Fischfilet Bordelaise & Salzkartoffeln [16.01.2016]

Fish filet Bordelaise & potatoes / Fischfilet Bordelaise & Kartoffeln

Aufgrund der Nachricht, die mich am zwölften dieses Monats erreicht hatte, war ich am heutigen Montag nicht wie ursprünglich geplant zur Arbeit zurückgekehrt, sondern am Morgen in den Norden Hessens gefahren, um einige Dinge zu klären. Mehr möchte ich dazu aber hier nicht sagen. Dort angekommen, es war bereits gegen 13:30 Uhr, hatte ich erst einmal hunger. Ich fand Kartoffeln und im Gefrierfach eine Portion fertiges Fischfilet Bordelaise. Also schob ich das Fischfilet, Seelachs mit einer Kruste aus Semmelbröseln und Kräutern, in seiner Aluschale in den Ofen, schälte die Kartoffeln und kochte sie parallel in etwas gesalzenem Wasser. Nach einer dreiviertel Stunde hatte ich ein kleines, aber feines Gericht gezaubert, wie man oben auf dem Foto sehen kann. Ein wenig Gemüse oder ein Salat hätten noch gut gepasst, aber dazu hatte ich nichts vorrätig gehabt und einkaufen wollte ich deswegen nicht extra – ich hatte erst über vier Stunden Autofahrt hinter mir und wollte nicht noch einmal los fahren. Also beließ ich das Gericht so und garnierte mir das Fischfilet noch mit etwas Zitronensaft. Sehr lecker – ich war überaus zufrieden.

Steinbeißerfilet mit Kartoffelchipskruste – das Rezept

Dass man auch mit Knabberzeug sehr leckere Gerichte zubereiten kann, hatte ich ja bereits mit dem Rezept für Chili Dog Nachos gezeigt. Und mit dem heutigen Rezept, einem Fischfilet mit Kartoffelchipskruste möchte ich ein weiteres Gericht dieser Art in meine ständig wachsenden Sammlung aufnehmen. Urpsrünglich wollte ich das Gericht ja mit Dorsch zubereiten, aber an der Fischtheke gab es keinen frischen Fisch dieser Art und im TK-Bereich waren nur sehr kleine Filets verfügbar. Daher sah ich mich nach Alternativen um und griff schließlich zu frischem Steinbeißerfilet. Eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte – dazu jedoch später mehr. Kommen wir jetzt erst einmal zu dem Rezept, dass ich mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

700-800g Kartoffeln
(Achtung: Die Menge variiert abhängig von der verwendeten Auflaufform)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

3 Steinbeißer-Filets
02 - Zutat Steinbeißer-Filet / Ingredient spined loach filet

2-3 Schalotten
(insgesamt ca. 90-100g)
03 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

75g Butter
04 - Zutat Butter / Ingredient butter

3-4 TL Kräuter der Provence
05 - Zutat Kräuter / Ingredient herbs

1 Esslöffel Weizenmehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 – 1,5 Teelöffel mittelscharfer Senf
07 - Zutat Senf / Ingredient mustard

etwas trockener Weißwein
08 - Zutat Weißwein / Ingredient white wine

ca. 40g Kartoffelchips
(Ich wählte eine Sorte nach Ungarischer Art)
09 - Zutat Kartoffelchips / Ingredient potato chips

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die Kartoffeln als Pellkartoffeln in der Schale in ca. 20 Minuten gar zu kochen.
10 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen, ziehen wir die Schalotten ab und würfeln sie sehr fein.
11 - Schalotten würfeln / Dice shallots

Außerdem verflüssigen wir die Butter – z.B. mit Hilfe der Auftaustufe der Mikrowelle –
12 - Butter verflüssigen / Melt butter

und geben dann den Esslöffel Mehl,
13 - Mehl addieren / Add flour

den Teelöffel Senf,
14 - Senf dazu geben / Add mustard

die gewürfelten Schalotten
15 - Schalotten addieren / Add shallots

sowie die beiden Teelöffel Kräuter der Provence hinein
16 - Kräuter einstreuen / Add herbs

und verrühren alles gründlich miteinander.
17 - Gründlich vermengen / Mix well

Inzwischen müssten auch die Kartoffeln gar gekocht sein, so dass wir sie abgießen können und etwas abkühlen lassen.
18 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

Sobald sie sich dann gefahrlos anfassen lassen, schälen wir die Kartoffeln
19 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und schneiden sie in etwas dickere, ungefähr gleich große Scheiben.
20 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

Anschließend fetten wir eine größere Auflaufform mit etwas Butter aus
21 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

und bedecken den Boden mit den Kartoffelscheiben
22 - Kartoffelscheiben hinein legen / Put in potato slices

um sie dann mit Pfeffer und Salz zu würzen
23 - Kartoffeln mit Pfeffer & Salz würzen / Season potatoes with pepper & salt

und danach mit etwas Weißwein beträufeln.
24 - Kartoffeln mit Weißwein beträufeln / Sprinkle potatoes with white wine

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt damit zu beginnen, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Dann waschen wir die Fischfilets kurz unter fließendem Wasser ab, tupfen sie trocken,
25 - Fischfilets waschen / Wash fish filets

würzen sie von beiden Seiten mit etwas Salz und Pfeffer
26 - Fischfilets mit Pfeffer & Salz würzen / Season fish filets with pepper & salt

und legen sie auf die Kartoffeln in der Auflaufform.
27 - Fischfilets auf Kartoffeln legen / Put fish on potatoes

Die Fischfilets bestreichen wir dann mit der Butter-Schalotten-Mischung
28 - Fischfilets mit Butter-Schalotten-Mischung bestreichen / Spread fish filets with butter-shallot-mix

und bedecken diese dann mit den zuvor leicht zerbröselten Kartoffelchips.
29 - Fischfilets mit Kartoffelchips belegen / Cover wit potato chips

Inzwischen müsste auch der Ofen vorgeheizt sein, so dass wir die Auflaufform hinein schieben und für 25 bis 30 Minuten backen können.
30 - Im Ofen backen / Bake in oven

Bevor die Chips zu dunkel werden, sollten wir die Auflaufform aus dem Ofen entnehmen
31 - Steinbeißer mit Kartoffelchipskruste - Fertig gebacken / Fish filet with potatoe chips crust - Finished baking

und können das Gericht anschließend unmittelbar servieren und genießen.
32 - Steinbeißer mit Kartoffelchipskruste - serviert / Fish filet with potatoe chips crust - Served

Zuerst einmal war ich von den Steinbeißer-Filets sehr begeistert, die unglaublich zarten und saftig geworden waren. Ob das nun an der Garnitur aus Butter, Schalotten, Senf, Kräutern und Kartoffelchips lag oder eine allgemeine Eigenschaft von Steinbeißer-Filets ist, erschloss sich mir dabei zwar nicht, aber gemeinsam mit den Kartoffeln ergab sich ein würziges und sehr leckeres Gericht, das seine Sättigungsbeilage in Form der Kartoffelscheiben parktischerweise auch gleich mit brachte. 😉 Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

33 - Steinbeißer mit Kartoffelchipskruste  Seitenansicht / Fish filet with potatoe chips crust - Side view

Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts: Meiner Kalkulation nach kommt die gesamte Zubereitung auf etwa 1700kcal, aufgeteilt auf drei Portionen liegen wir also bei ca. 567kcal pro Portion. Ich hatte, vor allem aufgrund der ganzen Butter, mit einem deutlich höheren Wert gerechnet und war natürlich sehr erfreut, doch noch in so akzeptablen Bereichen geblieben zu sein.

Guten Appetit

Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse [29.07.2014]

Auch wenn ich den Champignongulasch auf Spaghetti bei Vitality nicht so interessant fand, bot die westliche Küche unseres Betriebsrestaurants mit Angeboten wie einem “Schwaben Teller” – Zwei Minutensteaks auf Käsespätzle mit Champignonrahmsauce und Röstzwiebeln bei Tradition der Region und einer Spinat-Ricottalasagne mit Bechamelsauce und Käse gratiniert im Abschnitt Globetrotter doch zwei Gerichte, die durchaus dazu geeignet waren mein Interesse zu wecken. Dennoch entschied ich mich nach kurzem Abwägen dazu, nach langer Abstinenz mal wieder an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo neben Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Korandersauce heute auch – wie für Dienstag eigentlich üblich – mal wieder Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse auf der Speisekarte zu finden war. Dazu nahm ich mir wie üblich noch ein Schälchen Reis und einen Glückskeks.

Pla Pad Ped - Gebackener Fisch mit Chili-Bratgemüse / Baked fish with fried chili vegetables

Neben zahlreichen paniert gebackenen Fischfilet-Stücken, die ich meinte als Seelachs identifizieren zu können, fand sich in der dunklen, dickflüssigen und merkbar scharfen Sauce wie üblich eine recht bunt gemischte Zusammenstellung verschiedener Gemüsesorten, u.a. Möhren, Paprika, Mangold, Broccoli, Stangensellerie und Blumenkohl. Die Sauce hatte dabei heute noch eine leicht süßliche Note, was aber ganz gut in die geschmackliche Gesamtkomposition hinein passte. Und auch am klebrigen Reis, den ich mir wie üblich mit etwas zusätlicher süß-scharfer Chilisauce garniert hate, gab es nichts zu meckern. Nichts besonderes, aber absolut essbar.
Beim Gros der anderen Gäste sah ich heute, ganz wie erwartet, natürlich den Schwabenteller auf den Tabletts, weswegen man diesen Gericht zweifelsfrei den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Mit knappen Vorsprung konnte sich die Spinat-Ricottalasagne den zweiten Platz sichern, die somit den heute unerwartet beliebten Champignongulasch auf Spaghetti auf Platz drei verwies. Aber nur eine Haaresbreite hinter dem vegetarischen Gulasch folgten schließlich die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Pla pad Ped: ++
Reis: ++

Fischfilet in Chili-Limonen-Sauce [25.06.2013]

Zuerst fiel mir heute das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Grilltomate, Grilltomate und BBQ-Sauce, welches bei in der Abteilung Tradition der Region auf der Speisekarte stand, ins Auge. Aber auch das Putengeschnetzelte “Hawaii” mit fruchtiger Currysauce und Mandelreis in der Abteilung Globetrotter besaß, obwohl es weitaus mehr an Kantine erinnerte als das Steak, erweckte ein wenig mein Interesse. Aus dem regulären Angebot konnte ich mich einzig mit den Spaghetti mit Auberginenragout bei Vitality aufgrund meiner ganz leichten Abneigung gegen Auberginen nicht so recht anfreunden. Dann aber entdeckte ich Asia-Thai-Theke neben dem vegetarischen Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art und einem Gaeng Ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce auch noch das Gebackene Fischfilet mit verschiedenem Gemüse in Chili-Limonen-Sauce. Und bei scharfen, asiatischen Fischgerichten mit viel Gemüse werde ich ja bekanntlich gerne mal schwach, also fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Dazu noch ein Schälchen Reis als Sättigungsbeilage und fertig war das heutige Mittagsmahl.

Fischfilet in Chili-Limonen-Sauce / Fish filet in chili lemon sauce

In der bunten Gemüsezusammenstellung fanden sich neben Zucchini, Bambussprossen, Blumenkohl, Broccoli, Paprika und Lauch zwar auch einige Auberginen, die ich ja eigentlich vermeiden wollte, aber Dank der leicht scharfen und durch das Limonenaroma gleichzeitig leicht fruchtigen Sauce fielen sie geschmacklich glücklicherweise kaum ins Gewicht. Gemeinsam mit dem in dünner Panade gebackenen, zarten und grätenfreien Fischfilet-Stücken – die ich übrigens mit ziemlicher Sicherheit als Seelachs identifizierte – und dem Reis ergab sich so ein überaus schmackhaftes Mittagsgericht, an dem es in der Summe mal wieder nichts auszusetzen gab.
Natürlich lagen die Vorlieben der anderen Gäste heute, ganz wie es zu vermuten gewesen war, bei dem Holzfäller-Schweinesteak mit Country Potatoes, die ohne jeden Zweifel heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegten. Auf Platz zwei folgten, mit einigem Abstand, die Asia-Gerichte, die sich wiederum aber nur mit einem sehr knappen Vorsprung gegen das Putengeschnetzelte “Hawaii” behaupten konnten. Und den vierten Platz belegte, wie üblich, natürlich das vegetarische Gericht in Form der Spaghetti mit Auberginenragout. Bis auf die kleine Unsicherheit im Mittelfeld eine dem Angebot entsprechende Platzierung, der ich glaube ich nichts mehr hinzuzufügen brauche.

Mein Abschlußurteil:
Fischfilet in Chili-Limonen-Sauce: ++
Reis: ++

Pla Pad Ped – Fischfilet in Chili-Bratgemüse [29.01.2013]

Hätte ich mich nicht bereits im Vorfeld auf das Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse von der Asia-Thai-Theke festgelegt, hätte ich heute bestimmt zur Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse aus der Sektion Vitality gegriffen, einem Gericht dass ich ja schon einige Male gewählt hatte, und das mit 430kcal eindeutig das leichteste aller Angebote war. Da kamen die ebenfalls vegetarischen Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton-Art mit Sicherheit nicht ran, denn Nudeln haben ja bekanntlich nicht gerade wenig Kalorien. Das traditionell-regionale Schweinesteak “Tessin” mit Tomaten und Schinken gratiniert, dazu Rotweinsauce und Pommes Frites klang zwar ebenfalls überaus verlockend, führte aber was die Nährwerte angeht auf jeden Fall das andere Ende der Skala an. Alternativ hätte ich auch zu dem wohl noch durchaus akzeptabel klingenden und aussehenden Ungarischen Gulascheintopf mit Kartoffelwürfeln, Paprikastreifen und Baguette bei Globetrotter greifen können – aber ich hatte mich ja wie bereits einleitend erwähnt von Anfang an auf das asiatische gebackene Fischfilet, Pla Pad Ped, festgelegt, das mit der üblichen Schälchen Reis ergänzt schließlich mein heutiges Mittagsmahl bildete. Glückskekse gab es heute aber leider mal keine.

Pla Pad Ped (Fisch in Chilisauce / Fish in chili sauce)

Zum Glück gab es dieses Mal noch mehr als genug Fischfilet-Stücke im Wok, als ich dort ankam um mich selbst zu bedienen – auch wenn mal wieder mehr Gemüse als Fisch zu finden war, was aber nicht dem fleißig hinter der Theke arbeitenden und frisch Nachschub zubereitenden Koch, sondern meinen “Mitessern” zu verdanken war, die sich wie üblich gezielt den Fisch heraus lasen und das Gemüse zurück ließen. Gut, ich ziehe die zarten, in dünner Panade gebackenen Fischfilet-Stücke – die übrigens meiner Meinung nach aus Seelachs bestanden – natürlich auch Gemüse vor, aber etwas Maß sollte man schon halten. 😉 Daher versuchte ich meinen Teller einigermaßen ausgeglichen zu befüllen und erwischte neben Paprika in grün und rot auch Möhren, Auberginen, Chinakohl, Frühlingszwiebeln, Sprossen, Blumenkohl und Broccoli – so viel verschiedene Gemüse bekommt man hier wirklich nur bei den Asia-Gerichten – zumindest wenn man nicht extra an die Gemüsetheke geht und sich kostenpflichtig dort eindeckt. Den geschmacklichen Schliff gab aber natürlich auch heute wieder die Sauce, in die man zahlreiche angebratene Stücke von kleinen roten Thai-Chilischoten hineingeschnippelt hatte und dem Gericht eine kräftige Schärfe gaben, so wie ich es mag. Dazu noch den Reis als Sättigungsbeilage und fertig war ein überaus sättigendes und schmackhaftes Mittagesgericht. Ich war mal wieder überaus zufrieden mit meiner Wahl.
Wie nicht anders zu erwarten, belegte heute natürlich das Schweinesteak “Tessin” mit Pommes mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte und der Ungerische Gulascheintopf kam auf einen ebenfalls guten dritten Platz. Den vierten Platz, wenn auch einen recht guten, belegte schließlich wie üblich das vegetarische Angebot, das heute ja wie bereits erwähnt aus einer männerfaustgroßen, halbierten Farmerkartoffel mit Blattspinathaube und Sauerrahm-Dressing bestand. Dennoch wäre dies mit Sicherheit meine erste Wahl gewesen, hätte ich mich nicht schon gestern auf das asiatische Fischgericht festgelegt…

Mein Abschlußurteil:
Pla Pad Ped: ++
Reis: ++