Rückreise, Streik und eine lange Zugfahrt [09.04.-10.04.2018]

Am heutigen Montag, dem 09. April hieß es für mich nun wieder Abschied von der Karibik nehmen. Ich hätte zwar auch am Samstag schon zurückfliegen und hätte mir dadurch 2 Urlaubstage sparen können, aber der Samstags-Flug wäre fast doppelt so teuer geworden, weil nur noch Plätze in den teureren Klassen frei gewesen wären. Da bleibe ich lieber etwas länger und genieße das karibische Wetter, das die letzten zwei Tage ohne Regen und mit viel Sonne aufwartete. Ein weiterer Vorteil war, dass der Flieger erst um 20:17 Uhr abheben sollte, ich hatte also noch fast den ganzen Tag. Nachdem wir, mal wieder, etwas länger geschlafen hatte, wurde ein letztes Mal für mich ein lokales Gericht gekocht: Reis mit Schweinefleisch und Mais. Dazu gab es noch einen Kartoffel-Eiersalat mit Mayo.

36 - Dominican rice dish with pork, corn & salad

Nachdem mein Koffer gepackt war, machten wir uns auf den Weg damit ich mich von den anderen Bekannten hier verabschieden konnte. Das hatte ich das letzte Mal wegen Eile versäumt, was mir einige böse Worte eingebracht hatte, daher wollte ich diesen Fehler nicht wiederholen.
Gegen 18:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen. Das heißt wir wollten es, doch das bestellte Taxi tauchte nicht auf und es wurde immer später. Zum Glück erklärte sich ein Nachbar bereit, uns mit seinem klapprigen Toyato Pickup die paar Kilometer zu fahren – auch wenn mein Gepäck und einige Leute dabei auf der Ladefläche Platz nehmen mussten. Ich hatte dieses Mal Priority CheckIn zusätzlich gebucht, weil ich das letzte Mal ewig lange hatte warten müssen – aber das war, wie sich bei meiner Ankunft herausstellte, herausgeschmissenes Geld, denn es waren kaum Leute am CheckIn und ich kam zügig an die Reihe. Was mich wunderte war, dass ich nur ein Flugticket bis Frankfurt erhielt – ich hatte eigentlich bis München gebucht. Mir schwante schlimmes – denn ich hatte bereits gehört dass es wohl mal wider Streiks beim Flugpersonal gebe.

37 - Airport Puerto Plata

Jetzt musste ich nur noch das Ausreise-Formular ausfüllen, das hier überall auslag, eine letzte Zigarette rauchen – denn im Flughafengebäude selbst herrscht absolutes Rauchverbot und es gibt keine Raucherkabinen – und mich von den Leuten verabschieden, die mich zum Flughafen begleitet hatten. Anschließend ging ich durch die für einen solch kleinen Flughafen ungewöhnlich Strengen Sicherheitskontrollen, gab mein Ausreiseformular ab, bekam meinen zehnten Ausreisestempel in den Reisepass und begann im Abflugbereich zu warten, nachdem ich mich noch kurz im Duty Free eingedeckt hatte.
Das Boarding lief relativ unproblematisch ab, einzig seltsam war dass am Terminal auch sehr viele Transfer-Fluggäste warteten, die offensichtlich von anderen Karibikinseln oder anderen Teilen der Dominikanischen Republik hier her geflogen waren und nun umstiegen, um endgültig nach Deutschland zu gelangen. Daher auch der wenige Betrieb am CheckIn, denn die Besetzung des Flugzeuges bestand größtenteils aus diesen Transfer-Fluggaästen. Warum sie allerdings Priorität beim CheckIn hatten, war mir unklar. Ich reihte mich mit meinem Priority CheckIn aber einfach ein und wurde auch problemlos an Bord gelassen. Es war bereits dunkel, als wir schließlich mit nur geringer Verspätung starteten und die Karibik verließen.
Nachdem wir schließlich die Reiseflughöhe erreicht hatten, wurde auch schon bald die erste von zwei Mahlzeiten serviert. Auswahl gab es aber in der Economy-Klasse nicht, jeder bekam die selbe Zusammenstellung aus Gemüse-Pasta, Salat, Brötchen, Vollkornbrot, Käse, Butter und einem Stück Apfelkuchen.

38 - Vegetable-Pasta - Air Menu - Condor

Die Flugdauer sollte etwas weniger als neun Stunden betragen. Ich sah mir im Premium Entertainment Programm Thor – Tag der Entscheidung an und versuchte etwas zu schlafen, was mir aber nur teilweise gelang. Leider hatte ich mal wieder das Glück, hinter einem besonders Rücksichtslosen, diesmal weiblichen Fluggästin zu sitzen, die nicht nur den Sitz nach erlöschen der Anschnallzeichen bis zum Anschlag nach hinten fallen ließ, sondern auch noch – wohl beim Versuch zu schlafen – ständig über die Lehne nach hinten griff und teilweise meinen Bildschirm betastschte. Ich konnte mir einige bissige Kommentare nicht verkneifen, aber meine angeborene Zurückhaltung konnte glücklicherweise schlimmeres verhindern.

39 - On the way home

Kurz vor dem Ziel wurde dann die zweite, kalte Mahlzeit serviert: Vollkornbrot, ein aufgebackenes Brötchen, ein kleines Stück Käse, eine winzige Dose Margarine, etwas Marmelade und schließlich etwas Obst in Form von Ananas- und Melonenstückchen. Dazu wurden Getränke wie O-Saft und Kaffee ausgeschenkt.

40 - Breakfast - Condor - Economy-Class

Kurz vor der Landung wurden die Anschlussflüge über Lautsprecher verkündet und dabei auch kund gegeben, dass innerdeutsche Flüge von Lufthansa aufgrund des aktuellen Streiks fast ausnahmslos ausfielen. Und davon war leider auch ich betroffen.

41 - Condor-Airplane - Landed in Frankfurt

Nach der Landung folgte ich also erst einmal den anderen Fluggästen zum Gepäckband im internationalen Terminal 2. Unterwegs gab es keine Infoschalter, sonst hätte ich mich über mein Fortkommen informieren können – aber wir zogen nur doch endlose Gänge mit so gut wie keinem Flughafenpersonal. Ich wartete dann circa eine halbe Stunde vergeblich auf meinen Koffer bevor ich endlich auf die Idee kam, mich mal am Schalter der Gepäckermittlung zu erkundigen, war mit den Koffern der Gäste der ausgefallenenen Flüge sei. Dort teilte man mir mit, dass die bereits in den nationalen Bereich in Terminal 1 transferiert worden wäre, trotz des Streiks, und ich meinen Koffer dort erhalten würde. Ich sollte allerdings mein Flugticket bereit halten, um dort hinein gelassen zu werden. Also Durchschritt ich, nur mit meinem Rücksack bestückt, den Zoll und machte mich auf den langen Weg in Terminal 1. Zum Glück war die dortige Gepäckausgabe gut ausgeschildert, so dass ich problemlos an einem verwaisten Gepäckband ankam, an dem die Nummer meines ausgefallenen Fluges auf einem Monitor angezeigt wurde. Doch hier bewegte sich nichts und ich war scheinbar die einzige Person in der Halle.

42 - Am Gepäckband- Airport Frankfurt

Nachdem 15-20 Minuten kein einziger Koffer aus den Tiefen des Flughafens gekommen war, wendete ich mich an die Gepäckermittlung im Terminal 1. Dort erzählte man mir, das können noch 20 bis 30 Minuten dauern bis die Koffer kämen. Ich solle mich doch inzwischen an einen Lufthansa-Schalter in Terminal 2 (!!!) wenden, um ein kostenloses Zugticket nach München zu erhalten. Leise fluchend verließ ich den Gepäckbereich wieder und tigerte zurück in den Terminal 2, wo ich mich an den erstbesten Lufthansa-Schalter wendete und wie versprochen – nach Vorlage meines Passes und der Tickets – die Fahrkarte erhielt. Für den ICE in der zweiten Klasse.
Zurück in Terminal 1 hatten sich inzwischen ein paar mehr Leute eingefunden, ein Pärchen und eine junge Dame warteten auf ihr Gepäck. Weiter hinten am Band standen bereits einige Koffer, die ein Mitarbeiter bereits vom Band genommen hatte. Dort fand ich glücklicherweise auch meinen Koffer. Endlich wieder komplett machte ich mich somit auf den Weg zum Fernbahnhof – der wiederum gegenüber Terminal 2 lag. Arghhh.
Auf dem Weg prüfte ich die möglichen Verbindungen von hier nach München via Handy-App und sah, dass bereits in etwa 10 Minuten der nächste ICE fuhr. Das schaffte ich locker. Und gerade als ich am Gleis angekommen war und eigentlich noch schnell den Raucherbereich aufsuchen wollte, fuhr der Zug auch schon ein. Ich stieg zu und suchte mir einen freien Platz in der zweiten Klasse, um die etwa dreineinhalbstündige Fahrt nach München anzutreten. Mit dem Flugzeug hätte ich die Strecke in weniger als einer Stunde bewältigen können.
Die Fahrt verlief ereignislos und ich langweilte mich, während wir über Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg nach München fuhren. Doch als ich schließlich in München angekommen war, erwartete mich die nächste böse Überraschung: Die S-Bahn fuhr heute nur bis Ostbahnhof, da ab dort ging es wegen Signalstörung nicht mehr weiter. Ich musste mir eine andere Lösung suchen. Wenn irgend etwas schief geht, dann richtig. 🙁
Ich hätte zwar auch den Bus oder die Tram nehmen können, aber ich hatte nach langem Flug, Rumlauferei am Flughafen und der Zugfahrt einfach keine Lust mehr mich noch weiter zu quälen. Daher schnappte ich mir vor dem Bahnhof ein Taxi und ließ mich die paar Kilometer bis zu meiner Wohnung von diesem fahren. Damit endete meine etwas odyseehafte Rückreise aus der Karibik und ich war froh, als ich endlich meine Haustür hinter mir schließen und etwas entspannen konnte.

Karibisches Ostern [30.03.-08.04.2018]

Es war nun mein genau zehnter Besuch in der dominikanischen Republik, da war natürlich vieles schon zur Routine geworden und es gibt eigentlich nur wenig zu berichten. Den ersten Tag nach meiner Ankunft verbrachten wir damit, einen Mietwagen zu organisieren und ein paar Einkäufe im nahe gelegenen Puerto Plata zu tätigen. Das Einkaufszentrum unserer Wahl war dabei das direkt an der Strandpromenda gelegene La Sirena, das lange Zeit auch die einizige große Einkaufsmöglichkeit dort gewesen war, aber inzwischen Konkurrenz durch das vor einem halben bis dreiviertel Jahr fertiggestellte Jumbo Center bekommen hatte. Bei beiden handelt es sich um riesige Supermärkte, die neben Lebensmitteln auch Elektronik, Kleidung und so ziemlich alles für den täglichen Gebrauch anbieten. Beide geben sich wenig, der Vorteil im La Sirena ist allerdings, dass sich im ersten Obergeschoss noch ein großes Restaurant befindet, das wir auch bei diesem Besuch nutzten. Allerdings griffen wir nicht zu den dort angebotenen lokalen Speisen, sondern verzehrten eine Pizza der Domino’s Filiale im Erdgeschoss.

14 - Domino-Pizza - La Sirena - Puerto Plata

Am ersten April sollte schließlich ein großes Beach Musikfestival im etwa 20km entfernt gelegenen Cabarete, neben Sosua eines der großen Touristenzentren stattfinden. Als wir gegen 20:00 Uhr mit dem Auto in Cabarete eintrafen, war die Parkplatzsituation natürlich – wie nicht anders zu erwarten – katastrophal. Auf einem matschigen Parkplatz fanden wir schließlich in der hintersten Ecke noch ein Plätzchen für unseren Mietwagen und stürzten uns ins Getümmel. Zwar war der Eintritt für das eigentliche Festival, zu dem man eine große Bühne am Strand aufgebaut hatte, kostenlos, allerdings gab es nirgendwo mehr Sitzplätze. Daher zahlten wir in einer der angrenzenden Strandclubs ein paar Pesos Eintritt und ließen uns auf der großen Veranda nieder, von wo wir noch die volle Dröhnung der Musik erleben konnten.

15 - Beach-Festival - Cabarete

16 - Beach-Festival - Cabarete 2 17 - Beach Music Festival - Cabarete - 3

Irgendwann zwischen 1:30 und 2:00 Uhr brachen wir dann schließlich wieder auf und ließen uns von der einen Person, die nichts oder nur wenig getrunken hatte sicher nach Hause fahren.
Am 2. April schliefen wir erst einmal etwas länger, danach brachen wir nach Puerto Plata auf, wo meine Begleitung unbedingt eine Beauty Fair – eine Kosmetikmesse – besuchen wollte, für die sie irgendwie Freikarten ergattert hatte. Eigentlich ein typisches Frauending, auf das ich gar keine große Lust hatte, aber zähneknirschend willigte ich ein.

18 - Beauty-Fair - Puerto Plata

Zum Glück ließ sich der Aufenthalt dort auf unter eine Stunde beschränken, so dass wir uns am frühen Nachmittag schließlich auf den Weg zum Strand von Sosua machten. Obwohl die Osterzeit ja eigentlich eine typische Urlaubszeit ist, waren nur relativ wenig Touristen dort, so dass es kein großes Problem war, eine freie Liege im Schatten zu finden und das schöne Wetter genießen zu können.

19 - Sosua-Beach 20 - Sosua Beach 2

Wir hatten uns im Bereich des Restaurants Chulo niedergelassen, wo wir uns auch neben einigen Getränken etwas zum leicht verspäteten Mittagessen bestellten. Meine Wahl fiel dabei auf den Seebarsch Creole, den ich mir mit Pommes Frites sowie einem kleinen Salat servieren ließ.

21 - Seabass filet creole - Restaurant Culo - Sosua-Beach

Unter einer großen Menge einer eher fruchtigen, mit Paprika versetzten Sauce fans sich ein mehr als ausreichend großes, innen wunderbar zartes und außen leicht knusprig gebratenes Stück Seebarschfilet mit wenig Gräten. Offensichtlich sehr frisch.

22 - Seabass filet - Lateral cut

Bei kreolischer Küche hätte ich, was die Sauce anging, ja eher eine leicht pikante Würzung erwartet, das was ich bekommen hatte erwies sich aber eher als mild und fruchtig. Keine Ahnung ob ich das falsche Gericht erhalten oder einfach nur eine falsche Vorstellung gehabt hatte – geschmeckt hat es alle mal. Ebenso wie der Salat. Nur die Pommes erwiesen sich leider als nicht ganz so knusprig – das nächste Mal werde ich wohl lieber wieder Platanos fritos, frittierte Kochbananen, als Beilage nehmen, das ist Traditioneller für die Karabik.
Am nächsten Tag ließen wir es wieder ruhig angehen. Lange schlafen und dann etwas im Schatten vor dem Appartment abhängen. Meine Begleitung entschied sich ein typisches Reisgericht der Dominikanischen Republik zuzubereiten, dass sie mit etwas Gemüse und gewürfelten Schweinefleisch ergänzte.

23 - Dominican rice with pork

Im Grunde genommen ein One-Pot-Gericht, denn alles wird einfach in einem Topf zusammen geworfen. Einzige Besonderheit war, dass man den Topf mit einer Plastiktüte abdeckte, um den Reis zu garen – das lag aber wohl eher daran, dass für diesen Topf einfach kein Deckel vorhande war. 😉
Am späten Nachmittag begaben wir uns dann noch einmal ins nahe Dorf, wo meine Begleitung sich einen Snack besorgte, an den ich bis heute noch nicht so wirklich ran kommen: Gekochte Hühnerfüße und Hühnermägen. In vielen Ländern ein sehr beliebtes Fingerfood, aber für mich eher Gewöhnungsbedürftig.

24 - Chicken feets and chicken hearts

Während die kleinen Mägen ja noch aus guten Muskelfleisch bestehen und wahrscheinlich angenehm zart sind, ist an den Hühnerfüßen bzw. Beinen ist ja kaum Fleisch dran. Da knabbert man etwas mehr dran, was zwar ok, aber nicht ganz so mein Geschmack ist. Ganz anders der Hase meiner Begleitung, der sich als wir zurück waren und die Reste dem Hund geben wollten einfach so ein Ding schnappte und es anfing zu verspeisen.

25 - Rabbit eats chicken feet

Ich dachte ja immer Hasen wären Vegetarierer, wurde hier aber eines besseren belehrt.
Am Abend, es waren einige Leute noch zu Besuch gekommen, entschieden wir uns dazu noch eine Pizza zu bestellen.

26 - Family-Pizza

Belegt mit Salami und Schinken gab es niemanden, der nicht freudig zugriff, so dass die wagenradgroße Pizza bald schon komplett verzehrt war.
Am nächsten Tag gab es dann Spaghetti auf domnikanische Art, welche sich aber nur wenig von einer normalen Bolognese unterschieden, nur ein wenig anders und leicht pikant gewürzt waren.

27 - Spaghetti creole style

Als wir dann am Abend noch einmal in Sosua im Restaurant Bologna einkehrten, verspürte ich aber keinen allzu großen Appetit mehr – die Temperaturen waren einfach zu hoch und mein Magen machte leichte Probleme. Daher beschränkte ich mich hier auf eine kleine Portion Bruschetta.

28 - Bruschetta - Restaurant Bologna - Sosua

Dafür hatte ich am nächsten Morgen um so größeren Appetit und ließ mir von einem der vielen Motos, Motorradfahrer die an hier an vielen Ecken warten um Botendienste für ein paar Pesos zu erledigen, ein paar Pantellas – eine Art Brötchen mit Füllung – holen. Was ich bekam war aber nicht ganz das war ich erwartet hatte.

29 - Pantella - Brot mit Käse-Schinken-Füllung

Die Dinger waren aufgebacken und nicht sonderlich gut gefüllt – aber der Hunger trieb es rein.
Erst am Abend hatte ich dann wieder Appetit und da wir sowieso in Sosua auf der dortigen “Touristenmeile” mit ihren vielen Bars und Restaurants ausgehen wollten, gingen wir dort in das italienische Restaurant Hello Pizza. Klang eher nach einem Lieferdienst, war aber ein vollwertiges Restaurant mit eigenem Steinofen. Aus der eher übersichtlichen Speisekarte entschied ich mich für eine Pizza Salsicca, belegt mit Pilzen und Fleischbällchen aus italinienischer Wurst.

30 - Pizza Salsiccia - Hello Pizza - Sosua

Geschmacklich gut gelungen, aber leider hatte sich ein großer Teil des Belages in der Mitte konzentriert, wodurch am Rand nur blasiger, mit etwas Tomatensauce bedeckter Teig übrig blieb. War aber soweit in Ordnung und machte mich fit für den Abend, den wir bei Musik und ein paar Bierchen in verschiedenen Bars und Discos verbrachten.
Nach der Enttäuschung vom vorherigen Morgen ließ ich mir am Folgetag mal ein paar Fritatas, frittierte Teigtaschen mit Ei und/oder Schinkenfüllung, bringen. Sehr fettig, sehr knusprig, aber deutlich besser als das aufgebackene Brot.

31 - Fritata - Fritierte Teigtaschen

Eigentlich hatten wir ja noch mal weg fahren wollen, irgendwo in ein All Inklusive Resort an der Küste, vielleicht im westlich von Puerto Plate gelegenen Punta Rucia oder im östlich gelegenen Rio San Juan. Ich hatte im Internet sogar bereits einige mögliche Unterkünfte ausgemacht – aber leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete recht viel und es sollte auch die nächste Zeit nicht besser werden – also ungeeignete Bedingungen für Tage am Strand oder Pool. Daher entschieden wir uns vor Ort zu bleiben und eine größere Grillparty zu veranstalten. Dazu fuhren wir erst einmal in den Jumbo-Supermarkt in Puerto Plata, der meiner Erfahrung nach ein weitaus besseres Angebot an Grillfleisch hat als das La Sirena im selben Ort.

32 - Jumbo Supermercado - Puerto Plata


Eingedeckt im Rippchen, verschiedenen Hühnerteilen, Steaks und Würstchen konnten wir uns daran machen, noch ein paar Salate wie Kartoffel- und Nudelsalat zuzubereiten und noch ein paar Getränke zu besorgen.
Am nächsten Abend stieg dann die Party und ich durfte das Grillen übernehmen – was bei der sowieso schon vorherschenden Hitze nicht gerade erholend war, aber dennoch viel Spaß machte.

33 - Chicken-BBQ

34 - Salsiccia- & Corn BBQ

Zu reichlich Essen gab es natürlich laute Musik und einiges an Alkohol. Und hier in der Karibik beschwert sich kein Nachbar und ruft die Polizei – er bzw. sie neigt er dazu sich der Party einfach anzuschließen. 😉
Am nächsten Tag schliefen wir fast bis Mittag, danach wurde ich gebeten mal wieder die Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce nach dem Rezept meiner Mutter zu kochen, mit denen ich schon mehrfach hier großen Erfolg gehabt hatte. Dieses Mal schnippelte ich allerdings noch eine Zwiebel und etwas Paprika mit rein, das entspricht eher dem hiesigen Geschmack.

35 - Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce / Spaghetti with minced meat tomato sauce

Beim letzten Mal hatte die Schwester meiner Begleitung einfach noch selber Paprika dazu angebraten und in die Sauce getan, wodurch ich mich meiner Ehre als Hobbykoch etwas angegriffen fühlte. Das wollte ich dieses Mal verhindern. 😉
Ansonsten passierte nichts weiter erwähnenswertes an meinem letzten vollen Tag meines Osterurlaubs. Über die ereignisreiche Rückreise werde ich dann im nächsten Beitrag berichten.

Osterurlaub in der Dominikanischen Republik [29.03.2017]

Über die Osterfeiertage sollte es mal wieder in mein bevorzugtes Reiseziel der letzten Jahre gehen: die Dominikanische Republik. Natürlich wieder mit Condor, denn seit der Air Berlin Pleite ist das ja leider der einzige deutsche Fluganbieter, der – zumindest meines Kenntnisstandes nach – den Flughafen Puerto Plata im Direktflug anfliegt. Der Hauptflieger sollte wieder von Frankfurt aus gehen, doch dieses Mal wollte ich mir die Anreise mit der Bahn sparen, immerhin wohne ich ja nicht umsonst in einer Stadt mit Flughafen, daher buchte ich dieses Mal einen Verbindungsflug von München nach Frankfurt mit der Lufthansa. Das schöne war, dass mein Flieger erst um 12:00 Uhr hier in München starten sollte, daher musste ich nicht sonderlich früh aufstehen oder noch im Dunkeln zum Flughafen fahren, sondern konnte entspannt um 9:30 Uhr hier zum S-Bahnhof aufbrechen.

01 - Am S-Bahhof München

Am Flughafen angekommen musste ich aber leider noch einmal von einem ins anderen Terminalgebäude wechseln, da ich an der falschen Rolltreppe nach oben gefahren war.

02 - München-Airport

Der Check-In bei Lufthansa ging angenehm schnell von statten und mir wurde versichert, dass mein Gepäck problemlos bis Puerto Plata durchgeroutet würde, ich musste mich in Frankfurt also nicht noch einmal darum kümmern. Am meinem Abflugterminal, dem Gate 36, angekommen, doch gleich wieder der erste Dämpfer: Mein Flieger war zuerst 10, später sogar 20 Minuten verspätet. Zum Glück hatte ich genügend Toleranzzeit in Frankfurt, dass ich nicht rennen musste um meinen Anschlussflug zu erreichen.

03 - Flughafen München - Gate 40

Zur Sicherheit prüfte ich noch einmal über das Handy meine Abflugzeiten bei Condor und erhielt den nächsten Dämpfer: Mein Abflug dort war um ca. 3 Stunden später angesetzt – anstatt um 15:15 Uhr sollte der der Flug jetzt erst um 18:20 Uhr starten. Das bedeutete, ich musste fast fünf Stunden in Frankfurt “totschlagen” bis ich endlich weiter konnte. Keine sonderlich erfreulichen Aussichten. Zumindest verspätete sich der Flug nach Frankfurt nicht noch weiter und schließlich saß ich im Airbus A326und wir hoben in Richtung der hessischen Finanzmetropole ab. Der Flug dorthin verlief ereignislos, positiv sei aber zu erwähnen, dass Lufthansa selbst auf der Kurzstrecke noch kostenlose Getränke serviert.

04 - Im Lufthansa A321 von München nach Frankfurt

05 - Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen

In Frankfurt angekommen konnte ich mir also Zeit nehmen, begab mich aber dennoch unmittelbar durch die tiefsten Tiefen des Flughafens

06 - Frankfurter-Flughafen - Untergrund

zu meinem Abflugterminal und zur Passkontrolle in den internationalen Abflugbereich, wo ich noch etwas Duty Free Shopping betrieb und mir anschließend eine Currywurst mit Brötchen als verspätete Mittagsverpflegung gönnte – auch wenn diese mit sieben Euro nicht gerade günstig war.

07 - Currywurst am Frankfurter Flughafen

Dann begab ich mich kurz in den im Untergeschoss gelegenen Abflugterminal meines Fluges, da alle Passagiere die über Zubringerflüge nach Frankfurt gelangt waren sich kurz dort melden sollten. Dabei erfuhr ich auch, dass der eigentliche Flieger wegen eines medizinischen Notfalls irgendwo Zwischengelandet war und daher ausfiel, man sich aber bemühe einen Ersatz bereit zur Verfügung zu stellen.
Die nächsten Stunden liegen eher schleppend dahin und ich spazierte immer wieder durch den Terminal, um die Zeit totzuschlagen, bis endlich das Boarding beginnen sollte. In diesem Bereich bedeutete dies, dass wir, die wartenden Passagiere, in zwei wartende Busse verfrachtet und einmal über das halbe Rollfeld der Frankfurter Flughafens gekarrt wurden, bis wir schließlich den etwas Abseits stehenden Condor Airbus erreichten, den wir über eine Treppe besteigen durften.

08 - Fahrt über das Rollfeld Flughafen FFM

09 - Fahrt über das Rollfeld 2

10 - Einstieg in die Condor Boing 767-300
Eigentlich hatte ich extra einen Fensterplatz gebucht, durch Bautypenbedingt saß ich leider direkt neben einer Verstrebung ohne Fenster, so dass mir der Blick auf den Himmel leider verwehrt wurde. Aber zumindest hatte ich Glück mit meiner Sitznachbarin, einer älteren Dame mit der ich schon bald ins Gespräch kam und mich mit ihr fast den ganzen Flug über immer wieder angeregt unterhalten konnte – leider heutzutage eher eine Seltenheit. Meist schweigt man sich eher 10 Stunden an.
Nachchdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatte, wurde auch bald schon das verspätetete Abendessen serviert: Paste mit Hackfleich-Tomatensauce, ein Kartoffelsalat, Käse, ein Brötchen sowie ein Mousse Schokolade.

11-Pasta---Air-Menu-Condor

Als kleine Entschädigung für den verspäteten Abflug wurde außerdem das Premium Entertainment für alle Fluggäste kostenlos freigeschaltet – was für mich aber eher ärgerlich war, da ich bereits bei der Buchung dafür bezahlt hatte. Aus dem angebotenen Filmen sah ich mir Justice League an. Schließlich wurden auf die Einreisedokumente ausgeteilt, die ich ausfüllte, danach gelang es mir außerdem für vielleicht zwei Stunden etwas vor mich hin zu dösen.

13-Condor

Kurz vor Puerto Plate wurde schließlich noch ein kalter Snack in Form einer Bretzel, zwei kleinen Würstchen, etwas Salat und eines Stückes Streuselkuchen mit Kirsche serviert,

12 - Kalter Snack - Economy Class - Condor

eine halbe Stunde später setzte Flieger auch schon zum Sinkflug auf Puerto Plata an – übrigens meine erste Nachtlandung dort.
Was folgte waren die üblichen Prozeduren: Tourist Card erwerben, Passkontrolle und Einreiseformular abgeben, Koffer einsammeln und nach einer eher nachlässigen Zollkontrolle, bei der auch die Zollerklärungen abgegeben wurde, ging es auch schon ins Freie, wo mir dieses Mal aufgrund der späten Stunde aber glücklicherweise nicht ganz so viel Hitze entgegen schlug.
Wie üblich wurde ich am Ausgang bereits erwartet und wir konnten uns unmittelbar zur Unterkunft begeben, wo ich auch nicht mehr allzu lange durchhielt und bald in einen – nach dieser doch etwas stressigeren Anreise – verdienten Schlaf fiel.