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ICBINB-Test

Friday, April 7th, 2006

Heute bin ich endlich dazu gekommen mal das gestern vorgestellte “I can’t believe it’s not butter” (ICBINB) im Praxiseinsatz testen können. Doch eines nach dem anderen:

Versuchsaufbau und Zutaten:


Abb. 1.1 – Sprühflasche mit ICBINB



Abb. 1.2 – 1 Scheibe typisch amerikanischen Brotes auf einem Kuchenteller
Im vorliegenden Fall wurde Brot der Sorte Sara Lee 100% Multi-Grain verwendet.

Abb. 1.3 – Sara Lee 100% Multi-Grain
Es kann jedoch auch fast jedes andere amerikanische Brot verwendet werden. Neben der im Vergleich zum z.B. deutschen Brot sind die meisten von mir bisher getesteten Zubereitungen hier eher von weicher Konsistenz und etwas süßlicher als es der europäisch-deutsche Gaumen gewohnt ist – dies ist eine Eigenschaft, die ich sogar bei den wenigen Schwarzbrotsorten beobachten konnte. Eine mit dem deutschen Vollkornbrot vergleichbare Zubereitung mit großen, ganzen Körnern konnte ich bisher nicht entdecken. Alle Aussagen beziehen sich natürlich ausschließlich auf den Raum Kalifornien – die Existenz abweichender Arten in anderen Bundesstaaten oder Regionen kann nicht ausgeschlossen werden.

Versuchsdurchführung
Nun versuchte der Tester, ein vollkommen unerfahrener Anwender von “I can’t believe it’s not butter” (in Zukunft ICBINB genannt), dieses auf einem handelsüblichen Scheibe us-amerikanischen Brots zu verteilen. Dieser Versuch verlief wie in der folgenden Aufzeichnung (Apple Quicktime – 344kb):


Bewegtbild 1.1 – Erste ICBINB-Anwendung

Kommen wir gleich zur Analyse der Versuches:
Aufgrund der großen Streuung und zufälligen beim Sprühen des Butterersatzstoffes ICBINB auf eine handelsübliche Brotscheibe kommt es zu einer nicht vorrauszuberechnenden Verteilung der Substanz. Es muß also, vorrausgesetzt man möchte das Brot gleichmäßig mit ICBINB besprühen, mit kollateralbesprühung auch der umgebenden Flächen gerechnet werden. Eine vergrößerung des Abstandes verschlimmerte das Ergebnis noch. Vom Einsatz eines Tellers in der Größenkategorie “Kuchenteller”, wie er im Versuch verwendung fand, muß also abgeraten werden. Eine großflächigere Unterlage eignet sich zum Auftragen erheblich besser, will man eine Verunreinigung vermeiden. Als Alternative würde ich nur anbieten, ausschließlich das Zentrum des Brotes zu besprühen, was aber aufgrund er unzureichenden Abdeckung der Gesamtfläche nicht weiter in Betracht zu ziehen ist.

Abb. 1.4 – Brot mit aufgesprühtem ICBINB

Resultat des Versuches
Der Butterersatzstoff ICBINB ist von der Idee her nicht schlecht, verfügt aber noch über ein großes Verbesserungspotential. Was uns auffiel:
Positiv:

  • schnelles Aufsprühen möglich
  • keine Berührung des weichen Broten durch z.B. ein Messer notwenig – dadurch keine Deformierung dessen
  • keine Kalorien, kein Fett – zumindest wenn man der auf die Flasche aufgedruckten Werbung vertraut


Negativ:

  • große Streuung beim aufsprühen, dadurch Verunreinigung umgebener Flächen
  • vor allem bei der leider recht schnell eintretenden Verunreinigung der Düse ist die Fächerung des Sprühstrahls nicht mehr steuerbar (gut in der Mitte des o.g. Filmes zu sehen)
  • Geschmack ist nicht mit dem echter Butter oder Magarine vergleichbar

Als Stoff um “die Wurst auf dem Brot zu halten” kann man ICBINB also durchaus verwenden – geschmacklich ist es aber kein besonderes Erlebnis. Da des weiteren keinerlei Angaben zur Verwendung auf der Verpackung zu finden waren, kann natürlich nicht gesagt werden, ob die Menge des Verteilten ICBINB der dem vom Hersteller empfohlenen Menge entspricht. Der intuitive Test durch einen vollkommen unerfahrenen Anwender lässt uns also zu dem Schluß kommen, daß es sich beim Produkt “I can’t believe it’s not butter” zwar um eine nette Marketingidee handelt, die anscheinend auch im amerikanischen Markt einen gewissen Bestand hat, allerdings wäre es für einen Neulinge in der Anwenung sehr hilfreich, wenn nicht nur mehrfach die Kalorienlosigkeit des Produktes auf der Flasche angepriesen wird, sondern darauf auch einige Hinweise für das richtige Auftragen finden wären. Hier sind also noch deutliche Nachbesserungen gefragt.

Abschließende Anmerkung: Für diejenigen die es nicht bemerkt haben sollten: Der obige Post ist nur bedingt ernst zu nehmen

Einkaufen zum Zweiten – Safeway [05.06.2006]

Thursday, April 6th, 2006

Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich mich heute mal ins Safeway begeben. Es handelt sich dabei um eine der hiesigen Supermarktketten wie das bereits erwähnte Wholefood oder eben WalMart, welches es aber halt leider nur in den Vororten gibt. Die für mich am nächsten gelegene Filiale des Safeway befindet sich an der Ecke 4th Street zur King Street [Karte] – recht nah am bereits mehrfach erwähnten SBC Park, der wie ich übrigens gehört habe jetzt in AT&T Park umbenannt wird da wohl der Sponsor gewechselt hat. Dann aber immer gleich das ganze Stadion umzubennenen – nun ja. Aber lassen wir das Thema mal, ich schweife ab.
Zu finden war das Safeway jedenfalls recht einfach und erwies sich als ein ganzes Stück größer als Wholefoodvon den Preisen auch meist um einiges günstiger. Hier kam ich nundas erste mal mit der “Nimm mehr und zahl weniger”-Preispolitik in Berührung, von der ich bereits gelesen hatte. Im Grunde genommen gibt es bei Safeway (wie auch wahrscheinlich bei viele anderen großen Supermarktketten hier) für den Gros der Produkte drei Preisgruppen:

  • Den normalen Preis bei Abnahme einer Einheit
  • Einen ermäßigten Preis pro Einheit bei der Abnahme einer bestimmten Menge (z.B. Take 4, pay 20% less)
  • Einen Club Member Price, dessen Hintergrund mir sich mir zuerst nicht ganz erschlossen hat. Ein kleiner Ausflug auf den entsprechdenden Bereich der Webseite von Safeway verschaffte mir dann aber Klarheit. Es handelt sich dabei um eine Art Rabattkarte, mit der man neben besagtem niedrigeren Preis auch wie mit einer Kreditkarte bezahlen kann und außerdem pro Einkauf noch Flugmeilen verdient. Klingt zwar gut, aber denen dafür meine Daten geben und per Post Werbung in Form von unangeforderten Prospekten, Angeboten von Drittfirmen und dubiosen Anrufen zu bekommen? Aus reiner Nächstenliebe macht eine Firma ein solches Angebote nämlich bestimmt nicht. Nein, danke! Ich kriege täglich schon genügend Email-Spam. 🙂

Leider habe ich nicht daran gedacht, die Preisunterschiede mir mal anhand einiger Beispiele zu notieren, das werde ich aber bei Gelegenheit nachholen.
Der Aufbau des Marktes hat wenig Erwähnenswertes – eine Fruchttheke an einem der großen Fenster, lange Regale mit den üblichen Supermarkt-Produkten, zwei Reihen davon mit Tiefkühlwaren, sowie im ganz vorderen Bereich noch die hier für größere Märkte üblichen Salattheken und eine kleine Bäckerei, die jedoch geschlossen schien. Am Ende des Bereichs mit Sanitärartikeln fand sich aber dann eine Art Apotheke – abgetrennt durch eine Glaswand mit einem kleinen Schalter für die Kunden. In dem Zusammenhang muß man natürlich sagen daß man Apotheken als einzelne Ladengeschäfte hier vergeblich sucht. Diese Entdeckung lässt mich also darauf schließen, daß diese wohl einfach in bestehende Einzelhandelgeschäfte und Supermärkte eingegliedert sind und von diesen betrieben werden. Da die meisten größeren Geschäfte 7 Tage die Woche und teilweise sogar 24 Stunden geöffnet sind, erübrigt sich dann auch der aus Deutschland bekannte Notdienst bei den Apotheken – man geht einfach in den nächsten Supermarkt.

Beim schlendern durch die Regalreihen entdeckte ich im übrigen endlich die von Frank in seinem Kommentar zu meinem Post Einkaufen und Nahrungsmittel vom 14. März 2006 erwähnte “I can’t believe it’s not butter” Sprühmagarine (oder was es auch immer ist) und packte sie mir gleich mal ein. 🙂

Der auf der Verpackung zu findende Begriff Buttery wird bei dict.leo.org mit Cafeteria oder Vorratskammer übersetzt – meint aber wohl irgend einen Butterersatzstoff. Die Angabe 0 Calorien und No Trans Fat lässt mich außerdem ebenfalls daran zweifeln daß es sich dabei um Magarine oder so etwas ähnliches handelt. Leider habe ich aufgrund eines erhöhten Arbeitsaufkommens erst sehr spät zu Mittag gegessen und daher momentan keinerlei Appetit, sobald ich aber dazu komme dieses Produkt zu testen werde ich gerne darüber berichten. Der Preis liegt bei 2,79 US-$ für eine Sprühflasche, es stellt sich jetzt halt nur die Frage wie lange so etwas hält? Da die Butter wenn sie aus dem Kühlschrank kommt sich naturgemäß recht hart ist und sich auf dem hier gewöhnlich extrem weichen Brot ziemlich schlecht verteilen lässt finde ich diese Lösung aber allemal eine gute Idee. Ob sie sich in der Praxis bewähren wird und wie sie schmeckt werde ich beim ersten Test sehen.
Eine weitere Entdeckung im Safeway ist eckiger Schinken – gleich passend fürs die hier gewöhnlich eckigen Brotscheiben zurechtgestutzt. Eine Packung wie diese kostet 4,99 US-$ und enthält 16 dicke Schinkenscheiben.

Aus meinem Heimatland kenne ich bisher nur die gewohnt runden Scheiben gekochten Schinkens – will man sich damit z.B. mit einem Sandwichtoaster, eckigem Weißbrot und Käse ein gebackenes Sandwich machen kommt es logischerweise immer zu Verschnitt am Schinken – dem wird hier durch passgenaue Form vorgebeugt. Keine schlechte Idee – stellt sich nur die Frage was die Fabriken mit den Resten machen ? Wieder an die Schweine wieder verfüttern ? Oder wegwerfen ?

Eine Begebenheit vielleicht noch von der Kasse: Ich habe wie hier üblich mit Kreditkarte bezahlt. Zum Glück akzeptieren ja die meisten Shops hier Maestro Card, welche (zumindest bei mir) mit auf der EC-Karte drauf ist. Notfalls verfüge ich aber auch über weitere gängige Kreditkarten, man muß ja Vorbereitet sein. 🙂
Nach Eingabe der Pin bot der Terminal an, 20 bzw. 30 Dollar Cash zusätzlich zu bekommen. Das Mädel vor mir hat das in Anspruch genommen und bekam Bargeld aus der Kasse ausgezahlt. Mir erschließt sich jedoch nicht wozu das dienen soll. Zusätzlicher Service? Seltsam, denn immerhin steht ja hier in jedem zweitem Store oder Bar sowie in jeder fünften Ecke in der Innenstadt einer dieser ATMs (bei uns würde man wohl Geldautomat dazu sagen). Wählte daher die “No” Taste auf dem Touchscreen und schüttelte innerlich den Kopf. Außerdem kurios fand ich, daß im Safeway die Kassenbons auf der Rückseite mit Werbung bedruckt sind. (siehe Bild rechts – anklicken für größere Ansicht) Aber das fällt dann wohl wieder unter die Kategorie: “Andere Länder, andere Sitten.” 😉
Soviel erst einmal von meinem ersten Einkauf im Safeway. Werde mich auf trotz allem wohl öfters dorthin begeben, denn nicht nur das Angebot ist sehr viel größer, sondern auch dir Preise sind besser als im Wholefood market – einzig Gewöhnungsbedürftig ist die zu Anfang erwähnten Preisstaffelung, die dem unerfahrenen Europäer im ersten Moment das finden des korrekten Verkaufspreises erschwert. Ein Produkt habe ich im übrigens bei safweway nicht finden könnte: meine geliebten Obstsalate. Dafür werde ich also wohl auch hin und wieder mal zum Wholefood gehen müssen. Auch wen sie dort nicht ganz so gut wie die aus dem AsiaShop in Jena, aber immerhin besser als gar nichts.

Henry’s Hunan Restaurant und chinesische Speisen

Wednesday, April 5th, 2006

Nachdem ich mit einem Kollegen heute mal wieder in Henry’s Hunan Restaurant zu Mittag war, möchte ich einmal etwas mehr darüber schreiben.

Grundlagen
Wie mir ein Kollege chinesischer Abstammung im Laufe des Nachmittags berichtete unterscheidet man hier zwei Arten der Zubereitung chinesischer Speisen: Zum einen die Sichuan– und zum anderen die Hunan-Art – beide nach chinesischen Provinzen benannt aus denen sie wohl stammen. Soweit zumindest mein aktueller Kenntnisstand – es gibt mit Sicherheit in vielen anderen der Provinzen Chinas wieder eigene Typen des Kochens, jedoch scheinen die beiden erwähnten die in San Francisco die am weitesten verbreitet zu sein. Der Unterschied bezieht sich, so erzählte man mir, zum einen auf die Zutaten und zum anderen auf die Gewürze. Für europäische Gaumen wird beides wohl ziemlich scharf wirken (an dieser Stelle auch einen Gruß an Johnny / D2, der wie ich weiß gut gewürzte Speisen auch sehr zu schätzen weiß) – und ich muß zugeben daß ich inzwischen wirklich auf den Geschmack gekommen bin. Mir wurde bereits angeboten auch mal die Sichuan-Zubereitung zu testen, was ich wohl bald mal in Anspruch nehmen werde. Berichte dann natürlich darüber. 🙂

Henry’s Hunan Restaurant
Das Restaurant befindet sich in South Market, einer Gegend die hauptsächlich geschäftlich geprägt ist. Den Begriff Industriegebiet verwende ich hier mit Absicht nicht, denn er trifft es einfach nicht – zumindest nicht nach meinem europäischen Verständnis. Viele Läden vetreiben hier und in den angrenzenden Straßen Designmöbel, Schmuck und teurere Kleidung, außerdem findet man Ausstellungshallen wie das bereits erwähnte Concourse Convention Center und Firmen für Grafikdesign oder Kunst.
Von außen macht das Restaurant nicht viel her, das muß ich zugeben.

Und auch die Austattung innen ist eher zweckgebunden und nicht so überladen wie man es von manchen europäischen China-Restaurants gewohnt ist. Grinsende Buddahstatuen oder Drachenfiguren sucht man vergebens. An den Wänden finden sich neben Familienbildern – wenn ich es recht sehe hat der Chef des Hauses wohl einige Preise für seine Kochkunst erhalten und auch ein Buch über seine Speisen geschrieben (was in Form entsprechender Fotografien ausgestellt wird) – einige Bilder mit den üblichen asiatischen Motiven von Pagoden oder Bambushainen – aber nichts aufdringliches. Vor Kopf direkt gegenüber des Eingangs befindet sich eine Theke und dahinter der Küchenbereich. Nimmt man nun an einem der Tische Platz, bekommt man von einer der wie meist hier sehr aufmerksamen Bedienungen sogleich die Karte ausgehändigt und kann nach dem Gericht seiner Wahl suchen. Neben einigen Salaten und größeren Suppen besteht sie hauptsächlich aus zwei Gruppen von Mahlzeiten: zum einen die eindeutig als “Hot” bezeichneten Speisen nach Art des Hauses sowie einer weiteren Gruppe von Gerichten mit einer etwas weniger scharfen Würzung. Natürlich gibt es Chicken (Huhn), Fisch (Fish) sowei auch Beef (Rind) und Pork (Schwein) in verschiedensten Kombinationen – soweit nichts ungewöhnliches. Hat mein seine Speise gewählt und bestellt, wird einem kurz darauf eine kostenlose Vorsuppe mit Nudeln, Gemüse und etwas Fleisch serviert.


Vorsuppe

Ich fand sie sehr lecker und auch diese Suppe verfügt über eine gewisse Schärfe, auch wenn sie selbst für den europäisch geprägten Gaumen wohl noch erträglich ist. Man könnte wohl sie als eine Art Appetizer bezeichnen – oder aber als Überbrückung bis zum Hauptgericht. Während man die Suppe verspeist, wird ein Krug mit eisgekühlten Wasser und je ein Glas pro Gast serviert. Ist man fertig wird in der Regel wenig später das Hauptgericht an den Tisch gebracht.
Bei meinem ersten Besuch kurz nach meiner Ankunft wählte ich wie ja bereits erwähnt das Chicken Curry.


Henry’s Chicken Curry

Beim heutigen Besuch suchte ich mir aus der Karte das “Marcy’s Special” heraus – eine Zusammenstellung aus geräuchterem, speziell zubereiteten Schinken, schwarzem Bohnen, verschiedenen Gemüsen und schwarzem Pfeffer.


Marcy’s Special
Anmerkung: Da die meisten chinesischen Vornamen sowohl für Amerikaner als auch für Europäer schwer auszusprechen und noch schwerer zu merken sind, hat es sich in dieser Bevölkerungsgruppe etabliert, daß man sich einen meist englischen Vornamen wählt, mit dem man im Alltag angesprochen wird. Die Namen Henry oder Marcy sind wohl solche Beispiele. Des weiteren wird in China (und auch in vielen anderen asiatischen Ländern) normalerweise der Familienname dem Vornamen vorangestellt. Wenn ein solcher Asiate in die USA einwandert bzw. einreist, wird die Namens-Reihenfolge <englisch klingender Vorname> – <Nachname> angenommen. Eine Vereinfachung für den Kontakt mit der ansonsten hauptsächlich europäischstämmigen Bevölkerung und auch gerade deshalb von Vorteil, weil man sich in der hiesigen Bevölkerung nicht nur Privat sondern auch im Arbeitsleben meist mit dem Vornamen anspricht.

Chinesische Speisen und Schärfe
Was ich in Deutschland bisher an chinesischen Gerichten gegessen habe war extrem an die dortigen Geschmäcker angepasst. Vor allem was die Würze angeht. Das ist mir Sicherheit den meisten auch so bekannt. Das Chicken Curry welches ich vor einiger Zeit probiert hatte, war ja bereits sehr scharf gewesen – aber Marcy’s Special übertrumpfte dies noch einmal einiges. Ich muß dazu sagen daß die Schärfe nicht unterschwellig hervortritt wie bei einigen thailändischen oder vor allem bei indischen Gerichten (die ich ja auch sehr liebe), sondern sie ist hier direkt zu spüren – wohlgemerkt ohne jedoch dabei den Geschmack der anderen Zutaten zu überdecken. Ich persönlich finde diese Art der Zubereitung sehr schmackhaft und freue mich bereits jetzt darauf auch mal die Sichuan-Art zu testen. Der bereitgestellte Krug Wasser wurde von uns jedenfalls während des Essen rege genutzt und war auch notwendig. 😉 Die Portionen bei Henry sind außerdem ziemlich groß, und da Reis ja sowieso gut sättigt mußten wir gegen Ende des Mittagsmahls etwas darum kämpfen alles zu schaffen. Wir hätten es uns auch einpacken lassen können, eine wie ich bei anderen Gästen beobachten konnte nicht unübliche Bitte die von der Bedienung auch prompt erfüllt wird – aber tapfer kämpften wir uns schließlich durch – und was übrig blieb lohnte die Mühe des Einpackens nicht. 🙂


Preise und der Vorgang des Bezahlens
Die Preisspanne bei Henry bewegt sich zwischen ca. 4 und 9 US-Dollar für ein Hauptgericht – umgerechnet also ca. 3,30 bis 7,30 Euro – was für hiesige Verhältnisse meiner Meinung nach recht günstig ist, natürlich vorrausgesetzt man klammert Fast-Food Läden und die weit verbreiteten Sandwiches (z.B. bei Quiznos oder Subway) einmal aus. Persönlich reicht mir natürlich auch eines der hiesigen Sandwiches (über die ich bei Gelegenheit auch mal einen Artikel schreiben sollte) um den Nachmittag über nicht zu hungern, aber eine richtige Mahlzeit ist diesem natürlich immer vorzuziehen – zumindest nach meinem Empfinden.
Ist man mit dem Essen fertig, wird die Rechnung in einem gefalteten Blatt Papier auf den Tisch gelegt, eine Sitte die ich bereits öfters hier beobachtet habe. Ob man damit dem Kunden eine gewisse Spannung bis zum lesen des Rechnungsbetrages geben möchte ? Aus meiner Heimat kenne ich es eher, daß der Wirt offen am Tisch fragt, welche Gerichte von wem bezahlt werden. Das mit der verdeckten Rechnung ist man in Deutschland eher in Restaurants der gehobenen Klasse gewohnt. In anderen Restaurant habe ich beobachten können, daß die Mappe in der die Rechnung über ein spezielles Fach für die Kreditkarte verfügt, in das man eben diese steckt und die Mappe dann wieder schließt und auf dem Tisch ablegt. Ein Angestellter holt sich die Mappe, verschwindet kurz zur Kasse und kommt wenig später mit einem Kassenbon zurück, den man unterschreibt und damit die Rechnung begleicht. Warum nun soviel aufhebens um das Geheimhalten des Rechnungsbetrages gegenüber anderen Gästen gemacht wird hat sich mir bisher nicht erschließen können, aber ich passe mich da mal einfach den hiesigen Gegebenheiten an. Andere Länder, andere Sitten halt
Mit der Rechnung geht man bei Henry dann zu einem speziellen Tresen an der Seite des Restaurants und begleicht seine Rechnung, entweder bar oder mit der allgegenwärtigen Kreditkarte.
Als Abschluß kann ich nur noch den Freunden gut gewürzter Speisen dieses Restaurant ans Herz legen – wenn man mal erleben will was eine gute Schärfe ist, ist man hier bestens aufgehoben.

Tandoori Chicken und Überlegungen zum Einkauf

Monday, April 3rd, 2006

Da es den ganzen Nachmittag regnete und ich keine Lust mehr hatte durch den Regen zu laufen und mir Nahrungsmittel zu holen habe ich mal auf das hiesige Gefrierfach zurückgegriffen und dort eine Portion Chicken Tandoori vorgefunden.

Wie so ziemlich jedes Nahrungsmittel hier als Organic oder All Natural bezeichnet wird war auch dieses Gericht so gekennzeichnet. 🙂 Gibt es eine Alternative zu organischen Nahrungsmitteln (zu organisch zähle ich hier sowohl Flora als auch Fauna – möge dies wissenschaftlich falsch sein möge man es mir nachsehen)? Das ist doch wieder typisch Werbungs-Volksverarschung – wäre vielleicht was für den Peter von Lemotox – die Volksentdummung. 😀

Nachdem ich einige Schlitze in die Folie gem. Anleitung gemacht hatte, wanderte die Packung in die Mikrowelle und wurde für knapp 5 – 6 Minuten auf höchter Stufe gemikrowellt bzw. warm gemacht.

Der Geschmack war ganz ok – hätte schärfer sein können, aber war halt nur “medium spiced” – nur die Portion war etwas klein. Und das im Land der Maxi-Portionen (ich denke da nur an den Film SuperSize me).
Irgendwie vermisse ich den Inder am Markplatz in Jena. 😉
Für 3,89 US-$ (ca. 3,21 Euro) (gekauft im Whole Food market in der 4th Street) nicht gerade der ein Preisknüller, aber kann man durchaus mal machen.


[Karte]

Wholefood soll wie ich gehört habe eh zu den teureren Supermärkten zählen (die amerikanische Version des deutschen teGut), aber er liegt nun mal auf dem Weg von/zur Office und sonst habe ich bisher keine andere Supermärkte in der Gegend entdecken können. Die kleineren Grocery Stores, die sich überall finden, sind noch teurer und extrem weit schleppen will ich meine Einkäufe auch nicht – ein Auto wäre was feines, da könnte man in die Vororte fahren, wo es riesige Shopping Malls wie z.B. WalMart geben soll. In der Innenstadt sieht es da eher schlecht aus. Es gäbe zwar noch die Walgreen Pharmacy Stores – eigentlich eher Drogerien, aber sie bieten auch alle Arten von Lebensmitteln an – aber die sind vom Preis her auch nicht besser. Na mal schauen was sich noch so ergibt.

Turkey, Ham & Bacon Sandwich

Monday, March 27th, 2006
Turkey, Ham & Bacon Sandwich

Heute ergab sich leider nichts mit Mittagessen gehen, daher holte ich mir im Café im Erdgeschoss unseres Bürogebäudes mal ein Sandwich. Ein wirkliches Monsterding, belegt mit einer dicken Schicht aus Putenbrust, Kochschinken, gebratenen Baconstreifen, Tomatenscheiben, knackigem Salat schließlich einer milden, leicht würzigen Sauce. Alles natürlich auf dem hier in USA üblichen, locker-weichen Weißbrot. Nichts besonderes, aber durchaus mal eine leckere Alternative zum warm essen gehen. 😉