Ente mit Reis und Gemüse [15.01.2008]

Zwar waren wir drauf und dran, in den Wok-Man am Leutrgraben zu gehen, um dort unser Mittagsmahl einzunehmen – doch leider war es dort so überlaufen, dass wir uns nach einer anderen Lokalität umsehen mussten. Dabei fiel unser interesse auf den Asia-Imbiss “Dr. Wok” am Holzmarkt hier in Jena.

Eine sehr ansprechendes Restaurant muß ich hier noch einmal sagen – allerdings konnte wir von Glück sprechen, das gerade ein Tisch frei wurde, so dass wir uns dort hinsetzen konnten. Besonders zu erwähnen wäre natürlich, das im Dr. Wok ein Mittagsmenu samt Vorspeise (wahlweise auf Suppe oder einer Frühlingsrolle) besteht, zum Preis von gerade einmal 4,90 €uronen angeboten wird. Auch wenn man ich vielleicht doch einmal das hier angebotene Ramen hätte probieren sollen – aber das war nicht im Rahmen dieses Angebotes, daher entschied ich mich dazu eine Frühlingsrolle und schließlich das Menu Nummer 8 – gebratene Ente mit Gemüse und Reis – die gemäß Karte leicht scharfer Soße angeboten wurde. Ohne große Wartezeit wurde zuerst die Vorspeise serviert.

Eine offensichtlich recht frisch zubereitete Frühlingsrolle mit Gemüse wie z.B. Soja und nicht zu wenig Geflügelfleisch – in einer Süß-sauren Soße. Eine sehr schmackhafte Einleitung des Mittagsmahles. Aber es sollte noch besser werden.

Mein Hauptmenu bestand der oben erwähnten Ente mit Reis und Gemüse. Man beachte dass die Ente nicht wie sonst bei Asia-Restaurants üblich als zerteilter Block auf dem Gemüse liegt, sondern in das Gemüse eingearbeitet ist – eine kleine Besonderheit. Von Schärfe bemerkte ich leider nichts, aber der geschmackliche Gesamteindruck der Speise war mehr als positiv. Vor allem die Soße, trotz der fehlenden Schärfe, erwies sich als äußerst Schmackhaft. Sehr gelungen zubereitet muss ich sagen, was mir auch mein Begleiter der die selbe Hauptspeise gewählt hatte unmittelbar bestätigte. Dieses Erlebnis widerruft zwar aber mein bisheriges Urteil, welches das Asia-Food in der Wagnergasse als einen der besten Asiaten in Jena bezeichnet, aber Meinungen ändern sich nun einmal. Auch das Dr. Wok kann ich vorbehaltlos empfehlen. Ich denke dass wir alleine wegen der Kosten in nächster Zeit häufiger Asiatisch speisen werden. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis sind diese sind asiatische Imbisse aufgrund der aktuellen Kostensituation hier in Jena wirklich unschlagbar.

Calzone XXL [14.01.2008]

Der Montag scheint sich langsam bei uns zum Lo Studente Tag entwickeln. Ich will natürlich keine Prognosen abgeben – vor allem unter der Prämisse dass auch das Lo Studente trotz seiner sonstigen Vorzüge ja zu Lokalitäten der gehobenen mittleren Preisklasse gehört. Und das sage ich, obwohl man eindeutig eine allgemeine Preissteigerung hier in Jena innerhalb der letzten Monate beobachten konnte. Gut, natürlich könnte man sich auch geschmierte Brote von zu Hause mitbringen, in der firmeneigenen Mikrowelle ein Fertiggericht aufwärmen, in eine der Mensen hier in der Innenstadt durchessen oder in den günstigen Lokalitäten wie Dönerbuden oder Asiaimbissen durchfuttern. Aber wer will das schon?
Das aktuelle Sonderangebot im Lo Studente besteht auch diese Woche weiterhin aus Penne mit verschiedenen Soßen – aber heute war mir nach etwas anderem. Daher entschied ich mich für die Calzone, die mit 7,50 €uronen zwar am oberen Ende von dem liegt, was ich bereit bin für ein Mittagessen zu zahlen – aber wie ich ja bereits vor einiger Zeit berichtete, dass man die Pizzen im Lo Studente um 4 cm vergrößert hatte. Und das traf natürlich auch für die Calzone zu.

Vergleicht man es mit führeren Bildern bin ich schon der Meinung dass man das Wachstum der Calzone deutlich erkennen kann. Aber ob das den Aufschlag von einem Euro rechtfertig? Noch am 05.10. letzten Jahres hatte ich 6,50 €uronen und geht man noch einmal 11 Monate weiter zurück hatte ich sogar nur 5,50 €uronen bezahlt. Zwei Euronen in weniger als zwei Jahren – ein ziemlich heftiger Preisanstieg, den man aber nicht unbedingt dem Lo Studente vorwerfen kann, sondern eher der allgemeinen Verteuerung der Lebenshaltungskosten hier in Deutschland. Es ist zwar inzwischen schon etwas über 6 Jahre her, dass der Euro eingeführt wurde – aber immerhin wären das 14,68 DM für ein Mittagessen – das muss man sich mal vor Augen führen… oO
Ich nutzte die Gelegenheit im übrigen, mir mal das Innere einer solchen Calzone genauer zu betrachten.

Ein wenig viele Pilze finde ich – aber dem geschmacklichen Gesamteindruck tut das keinen Abbruch. Trotz der von mir oben aufgedeckten Preissteigerung eindeutig eine sehr leckere Wahl.

Turkey, Ham & Bacon Melt [11.01.2008]

Heute ergab sich irgendwie keine Verabredung zum Mittagessen – daher wich ich auf etwas auf, das ich lange nicht mehr in Anspruch genommen hatte: die hiesige Subway-Niederlassung.

Der Betrieb war nur mäßig so dass ich recht schnell an die Reihe kam.
Ich wählte ein ganzes Honey Oat Sandwich der Ausfertigung “Turkey, Ham and Bacon Melt”, getoastet und belegt sowohl mit Scheibenkäse als auch mit Fischkäse sowie Salat, Gewürzgurken und Zwiebeln. Die Bediensteten zeigten sich trotz des Stresses den sie aktuell hatten als durchaus freundlich. Natürlich lobe ich seit Erfahrungen wie dem Cosi’s in Boston das Subway nicht mehr als der Weisheit letzter Schluss was die Qualität von Sandwiches – aber die Auswahl hier ist nicht so groß wie zum Beispiel wie den Vereinigten Staaten.
Ich erhielt nach meinen Wünschen ein Baguettebrot, das sowohl mit Frischkäse als auch Scheibenkäse belegt war – und natürlich mit drei Fleischsorten und den oben genannten pflanzlichen Beigaben.

Letztlich sind die Zutaten nichts anderes als das, was man sich auch selbst bei jedem besseren Metzger beikaufen kann. Dass ich letztlich 6,26 €uronen für das Komplettpaket bezahlen musste, schockte mich natürlich etwas innerlich. Für diesen Preis hätte ich fast auch ins Lo Studente oder ins Quirinus gehen können. Ein kurzer Blick ins Innere zeigt die Banalität des Füllung des Sandwiches.

Natürlich darf ich nicht vergessen zu erwähnen, dass ich zu dieser Zusammenstellung eine die Subway Mexican Sauce wählte, ein leicht scharfes Dressing, welches zu meinen Favoriten unter den angebotenen Saucen zählt. Alles in allem nichts wirklich besonderes, hinsichtlich meiner Sandwich-Erfahrung aus den USA, aber dennoch eine nicht allzu schlechte Wahl für Jena. Solange kein Cosi’s oder etwas ähnliches hier eröffnet, ergibt sich keine bessere Möglichkeit ein Fastfoof-Sandwich hier zu verzehren. Natürlich will ich Subway nicht abwerten, aber erfahrungsgemäß gibt es Sandwichtechnisch eindeutig bessere Franchise-Unternehmen. Nur eben nicht hier in Deutschland – daher muß man mit dem Vorlieb nehmen, was man zur Verfügung hat, Im Vergleich zu der im Leutragraben ansässigen schottischen Fastfood-Kette erschien es mir auf jeden Fall die bessere Alternative.

Schnitzeltag im Quirinus [10.01.2008]

Der heutige Tag war für uns im Zeichen des Schnitzels, denn der Donnerstag gilt als Schnitzeltag im Café Quirinus – eine Tatsache die mir erst heute bewußt wurde.

Für gerade einmal 5,50 €uronen bot man dort ein XXL Schnitzel in Schwarbiersoße mit Salat, Grünkohl und wahlweise Kartoffelecken oder Pommes Frites an. Als wir vor dem Quirinus eintrafen, mussten wir jedoch mit bedauern feststellen dass dort alle Tische besetzt waren – was uns jedoch nicht entmutigte, denn es sollte in Kürze einer der Tische frei werden. Daher warteten wir tapfer vor der Lokalität auf die diese verlassenden Gäste. Tapfer allein deshalb, weil sich diese Wartezeit tatsächlich auf über zehn Minuten ausdehnte. Doch wir waren alle so auf Schnitzel fixiert, dass wir dies in Kauf nahmen.
Als wir dann endlich einen Tisch ergatterten – nicht den auf den wir warteten, aber das ist eine andere Geschichte – bekamen wir glücklicherweise sofort die Aufmerksamkeit des diensthabenden Kellners und konnten unsere Bestellungen absetzen. Ich wählte das Gericht wie die meisten anderen auch mit Kartoffelecken. Glücklicherweise deshalb, weil kurz nach unserer Bestellung genau dieser Kellner das Angebot auf der Tafel vor dem Restaurant durchstrich – wir hatten wohl mit die letzten verfügbaren Personen bekommen. Dazu gab es eine Flasche Club-Mate, jenem koffeinhaltigen Mate-Tee den nicht nur ich in letzter Zeit sehr zu schätzen gelernt hatte. Normalerweise erwähne ich ja keine Getränke, doch dieses Mal gab es etwas besonderes: Club-Mate Winter Edition.

Interessante Komposition muß ich sagen – unter Zugabe von von Zimt, Sternanis, Zitrusextrakten und Cardamom haben die Macher wirklich eine interessant schmeckendes Getränk entworfen.
Aber kommen wir zum eigentlichen Gericht: Dem Schnitzel mit Grünkohl und Kartoffelecken, welches wir nach etwa 15 Minuten serviert bekamen.

Fangen wir mit dem Salat an, der mit Mais, Gurken, zwei Streifen Paprika und Tomaten zubereitet war und ein Dressing aus Saurer Sahne besaß: Er war frisch und sehr wohlschmeckend. Auch die Kartoffelecken aus zerteilten und frittierten bzw gebratenen Pellkartoffeln gab es eigentlich nichts auszusetzen. Das Schnitzel selbst zeigt zwar durch seine hellere Farbe, dass es sich wohl (zumindest meiner Kenntnis nach) um fertig gekaufte und nicht selbst panierte Schnitzel handelt, aber dem Geschmack tat dies nicht wirklich einen Abbruch. Das Highlight war aber der Grünkohl – so banal das auch klingt. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Grünkohl, er schmeckt in den meisten Fällen eher etwas bitter. Hier jedoch hatte man durch die Zugabe von kleinen Mengen Zucker diesen Geschmack gelungen übertüncht. Eine alles in allem sehr gelunge Komposition muss ich sagen und bei einem Preis von unter sechs Euro im Vergleich zu anderen Lokalitäten wirklich preiswert. Morgen soll es Spätzle mit Gulasch geben wie man uns mitteilte – aber normalerweise gehe ich ja nicht zwei mal in einer Woche in das selbe Restaurant. Aber das Preis-Leistungsverhältnis hier ist nach der erheblichen Preiserhöhung in vielen anderen Lokalitäten eine wirkliche Alternative. Wie immer werden wir über das Ziel unseres Mittagsausfluges spontant entscheiden. Es besteht also die Möglichkeit, dass meine geneigten Leser morgen noch einmal von Quirinus lesen – aber lasst euch einfach überraschen.

Asia Nudelsuppe mit Riesengarnelen [09.01.2008]

Das Ziel unseres heutigen Mittagsausfluges war das Restaurant “Zum Löwen” im hiesigen F-Haus. Diese Location ist ja langsam etwas teuer geworden, die Speisen liegen auch hier inzwischen von 6,60 € aufwärts bis hoch zu fast 9 €, doch heute wagten wir einen weiteren Versuch. Ich wählte aus der aktuellen Karte die Asiatische Nudel-Gemüse-Suppe mit Riesengarnelen für den Preis von gerade mal 4,40 €uronen das zweitgünstigste Gericht auf der Karte. Zwar klangen auch die Spagehtti Carbonara für 6,60 und ein Schweineschnitzel mit gratinierten Rahm-Champinions oder gefüllten Puttenrollbraten mit Rotkohl und Klößen klang zwar auch verlockend, war mir aber mit 6,60 und 8,20 € zu kostspielig.
Nach kurzer Wartezeit von gerade einmal 10 bis 15 Minuten hatten wir auch schon unsere Bestellung auf dem Tisch.

Die Suppe war zwar gut, aber doch etwas dünn. Der Inhalt bestand (neben Flüssigkeit) hauptsächlich aus Karottenscheiben, Zuchini, kleinen Maiskolben und natürlich einigen Riesengarnelen – aber das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und Inhalt war nicht sooo toll. Durch ein zerbröseln der beigegebenen Weißbrot-Baguettescheiben in die Suppe ließ es sich aber gut verzehren und stellte sich sogar als gut gewürzt heraus.
Wirklich schade daß auch der Löwe sich inzwischen so stark verteuert hat – die meisten der Gerichte überschreiten deutlich die 7 €uronen-Marke – was sich inzwischen auch als eine Art preisliche “Schmerzgrenze” für uns herauskristallisiert hat. Wir werden es weiterhin beobachten, vor allem die im Internet verfügbare Mittagskarte, aber unsere Besuche werden auf jeden Fall nicht mehr so häufig sein wie zu früheren Zeiten.