Orangepochierter Seelachs [10.02.2010]

Zwar klang das “Griechisches Gyros mit Pommes frites, Zwiebeln und Tzaziki“, das man in der Sektion Globetrotter anbot sehr verlockend, aber ich weiß ja dass die Pommes Frites meistens eher labbrig und salzarm sind, daher wollte ich mich heute anders entscheiden. Der “Tellerrösti mit Gemüse und Käse überbacken” bei den traditionell-regionalen Speisen klang zwar ganz gut, sah aber meiner Meinung nach nicht sooo toll aus – und auf “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austersauce” hatte ich auch nicht so große Lust, also wählte ich schließlich den “Orangenpochierten Seelachs an Linsenreis mit Gemüsekonfetti” aus dem Bereich Vitality. Etwas ähnliches hatte ich auch schon einmal hier gehabt und die Wertung war eigentlich ganz ausgefallen – außerdem ist Fisch ja gesund – warum also nicht. Als Ergänzung und Dessert landete außerdem noch einen Becher Grießpudding.

Orangenpochierter Seelachs

Ich hatte zwar gesehen dass man auf dem Ausstellungsteller in der Vitrine, in der man die Speisen ja bei uns bewundern kann bevor man sich entscheidet, den Reis zu Kugeln geformt hatte, aber dass man das dann auch für den Endverbraucher tut hatte ich bezweifelt. Doch weit gefehlt – der Mitarbeiter der die Teller belud machte sich tatsächlich die Mühe und portionierte wie man auf dem Bild ja sieht den Reis in drei kleinen Portionen in Kugelform. Dazu kam dann noch das angenehm große Stück Seelachs und schließlich die Sauce. Zwar fand ich in dem Fisch natürlich einige haarfeine Gräten, aber bei nicht weiter verarbeiteten Fischfilet nie ganz zu verhindern und soll die Beurteilung hier nicht negativ beeinflussen. Der Fisch selbst war angenehm zart und wohlschmeckend wie ich fand, wobei die Sauce mit leichtem Orangengeschmack dem ganzen noch eine passende, leicht fruchtige Note gab. Dazu gab es den Reis, den man mit verschiedenen Gemüsesorten in kleinster Form, darunter Karotten, Paprika und Zwiebeln vermischt und aufgewertet hatte. In der Summe ein sehr leckere Gericht und dieses Mal reichte auch der Reis, dessen geringe Menge ich beim letzten Seelachsgericht dieser Art bemängelt hatte. Der Grießpudding schließlich, der einen leicht vanilligen Geschmack hatte, schloß das Mahl schließlich ab.
Als großer Renner heute hatte sich natürlich das Gyros mit Pommes klar an die Spitze gesetzt. In der Beliebtheit weitaus niedriger standen dabei die Asia-Speisen, der Seelachs und schließlich der Gemüserösti. Hatte ich wenn ich ehrlich bin auch nicht anders erwartet. Bei Gyros sagen wohl die wenigsten nein – außer man befürchtet wie ich eine eher schlechte Pommesqualität. 😉

Mein Abschlußurteil:
Seelachs: ++
Orangesauce: ++
Reis mit Gemüsekonfetti: ++

Hokifilet mit Fenchelgemüse [09.12.2009]

Während die Asia-Ecke u.a. mit “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse, Sojasauce” oder “Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce” aufwartete, bot man bei ‘Tradition der Region’ “Gebackenen Camenbert mit Preiselbeeren und Salatgarnitur” an, was schon mal ganz gut klang, und bei den Globetrotter gab es heute “Piccata Milanese vom Schwein auf Gabelspaghetti mit Tomatensauce“, wobei ich eher glaubte unter dem Mantel aus Käse ein Schweineschnitzel erkennen zu können, wo man echte Piccata doch mit Kalbsschnitzeln macht. Konnte mir letztlich aber egal sein, denn ich entschied mich heute für das “Gebratenes Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce dazu Wildreismix“, ein Gericht dass es vor einigen Wochen schon einmal gegeben hatte, das ich damals aber zugunsten der Kartoffeltaschen verschmäht hatte. Aber wie damals bereits angekündigt nutzte ich die heutige Gelegenheit diesen Fisch einmal zu probieren. Dazu gab es noch ein Becherchen Kirschquark.

Hokifilet mit Fenchelgemüse

Fenchelgemüse mag ungewöhnlich klingen und ich muss zugeben dass ich mir zu Beginn nicht sicher war ob es mir schmecken würde – aber meine Befürchtungen erwiesen sich als vollkommen unbegründet. Man hatte hier wohl Stücke der Fenchelknolle mit Karotten und Safransauce kombiniert und damit eine Zusammenstellung gezaubert, die wirklich vorzüglich zu dem Rest des Gerichtes passte. Zum einen war da natürlich der Wildreismix aus dunklem wilden und weißen geschälten Reis und dann natürlich das Hokifilet.
Beim Hoki, nicht zu verwechseln übrigens mit der gleichnamigen Provinz im Westen Japans, handelt es sich um eine Tiefsseehecht-Art, die vor allem bei Neuseeland und in der Cook-Straße gefischt wird. Was dabei negativ zu Buche schlägt ist die Tatsache dass gemäß des Fischführer von Greenpeace (PDF) dieser Fisch mit Schleppnetzen gefangen wird und sein Bestand trotz Senkung der Fangquoten inzwischen um fast 80% geschrumpft und somit kritisch ist. Ob die Fischindustrie den Fisch nun verbilligt an die Kantinen abgibt, weil ihn umweltbewusste Verbraucher nicht mehr kaufen? Ist ja schon auffällig dass es den Fisch früher kaum gab und er jetzt sogar in besseren Betriebsrestaurants auftaucht. Nun ja – hätte ich das vorher gewusst hätte ich mir den Verzehr wohl noch mal überlegt, aber nun ist es leider zu spät.
Der Fisch selbst war muss ich sagen ungeachtet der o.g. Tatsache sehr schmackhaft – das Fleisch ist fest im Biss und etwas trockener als bei anderen Fischen, aber letztlich zergeht es angenehm auf der Zunge. Fischig und lecker muss ich sagen.
Der Kirschquark schließlich bot mit seinem fruchtigen Geschmack einen guten Abschluss dieses Mittagsmahles. Abgesehen von der Tatsache dass der Verzehr von Hoki aufgrund der Überfischung der Bestände natürlich nicht gerade empfehlenswert ist muss ich sagen dass mir das heutige Mittagsmahl wirklich vorzüglich gemundet hat.
Der Renner in der Kantine war aber heute eindeutig das Piccata Milanese, aber eng gefolgt vom Hoki und danach Camenbert und Asia-Gerichte etwa gleich auf. Fisch ist halt nicht jedermanns Sache – aber mir hats geschmeckt.

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: ++
Fenchelgemüse: ++
Wildreismix: ++
Kirschquark: ++

Fischgrillteller [04.12.2009]

Das Angebot zum Freitag war mal wieder sehr durchwachsen. Im Bereich Vitality stand “Mariniertes Hühnerfleisch mit Ingwersauce dazu Vollkornspaghetti” auf dem Plan, die traditionell-regionale Ecke bot “Apfelstrudel mit Vanillesauce, bei den Asia-Gerichten gab es “Gebackene Ananas und Banane” sowie “San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce” und bei den Globetrotter-Mahlzeiten lockte “Fischgrillteller mit Grilltomate und Röstinchen” für das ich mich letztlich entschied.

Fischgrillteller

Eine wirklich gute Wahl wie sich schnell herausstellte, denn man hatte hier gleich drei Sorten Fisch zu einer sehr schmackhaften Auswahl zusammengestellt. Oben thronte eine Riesengarnele, darunter ein großes Stück Lachsfilet mit Haut und ganz unten schließlich ein noch größeres Stück eines hellen Fisch, den ich leider nicht näher identifizieren konnte. Dazu gab es drei Röstis, eine mit Käse überbackene, halbe Tomate sowie jeweils eine Scheibe Zitrone und ein Stück Kräuterbutter zum garnieren – die Zitrone wohl eher für den Fisch und die Kräuterbutter für die Röstis. Einzig an den Röstis habe ich heute eine Kleinigkeit auszusetzen, denn sie waren nicht ganz so knupsrig wie man es sich gewünscht hätte und auch nicht mehr ganz so heiß – aber darüber kann man auch großzügig hinweg sehen.
In der Summe ein wirklich sehr leckeres Mittagsmenu, das wohl heute meiner Beurteilung nach auch ungeschlagen das am häufigsten genommene war. Auf Platz zwei lagen wahrscheinlich das marinierte Hühnerfleisch, eng gefolgt von einem der Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Fisch: ++
Röstis: +

Barschfilet & kreolischer Bohnenreis [02.12.2009]

Heute entschied ich mich mal nicht für das meist gegessene Gericht des Betriebsrestaurants, welches eindeutig ungeschlagen das “Cordon bleu vom Schwein mit Pommes frites” aus der Abteilung der traditionell-regionalen Speisen darstellte. Zwar sah ich auch viele Tabletts mit Asia-Gerichten – dort gab es heute unter anderem “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce” und “Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce“, und auch die Globetrotter-Mahlzeit “Tortellini in Tomaten- Pilzsauce” wurde durchaus gegessen, ebenso wie meine Wahl, dem “Barschfilet auf karibische Art aus dem Cajundunst mit kreolischen Bohnenreis“, aber Cordon-Bleu & Pommes lagen eindeutig weit vorne.
Zu dem Fischgericht nahm ich mir noch einen Pudding mit Pumpernickel – eine recht ungewöhnliche Kombination wie ich mir dachte und daher unbedingt probieren wollte.

Karibisches Barschfilet & Bohnenreis

Das angenehm große Stück Barschfilet hatte man mit einer leicht scharfen Mischung aus Tomaten, Pepperoni, Zwiebeln und weiteren Gemüse bedeckt, die geschmacklich sehr gut zu dem glücklicherweise vollkommen grätenfreien Fisch passte. Das ganze ruhte dann auf einem Bett aus wohlschmeckenden Vollkornreis, in das man Kidneybohnen gemischt hatte. Sehr sättigend wie ich feststellen musste. Was es allerdings mit diesem “Cajundunst” auf sich hatte erschloss sich mir nicht ganz. Gemäß Wikipedia sind die Cajun eine frankophone Bevölkerungsgruppe, die hauptsächlich im US-amerikanischen Bundesstaat Lousinana ansässig ist. Wie ich jedoch beim weiteren lesen des Artikels feststellte, verfügt diese Bevölkerungsgruppe über eine eigene Art zu kochen, Cajun-Küche genannt, die eng mit der creolischen Küche verwandt ist, sich an der französischen Küche orientiert und dadurch auszeichnet, rustikal Speisen mit den im Mississippi-Delta verfügbaren Zutaten zu kochen. Kann ich gelten lassen muss ich sagen, passt schon zusammen – aber was nun genau Cajundunst sein sollte habe dennoch ich nicht herausgefunden.
Der Nachtisch schließlich erwies sich, wie erwartet, als wirklich interessante Kombination. Unter einer Vanillecreme, die man mit Erdbeersauce garniert hatte ruhten einige in Kaffee und irgend etwas alkohlisch schmeckendes, ich vermute mal Rum, eingelegte Stückchen Pumpernickel, also Vollkornbrot aus Roggenschrot. Klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich, hat aber wirklich sehr gut geschmeckt.
Ich denke dass das Barschfilet die kulnarisch wirklich interessantere Alternative zum Cordon Bleu waren, und gut geschmeckt hat es auch noch. Hat sich also gelohnt mal gegen den Strom zu schwimmen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Bohnenreis: ++
Pumpernickel-Pudding: ++

Gebackenes Fischfilet [27.11.2009]

Die Auswahl am heutigen Freitag war mal wieder recht interessant muss ich sagen. Zuerst einmal gab es natürlich Fisch wie für einen christlichen Freitag üblich. Dies manifestierte sich in Form eines “Gebackenen Fischfilet mit Kartoffel- Gurkensalat und Dip” bei den Globetrotter-Gerichten. Im Asia Bereich fanden sich u.a. “Gebackene Ananas und Banane” und “San Sei Chop Suey” Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce“, bei den Vitality-Mahlzeiten gab es “Steak von der Pute in Honig- Pfeffersauce dazu Kartoffelgestampftes mit Sellerie und Möhren” und bei den traditionell-regionalen Gerichten wie jeden Freitag etwas süßes, dieses Mal in Form von “3 Topfenpalatschinken mit Vanillesauce“. Ich war im ersten Moment noch zwischen dem Putensteak und dem Fisch hin und her gerissen, wählte dann aber aus jetzt nicht mehr unbedingt nachvollziehbaren Gründen den Fisch. Und dass obwohl Kartoffel-Gurken-Salat nicht gerade zu meinen Lieblingsspeisen zählt.

Gebackens Fischfilet / baken Fishfilet

Muß aber sagen: Nicht schlecht eigentlich. Der Dip entpuppte sich natürlich als Remoulade, eine Abart von Mayonaise wie man weiß. Dafür hatte man den Kartoffelsalat, dem einige große Salatgurkenscheiben beigemengt waren, eher mager und nicht mit so extrem viel Mayo angemacht, was mir recht engegen kam. Bis auf die Gurken, die ich in dieser Form ja nicht so mag, war er wirklich sehr gelungen muss ich sagen. Dazu gab es ein großes, paniertes Stückchen Fischfilet, das ich mir neben Remoulade auch noch mit dem Saft zweier Zitronenecken garnierte. Sehr lecker muss ich sagen – außen knusprig und innen schön zart. In der Summe ein wirklich gutes Freitags-Essen, das mich für die verbleibende Arbeitszeit gut sättigte und geschmacklich und in der Kombination durchaus als gelungen bezeichnet werden kann. Einzig ein wenig Gemüse hätte dem ganzen noch ganz gut getan, aber hier habe ich auch selbst gepennt und den Zwischenstop an der Gemüsetheke leider vergessen. Aber letztlich ging es ja auch so.

Mein Abschlußurteil:
Gebackenes Fischfilet: ++
Gurken-Kartoffelsalat: ++ (trotz der Gurken)
Dip (Remoulade): ++