uns schließlich noch in eine Disco fahren, in der wir den Abend ausklingen ließen. Irgendwann zwischen halb eins und ein Uhr wurde der Laden dann jedoch von uniformierter und schwer bewaffneter Polizei geschlossen wurde. Was genau los war, ließ sich nicht heraus finden und ich wagte es auch nicht von den Polizisten in Körperpanzern und mit Sturmgewehr irgend welche Fotos zu machen, aber sie waren bestimmt nicht wegen uns da, denn wir konnte uns ohne weitere Probleme von einem Taxi ins Hotel fahren lassen, wo wir dann auch bald schon einschliefen.

Punta Cana & Manati Park [05.-06-.01.2017]

Am Freitag, dem 05. Januar, endete schließlich unser Aufenthalt in La Romana und wir machten uns bereit, weiter nach Punta Cana oder besser in das nördlich davon gelegene El Cortecito zu fahren, wo ich bereits von Deutschland aus ein Appartment für das Wochenende gemietet hatte. Die günstigste Variante wäre hier natürlich wieder der Bus gewesen, doch meine Begleitung hatte gemeinsam mit dem Hotelbetreiber eine Fahrt mit einem privaten Taxis organisiert, die uns – so hofften wir – bis direkt zur Unterkunft bringen sollte – eine Strecke von etwa 95 Kilometern. Mit knapp 70 Euro kein billiger Spaß, dafür aber Streßfrei.
Nach einer herzlichen Verabschiedung vom Hotelbetreiber luden wir unser Gepäck also in das wartende Taxi, das von außen aber nicht als solches zu erkennen war, und ließen uns durch weitläufige Zuckerrohrfelder und über die kostenpflichtige, dafür aber fast schon Autobahnmäßig ausgebaute Autopista de Coral an die Ostküste der Dominikanischen Republik chauffieren. Bereits auf der Fahrt kontaktierten wir Maxime, die Kontaktperson in El Cortecito die uns die Schlüssel für das Appartment übergeben sollte.

64 - Zuckerrohrfelder auf dem Weg nach Punta Cana / Sugar cane fields near Punta Cana 65 - Straße nach / Street to Punta-Cana
66 - Bienvenidos a Punta Cana

Als wir El Cortecito schließlich erreichten, bot sich uns ein Bild dass nicht ganz meinen Vorstellungen von einem Urlaubsort entsprach. Rechts und links säumten lange, teilweise stacheldrahtbewehrte Mauern die Straßen, nur unterbrochen von Kreiselverkehr-Anlagen, an denen sich meist die Einfahrt in eines der vielen All Inclusive Resorts befand.

68 - Mauern in El Cortecito / Walls in El Cortecito

Für Individualurlauber wie mich eher ein Kraus, aber was will man machen. Gemäß der Wegbeschreibung auf Booking.com navigierten wir den Fahrer zu den von mir gebuchten Los Corales Appartments, vor denen wir dann auf Maxime warteten. Und der Anblick der sich uns bot war schon mal ganz nett – zumal sich die Anlage in einem offenen Siedlungsbereich mit breitem Zugang direkt zum Strand befand.

67 -Apartmentos Los Corales Bavaro

Doch als Maxime eintraf, wurden unsere Hoffnungen erst einmal gedämpft, denn dieser teilte uns mit dass das hier ja gar nicht unsere Wohnanlage sei (obwohl es genau die Adresse von booking.com war), sondern dass wir noch ein Stück fahren müssten. Also stiegen wir in seinen Wagen um und er kutschierte uns noch etwa zehn Minuten durch El Cortectito, bis wir schließlich eine Wohnanlage erreichten, die sich als Presidental Suites bezeichnete. Ich hatte schon befürchtet, dass wir nun in irgend einem Drecksloch abgeladen werden würden, daher war ich von der Qualität des Appartments doch positiv überrascht: Zwei Schlafzimmer und Bäder, großes Wohn- und Esszimmer, großzügige Küche und großer Balkon – insgesamt sogar wahrscheinlich größer als meine Wohnung im teuren München. ;-)

67 - Lifestyle Holidays Vacation Club - El Cortecito
68 - Presidental Suites Appartment - Wohnzimmer / Living room 69 - Presidental Suites Appartment - Wohnzimmer / Living room 2
Wohn- / Esszimmer

70 - Presidental Suites Appartment - Küche & Theke / Kitchen counter 71 - Presidental Suites Appartment - Küche Kochbereich / Kitchen cooking area
Küchenbereich

72 - Presidental Suites Appartment - Kleines Schlafzimmer / Small bedroom 73 - Presidental Suites Appartment - Bad / Bathroom
Kleiner Bettraum & Bad

74 - Presidental Suites Appartment - Großes Schlafzimmer / Big bedroom 75 - Presidental Suites Appartment - Großes Schlafzimmer 2 / Great bedroom 2
Großes Schlafzimmer

76 - Presidental Suites Appartment - Großer Balkon 1 / Huge balcony 1 76 - Presidental Suites Appartment - Großer Balkon / Huge balcony 2
Balkon

78 - Presidental Suites Appartment - Blick vom Balkon / View from balcony 79 - Presidental Suites Appartment - Blick vom Balkon / View from balcony 2
Blick vom Balkon

Dann kam die nächste… na ja… Überraschung: Wir hätten noch 300 US-Dollar Kaution in Bar für das Appartment zu hinterlegen, die wir bei der Abreise aber zurück bekämen. So viel Bargeld hatte ich aber nicht mehr dabei, also zurück ins Auto und noch einmal acht bis zehn Minuten Fahrt bis zur nächsten Banco Popular Filiale, wo ich das Geld mit Hilfe meiner Kreditkarte an einem Bankautomaten abheben konnte.
Maxime gab sich sogar schließlich mit 10.000 Dominikanischen Pesos als Kaution zufrieden, also nicht mal 200 Euro, wobei er erzählte dass andere Mieter das Appartment bereits mit kaputten Fernseher und zerschlagenen Spiegel verlassen hätten und er schließlich auf den Kosten sitzengeblieben wäre. Daher bete er um Verständnis.
Die Anlage selbst bestand auf zwei lang gezogenen Appartment-Gebäuden, in dessen Zwischenraum sich ein langgezogener Pool befand. Während das linke Gebäude besagte Presidential Suites beinhaltete, wurde im rechten Gebäude ein weiteres All Inklusive Hotel betrieben. Leider gehörten fast alle Restaurants und Bars auf diesem Gelände genau zu diesem Hotel und ohne das kategorische gelbe Armband konnten wir als “Fremdgäste” weder Speisen noch Getränke dort genießen.
Also brachen wir noch einmal auf und ließen uns in eine nahe gelegene Filiale der Supermarktkette Jumbo fahren, wo wir uns mit Speisen und Getränken für Wochenende eindeckten. Ich besorgte sogar etwas Pasta, Hackfleisch und Senf, um einen Spirelli-Topf nach Art meiner Mutter zuzubereiten. Einzig Rinderbrühe und Maggi Gewürzmischung Nr. 5 waren in Dominikanischen Supermärkten nicht zu bekommen, aber ich fand passablen Ersatz. Leider gibt es kein Foto davon, aber geschmeckt hat es allemal. Ansonsten passierte am Abend nicht mehr viel und wir waren Müde, daher gingen wir relativ früh zu Bett.
Für den nächsten Tag hatten wir noch keine konkreten Pläne gemacht und brachen am späteren Vormittag erst einmal auf, um irgendwo zu Brunchen – so die ursprüngliche Idee. Aber in einer Siedlung, die fast nur aus hohen Mauern und ausschließlich für die dortigen Gäste vorgesehenen All Inklusive Resorts besteht, erwies sich das als gar nicht mal so einfach. So landeten wir schließlich im Mandati Park, einer Art Zoo und Freizeitpark. Alle Preise hier waren ausschließlich in US Dollar angegeben und der Eintrittspreis von 20 Dollar pro Person war schon recht happig, aber im Urlaub geht das schon mal. Im Eintrittspreis inbegriffen war der Besuch von drei Shows, eine Ureinwohner-Tanzshow, eine Papageien-Show und eine weitere Show mit Seelöwen und Delphinen. Für 120 Dollar extra hätte man auch noch mit den Delfinen schwimmen können, aber dazu war ich glaube ich schon zu alt. Nach bezahlen des Eintrittspreises wurden wir erst einmal dazu genötigt, uns zuerst mit zwei als Karibikschönheiten verkleideten Damen und anschließend mit Papageien auf den Armen, genau genommen Aras, ablichten zu lassen, erst dann konnten wir uns dem Imbiss zuwenden, um endlich unseren Hunger zu stillen.

80 - Manati Park - Food and Drinks

Zumindest wurden wir am Tisch bedient und bekamen sofort englische Speisekarten mit Dollarpreisen gereicht. Das Angebot war nicht sehr umfangreich: Burger, Sandwiches, Wraps und Chicken Wings – also sehr auf das nordamerikanische Publikum zugeschnitten. Ich entschied mich nach kurzem Abwägen für einen Crispy Chicken Burger.

81 - Manati Park - Crispy Chicken Burger

Nach unserem einfachen Mahl machten wir uns daran, den Park ein wenig zu erkunden. Wir sahen einheimische Leguane (und durften sie sogar halten und streicheln),

82 - Manati Park - Leguan / Iguana

83 - Manati Park - Leguan/ Iguana 2

Krokodile (die allerdings aus Nordamerika stammten),

84 - Manati Park - Krodkodil / Crocodile

Affen,

85 - Manati Park - Affe / Monkey

eine große Auswahl an Papageien, darunter viele Aras und Kakadus,
86 - Manati Park - Papageien / Parrots
Meerschweinchen

87 - Manati Park - Meerschweinchen / Guinea Pigs

sowie Flamingos, Schildkröten und vieles mehr. Ich selber war ja schon in vielen Zoos gewesen, daher war es für mich nur mäßig Interessant, aber für meine Begleitung war es der erste Besuch in einem Zoo und sie schien es zu genießen.
Schließlich brachte man uns durch ein Tor in Form einer große Plastik, die an Olmekische Kunst erinnerte, ins sogenannte Pueblo Taino.

88 - Manati Park - Pueblo Taino

Die Taino waren die indianischen Ureinwohner der großen Antillen gewesen, zu denen auch die Dominikanische Republik und Haiti gehören. Leider sind sie durch Sklaverei und eingeschleppte Krankheiten bereits wenige Jahrzehnte nach Ankunft der Spanier so stark dezimiert worden, dass sie schließlich ausstarben. Das hinderte die Parkbetreiber aber nicht daran, die typischen Touristen-Handwerkswaren des Landes durch verkleidete Mitarbeiter in nachgebauten Hütten als Taino-Kunst anzubieten. Dass die Darsteller sich dabei natürlich aus Dominikanern und Haitianern zusammensetzte, dürfte aber klar sein. Aber die Attraktion weswegen wir her gekommen waren, war natürlich nicht die Souvenirs, sondern die kleine Taino-Tanzshow, die kurz darauf begann und welche ein typisches Ritual der Taino-Ureinwohner darstellen sollte. Inwieweit sich das nach fast 500 Jahren noch so eindeutig rekonstruieren lässt ist natürlich fraglich, aber ich verbuche es mal als Unterhaltung für Touristen. Zumal es im Preis inbegriffen war. Zumal war die Inszenierung wirklich gut gemacht.

89 - Manati Park Taino-Vorführung / Taino Show

Danach ging es gleich weiter zur nächsten Show am anderen Ende des Parks, bei der uns Seelöwen und Delphine vorgeführt werden sollten. Den Anfang machten zwei Seelöwen. Nach einer kurzen Vorstellung wurden die Gäste ans Becken gerufen, die sich gerne mit den Seelöwen fotografieren lassen wollten. Die Fotos machten natürlich nicht die Gäste selbst, sondern Parkfotografen mit professionellen Spiegelreflexkameras. Und es waren nicht wenige, die so ein Foto wollten, darunter nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wir verzichteten jedoch darauf.
Anschließend wurde eine kleine Show mit Kunststücken der Seelöwen vorgeführt: Tanzen, balancieren von Bällen, klatschen auf Zuruf und einiges mehr.

90 - Manati Park - Seelöwen / Sea lions

Im zweiten Teil der Show schwammen drei Delphine in das Becken und der Kommentator, der aber höchstwahrscheinlich vom Band abgespielt wurde, gab zuerst einige Fakten über diese Säugetiere der Meere von sich, bevor auch schließlich die Delphine ihre Kunststücke vorführen durften.

91 - Manati Park - Delphine / Dolphins 1

92 - Manati Park - Delphine / Dolphins 2

Auch wenn ich kein allzu großer Fan von solchen Tiershows bin, war die Vorführung doch gut gelungen. Sowohl ich als auch meine Begleitung waren unterhalten worden.
Theoretisch hätten wir jetzt noch zu den Aras gehen können, um uns eine dritte Show anzusehen, doch meine Begleitung wollte nach Hause ins Appartment und ich hatte auch keine große Lust mehr. Also riefen wir das Taxi an, das uns her gebracht hatte und verließen den Park. Das grüne Armband, das uns als zahlende Gäste identifizierte, musste wir am Ausgang ablegen.
Zuhause angekommen, organisierten wir den morgigen Tag, der einen erneuten Besuch auf der Insel Saona wie bereits vor genau einem Jahr beinhalten sollte.
Am Abend begaben wir uns dann noch einmal in den angrenzenden kleinen öffentlichen Strandbereich, der nicht zu irgend einem der Ressorts hier gehörte, sondern freie Restaurants bot. Dort ließen wir uns im Matru Seafood Restaurant direkt am Strand nieder, um unser Abendessen zu uns zu nehmen.

93 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito

94 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito

Obwohl es sich ja eher um ein Restaurant für Fisch und Meeresfrüchte handelte, entschied ich mich für ein Ribeye Steak (Medium gebraten) von der Karte, das mit einer Pfeffersauce und Pommes Frites serviert werden sollten. Dazu bestellten wir noch eine Flasche trockenen Weißwein, den ich mit im Gegensatz zum Rotwein in La Romana gerne gekühlt servieren ließ.
Doch bevor das Essen kam, servierte man uns ein kleines, kostenloses Entrée in Form von panierten Fisch-Sticks mit einer Art Remoulade-Sauce, einem gemischten Salat und einigen hausgemachten Kartoffelchips.

95 - Matru Seafood Restaurant - Entrée

Vor allem die Fisch-Sticks fand ich sehr lecker und obwohl sie frittiert schienen, waren sie nicht zu fettig und ließen sich auch gut mit der Hand essen. Die Chips wiederum waren für meinen Geschmack etwas zu fettig geraten. Zum Salat kann ich nur sagen, dass er angenehm frisch und knackig war. Dazu wurde ein Öl-Kräuter-Dressing in einer kleinen Flasche gereicht.
Etwa eine viertel Stunde später brachte man uns dann das Hauptgericht, in meinem Fall ein angenehm großes, frisch gebratenes Steak.

96 - Matru Seafood Restaurant - Ribeye-Steak

Außerdem tauschte man das Standard-Messer gegen ein scharfes Steak Messer aus und brachte anschließend einen Teller Pommes Frites und die Pfeffersauce in einer kleinen Schale.

97 - Matru Seafood Restaurant - Pommes & Pfeffersauce / French fries & pepper sauce

Wie gewünscht war das Steak Medium durchgebraten und im Inneren noch leicht rosa.

98 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito - Ribeye Steak Querschnitt / Lateral cut

Und auch geschmacklich war es wirklich ein Genuss, der allerdings dadurch getrübt wurde dass das Fleisch recht stark durchwachsen war, also relativ viel fettige Gewebe enthielt. Aber gemeinsam mit der leicht pikanten Pfeffersauce und den knusprigen Pommes Frites dennoch eine gute Wahl, wenn auch mit etwas mehr als 600 Dominkanischen Pesos, also etwas mehr als 10 Euro kein billiger Genuss.
Nach dem Abendessen und je einer halben Flasche Wein machten wir uns schließlich zurück auf den Weg ins Appartment und legten uns gleich schlafen. Morgen wollten wir früh nach Saona aufbrechen.

La Romana & Isla Catalina [03. - 04.01.2018]

Am dritten Januar ging es dann endlich los, etwas mehr von der Dominikanischen Republik zu erkunden. Am frühen Morgen fuhren wir in den Vorort Sosua Abajo, wo der Bus der Caribe Tours in Richtung Santo Domingo startete. Über Puerto Plata, Santiago de los caballeros, La Vega und Bonao erreichten wir in etwa vier Stunden Fahrt in einem eiskalt klimatisierten, aber komfortablen modernen Reisebus de Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Ich hatte mir nur eine kurze Hose und ein T-Shirt angezogen und war dementsprechend durchgefroren, als ich endlich am Busbahnhof von Santo Domingo aussteigen konnte. Doch wir hatten unser endgültiges Ziel noch nicht erreicht. Mit einem Taxi fuhren wir weiter zu Plaza Lama, von wo die Busse der Expreso Romano Linie starteten.

29-Plaza-Lama-Santo-Domingo
28-Exp.-Romana-Santo-Domingo

Mit einem kleineren Bus ging es weiter nach La Romana, wo ich einige Tage zuvor über booking.com ein Zimmer im dortigen Hotel Sol Azul gebucht hatte. Im Netz klang es nicht schlecht, lag Strandnah, besaß einen eigenen Swimmingpool und war mit 36 US Dollar pro Nacht inklusive Frühstück auch angenehm günstig.

30 - Hotel Sol Azul - La Romana 31-Hotel-Sol-Azul-La-Romana
32-Hotel-Sol-Azul-La-Romana

Meine Erwartungen waren jedoch trotz der schönen Bilder im Internet natürlich realistisch. Als wir ankamen wurden wir freundlich vom Inhaber begrüßt und uns wurde sogleich unser Zimmer gezeigt. Der erste Eindruck war durchwachsen, meine Begleitung war am Anfang nichts sonderlich begeistert, denn das Hotel hätten einige Eimer frische Farbe nicht schlecht getan, doch das sollte sich später noch ändern – was aber auch mit dem überaus freundlichen Personal zu tun hatte. Ich hatte aber hier in der Dominikanischen Republik auch schon in deutlich schlechteren Unterkünften übernachtet und für mich war dieses Hotel vollkommen in Ordnung. Das mit Ventilator und Klimaanlage ausgestattet Zimmer war einfach, aber doch recht gemütlich und bot neben einem Hauptraum mit Doppelbett, Komode, Fernseher und Kühlschrank noch ein geräumiges Bad mit WC, großer Dusche und Waschbecken. Alles erschien sauber und ordentlich und im Kühlschrank fanden sich kostenlos eine große Flasche Wasser und ein paar Schokoriegel für die Gäste.

33-Zimmer-Hotel-Sol-Azul-La-Romana
34-Zimmer-Hotel-Sol-Azul-La-Romana 35-Bad-Hotel-Sol-Azul-La-Romana

Nach einer Dusche und etwas ausruhen von der langen Reise trafen wir uns an der kleinen Bar am Pool mit dem Betreiber, einem jungen Dominikaner, der uns sogleich zahlreiche Tipps für die Umgebung gab und Empfehlungen für Restaurants aussprach.

36 - Bar - Hotel Sol Azul - La Romana

Wir hatten Interesse an einem Ausflug zur Isla Catalina, die nur wenige Kilometer vor La Romana im Karibischen Meer lag und der Betreiber vermittelte uns sogleich ein All Inklusive Trip mit einem Boot dorthin. Außerdem empfahl er uns einige Restaurants am nahen Strand für das bald anstehende Abendbrot. Es gab zwar auch einige einfache Gerichte im Hotel, aber wir hatten Appetit auf mehr. Also machten wir uns in der bereits anbrechenden Dämmerung auf den Weg in Richtung der kleinen Strandpromenade, der Playa Caleta.
Der Stadtteil Residencial Romana im Süden von La Romana kann man wohl als eine Mischung aus Neubaugebiet mit zahlreichen fertigen modernen Häusern, aber ganz im Südosten auch vielen kleineren älteren Gebäuden, dazwischen aber auch vielen freien Flächen mit Baum- und Buschbewuchs beschreiben. Ich bin trotz zahlreicher Besuche in diesem Karibikstaat dort noch nie angegriffen, überfallen oder auch nur bedroht worden, aber so ganz geheuer war mir der Weg zum Strand dann doch nicht – zumal ich aufgrund meines Aussehens ja ohne Probleme als Gringo zu identifizieren war. ;-) Aber alle Bedenken waren unbegründet, die Leute halfen uns sogar freundlich, als wir nach dem richtigen Weg fragten und so erreichten wir nach sieben bis acht Minuten Fußweg schließlich die Playa La Caleta, wo wir uns im vom Betreiber unseres Hotels empfohlenen Restaurant Marlin Azul (also “Blauer Speerfisch”) an einem Tisch am Strand niederließen.

38 - Restaurant Marlin Azul - La Romana 37 - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Die Bedienung war überaus aufmerksam und brachte uns sofort die Karte. Wie der Name des Restaurants bereits vermuten ließ, war es hauptsächlich auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert, die hier frisch aus dem Meer serviert wurden. Während meine Begleitung sich für einen kleinen Hummer entschied, hatte ich nicht ganz so großen Hunger und wählte Krabben in Knoblauchsauce, die wahlweise mit Bananen, Kartoffel, Reis oder Pommes Frites serviert wurden. Ich entschied mich für Pommes.

39 - Krabben in Knoblauchsauce / Cangrejos en salsa de ajo - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Dazu hatten wir uns ein Fläschchen Rotwein bestellt, das jedoch zu meinem leichten Entsetzen eisgekühlt serviert wurde und sogar im extra dazu aufgestellten Kühler auch weiterhin kühl gehalten wurde. Alle meine Bemühungen, dass man einen trocknen Rotwein doch bitte bei Zimmertemperatur zu trinken habe, wurden von meiner Begleitung abgewehrt. Hier in der Dominikanischen Republik mache man das halt so. Also sei es drum – Rotwein ist auch gekühlt ja gerade nicht ungenießbar.

40 - Cooled red wine / Rotwein im Kühler - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Die Krabben in Knoblauchsauce waren auf jeden Fall sehr lecker und auch an den Pommes gab es nichts auszusetzen. Und auch der gegrillte Hummer, von dem ich natürlich probieren durfte, erwies sich als überaus gelungen. Dabei war die Bedienung immer schnell zu Stelle und sehr Aufmerksam, ohne dabei jedoch aufdringlich zu wirken. Für Freunde von Fisch und Meeresfrüchten kann ich das Marlin Azul in La Romana als durchaus meine Empfehlung aussprechen.
Für den Rückweg leisteten wir uns schließlich dann doch ein lokales Taxis und zahlten für den kurzen Weg 100 Pesos, also umgerechnet nicht mal 2 Euro. Dank des guten Essens und des Weins schliefen wir dann auch schnell ein.
Am nächsten Morgen stand ich bereits früh auf und gönnte mir das im Preis inbegriffene Frühstück, während meine Begleitung lieber etwas länger schlief.

41 - Breakfast - Hotel Sol Azul - La Romana

Es gab getoastetes Brot, Butter, Käse, Gelee sowie Salami und Chorizo, dazu Orangensaft und Kaffee. Für mich ein vollkommen ausreichendes Frühstück. Nach dieser kleinen Stärkung fuhr uns der Hotelbetreiber persönlich durch den Ort La Romana bis zum Rio Romana, von wo unsere Bootstour zur Isla Catalina starten sollte.
Er übergab uns an den Tourveranstalter, dem wir pro Person 2300 Pesos für die Tour inklusive aller Getränke und einem Mittagessen auf der Insel zahlen mussten, bevor wir über eine steile Treppe zum Flussufer hinab stiegen, wo bereits zwei Boote warteten.

42-Boote-nach-Catalina-Island

43 - Boote am Rio Romana / Boats at Rio Romana

Eigentlich sollte die Tour ursprünglich um 9:00 Uhr starten, doch es dauerte noch über eine Stunde, bis schließlich alle Gäste eingetroffen waren und das Boot endlich ablegen konnte. Aber daran dass hier nicht alles pünktlich abläuft habe ich mich inzwischen bereits gewöhnt. Vorbei an zahlreichen Booten, einer kleinen Hafenanlage mit imposanten Verladekränen – vermutlich für Zucker – und einer kleinen, luxuriösen Bungalowanlage an der Südspitze der Mündung tuckerten wir langsam den Fluß hinunter und bewegten uns dann über das Meer in Richtung Isla Catalina.

44-Fahrt-auf-dem-Rio-Romana

45 - Verladekräne am Rio Romana / Cranes at Rio Romana

46 - Bungalows an der Mündung des Rio Romana / Bungalows at Rio Romana

Der Kapitän versuchte während der Fahrt etwas Stimmung zu machen und es wurden bereits großzügig Getränke ausgeschenkt. Ein nicht gerade ruhiger Seegang verhinderte aber den Ausbruch einer ungezügelten Party am Morgen. ;-)

47 - Sugar factory / Zuckerfabrik - La Romana 48 - Rückblick zum Festland - La Romana

An der Westküste des Insel, die nur über einen schmalen, nicht gerade einladenden Strand mit viel Treibholz verfügte, machten wir gemeinsam mit einigen anderen Booten etwa eine halbe Stunde Pause, um einigen der Fahrgäste die Gelegenheit zum Schnorcheln im seichten Wasser zu geben.

49 - Diving & snorkeling / Tauchen & Schnorcheln - Isla Catalina

Anschließend umfuhren wir die Insel und erreichten nach fünfzehn bis zwanzig Minuten die Westküste, wo der Strand deutlich breiter war und mit Liegen und Hütten ausgestattet war.

50 - East coast Isla Catalina

51 - East coast - Isla Catalina

52 - East coast - Isla Catalina

Unser kleiner Katamaran fuhr schließlich bis nah an den Strand heran und eine am Bug befindlicher Steg wurde ausgeklappt, damit alle Gäste mehr oder weniger trockenen Fußes an den Strand überwechseln konnten.

53 - Approaching the beach - Isla Catalina

54 - Aussteigen / Leaving the boat - Isla Catalina

Trotz einiger Wolken am Himmel erwies sich das Wetter aber als angenehm warm und es sollte den Rest des Tages so bleiben. Also genau richtig, um einen ruhigen Tag an diesem hübschen Strand zu genießen und zu entspannen.

55 - Playa @ Isla Catalina 56 - Playa Isla Catalina
57 - Playa -  Isla Catalina 58 - Playa Isla Catalina
59-Isla-Catalina

Das erste Getränk wurde uns sogar an die Liege serviert, danach musste man sich aber an einer der nahen Bars selbst versorgen. Außerdem liefen einige Angestellte zwischen den Gästen herum und boten Fische und Hummer als kleines, natürlich kostenpflichtiges “Upgrade” für das bevorstehende Essen an. Doch da wir erst gestern Abend beide Hummer gegessen hatten, verzichteten wir.

60 - Isla Catalina - Beach

Als schließlich zum Essen gerufen wurde, warteten wir den ersten großen Ansturm ab und holten uns dann am überdachten Buffet etwas zu essen. Es gab zwei Sorten Reis, einmal mit Bohnen und Gewürzen, einmal pur, außerdem Brot, Pasta mit Tomatensauce, Salate, Bohnensauce, verschiedenes Gemüse und ganz am Ende stand noch ein Grill, an dem Hähnchen, Schweinefleisch sowie die vorbestellten Hummer und Fische ausgegeben wurden. Ich nahm mir einen Querschnitt von allem und holte mir später noch einen kleinen Nachschlag.

61 - Mittagessen / Lunch - Isla Catalina

Das einzige was mir nicht so zusagte war das Schweinefleisch, das wohl etwas zu lange auf dem Grill gelegen und daher einen Deut zu “knusprig” war, aber am Rest gab es nichts auszusetzen.
Nach etwa dreieinhalb Stunden riefen die Angestellten schließlich wieder zum Aufbruch. Wir bestiegen also das Boot und tuckerten zurück zur Mündung des Rio Romana und zurück zur Anlegestelle. Für ein paar Pesos brachte uns ein Taxi zurück ins Hotel.
Nach etwas Erholung vom Ausflug wollten wir am Abend noch einmal etwas Essen gehen. Der Hotelbetreiber empfohl uns das Restaurant La Grasa an der Playa Caleta und bot uns an, uns sogar dorthin zu fahren und beim Besuch begleiten, da er sonst nichts besseres zu tun hätte. Am Hotel wachte, wie auch den Abend zuvor, eine Nachtwache um unerwünschte Besucher fern zu halten.
Das La Grasa machte zuerst einmal einen guten Eindruck: Hell, offen und direkt am Strand. Und es war nicht viel los, nur etwa die Hälfte der Tische war besetzt. Dennoch musste wir lange Warten bis uns eine der zahlreichen Bedienungen überhaupt beachtete und noch länger bis wir schließlich unsere Getränke am Tisch hatten.

62 - Restaurant La Grasa - La Romana
63 - Restaurant La Grasa - La Romana 64 - Restaurant La Grasa - La Romana
65 - Bierflaschen-Dekoration - Restaurant La Grasa - La Romana

Hinzu kam, dass die Fischfrikadellen, die meine Begeleitung bestellten, einen seltsamen Beigeschmack hatten und wir sie zurück gehen lassen mussten. Ich selbst bestellte mir eigentlich eine Pizza Supereme, bekam aber “nur” eine Pizza Salami an den Tisch geliefert, die zwar frisch zubereitet worden war, aber bei der dem Koch wohl der Oregano-Streuer etwas ausgerutscht war, denn es war deutlich zu viel von diesem Gewürz an der Pizza.

66 - Pizza Salami - Restaurant La Grasa - La Romana

Der erste Eindruck hatte also leider etwas getäuscht und auch der Hotelbetreiber war nicht gerade begeistert von dem war uns hier geboten wurde. Daher blieben wir nicht ganz so lange wie wir ursprünglich geplant hatten und begaben uns bereits kurz vor Mitternacht wieder zurück zum Hotel. Bald waren wir auch schon eingeschlafen.

Ruhige Tage & Jahreswechsel-BBQ [29.12.2017 - 02.01.2018]

Die nächsten Tage gab es nur wenig, worüber ich hier im Blog groß berichten könnte. Am ersten Tag nach meiner Ankunft mussten wir erst einmal einkaufen und den Kühlschrank füllen, wozu wir uns in Einkaufszentrum La Sirena in Puerto Plata begaben. Am Abend landeten wir schließlich am Strand von Sosua, wo ich mir an einer der vielen Strandbars, dem Ristorante Culio, einen Cheeseburger gönnte.

18 - Cheeseburger - Sosua Beach

war jetzt kein kulinarischer Hochgenuss, zumal die Pommes Frites fast kalt und ungesalzen waren und der Salzstreuer verklumpt und somit unbrauchbar war. Aber die Fleischfrikadelle war wirklich gut gelungen, da kann man nichts sagen.
Am nächsten Tag waren wir wieder in Puerto Plata unterwegs und ließe uns in einem einlockend wirkeden kleinen Bistro an der Clinica de Frenos im Stadtzentrum nieder, um dort etwas zu Mittag zu essen. Ich wählte ein Baguette mit Steak, das nach akzeptabler Wartezeit schließlich serviert wurde.

19 - Steak Baguette - Bistro Clinica de Frenos - Puerto Plata

Neben zahlreichen Steakstreifen war das Baguette mit Zwiebelringen, Tomatenscheiben, Salat, etwas Käse und einer leicht pikanten Salsa belegt sowie schließlich mit etwas Parmesan garniert. Das Baguettebrot oder die dominikanische Interpretation davon war schließlich leider nur aufgebacken und nicht frisch, aber darüber konnte man hinweg sehen.
Und auch am Folgetag landeten wir, zufällig, wieder im selben Bistro am Clinica de Frenos, dieses Mal entschied ich mich jedoch für einen Quesadilla con res, sprich mit krümelig angebratenen Hackfleisch, der mit Dips aus Guacamole, Sour Cream und einer fruchtigen, leicht scharfen Gemüsesalsa serviert wurde. Auch hier gab es wirklich nichts auszusetzen, auch dieses Mal wieder eine überaus gute Wahl.
Den eigentlichen Jahreswechsel verbrachten wir schließlich mit einem kleinen, spontan organisierten Grillfest, einem BBQ. Größtes Problem war dabei gewesen kurzfristig einen Grill zu organisieren. Zuerst hatten wir nur einen winzigen Elektrogrill, doch irgendwie gelang es dann doch noch einen größeren, gasbetriebenen Profigrill aufzutreiben, so dass der Zubereitung von Schaschlik, Steaks, Würstchen und Rippchen schließlich nichts mehr im Wege stand.

21 - New year BBQ

Ein Feuerwerk gab es nicht um 12 Uhr, ich hatte in den hiesigen Märkten auch keinerlei Böller oder Feuerwerksraketen gesehen. Das scheint hier einfach nicht üblich und ich glaube auch nicht, dass sich viele der hiesigen Bevölkerung so etwas leisten könnten oder wollten. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, daher standen wir am nächste Tag auch erst spät auf und erst am Abend begaben wir uns in die Siedlung Montellano zwische Sosua und Puerto Plata, um dort in einer kleinen Pizzaria eine Pizza Supereme zu verzehren.

22 - Pizza Supreme - Montellano

Der Belag bestand aus Salami, Schinken und Hähnchenfleisch sowie verschiedener Gemüsesorten, darunter Tomaten, Mais, Paprika und Stangensellerie. Sehr reichhaltig und in der mittleren Größe mehr als ausreichend, um zwei Personen satt zu bekommen.
Später am Abend begaben wir uns wiederum nach Puerto Plata, wo wir zuerst in einer Bar oberhalb einer Shell-Tankstelle an der Kreuzung von Calle 27 de Febrero und Calle 12 de Julio Einzug hielten.

24 - Calle 27 de Febrero / 12 de Julio

Dort war es aber echt zugig, weswegen wir wenig später in die La Casona Bar direkt gegenüber begaben, wo wir bis nach 2:00 Uhr nachts blieben.

23 - La Casona Bar - Puerto Plata

Einer der Mitfeiernden verzichtete dabei freiwillig auf Alkohol und fuhr uns schließlich sicher nach Hause.
Am Folgetag ging es gegen 13:30 Uhr zum Mittagessen nach Sosua, wo wir uns für das Bologna Ristorante begaben, einem italienischen Restaurant in der Calle Dr. Alejo Martinez begaben. Nachdem wir bestellt hatten, servierte man uns erst einmal kostenlos etwas frisch getoastetes Brot und etwas Knoblauch-Kräuterbutter als Aperetif.

25 - Bologna Ristorante Sosua - Bread & Herb butter / Brot & Kräuterbutter

Schon mal sehr lecker, vor allem die Kräuterbutter war ein wahrer Genuss. Ich musste mich etwas zurückhalten, nicht jetzt schon zu viel zu essen. ;-)
Als Hauptgericht hatte ich mich für Hähnchenfilet mit einer kreolischen Sauce entschieden, dazu gab es gedünstetes Gemüse von Blumenkohl, Möhren, Paprika und Brokkoli.

26 - Bologna Ristorante Sosua - Pollo creole & vegetales fritos

Eine zusätzliche Sättigungsbeilage wurde nicht serviert und war hier auch nicht nötig. Das machte das Gericht angenehm leicht und vor allem dank seiner pikanten kreolischen Sauce und das zarten und saftigen Hähnchenfilets sehr schmackhaft. Ich war sehr zufrieden.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Vorbereitungen für die morgige Reise, über die ich dann im nächsten Bericht zu sprechen kommen werde. Am Abend bestellten wir uns schließlich noch eine Pizza mit Salami und Schinken aus der Pizzeria in Montellano, die uns eines der hiesigen Moto-Taxis frei Haus lieferte.

27 - Pizza Salame Jamon - Montellano