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Fischstäbchen-Auflauf mit Gnocchi & Spinat – das Rezept

Freitag, November 12th, 2021

Da ich noch ein Päckchen Fischstäbchen im Gefrierfach hatte wollte ich heute, passend zum Fischtag Freitag, diese heute mal in einem Gericht verbrauchen. Sicherlich wäre es am einfachsten zu werden sie einfach in der Pfanne oder im Ofen zu braten bzw. zu backen und dazu etwas Gemüse und Sättigungsbeilage zu servieren, aber als großer Fan von Aufläufen aller Art entschied ich mich für eine etwas andere Zubereitungsform, eben einen Fischstäbchen-Auflauf. Als ich noch ein Kind war (lange ist es her) waren Fischstäbchen immer so ein kleines Highlight gewesen, ich weiß gar nicht warum ich sie später im Studium oder Beruf nicht häufiger gemacht habe – zumal sie als TK-Ware ja schnell und mit wenig Aufwand zuzubereiten sind. Daher war es endlich mal wieder an er Zeit dass ich mit ein Gericht damit zubereitete. Und auch der heute vorgestellten Form erwiesen sie sich mal wieder als wirklich sehr lecker, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 1 große Packung Fischstäbchen (450g / 15 Stück)
  • 2 Päckchen Gnocchi aus dem Kühlregal á 500g
  • 1 Päckchen TK-Rahmspinat (450g)
  • 1 Becher Creme fraiche oder Schmand
  • 125ml Gemüsebrühe
  • 150-200g geriebenen Käse nach Wahl (z.B. Emmentaler oder Cheddar)
  • Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen
  • evtl. eine Bio-Zitrone zum beträufeln
  • Zuerst erhitzen wir etwas Öl in einer Pfanne, geben die Gnocchi hinzu und braten sie über etwas 10 Minuten goldbraun an – ggf. auch in 2 Durchgängen, abhängig von der Größe der Pfanne.
    01 - Put gnocchi in pan / Gnocchi in Pfanne geben 02 - Fry gnocchi / Gnocchi anbraten

    Während die Gnocchi bräunen, messen wir 125-150ml Gemüsebrühe ab, geben die Creme fraiche hinzu
    03 - Gauge vegetable broth / Gemüsebrühe abmessen 04 - Add creme fraiche / Creme fraiche hinzufügen

    und verrühren alles gründlich miteinander, wobei wir es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
    05 - Mix thoroughly / Gründlich verrühren 06 - Season with salt, pepper & nutmeg / Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss würzen

    Sobald die Gnocchi schon gebräunt sind, entnehmen wir sie aus der Pfanne und stellen sie erst einmal bei Seite.
    07 - Put fried gnocchi aside / Angebratene Gnocchi bei Seite stellen

    Nachdem wir die Hitzezufuhr auf eine niedrige Stufe reduziert haben, geben wir den gefrorenen Rahmspinat in die Pfanne und lassen ihn langsam schmelzen.
    08 - Put frozen cream spinach in pan / Gefrorenen Rahmspinat in Pfanne geben 09 - Defrost cream spinach / Rahmspinat auftauen lassen

    Ist der Spinat dann komplett aufgetaut erhöhen wir die Hitzezufuhr wieder, lassen ihn kurz aufkochen und anschließend einige Minuten vor sich hin köcheln. Dabei schmecken wir ihn bei Bedarf noch etwas mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab.
    10 - Bring cream spinach to a boil  & season / Rahmspinat aufkochen lassen & würzen

    Dann geben wir die Gnocchi wieder in die Pfanne, vermischen sie gründlich mit dem Spinat und schalten die Kochplatte schließlich aus.
    11 - Add gnocchi to spinach / Gnocchi zum Spinat geben 12 - Mix gnocchi & spinach / Gnocchi & Spinat vermischen

    Während der Ofen nun auf 200 Grad vorheizt fetten wir eine Auflaufform mit etwas Öl oder Butter aus, geben den Gnocchi-Rahmspinat-Mischung hinein,
    13 - Grease casserole / Auflaufform ausfetten 14 - Put gnocchi spinach mix in casserole / Gnocchi-Spinat-Mischung in Auflaufform geben

    verteilen alles etwas gleichmässig damit es ungefähr die selbe Füllhöhe hat und gießen schließlich die Creme fraiche Sauce darüber.
    15 - Distribute evenly / Inhalt gleichmässig verteilen 16 - Douse with sauce / Mit Sauce übergießen

    Darüber streuen wir jetzt den geriebenen Käse und legen dann die noch gefrorenen Fischstäbchen oben auf.
    17 - Dredge with cheese / Mit Käse bestreuen 18 - Put on frozen fish fingers / Gefrorene Fischstäbchen auflegen

    Die so bestückte Auflaufform schieben wir dann auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen und backen alles für 35-40 Minuten.
    19 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Anschließend entnehmen wir unseren Fischstäbchen-Auflauf wieder,
    20 - Fish fingers gnocchi spinach casserole - Finished baking / Fischstäbchen Auflauf mit Gnocchi & Spinat - Fertig gebacken

    lassen ihn für 2-3 Minuten ruhen damit sich die Sauce etwas setzen kann
    21 - Fish fingers gnocchi spinach casserole - CloseUp / Fischstäbchen Auflauf mit Gnocchi & Spinat - Nahaufnahme

    und können das Gericht dann auch schon servieren und genießen. Eine Zitronenspalte ist hier ein nettes Add-On um mit deren Saft die Fischstäbchen zu garnieren.
    22 - Fish fingers gnocchi spinach casserole - Served / Fischstäbchen Auflauf mit Gnocchi & Spinat - Serviert

    Bevor ich den Auflauf den Ofen schob sah es noch so aus als hätte ich bei der Menge an Sauce etwas übertrieben, doch durch das backen hatte sie sich erfreulicherweise so sehr eingedickt dass die Gnocchi schön nicht zu trocken waren aber keine Sauce über den Teller laufen konnte. Vielleicht hatten zusätzlich auch die Gnocchi einen Teil davon in sich aufgenommen. Auf jeden Fall war alleine schon die Spinat-Gnocchi-Mischung geschmacklich sehr gut gelungen und überaus lecker. Gekrönt wurde das aber noch von den schon knusprig gebackenen Fischstäbchen, die eine sehr gut passende Fleischbeilage bildeten.

    23 - Fish fingers gnocchi spinach casserole - Side view / Fischstäbchen Auflauf mit Gnocchi & Spinat - Seitenansicht

    Einzig die Unterseiten der Fischstäbchen waren natürlich nicht knusprig geworden, sondern hatten sich eher in der Sauce aufgelöst. Hier wäre noch zu überlegen die Stäbchen vorzubacken oder vorher anzubraten, ich befürchte aber auch dann würde sich die Unterseite beim anschließenden backen dennoch auflösen. Außerdem müsste man die Backzeit dann natürlich verkürzen, da die Stäbchen ansonsten wohl etwas zu dunkel werden würden. Nach reiflicher Überlegung gefällt mir aber die Idee am besten die Spinat-Gnocchi ohne Fischstäbchen im Ofen zu gratinieren und die Fischstäbchen parallel dazu in der Pfanne zu braten – vorausgesetzt man legt wert auf knusprige Panade an allen Seiten der Fischstäbchen. 😉 Mir hat aber auch die heute Variante sehr gut geschmeckt.

    Guten Appetit

    Fischstäbchen-Auflauf mit Gnocchi & Rahmspinat

    Seelachsfilet mit Buttergemüse & Kartoffeln [23.04.2021]

    Freitag, April 23rd, 2021

    Coalfish filet with buttered vegetables & potatoes - Side view / Seelachsfilet mit Buttergemüse & Kartoffeln - Seitenansicht
    Nachdem ich mich die letzten Tage mit den Resten meiner Pizza mit Chorizo, Spinat & Pilzen versorgt hatte und gestern nur belegtes Brot gegessen hatte wollte ich heute mal wieder kochen. Allerdings hatte ich nach einem langen Arbeitstag im Homeoffice keine große Lust zu größeren Kochaktionen mehr, daher griff ich auf einige Dinge zurück die ich noch vorrätig hatte. Im Tiefkühlfach lagerten noch panierte Seelachsfilets, außerdem hatte ich noch gefrorenes Buttergemüse und ein paar frische Kartoffeln vorrätig. Also habe ich den Backofen vorgeheizt und einen Topf mit Wasser für die Kartoffeln aufgesetzt, anschließend die Kartoffeln geschält und gewürfelt. Die Seelachsfilets kamen dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech für 22-25 Minuten in den Ofen, die Kartoffeln wurden im Salzwasser gekocht und das Buttergemüse in einem zusätzlichen Topf unter Zugabe von einigen Esslöffeln Wasser aufgetaut und gar gekocht. Dazu noch eine Scheibe frische Zitrone und etwas Remoulade und fertig war ein schnell zubereitetes und dennoch sehr leckeres Halb-Fertiggericht. 😉
    Coalfish filet with buttered vegetables & potatoes - Served / Seelachsfilet mit Buttergemüse & Kartoffeln - Serviert
    Das Gericht erinnerte mich schon fast wieder an die Zeiten, an denen ich noch Mittags in die Kantine gegangen bin – lange ist es her dank Covid-19 und seiner Mutationen. Der panierte Seelachs war im Ofen wunderbar knusprig geworden und das Filet unter der einigermaßen dünnen Panade war dabei schön zart und saftig geblieben. Garniert mit Zitronensaft und Remoulade ein wahrer Genuss. Und auch an den Kartoffeln, die ich mir ebenfalls mit etwas Zitronensaft und Remoulade garnierte, gab es nichts auszusetzen. Einzig dem Buttergemüse merkte man seine Herkunft aus dem Tiefkühlfach etwas an, da eingefrorenes und wieder aufgetautes Gemüse, vor allem Blumenkohl und Möhren, nun mal nicht so knackig sind wie ihr frischer Pendant. Aber dennoch ein ausgewogenes und sättigendes Gericht, mit dem ich sehr zufrieden war.

    Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse – das Kurzrezept

    Samstag, August 29th, 2020

    Eigentlich wollte ich heute etwas anderes kochen, doch als ich am Vormittag zum einkaufen ging stieß ich im Tiefkühl-Bereich auf das Schlemmerfilet á la Bordelaise von Iglo, das ich als Kind und Jugendlicher sehr geschätzt hatte, aber schon seit Jahren nicht mehr verzehrt hatte. Daher entschied ich mich kurzfristig dazu meinen Speiseplan für heute umzustellen und mir ein solches Seelachsfilet mit Knusperkruste zuzubereiten. Dazu soltle es Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage und ein wenig französisches TK-Pfannengemüse geben.

    Was benötigen wir also für 1 Portion?

  • 1 Packung Iglo Schlemmerfilet á la Bordelaise
  • 170g festkochende Kartoffeln
  • 150g Tk-Pfannengemüse
  • 1/2 Esslöffel Öl
  • 2 Teelöffel Salz
  • Etwas Zitrone zum garnieren
  • Während der Ofen mit einem Backblech darin auf 210 Grad vorheizt, holen wir das Schlemmerfilet aus dem Tiefkühlfach
    01 - Schlemmerfilet á la Bordelaise - Package / Verpackung

    und befreien es von der Papp-Umverpackung. Früher wurde das Schlemmerfilet wie zum Beispiel hier noch in Aluschalen geliefert, aber inzwischen ist man da offensichtlich Umweltfreundlicher geworden und auf Pappschalen umgestiegen.
    02 - Schlemmerfilet é la Bordelaise - Frozen / Gefroren

    Sobald der Ofen dann Betriebstemperatur erreicht hat, schieben wir das noch gefrorene Schlemmerfilet hinein und backen es für ca. 45 Minuten.
    03 - Bake frozen gourmet fillet in preheated oven / Schlemmerfilet gefroren in vorgeheizten Ofen

    In der Zwischenzeit schälen die die Kartoffeln,
    04 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen

    bedecken sie in einem Topf knapp mit kaltem Wasser
    05 - Cover potatoes with water / Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken

    und bringen sie dann auf dem Herd zum kochen.
    06 - Bring water with potatoes to a boil / Kartoffeln zum kochen aufsetzen

    Sobald das Wasser beginnt zu sieden, versehen wir es außerdem mit 2 Teelöffeln Salz.
    07 - Salt water / Kartoffelwasser salzen

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, einen halben Esslöffel Öl in einer kleinen Pfanne zu erhitzen und das gefrorene Gemüse hinein zu geben
    08 - Put frozen vegs in pan / TK-Gemüse in Pfanne geben

    um es darin aufzutauen und über 7-8 Minuten zu garen.
    09 - Braise vegetables / Gemüse garen

    Haben die Kartoffeln 12-15 Minuten – abhängig von der Größe – gekocht, können wir sie mit der Gabel prüfen ob sie gar sind. Sticht sie ohne merklichen Widerstand bis zur Mitte durch und lässt sich dann auch ohne Probleme wieder hinaus ziehen, sind die Kartoffeln durchgekocht.
    10 - Check potatoes with fork / Kartoffeln mit Gabel prüfen

    Ist dies der Fall, können wir sie in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
    11  Drain potatoes / Kartoffel abgießen

    Nach einer Dreiviertelstunde sollte dann auch das Schlemmerfilet á la Bordelaise durchgebacken und oben auf schön gebräunt sein, so dass wir es aus dem Ofen entnehmen
    12 - Gourmet fillet - Finished baking / Schlemmerfilet - Fertig gebacken

    und gemeinsam mit Kartoffeln und Gemüse servieren und genießen können. Zum Fisch passt gut frisch gepresster Zitronensaft zum garnieren.
    13 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - Served / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Serviert

    Die gewohnt erwies sich das Schlemmerfilet á la Bordelaise auch dieses Mal als wirklicher Genuss. Man hatte wirklich nicht übertrieben als man „knusprig kross“ auf die Verpackung gedruckt hatte, denn der Belag aus Semmelbröseln, Kräutern, Gewürzen und Fett war tatsächlich wunderbar knusprig geworden, allerdings ohne dabei seine lockere Konsistenz zu verlieren. Allerdings war dieser Belag auch wirklich ungewöhnlich dick geraten:
    15 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - CloseUp / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Nahaufnahme
    Beim genaueren Hinsehen schien es mir fast so, als ob der Semmelbrösel-Belag etwa die Hälfte der gesamten Höhe ausmachte. Nun, Semmelbrösel sind eben billiger als Fischfilet. 🤗 Und ein Blick auf die Inhaltsbeschreibung der Verpackung zeigt auch, dass ich hier nicht ganz falsch lag, denn der Hersteller gibt an dass „nur“ 52% davon aus Alaska-Seelachsfilet besteht. Warum dann vorne noch mal 100% Filet wie auf Verpackung aufgedruckt war, erschloss sich mir jedoch nicht ganz. 😉 Die Menge ist somit aber dennoch durchaus akzeptabel und ausreichend Dazu passte natürlich wunderbar die Salzkartoffeln und auch das französische Pfannengemüse aus Erbsen, Mais, Paprika, kleinen Silberzwiebeln, Pilzen und Möhren-Scheiben fügte sich meiner Meinung nach gut in die geschmackliche Gesamtkomposition ein. Ein bisschen vermisste ich die „Schmatze“, also die Flüssigkeit, die früher beim Backen immer in größeren Mengen als dieses Mal aus dem Fischfilet ausgetreten war und die ich sonst immer genutzt habe, um die Kartoffeln damit – ähnlich einem Saucen-Ersatz – zusätzlich zu garnieren. Aber geschmeckt hat es natürlich auch ohne.

    14 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - Side view / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Kibbeling mit Remoulade & Kartoffelsalat [26.02.2020]

    Mittwoch, Februar 26th, 2020

    Zwar hätte ich, wie gestern bereits angemerkt, auch heute noch genug von meinem Reuben Nudelauflauf übrig gehabt um mich über Mittag zu versorgen, aber ich wollte endlich mal wieder etwas anderes essen und machte mich daher auf den Weg in unser Betriebsrestaurant. Laut Intranet war das Angebot zwar nicht sonderlich außergewöhnlich, aber ich hatte zum einen die Penne Rigate mit Limonensauce und Lachswürfeln bei Vital und zum anderen das Schweineschnitzel „Wiener Art“ + drei Komponenten nach Wahl bei Daily (das natürlich mit Pommes Frites serviert wurde) als mögliche Gerichte für mich ausgemacht. Die Asia-Wok-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Austernsauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in grüner Thaisauce waren dahingegen ebenso wenig etwas für mich wie die Gratnierte Aubergine mit Quinoa unt Tomatensauce bei Veggie. Doch als ich die Angebote auf dem großen Bildschirm am Eingang sah, erkannte ich gleich dass man das Angebot um gleich zwei weitere Fischgerichte erweitert hatte, wohl wegen des Aschermittwochs. Davon war eines irgend ein Salzfisch mit Salat, ich glaube Matjesfilet mit gemischtem Salat, aber mit solchen Gerichten hatte ich in der Vergangenheit eher schlechte Erfahrungen gemacht und schloss es daher ebenfalls aus. Sehr interessant hingegen klang der Gebackene Kibbeling mit Remoulade und Kartoffelsalat. Mit Kibbeling hatte ich ja erst vor kurzem wiederum gute Erfahrungen sammeln können, daher wählte ich letztlich dieses Angebot, das mit 4,34 Euro auch angenehm günstig war.

    Kibbeling with remoulade & potato salad / Kibbeling mit Remoulade & Kartoffelsalat

    Leider hatte ich mich wohl etwas zu früh gefreut, denn beim ersten Bissen in eines der Kibbeling-Stücke musste ich zu meiner Ernüchterung feststellen dass das Fischfilet im inneren irgendwie wässerig schmeckte. So als hätte man ihn eingefroren und beim auftauen wäre zu viel Wasser darin zurückgeblieben – wobei mir bisher nicht klar gewesen war dass sowas bei Wasserlebewesen überhaupt geht. Das Filet besaß zwar ein leichtes Fischaroma und die Teighülle war auch außen schön knusprig, also das Ganze wohl auch frisch zubereitet, aber volle Punktzahl kann ich da leider nicht geben. Zum Glück gab es dazu genug würzige Remoulade und auch am einfachen, aber dennoch überaus leckeren Kartoffelsalat gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Wirklich schade dass ausgerechnet die wichtigste Zutat auf so eine leicht bizarre Art misslungen war.
    Den meisten anderen Gästen dürfte das aber glaube ich vollkommen egal gewesen sein, denn der Gros von ihnen hatte natürlich beim Schweineschnitzel zugegriffen und diesem Gericht mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Danach kam lange nichts bevor sich dann Asia-Gerichte und Kibbeling ein kleines Rennen um den zweiten Platz lieferten. Hier schien sich der Kibbeling aber durchsetzen zu können, womit die Asia-Gerichte den dritten Platz für sich beanspruchen konnten. Die Penne mit Lachs und Limonensauce folgten auf dem vierten Platz und Platz fünf teilten sich Aubergine und Matjes. Hier konnte ich keine klare Platzierung erkennen.

    Mein Abschlußurteil:
    Kibbeling: +
    Remoulade: ++
    Kartoffelsalat: ++

    Kabeljau auf sizilianische Art [21.02.2020]

    Freitag, Februar 21st, 2020

    Am heutigen Freitag bot sich nun endlich die Gelegenheit nutzen mal wieder ein Fischgericht in unserem Betriebsrestaurant zu essen, denn es stand mal wieder Kabeljau auf sizilianische Art mit Kartoffelwürfeln auf der Tageskarte. Alternativ gab es zwar auch eine Pizza Hawaii + drei Komponeten
    nach Wahl
    bei den Daily-Gerichten, aber bei Pizzen hatte man sich in der Vergangenheit hier weniger mit Ruhm bekleckert, man siehe nur hier oder dort, daher hatte ich mich bereits früh auf den Fisch festgelegt. Der Milchreis mit Waldbeeren und Zimt-Zucker bei Veggie oder die Asia-Wok-Angebote wie Gebratenes Asiagemüse in Hoi-Sin-Sauce und San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce waren eh keine Alternativen für mich. Leider gab es zum Kabeljau heute kein (nicht so wie es früher üblich gewesen war) Stück Baguette-Brot.Daher sah ich mich nach Alternativen um und entdeckte noch ein paar Rösti-Taler bei den Resten in der Gemüsetheke, die ich mir als Alternative Sättigungsbeilage aufs Tablett lud.

    Codfish sicily style / Kabeljau auf sizilianische Art

    Das offensichtlich gedünstete Kabeljau-Filet mit einer Pesto-Garnitur erwies sich schon einmal als sehr gut gelungen, wunderbar zart, saftig und natürlich frei von jeglichen Gräten. Dazu passte sehr gut die fruchtig-pikante Sauce aus pürierten Tomaten, Kartoffelwürfeln, Zwiebeln, Kirschtomaten und einigen Kräutern, die wohl die sizilianische Art ausmachten. Was dieses Mal fehlte waren die schwarzen Oliven, die sich sonst noch darin fanden, aber ich vermisste sie auch nicht sonderlich da ich ja kein allzu großer Olivenfan bin. Die Garnitur aus frischen Dill passte ebenfalls sehr gut dazu. Ein einfaches, aber immer wieder leckeres Hauptgericht. Bei den Rösti-Talern war ich allerdings nicht so zufrieden, denn sie waren etwas zu dunkel und knusprig geraten und dabei doch nur noch lauwarm. Weichte man sie sie etwas in der Sauce auf, erfüllten sie ihren Zweck als Sättigungsbeilage aber dennoch. Auch wenn ein Stück frisches Baguette natürlich besser gepasst hätte.
    Beim Rennen um Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich Pizza und Kabeljau ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, letztlich konnte sich aber doch ganz knapp der Kabeljau durchsetzen, denn die Pizzen wurden frisch im restauranteigenen Steinofen gebacken und daher deutlich langsamer serviert werden als der Kabeljau, der fertig in großer Menge aus der Küche kam. Dennoch konnte die Pizza die Asia-Gerichte noch klar überrunden, die somit auf dem dritten Platz landeten. Der Milchreis belegte schließlich einen guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Kabeljau: ++
    Sizilianisches Tomatenragout: ++
    Röstis: +/-

    Gebackener Seelachs mit Remoulade & Röstkartoffeln [14.02.2020]

    Freitag, Februar 14th, 2020

    Nachdem es Mittwochs ja anscheinend keinen Fisch mehr in der regulären Küche gibt und ich am Dienstag den Fisch an der Asia-Wok-Theke verschmäht hatte, bot sich mit dem Gebackenen Seelachs mit Remoulade + drei Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily auf der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants die einzige Möglichkeit, diese Woche mal Fisch zu essen. Mal davon abgesehn dass es ja sowieso christliche Tradition ist. 😉 Und die Alternativen waren auch nicht so verlockend, als dass ich davon abweichen wollte. Gut, die Truthhahnspitzen mit Chilisgo und Mie-Nudeln bei Vital klangen zwar auf dem Papier bzw. dem Bildschirm gut, aber das was man unter dieser Bezeichnung servierte fand ich dann doch nicht ganz so ansprechend. Das Gefüllte Pfannkuchen mit Waldbeeren und Vanillesauce bei Veggie kam wegen seines Charakters als Süßspeise für mich nicht als Hauptmahlzeit in Frage und auf Gebratenes Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und Austernsauce von der Asia-Wok-Theke hatte ich auch keine große Lust. Also blieb nur noch der Fisch. Dazu gesellten sich (neben der Zitronenecke, die glücklicherweise nicht als eigenständige Komponente galt) dann noch, um die anderen beiden Komponenten neben den Röstkartoffeln voll zu kriegen, ein Krautsalat von der Salattheke sowie ein Becherchen Caramelcreme aus dem heutigen Angebot der Desserttheke.

    Baked coalfish with remoulade / Gebackener Seelachs mit Remoulade

    Bei den Röstkartoffeln hatte ich ja in letzter Zeit immer eher Pech gehabt, denn sie waren häufig matschig oder nicht richtig durchgekocht gewesen – aber heute war es der Küche offensichtlich endlich mal gelungen alle Kartoffeln auf den richtigen Punkt zu garen. Und auch an dem in Panade gebackenen Seelachsfilet gab es nichts auszusetzen: Die dünne Hülle war schön knusprig und der Fisch im Inneren saftig, zart und vor allem grätenfrei. Garniert mit Zitronensaft und würziger Remoulade durchaus lecker. Dazu passte erstaunlich gut der knackige, leicht säuerliche Krautsalat – auch wenn er bestimmt nicht hausgemacht war. Die mit Knuspersstückchen und Caramelcreme garnierte, nicht zu süße Caramelcreme-Dessert schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr gelungen ab. Da konnte man nicht meckern, für die 6,30 Euro hatte man schon einiges bekommen.
    Und auch bei den anderen Gästen konnte sich das Seelachs-Gericht großer Beliebtheit erfreuen und somit auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Truthahnspitzen, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und den gefüllten Pfannkuchen, wiederum knapp dahinter, auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Seelachs: ++
    Remoulade: ++
    Röstkartoffeln: ++
    Krautsalt: ++
    Caramelcreme: ++

    Gebratenes Zanderfilet mit Salbeignocchis & Tomatenpesto [30.01.2020]

    Donnerstag, Januar 30th, 2020

    Da ich diese Woche – abgesehen von meiner letzten Lachsfrikadelle als Burger – noch keinen Fisch verzehrt hatte, hatte ich mich heute recht schnell darauf festgelegt beim Gebratenen Zanderfilet mit Salbeignocchis und Tomatenpesto zuzugreifen. Es kostete zwar den selben Preis, nämlich 6,30 Euro, wie das Daily-Angebot, einem Ofenfrischer Schweinebraten in Dunkelbiersauce + (Sättigungsbeilage, Gemüsebeilage, Suppe, Dessert oder Salat 180 gr. ), der mit Kartoffelknödel und kleinem Krautsalat serviert wurde, versprach aber mal etwas Abwechslung vom normalen Essens-Trott. Ich bin aber normalerweise kein großer Pesto-Esser, daher hatte ich einige Bedenken wegen des Tomatenpestos, aber ich ging diese Unsicherheit mal ein – wer nicht wagt der nicht gewinnt. 😉 Außerdem gab es noch eine Italienische Minestrone mit Rindfleisch bei Vital, die mit Bauernbrot serviert wurde sowie den Klassiker Rahmspinat mit Rührei und Salzkartoffeln bei Veggie und Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Gebratenes Rindfleisch mit verschiedenem Gemüse in Massamannsauce an der Asia-Wok-Theke. Aber das alles nur der Vollständigkeit halber, denn ich hatte mich ja auf den Fisch festgelegt.

    Fried zander (pikeperch) filet with sage gnocchi & tomato pesto / Gebratenes Zanderfilet mit Salbeignocchis & Tomatenpesto

    Der frische und knackige Ruccola wertete das Gericht farblich schon mal sehr gelungen auf, ansonsten hätte man nur gelb und brauntöne auf dem Teller gehabt, was nicht sehr ansehnlich gewesen wäre – und das Auge isst ja bekanntlich mit. Das Tomatenpesto, mein größtes Sorgenkind, erwies sich zwar als ziemlich fettig und sah aus wie bunter Sand im Ölbad, erwies sich geschmacklich aber als überaus gut gelungen. Als die Thekenkraft in den Löffel die Pestoschale getaucht hatte und vom Grund des oben schwimmenden Öls diese Masse hervorholte, hatte ich etwas gezweifelt ob ich die richtige Wahl getroffen hatte, aber das erwies sich als Fehleinschätzung. Gut, was will man von gemahlenen Pinienkernen, getrockneten Tomaten, Parmesankäse und Kräutern in Olivenöl anderes erwarten? Aber ich war eben wie schon erwähnt eh nie so der Pesto-Esser – doch nach diesem positiven Erlebnis revidiere ich meine Haltung vielleicht noch einmal. In Kombination mit dem wunderbar zarten und saftigen Zanderfilet erwies sich dieses Tomatenpesto als überaus lecker. Man musste nur höllisch wegen dem vielen Öl aufpassen, um damit nicht seine Kleidung zu bekleckern. Und auch die mit Salbeiblättern zubereiteten Gnocchi gaben keinen Grund zur Kritik, auch wenn der Salbeigeschmack gerne noch etwas kräftiger hätte sein können. Doch für den gewünschten Salbei-Kick hatte man die Blätter gleich mit serviert, also auch kein Problem. Insgesamt eine wirklich gute Wahl, ich hatte mich eindeutig richtig entschieden als ich diesen Fisch wählte.
    Beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala spielte der Zander heute auch im vorderen Feld, konnte sich letztlich aber gegen den noch häufiger gewählten Schweinebraten doch nicht ganz durchsetzen und landete somit nur auf einem guten zweiten Platz. Auf dem dritten Platz folgte das Rührei mit Spinat, die Asia-Gerichte belegten Platz vier und die Minestrone schaffte es schließlich nur auf einen ebenfalls guten fünften Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Zanderfilet: ++
    Tomatenpesto: ++
    Ruccola: ++
    Gnocchi: ++

    Gebackene Kibbelinge mit Remoulade & Wildkräutersalat [24.01.2020]

    Freitag, Januar 24th, 2020

    Leider kam ich heute erst etwas später dazu, in in unser Betriebsrestaurant zu gehen. Ich hatte noch auf einen Kollegen gewartet, der dann aufgrund Termindrucks doch noch absagte, also musste ich letztlich alleine losziehen, da die anderen Kollegen bereits essen gegangen waren. Das wäre nicht so schlimm gewesen, ich bin ja groß genug alleine zu essen 😉 , aber ich befürchtete dass die Gebackenen Kibberlinge mit Remoulade, dazu Baguette und Wildkräutersalat aus dem Abschnitt Vital der heutigen Tageskarte bereits aus waren. Doch ich hatte Glück – oder den Reiz den diese in Teig gebackenen Fischfilets auf die Allgemeinheit ausüben unterschätzt – denn es war noch mehr als genug verfügbar. Gut, dem Stand ein Hackfleischspieß mit Zigeunersauce + drei Komponenten nach Wahl bei Daily gegenüber, der mit Pommes Frites serviert wurde. Da konnte das Fischgericht mit Salat ebenso wenig mithalten wie die Dampfnudeln mit Vanillesauce bei Veggie oder die Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce sowie die Verschiedenen Fleischsorten mit Gemüse und rotem Thaicurry von der Asia-Wok-Theke. Selbst wenn der Spieß jetzt nicht soooo toll aussah, Fritten sind immer ein Totschlagargument. Dennoch blieb ich bei den Kibbelingen, zu denen es aber leider nicht wie angekündigt Baguette, sondern ein Kaiserbrötchen gab. Der Salat kam außerdem ohne Dressing, so dass ich mich damit an der Salattheke selbst versorgen musste. Ich griff mal zum French Dressing, aber auch Balsamico- oder Joghurtdressing hätten hier wohl gut gepasst.

    Baked kibbeling with remoulade & wild herb salad  / Gebackene Kibberlinge mit Remoulade & Wildkräutersalat

    Meine allerersten Erfahrungen mit Kibbeling in der Maarweg-Mensa in Jena, z.B. hier oder hier, waren zwar nicht der Renner gewesen, aber spätestens seit ich sie in Scheveningen in Holland frisch zubereitet probiert hatte, hatte ich mich in diesen leckeren Fischsnack ein wenig verliebt. Sehr lecker, vor allem mit einer guten Remoulade – und die Remoulade im Betriebsrestaurant war gut, soviel stand fest. Die Kibbelinge wiederum waren leider nur mittelmäßig gut, ein Zwischending zwischen Mensa und Scheveningen würde ich sagen. In dem dünnen und knusprigen Teigmantel fand sich viel saftiges und zartes Fischfilet, doch leider war der Teigmantel selbst teilweise etwas zu knusprig für meinen Geschmack.

    Kibbeling - Lateral cut / Querschnitt

    Ich vermute mal dass es sich um Seelachs handelte, denn wenn es wie traditionell üblich gewesen Kabeljau hätte ich das glaube ich rausgeschmeckt – auch denn die Rmoulade natürlich einiges überdeckte. Etwas Zitrone wäre noch schön gewesen, aber das wäre glaube ich nicht traditionell beim Kibbeling – in den Niederlanden gab es damals zumindest keine dazu. Am aus Blättern verschiedenster Sorten zusammengewürfelten Salat gab es aber nichts zu meckern, er war angenehm frisch und knackig. Gut, er war mit Standardsorten wie Eisbergsalat, Lollo Rosso oder Rucola jetzt nicht gerade Wildkräuter und auch an wirklichen Wildkräutern mangelte es aufgrund des fehlenden Dressings, aber er gab einen bunten Überblick über die aktuell am Markt verfügbaren Salatsorten, garniert mit Gurke, Tomate und einem einzelnen Streifen grüner Paprika. Aber nicht gerade Sättigend, doch zum Glück gab es ja noch das frische und knackige Kaiserbrötchen, das nicht nur eine gelungene Sättigungsbeilage war, sondern auch wunderbar dazu diente die letzten Reste der leckeren Remoulade vom Teller zu wischen. Keine perfekten Kibbelinge, aber ich bereute meine Wahl dennoch nicht und würde mich freuen wenn so etwas öfters auf der Speisekarte zu finden wäre.
    Bei den anderen Gästen war, wie bereits einleitend erwähnt, heute aber der Hackfleischspieß mit Pommes klar das am häufigsten gewählte Gericht. Danach kam erst einmal lange nichts bevor sich die Kibberlinge auf dem zweiten Platz etablieren konnten. Die Dampfnudel belegte heute mal Platz drei, denn sie war deutlich häufiger als sonst üblich gewählt worden, bei einigen auch als zusätzlicher Nachtisch zu einem anderen Hauptgericht. Mir wäre das zu viel gewesen, aber wer es mag…. Die Asia-Gerichte landeten somit auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Kibbelinge: ++
    Remoulade: ++
    Salat: ++
    Brötchen: ++