Businesslunch im R2 [17.10.2006]

Die im R2 Bistro für gerade einmal 6 Euronen angeboteten Business-Lunches (inkl. Softdrink oder Kaffee) sind zwar nichts für den wirklich großen Hunger, aber auf der anderen Seite gelingt es dem R2 immer wieder, uns mit interessanten Speisen zu überraschen. Somit kann man es ein wohl ohne Frage als würdigen Nachfolger des leider nicht mehr existierenden Oscars bezeichnen.
Zwar überlegten wir kurz, heute ins Lo Studente zu gehen, entschieden uns dann aber kurzfristig doch für das R2. Das Wetter erlaubte es sogar, daß wir uns dort nach draußen setzen konnten. Laut Werbetafel umfasste das heutige Mittagsangebot dort Sesamschnitzel mit Pellkartoffel und Sauerrahm, nachdem wir uns jedoch gesetzt hatten, wurde uns jedoch mitgeteilt daß sich das Angebot dahingehend abgeändert hatte, daß es anstatt der Pellkartoffel nun mit Pommes Frites serviert werden würde.

Von dem Begriff “Sesamschnitzel” hatte ich zwar mehr erwartet als daß ein paar Sesamkörner auf die Panade gestreut sind, aber ansonsten gibt es nichts daran auszusetzen.
Die Bedienung war schnell und freundlich wie immer – hatten wir auch nichts anderes erwartet. Einziger Wermutstropfen waren die Wespen, die trotz der bereits etwas kühleren Witterung heute wirklich in Massen auftraten. Aber damit wird es dann bald vorbei sein, sobald es richtig kalt wird – so hoffe ich zumindest.

Loewentag – ein Kurzbericht [16.10.2006]

Heute war wieder unser traditioneller Loewetag (was den Tag bezeichnet, an dem wir im Restaurant Zum Löwen hier in Jena zu Mittag essen) – und die dortige Karte bot einiges was mich reizte auszuprobieren. Neben gebratenem Seelachsfilet mit Tagiatella Nero und Weißweinsoße, Bauernfrühstück oder vegetarischen In Sesam panierte Karotten mit Falafel und Joghurt-Minz Dip fand sich auch jenes Gericht, für welches ich mich dann letztenendes entschied: Putenschnitzel mit Buttererbsen und Reis.

Ich war ja drauf und dran, mal das vegetarische Gericht zu probieren – es klingt, nun wie soll ich sagen, sehr interessant. Aber ich hatte dann doch zu viel Hunger um mich auf solche Experimente einzulassen.
Eine Entscheidung die ich nicht bereute. War zwar nichts besonderes, aber trotz allem gut und vor allem sättigend. Die Bedienung war schnell und akurat wie immer. Gibt wie in den meisten Fällen nichts auszusetzen, Das Fleisch war schön zart und gut gewürzt. Nur etwas mehr Reis hätte dabei sein können. Wobei dann zu überlegen wäre, ob der (doch recht hohe) Preis von 7,50 Euronen für das Gericht wirklich gerechtfertigt waren….

Kartoffelhaus N° 1 am Markplatz

Heute führte uns unser mittäglicher Ausflug zum Zwecke der Nahrungsaufnahme zum Marktplatz. Im R2 gab es, wie immer an einem Freitag, ein Fischgericht – Zanderfilet mit Zucchini wenn ich mich recht entsinne – auf jeden Fall sagte uns das nicht so recht zu, daher wandten wir uns der anderen Seite des Marktplatzes von Jena zu und landeten schließlich im Kartoffelhaus.

Trotz herbstlichen Wetters blieben wir draußen sitze, denn trotz des seit dem Morgen presenten Nebels, der sich in höheren Luftschichten noch als dünner Schleier zu erkennen gab, waren die Temperaturen durchaus erträglich. Während wir noch die Karten durchsahen, kam bereits eine Bedienung vorbei und fragte uns nach unseren Wünschen. Da wir noch schauen wollten, schickten wir sie erst einmal wieder fort – einen Fehler den wir bereuten, denn nun dauerte es fast 10 Minuten, bis sie wieder nach draußen kam. Ich entschied mich heute mal wieder für den Indischen Kartoffelauflauf, gefüllt mit Kartoffeln, Geflügelstreifen und Früchten, das ganze in einer Curry-Sauce eingelegt und schließlich mit Käse überbacken.

Mit 7,90 Euronen ein etwas kostspieligeres Vergnügen, aber heute gönnte ich mir dieses mal. Finde es wirklich lecker, auch wenn das Gericht natürlich wenig mit wirklich indischen Speisen zu tun hat. Von dem Markplatz-Inder sind wir ja auch inzwischen eher abgekommen, nachdem wir alle (nach dem Besuch von echten indischen Restaurants außerhalb von Jena) realisiert haben daß er nicht wirklich gut ist. Aber das nur am Rande erwähnt.
Nach der Bestellung ging es dann relativ schnell bis die Speisen bei uns auf dem Tisch standen. Gab nichts daran auszusetzen. Irgendwer hatte sich jetzt mal negativ über das Kartoffelhaus geäußert, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Bewertung im Jena Kneipentest Blog ist auf jeden Fall eher gut, während in den Kommentaren vor allem das Essen kritisiert wird. Diese sind meiner Meinung nach aber in Ordnung; Von “trocken” oder “würzarm” habe ich nichts bemerkt. Obwohl die Mensa hier recht gut ist, ist ein direkter Vergleich mit dem Mensa-Essen nicht wirklich angebracht. Ich habe auch schon einige Male in der Ernst-Abbe-Platz- sowie der Philosophenweg-Mensa gegessen und wage es hier zu behaupten, daß das Kartoffelhaus durchaus besser ist. Aber das mag meine subjektive Meinung sein.

Neuentdeckung Wirtshaus Zeuner [12.10.2006]

Am heutigen Tag führte uns unser Mittagsausflug in eine bisher noch gar nicht berücksichtigte Location: Das Wirtshaus Zeuner, welches sich etwas versteckt im Durchgang zwischen Krautgasse und Bachstraße/Johannisplatz befindet.

Sowohl die Einrichtung als auch das Speisenangebot ist eher als gutbürgerlich zu bezeichnen. Die dem eine Din A5 Seite umfassende Angebot an Standard-Mittagsspeisen gibt es auch ein sich (wohl wöchentlich änderndes) Spezialangebot – diese Woche Gulasch mit Bohnen und Klößen.

War wirklich lecker, an der Speise selbst gibt es nichts auszusetzen. Einzig verbesserungswürdiger Punkt war die Tatsache, daß offensichtlich nur eine Bedienung im Lokal war, so daß sie bei etwas erhöhtem Gästeaufkommen (wie es heute der Fall war) etwas am “rotieren” war. Aber trotz dieser Tatsache ging die Zeit zwischen Bestellung und servieren angenehm schnell. Preis für das Gericht inkl. einem Glas Mineralwasser war 5,50 Euronen – einem Preis der sich für die Jenaer Innenstadt durchaus im Rahmen bewegt.
BTW: Wie man mir erzählte, kann man sich das aktuelle Mittagsangebot von Zeuner sogar zufaxen lassen – für Firmen hier in der Innenstadt von Jena kein uninteressantes Angebot.

Baguette im Stilbruch [11.10.2006]

Heute ging es mit etwas Verspätung begab ich mich heute in Begleitung meines sich im Vaterschaftsurlaub befindlichen Kollegen französischer Abstammung ins Cafe Stilbruch in der Wagnergasse. Nach dem kühlen und extrem nebligen Morgen hatte es im Laufe des späten Vormittags aufgeklart und als wir um etwa 13:15 Uhr in der Wagnergasse ankamen, war es warm genug, daß wir draußen Platz nehmen konnten.

In meinen vorherigen Berichten ja schon oft erwähnte, gehören die Pfannengerichte zu der wohl bekanntesten “Spezialität” des Stilbruch. Außerdem gibt es dort das (meiner Meinung nach) beste Chili con Carne von Jena und auch die Nudelgerichte sind nicht zu verachten. Heute jedoch wollte ich einmal etwas neues probieren: eines der Baguettes. Nach kurzer Durchsicht des entsprechenden Abschnitts der Karte entschied ich mich für die ein großes Kochschinkenbaguette, überbacken mit Käse.

Ist zwar nichts für den großen Hunger, da eignet sich eines der Pfannengerichte besser, aber ansonsten gibt es nicht viel daran auszusetzen. Vor allem habe ich wieder einmal den Vorzug von frischem zu aufgebackenen Baguette schmecken. Auf die Mini-Salatbeilage hätte man allerdings verzichten können. Es sieht zwar nett aus, aber außer fürs Auge lohnt der Aufwand kaum. Aber ist halt ein visuelles Ding, genau wie die aufgestreuten Schnittlauchstücke.
Zuerst hatte ich darüber nachgedacht, hier einen direkten Vergleich zwischen Subway- und Stilbruch-Sandwiches anzustellen, aber nach nur einem Stilbruch-Baguette wäre das wohl etwas vermessen. Ich werde mal ein paar mehr “kulinarische Erfahrungswerte” sammeln und vielleicht später auf diese Idee zurückkommen. 😉
Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage ob das überhaupt vergleichbar ist. Die Zielgruppen sind ja unterschiedlich – vielleicht verwerfe ich die Idee auch wieder – mal schauen.