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Gyros mit Kloßteighaube – das Rezept

Sonntag, Juli 18th, 2021

Inspiriert von einem Rezept bei Kaufland wollte ich heute nun endlich mal wieder ein Gericht mit Gyros – oder besser gesagt „Schweinegeschnetzeltes Gyros Art“ – zubereiten. Zuerst hatte ich ja überlegt mal wieder meinen klassischen Gyros-Nudelauflauf mit Zwiebel-Sahne-Sauce zu machen (man kennt ihn von hier oder hier) zuzubereiten, doch das Fleisch mit Kloßteig zu überbacken erschien mir dann doch zu verlockend – das hatte ich noch nie probiert. Um die Sache noch etwas interessanter zu gestalten verarbeitete ich außerdem noch etwas Schafskäse der noch in meinem Kühlschrank vor sich hin dümpelte. Irgendwie habe ich wohl derzeit mal wieder eine Auflauf-Phase, das ist nun schon das dritte Gericht dieser Art in Folge. Aber sei es drum, das Ergebnis war auf jeden Fall ein schnell zubereitetes und überaus leckeres Gericht, das ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 1 größere Zwiebel
  • 250g Champignons
  • 500g Schweinegeschnetzeltes „Gyros Art“
  • 750g Kloßteig
  • 2 Esslöffel Butter
  • 200ml Sahne
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • 1 Hühnerei
  • 150-200g Feta / Schafskäse
  • 3-4 Esslöffel Brotkrumen
  • einige Butterflocken
  • 70g geriebenen Käse
  • Beginnen wir damit die Zwiebel in Spalten zu schneiden und die Champignons zu putzen, um sie anschließend zu vierteln oder – bei größeren Exemplaren – zu achteln.
    01 - Cut onion in sliced / Zwiebel in Spalten schneiden 02 - Quarter mushrooms / Champignons vierteln

    Anschließend zerlassen wir 2 Esslöffel Butter in einer Pfanne, geben die zerkleinerten Champignons hinein,
    03 - Melt butter in pan / Butter in Pfanne zerlassen 04 - Put mushrooms in pan / Champignons in Pfanne geben

    dünsten sie für ein paar Minuten an und stellen sie dann erst einmal wieder bei Seite.
    05 - Braise mushrooms / Champignons andünsten 06 - Put mushrooms aside / Pilze bei Seite stellen

    Dann geben wir das Schweinegeschnetzelte hinzu, braten es auf leicht erhöhter Stufe scharf an
    07 - Put gyros in pan / Gyros in Pfanne geben 08 - Sear gyros / Gyros scharf anbraten

    und addieren dann die Zwiebelspalten, die wir ebenfalls für einige Minuten auf mittlerer Stufe mit andünsten bis sie glasig und weich geworden sind.
    09 - Add onion / Zwiebel hinzufügen 10 - Braise onion / Zwiebel mit andünsten

    Jetzt schalten wir die Platte aus, geben die Champignons zurück in die Pfanne und heben sie unter Ausnutzung der Resthitze unter. Dann nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen den Inhalt etwas abkühlen.
    11 - Add mushrooms / Champignons dazu geben 12 - Fold in mushrooms / Pilze unterheben

    Wenden wir uns nun Guß zu. Dazu geben wir die Sahne in einen Meßbecher, schlagen das Ei hinein, addieren den Esslöffel Speisestärke
    13 - Put egg in cream / Ei in Sahne geben 14 - Add starch / Stärke hinzufügen

    und verrühren dann alles gründlich miteinander.
    15 - Stir well / Gründlich verrühren

    Außerdem nehmen wir den Kloßteig aus der Verpackung und kneten ihn kurz durch, damit er schön locker wird.
    16 - Knead dumpling dough / Kloßteig durchkneten

    Während dann der Ofen auf 180 Grad vorheizt, füllen wir die Gyros-Zwiebel-Pilze-Mischung in eine mittelgroße Auflaufform, verteilen alles einigermaßen gleichmässig,
    17 - Put gyro in casserole / Gyros in Auflaufform geben 18 - Spread content evenly / Inhalt gleichmäßig verteilen

    übergießen alles mit dem Sahne-Mix und bröseln den Schafskäse oben auf.
    19 - Douse with cream mix / Mit Sahnemischung übergießen 20 - Crumble feta on top / Schafskäse darüber bröseln

    Schließlich bedecken wir alles mit dem Kloss-Teig
    21 - Cover with dumpling dough / Mit Kloßteig bedecken

    bestreuen diesen mit den Semmelbröseln, garnieren alles mit ein paar Butterflocken
    22 - Dredge with breadcrumbs / Mit Semmelbröseln bestreuen 23 - Add butter flakes / Butterflocken hinzufügen

    und verteilen zuletzt den geriebenen Käse darüber um schließlich alles für ca. 30 Minuten im Ofen zu backen.
    24 - Dredge with cheese / Mit Käse bestreuen 25 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Danach brauchen wir die Auflaufform nur noch wieder aus em Ofen zu entnehmen und lassen alles für 2-3 Minuten ruhen
    26 - Gyros coated with dumpling - Finished baking / Gyros mit Kloßteighaube - Fertig gebacken 27 - Gyros coated with dumpling - Finished baking 2 / Gyros mit Kloßteighaube - Fertig gebacken 2

    und können das Gericht dann auch gleich servieren und genießen.
    28 - Gyros coated with dumpling - Served / Gyros mit Kloßteighaube - Serviert

    Ganz wie erwartet war die Mischung aus Sahne, Ei und Stärke beim backen zwar ein wenig fest geworden und gab dem Gericht dadurch eine gewissen „Stabilität“, wobei sie immer noch den Effekt einer Art Sauce beibehielt. Die Marinade vom Gyros-Geschnetzelten in Kombination mit der zusätzlichen Zwiebel sorgte für ausreichend Würze und harmonierte dabei auch wunderbar mit dem angeschmolzenen Fetakäse. Mit dem Deckel aus Kloßteig mit seiner dünnen, leicht knusprigen Käse-Semmelbrösel-Mischung wurde schließlich noch eine schöne Sättigungsbeilage hinzugefügt und komplettierte das Gericht auf sehr gelungene Art. Zugegebenermaßen einfach, aber sehr lecker wie ich fand. Warum allerdings der Käse nicht richtig geschmolzen ist erschloss sich mir nicht ganz, vielleicht war er zu alt gewesen oder irgend etwas an der Butter-Semmebrösel-Kombination hinderte ihn daran. Geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut, ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

    29 - Gyros coated with dumpling - Side view / Gyros mit Kloßteighaube - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Gyros mit Kloßteig-Haube

    Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Knödel – das Rezept

    Samstag, Mai 22nd, 2021

    Eigentlich wollte ich dieses Rezept ja schon gestern kochen, doch leider hatte mir der mehr als 30stündige Stromausfall hier in München einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste sogar um das Überleben meines teuer eingekauften Rindfleischs für dieses Gericht bangen, da mein Kühlschrank ja nicht mehr lief. Aber dank dem Einsatz von Kühlakkus aus dem Gefrierfach hatte das Fleisch diese Krise doch gut überstanden, so dass ich heute endlich dazu kam mal wieder einen Gulasch zuzubereiten. Dazu servierte ich Knödel aus fertigem Knödelteig und Rotkraut aus dem Glas – wer viel Zeit und die Muse dazu hat könnte beides natürlich auch frisch zubereiten, aber mir ging es primär um das klassische und angenehm simple Gulaschrezept das ich ausprobieren wollte. Ich spielte zwar mit den Gedanken auch noch gewürfelte Paprika hinzuzufügen, beließ es aber letztlich bei dem klassischen Rezept nur mit vielen Zwiebeln. Des weiteren entschied ich ich dazu, dieses mal nicht meine sonst üblich beschichtete Pfanne sondern einen simplen großen Topf zu verwenden, denn dort funktioniert das anrösten des Fleisches deutlich besser und an muss nicht aufpassen dass man beim Lösen der Röstaromen die Beschichtung zerkratzt. So entstand also zum verlängerten Pfingstwochenende endlich mal wieder ein leckerer Gulasch, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 1kg durchwachsenes Rindfleisch
  • Volumenmäßig die gleiche Menge an Zwiebeln (ca. 750g sollten hier reichen
  • 3-4 Esslöffel Tomatenmark (75-80g)
  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 2 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 200ml trockener Rotwein
  • 400ml Rinderfond
  • 1 großes Lorbeerblatt
  • 1/2 Teelöffel Kümmel
  • etwas Schale einer Bio-Zitrone
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 1-2 Esslöffel Butterschmalz zum braten/rösten
  • 650g (Apfel-)Rotkraut im Glas
  • 1 kleine Zimstange
  • 1 Lorbeerblatt
  • 750g Kloß-/Knödelteig
  • Beginnen wir damit die Zwiebel zu schälen, zu halbieren und in Streifen zu schneiden. Ich hatte mir welche Online bestellt und leider nur kleine Zwiebeln geliefert bekommen, daher war das für mich etwas aufwändiger – ich empfehle daher den Einsatz von weniger, aber dafür großen Zwiebeln. 😉
    01 - Cut onions in stripes / Zwiebeln in Streifen schneiden

    Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem Topf und geben – gerne in 2 Chargen geteilt – das Fleisch hinein, so dass jedes Stück Bodenkontakt hat
    02 - Melt ghee in pot / Butterschmalz in Topf zerlassen 03 - Put diced beef in pot / Rindfleischwürfel in Topf geben

    und braten es ohne es zu bewegen oder gleich zu wenden für zwei bis drei Minuten auf der einen Seite an, so dass ein paar Röstaromen entstehen können. Erst dann beginnen wir die Stücke nach und nach zu wenden. Wer einen noch größeren Topf hat, kann das alles natürlich auch in einer Fuhre erledigen, aber leider ist das in meiner Küche bereits die größte Ausführung an Töpfen.
    04 - Brown beef / Rindfleisch bräunen 05 - After brown flip meat over / Fleisch nach Bräunen wenden

    Dabei würzen wir es auch gleich mit Salz und Pfeffer und lassen es auch auf der anderen Seite bräunen, wobei etwas Flüssigkeit austreten kann. Diese sollten wir verdampfen lassen bis das Fleisch wieder richtig bräunen kann.
    06 - Season with pepper & salt / Mit Salz & Pfeffer würzen 07 - Brown until fluid vaporized / Bräunen bis Flüssigkeit verkocht

    Sobald zumindest zwei Seiten gut angebräunt sind – sie sollten natürlich nicht anbrennen – entnehmen wir die erste Ladung Fleischwürfel und stellen sie erst einmal bei Seite. Doch Vorsicht: Ich hatte die Tür zum Flur geöffnet und beim bräunen ging der Feuermelder dort los und „beruhigte“ sich erst als ich die Küchentür schloss und das Fenster kippte. 😉
    08 - Put first load of meat aside / Erste Ladung bei Seite stellen

    Nach eventueller Zugabe von etwas mehr Butterschmalz geben wir dann auch die zweite Charge an gewürfeltem Rindfleisch in den Topf und bräunen es wie zuvor die erste Ladung – dieses Mal sollte es aber etwas schneller gehen, da der Topf ja bereit richtig heiß ist.
    09 - Put remaining meat in pot / Restliches Fleisch in Topf geben 10 - Also brown second load of meat /  Fleisch ebenfalls bräunen

    Ist auch die zweite Charge Fleisch gut angebräunt und gebraten, geben wir das zuvor angebratene Fleisch wieder hinzu
    11 - Put all beef back in pot / Alles Fleisch zurück in Topf geben

    und addieren dann die Zwiebelstreifen, die wir einige Minuten unter gelegentlichem Wenden weich und etwas translucent werden lassen. Und keine Angst wegen der Menge, wenn die Zwiebeln durch das anschmoren Flüssigkeit verlieren, schrumpfen sie merklich.
    12 - Add onions / Zwiebeln dazu geben 13 - Braise onions until relent / Zwiebeln andünsten & weich werden lassen

    Jetzt können wir auch das Tomatenmark hinzufügen und alles sogleich mit dem trockenen Rotwein ablöschen.
    14 - Put tomato puree in pot / Tomatenmark in Topf geben 15 - deglaze with dry red wine / Mit trockenem Rotwein ablöschen

    Während der Rotwein etwas einkocht, dünsten wir das Tomatenmark mit an damit es sein leicht bitteres Aroma verliert. Der Wein bringt den Vorteil, dass sich das Tomatenmark dabei etwas leichter verteilen und auflösen lässt.
    16 - Braise tomato puree / Tomatenmark andünsten-Rotwein-einkochen-lassen

    Außerdem können wir nun auch das edelsüße und geräucherte Paprika einstreuen
    17 - Add sweet paprika / Süßes Paprika einstreuen 18 - Add smoked paprika / Geräuchertes Paprika addieren

    und es ebenfalls etwas mit angehen lassen.
    19 - Continue simmering / Weiter köcheln lassen

    Dabei sollten wir auch darauf achten, dass wir beim einkochen des Rotweins möglichst alle Röstrückstände vom Boden lösen – denn das bringt den typischen Gulaschgeschmack ins Gericht.
    20 - Solve roasting flavors from pot bottom / Röstaromen vom Boden lösen

    Sind Tomatenmark und Paprika etwas angedünstet und der Rotwein größtenteils eingekocht, gießen wir alles mit dem Rinderfond auch, verrühren es gut miteinander und lassen es dabei kurz aufkochen. Bei Bedarf kann auch noch etwas Wasser hinzugefügt werden – das Fleisch samt Zwiebeln sollte mindestens leicht bedeckt sein.
    21 - Douse with beef stock / Mit Rinderfond aufgießen 22 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    Außerdem geben wir noch das Lorbeerblatt hinzu, streuen den halben Teelöffel Kümmel ein
    23 - Add bayleaf / Lorbeerblatt hinzugeben 24 - Intersperse caraway / Kümmel einstreuen

    und lassen dann alles für erst einmal 1 Stunde auf reduzierter Flamme geschlossen vor sich hin schmoren.
    25 - Simmer with lid on / Geschlossen köcheln lassen

    In der Zwischenzeit schneiden wir dünn zwei bis drei Streifen Schale (ohne weiß) von unserer Bio-Zitrone,
    26 - Cut peel from organic lemon / Schale von Bio-Zitrone abschneiden

    schneiden diese zuerst in Streifen, würfeln diese und zerkleinern das Ganze dann noch einmal – denn niemand will im Gulasch auf Zitronenschale beißen. 😉
    27 - Cut lemon peel in slices & dice / Zitronenschale in Streifen schneiden & würfeln 28 - Mince lemon peel / Zitronenschale klein hacken

    Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie ebenfalls fein, um sie anschließend mit der zerkleinerten Zitronenschale zu vermengen.
    29 - Mince garlic / Knoblauch fein würfeln 30 - Mix garlic & lemon peel / Knoblauch & Zitronenschale vermischen

    Ist die erste Stunde des Schmorens herum, rühren wir unseren Gulasch erst einmal gründlich durch
    31 - Stir goulash / Gulasch umrühren

    und geben dann die Mischung aus Zitronenschale und Knoblauch hinzu, die wir gut mit dem restlichem Topfinhalt vermischen. Hätte wir dies bereits von Anfang an dazu gegeben, wäre das komplette Aroma wohl verkocht, so aber bleibt genug davon erhalten um dem Gulasch eine ganz leichte zitronige Note zu geben.
    32 - Add garlic & lemon peel / Knoblauch & Zitronenschale hinzu geben 33 - Scramble & continue simmering / Verrühren & weiter köcheln lassen

    Während der Gulasch nun für mindestens weitere 40 Minuten geschlossen vor sich hin köchelt, können wir schon mal einen Topf mit Wasser für die Knödel aufsetzen und zum kochen bringen.
    34 - Bring pot with water to a boil / Topf mit Wasser aufsetzen

    In der Zwischenzeit kneten wir den Knödelteig etwas durch und formen dann mit angefeuchteten Händen sechs Knödel á je 125g.
    35 - Knead dumpling dough / Knödelteig durchkneten 36 - Form dumplings with moistened hands / Knödel mit angefeuchteten Händen formen

    Sobald das Wasser kocht, salzen wir es und reduzieren die Hitzezufuhr, so dass es nicht mehr kocht und wir die Knödel darin über 20-25 Minuten gar sieden können.
    37 - Salt water / Wasser salzen 38 - Boil dumplings / Knödel sieden

    Danach können wir das Rotkraut aus dem Glas in einen Topf geben, etwas Wasser (ca. 2 Esslöffel) ergänzen und alles erhitzen, während wir das Kraut mit einer Zimtstange und einem Lorbeerblatt etwas geschmacklich verfeinern. Bei Bedarf würzen wir es später auch noch mit etwas zusätzlichem Salz und Pfeffer.
    39 - Put red cabbage with some water in pot / Rotkraut mit etwas Wasser in Topf geben 40 - Refine red cabbage with cinnamon stick & bayleaf / Rotkraut mit Zimtstange & Lorbeerblatt verfeinern

    Während das Rotkraut heiß wird und die Knödel sieden lassen wir den Gulasch bei geöffnetem Deckel weiter köcheln, so dass die Sauce sich noch etwas reduzieren kann.
    41 - Let simmer / Köcheln lassen

    Sobald die Knödel gar sind, lassen wir sie in einem Sieb abtropfen und schmecken danach den Gulasch noch einmal final mit Salz und Pfeffer ab. Die Zwiebeln sollten sich zu diesem Zeitpunkt fast komplett aufgelöst haben und damit für eine feste Konsistenz der Gulaschsauce sorgen.
    42 - Drain dumplings / Knödel abtropfen lassen 43 - Taste goulash finally with seasonings / Gulasch final mit Gewürzen abschmecken

    Wenig später können wir das fertige Gericht dann auch schon servieren und genießen.
    44 - Tender beef goulash with red cabbage & dumpling - Served / Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Knödel - Serviert

    Das Fleisch war durch das lange schmoren butterzart geworden und zerfiel beim verspeisen regelrecht auf der Zunge – so wie man es von einem guten Gulasch auch erwartet. Dabei war die Sauce dank Röstaromen und der darin aufgelösten Zwiebeln angenehm deftig geworden und harmonierte wunderbar mit dem Aroma des Paprika und der leichten Zitronen- und Knoblauchnote. Abgesehen von der benötigten Zeit eine recht simple, aber dennoch sehr leckere Variante des Rindergulaschs. Dazu passten dann auch wunderbar das würzige Rotkraut und der luftig-lockere Kartoffelknödel. Genau das richtige für das verlängerte Pfingstwochenende meine ich. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments auf jeden Fall sehr zufrieden. Nur erschien mir ein einziger Kloß letztlich doch etwas wenig, eineinhalb sind da wohl ein besseres Maß im Bezug zur Menge von Rotkraut und Gulasch – aber dass muss jeder selbst entscheiden.

    45 - Tender beef goulash with red cabbage & dumpling - Side view / Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Knödel - Seitenansicht

    Alternativ könnte man den Gulasch natürlich auch mit Spätzle / Knöpfle oder einfach nur mit Hartweizen-Nudeln servieren, das vermindert den Zubereitungsaufwand noch etwas mehr. Auch Kartoffeln wären denkbar, aber nach meiner Erfahrung eher unüblich. Aber ich bin aus meiner Kindheit nun mal diese Variante mit Klößen und Rotkraut gewöhnt und liebe sie weiterhin sehr. Ein kleines Festessen mit erträglichem Kochaufwand – so mag ich es eben.

    Guten Appetit

    Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Kartoffelknödel

    Viertel Entenbrust mit Knödel & Blaukraut @ Hofbräukeller Wiener Platz [26.08.2020]

    Mittwoch, August 26th, 2020

    Heute Abend traf ich mich mit ein paar Kollegen zu einem gemütlichen Beisammensein im Biergarten des Hofbräukellers am Wiener Platz.

    Biergarten Hofbräukeller Wiener Platz

    Trotz Corona-Krise war der Biergarten überaus gut besucht, allerdings natürlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wie Maskenpflicht abseits vom Tisch und vorheriger Reservierung oder Ausgabe von Chips und Registrierung beim Spontanbesuch, damit die Besucherzahlen kontrolliert werden konnte. Wir hatten natürlich reserviert und einen Tisch nahe am Hauptgebäude bekommen, wo wir immer in Reichweite der überaus aufmerksamen und schnellen Bedienung saßen.
    Natürlich wollten wir zum Hellen oder was immer für Getränke wir wählten auch etwas speisen, allerdings musste ich was die Preise anging etwas schlucken als ich die Speisekarte aufschlug, denn es gab eigentlich keine Hauptgerichte unter 10 Euro. Dafür gab es viele lecker klingende bayrische Spezialitäten, die alleine vom Lesen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Eigentlich lag das am Ende des Monats etwas oberhalb meines Budgets, aber ich war aufgrund der Viruskrise so lange nicht aus, da wollte ich mir dann doch mal etwas gönnen. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich schließlich für 1/4 resche Bauernente mit kräftiger Orangensauce, Apfelblaukraut und kleinem Kartoffelknödel, die mit 11,70 Euro noch im unteren Preisbereich der Speisekarte lag. Immerhin kostet selbst eine Scheibe Leberkäse mit Senf schon 6,10 Euro – und das ist nicht mal ein Hauptgericht, sondern eher eine Brotzeit. Bei der Bestellung hatte ich noch die Wahl zwischen Brust oder Keule, wobei ich mich für die Brust entschied. Dazu notierte die Bedienung amüsanterweise „Titte“ auf ihren Notizblock. 😉 Aber auch für andere Gerichte gab es scheinbar Abkürzungen, so war das Zeichen für gemischtes Geschnetzeltes mit Gemüse und Röstkartoffeln, das ein Kollege gewählt hatte, einfach ein Herzsymbol – wahrscheinlich weil er Herzteller hieß. Wenn ich in so einem Lokal arbeiten würde, würde ich mir aber wahrscheinlich auch eine Art Kurzschrift überlegen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurden unsere Bestellungen dann auch schon serviert.

    Quarter duck breast with dumpling & red cabbage / Viertel Entenbrust mit Knödel & Rotkraut

    Ein großes Stück Entenbrust, viel Orangensauce und eine großzügige Portion Blaukraut wurden durch einen eher kleinen Kartoffelknödel und eine halbe Orangenscheibe ergänzt. Glücklicherweise war die Fleischausbeute an der Entenbrust sehr ergiebig, wobei die Haut schon knusprig und würzig geraten war. Teilweise war das Fleisch etwas trocken, aber das ließ sich problemlos mit der großen Menge an Orangensauce kompensieren. Dazu gab es reichlich leckeres und würziges Blaukraut in großen Mengen, so dass auch mit nur einem kleinen Kartoffelknödel sich problemlos die Sättigung einstellte. Problem war allerdings, dass es ziemlich windig war und die Speisen leider schnell abkühlten, so dass man sich mit dem Verzehr etwas sputen musste. Alles in allem aber ein sehr leckeres und doch sehr reichhaltiges Abendessen. Ich war sehr zufrieden.
    Und auch der Rest des Abends gestaltete sich als überaus angenehm, wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend bei aufmerksamer und schneller Versorgung mit Getränken aller Art. Der Biergarten des Hofbräukeller am Wiener Platz ist zwar nicht gerade günstig, aber überaus gemütlich und sehr empfehlenswert – ein schöner Platz mitten in der geschäftigen Stadt München, an dem man nach getaner Arbeit gut entspannen kann. Und mit seiner Nähe zum Max Weber Platz ist er außerdem Verkehrstechnisch überaus gut angebunden – man kann mit Tram und U-Bahn in alle Richtungen fahren und kommt auch problemlos nach Hause. Allerdings sind Parkplätze eher dünn gesäht und mit Parkschein zeitlich begrenzt, eine Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist also zu empfehlen.

    Schweinebraten in Dunkelbiersauce [05.03.2020]

    Donnerstag, März 5th, 2020

    Heute gab es für mich wieder wenig interessante Angebote auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Die Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital sah mir zu langweilig aus und auch die Ravioli gefüllt mit Gorgonzola, Paprikasugo und Rucola bei Veggie fand ich nicht sonderlich überzeugend, da alles recht zusammengematscht aussah und ich wollte außerdem nach zwei Tagen vegetarisch Mittagessen endlich mal wieder Fleisch. Auf Asia-Gerichte hatte ich ebenfalls wenig Lust, vor allem die Gebackene Ananas und Banane taugten eher zum Nachtisch, mit Gebratenem Hähnchenfleisch mit
    frischem Gemüse in Currysauce
    hätte ich mich aber vielleicht noch arrangieren können. Aber zum Glück gab es ja noch den Ofenfrischen Schweinebraten in
    Dunkelbiersauce + drei Komponenten nach Wahl
    , der mit hausgemachten Krautsalat und Kartoffelknödel serviert wurde. War zwar mit 6,30 Euro kein billiger Spaß, aber das gönnte ich mir heute mal. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Erdbeercreme aus dem heutigen Angebot der Dessert-Theke.

    Pork roast in dark beer sauce / Schweinebraten in Dunkelbiersauce

    Als genau in dem Moment an dem ich an der Ausgabetheke an der Reihe war die alte Warmhalteschale für das Fleisch leer und gegen eine frische aus der Küche ersetzt wurde, frohlockte ich zuerst denn ich nahm an jetzt auch eine ganz frische Scheibe Fleisch zu bekommen. Doch leider war die Schale offensichtlich bereits vor einiger Zeit befüllt worden, denn die beiden vordersten Scheiben waren an der Außenseite bereits leicht angetrocknet, was den Genuss des sowieso stark durchwachsenen Fleischstücks natürlich etwas minderte. Und auch die Sauce war mal wieder viel zu dünn geraten, besaß aber wenigstens etwas von dem angekündigten Dunkelbieraroma. Die Highlights am Gericht waren da eindeutig der sehr knackige, aber dennoch gut gelungene und mit Kümmel versetzte Krautsalat und der fast faustgroße, mit angerösteten Brotstückchen gefüllte Kartoffelknödel. Insgesamt zwar nicht schlecht, aber eindeutig verbesserungswürdig. An der luftig-lockeren, fruchtigen und nicht zu süßen Erdbeer-Creme gab es aber nichts auszusetzen, auch wenn die Bezeichnung Erdbeer-Schaum hier wohl noch zutreffender gewesen wäre. 😉
    Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich heute zwar – wie erwartete – der Schweinebraten durchsetzen und Platz eins sichern, aber die Entscheidung fiel sehr knapp aus, denn die Geschmäcker der anderen waren doch wieder recht gefächert. Auf dem zweiten Platz sah ich, obwohl vegetarisch, die Ravioli, gefolgt von Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und der Hähnchenkeule in Thymiansauce schließlich auf einem guten Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: +
    Dunkelbiersauce: +
    Krautsalat: ++
    Kartoffelknödel: ++
    Erdbeer-Creme: ++

    Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel [20.02.2020]

    Dienstag, Januar 21st, 2020

    Heute brauchte ich nicht zu überlegen bei welchem Gericht ich zugreifen würde, denn man hatte als Tagesangebot zusätzlich eine Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel auf die Tageskarte gesetzt und die wollte ich haben. Auch wenn es mit 5,48 Euro etwas teurer als normal war – aber bei einer Entenkeule zahl ich das gern. Das restlich Angebot wäre aber sowieso nicht so prickelnd gewesen um ehrlich zu sein. Das Hausgemachte Fleischpfanzerl mit Bratensauce+ drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Röstkartoffeln serviert wurde, sah jetzt nicht so berauschend aus und auch das Putengeschnetzeltes in leichter Rotweinsauce, Kastanien und Egerlinge, dazu Maccaire Kartoffeln bei Daily oder das heutige Veggie-Gericht in Form von Spiralnudeln mit Paprikaragout und Mozzarella rief keine Begeisterungsstürme hervor. Der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke, der dort neben Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce angeboten wurde, wäre vielleicht noch eine Alternative gewesen, aber an eine Entenkeule kam aus das nicht heran.

    Duck leg with orange sauce, red cabbage & potato dumpling / Entenkeule in Orangensauce mit Blaukraut & Kartoffelknödel

    Die Entenkeule war schon mal erfreulich groß geraten, allerdings fand sich unter der knusprigen Haus nur durchschnittlich viel Fleisch, dass sich zumal mit Messer und Gabel nur bedingt gut vom Knochen lösen ließ. Hinzu kam dass an den besonders schmalen Stellen das Fleisch samt Haut so hart gebacken war, dass man es vielleicht noch lutschen, nicht aber mehr beißen konnte. Dennoch eine gute Keule, ich habe ich schon schlechtere gehabt (z.B. hier). Die Sauce dazu war geschmacklich in Ordnung und auch die leichte Orangennote kam gut zur Geltung ohne dass sie sonderlich dominant wurde, aber sie litt unter dem Problem unter welchem die meisten Saucen hier leiden: Sie war viel zu dünn – zumindest für meinen Geschmack. Ich mag meine Saucen zumindest ein wenig dickflüssig und sämig, nicht fast so dünn wie Wasser wie es hier der Fall war. Aber das ist natürlich auch wieder vom eigenen Gusto abhängig. Das Blaukraut war was den Geschmack anging auch soweit in Ordnung, auch wenn an an Farbe und Konsistenz sah, dass es sich hier um industrielle Massenware handelte. Dennoch hätte die Portion gerne noch etwas größer sein können. Dem entgegen erwies sich der mit einigen angerösteten (aber inzwischen wieder durchgeweichten) Brotwürfeln gefüllt Kartoffelknödel als wahrer Gigant. Auch ihm merkte man an seiner Konsistenz seine Herkunft aus Massenproduktion an, aber ich empfand ihn trotzdem als passende und leckere Sättigungsbeilage. War immer noch besser als Knödel aus dem Kochbeutel. 😉 Ich war zufrieden – immerhin handelt es sich bei dieser Location nicht um ein Sterne-Restaurant, sondern eine bessere Kantine.
    Und auch viele der anderen Gästen hatten der Entenkeule heute eindeutig den Vorzug gegeben, so dass dieses Gericht als klarer Sieger beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala hervorging. Das Interesse an den anderen Gerichten war dagegen eher verhalten gewesen, so dass man schon genau hinsehen musste um eine Platzierung erkennen zu können. Gemäß meiner Beobachtungen würde ich sagen, dass es das Fleischpflanzerl auf den zweiten Platz schaffte, die Asia-Gerichte auf Platz drei folgten und dem Putengeschnetzelten der vierte Platz gebührte. Somit landeten die Spiralnudeln mit Paprika auf einem guten fünften Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Entenkeule: ++
    Orangensauce: +
    Blaukraut: ++
    Kartoffelknödel: ++

    Schweinebraten in Dunkelbiersauce [02.04.2019]

    Dienstag, April 2nd, 2019

    Als ich mich vor dem Kantinengang im Intranet informierte, was auf der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurant angeboten wurde, hatte ich mir ursprünglich vorgenommen gehabt heute etwas kürzer zu treten und beim Kartoffelgeröstl mit Lauch und Hirtenkäse aus dem Abschnitt Vitality zuzugreifen. Doch als ich das unter diesem Begriff angebotene Gericht heute sah, musste ich meine Entscheidung doch revidieren, denn die fast kinderfaustgroßen Kartoffeln mit dem bisschen Lauch dazwischen war nicht das, was ich mir unter dem Gericht vorgestellt hatte, ich hatte mir viel mehr so etwas oder besser noch dies mit Möhren und Paprika darunter vorgestellt. Doch das heutige Gericht mit den riesigen, ungewürfelten Kartoffeln und kaum Gemüse entsprach nicht meinen Erwartungen. Daher musste ich mich nach Alternativen umsehen. Die Spaghetti Carbonara mit Grana Padano und Ruccola bei Globetrotter waren zwar nicht so das richtige für mich, mit dem Gebratenen Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder dem Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce von der Asia-Wok-Theke hätte ich durchaus leben können, aber am besten gefiel mir dann doch der Ofenfrische Schweinebraten in Dunkelbiersauce, dazu Kartoffelknödel und hausgemachtem Krautsalat aus dem Abschnitt Tradition der Region. Also griff ich dort zu.

    Pork roast in dark beer sauce / Schweinebraten in Dunkelbiersauce

    Die fingerdicke Scheibe Schweinebraten war zwar etwas durchwachsen, aber das ist bei einer solchen Art von Braten nicht anders zu erwarten. Das Fleisch selber erwies sich auf jeden Fall als angenehm zart und saftig. Dazu passte auch gut die leicht würzige, mit etwas Kümmelsamen versetzte Bratensauce, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas dünn ausgefallen war, aber darüber kann ich hinweg sehen. Etwas seltsam war der angenehm groß geratene und mit angerösteten Semmelbröseln gefüllte Kartoffelkloß, denn obwohl er an der Ausgabetheke im heißen Wasser gelagert worden war, schien er von einer dünneren, etwas festeren und leicht gummiartigen Haut umgeben zu sein. Im Inneren gab es nichts zu meckern, aber die Außenhaut war wirklich seltsam. Und auch der Krautsalat war nicht ganz perfekt wie ich fand, denn er war zwar zumindest mit etwas Dressing versehen, aber ich fand das Kraut teilweise dann doch noch etwas zu knackig. Das hätte wohl noch etwas länger durchgeknetet werden müssen, um die richtige Konsistenz zu erhalten. Abgesehen von kleineren Mängeln war das Gerichtaber insgesamt soweit in Ordnung.
    Und auch bei den anderen Essern erfreute sich der Schweinebraten erhöhter Beliebtheit, so dass ich feststellen durfte dass diesem Gericht wohl der erste Platz der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührt. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor dem ebenfalls recht beliebten Spaghetti Carbonara aufzeigte. Das Kartoffelgeröstl mit seinen Monsterkartoffeln belegte schließlich den vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: ++
    Dunkelbiersauce: ++
    Kartoffelknödel: +
    Krautsalat: +

    Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Kartoffelknödel & frischen Krautsalat [12.02.2019]

    Dienstag, Februar 12th, 2019

    Der Pikante Bohnengulasch bei Vitality sah zwar recht gut aus und ich überlegte einen Moment ob ich heute nicht mal einen vegetarischen Tag einlegen sollte, aber der Schweinebraten in Dunkelbiersauce, dazu Kartoffelknödel und frischer Krautsalat aus dem Abschnitt Tradition der Region der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants sah einfach zu gut aus als das ich Widerstehen konnte. Die Gnocchi all Arrabiatta mit Grand Pandano und Rucola bei Globetrotter oder die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratenes Thaigemüse in Erdnußsauce und Pla Rad Prik – Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in Kokosmilchsauce kamen nicht in meine nähere Auswahl.

    Pork roast in dark beer sauce with potato dumpling & cole slaw / Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Kartoffelknödel & frischen Krautsalat

    Und ich hatte mich bei meinem ersten visuellen Eindruck nicht getäuscht. Die nicht ganz fingerdicke Scheibe Schweinebraten war nur leicht durchwachsen und bis auf ein kleines etwas festeres Stück in der Mitte auch angenehm zart. Dazu gab es neben der dickflüssigen und im Geschmack kräftigen Bratensauce einen fast männerfaustgroßen, mit angerösteten Brotstücken gefüllten Kartoffelknödel von lockerer Konsistenz und eine mehr als ausreichend große Portion eines mit reichlich Kümmelsamen gespickten, knackigen Krautsalat. Ein typisch bayrisches Gericht, das wirklich sehr gut gelungen war. Ich war überaus zufrieden.
    Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Braten äußerst großer Beliebtheit und konnte sich mit deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die knapp vor den Gnocchi lagen, die somit den dritten Platz belegten. Der Bohnengulasch mit seinen vier oder fünf verschiedenen Bohnensorten sowie Kartoffeln folgte auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: ++
    Dunkelbiersauce: ++
    Krautsalat: ++
    Kartoffelknödel: ++

    Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [22.01.2019]

    Dienstag, Januar 22nd, 2019

    Heute wurden wir von unserem Betriebsrestaurant mal wieder verwöhnt, denn es stand eine Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte. Und die Entenkeule sah wirklich nicht übel aus, nicht zu klein und scheinbar mit viel verwertbaren Fleisch daran. Aber auch die anderen Angebote waren nicht übel. Das Würziges Kichererbsencurry mit Jasminreis bei Vitality sah ebenfalls verlockend aus und wäre eine deutlich leichtere Alternative gewesen. Und obwohl ich mit Geröstln aller Art in der Vergangenheit hier im Restaurant auch einige schlechte Erfahrungen gemacht hatte, zog ich heute auch kurz das Tiroler Geröst´l mit Bratensauce und Spiegelei bei Globetrotter in Betracht, ebenso wie den Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Gebratenen Thaigemüse in Erdnußsauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Aber letztlich blieb ich dann doch bei der Entenkeule – einem Gericht dass ich eigentlich eher mit Feiertagen oder Festivitäten assoziiere. Sie war einfach zu verlockend undmitetwa fünf Euro auch nicht übermässig teuer.

    Duck leg with red cabbage & potato dumpling / Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel

    Die Haut der Entenkeule hätte gerne noch einen kleinen Deut knuspriger sein können – so wie beim letzten Mal, davon aber mal abgesehen erwiesen sich meine vorher getroffenen Vermutungen aber als korrekt, denn die Ausbeute an Fleisch war sehr ergiebig und das Fleisch selbst war dabei angenehm mager und schön zart. Die Sauce, mit der man dieses Mal leider etwas sparsam umgegangen war, schien heute etwas dickflüssiger zu sein als sonst und eignete sich mit ihrer milden Würze vor allem zum garnieren des Fleisches sehr gut. Und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen, obwohl ich eine leichte Apfelnote zusätzlich noch begrüßt hätte. Einzig der Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus angerösteten Brotwürfeln fiel heute bei mir etwas durch, denn was seine Konsistenz anging zeigte er ganz leichte Tendenzen in Richtung Gummi. Das habe ich schon deutlich besser erlebt – zumal es sich ja um die selbe Machart wie bei früheren Klößen handelte. Aber insgesamt war ich mit meiner Wahl dennoch äußerst zufrieden.
    Dass sich die Entenkeule auch bei den anderen Gästen heute großer Beliebtheit erfreute und sich letztlich auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte ist denke ich verständlich. Dennoch war ihm das Tiroler Geröst’l ungewöhnlich eng auf den Fersen und konnte sich einen guten Platz zwei sichern – es sah aber auch für ein Geröstl, eigentlich ein Restegericht, sehr gut aus. Der Abstand zwischen Platz drei und Platz vier war ebenfalls wiederum sehr gering und es fiel mir schwer, hier genaue Positionen festzulegen. Letztlich entschied ich mich aber dazu den Asiagerichten mit sehr knappen Vorsprung den dritten und dem Kichererbsencurry den vierten Platz zu geben.

    Mein Abschlußurteil:
    Entenkeule: ++
    Sauce: ++
    Blaukraut: ++
    Kartoffelknödel: +