Gaeng Dang Phet [10.05.2012]

Zwar bot die reguläre Küche mit Cevapcici mit Ajvar und Tomatenreis in der Sektion Globetrotter und einem leichten Blumenkohl-Tomaten-Curry bei Vitality sowie Frischer Spargel Sauce Hollandaise, Kartoffeln und kleinem Schnitzel bei Tradition der Region (welches ich übrigens hier schon mal vor fast genau einem Jahr versucht hatte), aber heute wollte ich auch der Asia-Theke mal eine Chance geben. Und dort fand sich neben Hoi Thai Thai – verschiedenes Gemüse gebraten in Hoi-Sin Sauce< mit Gaeng Dang Phed – Gebratene Ente mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry auch gleich ein passendes Gericht. Ente hatte ich schon länger nicht mehr gehabt, also nutzte ich dieses Angebot, das ich mit noch mit einer Schale Reis als Sättigungsbeilage sowie einem Becherchen Vanillemousse komplettierte.

Gaeng Deng Phed

Zu einer wie immer sehr bunten Gemüsezusammenstellung aus verschiedenen Gemüsesorten – ich entdeckte vor allem Paprika, Lauch, Broccoli, Auberginen, Zucchini, Mu-Err-Pilze, Kohl, Curryblätter und Bambussprossen – hatte man zahlreiche Scheiben von gebratener Entenbrust einer einer nicht sonderlich scharfen, aber dennoch angenehm würzigen und geschmacklich sehr passenden Sauce angerichtet. Beim Reis, den ich mir wie üblich mit einem Esslöffel süss-scharfer Chilisauce garniert hatte, muss ich heute aber ein paar Worte der Kritik anbringen, denn ich fand dass er wohl noch ein paar Minuten länger hätte gekocht werden können. So wie ich ihn hier hatte, war er zwar nicht mehr hart, aber doch noch leicht körnig und al dente (wenn man das bei Reis so sagen kann). Mit der Sauce verzehrt war er zwar absolut essbar, aber dennoch kann ich hier leider nicht die volle Wertung geben. Das locker-luftige Mousse mit Vanillegeschmack entschädigte mich für dieses kleine Manko.
Bei den anderen Kantinengäste lag die Vorliebe heute eindeutig aber beim heutigen Spargelgericht mit Schnitzel und Kartoffeln, das somit Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgte heute das Cevapcici mit Tomatenreis, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und schließlich dem Blumenkohl-Tomaten-Curry auf Platz vier. Hatte zwar nicht daran gezweifelt dass das Schnitzel-Spargelgericht auf Platz eins landen würde, aber dass das Cevapcici die Asia-Gerichte die mit dem eher seltenen Ente-Angebot überrunden würden hatte ich nicht gedacht. Manchmal sind die Vorlieben der Kantinengäste scheinbar doch nicht so vorhersehbar.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Dang Phet: ++
Reis: +
Vanillemousse: ++

Hofbräukeller München & Bratenpfandl [03.04.2012]

Am Dienstag Abend verschlug es uns in den Hofbräukeller im schönen Münchner Stadtteil Au-Haidhausen. Ich war zwar schon mal dort gewesen, hatte aber damals versäumt darüber zu berichten. Das möchte ich heute mit diesem Beitrag nachholen.

Hofbräukeller - Wiener Platz

Das wuchtige Gebäude am Wiener Platz und der Inneren Wiener Straße wurde in den Jahren 1896 bis ins Jahr 1988 befand sich hier die Produktionsstätte der Münchner Hofbräu Brauerei. Am 6. April 1987 brannte ein großer Teil des Gebäudes aus, wobei die Produktionsanlagen jedoch unbeschädigt blieben. Danach wurde das Gebäude wieder aufgebaut und renoviert.

Größere Kartenansicht
Nachdem die Produktion von Hofbräu nach Reim verlegt worden war, wurden die verbliebenen Produktionsanlagen abgerissen und wichen einem Wohngebäude, das heute an der Wiener Straße gleich hinter dem Gebäude zu sehen ist. Heute wird der größte Teils der Erdgeschosses als Gastraum verwendet, im Obergeschoss befinden sich zwei große Festsäle, im ersten Untergeschoss eine Tanzbar, im zweiten Untergeschoss ein Jazzclub und hinter dem Gebäude ein großer Biergarten, der direkt an die Maximiliananlagen grenzt.

Hofbräukeller - Gastraum
Gastraum im Erdgeschoss

Wir hatten uns im Gastraum einen Tisch reserviert. Zu Beginn des Abends schien das zuerst nicht notwendig, doch trotz eines Dienstag Abends sollte sich der gesamte riesige Bereich noch gut füllen. Neben verschiedenen Brauereiprodukten der Marke Hofbräu sowie einem ebenso großen Angebot nichtalkoholischer Getränke für den Durst fand sich in der uns schon kurz nach dem Niederlassen am Tisch gereichten Speise- und Getränkekarte auch ein reichhaltiges Angebot meist einheimisch-bayrischer Gerichte für den großen und kleinen Hunger. Aus diesem Angebot entschied ich mich nach Durchsicht der verschiedenen Gerichte schließlich für das sogenannte Hofbräukeller Bratenpfandl, einer Zusammenstellung aus hinterer Hax’n, saftigem Schweinsbraten, frischer Ente kombiniert mit jeweils einem Brezen- und Kartoffelknödel sowie einer Portion Apfelblaukraut zum Preis von 12,90 Euronen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurde das Gericht dann auch schon serviert.

Hofbräukeller Bratenpfandl
Hofbräukeller Bratenpfandl

Das Gericht erwies sich als eindeutig sehr fleischlastig. Die Haxe mit knuspriger Haut und einem Stück Knochen bestand zwar auch zu einem Teil aus Fett, aber mit so etwas muss man bei einer Schweinshaxe eben rechnen. Dazu gab es eine Scheibe, die von der Beschreibung her zwar als Schweinebraten definiert war, von der dunkleren Farbe und der Struktur und dem Geschmack aber eher an Rind erinnerte. Am besten gefiel mir aber die das magere, zarte, saftige Stück Entenbraten unter knuspriger Haut, das im unteren Bereich der Metallpfanne zu finden war. Aber auch die leicht würzige Bratensauce, die kurioserweise mit Schwein, Rind und Geflügel geschmacklich harmonierte, war gut gewählt. An den beiden Klöße, einer ein etwas gröberer Kartoffelknödel, der andere ein klassischer Semmel- oder Bretzenknödel, gab es geschmacklich ebenfalls nichts auszusetzen und das mit einigen Apfelstückchen versetzte, würzige Blaukraut bzw. Rotkraut, dass in einer zusätzlichen Schale serviert worden war, rundete das Gericht schließlich geschmacklich ab.
Und auch abgesehen vom Speise- und Getränkeangebot waren wir sehr zufrieden mit dem Hofbräukeller. Die Bedienung war schnell und freundlich, der Gastraum mit seinem vielen dunklen Holz trotz seiner Größe sehr gemütlich und die Preise – wohlgemerkt für Münchner Verhältnisse – moderat. Ich denke das dies nicht der letzte Besuch in dieser wirklich sehr empfehlenswerten, von nur wenig Touristen frequentierten Location war. Vor allem der Biergarten interessiert mich hier natürlich sehr – aber dazu ist wohl im Laufe des späteren Frühlings und im Sommer noch genügend Zeit. Ich werde dann natürlich darüber berichten. 😉

Ente in Kokosmilchsauce [27.09.2011]

Heute lockte die Küche mit einem Halben Wiesnhend’l mit Pommes Frites in der Sektion der Oktoberfestgerichte und ich muss zugeben dass ich einen längeren Moment überlegte ob nicht nicht hier zuschlagen sollte. Doch dann meldete sich doch mein Kalorien-Gewissen und ich sah mich auch noch in den anderen Bereichen um. Die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen in der Sektion Vitality war aber nichts für mich, da ich kein allzu großer Freund des Gemüses Aubergine bin. Besser klangen da schon die Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce aus dem Bereich Globetrotter. Aber auch die Asia-Thai-Theke hatte einige verlockende Angebote wobei noch vor dem Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thai-Curry und Kokosmilchsauce und dem San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce eindeutig die größte Lust auf die Gebackene Ente mit verschiedenem Gemüse in Kokossauce verspürte. Also entschied ich mich dazu heute mal wieder asiatisch zu speisen und nahm mir eine Portion des Entengerichtes, dass ich noch mit einer Portion, einem Glückskeks und einem Becher Mousse Caramel mit Kaffeearoma.

Ente in Kokosmilchsauce

Zwar war auch dieses Mal das Gemüse für meinen Geschmack etwas zu grob geschnitten – vor allem die Zucchini und die Möhren hätten etwas kleiner sein können, aber an dem übrigen vegetarischen Komponenten zu denen Paprika, Salat, Frühlingszwiebeln und Brokkoli gehörten gab es soweit nichts auszusetzen. Über das einzelne Stück Möhre dass etwas weicher hätte sein können sehe ich da mal hinweg. Viel mehr als das Gemüse interessierte mich aber natürlich das in dünner Panade gebackene Entenfleisch, das glücklicherweise reichlich vorhanden war und sich als angenehm zart erwies. Gemeinsam mit der milden Kokosmilchsauce eine durchaus gute Wahl und in Kombination mit der Portion Reis auch angenehm sättigend. Da hätte ich auf den schaumigen, lockeren Becher Caramelmousse mit leichtem Kaffeegeschmack auch gut verzichten können, aber hier hatte mich die Macht der Gewohnheit überlistet.
Dass bei den anderen Kantinengästen lag aber natürlich wie es abzusehen war das halbe Hähnchen deutlich vorne auf der allgemeinen Beliebtheitsskala. Danach kam länger nichts, bevor die Asia-Speisen mit sehr knappen Vorsprung vor den Cannelloni den zweiten Platz belegten. Platz vier belegte schließlich die gefüllte Aubergine. Obwohl der halbe Hahn durchaus verlockend war, konnte ich mich heute auch über das asiatische Entengericht nicht wirklich beschweren – und was die Nährwerte angeht war es eindeutig eine klügere Wahl.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Ente in Kokosmilchsauce: ++
Reis: ++
Caramelmousse: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Knödel [19.09.2011]

Als ich gestern Rouladen mit Rotkohl und Klößen zubereitete, konnte ich ja nicht ahnen dass heute im Rahmen der Wies’n Gerichte, die aktuell die Sektion Tradition der Region in unserem Betriebsrest ersetzt, eine Gebratene Entenkeule mit Orangensauce, Blaukraut und Kartoffeknödel auf der Speisekarte stehen sollte. Das toppte natürlich sowohl den Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse bei Vitality und die Tortellini in Schinkensahnesauce bei Globetrotter als auch Asia-Thai-Gerichte in Form von Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce oder Gaeng Panang Gai – Gebretenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry. Obwohl es kalorientechnisch keine weise Wahl war entschied ich mich also für die Entenkeule. Dazu gesellte sich noch ein winziges Becherchen – dieses Mal noch kleiner als sonst – aus einer Schicht Fruchtmasse, Milchreis und etwas Obst.

Entenkeule mit Blaukraut & Kloß / Duck haunch with red cabbage & dumpling

Das erste was natürlich auffällt ist die riesige Menge an Sauce die man mit auf den Teller getan hatte – hier drängt sich mal wieder Frage auch ob man das bereits tote Tier noch einmal zusätzlich ertränken wollte. 😉 Dabei war sie aber angenehm würzig und gleichzeitig fruchtig und passte gut zu der Ente. Glücklicherweise war das der einzige Punkt den ich als Kritik anbringen musste, denn der Rest erfüllte voll meine Erwartungen: Die Keule war angenehm groß, reich zartem an Fleisch und mit knuspriger Haut, das Rotkraut schmeckte mit seinem leichten Apfelaroma war sehr schmackhaft und auch der feste Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus gerösteten Weißbrotwürfeln war für einen Kantinenknödel sehr gelungen. Der kleine Nachtisch seiner Garnitur wäre da wirklich nicht mehr notwendig gewesen, aber hier hatte mich die Macht der Gewohnheit einfach überwältig…
Und auch der Gros des anderen Kantinenpublikums hatte heute den selben Geschmack wie ich und schlug mir deutlicher Vorliebe bei der Entenkeule mit Blaukraut zu, die mit Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gericht, auf Platz drei die Tortellini mit Schinkensahnesauce und auf Platz vier das Zucchini-Möhrenragout. Das entsprach auch meinen Erwartungen, so eine Entenkeule gibt es nun einmal zu verlockend.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Orangensauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Milchreis auf Obst: ++

Ente in Kokosmilchsauce [21.06.2011]

In der regulären Küche gab es zwar mit den Farfalle el peperoni bei Vitality etwas Leichtes, mit dem traditionell-regionalen Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites und Zitrone etwas verlockend-fettreiches und mit der Gebratenen Hähnchenbrust auf Currygemüse und Reis bei Globetrotter ein gesunder Mittelweg angeboten, aber heute schien mir eine gute Gelegenheit an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo ich mich zwischen Taohoo Tod – Tofu, gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersoße als vegetarisches Gericht und Nua Pad Prik – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse in Chilisauce und Ente mit frischem gebratenen Gemüse in Kokosmilchsauce entscheiden musste. Nach Tofu war mir heute nicht so und das Nua Pad Prik, das ich übrigens hier schon mal versucht hatte, sah auch sehr gut gut, aber am meisten sprach mich dann doch die Ente an, zu der ich wie üblich etwas Reis nahm. Auf den Reis kam noch ein großzügiger Löffel süß-scharfer Chilisauce und ein Glückskeks komplettierte das heutige Mittagsgericht schließlich.

Ente in Kokosmilchsauce / duck in coconut milk sauce

Auf dem Schild an der Theke hatte man die Ente zwar als gebraten angepriesen, aber ich war eher der Meinung dass sie gekocht war weswegen ich dieses Attribut ausgelassen hatte. Das Entenfleisch welches teilweise mit Haut serviert wurde, war aber zart, lecker und absolut in Ordnung. Dazu gab wie immer eine bunte Mischung aus gebratenem Gemüse das heute sehr kohllastig erschien. Neben den Kohlblättern fanden sich außerdem Möhrenscheiben, Blumenkohl, Frühlingszwiebeln und etwas grüne Paprika in der leicht süßlichen und sehr schmackhaften Sauce mit Kokosmilch-Geschmack. Zusammen mit dem Reis ein Mittagsgericht mit dem ich mal wieder sehr zufrieden war.
Bei den anderen Kantinengästen lag aber heute eindeutig und ganz wie ich es auch erwartet hatte natürlich das Schnitzel mit Pommes auf dem ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber auch schon die Asia-Gerichte, gefolgt von der Hähnchenbrust auf Platz drei und schließlich den vegetarischen Farfalle. Hier gab es also keine Überraschungen, das entsprach dem üblichen Verhaltensweise ganz wie es abzusehen gewesen ist. 😉

Mein Abschlußurteil:
Ente in Kokosmilchsauce: ++
Reis: ++