Mensa Doublefeature [02/03.04.2007]

Da ich gestern aufgrund des Webmontags (detaillierter Bericht folgt) nicht mehr dazu gekommen bin, einen Eintrag zu schreiben verpacke ich heute mal beide Tage in einen großen Post.
Kommen wir zuerst zum zu Montag, an dem es mich wie üblich in die Abbe-Mensa zu. Interessantestes Angebot des Tages war an jenem Tag (aus meiner Sicht) “Cordon bleu mit Pariser Karotten und Kartoffeln” – eine Meinung die wohl auch viele andere teilten, denn die Schlange hier war wirklich am längsten.

War durchaus in Ordnung und essbar. Auf Dessert verzichtete ich jedoch, ich muß wirklich mal kürzer treten. Zumindest in kleinen Schritten.
Am heutigen Tag war ebenfalls eine Mensa das Ziel, jedoch verschlug es und heute in die sog. “Philomensa”, also jene im Philosophenweg oberhalb des Planetariums.

So sehr viel besser wie viele sagen war diese jedoch heute nicht. Was mir von allem Angebotenen am meisten zusagte war wohl das “Gyros mit Tzatziki und Bratkartoffeln“.

Mit dem Tzatziki war es eigentlich recht gut zu genießen aber auf der anderen Seite nun wirklich nichts besonderes. Mensa ist halt Mensa. Obwohl die hier in Jena schon ganz gut sind – ich habe in anderen Städten schon weitaus schlimmeres erlebt und (mehr oder weniger) gegessen. War halt Glücksspiel wie immer und dieses mal war die Karte nicht ganz so gut.

Test Meica Würstchen Lunch Erbse [01.04.2007]

Im meinem Kühlschrank trieb sich doch tatsächlich noch ein weiteres Gericht von Meica herum – “Meica Würstchen Lunch – Erbse” mit Bockwürstchen. Das mußte ich natürlich gleich mal testen.

Im Grunde genommen genommen erscheint es sich dabei im ersten Moment um eine Art Eintopf oder Suppe mit Bockwurstscheiben zu handeln. Besonders hervorgehoben wird dabei auf der Verpackung die “Extra-Portion Bockwurst”. Ob diese wirklich so groß ist wird sich im Laufe dieses Testes herausstellen.

Ganz in alter Meica-Tradition verbirgt sich unter dem hinteren Aufkleber ein kleines Add-On zum Gericht, dieses mal findet sich dort ein Tütchen Creme fraiche. Dieses muß natürlich entfernt werden, bevor wir an die eigentliche Zubereitung gehen.

Dieses mal sagt die Anleitung jedoch nichts davon, einfach Löcher in die Abdeckfolie zu stecken und es dann in die Mikrowelle zu stellen. Viel mehr soll man die Folie entfernen und die Schale auf mikrowellengeeigneten Geschirr mit Abdeckung in die Mikrowelle geben. Das gibt uns im ersten dieser Schritte gleich einmal Gelegenheit, einen Blick auf das unzubereitete Gericht zu werfen.

Sieht tatsächlich aus wie vorgekochte Erbsensuppe mit Bockwürstchen.
Fahren wir also fort mit der Zubereitung nach Anleitung und stellen es auf entsprechendem Geschirr in die Mikrowelle

und decken es mit einer Haube ab.

Etwa sechs Minuten soll es dort bei 750 Watt verbleiben. Nach etwas mehr als der Hälfte nahm ich es kurz heraus und rührte es wie vorgegeben um.

Nach den sechs Minuten bot sich in etwa das selbe Bild, das man auch von selbst gekochten Suppengerichten her kennt, die man in der Mikrowelle aufgewärmt hat: Oben hatte sich etwas Wasser gesammelt.

Nun fehlte nur noch die Creme fraiche.

Nach nochmaligen umrührens hatte ich dann den fertigen Würtschen-Lunch vor mir.

Als ich die Nährwertangaben berechnen wollte, ergab sich eine kleine Unsicherheit. Gesamtgewicht war auf der Rückseite mit 465g angegeben und darunter stand “Einwaage Wurstscheiben: Gewichtsverlust durch Erhitzen 72g”. Dabei war etwas unklar, ob es sich bei den 72g um die Menge der Wurstscheiben oder Angabe des zu erwartenden Gewichtsverlustes handelte. Aufgrund des Doppelpunktes denke ich jedoch, daß es bei der Angabe um Würstchen geht. Daher sind folgende Angaben auf die 465g Gesamtgewicht hochgerechnet.

Nährwerte für 465g
Brennwert: 2008,8 kj
478,95 kcal
Eiweiß: 23,25g
Kohlehydrate: 44,175g
Fett: 23,25g

Kommen wir schließlich zum wichtigsten: Dem Geschmack. Im Grunde genommen war es wirklich nichts anderes als eine Erbsensuppe mit Bockwürtchen. Die Menge der Würstchenscheiben war wirklich ausreichend – auch wenn das mit der groß beworbenen Extra-Portion vielleicht minimal übertrieben erschien. Besonders kräftigen Geschmack nach Stärke oder ähnlichem konnte ich nicht feststellen. Nicht so gute wie bei Muttern, aber für ein schnelles Mittag- oder Abendmahl durchaus aktzeptabel. Mir hat es auch jeden Fall ganz passabel geschmeckt – werde evtl. auch noch einmal die anderen Versionen mit Linsen, Kartoffeln, Gemüse oder Nudeln probieren.
Meine Wertung:

Putenfrikasse und Curcumareis [30.03.2007]

Am Freitag wurde es wieder nur Mensa – mein Vorschlag ins Lo Studente zu gehen wurde mit der aus meiner Sicht nicht richtigen Begründung abgelehnt daß es a) dort nicht schnell geht und b) das Essen nicht so gut wäre abgelehnt. Fadenscheinig finde ich – aber was solls. Hatte keine Lust auf irgend welche langwierigen Diskussionen und schloß mich der Mensa-Entscheidung an.
Viel erwähnenswertes gab es dort heute nicht. Grillwurst mit Letscho – nicht wirklich, oder Pikantes Herzragout mit Kartoffelpuree … lasst mich kurz nachdenken … … nein, danke. Innereien wie Herz, Magen oder gar Zunge gehören nicht gerade zu meinen Favoriten.
Ich entschied mich für die Alternative die neben dem vegetarischem Gericht, Gratinierte Prinzeßbohnen mit Röstkartoffeln, noch blieb: Hühnerfrikasse mit Curcumareis. Zwar war da noch von Erbsen die Rede gewesen, davon bemerkte ich im Endprodukt jedoch nicht viel. Viel eher hätte man von Frikasse mit Schwarzwurzelgemüse und Karotten sprechen können.

Beim Verzehr des Gerichtes überlegte ich, weshalb Curcumareis eigentlich als Curcumareis bezeichnet wurde. Mir war bewußt, daß ein Reis dieser Art immer von gelblicher Farbe war – aber woran lag das? Am Abend informierte ich mich schließlich genauer und es stellte sich heraus, daß es sich bei “Curcuma” um eine Pflanze aus der Familie der Gattung der ingwerartigen (Zingiberales) Gewächse handelt, die vor allem in Süd- und Südostasien beheimatet sind. Zu der selben Pflanzenfamilie gehört auch die Gelbwurz. Ingwer ist gelb(lich), Gelbwurz ist – wie der Name ja schon vermuten lässt ebenfalls gelb – daher liegt es nahe, daß die gelbe Farbe des Reis bei Curcumareis ebenfalls von jener Pflanze mit Namen Curcuma herrührt. ūüėČ
Könnte jetzt nicht sagen, daß er signifikant anders geschmeckt hätte als normaler, weißer Reis – aber das Frikassee war meiner Meinung nach für Mensaverhältnisse wirklich gut. Nur die Portion hätte dieses mal etwas größer sein können. Aber das Dessert in Form eines Bratapfelquarks, welchen ich ja bereits in vorherigen Posts lobend erwähnt hatte, konnte diese Lücke glücklicherweise erfolgreich schließen. Alles in allem also wieder ein recht lohnender Besuch in der “Studentenverköstigungseinrichtung” am Ernst-Abbe-Platz / Campus. Langsam habe ich wohl den Bogen raus, immer das richtige dort zu wählen… ūüôā

Schwalbennester [29.03.2007]

Heute trieb es mich mal wieder in jenes bereits bekannte Gebäude am Ernst-Abbe-Platz: Die gute alte Mensa.

Vor dem Gebäude fand heute (bei übrigens wieder sehr angenehmen Wetter) ein Bücherverkauf statt. Sah im Vorbeigehen wie lauter mehr oder weniger gebrauchte Reclam-Ausgaben aus – wohl irgend welches Material für interessierte Studenten.
Beim betrachte der Tafel mit dem aktuellen Angebot fand sich dort neben “Würstchengulasch auf Pommes Frites” oder irgendwelches Tofu-Vegetarier-Zeug auch etwas mit der Bezeichnung “Schwalbennest mit Karotten-Schwarzwurzelgemüse und Kartoffeln” . Gehört hatte ich den Begriff zwar schon mal, dennoch fragte ich mich was sich hinter dem Begriff Schwalbennest eigentlich verbirgt. Doch probieren geht natürlich über nachschlagen. Die Alternativen waren auch bei näherer visueller Betrachtung nicht besonders verlockend, daher entschied ich mich die Nester zu testen.

War interessant und schmackhaft – das Gemüse war etwas faserig, jedoch das Fleisch – wohl das eigentliche “Schwalbennest” – war vorzüglich und stellte sich als eine Art Roulade gefüllt mit einem gekochten Ei heraus. Bin der Meinung daß es Rindfleisch war. Als ich wieder vor einem Rechner saß, war ich natürlich bemüht mich über den Begriff Schwalbennest zu informieren. Mein erstes Ziel war Wikipedia, jedoch fand sich hier keine erschöpfende Erklärung. Das einzige was hier als mehr oder minder essbar erschien war die sogenannte Schwalbennestersuppe aus den Nestern der Salanganen, einer Vogelart aus der Gattung der Segler. Damit hatte dieses Mensagericht jedoch nicht wirklich viel zu tun. Erst bei chefkoch.de fand ich etwas, daß mit dem dargebotenen konform ging. Zwar ging daraus nicht hervor, warum in Fleisch gewickelte, gekochte Eier als Schwalbennester bezeichnet werden. Gut, mit etwas Fantasie kann man durchaus einer Beziehung zwischen Eiern, Schwalben als Eierproduzenten und Behältnissen von Eiern, auch wenn sie aus Fleisch sind, herstellen – jedoch erschien mir die die Bezeichnung der chinesischen Speise oben doch passender, da sie offensichtlich aus echten Schwalbennestern hergestellt waren. Bin gerade am Überlegen ob ich Nester eines Vogels in Suppenform essen würde? Hmm – probieren würde ich es einmal. Aber ich schweife ab – der Begriff Schwalbennester deckt gemäß des gefundenen Rezepts tatsächlich auch in Fleisch gewickelte, gekochte Eier ab. Wieder was dazu gelernt. ūüôā

Putenstreifen und Tortillas [28.03.2007]

Vor einiger Zeit mußten wir uns noch auf den Weg zum Marktplatz machen, wenn wir wissen wollten was das aktuelle Tagesangebot im R2 umfasste – heute nutzte ich die Seite Meine Mahlzeit und konnte somit beim treffen in der Lobby des Turms bereits mit dem aktuellen Menu überraschen. *SchleichWerbungMach* ūüėČ
Da das Angebot zusagte, machten wir uns also auf den Weg in Richtung des R2 Restaurants.

Aufgrund des wirklich angenehmen Wetters setzten wir uns nach draußen auf den Marktplatz. Es war zwar noch recht kühl, aber in der kräftig scheinenden Sonne wirklich mehr als erträglich. Wenig später gaben wir unsere Bestellung auf und hatten wenig später das Businesslunch des heutigen Mittwochs vor uns stehen: “Süß-sauer marinierte Putenstreifen mit Marktgemüse in Tortillas“.

Gut, bei dem Begriff Marktgemüse hatte ich etwas anderes als Salat erwartet – aber davon abgesehen erwies sich die Wahl mal wieder als vorzüglich. Die Tortillas waren sowohl frisch als auch schmackhaft und die Putenstreifen schön zart. Hätte etwas mehr sein können, dennoch wurden wir satt. Und das ganze für die bereits bekannte 6 ‚ā¨uronen inkl. eines Softgetränkes (oder wahlweise eines Kaffees).