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Weinlese im Rheingau [29. + 30.09.2017]

Sunday, October 1st, 2017

Für Freitag und Samstag war mal wieder ein kleines Offsite-Meeting in meiner Firma angesetzt, um die sowieso gute Teambildung auch Niederlassungsübergreifend zu verbessern. Das letzte dieser Art hatte in Petersberg bei Fulda stattgefunden, ich hatte es hier nur kurz erwähnt, damals hatten wir Seifenkisten gebaut und ein Rennen damit veranstaltet. Dieses Mal verschlug es uns zum Weinlesen ins Rheingau, genauer gesagt nach nach Oestrich-Winkel bei Rüdesheim, was für mich und meine Kollegen hier in München eine Fahrt von etwa viereinhalb Stunden – bei guten Verkehrsverhältnissen – bedeutete. Und da es am Freitag morgen bereits früh um 7:00 Uhr losgehen sollte, brachen wir bereits am Donnerstag Abend nach der Arbeit um kurz nach 17:00 Uhr auf.

01 - Auf der Autobahn

Natürlich lief die Fahrt nicht ganz ohne Probleme, der eine oder andere kleine Stau und zähfließende Verkehr dehnte unsere Fahrt. Aber wir machten nur eine kurze Pause in Wertheim nahe des bekannten Outlet Village, wo wir uns beim dortigen McDonalds Restaurant eine kleine Stärkung gönnten. Immerhin hatte niemand von unse zu Abend gegessen. Ich selbst entschied mich für ein McRib Bacon Menu mit Gitterkartoffeln und Sauerrahm-Schnittlauch-Dip, das ich mit 5 Chili-Cheese Nuggets ergänzte.

02 - McRib Bacon-Menu - McDonalds Wertheim

Kein leichter Genuss, aber ich fand es geschmacklich absolut in Ordnung. Natürlich entsprachen die servierten Stücke nicht den aufgemotzten Exemplaren aus den Werbeabbildungen, aber das sind wir ja gewohnt. Vor allem sättigte es uns für die weitere Fahrt. Und die war von weiteren Verzögerungen geprägt.
Es war so gegen 22:00 Uhr als wir in Oestrich am Hotel Zum Schwan ankamen, einem schönen alten, denkmalgeschützten Fachwerkgebäude im malerischen Oestrich-Winkel am Rhein. Gut, davon konnten wir aufgrund der Dunkelheit zu diesem Zeitpunkt nur wenig sehen, aber ich möchte es auf jeden Fall erwähnt haben. Die Hotelrezeption war zu dieser Zeit leider nicht mehr besetzt, wir konnten aber mit Hilfe eines Zahlencodes unsere Zimmerkarten an einem Automaten ziehen und so problemlos auch zu fortgeschrittener Stunde einchecken.
Das dreistöckige Gebäude war eindeutig ein Altbau, was sich unter anderem in dem steilen Rundtreppenhaus zeigte, das zu den Zimmern führte.

05 - Staircase / Treppenhaus - Hotel Zum Schwan - Oestrich-Winkel

Aber so alt das Gebäude auch war, die Zimmer erwiesen sich als modern, sauber und großzügig.

03  - Room / Zimmer - Hotel Zum Schwan - Oestrich-Winkel 04 - Bad - Hotel Zum Schwan - Oestrich-Winkel

Im Erdgeschoss befand eine kleine Bartheke, die bereits von einigen meiner Kollegen aus anderen Niederlassungen mit mitgebrachten Getränken in Beschlag genommen worden war. Dort betrieben wir noch etwas Socializing bevor es dann ins Bett ging. Am nächsten Tag sollte es früh um 7:00 Uhr schließlich zur Weinlese gehen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit belegten Brötchen, Rührei, Würstchen und Bacon begaben wir uns in Fahrgemeinschaften zum Weingut der Familie Allendorf, das sich am Rand dvon Oestrich-Winkel befand.

06 - Weingut Allendorf

Nach einer kurzen Einführung durch den Chef des Betriebes persönlich begaben wir uns auf den etwa zehnminütigen Fußweg zum nahegelegenen Weinberg. Unsere Aufgabe sollte die Weinlese von Riesling-Trauben sein, wobei wir besonders darauf achten sollten nur Qualitativ gute Reben zu sammeln und den Rest hängen zu lassen. Vom daraus resultierenden Wein sollten wir in etwa einem Jahr jeder einige Flaschen erhalten.

07 - At the vineyard / Im Weinberg

Der Gros der Weinleser sollte dabei direkt mit der Ernte beschäftigt sein, während ein paar sich als “Mulis” betätigen sollten und die abgeernteten Trauben in großen Rückentornistern zum an der Straße wartenden Traktor tragen sollten. Mit unseren orangen Scheren begannen wir, die Weinreben von den Stöcken zu schneiden und in einem Eimer zu sammeln. Und es heißt Wein lesen, nicht pflücken. Dabei war uns außerdem eingeschärft worden, dass jeder nach der Ernte seine Schere zeigen müsste, da eine solche Schere in der Weinpresse leicht einen Schaden von 7.500 Euro und einen Ausfall von 24 Stunden verursachen konnte.

08 - Read wine / Wein lesen

09 - Result / Weinleseergebnis

10 - View to wine row / Blick in die Weinzeile

11 - View to rhine / Blick zum Rhein

12 -Muli Träger

Obwohl wir alle ja eher Bürohengste bzw. -stuten waren, 😉 ging die Arbeit recht gut von der Hand und die Träger hatten gut zu tun, den Inhalt sich schnell füllenden Eimer aufzunehmen und abzutransportieren. Und auch mit dem Wetter hatten wir Glück, denn am Morgen hatte es etwas nach Regen ausgesehen, doch später lockerte es auf und sogar die Sonne kam heraus.
Auf dem Hügel am oberen Ende der Weinzeile wurden während wir arbeiteten einige Bierbänke aufgebaut und eine kleine Stärkung für die freiwilligen Weinleser vorbereitet. Ich selber war früher fertig und half noch bei einer weiteren Zeile mit, bevor wir uns schließlich bei einer Kartoffelsuppe mit Bockwurst und Brötchen stärken konnten.

13 - Potato soup with sausage / Kartoffelsuppe mit Bockwurst

Die Suppe war zwar für meinen Geschmack etwas dünn geraten, aber geschmacklich dennoch sehr gelungen. Und da man sich beliebig Nachschlag holen konnte, war es kein Problem satt zu werden. Außerdem gab es noch Streuselkuchen und Kaffee, wobei ich selbst auf den Kuchen verzichtete und nur noch eine Tasse Kaffee gönnte. Nach dem Mittagsmahl ging es wieder zurück in die Weinzeilen, um weiter Wein zu lesen. Bis etwa 15:00 Uhr arbeiteten wir im Weinberg und kehrten dann erst einmal zurück ins Hotel, um uns zu duschen und frische Kleidung anzulegen.
Danach kehrten wir zurück zum Weingut, um an einer Führung durch die Weinkelterei teilzunehmen.

14 - Weinkelterei - Weingut Allendorf

Vor den Geböuden standen große Trommeln, in denen der Wein gekeltert, sprich ausgepresst wurde. In einer großen Halle dahinter lagerten große Boxen mit der sogenannten Maische, also der mit Zucker versetzten und somit zum gären angesetzten ausgepressten Trauben. Öffnete man die Boxen, sah man dass sie bis zum Rand mit Trauben gefüllt zu sein schienen, doch der Eindruck täuschte, denn das waren nur die oben schwimmenden Trauben, darunter befand sich der bereits gärende Fruchtsaft, wie uns der Chef des Gutes demonstrierte, indem er mit der Hand darin herumrührte. Vor allem der Geruch war dabei sehr interessant – aber das kann man nicht beschreiben, das muss man selbst gerochen haben.

14 - Wine mash 01 / Weinmaische 01 16 - Wine mash 02 / Weinmaische 02

Von der Halle führte eine Metalltreppe in den Keller, wo wir einen Blick auf die großen Gärfässer werfen konnten, in denen der Wein nach zwei Tagen als Maische dann reifen sollte.

17 - Im Weinkeller - Weingut Allendorf

18 - Kelterei - Weingut Allendorf

19 - Blaue Weinkelterei - Weingut Allendorf

20 - Rote Weinkelterei - Weingut Allendorf

Hier wurden wir weiter über den eigentlich Prozess der Weinproduktion aufgeklärt und durch verschiedene Bereiche mit Plastik-, Metall aber auch Holzfässern geführt, in denen teilweise der Wein dieses Jahres bereits reifte. Außerdem erhielten wir Urkunden, die uns die erfolgreiche Teilnahme an diesem Weinleseseminar zertifizierten und durften einige Schlucke des Rieslings des Vorjahre probieren. Besonders interessant fand ich dabei den Part, in dem wir in einem Raum mit verschiedenfarbiger Beleuchtung geführt wurden und man uns demonstrierte, wie sich der Geschmack eines Weißweins abhängig von der Farbe des Lichtes verändern kann. Hätte ich so vorher nicht geglaubt, ist aber tatsächlich so. Die Führung endete – wie sollte es anders sein – dann in einem kleinen Hausverkaufs-Laden, in dem man sich mit den Weinen des Hauses, aber auch Traubensaft, Traubenkernöl und anderen Produkten aus Weintrauben eindecken konnte.
Vom Laden aus wurden wir dann in einen überdachten, aber offen Innenhof geführt, in dem man uns Wein und ein ausgiebiges Abendessen servierte. Dan Anfang machte ein Salatteller mit Balsamico-Dressing und geräucherter Forelle.

21 - Appetizier salad with smoked trout / Vorspeise Salat mit geräucherter Forelle - Weingut Allendorf

War sehr gut gelungen, sogar ich als jemand der normalerweise nicht so der Salatesser ist, ließ nichts auf dem Teller zurück. Danach mussten wir leider etwas warten bevor schließlich das Hauptgericht serviert wurde: RInderroulade mit Rotkraut und Kartoffelbrei.

22 - Beef roulade with red cabbage & mashed potatoes / Rinderroulade mit Rotkraut & Kartoffelpüree - Weingut Allendorf

Dir Roulade selbst war zwar etwas locker gewickelt und hätte gerne noch etwas größer sein können, aber mit ihrer Füllung aus Gurken, Schinken und Senf war sie auch geschmacklich sehr gelungen.

23 - Roulade - Füllung / Stuffing

Zum Abschluss gab es schließlich noch einen Becher mit Kirschen garnierten Joghurt als Dessert.

24 - Yoghurt with cherries / Joghurt mit Kirschen - Weingut Allendorf

Nach dem Abendessen ließen wir den Abend mit etwas Wein und geselligem Beisammensein langsam ausklingen.
Am Samstag um 9:00 Uhr begaben wir uns, da unser eigenes Hotel Zum Schwan über keine passenden Räume verfügte, nach einem ausgiebigen Frühstück ins nahe gelegene Fine Living Hotel, wo wir den Morgen und einen Teil des Nachmittags mit einer Konferenz verbrachten – unterbrochen von einigen Kaffeepausen und einem Mittagessen mit Buffet, bei dem ich mich mit Hähnchen-Saltimbocca, gegrillten Schweinsbäckchen, etwas Salat und einer Ofenkartoffel mit Quark-Kräuter-Dip stärken konnte.

25 - Chicken saltimbocca, pork cheeks & oven potato / Hähnchen-Saltmibocca, Schweinebäckchen &Ofenkartoffel - Fine Living Hotel Oestrich-Winkel

Gegen 15:00 Uhr war die Veranstaltung schließlich vorrüber und wir machten uns auf den Heimweg. Um kurz vor 20:00 Uhr erreichten wir schließlich München und ich war froh, endlich wieder zu Hause zu sein. Ein anstrengendes, aber sehr interessantes Wochenende, das ich sehr genossen habe…

Ente mit Calvadossauce, Bayrisch Kraut & hausgemachten Semmelknödel [28.09.2017]

Thursday, September 28th, 2017

Das Oktoberfest-Special unseres Betriebsrestaurants ging heute mit einer 1/4 Ente kross gebraten mit Calvadossauce, Bayrisch Kraut und hausgemachten Semmelknödel in seine vierte und wohl auch letzte Runde. Der Preis war mit bereits reduzierten 8,10 Euro zwar wieder mal ziemlich happig und mit einem traditionellen Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites gab es im Abschnitt Globetrotter eine duchaus verlockende und deutlich günstigere Alternative – zumal ich ja bereits die letzten Woche und die Woche davor Ente gehabt hatte. Und die Kartoffel- Frischkäüsetasche auf Ratatouille und Quarkdip bei Vitality stellten natürlich auch eine Alternative dar und ich hätte sogar mit dem Gai Prad Pirk Kind – Gebratene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in Curry-Ingwersauce, das neben den Gebackenen Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, leben können, aber ich konnte mich einfach nicht zurückhalten. In weiser Vorraussicht hatte man dieses Mal sogar die großen Teller hervorgeholt, damit man die Ente darauf besser zerpflücken konnte.

Duck with calvados sauce, bavarian cabbage & bread dumpling / Ente mit Calvadossauce, Bayrisch Kraut & hausgemachten Semmelknödel

Mit dem Attribut “kross gebacken” hatte man auch dieses Mal nicht übertrieben, denn die Haut war wirklich angenehm knusprig und gut gewürzt. Und die Ausbeute an verwertbarem Fleisch war ebenfalls recht gut, wobei sich dieses auch ohne großen Aufwand vom Knochen lösen ließ. Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass das Entenviertel nicht mehr ganz heiß war, aber darüber kann ich hinweg sehen. Die Calvados-Sauce war, wie bei den Saucen hier ja leider üblich, mal wieder sehr dünnflüssig und hätte geschmacklich noch etwas intensiver sein können, aber sie war soweit in Ordnung. Ebenso das grob geschnittene und offensichtlich angebratene Weißkraut, das man gut mit Gewürzen wie Kümmel abgeschmeckt hatte. Nur der Semmelknödel entsprach leider nicht ganz meinen Erwartungen, denn er war nicht nur bereits etwas abgekühlt, womit ich hätte leben können, aber er war auch viel zu fest geraten und ihm fehlte merklich eine ausreichnde Würze mit Salz. Als Sättigungsbeilage durchaus noch geeignet, aber volle Punktzahl kann ich da nicht geben. Insgesamt aber ein doch gut gelungenes Gericht mit kleinen Schwächen.
Es war natürlich nicht verwunderlich, dass es die Ente bei dem Preis und bei den Alternativen heute nicht auf den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala schaffte. Hier landete, wie nicht anders zu erwarten, das Schweineschnitzel mit Pommes. Und auch der zweite Platz war ihr nicht gegönnt, denn hier landeten heute vollkommen unerwartet die Asia-Gerichte. Erst auf Platz drei fand sich schließlich die Ente mit Calvadossauce und lag somit nur knapp vor dem viertplatzierten Kartoffel-Frischkäsetaschen.

Mein Abschlußurteil:
Ente: ++
Calvadossauce: +
Bayrisch Kraut: ++
Semmelknödel: +

Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel & Apfel-Blaukraut [27.09.2017]

Wednesday, September 27th, 2017

Das Oktoberfest-Special unseres Betriebsrestaurants ging heute mit einem mit einem Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel und Apfel-Blaukraut in die nächste Runde. Die Lasagne Bolognese bei Globetrotter sah zwar auch nicht schlecht aus und die Paella – Spanische Reispfanne mit Meeresfrüchten, Hühnerfleisch und Gemüse aus dem Abschnitt hatte ich von früher auch meist recht gut in Erinnerung, aber wenn es schon mal Wild gibt, wollte ich dies natürlich nicht versäumen, zumal der Sauerbraten mit gerade mal 4,50 Euro auch nur minimal teurer als die Standardgerichte waren. Da konnten mich auch die Glasnudeln mit asiatsichem Gemüse in Kokosmilchsauce oder das San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Spezialsauce von der Asia-Thai-Theke nicht mehr umstimmen.

Bavarian roast venison with home made potato strudel & red cabbage / Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel & Apfel-Blaukraut

Die Sättigungsbeilage in Form des Kartoffelstrudels bestand einfach nur aus kleinen, mit etwas Sahne angemachten, teilweise zerkrümelten Salzkartoffeln, die man in einer Hülle aus Strudel- bzw. Blätterteig gebacken und dann in dicke Scheiben geschnitten hatte. Von der Idee her ganz nett und das ganze sah auch ansprechend aus, aber ich fand die Kartoffeln darin etwas trocken geraten – wahrscheinlich durch das Backen. Außerdem hatten die Kartoffelstücke in der dünnen Teigscheibe kaum Halt und fielen beim Schneiden heraus. Hier hätte man das ganze vielleicht in eine Art Guss tun sollen, um ihm etwas mehr Struktur zu geben. Das Blaukraut mit seiner leichten Apfel-Note war aber sehr gut gelungen, während ich an der Hauptkomponente, dem Hirschsauerbraten, dann doch wieder etwas beanstanden muss, denn er war ebenfalls – zumindest für meinen Geschmack – etwas trocken geraten. Zum Glück hatte man bei der sehr gut gelungenen, dickflüssigen und leicht säuerlichen Sauce nicht gegegeizt, denn diese glich dies glücklicherweise wieder etwas aus. Kein perfektes Sauerbratengericht, aber doch akzeptabel mit kleinen Schwächen eben. Ich bereite es dennoch nicht, zum Hirschsauerbraten gegriffen zu haben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass hier die Lasagne Bolognese am häufigsten gewählt worden war, womit ich diesem Gericht den ersten Platz zubilligen würde. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Hirschsauerbraten. Platz drei belegte heute meiner Meinung nach die Paella, die aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den somit viertplatzierten Asia-Gerichten besaß.

Mein Abschlußurteil:
Hirschsauerbraten: +
Sauce: ++
Kartoffelstrudel: +
Apfel-Blaukraut: ++

Ochsenkotelett mit Kräuterbutter, Speckbohnen, Ofenkartoffel & Schnittlauchquark [26.09.2017]

Tuesday, September 26th, 2017

Am heutigen Dienstag wurde im Rahmen des Oktoberfest-Specials in unserem Betriebsrestaurant mal etwas ganz besonderes angeboten: ein Gebratenes Ochsenkotelett frisch vom Grill mit Kräuterbutter, dazu Speckbohnen, Ofenkartoffel und Schnittlauchquark fand sich auf der Speisekarte. Und das sah wirklich überaus verlockend aus. Einziger Wermutstropfen war der Preis, der selbst reduziert noch bei stolzen 9,80 Euro lag. Daher haderte ich zuerst lange mit mir, denn es wurde bei Globetrotter mit Schweinegeschnetzelten “Zurcher Art” mit hausgemachten Appenzeller Rösti auch eine für mich tragbare Alternative angeboten oder ich hätte mit dem Pikantes Kichererbsencurry bei Vitality oder einem Angebot der Asia-Thai-Theke wie Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse bzw. Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Massamansauce ebenfalls deutlich leichter speisen können. Zusätzlich wurden außerdem noch die Reste des Putensteak “Picatta Milanese” mit würziger Tomatensauce und Butternudeln von gestern etwas preisreduziert angeboten. Doch letztlich siegte doch meine Vorliebe für besonderes und ich entschied mich für das Ochsenkotelett. Letztes Jahr hatte ich mich ja auch nicht davon abhalten lassen.

Ox chop with herb butter, bacon beans, oven potatoe & chives curd / Ochsenkotelette mit Kräuterbutter, Speckbohnen, Ofenkartoffel & Schnittlauchquark

Das riesige Kotelett, das man tatsächlich wie angekündigt frisch vom Grill direkt auf meinen Teller gegeben hatte, erwies sich tatsächlich als überaus gute Wahl. Der Knochen, den man rechts unten an dem Fleischstück sieht, war angenehm klein und obwohl das Kotelett wie üblich etwas durchwachsen war, war die Ausbeute an gutem Fleisch dennoch überaus reichhaltig. Hinzu kam, dass man es wirklich gut durchgegrillt hatte, wodurch die so entstandenen Röstaromen den Geschmack noch einmal verbesserten. Gemeinsam mit der Kräuterbutter ein wahrer Genuss. Und auch die mit Schale im Ofen gegarte, mit frischem Schnittlauchquark garnierte Riesenkartoffel gab keinen Grund zu irgend welcher Kritik, ebenso das mit einem Stück Frühstückspeck umwickelte und knusprig angebratene Bündel grüner Bohnen. Sehr fleischlastig, aber auch sehr gut gelungen – ich denke die 9,80 Euro waren gut angelegt.
Natürlich schreckte der Preis viele der anderen Kantinenbesucher etwas ab, weswegen der Zurcher Geschnetzelte heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte, aber entgegen meiner Erwartung folgte das Ochsenkotelett schon auf dem zweiten Platz, noch vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und dem Kichererbsencurry auf dem vierten Platz. Ich hatte wirklich nicht gedacht, dass so viele meiner Mitesser so viel zahlen würden, aber da hatte ich mich wohl geirrt.

Mein Abschlußurteil:
Ochsenkotelett: ++
Speckbohnen: ++
Ofenkartoffel: ++
Schnittlauchquark: ++

Schweinswürstl auf Weinsauerkraut, Kartoffel-Pastinakenpürree, Bratensaft & Röstzwiebeln [25.09.2017]

Monday, September 25th, 2017

Auch diese Woche ist der eigentliche Bereich Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants dem aktuell hier in München stattfindenden Oktokberfest geweiht und mit für diese Veranstaltung typischen Gerichte bestückt. Den Anfang machten heute Zwei Paar Schweinswürst´l auf Weinsauerkraut, Kartoffel-Pastinakenpürree, Bratensaft und Röstzwiebeln und das erschien mir auch gleich so verlockend, dass ich nicht lange überlegen brauchte im hier zuzugreifen. Daher erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, dass außerdem bei Vitality Mexikanische Chililinsen mit Reis, bei Globetrotter Putensteak “Picatta Milanese” mit würziger Tomatensauce und Butternudeln und an der Asia-Thai-Theke Pho Pard Thord – Knusprige Vegetarische Frühlingsrollen sowie Gai Pad Bai Krapao – Gebratenes Schweinefleisch mit Chilli frischem Gemüse und Thaicurrysauce angeboten wurden.

Pork sausages with potato parsnip puree, sauerkraut & fried onions / Schweinswürst´l auf Weinsauerkraut, Kartoffel-Pastinakenpürree, Bratensaft & Röstzwiebeln

Eins kann ich gleich zu Beginn anmerken: Die Portion war wirklich recht groß geraten und mit vier Würsten auch sehr fleischlastig. Selbst ich musste kämpfen, um alles zu schaffen. Würstchen waren auch qualitativ in Ordnung und angenehm würzig, während die Sauce mal wieder etwas dünn geraten war, aber das kenne ich ja bereits. Und die Röstzwiebeln hätten für meinen Geschmack gerne noch etwas knuspriger sein können, aber auch sie waren soweit in Ordnung. Das gleiche gilt für das Weinsauerkraut und das einigermaßen dickflüssige Püree, bei dem ich geschmacklich allerdings nicht wirklich bestimmen konnte ob dort nun Pastinaken mit verarbeitet worden waren oder nicht. Insgesamt aber ein gut gelungenes Mittagsmahl, das auch einen hungrigen ausgewachsenen Mann problemlos satt machen konnte. Ich war zufrieden.
Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute recht durchwachsen und nur mit knappen Vorsprung gelang es den Schweinswürstel heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich zu gewinnen. Um Platz zwei lieferten sich Asia-Gerichte und Putensteak ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das meiner Meinung nach die Asia-Gerichte knapp für sich entscheiden konnte. Auf dem vierten Platz folgten schließlich die Chililinsen mit Reis.

Mein Abschlußurteil:
Schweinswürstel: ++
Weinsauerkraut: ++
Bratensauce: +
Röstzwiebeln: ++
Kartoffel-Pastinakenpüree: ++