Schweineschnitzel mit Kroketten [15.01.2010]

Zum neuen Wochenanfang bot unser Betriebsrestaurant wieder einmal eine durchaus interessante Auswahl an Speisen an. Im Asia-Bereich lockten u.a. “Gebratener Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce” und “Gaeng Keaw Wan Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse , Aubergine, Bambussprossen in scharfem grünem Curry“, wobei für mich höchstens letzteres in Frage gekommen wäre. Scharfer grüner Curry hörte sich durchaus verlockend an. Aber auch der regulären Sektionen gab es verlockende Angebote. Da war zum einen das heutige Sonderangebot in Form von einem “Putencurry mit Gemüse an Basmatireis“, welches ich durchaus in Betracht zog. Aber auch die “Mexikanische Chili- Linsen mit Reis” aus der Abteilung der Vitality-Speisen sahen gar nicht übel aus und die “Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensoße” bei den Globetrotter-Gerichten hatten auch ihren Reiz – aber ich entschied mich nach einigem Überlegen dann doch für das traditionell-regionale “Schweineschnitzel mit Schinken, Käse überbacken dazu Rahmsoße und Kroketten“, welches ich mir noch mit einer Schale zusätzlicher Erbsen als Gemüsebeilage aufwertete. Auf einen Nachtisch verzichtete ich aber heute.

Schweineschnitzel & Kroketten

Eine gute Wahl wie ich feststellen durfte – das Stückchen unpaniertes Schnitzelfleisch war zart und sehr lecker. Der gefalteten Scheibe Kochschinken und dem Käse darauf hätte es nicht unbedingt bedurft, ich hätte es auch pur genommen, aber wo sie schon mal drauf waren schadete es natürlich auch nichts. Bei der Rahmsauce, die im übrigen geschmacklich sehr gut dazu passte, hatte man wieder mal übertrieben und für meinen Geschmack etwas sehr viel davon drauf getan – dabei war das Schwein ja schon tot und hätte nicht noch zusätzlich ertränkt werden müssen. 😉 Bei den Kroketten hätten es wiederum ein bis zwei mehr sein können, aber die die auf dem Teller waren erwiesen sich für Kantinenkroketten als wirklich vorzüglich, denn sie waren richtig heiß, außen wunderbar knusprig und innen angenehm weich. Die Erbsen hingegen hatten ihre heißeste Zeit schon hinter sich, aber bei Gemüse von einer Selbstbedienungs-Theke ist das wohl nicht ganz zu verhindern. Letztlich waren sie aber Ok und passten meiner Meinung nach auch sehr gut zum Restgericht.
Es ist eigentlich müßig zu erwähnen, dass das Schweineschnitzel heute den größten Zuspruch bei den Gästen fand, deutlich vor Canneloni, Putencurry, den Asia-Gerichten und den Mexikanischen Chili-Linsen. Puutrencurry, Asia-Gerichte und Canneloni lagen dabei wohl ungefährt gleich auf, die Chili-Linsen erfreuten sich offensichtlich keiner so großen Beliebtheit, aber damit hatte ich auch nicht gerechnet. Obwohl ich zugeben muss dass sie wirklich interessant aussahen – sollte es noch einmal etwas ähnliches geben werde ich sie auf jeden Fall wieder in Betracht ziehen.

Mein Abschlußurteil:
Überbackenes Schweineschnitzel: ++
Rahmsauce: ++
Kroketten: ++
Erbsen: +

Fischfilet in pikanter Kokosmilch [12.01.2010]

Bereits gestern Abend waren wir in Richtung Norden in die Nähe von Frankfurt zurückgekehrt – und dabei über sechs Stunden auf er A9 und der A3 verbracht, da einen großen Teil der Strecke auf allen Spuren versetzt Streu- und Räumfahrzeuge vor uns her fuhren und somit nur eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde erlaubten.

Räumfahrzeuge A9

Aber auf der Gegenfahrbahn in Richtung München war es auch nicht besser – Autokolonnen krochen hinter den Räumfahrzeugen her, die und entgegen kamen.

Den ganzen Tag über hatte es auch geschneit – mal mehr und mal weniger stark – von daher waren die Maßnahmen denke ich auch durchaus gerechtfertigt. So kamen wir halt erst nach Mitternacht an unserem Ziel an.
Frühstück gabs dann heute mal keins, dafür aber eine Mahlzeit in der Kantine, über die ich bereits von April bis Oktober letzten Jahres intensiv berichtet hatte. Die Auswahl bestand heute aus “Cheeseburger (überbackene Rinderbratlinge im Sesambrötchen) mit Tomate und Gewürzgürkchen, dazu Steakhouse-Fritten” und “Fischfilet in pikanter Kokosmilch mit indischem Currygemüse und Duftreis“. Intuitiv lagen mir natürlich die Cheeseburger nahe, aber mein eigenes Körpergewicht riet mir dann doch dazu, das Fischfilet zu wählen.

Fischfilet in pikanter Kokosmilch

War nicht nur lecker, sondern dank des reichlichen Gemüses, des beiliegenden Salates und der fettarmen Zubereitung wohl sogar gesund. Ursprünglich war der Fisch als Pangasius angekündigt worden, aber man hatte hier kurzfristig umdisponiert und eine andere Fischsorte verwendet – leider hatte ich vergessen zu fragen um was es sich dabei handelt. Es war auf jeden Fall sehr wohlschmeckend, zart und vollkommen Grätenfrei. Darüber fand sich die scharf-pikante Sauce aus Kokosmilch, die geschmacklich sehr gut dazu passte. Außerdem fand sich eine ansehnlich Portion Reis, warmen Gemüse und einem gemischten Salat auf dem Teller. In der Gesamtkomposition absolut gelungen wie ich fand – hat mir sehr gut geschmeckt und ich bereue es keinesfalls, nicht die Cheeseburger gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Fischfilet: ++
Pikante Kokosmilch: ++
Gemüse: ++
Reis: ++

Gemüse Paella [08.02.2010]

Die heutige Auswahl im Betriebsrestaurant las sich wieder sehr interessant. Im Asia-Bereichen locken unter anderem “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Prig Pad Kai – Putenfleisch mit Chilischoten und verschiedenem Gemüse nach Thai Art” und bei den regulären Gerichten standen ein “Paprikarahmschnitzel von der Schweinelende mit Kräuternudeln” als traditionell-regionale Speise, “Gebratene Hähnchenkeule mit Bratensauce und Kartoffel- Gurkensalat” – eine aus meiner Sicht ungewöhnliche Kombination – bei den Globetrotter-Gerichten und bei Vitality schließlich “Gemüse Paella” auf der Karte. Außerdem bot man noch zusätzlich einen “Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat” an. Eigentlich hätte mich auch der Leberkäse gereizt, aber ich hatte mich schon im Vorfeld irgendwie auf die Gemüse Paella eingeschossen und wählte also dieses Gericht, dass ich mit einem Waldbeerenquark ergänzte.

Gemüse Paella

Wie man auf den ersten Blick erkennen kann hatte man sich offensichtlich nicht viel Mühe gegeben die Karotten klein zu schneiden – viel mehr hatte man einfach die kompletten Scheiben in die Paella getan. Da sie aber schön weich gekocht waren, ließen sie sich dennoch problemlos verzehren. Außerdem fanden sich auch Erbsen, Paprikastücke in rot, grün und gelb, Zucchini, Zwiebeln und einiges mehr. Hätte zwar meinem Geschmack nach etwas kräftiger gewürzt sein können, aber schmeckte auch so ganz gut. Natürlich ist eine “richtige” Paella mit Meeresfrüchten einer solchen Gemüse Paella vorzuziehen, aber notfalls gehts auch mal vegetarisch.
Das Dessert fand ich zuerst etwas zu säuerlich, aber das lag wohl primär an den verwendeten Johannisbeeren, die ja an sich auch etwas säuerlich sind. Spätestens nach dem dritten Löffel hatte man sich aber dran gewöhnt. Für einen Quark war das ganze aber leider etwas dünnflüssig – man hätte es fast trinken können – daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl vergeben.
Wer das Rennen in der Publikumsbeliebtheit heute machte war schwer auszumachen – aber das Paprikarahmschnitzel und der Leberkäse lieferten sich an der Spitze auf jeden Fall ein Kopf-an-Kopf Rennen. Danach kamen wohl die Asia-Speisen und Hähnchenkeule und erst am Schluß die Paella. Ich wäre wahrscheinlich mit dem Schnitzel auch besser bedient gewesen, da meine Sättigung wie so oft bei vegetarischen Gerichten nicht bis zum Feierabend anhielt – aber ich habe es gut durchgestanden und werde mir jetzt gleich einmal etwas zum Abendbrot machen – natürlich mit Fleisch.

Mein Abschlußurteil:
Gemüse Paella: +
Waldbeerenquark: +

Bunter Linsen-Erbseneintopf [01.02.2010]

Die heutige Auswahl im Betriebsrestaurant erschien doch mal wieder recht interessant. Schon alleine die “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln, Paprika in Chili- Zitronengrassauce” aus der Asia-Ecke klangen recht verlockend. Aber auch die “Farfalle al peperoni” aus dem Vitality-Bereich sahen interessant aus und auch das “Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln” an der Globetrotter Theke erfreute sich großer Beliebtheit. Ich aber entschied mich heute dann doch für den “ Bunten Linsen- Erbseneintopf mit Würstel” von den traditionell-regionalen Gerichten. Auf Eintopf hatte ich irgenwie Appetit. Und als Dessert nahm ich mir dann noch einen Johannisbeerquark.

Bunter Linsen-Erbseneintopf / lentil pea stew

Die wirklich reichhaltige Portion erwies sich als wirklich gute Entscheidung. Zwar waren die beiden Wurstl, die natürlich im Naturdarm serviert wurden, mit dem Löffel etwas schwer zu zerteilen – hier hätte ich mir wohl doch noch ein Messer mitnehmen sollen – aber es gelang mir Glücklicherweise doch ohne etwas vom Inhalt der Schüssel über den Tisch zu verteilen. Sie waren zwar etwas wässrig, aber als Zutat zu einem Eintopf ging es schon irgendwie. Der Eintopf selbst, der neben hellen Linsen und Erbsen auf reichlich Kartoffeln, Karottenstreifen und Zwiebeln enthielt, war angenehm würzig und wohlschmeckend. Und Eintopf stopft bekanntlichermaßen, ich hätte eigentlich auf den Nachtisch auch verzichten können. Aber wo ich ihn schon mal auf dem Tablett hatte, musste ich ihn natürlich auch essen. Leicht säuerlich war er, wie bei Johannisbeeren zu erwarten war, aber sehr lecker.
Der große Renner heute war aber eindeutig das Cevapcici, gefolgt von Asia-Speisen, dann erst dem Eintopf und schließlich dem Farfalle – alles natürlich nur meines subjektiven Eindruckes nach, aber auch die Tabletts in den Rückgabewagen zeigten deutlich, dass sich das Balkangericht eindeutig großer Beliebtheit erfreute. Ich persönlich bin aber kein großer Freund von Ajvar, einem Mus aus Paprika und Aubergine, das ich zwar mal zum Zutat in Speisen verwendet habe, aber pur einfach nicht meinen Geschmack trifft. Da war ich heute mit dem Eintopf eindeutig besser bedient gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Linsen-Erbseneintopf: ++
Wurstl: +
Johannisbeerquark: ++

Putengeschnetzeltes Zigeuner Art [25.01.2010]

Das heutige Angebot im Betriebsrestaurant umfasste wieder einige interessant klingende Speisen. Zum einen waren da “Thung Thong – Gemüsesäckchen mit Gemüse gefüllt” und “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili,Knoblauch,Morcheln,Bambus und Gemüse” an der Asia-Theke – zum anderen gab es “Strudel mit Gemüse gefüllt mit Salatgarnitur und Joghurtdip” im Bereich Vitality, “Kohlroulade mit Bratenjus, dazu Kartoffelpüree und Salatgarnitur” bei den traditionell-regionalen Gerichten und schließlich “Geschnetzeltes von der Putenbrust ‘Zigeuner Art’ ( Paprika,Champignons,Erbsen,Schinkenstreifen) im Kräuterreisrand” bei den Globetrotter-Speisen. Ich war zwar erst dazu geneigt die Kohlroulade zu probieren und auch der Gemüsestrudel mit seinem in Blätterteig ummantelten Grünzeug sah eigentlich ganz gut aus, aber letztlich wählte ich dann doch das Putengeschnetzelte. Das Ganze rundete ich noch mit einem Becherchen Aprikosenquark von der Dessertheke ab.

Putengeschnetzeltes Zigeuner Art

Gleich zu Beginn sei angemerkt: Den Fehlgriff mit der Kuchengabel, die ich mir anstatt des Teelöffels genommen habe, habe ich noch bevor ich mit dem Verzehr begonnen habe korregiert. Was lagern die auch beide Bestecke im selben Kasten… 😉
Das Putengeschnetzelte schließlich erwies sich zwar als ganz ok, aber ich hatte mir irgendwie mehr erwartet. Mal davon abgesehen dass Erbsen meines Kenntnisstandes nach nicht unbedingt Bestandteil eines Gerichtes “Zigeuner Art” sind, war das Fleisch auch nicht von erwarteter Konsistenz. Es war eindeutig Pute, das steht schon mal fest, aber beim näheren Hinsehen sah es eher danach aus als hätte man es auf einer Konservendose geholt und klein geschnitten. Es hat nicht schlecht geschmeckt, aber hier hatte ich eindeutig ein typisches Kantinengericht vor mir, aus dem man durchaus hätte mehr machen können. Am Reis schließlich, der mit einigen nicht geschmacklich merklich zur Geltung kommenden Kräutern gespickt war, gab es jedoch nichts auszusetzen. Das Dessert aber war sehr gelungen – auf den Aprikosenquark, in dem sich selbst viele Fruchtstücke fanden, hatte man noch ein, wohl zum leichteren Verzehr in klein Scheiben geschnittenes Stück Aprikosenfrucht getan – alles sehr schmackhaft und genau so wie ich es mir vorgestellt hatte.
Der Renner unter den Gästen heute war aber eindeutig die Kohlroulade gewesen, wie ich während meines Besuches auf vielen Tellern beobachten konnte. An zweiter Stelle standen dann die Asia-Gerichte und dann erst Gemüsestrudel und Putengeschnetzeltes. Hatte ich aber um ehrlich zu sein auch kaum anders erwartet…

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: +
Reis: ++
Aprikosenquark: ++