Neuentdeckung Wirtshaus Zeuner [12.10.2006]

Am heutigen Tag führte uns unser Mittagsausflug in eine bisher noch gar nicht berücksichtigte Location: Das Wirtshaus Zeuner, welches sich etwas versteckt im Durchgang zwischen Krautgasse und Bachstraße/Johannisplatz befindet.

Sowohl die Einrichtung als auch das Speisenangebot ist eher als gutbürgerlich zu bezeichnen. Die dem eine Din A5 Seite umfassende Angebot an Standard-Mittagsspeisen gibt es auch ein sich (wohl wöchentlich änderndes) Spezialangebot – diese Woche Gulasch mit Bohnen und Klößen.

War wirklich lecker, an der Speise selbst gibt es nichts auszusetzen. Einzig verbesserungswürdiger Punkt war die Tatsache, daß offensichtlich nur eine Bedienung im Lokal war, so daß sie bei etwas erhöhtem Gästeaufkommen (wie es heute der Fall war) etwas am “rotieren” war. Aber trotz dieser Tatsache ging die Zeit zwischen Bestellung und servieren angenehm schnell. Preis für das Gericht inkl. einem Glas Mineralwasser war 5,50 Euronen – einem Preis der sich für die Jenaer Innenstadt durchaus im Rahmen bewegt.
BTW: Wie man mir erzählte, kann man sich das aktuelle Mittagsangebot von Zeuner sogar zufaxen lassen – für Firmen hier in der Innenstadt von Jena kein uninteressantes Angebot.

Baguette im Stilbruch [11.10.2006]

Heute ging es mit etwas Verspätung begab ich mich heute in Begleitung meines sich im Vaterschaftsurlaub befindlichen Kollegen französischer Abstammung ins Cafe Stilbruch in der Wagnergasse. Nach dem kühlen und extrem nebligen Morgen hatte es im Laufe des späten Vormittags aufgeklart und als wir um etwa 13:15 Uhr in der Wagnergasse ankamen, war es warm genug, daß wir draußen Platz nehmen konnten.

In meinen vorherigen Berichten ja schon oft erwähnte, gehören die Pfannengerichte zu der wohl bekanntesten “Spezialität” des Stilbruch. Außerdem gibt es dort das (meiner Meinung nach) beste Chili con Carne von Jena und auch die Nudelgerichte sind nicht zu verachten. Heute jedoch wollte ich einmal etwas neues probieren: eines der Baguettes. Nach kurzer Durchsicht des entsprechenden Abschnitts der Karte entschied ich mich für die ein großes Kochschinkenbaguette, überbacken mit Käse.

Ist zwar nichts für den großen Hunger, da eignet sich eines der Pfannengerichte besser, aber ansonsten gibt es nicht viel daran auszusetzen. Vor allem habe ich wieder einmal den Vorzug von frischem zu aufgebackenen Baguette schmecken. Auf die Mini-Salatbeilage hätte man allerdings verzichten können. Es sieht zwar nett aus, aber außer fürs Auge lohnt der Aufwand kaum. Aber ist halt ein visuelles Ding, genau wie die aufgestreuten Schnittlauchstücke.
Zuerst hatte ich darüber nachgedacht, hier einen direkten Vergleich zwischen Subway- und Stilbruch-Sandwiches anzustellen, aber nach nur einem Stilbruch-Baguette wäre das wohl etwas vermessen. Ich werde mal ein paar mehr “kulinarische Erfahrungswerte” sammeln und vielleicht später auf diese Idee zurückkommen. ūüėČ
Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage ob das überhaupt vergleichbar ist. Die Zielgruppen sind ja unterschiedlich – vielleicht verwerfe ich die Idee auch wieder – mal schauen.

Der “Löwe”

Wie es Montags schon zur Tradition gehört, war unser Ziel auch heute mal wieder die bereits oft erwähnte Gaststätte “Zum Löwen” im F-Haus.

Im Rahmen der der am 13. und 14. Oktober im F-Haus statt findenden Oktoberfestparty hat auch die aktuelle Mittagskarte im Loewen einen gewissen Bezug zum Oktoberfest – auch wenn dieses letztes Wochenende bereits zu Ende ging. In der Regel gibt es hier aber jede Woche eine neue Mittagskarte, meist mit einer Suppe, einem vegetarischen Gericht sowie verschiedenen Fleischspeisen. Die Preisspanne liegt dabei zwischen zwei bis drei bis hoch zu acht bis neun Euro.


Die aktuelle Loewe-Karte dieser Woche

Ich entschied mich nach kurzer Überlegung für den Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelpüree. Den Backfisch hatte ich ja schon letzte Woche probiert.

Die Scheiben waren recht dünn geschnitten und kräftig angebraten. Ich bin es eher gewöhnt, daß der Leberkäse in dicken Scheiben serviert wird (bevorzugt zwischen zwei Brötchenhälften ūüėČ ), aber auch die dünne Variante hat was. War jetzt nicht überragend, aber hat für einen anständigen Lunch gereicht.

Lunch im Alt Jena [05.10.2006]

Als kleine Änderung möchte ich mit diesem Post die neue Kategorie Lunchtime einführen, die den lange Zeit durchgeführten täglichen Status ersetzen wird. Hintergrund ist, daß ich darum gebeten wurde die Reviews der einzelnen Mittagslocations etwas eindeutiger einzuordnen. Dieser Bitte komme ich hiermit nach.

Fangen wir also heute mal mit dem Alt Jena am Marktplatz an.

Ich muß gleich zu Anfang bemerken, daß das Alt-Jena über eine spezielle Karte für die Firmen aus dem Turm (und wahrscheinlich auch andere Unternehmen aus Jenas Innenstadt) verfügt, daher müssen die hier angegebenen Gerichte nicht unbedingt auf der Standardkarte zu finden sein. Wenn man aber einfach dorthin geht und einfach die Spezialkarte verlangt, sollte man sie auch erhalten. Niemand von uns wurde bisher nach einer Identifikation gefragt.
Ich entschied mich heute für eine Portion Spiegeleier mit Spinat und Kartoffeln.

Im Gegensatz zu dem berühmten Spinat mit dem Blubb serviert man im Alt Jena eine eigene Kreation mit groben Spinatblättern, denen unter anderem auch Zwiebeln beigefügt wurden. Eine sehr schmackhafte Zusammenstellung. Ansonsten kann man über ein solches Standard-Gericht wohl wenig sagen. Inklusive eines Getränkes kostete das ganze 5,50 Euronen, also ein wirkliches günstiger Lunch. Die Bedienung im Alt Jena ist freundlich und zuvorkommend. Und die Zeit zwischen Bestellung und Servieren ist wirklich kurz, so blieb uns noch Zeit im angrenzenden Markt 11 unsere Mittagspause mit etwas Kaffee abzuschließen.
Als einzig negativer Punkt muß man anmerken, daß die Spezial-Karte sich leider selten ändert. Das ist wohl auch einer der Gründe, weshalb wir eher selten dorthin gehen.

Knorr Express Burger Classic

Am gestrigen Abend fand sich endlich eine Gelegenheit, meine neuste Entdeckung aus dem Kühlregal zu testen: den Knorr Express Burger Classic, den ich zum Preis von 1,10 Euro im hiesigen tegut Markt im Untergeschoss der Goethe-Gallerie erwarb

Nach öffnen der Packung findet sich darin eine Beutel mit dem vorbereiteten Burger. Diesen soll man gemäß der aufgedruckten Kurzanleitung ungeöffnet in die Mikrowelle geben und zwischen 2:00 und 2:45 Minuten auf maximaler Stufe aufwärmen.

Während die Mikrowelle lief, nutzte ich die Zeit um noch einmal die Rückseite der Umverpackung zu studieren.

Auch wenn der Text rechts neben der Zubereitungsanleitung wohl eher in den Bereich des Marketing-Bla-Blas eingeordnet werden kann, so erscheint das Bildchen oben rechts doch recht aufschlußreich. Das Prinzip ist recht einfach: Man nehme einen bereits vorgebrateten Burger, packe ihn in einen wasser- und luftdichten Beutel und wärme ihn dann in der Mikrowelle auf. Dieser Beutel verhindert das Austrocknen und behält die Wärme innerhalb dieser Umverpackung, was noch zu einer zusätzliche Erhitzung des Inhaltes führt. Wer jemals eine Mikrowelle verwendet hat, um ein vorgekochtes Gericht aufzuwärmen kennt das Hauptproblem bei der Verwendung der Mikrowellentechnik: Das innere des Gerichts ist kochend heiß, während die äußeren Bereiche maximal lauwarm werden und die Ränder regelrecht austrocknen. Für diese Problematik scheint man mit Hilfe des umgebenden Beutels eine recht passable Lösung gefunden zu haben.
Ein Blick in die Mikrowelle zeigte, daß sich der Beutel inzwischen regelrecht aufgebläht hatte.

Nachdem die zweieinhalb Minuten abgelaufen waren, entnahm ich den Teller mit dem Beutel und wartete die empfohlene ein bis zwei Minuten, bevor ich die Umverpackung entfernte.
Zum Vorschein kam ein Pappkarton, der den eigentlichen Burger enthielt. Dieser stellte sich als sehr viel mickriger heraus, als die größe des Beutels hätte vermuten lassen.

Jetzt wo er ausgepackt war, konnte ich mir mal die Bestandteile des Burgers genauer ansehen. Die obere Hälfte war mit einer hellern, orangfarbenen Sauce bestrichen (welche ich nicht näher identifizieren konnte), die untere mit Ketchup, dem einige Zwiebel- und Gurkenstücke beigefügt waren.

Nach erfolgreicher Reassemblierung des Burgers ging es dann an den Geschmackstest. Wie bei allen Mikrowellengerichten ging ich auch hier von einer relativ niederigen Erwartungshaltung aus. Wider erwarten stellte er sich aber als wirklich essbar heraus. Einzig die Unterschale des Weißbrotes war durch das Erwärmen etwas “cross” geworden. Ob es sich dabei um eine zufällige Begebenheit handelt oder die Regel ist, müsste man noch einmal empirisch untersuchen. Alles in allem aber durchaus essbar. Natürlich keine wirklich Alternative zu einem richtigen Burger wie man ihn in einer der FastFood Ketten bekommt (z.B. MD oder BKing) aber für zu Hause ok.
Natürlich gibt es aufgrund der Mickrigkeit und des harten Unterteils des Brötchens Abzüge in der Endnote.
Meine kulinarische Wertung:
2,5 GMs