Posts Tagged ‘filmkritik’

Adams Äpfel

Saturday, November 11th, 2006

Gestern Abend habe ich mir gemeinesam mit Herrn Gonzo den dänischen Film Adams Äpfel vom Regisseur Anders Thomas Jensen im hiesigen Capitol Kino angesehen. “Ein dänischer Film ?” werden sich jetzt viele Fragen und vielleicht im Hinterkopf denken, daß so etwas doch gar nichts taugen kann – aber wer Filme wie “In China essen sie Hunde”, “Old Men in new cars” oder ” Dänische Delikatessen” kennt, weiß daß das dänische Kino wirklich etwas ganz besonderes ist.
Über den Plot will ich hier nichts schreiben, man kann ihn auf der Webseite des Filmes (sh. Link) nachlesen. Ich war auf jeden Fall sehr begeistert von dem Film und kann ihn nur empfehlen – wieder einmal ein sehr geniales Werk aus unserem nördlichen Nachbarland – Lustig, stellenweise etwas brutal aber letztenendes doch irgendwo sehr tiefsinnig. Absoluter Guckbefehl !! 😉

Borat

Monday, November 6th, 2006

Da habe ich mich doch gestern Abend noch kurzfristig überreden lassen, mir Borat – Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für Glorreiche Nation von Kasachstan zu machen im hiesigen Cinestar angesehen. Was soll ich sagen? Zuerst einmal finde ich, daß wie so oft in der deutschen Übersetzung einiges des Wortwitzes verloren geht. Außerdem ist der Film dem ersten Eindruck nach Ekelig, Geschmacklos und teilweise sogar etwas Rassistisch – aber trotzdem irgendwo amüsant. Ich verstehe jetzt schon, daß es vor dem Release einige heftige Reaktionen gab, wobei wir darüber diskutierten ob diese Reaktionen wirklich real waren oder ob es sich dabei einfach um geschicktes “virales Markteting” handelt. Ich vermute mal, daß es bei diesem Film mal wieder die Meinungen extrem auseinander gehen werden. Ich fand ihn ok, nicht überragend gut, aber man kann ihn sich ansehen.

NVA – Der Film

Sunday, October 9th, 2005

image Ich habe mich heute Abend dann doch noch mal überreden lassen wegzugehen und habe mir NVA angesehen – obwohl ich mir, als ursprünglicher Wessi (eigentlich inzwischen Wossi – halb Wessi und halb Ossi – auch wenn ich von dieser Unterscheidung weiterhin nichts halt) und zumal als jemand der auch nie Wehrdienst geleistet hatte, schon vorher sicher war daß ich icht alle Gags verstehen würde. Ging mir damals bei Sonnenallee, dessen Macher ja die selben wie bei NVA sind, genau so. Ich kann halt nicht sagen “Oh, diesen alten Kasettenrecorder aus Volkseigener Produktion habe ich auch gehabt.” oder ähnliches. Aber damit kann ich leben – ich passe mich halt an.
Der Film war letztenendes Ok – er fing recht lahm an, aber die Kurve der amüsanten Stellen hat sich dann so zur Hälfte hin gut gesteigert. Die Sinnlosigkeit von Wehrdienst war mir ja schon immer klar gewesen – aber dieser Film lässt es (mit einem kleinem Spritzer Ostalgie hier und da) noch mal um ein gutes Stück deutlicher zu Tage treten. Aber das ist ein anderes Thema. Die Ansiedlung in die Zeit kurz vor und während der Wende (mit Einspielung gewisser bekannter Audio-Passagen) lässt aber doch Erinnerungen wach werden, auch wenn ich diese damals von der anderen Seite her beobachtet hatte. Und die Protagonisten Henrik (als eher romantischer Typ, der eine alte Liebe verliert und eine neue gewinnt) und dem Querdenker Krüger (der mich irgendwie an Private Paula aus Full Metal Jacket erinnert hat) sind durchaus interessante Charactere. Gegen Ende finde ich wird der Film dann wieder etwas seltsamer surrealer – aber er ist alles im allem letztenendes durchaus sehenswert. In Manier von Annik und Timo vom Filme und so Podcast würde ich ihm (auch wegen meines fehlendes Bezuges wohl) drei von fünf möglichen Punkten geben.

PS: Als das Licht im Capitol anging mußte ich feststellen daß der Gros der anderen Besucher von älterem Semester war – sie haben mit Sicherheit den Film aus einer ganz anderen persönlichen Perspektive als ich sehen können – gerade wenn sie den Wehrdienst (bei der NVA) mitgemacht haben. Wie ich nach dem Film erfuhr gab es ja keinen Zivildienst in der DDR, sondern nur eine Spatentruppe – ein Wehrdienst ohne Waffe.

Star Wars III

Monday, June 6th, 2005

imageGestern, ganz spontan, war ich mit ein paar Leuten in Star Wars III gewesen. Ich kann der Aussage dass er der beste der drei neueren Teile ist wirklich zustimmen. Die Effekte, die einen vor ein paar Jahren vielleicht noch vom Hocker gerissen hatten, prallen ja leider inzwischen von einem ab, auch wenn die Raumschlacht am Anfang wirklich eine der imposantesten Raumschlachten die ich je gesehen habe war.
Der Weg von Anakin Skywalker zur dunklen Seite der Macht ist aber leider etwas zu dünn, manchmal konnte man nicht ganz einsehen (ok, die Angst um seine Frau vielleicht…), warum der Protagonist sich nun für die dunkle Seite entscheidet. Aber alles im allem ist der Film extrem sehenswert. So etwas muß man sich schon im Kino ansehen, auf dem Fernsehbildschirm (oder dem Computermonitor) kommt er keinesfalls so rüber.