Lachswürfel in Weißweinrahmsoße mit Tagliatelle [15.03.2019]

Ach am heutigen Freitag gab es für mich keinen klaren Favoriten auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Am ehesten sprachen mich das Lachswürfel in
Weißweinrahmsoße mit Tagliatelle und Brokkoli
aus dem Abschnitt Globetrotter an. Ich überlegte zwar auch kurz, ob ich beim Zusatzangebot, einem Schweinekotelette mit Pilzrahmsauce und Pommes Frites, zugreifen sollte – hier hatte man wohl die Reste der Rahmschwammerl mit den Resten des Kotelette von gestern kombiniert – aber ich entschied mich dagegen. Die Papadelle Con Salvia mit Putenschinken und frischem Salbei bei Tradition der Region war auf jeden Fall ebenso wenig etwas für mich wie die Marillenknödel mit Vanillesoße bei Tradition der Region oder der Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse und die Moo Pad Praw Wan – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry von der Asia-Wok-Theke. Aber letztlich blieb ich dann doch bei den Lachswürfeln, auch wenn ich erfahren musste dass der Broccoli inzwischen aus war und man das Gericht deswegen ohne servierte.

Salmon dices in white wine cream sauce with tagliatelle / Lachswürfel in Weißweinrahmsoße mit Tagliatelle

Die mit Dill versetzte Weißweinrahmsauce war schon mal recht gut gelungen und harmonierte gut mit den wenigen, aber zarten und saftigen Lachswürfeln. Allerdings hatte man die Tagliatelle dazu wohl – mal wieder – mit Butter versetzt, was zur Folge hatte dass die Sauce nur schlecht an den Nudeln haftete und die Nudeln selbst sich auch sehr schlecht auf der Gabel hielten, sondern ständig wieder herunter rutschten. Ich bereute es keinen Löffel mitgenommen zu haben, konnte mir aber damit behelfen die Nudeln einfach sehr klein zu schneiden und dann mit der Gabel aufzuspießen. Insgesamt keine kulinarische Meisterleistung, aber doch ein akzeptables Mittagsgericht.
Beim Blick über die Tabletts der anderen Gäste fiel es mir auch heute schwer, eine klare Beliebtheitsskala aufzustellen. Ich würde aber nach genauerem Hinsehen sagen, dass die Lachs-Tagliatelle mit knappen Vorsprung den ersten Platz für sich erobern konnten, aber das andere Nudelgericht, die Papadelle con salvia, folgte knapp dahinter auf dem zweiten Platz. Der Abstand zu den Asia-Gerichten auf Platz drei war aber ebenfalls nur sehr gering. Die Marillenknödel belegten schließlich einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Lachswürfel: ++
Weißweinrahmsauce: ++
Tagliatelle: +

Gebackene Scholle mit Kartoffel-Gurken-Salat & Remoulade [06.03.2019]

Zum heutigen Aschermittwoch bot unser Betriebsrestaurant neben den regulären Angeboten wie Schweinegeschnetzeltem “Zurcher Art” mit hausgemachten Rösti im Abschnitt Globetrotter, einer Dampfnudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region und den Asia-Wok-Angeboten wie Gebratenes Gemüse mit Pok Choi in Hoi-Sin-Sauce oder Geschmorte Hähnchenkeule mit Gemüse in Erdnußsauce (die übrigens sehr interessant aussah) gab es eine separate Fischkarte. Diese bot neben zwei Vorspeisen in Form eines Gemischten Räucherfischteller mit Sahnemeerrettich und Matjes Hausfrauen Art mit Röstkartoffeln auch gleich drei Hauptgänge: Zum einen eine Gebackene Scholle mit hausgemachten Kartoffel-Gurkensalat und Remoulade, außerdem ein Gebratenes Lachsfilet mit Sauce Hollandaise, Salzkartoffeln und Broccoli und schließlich Spaghetti “Vongole” mit Mischelfleisch in leichter Tomaten-Knoblauchsauce. Klang alles drei ganz gut, ich tendierte aber zuerst zum Lachsfilet mit Sauce Hollandaise. Da dies aber etwas kostspieliger war, schwenkte ich im letzten Moment doch noch auf die Scholle um.

Baked plaice with potato cucumber salad & remoulade / Gebackene Scholle mit Kartoffel-Gurken-Salat & Remoulade

Als ich das panierte Schollenfilet sah – ich hielt den Teller bereits in den Händen – bereute ich meine Entscheidung etwas, denn es sah nicht sehr überzeugend aus. Die Panade schien etwas zu knusprig geraten und oben sah es so aus als wäre dem Koch der Pfefferstreuer ausgerutscht. Aber zum Glück war es dann doch nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Die Panade war, vor allem an den äußeren Rändern, tatsächlich etwas knusprig gebacken, aber das saftige, zarte und grätenfreie, angenehm groß geratene Schollenfilet war glücklicherweise nicht überwürzt. Garniert mit der wie immer angenehm würzigen Remoulade wirklich sehr lecker – leider hatte ich vergessen mir eine Zitronenecke dazu zu nehmen, aber notfalls ging es auch ohne. Am hausgemachten Kartoffelsalat mit seinem mit Kräutern, Gemüsebrühe und Essig sehr gelungenen Dressing und den aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendigen Salatgurken-Scheiben gab es ebenfalls keinen Grund zu Kritik. Ursprünglich war er wohl mal lauwarm gewesen, aber leider inzwischen fast auf Raumtemperatur abgekühlt, was dem guten Geschmack aber keinen Abbruch tat. Ein sehr schönes traditionelles Fischgericht zum heutigen Aschermittwoch.
Auch bei den anderen Gästen kam die große Auswahl an Fischgerichten zum Aschermittwoch wie üblich gut an. Am häufigsten war dabei wohl das Schollenfilet gewählt worden, was ihm mit knappen aber deutlichen Vorsprung de erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala einbrachte. Auf Platz zwei sah ich heute die Asia-Gerichte, vorzüglich die Hähnchenschenkel, den dritten Platz belegte die Spaghetti Vongole und Platz vier teilten sich das Rindergeschnetzelte und das Lachsfilet. Knapp dahinter belegte die Dampfnudel schließlich Platz fünf.

Mein Abschlßurteil:
Schollenfilet: +
Remoulade: ++
Kartoffel-Gurkensalat: ++

Gebackener Seelachs mit Remoulade & Pommes Frites [22.02.2019]

Heute hatte ich Lust auf Fisch und mit einem Gebackenen Seelachs mit Remoulade und Röstkartoffeln stand im Abschnitt Globetrotter auch etwas passendes auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Doch noch während ich in der Warteschlange stand, waren die Röstkartoffeln offensichtlich alle und nach kurzem Warten kam die Thekenkraft mit einer Schale Pommes Frites aus der Küche zurück. Die Röstkartoffeln waren wohl aus – aber ich muss dazu noch sagen dass wir heute auch etwas später dran waren als üblich. Ich überlegte einen Moment, ob ich nicht doch lieber auf die Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provonceialischer Art dazu Rosmarinkartoffel umsteigen sollte, da ich ja schon gestern Fritten gehabt hatte, aber das Gemüse das mit dem Hähnchen serviert wurde sah nicht sonderlich vertrauenswürdig aus. Und auf Gefüllte Palatschinken mit Waldbeeren und Vanillesoße bei Tradition der Region oder eines der Asia-Wok-Gerichte wie Gebratene Bandnudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce und Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und rotem Thaicurry in Kokosmilchsauce hatte ich auch keine Lust. Also blieb ich letztlich beim Seelachs, auch wenn er mit seinen Fritten fast wie das Cordon bleu von gestern aussah – sah man mal von der Remoulade ab. Zitronenecken gab es leider keine dazu, aber etwas Ketchup auf den Fritten durfte natürlich nicht fehlen.

Baked coalfish with remoulade & french fries / Gebackener Seelach mit Remoulade & Pommes Frites

Leider waren die Fritten heute nicht so gut gelungen wie gestern, ihnen fehlte es irgendwie ein wenig an Knusprigkeit – aber der Unterschied war nur minimal. Und auch das in dünner Panade gebackene Seelachsfilet entsprach nicht ganz meinen Erwartungen. Es war zwar saftig und geschmacklich in Ordnung, das Fleisch zerfiel aber beim anschneiden in viele Krümel, was den Verzehr etwas erschwerte, vor allem wenn die Panade die Stücke nicht zusammenhielt. Zum Glück gab es reichlich der überaus gut gelungenen, würzigen Remoulade, die man wunderbar dazu verwenden konnte die Fischkrümel zu binden. Insgesamt aber ein akzeptabels Gericht, auch wenn es mir mit Röstkartoffeln etwas lieber gewesen wäre.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich der Seelachs deutlich von den anderen Gerichten absetzen und den ersten Platz für sich beanspruchen. Auf Platz zwei sah ich die provencialische Hähchenbrust, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und schließlich dem Palatschinken mit Waldbeeren auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Gebackener Seelachs: +
Pommes Frites: +
Remoulade: ++

Schupfnudel-Gemüsepfanne mit gebratenem Kabeljau & Safransauce [13.02.2019]

Ursprünglich hatte ich heute eigentlich geplant beim Griechisches Gyros vom Schwein mit Reis und Tzazik aus dem Abschnitt Globetrotter auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zuzugreifen, doch als ich das Gericht dann auf dem großen Monitor am Eingang sah, musste ich meine Vorentscheidung etwas relativieren, denn der weiße Reis sah sehr körnig und trocken aus und ich bezweifelte dass das Tzatziki ausreichen würde um dem Gericht etwas mehr Saftigkeit zu geben. Wäre es wenigstens Tomatenreis gewesen, hätte ich es mir vielleicht noch überlegt, aber so lieber nicht. Also sah ich mich nach einer Alternative um. Der Gemischter Salat mit gebackenem Camembert und Preiselbeeren bei Tradition der Region klang da schon mal recht gut, während mich Gerichte wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austersauce von der Asia-Wok-Theke weniger reizten. Dann aber sah ich mir die Schupfnudel-Gemüsepfanne mit gebratenem Kabeljau in Safransauce aus dem Abschnitt Vitality etwas näher an und obwohl die Schupfnudeln auch etwas trocken aussahen, entschied ich mich doch für dieses Gericht.

Golden fried potato dumpling fingers vegetable pan with codfish in safran sauce /  Schupfnudel-Gemüsepfanne mit gebratenem Kabeljau & Safransauce

Bei den Schupfnudeln hatte ich mich mein erster Eindruck tatsächlich nicht getäuscht, denn sie waren bereits etwas abgekühlt und tatsächlich recht trocken. Da half auch der bunte Gemüsemix aus grünen Bohnen, Möhren, Spargelstücken, Pilzen, Zucchini, Erbsen und Paprika nur wenig, aber zum Glück kompensierte die mild-würzige Safran-Sauce mit ihrem frischen Dill das ganze etwas. Am Fisch gab es zwar nichts auszusetzen, es war zart, saftig und vollkommen frei von Gräten, aber ich hatte etwas Zweifel dass es sich hier wirklich um Kabeljau handelte – man vergleiche ihn mit anderen Gerichten mit Kabeljau wie hier oder hier. Viel mehr schien es sich hier um Pangasius zu handeln. Aber darum bin ich nicht böse, unabhängig von der Sorte hat der Fisch die eher mittelmäßige Schupfnudelpfanne deutlich aufgewertet. Ich war zufrieden mit meiner Wahl.
Beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferte sich heute Camembert und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz und meiner Meinung nach konnten sich die Asia-Gerichte mit einem hauchdünnen Vorsprung durchsetzen. Nach dem somit zweitplatzierten Camembert folgte in geringen Abstand das Gyros mit Reis auf Platz drei und der Fisch mit Schupfnudel-Gemüsepfanne belegte einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Fischfilet: ++
Safransauce: ++
Schupfnudel-Gemüsepfanne: +/-

Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln [25.01.2019]

Heute brauchte ich nicht lange zu überlegen zu welchem Gericht ich in unserem Betriebsrestaurant greifen würde. Obwohl ich ja bereits am Mittwoch schon einmal etwas mit Fisch verzehrt hatte, landete auch am heutigen Freitag erneut ein Fischgericht auf meinem Tablett, und zwar in Form einer Gebackenen Scholle mit Remoulade und Röstkartoffeln, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Die Alternativen waren aber auch nicht sonderlich berauschend. Die Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Vitality sah zwar nicht schlecht aus, aber ich hatte mich ja vor kurzem bereits dazu geäußert dass man es sich in letzter Zeit etwas zu einfach macht und einfach etwas zu viel Fisch/Fleisch mit Tomatensauce und Butternudeln kombiniert. Der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region war eher etwas für einen Nachtisch als für eine Hauptspeise – obwohl die Portion durchaus groß war und an der Asia-Wok-Theke versuchte man mal wieder mit San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce vermutlich die Reste aus der Woche gewinnbringend an den Mann zu bringen. Da blieb mit nur die Scholle. Leider entdeckte ich weder an Salat- noch Gemüsetheke etwas wirklich passendes dazu, daher blieb es heute mal wieder beim Hauptgericht ohne Grünzeug.

Baked plaice with remoulade & roast potatoes / Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln

Am meisten blieben mit heute die wirklich sehr gelungenen Röstkartoffeln in Erinnerung, denn es befand sich kein einziges matschiges oder zu weiches Exemplar darunter, alle waren angenehm fest besaßen ein wunderbares Röstaroma. Aber auch die Remoulade ließ nichts zu wünschen übrig, sie war angenehm würzig, gehaltvoll und schmeckte sowohl zu Fisch als auch Kartoffeln. Der Fisch selbst erwies sich als sehr zart geraten, er zerfiel fast schon wenn man ihn mit der Gabel antippte, besaß aber einen guten Geschmack und war natürlich vollkommen frei von Gräten. Gerade bei Scholle ist das keine selbstverständlichkeit. Insgesamt also nichts besonderes, aber definitiv die beste Wahl heute.
Der Meinung schlossen sich scheinbar auch ein großer Teil der anderen Gäste an, denn die Scholle war heute eindeutig das am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich klar den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte die mit Schinken und einem Salbeiblatt umwickelte Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit ihren Butternudeln, auf Platz drei sah ich den Apfelstrudel und knapp dahinter folgten die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Scholle: ++
Remoulade: ++
Röstkartoffeln: ++