Chili con Carne [27.04.2009]

Zum Wochenanfang standen mir Gyros mit Knoblauch-Kräuter-Quark und Gemüsereis und Chili con Carne mit Brötchen für die Mittagsmahlzeit zur Auswahl. Obwohl das Gyros eindeutig auch sehr gut klang, entschied ich mich doch für das Chili con Carne – ich steh halt irgendwie auf das Zeug. 😉 Im Nachhinein muss ich auch zugeben, dass auch das Gyros ebenfalls nicht schlecht aussah – aber gewählt ist nun mal gewählt.

Chili con Carne

Und das Chili der Koch servierte gehörte eindeutig zu den besseren Versionen dieses Gerichtes. Neben den üblichen Zutaten wie Hackfleisch, Bohnen, Paprika und Mais fanden sich unter anderem auch Bohnen und Erbsen darin – eine wirklich sehr schmackhafte Kombination. Zwar war es nicht so scharf wie ich es persönlich bevorzuge, aber das trifft wohl auch nicht unbedingt dem Allgemeingeschmack. Die Zubereitung selbst war eine von der eher eintopfartigen Versionen mit viel Flüssigkeit im Gegensatz zu den etwas dichteren Versionen wie sie z.B. im Stilbruch in Jena serviert wird. (Alle Beiträge über Chili con Carne hier im Blog gibt es übrigens hier zu sehen.) Aber es gab ja ein Brötchen, das nutzte um das Chili etwas zu verdicken. Zum normalen Verzehr wäre das Brötchen auch bereits etwas zu hart gewesen – ich denke mir mal es war zwar vom heutigen Morgen, aber zu lange an der frischen Luft gelagert. Aber als Einlage für das Chili con Carne reichte es vollkommen aus.
Alles in allem eine wirklich sehr leckere Version des von mir sehr geschätzten Chili mit vielen Gemüsesorten, die – auch wenn es sich mit Sicherheit keine mexikanisches Originalrezept handelte – irgendwie sehr gut geschmacklich harmonierte.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Brötchen: +/-

Linsen-Frikadellen mit Bratkartoffeln – das Rezept

Heute entschloss ich mich dazu, mal etwas “bodenständiger” zu kochen und wählte als Gericht Frikadellen und Bartkartoffeln. Um das ganze etwas aufzupeppen suchte ich mir dazu eine etwas abweichende Zubereitungsform für die Frikadellen und stieß dabei auf Frikadellen mit roten Linsen. Doch dazu später mehr – denn zuerst kamen die Kartoffeln an die Reihe.
Es ist ja ein wahrer Glaubensstreit ob man Bratkartoffeln nun aus Pellkartoffeln oder frischen, ungekochten Kartoffeln fertigt. Ich bin zwar auch Rezepte gestoßen, die Salzkartoffeln verwenden, aber das ist nur eine ganz kleine Fraktion, die ich hier mal außen vor lassen möchte. Ich selbst kenne es eigentlich nur mit Pellkartoffeln – am besten vom Vortag und abgekühlt, damit sie beim schneiden nicht so zerfallen. Daher kochte ich mir gestern Abend noch meine drei verbleibenden Kartoffeln und befreite sie nach dem Abschrecken mit kaltem Wasser sofort von ihrer Pelle. Nach dem Abkühlen wanderten sie dann leicht abgedeckt in den Kühlschrank.
01 - Pellkartoffeln

Auch beim kochen von Pellkartoffeln gibt es viele Meinungen: Die einen machen es mit reinem Wasser (wie ich), andere fügen Salz oder Gewürze wie Thymian oder Rosmarin mit ins Wasser. Kann man natürlich machen – muss man aber auch nicht. Ich bleibe da dann doch lieber bei reinem Leitungswasser.
Am nächsten Tag begann ich dann mit der Vorbereitung der Frikadellen. Zuerst weichte ich ein gutes halbes Brötchen vom Vortag in Milch ein.
02 - Brötchen in Milch

Natürlich kann man auch Wasser zum einweichen nehmen, aber ich finde dass die Frikadellen “fluffiger” und weniger fest werden wenn Milch verwendet wird – daher wählte ich diesen Weg.
Während das Brötchen sich vollsog, machte ich mich daran ein paar rote Linsen (ca 30g) abzukochen. Da rote Linsen ja geschält sind reichen hierzu 6-8 Minuten – ein vorheriges Einweichen fällt vollkommen weg. Nach dem Kochen schreckte ich sie ab und ließ sie in einem Sieb abtropfen.
03 - Linsen kochen

Das Brötchen wurde dann mit einer Gabel ausgedrückt und zusammen mit ca. 250g Hackfleisch, den Linsen sowie einem Eigelb in eine Schüssel gegeben. Ich verwende anstatt des ganzen Eis nur ein Eigelb, da ich mir habe sagen lassen dass dies zusätzlich zu weniger festen Frikadellen führt. Wir wollen ja hier keine “Bremsklötze” anfertigen. 😉
Die Masse würzte ich noch etwas mit Salz und Pfeffer – jedoch nicht zu viel, da ich dieses mal gewürztes Schweinegehacktes bekommen hatte. Normalerweise bin ich ja ein großer Fan von Frikadellen aus gemischten Gehacktes (Rind und Schwein) – aber leider hatte ich gestern nur reines Schweinegehackte bekommen.
04 - Frikadellen Zutaten

Das ganze Vermenge ich dann kräftig mit den Händen, die vorher etwas angefeuchtet werden. Von der Verwendung einer Küchenmaschine (wenn ich denn mal eine hätte) wurde wie ich bei meiner Recherche herausfand abgeraten, da sie angeblich die Struktur des Fleisches zu sehr zerfetzen würde. Na ja, was soll ich sagen? Gehacktes ist doch nichts anderes als quasi durch einen Fleischwolf zerfetztes Fleisch – da kann man nicht mehr viel mehr zerfetzen – aber vielleicht liege hier ja auch falsch.
Wer will kann auch noch etwas Samba Olek (oder heißt es doch Sambal Oelek?) in die Frikadellenmasse geben.
05 - Samba Olek

Alternativ habe ich noch Zubereitungsformen mit der Zugabe von Zwiebeln, Knoblauch, Senf, diversen Gewürzen bis hin zur Füllung der Frikadellen mit Feta-Käse im Netz gefunden. Das eine oder andere – vor allem die Füllung mit Fetakäse – werde ich auf jeden Fall mal für die spätere Zubereitung speichern.
Schließlich forme ich die Frikadellen und wälze sie abschließend in etwas Paniermehl. Auch hier streiten sich die Geister – es gibt eine große Fraktion von Kochinteressierten, die ihre Frikadellen ohne Paniermehl roh braten – ich jedoch finde es mit einfach leckerer, da die Kruste so knuspriger wird.
06 - Formen und panieren

Nun ging es an die Bratkartoffeln. Zuerst zerließ ich etwas Butterschmalz in einer Pfanne, dann ließ gab ich Speck und Zwiebeln hinzu, die ich etwas anbriet. Als letztes folgten die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln.
06 - Zwiebeln, Speck und Kartoffeln anbraten

Das ganze würzte ich nach Geschmack mit Pfeffer, Salz und etwas süßem Paprikapulver.
07 - Würzen

Kurz bevor sie fertig sind gebe ich noch immer ein bis zwei Eier hinein – das bindet das ganze noch etwas und schmeckt recht lecker.
08 - Ei dazu

Während die Bratkartoffeln auf niederiger Flamme weiterbruzzelten, machte ich mich daran die Frikadellen zu fertigen. Wieder zerließ ich etwas Butterschmalz und gab schließlich die panierten Fleischklöpse hinein, die ich unter häufigen Wenden von beiden Seiten anbriet.
09 - Frikadellen braten

Um sicher zu gehen dass sie auch durch waren, zerteilte ich die größte der drei in der Mitte – und es sah tatsächlich danach aus.
10 - Frikadelle innen

Inzwischen schienen auch die Bratkartoffeln soweit zu sein.
11 - Bratkartoffeln final

Also brauchte ich das ganze nur noch auf einen Teller zu geben und fertig war das Mittagsgericht.
12 - Gericht final

Die Frikadellen sind wirklich extrem gut gelungen – innen schön locker, draußen leicht knusprig und angenehm kräftig im Geschmack. Bei den Bratkartoffeln war ich leider nicht so zufrieden.Obwohl ich große Schreiben geschnitten hatte, waren sie mir beim Braten doch in recht kleine Stücke zerfallen. Außerdem erschienen sie trotz der Beigabe der Eier etwas trocken. Ob das nun an der Kartoffelsorte (es handelte sich um irgendwelche Bio-Kartoffeln aus dem teGut), zu viel bzw. zu wenig Fett oder zu häufigen Wenden meinerseits lag, kann ich leider nicht sagen. Für Hinweise in dieser Sache wäre ich jedoch dankbar. Geschmeckt haben sie aber denoch ganz gut – wenn auch nicht perfekt. Alles in allem ein vollwertiges und schmackhaftes, wenn auch simples Gericht.

Meine Wertung: 2,5 MG

Qype: Taco Loco Nippes in Köln

Mein Beitrag zu Taco Loco Nippes – bei Qype unter: KoelnRestaurantsMexikanisch veröffentlich:

Das Taco Loco in der Kempener Straße in Köln Nippes ist soweit ich das anhand der Webseite feststellen konnte eines von drei Restaurants diesen Namens im Bereich von Köln, eine vierte Niederlassung findet sich in Hürth.

Nach einigen eher enttäuschenden Versuchen, in Köln mexikanisch zu speisen war ich schließlich in dieser Location gelandet und muß im nachhinein sagen, daß ich wirklich begeistert war. Die Preise sind zwar ziemlich gesalzen, für einen Burrito bzw. Quesedilla zahlt man gut und gerne schon mal 8 bis 9 €uronen, aber die Qualität der servierten Gerichte und die Portionsgröße macht den hohen Preis meiner persönlichen Meinung nach durchaus wett. Das Angebot an Speisen ist typisch für Restaurants dieser Coleur: Nachos, Burritos, Enchiladas, Fajitas, Salate, Suppen, Wraps, Burger sowie einige Spezialitäten wie z.B. Spare Ribs, Gambas (Garnelen).

Die Bedienung – sprich der Service – in diesem sehr angenehm eingerichteten mexikanischen Restaurant war freundlich und schnell ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Einzige Kritikpunkte wären die doch recht hohen Preise und die ungepolsterten Holzbänke, die nicht gerade zum besonders langen verweilen einladen – deswegen gebe ich nur vier von 5 Möglichen Punkten .

Anmerkung: Der Besuch fand gestern Abend statt.

Schinkensahnesauce auf Maccaroni [17.12.2007]

Wir waren etwas unentschlossen, wohin wir uns zum Mittagessen wenden sollten und entschieden uns dann kurzfristig dazu, das Angebot im R2 am Marktplatz zu prüfen. Der dortige Business-Lunch des Tages umfasste Maccaroni mit einer Schinken-Sahne-Sauce und dazu Salat. Früher waren sie ja etwas kreativer bei der Namensgebung – das Gericht klang fast zu gewöhnlich für das R2, aber sollte es halt dieses mal so sein.

Zwar bin ich ja bekanntermaßen kein großer Salatfan, aber da wir alle nicht zu viel Zeit verschwenden wollten verblieben wir gleich hier und suchten uns sogleich einen freien Tisch im Inneren des Restaurants. Es dauerte keine zwanzig Minuten, bis wir schließlich unser Gerichte auf dem Tisch hatten.

Sogleich fiel uns natürlich auf, daß der Salat fehlte – eine kurze Rückfrage bei der Bedienung klärte diese kleine Diskrepanz aber sogleich auf: Man hatte kurzerhand umdisponieren müssen und anstatt des Salates nun die Makkaroni mit Mozarella überbacken – eine kleiner Zufall der mir natürlich ganz recht war. 😉 Und für R2 Verhältnisse gestaltete sich die Portion wirklich riesig. An der Qualität gab es ebenfalls nichts auszusetzen – die Soße hätte etwas dickflüssiger sein können, das war aber dann auch schon der einzige Kritikpunkt gewesen.
Der einzige kleine Schreck ereilte uns dann beim Bezahlen der Rechnung. Wie man aus meinen früheren Berichten her sich vielleicht entsinnen kann, lag der Preis für den R2 Businesslunch bisher bei 6 €uronen. Nun verlangte man 6,90 für das Gericht – die Bedienung erläuterte uns daß es sich hier um eine bedauerliche, aber notwendige Preisanpassung handelt. Hätten wir uns das Schild genauer bis zum ende gelesen und nicht auf Erfahrungswerte vertraut, wäre uns das von Anfang an bewußt gewesen. Bleibt nur zu hoffen, daß man den Anstieg flexibel gestaltet und nicht für jede Speise nun 6,90 €uronen berechnet – denn bei dem Preis bewegt sich das R2 langsam in fast unangenehmeren Preisregionen…

Truthahnpfanne [20.09.2007]

Bei wirklich angenehmen Wetter wandeten wir uns heute in Richtung des Marktplatzes, wo ja aktuell ein Teil des diesjährigen Altstadtfestes stattfindet. Allerdings entschieden wir uns dagegen, an einer der Buden zu Mittag zu essen – denn das heutige Angebot im Restaurant & Bistro R2 klang wirklich extrem verlockend.

Es handelte sich um “Truthanhpfanne auf pikantem Gemüse mit Trüffel-Kartoffelschnee” – das ganze inkl. Softgetränk zum R2-Businesslunch-Preis von 6 €uronen. Eigentlich wäre das Wetter ideal gewesen, uns nach draußen zu setzen. Doch die Stühle dort waren noch mit einer Kette an die Tische gebunden – und eine Anfrage im Restaurant ob man die Sitzgelegenheiten freigeben könnte wurde leider abgelehnt. Also ließen wir uns im Restaurantinneren nieder.

Nach kurzer Wartezeit wurde dann des Menu des Tages serviert – und der erste visuelle Eindruck sowie der Geruch war mehr als positiv.

Beim Verzehr fielen mir jedoch zwei Punkte auf: Zum einen war das Gemüse etwas zu “al dente”, zum anderen fand ich trotz genauerem Hinsehen nichts von dem angekündigten Trüffel. Aber abgesehen davon erwies sich das Menu als wieder mal eine sehr gute Wahl. Ein weiterer sehr schmackhafter Besuch im Bistro R2.