Die Legende von Aang (3D) – ein Filmreview
26.08.2010 22:18 TV/FilmUnkommentiert
Gestern war mal wieder Kino angesagt. Und da das Forumskino auf der Museumsinsel ja inzwischen leider geschlossen ist, entschieden wir uns mal in den Mathäser Filmpalast in der Bayerstraße nahe des Hauptbahnhofes von München zu gehen. Die Beinfreiheit vor den Sitzen erwies sich hier sogar als deutlich besser als in den Forumskinos, nur der Winkel war nicht ganz so steil wie dort und kann bei großen Personen in der Sitzreihe direkt vor der eigenen zu leichter Beeinträchtigung des Sichtfeldes führen. Ansonsten ein durchaus empfehlenswertes Kino.
Ich selbst wäre ja mit der S- und U-Bahn hin gefahren, doch mein Kollege meinte das Auto wäre preisgünstiger – wo ich ihm durchaus zustimme – daher begaben wir uns mit dem Wagen in die Innenstadt. Die Parkplatzsituation rund um den Hauptbahnhof ist natürlich nicht gerade rosig, also stieg ich früher aus und holte schon mal die Karten während er einen Parkplatz suchte. Unsere Wahl war beim Film auf “Die Legende von Aang” – natürlich in 3D – gefallen – eine Realfverfilmung des bereits seit einiger Zeit hier in Deutschland auf Nick laufenden US-Zeichentrickserie Avatar – Herr der Elemente (engl. Avatar – The last Airbender). Als Avatar konnte die Realverfilmung natürlich nicht an den Start geben, denn dieser Titel war ja bereits kurz zuvor schon von James Camerons letztem Film belegt worden. Ich selbst habe einige Teile davon mir auch schon in der Zeichentrickversion angeschaut und war recht begeistert davon.
Obwohl eine reine US-Serie ist sie sowohl von den Figuren als auch von der Handlungsweise der Charaktere stark vom japanischen Anime-Stil bestimmt, aber imitiert ihn dabei nicht eindeutig. Die Handlung spielt in einer fiktiven Welt, in der vier Nationen leben, denen jeweils eines der Vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer zugeordnet ist. Jede dieser Nationen bringt sogenannte Bändiger hervor, denen es Möglich ist das jeweilige Element ihres Volkes zu beherrschen und zu beeinflussen. Als einziger beherrschte der Avatar alle vier Elemente und diente über viele Jahrhunderte als zentrale Figur des Friedens zwischen den vier Nationen. Doch eines Tages verschwand dieser Avatar und die imperialistische Feuernation begann Krieg gegen die andere Völker zu führen. Die Geschichte beginnt hundert Jahre nach diesem Verschwinden in einem kleinen Dorf des südlichen Wasserstamms wo das Mädchen Katara und ihr Bruder Sokka im Eis auf den eingefrorenen Jungen Aang stoßen. Wie sich bald heraus stellt ist er der verschwundene nächste Avatar ist und die Geschwister beschließen ihm zu helfen. Verfolgt vom verstoßenen Prinzen der Feuernation Zuko, der versucht mit Hilfe der Gefangennahme des Avatars die Gunst seines Vaters wieder zu erlangen und dem ebenfalls der Feuernation angehörigen General Zhao machen sie sich auf den Weg durch die Welt der Bändiger der Elemente, um dieser den Frieden zurück zu bringen.
Da ich ja erst vor kurzem ein paar Folgen der Zeichentrickversion gesehen hatte, stellte ich recht schnell fest dass die Realverfilmung recht nah am “Original” lag. Zwar kann ich mich nicht entsinnen, dass in der Zeichentrickversion auch der Avatar als Mittler zwischen Menschen und Geisterwelt diente, aber ansonsten konnte ich vor allem zu Beginn einige Szenen sehr eindeutig den gezeichneten Gegenstücken zuordnen. Mir fiel auf, dass die in der Serie durchgehend asiatisch angehauchten Charaktere im Film etwas internationalisiert wurden. Der nördliche Wasserstamm kommt etwas europäischer mit Eskimo-Einschlag herüber und die Feuernation sah für mich teilweise nahöstlich-südländisch aus. Aber das alles sollte den Filmgenuss nicht trüben.
Man merkte stark, dass hier die erste Staffel, das “Buch des Wassers”, die im Original aus 20 Folgen a 30 Minuten besteht, in 100 Minuten Film zusammengepresst wurde, denn der Regisseur M. Night Shyamalan lässt dabei die Tiefe der einzelnen Charaktere etwas auf der Strecke bleiben – und das obwohl der Hauptdarsteller Aang deutlich düsterer und mehr in sich gekehrt rüber kommt als im Original. Aber Trotz der vielen Abweichungen und Einschränkungen weiche ich davor zurück, diese Verfilmung gleich vollkommen zu zerreißen – mir hat es trotzdem gefallen. Auch wenn einige Dialoge durchaus etwas gestelzt wirken und das Bändigen der Elemente immer wieder an mit Kampfsport-Bewegungen gespickte Quigong-Übungen erinnerte – von der Verfilmung einer Zeichentrickserie für Kinder und Jugendliche erwarte ich keine Inszenierung mit vielschichtigen Charakteren oder einem verstrickt-komplexen Handlungsstrang. Ich möchte unterhalten werden – und genau das hat der Film auch bei mir erreicht. Daher hoffe ich, dass auch die anderen Bücher “Erde” und “Feuer” verfilmt werden – ich würde mich sehr darüber freuen.
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“Back to the future” ist Heute
6.07.2010 11:09 TV/Film, webfundsachenUnkommentiert

Heute ist der Tag, zu dem Marty McFly und Doc Brown im zweiten Teil von Zurück in die Zukunft reisten. (2010-07-06)
Schade das es keine Hoverboards und keine holographischen Haie gibt – da hatte man sich wohl etwas verkalkuliert… ![]()
aus Zurück in die Zukunft / Back to the future II – gefunden bei Soup.io
Prince of Persia & das Autokino
3.06.2010 11:22 TV/Film1 Kommentar
Bereits letzte Woche nutzten ein Kollege und ich die Gelegenheit, mal wieder ins Kino zu gehen. Dabei fiel unsere Wahl auf den Film Prince of Persia, der im DRIVE IN Autokino in Aschheim bei München lief. Es war zwar nicht das erste Mal dass ich dieses Autokino besuchte – ich war vor einigen Monaten bereits zu Roland Emmerichs 2012 in diesem Kino gewesen – aber ich hatte damals nicht hier darüber berichtet.
Das Autokino Drive In im Osten von München zwischen der Ortschaften Aschheim und Dornach an Münchner Straße gelegen.
Von Aschheim kommend brauch man für die Zufahrt nur rechts abzubiegen, von Dornach muss man eine größere Schleife fahren um schließlich zum Zugang des Autokinos zu kommen. Dort finden sich zwei vom Fahrerfenster problemlos erreichbare Kassen, von denen allerdings an dem Abend an dem wir kamen nur eine besetzt war.
Der Eintritt liegt bei 6 Euro, Filme mit Überlänge liegen bei Laufzeiten ab 120 Minuten bei 7 und ab 140 Minuten bei 8 Euro. Das Kino selbst verfügt über zwei Leinwände, in deren Winkel sich kleines Gebäude befindet, von dem aus zum einen die Projektoren bedient werden, in dem sich aber auch ein Snack-Shop und die Toiletten befinden. Ich vermute dass sich pro Leinwand an die fünfzehn bis zwanzig Autos eingefunden hatten. Der Ton des Filmes wird dabei über einen UKW-Sender auf die jeweiligen Autoradios übertragen, man brauch sich also heutzutage keinerlei Lautsprecher mehr ins Autofenster zu klemmen. Wichtig ist natürlich dass die Frontscheibe sauber ist – aber dafür war zum Glück gesorgt worden. Dem ungetrübten Autokino-Genuss stand als nichts im Wege. Es war kurz nach 21:30 Uhr und natürlich mussten wir noch warten, bis es ausreichend dunkel geworden war.
Nach angenehm kurzer Werbung und drei bis vier Filmtrailern begann dann auch endlich der Film.
Bei Prince of Persia handelt es sich um die Verfilmung eines Computers- und Konsolenspiels, welches seine Wurzeln bereits in den frühen neunziger Jahren hat und als klassiches Jump- und Run Platformspiel begonnen hatte. In späteren Teilen hat man diese Grenzen natürlich überschritten und das Spiel weiter entwickelt. Ich selbst habe es soweit ich weiß nur mal in der Urversion und nicht mal komplett durch gespielt. Aber das war für Disney-Verfilmung natürlich auch nicht notwendig. ![]()
Der Plot ist schnell erzählt: Ein Straßenjunge wird vom persischen König adoptiert, wächst mit dessen Söhnen auf und zieht mit ihnen schließlich in den Krieg. Nach dem Sieg wird König ermordet, Verdacht fällt auf den ehemaligen Straßenjungen – dieser flieht mit der Prinzessin der besiegten Stadt und will natürlich seine Unschuld beweisen. Außerdem spielt noch ein geheimnisvoller Dolch mit Glasgriff eine zentrale Rolle.
Das umreißt schon im großen und ganzen die Geschichte – wie bei den meisten Disney-Filmen erwartete ich auch hier natürlich keinen großen Tiefgang in der Handlung. Das ganze ist aber wirklich passables Popcorn-Kino mit schön inszenierte Actionszenen und natürlich der üblichen Liebesgeschichte. Ich fand den Film sehr gelungen und meinen Erwartungen entsprechend.
Eine gute Audioanlage im Auto vorrausgesetzt ist so ein Autokino wirklich eine ganz passable Alternative zum Saalkino – auch wenn die Bildqualität natürlich leicht hinter der eines modernen Indoor-Kinos zurück bleibt. Aber wenn der Film läuft, vergisst man so etwas gerne mal. Mir hat es gefallen.
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Alice im Wunderland 3D – Filmreview
10.04.2010 20:50 TV/Film1 Kommentar
Vor einigen Tagen kamen ich und einer meiner Kollegen endlich dazu, Tim Burtons “Alice im Wunderland”, natürlich in 3D, anzusehen. Dieses Mal entschieden wir uns für das Cinemaxx Kino am Isartor, wo wir inklusive 3D-Zuschlag 12,50 Euronen pro Person für die Vorstellung bezahlen durften. Die Karten hatte ich Online vorbestellt und konnte sie dann entweder an einem speziellen Schalter oder am Automaten abholen. Zur Abholung am Automaten war die EC- oder Kreditkarte notwendig, leider war die Zahlung mit Kreditkarte zum aktuellen Zeitpunkt – warum auch immer – nicht möglich, so dass ich mit EC-Karte bezahlte. Für die Versendung der Reservierungsnummer per SMS wurde ein Aufschlag von 0,75 Euro berechnet. Nicht dass ich vor komplizierten Reservierungssystemen zurück schrecken würde, aber insgesamt fand ich den Reservierungsprozess auf der Webseite der Forumskinos weitaus einfacher und unkomplizierter. Vorteil der Cinemaxx-Reservierung ist aber, dass man nicht 30 Minuten vor der Vorstellung da sein muss, um die Karten abzuholen.
Die 3D-Brillen, die ausgegeben wurden, unterschieden sich von denen, die im Forumskino verwendet worden waren vor allem durch ihre Größe – sie waren kleiner und stabiler, dafür aber für Brillenträger meiner Meinung nach nicht so gut geeignet, da sie sich durch ihre kompaktere Größe schlechter über eine bereits bestehende Sehhilfe setzen lassen. Vor dem eigentlich Film mussten wir uns noch fast 30 Minuten Werbung reinziehen, die letzten 5-8 Minuten davon in 3D. War ja klar dass die 3D-Technik auch nicht vor der Werbung halt machen würde. ![]()
Dann endlich begann der eigentlich Film. Die Geschichte entspricht dabei wie nicht anders erwartet natürlich nicht der Buchvorlage von Lewis Carroll, sondern ist in einer Zeit angesiedelt, in der die Protagonistin Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska) bereits das Alter von 19 Jahren erreicht hat. Auf einer Gartenparty von Lord und Lady Ascot erhält Alice einen Heiratsantrag von deren langweiligen und bornierten Sohn Hamish. Die selbstbewußte und intelligente junge Frau will sich aber nicht in das Schicksal fügen, dass ihnen die viktorianische High Society zugedacht hat und flieht vor der versammelten Menschenschah, um einem weißen Kaninchen in einem Anzug zu folgen und fällt am Ende dieser Verfolgung in ein Kaninchenloch, um wenig später in einer wundersamen Welt zu landen: dem Wunderland oder besser der Unterwelt wie sie im Film genannt wird. Langsam beginnt sie sich an diese Welt zu erinnern, die ihnen aus dem Träumen ihrer Kindheit bekannt vorkommt….
Tim Burton hat hier eine quietschbuntes, aber auch düsteres und surreal anmutendes Wunderland erschaffen. Eine besonderen Tiefgang der Geschichte oder unvorhersehbare Wendungen darf man nicht erwarten – vielmehr ist das ganze wundbares Popcorn-Kino wie ich es auch nicht anders erwartet hatte. Die Kombination von Tim Burton und Johnny Depp hat sozusagen nach Edward mit den Scherenhänden, Ed Wood, Sleepy Hollow, Charlie und die Schokoladenfabrik, Corpse Bride und Sweeny Todd zum siebten Male einen großen Erfolg gelandet. Mir hat der Film großen Spaß gemacht. Ich war übrigens der Meinung dass die Dreidimensionalität hier noch deutlicher zu Tage trat als es dies bei Avatar tat, aber da mag ich mich auch geirrt haben.
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Avatar (3D) – Review
2.03.2010 20:07 TV/Film5 Kommentare
Habe mir am Montag Abend mit einem Kollegen endlich mal den Film “Avatar – Aufbruch nach Pandora” angesehen. Natürlich in 3D, denn alle die ihn vor mir gesehen haben, hatten mir das ans Herz gelegt und empfohlen. Als Kino hatten wir uns für die Forumkinos auf der Museumsinsel in München entschlossen – denn hier waren wie mir ein Kollege berichtete die Ränge steiler als in der Alternative Cinemaxx am Isartor und die Sicht dadurch besser. Die Karten hatten ich bereits letzte Woche vorbestellt und wurde von uns eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Kasse abgeholt. Mit neun Euro kein billiges Vergnügen, aber wie bereits Eingangs erwähnt in 3D. Ohne vorherigen Werbeblock begann dann fast pünktlich um kurz nach 20:30 Uhr der Hauptfilm.
An die etwas klobig und breit wirkenden 3D-Brillen musste man sich nur kurz gewöhnen, sie saßen recht gut und boten ein breites Sichtfeld ohne dass man die Brillenränder bemerkte – außerdem konnte man sie notfalls auch über eine normale Sehhilfe setzen, was für Brillenträger natürlich sehr praktisch ist. Das Bild wirkte durch den Polarisationsfilter in der Brille zwar etwas dunkler, aber das störte nicht sonderlich. Und die Räumlichkeit war wirklich ein faszinierendes Erlebnis muss ich sagen – wobei ein Film der größtenteils in einem Wald voller Farne, Zweige und umherfliegender Insekten spielt, die eben mal durch Bild geistern. Dass es sich dabei nicht um echte Dreidimensionalität handelt sei an dieser Stelle natürlich noch einmal erwähnt, aber gegenüber einem “gewöhnlichen” 2D-Film ist der Fortschritt schon enorm. Die Story des Films selbst ist dabei recht simpel gehalten und hat eindeutig
Parallelen zu Geschichten wie “Pocahontas” und “Der mit dem Wolf tanzt“, aber die spektakuläre Inszenierung des ganzen macht den fehlenden Tiefgang alle Mal wett. Ich gehe auch gerne mal ins Kino um einfach nur Unterhalten zu werden, nicht nur um komplexe und schwierige Geschichten anzusehen.
Um es kurz zu machen hier ein kurzer Abriss worum es geht: Gelähmter Ex-Marine fliegt auf fremden Planeten, übernimmt dort die Steuerung eines genetisch gezüchteten Körper eines Ureinwohners (Na’vi). Da ein Stamm der Ureinwohner auf dem größten Vorkommens des Minerals lebt, welches die Menschen auf Pandora fördern soll er diese ausspionieren, ihr Vertrauen erlangen und sie dazu bringen ihre Heimat zu verlassen, damit das Vorkommen ausgebeutet werden kann. Dabei verliebt er sich natürlich in die Häuptlingstochter, die ihn zuvor vor den wilden Tieren des Waldes gerettet hat und wechselt schließlich die Seiten, um die Na’vi im Kampf gegen die technisch hochgerüsteten Menschen zu unterstützen.
Der Regisseur James Cameron hat hier ein wirklich bildgewaltiges Spektakel mit nicht einmal unterschwellig herübergebrachter Öko-Botschaft abgeliefert, das seinesgleichen sucht. Die Welt von Pandora wirkt zwar an einigen Stellen zwar etwas Plastikartig und für einen Urwald etwas steril, aber die wirklich fantastischen Bilder einer fremden Welt lassen gerne darüber hinweg sehen. Und das Actiongewitter, mit dem die knappe letzte halbe Stunde den Film zum Abschluss bringt ist ein Spektakel, dass eindeutig neue Maßstäbe setzt. Da ist alles was ich zuvor in dieser Art gesehen habe – und ich habe so einige Endschlachten gesehen – wirklich ein absoluter Dreck gegen. Wer sich diesen Film nicht auf einer möglichst großen Leinwand, in Kinosoundqualität und in 3D ansieht, dem kann man wirklich nicht helfen.
Absolute Guckempfehlung meinerseits.
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