Tortillas im Loewen [20.04.2007]

Nach langer Abstinenz bot sich mir heute wieder mal eine Gelegenheit, den Löwen zu besuchen, der ja früher fast jeden Montag unser Ziel bildete. Da war es nur gut und billig, daß wir am heutigen Montag mal wieder dort einkehrten. Draußen war es ja bereits gestern so stark abgekühlt, daß eine Einnahme unseres Mittagsmahls im Freien keine Option für uns war. Das Angebot diese Woche klang auf den ersten Blick zwar nicht so überragend, aber ich entdeckte doch einige Gerichte, die ich in die Nähere Auswahl fasste. Zuerst war da Gazpacho Andaluz, das alleine weil es mir unbekannt war mein Interesse weckte. Als ich doch bei Wikipedia las, daß es sich dabei um eine kalte Suppe handelte, strich ich sie dann doch und wandte mich den anderen Mahlzeiten zu. Da waren “Gebratener Gemüsereis mit Austern und Sprossen”, “Gebratenes Schweinekotlett mit Joghurt-Minze Soße und Erbsenpüree” oder “BBQ Hähnchenschenkel mit Salsa und Pommes”. Alles klang irgendwie verlockend, doch ich wählte letztenendes die “Mexikanische Tortilla mit Hack, Bohnen und Mais“, die mit 4,50 Eurönchen zu Buche schlagen sollten.

Ich bereute die Wahl nicht, denn die Zubereitung stellte sich als sehr lecker heraus. Der Tortilla-Teig war frisch und knusprig und die Füllung mit einer leichten Schärfe versehen. Bedienung war wie immer schnell und korrekt. Kann meine wohl schon öfters ausgesprochene Empfehlung für dieses Restaurants im hiesigen F-Haus nur noch einmal bekräftigen. 🙂

Putenbrustbraten [27.04.2007]

Heute stellte ich die Prämisse auf, daß wir uns doch bei dem schönen Wetter nach draußen setzen könnten. Leider hatte ich mit den seltsamen Aussagen einiger hier nicht näher genannten Personen nicht gerechnet, die Vorschläge wie Kartoffelhaus, Hanfrieds oder R2 mit abfälligem Brummen oder Kommentaren wie “Was hast du denn für komische Ideen?” oder “Das ist doch eine Assikneipe” alle konstruktiven Vorschläge abschmetterten. Auf solche Sprüche lässt sich schwer eine sinnvolle oder sachliche Diskussion aufbauen – daher wurde es halt wieder mal eine der Mensen – um genau zu sein jene im Philosophenweg, wo man sich hinter dem Gebäude zumindest auch ins freie setzen kann – einen freien Platz dort natürlich vorrausgesetzt.
Das dortige Mittagsangebot umfasste zum einen eine Bratwurst mit Paprikapaste und Pommes, Möhreneintopf mit Geflügelfleisch, Spaghetti mit Soja-Bolognese und schließlich “Putenbrustbraten mit Rotkohl und Kroketten“. Für letzteren entschied ich mich kurzum – die anderen Gerichte sagten mit vor allem Visuell weitaus weniger zu.

Ich wurde dazu angehalten Mensaessen nicht immer so grundnegativ zu betrachten, daher sage ich heute einmal: Ein wirklich gelungenes Essen. Die Qualität des Rotkohls hätte etwas besser sein können, aber für eine Großküche eine wirklich gute Zusammenstellung. Als Nachtisch gab es eine kleine Portion Erdbeerpudding mit etwas Vanillesoße – was jedoch bei dem warmen Wetter fast schon zu viel war. Für unter vier Euro aber wie immer ein kaum schalgbares Preis/Leistungsverhältnis.
PS: Gruß an den sapere aude – den ich dort ebenfalls sah als er das Gebäude verließ, ihm aber nicht hinterher schreien wollte.

Subway-Tag [26.04.2007]

Heute hatte ich zum ungünstigen Zeitpunkt von 13.00 Uhr noch einen Termin, daher wurde es heute nichts mit groß Mittagessen gehen. Kurzentschlossen entschied ich mich dazu, mir mal wieder was im Subway zu holen – gerade an einem so schönen Tag wie heute ist etwas leichteres auch viel verträglicher als eine umfangreiche gekochte Mahlzeit.
Meine Entscheidung war schnell gefällt: Ein Turkey, Ham und Bacon Melt mit doppelt Käse auf Honey Oat Brot, überbacken und dazu etwas Salat, Gewürzgurken und Zwiebeln und abschließend garniert mit der guten alten Mexican Sauce.

Am Rande erwähnt: Ganz im Stile der Zeit scheint jetzt auch das Subway eine Art Maskottchen zu haben – wie sollte es anders sein natürlich ein turnschuhtragendes Baguette auf Beinen, das auf den hochkreativen Namen Sub Wayne hört.

Nun ja, da hätte man wirklich noch ein wenig mehr Brain rein stecken können finde ich – aber sei wenn es denen gefällt…
Aber zurück zum Sandwich selbst. Bei dem Honey Oat muß man wirklich vorsichtig sein stellte ich beim Genuß fest, denn es handelt sich hierbei um ein Brot welches mit Haferflocken bestreut ist. Sind die hart gebacken, können sie die Konsistenz eines mittleren Steines erreichen, was etwas (Achtung!) SUBoptimal ist wenn man draufbeißt. ;-( War unangenehm, aber Gebißtechnisch blieb es Glücklicherweise ohne weitere Folgen. Davon mal abgesehen war das ganze aber wirklich in Ordnung – zumindest wenn man an einem aufgebackenem Baguettebrot nichts auszusetzen hat wie ich. Ich mußte in den letzten Wochen mehrfach hören, wie Andere über die Qualität bei Subway meckerten, es soll, so erzählte man mir, sogar einen Fall gegeben haben, wo ein Kunde die Thekenkraft dazu aufforderte, das soeben fertiggestellte Baguette mal mit der Abbildung auf der Werbetafel zu vergleichen und anschließend die Annahme desselben verweigerte. Finde ich um ehrlich zu sein ziemlich albern – denn bei jeder FastFood Kette kann man wohl die selbe Argumentation bringen. Hat jemand schon mal z.B. einen Royal TS in der schottischen McFastfoodkette mit der Abbildung über dem Tresen verglichen ? Oder einen Whopper bei deren Konkurrenz? Man sollte die Erwartungen halt nicht so hoch schrauben, auch wenn es mit Sicherheit ein wenig gesünder und kalorienärmer ist, so bleibt Subway Sandwiches doch eine Franchise-Fastfoodkette. Und für ein schnelles Mahl dort bin ich immer wieder mal gern zu haben.

Nudeln, gebraten [25.04.2007]

Heute verschlug es uns zum Asia Food Imbiss an der Ecke Wagnergasse / Quergasse. Für gerade mal 3,20 Euronen entschied ich mich für eine Portion gebratene Nudeln mit zwei Sorten Fleisch – Hühner- und Schweinefleisch.

Eine interessante Kombination – vor allem die Größe der Portion zum Preis ist wirklich sehr gut. Mit Röstzwiebeln garniert ist das mehr als genug, um wirklich satt zu werden. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis eine wirklich gute Entscheidung. Einziger Minuspunkt war die Konsistenz der Nudeln selbst. Ich selbst mag sie ja eher gross gebraten, in meinem Fall waren sie eher – nun wie soll ich sagen – medium. Trotzdem eine gute Wahl. Kann diesen Imbiss weiterhin nur empfehlen.

Lammbraten und Wackelpeter [24.04.2007]

Heute zog es uns mal wieder in die Mensa am Ernst-Abbe-Platz. Das Angebot heute klang einfach zu verlockend: Nach Auskunft auf der Meine-Mahlzeit Webseite sollte es Lammkeule, Bohnen und Herzoginnenkartoffeln geben. Zwar wurden auf der Tafel direkt im Erdgeschoß des Mensagebäudes aus den Herzoginnenkartoffeln Semmelknödel, aber dennoch klang das ganze für mich wirklich gut. Die Alternativen waren aber auch nicht schlecht: Man bot gefüllte “Champignons mit Buttererbsen und Kartoffelpüree” sowie “Geflügelfrikassee mit Erbsen und Reis” an, aber dennoch blieb ich bei meiner Entscheidung für die Lammkeule.

An der Dessertheke entdeckte ich etwas, das als “Kirschwackelpeter” bezeichnet wurde – nun, unter dem Begriff Wackelpeter verstehe ich eigentlich vielmehr Götterspeise, also jene durchsichtige Masse aus gekochtem Fruchtsaft mit Gelantinepulver. Hier handelte es sich jedoch eher um einen dünnflüssigen Pudding. Nun ja, kann man unter (koch-)künstlerische Freiheit packen… 😉
Der Lammbraten selbst war für ein Mensagericht recht gut – das Fleisch war recht zart und hatte wenig Sehnen und Fett. Bohnen und Semmelknödel erschienen ebenso in Ordnung. Ich persönlich ziehe richtige Kartoffelknödel den Semmelknödeln natürlich vor, aber in dieser Kombination passte es irgendwie doch. Sehr lecker. Der Wackelpeter war ebenfalls ok, auch wenn wie bereits erwähnt das ganze etwas dünnflüssig erschien. Hätte man schon fast trinken können und mit der eigentlichen Definition von Wackelpeter hatte es bei Leibe wenig zu tun…