Seehecht in Chili-Ingwer-Sauce [08.04.2011]

Obwohl es mit Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provenzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln im Bereich Vitality – ein Gericht das ich hier, hier, hier, hier und hier schon einmal so oder so ähnlich probiert hatte – sowie dem Gebratenen Zander in Mandelbutter mit Petersilienkartoffeln bei Globetrotter, welchen ich von hier schon kannte, durchaus interessante Gerichte in der regulären Küche angeboten wurden, sollte ich mich heute doch anders entscheiden. Doch nicht etwa die traditionell-regionalen Gefüllten Pfannkuchen mit Quark an Waldbeerenragou und Vanillesauce reizten mich, sondern der Seehecht mit verschiedenem Gemüse in Chili-Ingwer-Sauce, der neben Gebackener Ananas und Banane und Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süss-saurer Sauce an der Asia-Theke angeboten wurde hatte es mir irgendwie angetan. In Kombination mit einer Schale mit süß-scharfer Chilisauce garnierten Reises und einem Glückskeks sollte dies heute mal mein Mittagsmahl sein.

Seehecht in Chili-Ingwer-Sauce / Hake in chili ginger sauce

Das zarte, in dünner, teilweise knuspriger Panade gebratene Seehechtfilet erwies sich in seiner dunklen leicht herben und gleichzeitig scharfen Sauce mit leichter Ingwernote stellte sich bereits nach den ersten Bissen als vorzügliche Wahl heraus. In Kombination mit der umfangreichen Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten, bei denen ich unter anderem Blumenkohl, Zucchini, Möhren, Salat, Kohl, Schoten und Frühlingszwiebeln entdeckte, sowie dem Reis ergab dieses Gericht sowohl ein leckeres und schmackhaftes als auch ein sehr sättigendes Mittagsgericht. Gab es absolut nichts daran auszusetzen.
Und auch die Allgemeinheit der heutigen Kantinenbesucher schien verstärkt den Asia-Gerichten zuzusprechen. Zumindest meiner Meinung nach lagen sie mit knappen Vorsprung heute auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Eng auf folgte aber schon die Hähnchenbrust und nur knapp dahinter kam der Zander in Mandelbutter. Die Pfannkuchen folgten schließlich auch Platz vier, wobei ich die kleinen Portionen die als zusätzlicher Nachtisch gewählt worden waren hier mal nicht mitzähle, denn das würde das Gesamtergebnis verfälschen. Alles in allem war das asiatische Seehecht-Gericht aber ein wirklicher Höhepunkt gewesen, vor allem diese Sauce hatte es mir wirklich angetan. Sollte man etwas ähnliches erneut anbieten, bin ich sicher dass ich hier wieder zuschlagen werde.

Mein Abschlußurteil:
Seehecht in Chili-Ingwer-Sauce: ++
Reis: ++

Königskorallenfisch mit Krabbensauce [25.03.2011]

Natürlich ließ ich auch heute die beiden wie jeden Freitag angebotenen Süßspeisen – zum einen Gebackene Ananas und Banane bei den Asia-Gerichten und zum anderen Kaiserschmarrn mit Apfelmus und Zimt-Zucker bei den traditionell-regionalen Gerichten – auch heute außen vor. Das andere Asia-Angebot in Form von Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindlfiesch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry wäre durchaus etwas für mich gewesen – ein ähnliches Gericht nur mit Hühnchen hatte ich hier schon einmal probiert. Wiederum das heutige Vitality-Gericht Gegrilltes Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto mit Brokkoliröschen klang zwar gut, sprach mich aber visuell irgendwie nicht an, da der Brokkoli ziemlich grob zerteilt worden war und der Rest auch nicht sonderlich ansprechend aufbereitet war. Aber zum Glück gab es heute (mal wieder) den Königskorallenfisch auf Krabbensauce mit Gemüsereis, den wir ja schon von hier, hier und hier kennen. Das erschien mir doch ein gutes Gericht zum Wochenabschluss. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Tiramisu-Creme als Nachtisch.

Königskorallenfisch in Garnelensauce / butterfly fish with shrimp sauce

Heute hatte man auf das hinzufügen kleiner Krabben in die Sauce leider verzichtet, der Geschmack danach war aber deutlich zu verspüren. Gemeinsam mit dem angenehm großen, sehr zarten und absolut grätenfreien Stück paniert gebratenen Königskorallenfisches und dem mit Möhrenstiften und etwas gekochten Knollensellerie versetzten Reis als Sättigungsbeilage ergab das Ganze auf jeden Fall ein wirklich sehr gelungenes und schmackhaftes Mittagsgericht. Und auch an der mit einem Röllchen Keks garnierten, luftig-lockeren Tiramisu-Creme gab es absolut nichts auszusetzen. Ich war mal wieder sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.
Und auch die anderen Kantinengäste sprachen dem Königskorallenfisch heute stark zu, aber ich war der Meinung dass der Putenbraten das Fischgericht in der Allgemeinen Beliebtheit noch leicht überrundete und somit auf Platz zwei der Beliebtheitsskala verdrängte. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und auf Platz vier der Kaiserschmarrn, der aber dieses Mal, zumindest meines Eindrucks nach, ziemlich häufig als alleiniges Hauptgericht gewählt worden war.

Mein Abschlußurteil:
Königskorallenfisch: ++
Krabbensauce: ++
Gemüsereis: ++
Tiramisu-Creme: ++

Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud [16.03.2011]

Natürlich wollte ich auch am heutigen Mittwoch mit der Tradition fortfahren meinen wöchentlichen Meeresfrüchte-Tag einzulegen. Und es boten sich auch gleich zwei Möglichkeiten für mich. Zum einen standen neben an der Asia-Theke heute neben Khao Pad Pak – Thailändischer gebratener Reis mit Ei und frischem Gemüse in einer leichten Soja-Sauce auch Gung Pad Prik -Gebratene Garnelen mit frischem Gemüse, Zwiebeln und grüner Paprika in Chilisauce auf der Speisekarte, zum anderen fand sich in der regulären Küche bei Vitality wieder einmal der von hier, hier und hier und hier bereits bekannte Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasmin-Duftreis. Außerdem wurden noch bei Tradition der Region eine Bratwurstschnecke auf Sauerkraut mit Püree sowie bei Globetrotter Spaghetti mit Gemüsebolognese und geriebenen Parmesan sowie als Sonderangebot ein Putenfilet in Zwiebel-Sahne-Sauce mit Nudeln angeboten. Einen kleinen Moment haderte ich mit mir und überlegte ob ich nicht doch bei der Gemüsebolognese zuschlagen sollte, da diese wirklich sehr lecker aussah – dann aber legte ich mich doch auf das Seelachsfilet fest, das ich noch durch ein Blutorangen-Mousse von der Dessert-Theke ergänzte.

Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud / Coley filet in peach ingwer stock

Das Fischfilet sah zwar nach erstem Augenschein etwas trocken aus, erwies sich aber nach den ersten Bissen doch als angenehm saftig und schmackhaft. Einziger Wermutstropfen waren ein paar winzige Gräten am unteren, dickeren Ende, über die ich aber aufgrund ihrer geringen Zahl hinweg sehen kann. Dazu gab es einen wirklich sehr leckeren Sud, bei dem der Ingwergeschmack etwas über den des Pfirsich dominierte, was aber durch die Pfirsichhälfte auf dem Fischfilet ausgeglichen wurde. Und auch an dem lockeren Reis, den man heute mit einer Prise aus Kräutern und getrockneter Chili bzw. Paprika garniert hatte – ich konnte hier nicht genau rausschmecken um was es sich handelte – gab es nichts auszusetzen. Der kleine Becher luftigen Mousses mit dem eher ungewöhnlichen Geschmack nach Blutorange, den man ansprechend mit einer Mandarinenspalte und einem Minzblatt garniert hatte, bot schließlich einen gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahles.
Als ich meine Blicke über die Tabletts der anderen Kantinengäste schweifen ließ, erschien es im ersten Moment fast so als würde die Gemüsebolognese heute noch vor der Bratwurstschnecke den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala gewinnen. Dieser Eindruck relativierte sich aber nach einigen Metern und ich würde insgesamt der Bratwurstschnecke dann doch mit knappen Vorsprung die Topposition zubilligen, aber sehr eng gefolgt von dem vegetarischen Nudelgericht. Auf Platz drei folgten die Asia-Gericht, danach kam das Seelachsfilet und schließlich das Putenfilet in Zwiebelsauce. Ich war um ganz ehrlich zu sein etwas verwundert dass die Gemüsebolognese so hoch in der Gunst des Kantinenpublikums lag, aber ich vermute einmal dass sich hier viele auch von dem guten Visuellen Eindruck haben beeinflussen lassen. Sollte es dieses Gericht noch einmal geben – und ich bin recht sicher dass dem so ist – werde ich wohl auch mal zuschlagen müssen.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet im Pfirsich-Ingewer-Sud: ++
Jasmin-Duftreis: ++
Blutorangen-Mousse: ++

Heilbutt mit Bandnudeln & Sauce Bernaise [09.03.2011]

Zum heutigen Aschermittwoch konnte ich mein meinen für diesen Wochentag ja inzwischen fast traditionell gewordenen hang zum Meerefrüchtegericht mal richtig ausleben. Denn abgesehen von einer Hähnchenbrust in der Knusperpanade auf Gemüsereis im Bereich Globetrotter – ein Gericht das ich übrigens hier in ähnlicher Form schon einmal probiert hatte – standen abgesehen vom vegetarischen Gebratenem Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce im Asia-Bereich eigentlich nur noch Fischgerichte auf der Karte. An der Wok-Theke war dies Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse, ein Gericht dass ich hier bereits hier, hier und hier probiert und für gut befunden hatte. Im Bereich der regulären Küche gab es außerdem Schollenfilet mit Remouladensauce an Kartoffelsalat sowie Spaghetti mit Meeresfrüchten und Tomatensauce oder aber Heilbutt oder Lachsfilet mit Bandnudeln und Sauce Bernaise. Einen Moment überlegte ich zwar noch bei den Spaghetti zuzugreifen, dann aber entschied ich mich doch lieber für den Heilbutt. Dazu kam noch ein kleiner Becher Mango-Mousse aus dem Nachtisch-Angebot.

Heilbutt mit Bandnudeln & Sauce Bernaise / Halibut with ribbon noodles & Sauce bernaise

Prinzipiell eine gute Entscheidung und auch mal eine für mich vollkommen andere Erfahrung im Bereich der Fischgerichte. Die Sauce Bernaise meine ich zwar recht schnell als Fertigprodukt identifiziert zu haben, sie war jedoch geschmacklich absolut in Ordnung. Und auch an den Bandnudeln gab es absolut nichts auszusetzen. Der Heilbutt, offensichtlich ein Stück irgendwo aus der Mitte des Fisches, erwies sich ebenfalls von der Struktur des Fleisches her als angenehm zart und weich und der Geschmack war angenehm fischig und intensiv. Selbst die Haut die sich noch am Fischkörper befand empfand ich nicht als negativ – einziger Wermutstropfen waren die große Anzahl an Gräten, die sich vor allem in den äußeren Bereich rechts und links des langgezogenen Körpers dieses der Familie der Schollen zuzuordnenden Plattfisches fanden. Zwar war auf in der Mitte ein Stück Wirbelsäule und einige Rippenknochen, diese ließen sich jedoch leicht und am Stück entnehmen. Die nadelartigen Gräten im Außenbereich trübten aber den Genuss etwas und mussten einzeln aus dem Fleisch gelesen werden. Da man aber damit rechnen muss wenn man bisher unbekannte Fischsorten das erste Mal probiert, will ich dies trotz allem nicht negativ in die Bewertung einfließen lassen.

Gräten / fishbones

Das kleine Dessert in Form eines Mousse mit Mangogeschmack, das man mit einem Klecks Erdbeermarmelade garniert hatte ergab schließlich einen guten Abschluss dieses leckeren Mittagsmahles.
Und auch die anderen Kantinengäste hatte heute verstärkt dem Fisch zugesprochen, wobei ich das panierte Schollenfilet mit Kartoffelsalat ziemlich deutlich auf Platz eins sehen würde. Auf Platz zwei folgte wohl der Lachs, danach die Asia-Gericht und auf Platz vier die Hähnchenbrust in Knusperpanade. Die Spaghetti würde ich schließlich noch knapp vor dem Heilbutt einordnen, hier bin ich mir aber nicht ganz sicher ob dies wirklich ganz zutreffend so ist. Ich jedenfalls bereue meine Entscheidung für den Heilbutt jedenfalls nicht, trotz des hohen Grätengehaltes.

Mein Abschlußurteil:
Heilbutt: ++
Sauce Bernaise: +
Bandnudeln: ++
Mango Mousse: ++

Gebratenes Pangasiufilet mit Curry-Kokossauce [14.01.2011]

Das dieswöchige Freitagsangebot konnte man wirklich als sehr umfangreich bezeichnen, denn die Küche hatte mit Topfpalatschinken mit Vanillesauce und Pikantem Reisfleisch gleich zwei Zusatzangebote zu den drei üblichen Kategorien aufgefahren. Aber auch die anderen Gerichte der regulären Küche, Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provinzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln bei Vitality, Dampfnudel mit Vanillesauce bei den traditionell-regionalen Speisen und Gebratenem Pangasiusfilet auf buntem Reis mit Curry-Kokossauce bei Globetrotter, waren durchaus interessant. Außerdem wurde an der Asia-Theke u.a. noch Gebackene Ananas und Banane sowie Pad Pieew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce angeboten. Das süß-saure Schweinefleisch erschien mir schon mal ganz interessant, aber mit süß-saurem wollte ich wie angekündigt erst einmal aussetzen. Natürlich wäre auch die Provinzialische Hühnchenbrust, die wir von hier, hier, hier, hier und hier kennen wäre eine durchaus interessante Wahl gewesen. Und selbst bei dem Pikanten Reisfleisch, das wir in ähnlicher Zubereitung ja hier und hier bereits gesehen hatten, übte einen gewissen Reiz aus. Ausschlaggebend war aber letztlich die Tatsache dass ich am Mittwoch zu Gunsten des Hirschgulasch auf den Fisch verzichtet hatte, dass meine endgültige Wahl letztlich doch auf das Pangasiusfilet fiel. Dazu gab es dann noch ein Becherchen Vanille-Mousse als Dessert.

Pangasiusfilet mit Curry-Cocos-Sauce

Der “bunte Reis” bestand zwar nur aus normalen weißen Reis der mit kleinen Karottenstiften durchsetzt war – ich würde ein paar orange Farbspritzer nicht unbedingt als bunte bezeichnen – aber geschmacklich und als Sättigungsbeilage war er absolut in Ordnung. Hauptbestandteil war aber natürlich das angenehm groß geratene, gebratene und absolut grätenfreie Pangasiufilet, das sich als wunderbar zart, saftig und schmackhaft erwies. Und die Sauce aus Curry mit einem leichten Kokosaroma passt geschmacklich meiner Meinung nach sehr gut dazu. Hat mir sehr gut geschmeckt und war auch vom Sättigungsgrad und -dauer nicht zu verachten. Das lufig-lockere Vanille-Mousse wäre zwar nicht mehr unbedingt notwendig gewesen, aber bis auf vielleicht meiner schlanken Linie hat es auch niemanden geschadet.
Bei so vielen Gerichten erwies es sich natürlich als schwierig eine eindeutige Beliebtheitsskala zu erstellen. Ich würde aber dem Pangasiusfilet heute knapp vor der Hühnchenbrust den ersten Platz zubilligen. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte, gefolgt vom Reisfleisch und dann den beiden Süßspeisen Dampfnudel und dem Topfpalatschinken, wobei ich hier die Dampfnudel noch etwas von dem Topfpalatschinken sehen würde.
Pangasius ist ja ein Fisch, der mit vielem kombinierbar zu sein scheint. Ich habe mal recherchiert und gesehen dass ich diese Sorte Fisch bisher
mit Ratatoullie (damals noch im Stilbruch in Jena),
mit Mais-Zucchini-Gemüse und rotem Reis,
mit Limetten-Cocos-Sauce und Curryreis,
mit Ingwer-Kokossauce und Sesamkartoffeln,
als Asia-Gericht mit Erdnuss-Sauce,
auf provenzialischem Gemüse,
mit Gemüse-Mix und Kräuterreis
sowie mit Asia-Gemüsemix und Reis
versucht habe. Ein wirklich breit einsetzbarer Fisch, der nicht nur in Kombination mit Asiatisch angehauchten Gerichten schmeckt.

Mein Abschlußurteil:
Gebratenes Pangsiusfilet: ++
Curry-Kokossauce: ++
Reis: ++