Afrikanischer Erdnusstopf mit Lamm – das Rezept
18.12.2011 19:39 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Auf meiner niemals endenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich heute auf ein Gericht, dass seine Ursprünge wohl in der westafrikanischen Küche haben soll: einem Erdnusstopf. Ob dem wirklich so ist sei mal so dahin gestellt, da es sich bei der Erdnuss ja eher um eine Frucht der Neuen Welt, also Amerika, handelt. Aber es ist natürlich nicht auszuschließen dass sie auch an der westlichen Küste des afrikanischen Kontinents heimisch geworden ist. Was im Originalrezept aber noch weniger passte war die Verwendung von Schweinefleisch dass ich mir in einem afrikanischen Kochtopf so gar nicht vorstellen konnte. Daher ersetzte ich dieses durch Lammfleisch. Und trotz dieser und anderer kleinerer Änderungen war das Ergebnis ein sehr gelungenes, geschmacklich etwas ungewöhnliches und doh leckeres Gericht, dass ich hier nun einmal kurz in üblicher Form vorstellen möchte.
Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?
600g Lammfleisch (Ich wählte Schulter, Lammlachse war mir etwas zu teuer)

1 Kartoffel (Optional – hatte ich noch übrig)

1 kleine Dose Tomatenstücke (200g)

Zum Würzen: Salz & Pfeffer nach Belieben, eine gute Prise Cayennepfeffer & 1 gehäufter EL Kreuzkümmel (Cumin)

etwas Öl zum anbraten – wer welches hat kann hier Erdnussöl verwenden
Sättigungsbeilage nach Wahl – ich entschied mich für Basmatireis, denkbar wären aber auch Nudeln oder Naan

Wie immer beginnen wir mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schneiden wir die Zwiebel in feine Würfel,

schälen und würfeln die Kartoffel,

schälen die Karotten und schneiden sie in Scheiben

und entkernen und würfeln die Tomaten.

Außerdem waschen wir das Lammfleisch, tupfen es trocken und schneiden es in schmale Streifen.

Mit etwas Öl braten wir dann das Lammfleisch rundherum portionsweise kräftig an

und stellen es dann bei Seite.

Dann bräunen wir unsere Zwiebel ggf. unter Zugabe von etwas frischem Öl gut an

und geben dann die Erdnussbutter dazu

und mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Kreuzkümmel würzen.

Anschließend geben wir die Dose Tomaten hinzu,

und geben dann die Karottenscheiben in die Pfanne.

Alles gießen wir mit der Fleischbrühe auf

und addieren schließlich noch unsere Kartoffelwürfel.

Die Mischung lassen wir dann kurz aufkochen

und fügen dann das Fleisch wieder dazu.

Bei gelegentlichem Umrühren lassen wir alles dann für 20 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln

und geben dann unsere Tomatenwürfel dazu

um es dann weitere 20-30 Minuten köcheln zu lassen. Auch hier dürfen wir das gelegentliche Umrühren nicht vergessen.

In der Zwischenzeit können wir schon mal unseren Reis aufsetzen und kochen.

Außerdem können wir unsere Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen um diese dann klein zu schneiden.

Kurz vor Garende fügen wir diese dann zu unserem Gericht hinzu und geben sie gut unter.

Abschließend probieren wir das Ganze, würzen es ggf. noch einmal nach

und können es dann gemeinsam mit dem Reis und den Zitronenscheiben servieren. Der Saft der Zitronen wird beim Essen über das Fleisch geträufelt.

Das Ergebnis war eine sehr mächtige, geschmacklich etwas ungewohnte aber dennoch sehr leckere Zubereitung. Das Lammfleisch war in der Erdnuss-Sauce angenehm zart geworden und trotz des kräftigen Eigengeschmacks dem Lammfleisch ja anhaftet harmonierte es sehr gut mit dem Erdnussaroma und dem Kreuzkümmel. Der Zitronensaft den ich noch darauf träufelte rundete das Geschmackserlebnis schließlich noch ab. Allerdings erwies sich das Gericht als wirklich sehr schwer, so dass ich heute auf einen Nachschlag verzichten musste – nach einer Portion war ich bereits Pappsatt.
Ich hätte vorher nie gedacht, dass man Erdnussbutter, Lammfleisch und Gemüse zu einem so leckeren Gericht kombinieren könnte und dass man einem solchen Gericht gerade mit Zitronensaft, den ich ja eher von Fischgerichten her kenne, garnieren kann eröffnete mir vollkommen neue kulinarische Horizonte. Dabei muss ich zugeben dass ich zu Beginn tatsächlich etwas gezweifelt hatte ob ein solches Gericht wirklich so gut gelingen würde, aber ich wurde dank meiner Experimentierfreude nun doch eines besseren belehrt. Man sollte auch ungewöhnliche Kombinationen von Zutaten wirklich nicht von vorne herein ablehnen. Wer kein Lamm mag oder dies zu teuer ist, kann übrigens auch gerne Hühnerbrust oder anderes Fleisch verwenden – auch wenn ich für das Ergebnis natürlich nicht garantieren kann. ![]()
Kalorientechnisch ist das Gericht natürlich – wie bei der Verwendung von Erdnussbutter nicht anders zu erwarten – nicht gerade vorteilhaft. Meiner groben Kalkulation nach hat die ganze Pfanne 2400kcal, auf drei Portionen verteilt sind das immer noch gut 800kcal, den Reis und den Zitronensaft mal nicht mit dazu gerechnet. Aber das war mir dieses geschmackliche Erlebnis heute mal wert.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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Ente in Erdnusssauce [20.07.2010]
20.07.2010 21:13 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Mein erster Gedanke war es heute gewesen, wieder in der Sektion Vitality zuzugreifen, wo heute “Champignongulasch auf Vollkornspaghetti” angeboten wurden. Das Globetrotter-Gericht “Griechische Gyros mit Pommes Frites und Tzatziki” kam natürlich aus kalorientechnischen Gründen keinesfalls in Frage. Einzig die traditionell-regionalen “Fleischbällchen Zigeuner Art im Reisrand” wären im Bereich der regionalen Küche noch eventuell in Frage gekommen. Aber ich sah mich natürlich auch wie immer auch im Asia-Thai-Bereich um. Dort standen heute “Thaoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersoße“, “Gung Pao Ngao – Rinfleisch gebraten mi Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse” und schließlich “Ente mit gebratenem Gemüse in Erdnusssauce” auf der Karte. Meine erste Intention war es, beim Rindfleisch zuzugreifen, das mit seiner dunklen Sauce und dem dunklen Rindfleisch sehr verlockend aussah. Aber die Ente in Erdnusssauce sah noch einen kleinen Deut besser aus und die Auswahl an Gemüse sagte mir noch ein wenig mehr zu. Also entschied ich mich schließlich für die Ente. Dazu gab es wie üblich mit einem Esslöffel Sambal Olek garnierten Klebereis.

Zwar waren die zarten Entenfleischstücke teilweise wieder etwas groß geraten waren – was aber dank des vorsorglich mitgenommenen Messers auch keine Probleme verursachte – aber in ihrer der Erdnusssauce erwiesen sich sich als eine wahrlich leckere Wahl. Dazu gab es eine interessante Auswahl an Gemüse, darunter verschiedene Paprikasorten, Morcheln, Bambussprossen, Mungobohnenkeimlinge, Schoten, Brokkoli, Karotten und Frühlingszwiebeln. Dafür aber dieses Mal keine Zucchini, was bei den Asia-Gerichten wirklich schon eine Ausnahme ist. ![]()
In der allgemeinen Beliebtheit unter den anderen Kantinengästen lag aber heute wie nicht anders erwartet das Gyros vorne. Die Asia-Gerichte folgten aber dicht auf. Aber auch die Fleischbällchen erfreuten sich großer Beliebtheit und lagen nur knapp vor den vegetarischen Vollkornspaghetti, die sich entgegen meiner Schätzung aber doch weitaus mehr Tellern sah als ich vermutet hätte.
Was die Nährwerte angeht war die Ente mit Sicherheit nicht ganz optimal, weniger wegen der Ente sondern viel mehr wegen der Erdnusssauce. Mal schauen wie sich das Ergebnis morgen früh wiegetechnisch auswirkt….
Mein Abschlußurteil:
Ente in Erdnusssauce: ++
Reis: ++
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