Hirsepfanne mit Putenstreifen, Paprika & Ajvar – das Rezept

Heute wollte ich mal ein Gericht mit Hirse ausprobieren, denn wie ich festgestellt hatte, fehlte mir diese alte Getreideform bisher komplett in der Liste von verwendeten Zutaten. Und das obwohl dieses kleinfruchtige Spelzgetreide ja reich an Eisen, Vitamin B6 sowie Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium und Kalium ist. Dabei stammt der Begriff Hirse vom altgermanischen hirsa, hirso oder hirsi das wiederum vom indogermanische Wort für “Sättigung”, “Nahrhaftigkeit” oder “Nährung” abgeleitet ist. Hirse selbst ist heute aber nur ein Sammelbegriff, es gibt 10-12 verschiedene Gattungen die sowohl als Futtergetreide als auch für die menschliche Nahrung zum Einsatz kommen. Hier in Deutschland erhält man meist eine geschälte Variante, die sogenannte Goldhirse, die ich auch für dieses Gericht eingesetzt habe. Und wir sich herausstellte, ist Hirse eine wirklich sehr schmackhafte und vielfältig einsetzbare Sättigungsbeilage. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

2 rote Paprika
01 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

1 größere Möhre
02 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

1 mittelgroße Gemüsezwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

400g Putensteaks
04 - Zutat Putenschnitzel / Ingredient turkey steaks

400g stückige Tomaten
05 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

500ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

200g Hirse
07 - Zutat Hirse / Ingredient millet

150g Erbsen (TK)
08 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

5-6 Esslöffel Ajvar (mild oder scharf – je nach eigenen Vorlieben)
09 - Zutat Ajvar / Ingredient ajvar

2 Esslöffel Olivenöl
06 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie etwas Salz, Pfeffer und ggf. ein paar Chiliflocken zum würzen

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu ziehen wir erst einmal die Zwiebel ab und würfeln sie.
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Dann waschen wir die Paprika
11 - Paprika waschen / Wash bell pepper

entkernen sie
12 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden sie in kleine Würfel.
13 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Des weiteren schälen wir die Möhre
14 - Möhre schälen / Peel carrot

und schneiden sie in Stifte.
15 - Möhre in Stifte schneiden / Cut carrot in tacks

Schließlich waschen wir auch noch die Putensteaks, trocknen sie,
16 - Putensteaks waschen / Wash turkey steaks

schneiden sie in Streifen
17 - Putensteaks in Streifen schneiden / Cut turkey steaks in stripes

und würzen sie mit etwas Salz und Pfeffer
18 - Putenstreifen mit Salz & Pfeffer würzen / Season turkey stripes with salt & pepper

sowie etwas Paprikapulver. Ich griff hier wieder zu geräuchertem Paprika, dem Paprika de la Verde, hat man dies nicht im Haus tut es aber auch normales edelsüßes Paprika.
19 - Putenstreifen mit Paprika würzen / Season turkey stripes with paprika

Dann können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnnen. Dazu erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne,
20 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

dünsten die Zwiebelwürfel darin glasig an
21 - Zwiebelwürfel andünsten / Braise onion lightly

und geben schließlich die gewürzten Putenstreifen hinzu,
22 - Putenstreifen in Pfanne geben / Put Turkey stripes in pan

um sie rundherum anzubraten.
23 - Putenstreifen anbraten / Braise turkey stripes

Anschließend geben wir die Möhrenstreifen
24 - Möhrenstreifen addieren / Add carrots

sowie die Paprikawürfel mit in die Pfanne,
25 - Paprikawürfel hinzufügen / Add bell pepper dices

dünsten sie für einige Minuten mit an
26 - Möhren & Paprika andünsten / Braise carrots & bell pepper

und löschen schließlich alles mit den stückigen Tomaten ab.
27 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

Dann füllen wir alles mit der Gemüsebrühe auf,
28 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable broth

verrühren alles gründlich miteinander, lassen es kurz aufkochen,
29 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

spülen dann die Hirse in einem Sieb kurz mit kalten Wasser ab
30 - Hirse abspülen / Rinse out millet

und geben sie mit in die Pfanne,
31 - Hirse hinzufügen / Add millet

wo wir sie bei sehr geringer Hitzezufuhr 25-30 Minuten quellen lassen.
32 - Hirse bei niedriger Hitzezufuhr quellen lassen / Let millet soak with low heat supply

Nach etwa 20 Minuten geben wir auch die TK-Erbsen hinzu,
33 - Erbsen hinzufügen / Add peas

addieren die fünf bis sechs Esslöffel Ajvar – ich hatte zur scharfen Variante gegriffen –
34 - Ajvar addieren / Add ajvar

und verrühren wieder alles gründlich miteinander.
35 - Gründlich verrühren / Mix well

Zum Abschluss schmecken wir alles noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer
36 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

sowie – bei Bedarf – ein paar Chiliflocken ab
37 - Bei Bedarf mit Chiliflocken würzen / Season with chili flakes if necessary

und können das Gericht dann unmittelbar servieren und genießen.
38 - Millet fry-up with turkey, bell pepper & ajvar - Served / Hirsepfanne mit Putensteifen, Paprika & Ajvar - Serviert

Die Hirse war meiner Meinung nach genau richtig geraten, sie besaß zwar noch etwas biss, war aber komplett ausgequollen und hatte dabei die Flüssigkeit von Gemüsebrühe und Tomaten in sich aufgenommen, was ihr ein angenehmes Aroma gab. Gemeinsam mit der Gemüsekombination aus Paprika, Möhren und Erbsen, dem Ajvar sowie den zarten und saftigen Putenstreifen ergab sich ein sehr leckeres Gericht. Und der Aufwand für die Zubereitung hatte sich dabei wirklich in Grenzen gehalten. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

39 - Millet fry-up with turkey, bell pepper & ajvar - Side view / Hirsepfanne mit Putensteifen, Paprika & Ajvar - Seitenansicht

Guten Appetit

Kartoffel-Gröstl mit Lauch & Schafskäse [20.06.2016]

Nach drei Wochen Pause und Erholung im Ausland ging es heute nun wieder weiter mit dem gewohnten Tagesablauf inklusive des täglichen Mittagsmahls in unserem Betriebsrestaurant. Und auf dessen Speisekarte fanden sich heute auch gleich wieder viele gute alte Bekannte unter den Gerichten wieder. Zum einen war da Kartoffel-Gröstl mit Lauch und Schafskäse als vegetarisches Angebot bei Vitality, außerdem Rindergeschnetzeltes “Zurcher Art” mit Kroketten bei Tradition der Region, Penne Rigata mit Tomatensugo und Thunfisch, dazu Parmesan im Abschnitt Globetrotter und an der Asia-Wok-Theke Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse. Hätte die Sauce beim Rindergeschnetzelten nicht so dünn ausgesehen, hätte ich vielleicht hier zugeschlagen, so aber entschied ich mich für das mit Kartoffelgeröstel, das ich noch mit etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke und einem Becher Vanillepudding aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

Roast potatoes with leek & feta / Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse

Dieses Gericht hatte ich leider schon deutlich besser erlebt. Die kleinen, angebratenen Salzkartoffeln waren teilweise noch sehr fest und hätten eindeutig noch etwas länger gekocht werden können. Gemeinsam mit dem nach Julienne-Art geschnittenen Gemüse von Möhren und Kohlrabi, den Zwiebeln und dem Lauch sowie dem Schafskäse ergab sich aber ein genießbares Gericht. Allerdings hätte man mit Gemüse und Feta gerne etwas großzügiger umgehen können, vor allem mit den Lauch. Zum Glück war da noch das Schälchen mit Mischgemüse aus Erbsen, Möhren und Spargelstückchen, welches das Gröstl ergänzte. Daran gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem cremigen, gehaltvollen Vanillepudding mit seiner Garnitur aus etwas Schokopudding.
Bei den anderen Gästen lag heute natürlich das Rindergeschnetzelte ganz oben in der Gunst und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte und auf dem dritten Platz die Penne Rigata mit Thunfisch. Aber der Abstand zu dem für ein vegetarisches Gericht ebenfalls durchaus beliebten Kartoffelgeröstel auf Platz vier war nur gering.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Gröstl: +
Mischgemüse: ++
Vanillepudding: ++

Chicken Tikka Massala [10.05.2016]

Heute weckten mal wieder gleich mehrere Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant mein näheres Interesse. Ganz oben stand dabei natürlich der Burgunderbraten mit Rotweinsauce, Blautkraut und Kroketten bei Tradition der Region, aber auch das Chicken Tikka Massala mit Basmatireis bei Globetrotter besaß seinen gewissen Reiz und der Kartoffelrösti mit frischem Marktgemüse und Sauce Hollandaise bei Vitality wäre mit seinen 513kcal ein angenehm leichter Genuss gewesen. Letztlich hätte ich mich wohl auch mit dem Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder dem Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse anfreunden können, doch ich entschied mich letztlich doch für das Tikka Massala – und das obwohl ich ja bereits gestern ein Gericht mit Reis verzehrt hatte. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Erbsen aus dem heutigen Gemüseangebot, auf ein Dessert verzichtet ich nach der gestrigen Enttäuschung mit dem Vanillemousse aber.

Chicken Tikka Masala

Das Hühnerfleisch war heute leider mal wieder sehr grob geschnitten und erwies sich außerdem als ein wenig trocken, während die Sauce sich zwar als etwas dünnflüssig erwies,mit ihrem fruchtigen und leicht scharfen Aroma aber geschmacklich recht gut gelungen war. Vor allem eignete sie sich gut dazu, den ansonsten etwas Reis trocknen Reis zu befeuchten und zu binden. Beim Reis muss ich allerdings einen kleinen Punktabzug vornehmen, denn er zwischen den durchgekochten Körnchen fanden sich auch einige wenige, die noch etwas “knusprig” waren – aber ihre Menge hielt sich glücklicherweise stark in Grenzen. Die Erbsen, die mit ein wenig Knoblauch versetzt waren, mischte ich unter die Sauce, wo sie eine recht passende Gemüsergänzung zum Chicken Tikka Massala bildete. Leider kein perfektes Gericht, aber akzeptabel.

Mein Abschlußurteil:
Chicken Tikka Massala: +
Reis: +
Erbsen: ++

Leberkäse mit Bratkartoffeln & Gemüse [05.05.2016]

Braised meat loaf with fried potatoes / Gebratener Leberkäse mit Bratkartoffeln

Heute gab es mal wieder schöne einfache Hausmannskost zum Mittag: Angebratenen Leberkäse mit Bratkartoffeln und etwas Mischgemüse aus Erbsen, Möhren und Mais. Die Bratkartoffeln waren dabei schön mit Zwiebeln und Eiern zubereitet, so wie ich es ja ganz besonders gern mag. Der Leberkäse war allerdings fertig geschnitten gekauft und das Gemüse im Spezial-Beutel in der Mikrowelle fertig gedünstet. Simpel und lecker – da gab es nichts auszusetzen.

Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln [15.04.2016]

Nachdem ich ja bereits am Mittwoch auf mein sonst übliches Fischgericht verzichtet hatte, wollte ich heute mit einem Gebackenen Schollenfilet mit Remoulade und Röstkartoffeln zumindest einmal in der Woche zu diesem wichtigen Eiweißlieferanten greifen. Obwohl ich zugeben muss dass mich das Gebratene Putensteak mit Kräutersauce und Kartoffelstrudel, das im Bereich Globetrotter mit Pariser Mönren serviert wurde reizte. Der Germknödel mit Vanillesauce und Mohn bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Zum Fischgericht gesellte sich noch ein Schälchen Erbsen von der Gemüsetheke sowie ein Becherchen Cranberry-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Baked plaice with remoulade & roast potatoes / Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln

Fangen wir mit der einigen Komponente an, die bei diesem Hauptgericht heute in Ordnung war: der würzigen Remoulade. Denn die Röstkartoffeln waren heute leider zum großen Teil zerkocht und matschig geraten und die beiden Stücke Schollenfilet bestanden zu großen Teilen nur aus viel zu fest gebackener Panade, zwischen denen sich hier und da mal ein wenig dünner Fischfilet befand. Eine wirklich Fehlentscheidung – auch wenn ich zugeben muss dass ich bei der Essenausgabe einfach nur etwas Pech gehabt hatte. Andere Gäste hatten Schollenfilets bekommen, die nicht so dunkel und knusprig aussagen. An den knackigen, mit etwas Chili und Knoblauch gewürzten Erbsen gab es aber ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem nicht zu süßen Mousses, das mit zahlreichen Fruchtstückchen versetzt auch einen angenehm fruchtigen Geschmack bot.
Das Schollenfilet war heute trotz des Patzers den ich erlebte das mit einem klar erkennbaren Vorsprung am häufigsten gewählte Gericht und ihm gebührte somit der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Platz zwei belegte das Putensteak, das mich vor allem wegen des Kartoffelstrudels als Sättigungsbeilage ebenfalls gereizt hatte und das im Nachhinein gesehen die bessere Wahl gewesen wäre. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Gerichte und knapp dahinter auf Platz vier schließlich den Germknödel mit Vanillesauce.

Mein Abschlußurteil:
Schollenfilet: +/-
Remoulade: ++
Röstkartoffeln: +
Erbsen: ++
Cranberry-Mousse: ++