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Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen – das Rezept

Sunday, October 25th, 2015

Das Rezept das ich heute vorstellen möchte, hatte mich vor allem wegen seiner Kombination aus Fleisch, Früchten und Kräutern gereizt, mit denen ich ja bereits in früheren Gerichten gute Erfahrungen gemacht hatte. Beim Fleisch war ich zu Beginn unsicher, ob ich zu Rind, Schwein, eine Kombination aus beiden oder Kalb greifen sollte, entschied mich dann aber trotz des etwas höheren Preises für Kalbsfleisch, das ich mir beim Metzger bereits klein schneiden ließ. Und zu Gulasch, so dachte ich bei mir, passen als Sättigungsbeilage wunderbar Kartoffelknödel, da ich aber nicht den Aufwand betreiben wollte sie selbst zuzubereiten, griff ich hier einfach zu fertigen Knödelteig. Das sehr leckere Ergebnis diesen kleinen Kochexperimentes möchte ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

230-250g Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

120g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

5-6 Stiele frischen Majoran
04 - Zutat Majoran / Ingredient majoram

200g Möhren
05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

750g Kalbfleisch
06 - Zutat Kalbfleisch / Ingredient veal

450ml Fleischbrühe
07 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat broth

3 kleine oder 2 große Lorbeerblätter
08 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

450g Äpfel (säuerliche Sorte – z.B. Boskop)
09 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

200ml Sahne
10 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1/2 Esslöffel Honig
11 - Zutat Honig / Ingredient honey

3/4 Esslöffel Weizenmehl
12 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 Päckchen Kloßteig (750g)
13 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

etwas Butterschmalz zum braten
sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen und würfeln wir die Zwiebeln,
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
15 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und schälen den Knollensellerie, um ihn grob zu reiben.
16 - Knollensellerie reiben / Grate celeriac

Dann erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem Topf oder einer Pfanne,
17 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

geben das gewürfelte Kalbfleisch hinein – ich hatte es bereits beim Metzger würfeln lassen –
18 - Kalbfleisch in Pfanne geben / Put veal in pan

und braten es auf leicht erhöhter Stufe rundherum an. Sollte dabei zu viel Flüssigkeit austreten, gießen wir diese ab.
19 - Kalbfleisch rundherum anbraten / Fry veal

Dann geben wir die Zwiebeln, das Knoblauch
20 - Zwiebeln & Knoblauch hinzufügen / Add onions & garlic

und wenig später auch das geriebene Knollensellerie mit in die Pfanne
21 - Knollensellerie addieren / Add celeriac

und braten alles für einige Minuten mit an.
22 - Zutaten andünsten / Braise ingredients

Anschließend löschen wir alles mit der Fleischbrühe ab, so dass die Zutaten knapp bedeckt sind,
23 - Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with meat broth

geben die Lorbeerblätter hinzu
24 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

und lassen alles für 60 Minuten geschlossen köcheln, wobei wir es hin und wieder mal umrühren.
25 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

In der Zwischenzeit können wir schon mal die Möhren schälen und würfeln
26 - Möhren schälen & würfeln / Peel & dice carrots

und das Majoran waschen, trocken schütteln,
27 - Majoran waschen / Wash majoram

die Blättchen von den Stielen zupfen und diese gründlich zerkleinern.
28 - Majoran zerkleinern / Mince majoram

Außerdem setzen wir einen Topf mit Wasser für die Klöße auf, kneten wir den Kloßteig durch
29 - Kloßteig durchkneten / Kneat dumpling dough

und formen mit feuchten Händen Klöße daraus.
31 - Klöße formen / Shape dumplings

Ist die Stunde um, geben wir die gewürfelte Möhren
32 - Möhren addieren / Add carrots

und den zerkleinerten Majoran in die Pfanne,
33 - Majoran dazu geben / Add majoram

verrühren alles gut miteinander
34 - Gründlich verrühren / Mix well

und lassen alles für weitere 15 Minuten geschlossen köcheln.
35 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue to simmer closed

Inzwischen müsste auch das Wasser für die Klöße kochen, so dass wir es salzen
36 - Wasser salzen / Salt water

und die Klöße darin auf reduzierter Stufe gar ziehen lassen können.
37 - Klöße kochen / Cook dumplings

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, die Äpfel zu schälen, zu vierteln
38 - Äpfel schälen & vierteln / Peel & quarter apples

und in mundgerechte Würfel zu schneiden.
39 - Äpfel würfeln / Dice apples

Sind die zusätzlichen 15 Minuten vorbei, geben wir auch die gewürfelten Äpfel mit in die Pfanne,
40 - Apfelwürfel hinzufügen / Add apple dices

verrühren sie gründlich mit den restlichen Zutaten
41 - Gründlich verrühren / Mix well

und lassen alles für noch einmal 15 Minuten geschlossen köcheln.
42 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue to simmer closed

Nach insgesamt 90 Minuten geben wir dann auch die Sahne hinzu
43 - Sahne hinzufügen / Add cream

vermischen alles wieder gut miteinander
44 - Gut verrühren / Mix well

und rühren dann den Esslöffel Mehl ein, um die Sauce etwas zu binden.
45 - Sauce mit Mehl binden / Thicken sauce with flour

Anschließend würzen wir alles mit Salz und Pfeffer,
46 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

probieren unsere bisherige Kreation
47 - Probieren / Try

und schmecken dann alles noch mit etwas Honig ab. Die Menge sollte dabei davon abhängen, wie stark sich das säuerliche Aroma der Äpfel auf den Gesamtgeschmack auswirkt.
48 - Mit Honig süßen / Sweet with honey

Sobald die Klöße oben schwimmen, also fertig gekocht sind,
49 - Klöße fertig gekocht / Dumplings finished cooking

können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
50 - Apple veal goulash with dumplings - Served / Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen - Serviert

Das durch das lange köcheln angenehm zart gewordene Kalbfleisch harmonierte geschmacklich wirklich wunderbar mit dem Aroma des frischen Majoran und dem fruchtigen Geschmack der Apfelstücke und auch das Knollensellerie und Möhren passten gut in das geschmackliche Gesamtbild. Die Kombination aus würzigen und fruchtigen Komponenten ergaben für einen Gulasch einen ungewöhnliches, aber doch sehr gelungenen Geschmack, der mir persönlich sehr zusagte. Dazu passte auch sehr gut der Kartoffelkloß, obwohl ich mir das Gericht auch gut mit Salzkartoffeln oder ähnlichem vorstellen könnte. Ggf. könnte man auch ganz auf eine Sättigungsbeilage verzichten. Ich hatte noch überlegt, ob ich zusätzlich eine Gemüsebeilage wie zum Beispiel Rotkraut dazu reiche, doch es war gut dass ich es nicht getan hatte, denn es hätte einfach nicht gepasst. Mal wieder eine sehr gelungenes Rezept, ich war mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

51 - Apple veal goulash with dumplings - Side view / Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen - Seitenansicht

Werfen wir wie üblich zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf Nährwerte dieses Gerichtes. Die Gulaschzubereitung kommt meiner Kalkulation nach auf 1700kcal, also 425kcal pro Portion. Dazu kommen noch die Kartoffelknödel, die mit 107kcal pro 100g zu Buche schlagen. Bei einem Teigpäckchen von 750g bei 6 Knödeln sind das 125g pro Knödel sind das also etwa 134kcal pro Knödel. Bei einem Knödel pro Portion kommen wir also auf eine Summe 557kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein absolut akzeptabler Wert finde ich. Da gibt es aus meiner Sicht keine Notwendigkeit zu überlegen, ob man diesen Wert irgendwie reduzieren kann.

Guten Appetit

Bifteki mit Tomatenreis – das Rezept

Saturday, June 22nd, 2013

Auf Anregung aus einem Kommentar möchte ich mit dem heutigen Tage beginnen, hin und wieder eines der Kantinengerichte mal selbst und hoffentlich auch besser nach zu kochen. Den Anfang machen die Bifteki mit Tomatenreis, die ich am Montag in unserem Betriebsrestaurant gewählt hatte. Zwar hatte ich bei der Zubereitung ein Ei zu viel verwendet, weswegen die Hackfleischmasse etwas feuchter war als beabsichtigt, aber das habe ich in diesem Rezept natürlich korrigiert. Somit sollte dem ungetrübten Genuss der griechischen, mit Feta gefüllten Version des Hacksteaks also nichts im Wege stehen.

Was brauch man also für 4 Portionen?

Für die Bifteki

1 mittelgroße Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient oniona

1 altbackenes Brötchen
02 - Zutat altbackenes Brötchen / Ingredient stale bun

450g Rinderhackfleisch
03 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

1 Hühnerei
04 - Zutat Ei / Ingredient egg

1 Bund Petersilie
05 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 Hand voll frisches Oregano
06 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

1 TL Kreuzkümmel
07 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 TL Piment
08 - Zutat Piment / Ingredient pimento

1 EL Gyrosgewürz
09 - Zutat Gyrosgewürz / Ingredient gyros spice

ca. 150g Schafskäse
10 - Zutat Schafskäse / Ingredient feta

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
und etwas Olivenöl zum andünsten und braten

Für den Tomatenreis

200g Langkornreis
11 - Zutat Langkornreis / Ingredient long grain rice

2 kleine Strauchtomaten
12 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

400g Tomatenstücke (Dose oder Tetra-Pack)
13 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

400ml Fleischbrühe
(Anmerkung: Dadurch wird der Reis etwas kräftiger im Geschmack, wer es mild mag, sollte besser zu Gemüsebrühe greifen)
14 - Zutat Fleischbrühe / Ingedient meat broth

1 EL Olivenöl
07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie auch hier etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Dazu passt natürlich Tzatziki, den ich allerdings als Fertig-Produkt gekauft habe und der nicht Bestandteil dieses Rezeptes ist. Wer mag, kann es aber auch gerne selbst machen.

Beginnen wir also damit, das altbackene Brötchen in etwas Wasser einzuweichen.
15 - Brötchen einweichen / Soak bun

Dann würfeln wir die Zwiebel fein – wahlweise mit dem Messer oder der manuellen Küchenmaschine –
16 - Zwiebel hacken / Dice onion

und erhitzen anschließend etwas Olivenöl in einer Pfanne
17 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

um die Zwiebeln darin einige Minuten anzudünsten. Anschließend nehmen wir sie von der Platte und lassen sie etwas abkühlen.
18 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

Während die Zwiebel abkühlen, waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken
19 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
20 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann sehr fein. Ich nehme zum Zerkleinern von Kräutern lieber eine Plastik-Unterlage, da sich der Pflanzensaft immer nur schwer von Holz entfernen lässt.
21 - Petersilie hacken / Hash parsley

Mit dem Oregano verfahren wir genau so: Wir waschen es, schütteln es trocken
22 - Oregano waschen / Wash oregano

zupfen die Blättchen von den Stielen
23 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründliche.
24 - Oregano zerkleinern / Mince oregano

Nun geben wir das Hackfleisch in eine Schüssel und fügen das Brötchen, das wir zuvor gründlich ausgedrückt haben, in kleinen Stücken hinzu.
25 - Hackfleisch& Brötchen in Schüssel geben / Add ground meat & bun to bowl

Außerdem addieren wir die inzwischen abgekühlten Zwiebeln
26 - Zwiebeln addieren / Add onions

und vermengen dann alles gut miteinander.
27 - Vermengen / Mix

Jetzt geben wir das Ei
28 - Ei hinzufügen / Add egg

sowie Oregano und etwa die Hälfte der Petersilie mit hinein,
29 - Oregano & Petersilie hinzufügen / Add oregano & parsley

vermischen alles
30 - Mische / Mix

und schmecken es dann mit Kreuzkümmel, Piment und Gyrosgewürz
31 - Gewürze hinzufügen / Add herbs

sowie Salz und Pfeffer ab
32 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with salt & pepper

um dann alles erneut gut miteinander zu vermengen.
33 -  Gut vermengen / Mix well

Auf einem Stück Alufolie formen wir aus einem Viertel bzw einem Achtel dem Hackfleisch-Teig (je nachdem ob man lieber ein großes oder zwei kleine Bifteki pro Portion möchte) nun ein flaches Rechteck
34 - Auf Alufolie auslegen / Put on tin foil

bestreuen die eine Hälfte mit zerbröseltem Feta-Käse,
35 - Mit Schafskäse bestreuen / Dredge with feta

klappen mit Hilfe der Alufolie die leer gelassene Hälfte über den Schafskäse
36 - Umklappen / Turn down

und drücken dann die Ränder noch etwas fest. Das fertige Stück legen wir z.B. auf einen Teller bei Seite und fertigen das nächste bis der Hackfleisch-Teig alle ist.
37 - Seiten andrücken / Close properly

Die fertigen Bifteki-Rohlinge habe ich dann erst einmal mit der Alufolie abgedeckt im Kühlschrank zwischengelagert und habe mich dem Tomatenreis zugewandt.

Bei den zuvor natürlich gewaschenen Tomaten entfernen wir nun mit einem spitzen Messer den Stielansatz,
38 - Stielansatz entfernen / Remove shaft

vierteln
39 - Tomaten vierteln / Quarter tomatoes

und entkernen sie
40 - Tomaten entkernen / Core tomatoes

und schneiden sie dann in kleine Stücke.
41 - Tomaten in kleine Stücke schneiden / Cut tomatoes in small pieces

In einem Topf erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl
42 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten darin den Reis für zwei bis drei Minuten glasig an.
43 - Reis glasig andünsten / Braise rice lightly

Dann geben wir die Tomaten hinzu und braten sie kurz mit an.
44 - Tomaten addieren / Add tomatoes

Nun folgen die Tomatenstücke aus der Dose oder dem Tetrapack
45 - Tomatenstücke hinzufügen / Add tomato pieces

die wir sogleich mit der Fleischbrühe aufgießen
46 - Fleischbrühe hinzu gießen / Drain meat broth

und sie dann kurz aufkochen lassen, wobei wir alles mit ein wenig Pfeffer und Salz abschmecken.
47 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

Anschließend lassen wir alles für ca. 20 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln, wobei wir hin und wieder das umrühren nicht vergessen sollten. Und keine Angst, auch wenn es am Anfang eher nach Tomaten-Reis-Suppe aussieht, erweist sich der Reis als unglaublich saugfähig und nimmt so gut wie die gesamte Flüssigkeit in sich auf.
48 - Auf niederiger Stufe köcheln lassen / Simmer on low level

Wenig später erhitzen wir in einer Pfanne wieder etwas Olivenöl
49 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben dann unsere Bifteki-Rohlinge hinein
50 - Bifteki einlegen / Add bifteki

um sie 4-5 Minuten von beiden Seiten gut anzubraten.
51 - Beidseitig anbraten / Fry both sides

Kurz vor Garende rühren wir schließlich noch die verbleibende Petersilie unter den Tomatenreis.
53 - Petersilie einrühren / Add parsley

Sobald die Bifteki gut durchgebraten sind, können wir das Gericht dann auch schon servieren und genießen.
54 - Bifteki mit Tomatenreis - Serviert / Bifteki with tomato rice - Served

Die Bifteki mit ihrer angenehm pikanten Kombination aus Gewürzen und der Füllung aus geschmolzenen Schafskäse erwiesen sich schon einmal als überaus gelungen. Garniert mit etwas Tzatziki und etwas von dem mit zahlreichen Tomatenstückchen versehenen Reis als Sättigungsbeilage ein wirklicher Genuss. Dabei ist der Geschmack des Tomatenreis durch die Fleischbrühe etwas kräftiger, aber mir hat es auch so geschmeckt. Zwar waren die Bifteki durch das eine Ei, das ich zuviel verwendet hatte, nicht ganz so fest geworden wie ich es ursprünglich beabsichtigt hatte, aber das habe ich ja wie bereits erwähnt in diesem Rezept berichtigt. Und auch frische Zwiebelringe wie bei der Variante im Betriebsrestaurant konnte ich dank der beigemengten Zwiebeln auch vollends verzichten.

55 -Bifteki mit Tomatenreis - Seitenansicht / Bifteki with tomato rice - Side view

Insgesamt ein nicht allzu aufwändiges und überaus empfehlenswertes Rezept und ein guter Auftakt zur neuen Serie der nachgekochten Kantinengerichte. Mal schauen an was ich mich als nächstes ran wage. 😉

Guten Appetit

Madras Fisch-Curry – das Rezept

Sunday, March 25th, 2012

Heute war mir mal nach Fisch. Daher entschloss ich mich dazu, endlich mal das Rezept für das Madras Fisch-Curry auszuprobieren, das bei mir noch rum lag. Da ich auch schon länger nichts indisches geschweige den indisch angehauchtes gekocht hatte, kam mir die Gelegenheit natürlich gerade recht. Die Zubereitung las sich im ersten Moment recht simpel, aber die Tücke liegt hier im Detail. Doch dazu später mehr, wenden wir uns nun der Zubereitung zu.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

400g Fischfilet nach Wahl – ich entschied mich für Seelachs den ich noch vorrätig hatte
01 - Zutat Seelachs / Ingredient coalfish

1 kleiner Apfel – säuerliche Sorte
02 - Zutat Apfel / Ingredient apple

2-3 TL Madras-Curry – wenn das nicht im Haus ist, geht notfalls auch gewöhnliches Curry-Pulver, aber ich finde diesen einfach würziger
03 - Zutat Madras-Curry / Ingredient Madras curry powder

1 kleine Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

125ml Fleischbrühe
05 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat stock

1-2 EL Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

200g Saure Sahne
07 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

etwas Zitronensaft
08 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

eine Sättigungsbeilage nach Wahl – ich entschied mich für Basmati-Reis
09 - Zutat Basmati Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Ghee, Butter oder Olivenöl zum anbraten
und bei Bedarf etwas hellen Soßenbinder

Während der Fisch auftaut – ich nahm die Auftaustufe meiner Mikrowelle zur Hilfe – bereiten wir wie üblich die anderen Zutaten vor. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen auch den Apfel,
11 - Apfel schälen / Peel apple

vierteln ihn, entfernen die Kerne und schneiden ihn ebenfalls in mundgerechte Würfel.
12 - Apfel würfeln / Dice apple

Sobald das Fischfilet gut angetaut ist, schneiden wir dieses auch in Würfel – wobei dies leichter geht wenn der Fisch noch leicht gefroren ist –
13 - Seelachs würfeln / Dice coalfish

und beträufeln die Würfel dann mit dem Zitronensaft und salzen sie etwas. Dies lassen wir für mindestens 10 Minuten einwirken.
14 - Salzen und mit Zitronensaft beträufeln / Salt and sprinkle with lemon juice

In der Zwischenzeit können wir das Mehl und das Currypulver in eine kleine Schüssel oder einen Teller geben
15 - Curry zu Mehl geben / Add curry to flour

und vermengen alles gut miteinander.
16 - Curry und Mehl vermengen / Mix curry and flour

Ist der Zitronensaft gut in die Fischwürfel eingezogen, wenden wir diese in der Mehl-Curry-Mischung. Das ist, wie sich herausstellte, eine ziemlich umständliche Aktion, zumal das Mehl dabei an den Fingerspitzen neigt zu verklumpen. Hier muss ich mir mal eine andere Verfahrensweise überlegen – evtl. kann man sie ja mit einem feinen Sieb bestäuben. Aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.
17 - Fisch in Mehl-Curry-Mischung wälzen / Turn fish in flour curry mix

In einer größeren Pfanne erhitzen wir dann etwas Ghee oder Öl und braten die panierten Fischwürfel rundherum an. Da wir sie nach dem Anbraten wieder entnehmen, können wir hier gerne auch Portionsweise vorgehen.
18 - Fisch anbraten / Fry fish

Im verbliebenen Bratenfett (sollte keines mehr übrig sein geben wir noch etwas frisches dazu) dünsten wir dann zuerst die Zwiebeln an
19 - Zwiebeln andünsten / Stew onion

und geben wenig später auch die Apfelwürfel hinzu. Alles lassen wir für ca. 5 Minuten bei gelegentlichem Wenden in der Pfanne sanft bruzzeln
21 - Apfelwürfel mit dünsten / stew apple dices.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Reis aufzusetzen und nach Packungsanleitung zuzubereiten.
20 - Reis kochen / Cook rice

Sind Apfel und Zwiebel gut angedünstet, gießen wir den Pfanneninhalt mit der Fleischbrühe auf
22 - Mit Fleischbrühe aufgießen / Pour meat stock

geben die Saure Sahne hinzu, verrühren alles gut miteinander
23 - Saure Sahne addieren / Add sour cream

und würzen es mit einem Teelöffel Madras-Currypulver, bei Belieben aber auch gerne etwas mehr.
24 - Mit Curry würzen / Taste with curry

Das Ganze lassen wir dann kurz aufkochen und für mindestens 2-3 Minuten leise vor sich hin köcheln
25 - aufkochen lassen / boil up

bevor wir dann auch die bereits angebratenen Fischwürfel wieder hinzu geben
26 - Fisch hinzufügen / Add fish

und dann weiter köcheln lassen bis die Sauce etwas andickt. Gegebenenfalls können wir hier aber auch gerne etwas hellen Soßenbinder zur Hilfe nehmen.
27 - Köcheln lassen / simmer

Sobald der Reis dann fertig, können wir das Gericht auch sogleich servieren und genießen.
28 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - Serviert

Auch wenn das panieren der Fischstücken durchaus etwas mehr Aufwand bedeutet, so hatte sich dieser aber geschmacklich auf jeden Fall gelohnt. In ihrer durch das Currypulver leicht scharfen und würzigen Panade ergaben die Fischwürfel gemeinsam mit den Apfelwürfeln, die dem Ganzen eine fruchtige Komponente gaben, ein leckeres und pikantes Currygericht dem man seine indische Note nicht verkennen konnte. Zwar ist Seelachs nicht gerade ein Fisch der in der dortigen Zubereitung üblich ist, aber wer es noch authentischer haben will kann natürlich auch auf eine eher dort heimische Sorte zurückgreifen – ich denke da zum Beispiel an Pangasius. Und der Basmatireis gab dazu eine mehr als passende Sättigungsbeilage ab.

29 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - CloseUp

Bei der Berechnung der Nährwerte kam ich dabei auf ca. 1200kcal für die komplette Zubereitung inkl. des Reis, das entspricht 600kcal pro Portion. Für ein so sättigendes Hauptgericht wie dieses ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Hatte nicht gedacht dass man mit nur einer Gewürzmischung, dem fruchtig-pikanten Madras-Curry, ein so leckeres Gericht zaubern kann. Muss mich bei Gelegenheit wirklich mal nach weiteren Zubereitungen damit umsehen – das heutige Kochexperiment hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. 😉

Guten Appetit

Gulasch auf italienische Art – das Rezept

Sunday, October 2nd, 2011

Irgend wie war mit mal wieder danach etwas mit Rindfleisch zu kochen und bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine Anleitung für einen Gulasch auf italienische Art, den ich aber nach einigen Recherchen noch etwas modifizierte und an meinen persönlichen Geschmack anpasste. Und das Ergebnis konnte sich mal wieder wirklich sehen lassen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen? (3 Portionen bei kleinem Appetit)

550 – 600g mageres Rindfleisch
01 - Zutat Rindfleisch

70g gewürfelten Speck
02 - Zutat Speck

1 Zweig Rosmarin
03 - Zutat Rosmarin

1 große Chilischote
04 - Zutat Chili

2 Zwiebeln
05 - Zutat Zwiebeln

200g stückige Tomaten (kleine Dose)
06 - Zutat Tomaten stückig

2 EL Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark

250ml Fleischbrühe
08 - Zutat Fleischbrühe

2 Lorbeerblätter
09 - Zutat Lorbeerblätter

2 Zehen Knoblauch
10 - Zutat Knoblauch

1 – 1,5 EL Paprikapulver rosenscharf
11 - Zutat Paprikapulver rosenscharf

3 TL Italienische Kräuter (TK)
12 - Zutat Italienische Kräuter

Sättigungsbeilage nach Wahl, hier gehen Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Knödel. Ich entschied mich dabei für Semmelknödel.
13 - Zutat Semmelknödel

Außerdem benötigen wir noch 1 EL Butterschmalz oder Butter zum anbraten sowie Salz, Pfeffer und rosenscharfes Paprika zum würzen.

Beginnen wir wie üblich damit die Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir erst einmal die Zwiebel,
14 - Zwiebel würfeln

entkernen und zerschneiden die Chilischote in kleine Stücke,
15 - Chili entkernen und schneiden

schälen und hacken die Knoblauchzehen grob
16 - Knoblauch zerkleinern

und waschen das Rindfleisch, tupfen es trocken und zerteilen es in mundgerechte Würfel.
17 - Rindfleisch würfeln

Nun zerlassen wir etwas Butterschmalz in einem größeren Topf
18 - Butterschmalz zerlassen

und braten das gewürfelte Rindfleisch darin Portionsweise scharf an.
19 - Fleisch scharf anbraten

Das Fleisch legen wir beiseite und gießen den dabei entstandenen Saft ab. Dann schalten wir die Platte runter, dünsten die Zwiebelwürfel im Topf glasig an
20 - Zwiebeln anschwitzen

und braten den Speck anschließend mit an.
21 - Speck mit anbraten

Jetzt addieren wir wieder die angebratenen Rindfleischwürfel,
22 - Fleisch wieder hinzu

geben die Chili und das gehackte Knoblauch dazu,
23 - Knoblauch und Chili addieren

fügen dann das Tomatenmark
24 -Tomatenmark mitrösten

und einen kräftigen Esslöffel rosenscharfes Paprikapulver in den Topf und lassen alles für 2-3 Minuten einrösten.
25 - Mit Paprikapulver würzen

Es folgen die stückigen Tomaten aus der Dose
26 - Tomaten eingießen

um schließlich alles mit der Fleischbrühe aufzugießen.
27 - Fleischbrühe aufgießen

Das ist auch der Zeitpunkt an dem wir den Zweig Rosmarin und die Lorbeerblätter mit in den Topf geben
28 - Rosmarin und Lorbeerblätter dazu

und alles kräftig mit Salz und Pfeffer
29 - Würzen

sowie etwas italienischen Kräutern zu würzen.
30 - Mit Kräutern würzen

Für 1,5 Stunden lassen wir den Gulasch dann auf niedriger Stufe bei geschlossenem Deckel vor sich hin köcheln
31 - Zugedeckt köcheln lassen

und rühren ihn zwischendurch immer mal wieder um.
32 - Regelmäßig umrühren

Kurz vor Ende der Schmorzeit entfernen wir schließlich die Lorbeerblätter und das Rosmarin,
33 - Lorbeerblätter und Rosmarin entfernen

bereiten unsere Sättigungsbeilage – ich hatte mich ja für Semmelknödel entschieden – nach Packungsanleitung zu
34 - Klöße zubereiten

und dicken bei Bedarf schließlich die Sauce mit etwas Mehl oder Saucenbinder noch einmal an.
35 - Sauce andicken

Sobald die Klöße (oder was immer man als Sättigungsbeilage gewählt hat) fertig sind, können wir sie abschrecken, öffnen und das Gericht schließlich servieren.
36 - Italienischer Gulasch / Goulash italian style - Fertiges Gericht

Das Geschmackserlebnis das diese Gulasch-Zubereitung bot erwies sich als wirklich unübertrefflich und variantenreich. Da war zum einen der fruchtige Geschmack von Tomaten und Tomatenmark, gepaart mit der angenehmen Schärfe von Chili und Paprikapulver und schließlich nuanciert mit der Würze von Rosmarin, Lorbeerblättern und den italienischen Kräutern. In Kombination mit dem durch die lange Schmorzeit unglaublich zarten Rindfleischwürfeln ein unglaublich leckeres Geschmackserlebnis.

37 - Italienischer Gulasch / Goulash italian style - CloseUp

Einziges kleines Manko war die Tatsache dass sich die Rosmarinnadeln beim Kochen von den Zweigen gelöst hatten und somit im ganzen Gulasch verteilt waren. Teilweise konnte ich sie rauslesen, doch wie ich feststellte bemerkte man sie überhaupt nicht beim Verzehr denn sie sind durch das lange kochen so weich dass sie sich nahtlos in die übrige Masse einbetten und nicht auffallen. Von daher kann ich mein sonntägliches Kochexperiment mal wieder als vollen Erfolg verbuchen. Persönlich fand ich es auf jeden Fall geschmacklich mehr als nur gelungen – und vielleicht kann ich dem einen oder anderen (Hobby-)Koch damit eine kleine Anregung für eine neue Gulaschvariation geben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Lasagne al forno – das Rezept

Saturday, March 26th, 2011

Irgendwie war mir heute mal wieder nach Lasagne gewesen. Also wälzte ich einige Rezepte und stellte mir daraus ein eigenes zusammen. Dabei entschied ich mich dazu, möglichst wenig Fertigprodukte zu verwenden, welche die Zubereitung vielleicht vereinfacht hätten – wenn ich am Wochenende koche scheue ich selten den Aufwand einige Zutaten auch mal selbst zuzubereiten, ich finde das schmeckt einfach besser. Auch wenn die Verwendung von Béchamelsauce bei Lasagne wegen ihrer hohen Fettwerte immer gerne kritisiert wird und es durchaus Alternativen gibt, wählte ich hier jedoch die klassische Zubereitung mit dieser Sauce.
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment: Einer Lasagne al forno, so zumindest die Bezeichnung hier in Deutschland. In Italien bezeichnet man diese Zubereitungsform wohl eher als Lasagne pasticciate bzw. Lasagne alla casalinga.

Was benötigen wir also für eine Auflaufform – das entspricht 3-4 Portionen (je nach Appetit).

Für die Bolognese-Schicht brauchen wir

300g Rinderhack / Mett / Faschiertes
01 - Zutat Rinderhack

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

130g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie

130g Möhren / Karotten
04 - Zutat Möhren

2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauchzehen

75g durchwachsenen Speck
06 - Zutat Speck

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat geschälte Tomaten

1 TL Italienische Kräuter – eine Mischung aus roten Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grünem Knoblauch, Oregano und Thymian, die man auch als TK-Ware kaufen kann. Ich hatte mich hier für ein Produkt von Iglo im praktisch wiederverschließbaren Becherchen entschieden, gibts aber auch noch günstiger in einfachen Pappverpackungen. Wer will kann das ganze natürlich auch selbst mischen, ich wüßte aber jetzt auch Anhieb nicht wo ich grünen Knoblauch finden könnte… 😉

12 - Zutat Italienische Kräuter 13 - Zutat Italienische Kräuter - Packung

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

einen Schuß trockenen Rotwein
11 - Zutat Rotwein

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und Salz und Pfeffer nach Belieben zum Würzen.

Für die Bechamel-Sauce benötigen wir des weiteren

40g Butter
08 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
09 - Zutat Mehl

250ml Milch (1,5% Fett)
10 - Zutat Milch

333ml Fleischbrühe
15 - Zutat Fleischbrühe

ca. 170ml fettreduzierte Sahne zum Kochen (200g)
16 - Zutat Sahne

75g Käse – ich nahm hier Edamer, es geht aber natürlich auch Gouda oder Emmentaler. Hinzu kommt natürlich noch eine weitere Menge Käse zum bestreuen der fertigen Lasagne
17 - Zutat Emmentaler

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Außerdem benötigen wir

ca. 6 Platten Lasagne – am besten die Variante ohne Vorkochen
18 - Zutat Lasagneplatten

Kommen wir nun zur Zubereitung. Die ersten Schritte ähneln grob meiner Bolognese-Sauce, ich habe aber einige Details hier geändert, daher gehe ich auf den kompletten Prozess ein.

Zuerst schälen, waschen und zerschneiden wir Knollensellerie und Karotten und zerkleinern sie sehr fein – ich verwendete hierzu die Küchenmaschine.

19 - Möhren raspeln 20 - Sellerie raspeln

21 - Gemüse geraspelt

Die Zwiebel schälen wir und würfeln wir fein. Ich hätte zwar auch hier wieder die Küchenmaschine nehmen können, ich finde aber dass Zwiebeln ihren Geschmack weitaus besser entfalten wenn man sie nicht allzu sehr zerkleinert.
22 - Zwiebel würfeln

Außerdem schneiden wir den Speck in kleine Würfel. Hier hätte man natürlich auch fertig gewürfelten Speck verwenden können, aber da ich diesen noch im Kühlschrank hatte und er verbraucht werden musste verarbeitete ich ihn vom Stück.
23 - Speck würfeln

Speck und Zwiebeln und in der Knoblauchpresse gepresste Knoblauchzehen braten wir nun in einer Pfanne oder einem Topf mit etwas Olivenöl an.
24 - Speck und Zwiebeln anbraten

Dann fügen wir das Rindergehackte hinzu und braten es krümelig an bis es gräulich wird.
25 - Gehacktes anbraten

Es folgen nun die 2 EL Tomatenmark, die wir unter das Gehacktes heben und kurz mit anschwitzen,
26 - Tomatenmark mit anschwitzen

dann geben wir die geraspelten Möhren und das Sellerie hinzu,
27 - Karotten und Sellerie hinzu

vermischen es gut mit den anderen Zutaten und braten es ebenfalls für einige Minuten mit.
28 - anbraten

Als nächstes geben wir die geschälten Tomaten samt Saft in die Pfanne und lassen sie kurz mit bruzzeln. Dabei sollte sie langsam etwas zerfallen, wenn nicht können wir mit einem Pfannenwender auch etwas nachhelfen.
29 - Tomaten rein

Nun geben wir den Teelöffel mit den italienischen Kräutern hinzu und heben sie unter
30 - Mit Kräutern würzen

um das ganze noch abschließend mit Salz und Pfeffer zu würzen.
31 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Zum Schluss löschen wir alles mit einem Schuss Rotwein ab, mischen diesen gut unter und lassen es auf niedriger Stufe zu einer dicklichen Masse köcheln.
32 - Mit Rotwein ablöschen

Während die Bolognese vor sich hin köchelt, wenden wir uns der Zubereitung der Béchamelsauce zu. Dazu lassen wir zuerst die Butter in einem Topf zergehen
33 - Butter zerlassen

und geben dann unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen das Mehl nach und nach zu der Butter. Hier sollte das Ganze nach Möglichkeit nicht dauerhaft verklumpen, wenn es aber doch passieren sollte können wir alles durch ein feines Sieb pressen und dadurch wieder “entklumpen”.
34 - Mehl einrühren

Anschließend geben wir Fleischbrühe, Milch und Sahne in den Topf, vermengen alles gut mit dem Butter-Mehl-Gemisch und lassen es kurz aufkochen.
35 - Brühe, Sahne und Milch hinzu

Nachdem wir die Platte wieder auf eine niedrigere Stufe gestellte haben, geben wir den Käse hinzu und lassen in gelegentlichem Rühren in der Sauce schmelzen.
36 - Käse rein

Zuletzt würzen wir alles noch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (die ich hierzu frisch rieb) und lassen es kurz auf niedriger Stufe köcheln. Sobald die Masse eindickt, nehmen wir sie sofort von der Platte und stellen diese ab.
37 - würzen

Nachdem wir den Ofen auf 180Grad zum vorheizen eingestellt haben, kommen wir nun zur Schichtung unserer Lasagne. Dazu fetten wir mit etwas Butter eine Kasten- oder Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit etwas von der Béchamelsauce.
38 - mit Bechamelsauce bestreichen

Dann legen wir den so bestrichenen Boden der Form mit Lasagneplatten aus, wobei die Sauce primär dazu da ist zu verhindern dass die Platten bei den folgenden Schritten hin- und her rutschen.
39 - Lasagneplatten hinein

Auf die Lasagneplatten geben wir eine dünne Schicht der Bolognesesauce
40 - Bolognemischung drauf

und bestreichen sie wieder mit Béchamelsauce.
41 - Mit Sauce bestreichen

Darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneplatten
42 - weitere Schicht Platten

eine weitere Schicht Bolognese
43 - noch mal Bolognesmischung drauf

und wieder etwas Béchamel.
44 - Sauce darüber

Auf eine letzte Schicht von Lasagneplatten
45 - noch mal Lasagneplatten

geben wir dann den Rest der Bolognese-Mischung
46 - Rest Bolognese drauf

sowie noch einmal etwas Sauce
47 - Bechamelsauce

und bestreuen das Ganze dann mit geraspelten Käse.
48 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen auf 180 Grad vorgeheizt, schieben wir die Form auf der mittleren Schiene ein und lassen sie dort für ca. 45-50 Minuten überbacken.
49 - Im Ofen überbacken

Ich war bei der ersten Schicht mit der Bolognese etwas zu großzügig umgegangen, daher reichte es nicht mehr ganz für die obere Schicht – wenn man aber etwas sparsamer damit umgeht, reicht die Menge meiner Einschätzung genau für eine klassische Drei-Schichten-Lasagne.

Sobald der Käse geschmolzen und schon goldbraun gebacken ist, hier ist natürlich auch Augenmaß und nicht nur die Vorgabe von 45 Minuten maßgeblich, können wir die Lasagne aus dem Backofen entnehmen.
50 - fertige Lasagne

Am besten lassen wir sie nun vor dem Anschneiden für einige Minuten ruhen, da sie wie mehrere Rezeptschreiber in meinen Quellrezepten warnten, ansonsten zusammenfällt. Habe ich zwar noch nie erlebt, aber ich hielt mich dennoch dran – schaden konnte es jedenfalls nicht. Nach kurzer Ruhezeit können wir den Inhalt der Form leicht mit Hilfe eines Pfannenwenders zerteilen und servieren.
51 - Lasagne - serviert

Meine Kreation erwies sich bereits nach den ersten Bissen als mehr als nur gelungen – nein – sie war absolut genial geworden und zählte wohl zu einer der besten Lasagnen die ich jemals verzehrt habe. Ob das nun die Kräuter, die Béchamelsauce oder einfach nur die Kombination war, die diese Lasagne so herausragend hatte gelingen lassen kann ich dabei leider nicht sagen, aber der Geschmack war wirklich einmalig. Ich hätte mich regelrecht reinknien können, aber mehr als die Hälfte der Auflaufform schaffte ich beim besten Willen nicht.

51 - CloseUp

Was die Kalorienwerte angeht ist so ein Gericht natürlich nichts für Leute mit Diätbestrebungen, 40g Butter haben da schon einiges an Fett zu bieten und da hilft auch die Verwendung von fettarmer Milch und fettreduzierter Sahne nur wenig. Aber das war es mir wert gewesen – dieses Rezept bekommt einen Ehrenplatz in meiner Rezeptsammlung und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf meinem Speiseplan gestanden haben. Natürlich hätte man hier noch mit einem Lorbeerblatt in der Bolognesesauce, anderen Gewürzen oder verschiedenen Käsesorten experimentieren können – und ich bin nicht abgeneigt diese Zubereitung trotz des wunderbaren Geschmackes trotzdem noch mal zu variieren – aber für heute kann ich nur sagen dass ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis war. Den Rest tue ich nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank, ein bis zwei Tage sollte sich das Ganze dort halten. Sobald ich getestet habe inwieweit man so eine Lasagne in der Mikrowelle aufwärmen kann, werde ich das natürlich hier festhalten.

Nachtrag: Mehr zum Thema aufwärmen dieses Gerichtes gibt es hier zu lesen.

Guten Appetit