Rinderschmorbraten [13.08.2009]

Heute traf ich meine Wahl recht schnell, denn das Alternativangebot “Hähnchenbruststreifen auf sommerlichem Blattsalat, dazu Baguette und eine Balsamico-Honigreduktion” sagte mir nicht so sehr zu – daher fiel meine Wahl auf den “Rinderschmorbraten mit Kaiserlichem Gemüse, Serviettenknödeln und Rotweinsoße“.

Rinderschmorbraten / braised beef

Prinzipiell war er wirklich gut. Am Fleisch fanden sich zwar leider einige ziemlich fettige Stellen, die ich nicht mit verzehren wollte, aber die nicht davon betroffenen Teile des Fleisches waren zwar faserig, aber wohlschmeckend – denn wie der versierte Hobbykoch weiß, ist gerade bei langfaserigem Fleisch ist das Schmoren als Zubereitungsmethode ja üblich und empfohlen. Dazu passte die Rotweinsauce geradezu perfekt. Außerdem gehörten zu dem Fleisch auch noch mit geschmorte Karottenscheiben, Lauchsellerie und Zwiebeln.
Das “kaiserliche Gemüse” schließlich bestand aus Erbsen, Möhrenscheiben, Mais und Brechbohnen – war in Ordnung, aber Rotkraut hätte sich hier mit Sicherheit auch nicht schlecht getan. Schließlich gehörten noch zwei Serviettenknödel, dem Semmelknödel ähnliche Kloßscheiben, zum Gericht. Waren vom Geschmack her kräftig und passten meiner Meinung nach perfekt zum Gericht – obwohl es natürlich auch normale Kartoffelklöße getan hätten. 😉
Insgesamt ein nicht gerade kalorienarmes, aber reichhaltiges und sehr schmackhaftes Mittagsgericht, das Qualitativ deutlich über dem einer “normalen” Kantine lag. Auch hier mal wieder einen Lob an unseren Koch. Morgen sollte ich aber dann mal wieder etwas kürzer treten…

Mein Abschlußurteil:
Rinderschmorbraten: ++
Rotweinsauce: ++
Kaisergemüse: ++
Serviettenknödel: ++

Salamibrötchen

Eigentlich hatte unser Koch heute versprochen, Frikadellenbrötchen zu machen. Dies hat er nach eigenen Angaben zwar getan, aber als der Brötchenwagen schließlich bei uns ankam, war er bereits so sehr gelichtet, daß ich nur noch zwischen Salamibrötchen, Salamibrötchen und Salami-Kürbiskernbrötchen wählen konnte. Da das Kürbiskernbrötchen etwas mickrig erschien, entschied ich mich schließlich für ein normales, helles Salamibrötchen – wie immer mit Salat und Tomatenscheibe belegt.
Bleibt zu hoffen dass ich morgen ein Frikadellenbrötchen bekomme – nachdem ich meine Enttäuschung kund getan habe, hat unser Koch mir das zugesagt und ich denke dass er sich auch dran hält. Ich werde dann morgen darüber berichten…

Preiselbeer-Rahm-Schnitzel [12.08.2009]

Zum heutigen traditionellen Schnitzelmittwoch stand ich vor der Auswahl zwischen “Paniertes Schnitzel mit Schmand-Preiselbeersauce überbacken, dazu Buttermais-Möhrchengemüse und Kartoffelspalten” oder “Hühnerfrikassee mit Champignons, Möhrchen, Erbsen und frischen Kräutern, dazu Butterreis“. Endlich mal kein Jägerschnitzel mehr – so wie die Wochen zuvor – da wollte ich mal wieder zuschlagen und wählte das Schnitzel – auch wenn rein kalorientechnisch gesehen das Hühnerfrikassee mit Sicherheit optimaler gewesen wäre.

Schnitzel mit Schmand-Preiselbeersauce

Und die Wahl erwies sich als tatsächlich ganz gelungen. Auf dem Schnitzel selbst fand sich ein Klacks Preiselbeer-Rahm-Mischung und zusätzlich wurde das ganze außerdem noch mit einer Preiselbeersauce garniert. Persönlich kenne ich Preiselbeeren ja vor allem von Wildgerichten, in Kombination mit einem “gewöhnlichen” Schweineschnitzel Wiener Art hatte ich es noch nicht gehabt. Aber die Kombination war gar nicht mal so schlecht. Das Buttermais-Möhrchengemüse war ebenfalls recht lecker, wobei der Mais vor allem durch seine bissfestigkeit hervortrat. Die Kartoffelspalten schließlich waren außen schön knusprig und innen weich, so wie ich es mag. Und vor allem war alles noch schön heiß – was bei Kantinenessen ja nicht unbedingt die Regel ist. Alles in allem ein sehr leckeres Gericht, auch wenn die Kombination im ersten Moment etwas ungewöhnlich zu klingen scheint.

Mein Abschlußurteil:
Preiselbeer-Rahm-Schnitzel: ++
Preiselbeer-Sauce: ++
Mais-Möhrchengemüse: ++
Kartoffelspalten: ++

Brötchen mit Ei

Heute morgen entschied ich mich dazu, mir mal nur ein einzelnes Brötchen mit Ei und Salat zu holen. Die Brezeln, die ich mir ja in der Regel immer bis zum Nachmittag aufhebe, werden leider meistens bis zum Verzehr recht hart. Ich glaube so ganz frisch sind die nicht mehr wenn wir sie hier erhalten. Alternativ gäbe es ja auch noch Gebäckstücke – aber ich bin kein Freund von süßem Zeug, auch nicht morgens. Es gibt ja genügend Leute, die so was morgens essen können – ich jedoch gehöre nicht dazu.

Khoresht e Bademjan [11.08.2009]

Zum Dienstag hatte sich unserer Koch mal etwas besonderes erdacht, denn auf der Karte für das Tagesmenu fand sich “‘Khoresht e Bademjan’ Lammgulasch mit Auberginen, dazu Tomaten-Kichererbsen-Cous Cous und süße-saure Linsen“. Daneben verblassten die “Spagetti Pesto aus selbstgezogenem Basilikum, gerösteten Pinienkernen und Parmesankäse, dazu ein kleiner Salat” natürlich vollkommen – besonders weil ich sowohl Lamm als auch Cous Cous wirklich sehr schätze. Damit stand meine Wahl für heute schnell fest: Ich bestellte mir das Khoresht e Bademjan.

Khoresht e Bademjan

Hinter dem Begriff “Khoresht” verbirgt sich wie mir ein iranischstämmiger Kollege berichtete eine in Persien sehr verbreitete dunkle Sauce mit Lammfleisch und hinter dem Begriff “Bademjan” (ausgesprochen Bademdschan) steckt einfach die Aubergine. Der Geschmack des Khoresht war kräftig und angenehm – in ihm fanden sich jedoch mehr Auberginen-Stücke als Lammfleisch. Aber auch das scheint der Originalzubereitung recht nahe zu kommen, denn man sagt im Iran wohl umgangssprachlich in etwa: Aubergine ist ein lebloses Huhn – also ein guter Fleischersatz oder eine gute Ergänzung.
Die süß-sauren Linse, die mit einigen Karotten- und ich denke Schwarzwurzelstreifen versehen waren, passten wirklich perfekt dazu – ebenso der schmackhafte Cous-Cous, in dem sich einige große, gut durchgekochte Tomatenstücke und reichlich Kichererbsen fanden.
In der Summe ein leicht exotisches und sehr schmackhaftes Gericht, das seinen Ursprung wohl in der persischen Küche hat. Passte alles wunderbar zusammen. Auch wenn es wohl nicht jedermanns Geschmack trifft – wie ich hören musste gab es wohl heute auch viele Sonderbestellungen – würde es mich sehr freuen, wenn unser Koch öfters Gerichte in dieser Richtung anbietet. Mir hats wirklich sehr gut Geschmeckt. 🙂

Mein Abschlußurteil:
Khorsht e Bademjan: ++
Süß-saure Linsen: ++
Tomaten-Kichererbsen-Cous Cous: ++