Posts Tagged ‘frühstück’

Fleischpflanzerlsemmel [10.03.2017]

Friday, March 10th, 2017
Fleischpflanzerlsemmel / Frikadellenbrötchen / Meatball bun

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, gar nicht zu frühstücken oder maximal einen kleinen Joghurt am Morgen zu essen, verspürte ich heute mal wieder Lust auf ein paar mehr Kalorien am Morgen. Das ist selten, aber hin und wieder muss es eben sein – ich erinnere dabei nur an die Leberkässemmel vor fast genau einem Monat. Doch heute war mir eher nach einem heißen Fleischpflanzerl, bayrisch für Frikadelle, das ich zwischen den Hälften eines knusprig frischen Kaiserbrötchens verzehrte. Auf den ersten Blick erschien das Fleischpflanzerl zwar recht klein, aber was ihm an Breite fehlte, machte es in seiner Höhe wett. Sprich das Verhältnis von saftig-würziger Fleischmasse zu Brötchenmasse war aus meiner Sicht absolut ausgewogen. Ein sehr leckeres Frühstück und wenn man so etwas nicht täglich isst auch absolut vertretbar.

Gehacktesbrötchen [04.03.2017]

Saturday, March 4th, 2017
Bun with raw ground meat / Gehacktesbrötchen

Heute gönnte ich mir mal wieder ein paar frische Brötchen mit etwas, was wohl nur hier in Deutschland so verzehrt wird: frischem, gewürzten Schweinehackfleisch. Leider hatte ich keine frischen Zwiebeln um das ganze zu garnieren, aber notfalls schmeckt so ein Gehacktesbrötchen auch so. Natürlich geht so etwas nur mit wirklich schlachtfrischen Fleisch vom Metzger des Vetrauens, mit “unter Schutzatmosphäre” abgepackten Industriehackfleisch würde ich so etwas nie versuchen.

Leberkässemmel [10.02.2017]

Friday, February 10th, 2017
Leberkässemmel

Normalerweise gehöre ich ja zu den Leuten, die gar nicht frühstücken. Eine Tasse Kaffee reicht mir in der Regel, um die Zeit bis zum Mittagessen zu überstehen. Doch als ich heute in die Firma kam, überkam mich nach langer Abstinenz mal wieder die Lust auf eine schöne frische Semmel mit warmen Leberkäse. Also lenkte ich meine Schritte ins Bistro unseres Betriebsrestaurants und besorgte mir eine solche. Und die saftige, würzige Fleisscheibe mit ihrem leicht knusprigen Rand zwischen den beiden fast backfrischen Brötchen-Hälften erwies sich auch heute wieder als einfach nur lecker. Ich muss mich wirklich zurückhalten, so etwas nicht zu einem regelmäßigen morgendlichen Ritual zu machen.

Abschied von der Karibik [14 & 15.01.2017]

Sunday, January 15th, 2017

Heute war es nun soweit, dass ich leider ins kalte Europa zurückkehren musste. Und die Aussichten waren nicht sonderlich rosig, denn ich hatte über das Internet bereits gelesen dass vor allem Deutschland mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad zu kämpfen hatte. Mein Flug ging zwar erst um 17:20 Uhr am späten Nachmittag, aber ich hatte bereits am Vormittag alles Zusammengepackt und hatte alles vorbereitet. Eigentlich wollte ich ja noch mal kochen, doch als wir feststellten dass das Mobiltelefon meiner Begleiterin gestern Abend abhanden gekommen war, verbrachten wir mehrere Stunden damit es zu suchen – es sollte aber leider nicht mehr auftauchen. Ein ärgerliches Ereignis, aber nicht zu ändern.
Außerdem musste ich noch den Mietwagen zurück geben und wir hatten mit dem Vermieter des Autos vereinbart, dass wir ihn in seinem Heimatort Montellano ein paar Kilometer westlich abholen und mit ihm zum Flughafen fahren, wo er den Wagen dann übernehmen würde. So brachen wir also kurz vor 15:00 Uhr auf und fuhren in den Nachbarort, wo er bereits auf uns wartete. Anschließend ging es zum Flughafen, wo ich direkt am Terminal ausstieg und den Wagen übergab. Damit war zumindest das erledigt und ich konnte mich daran machen, in meinen Flug einzuchecken. Mobiles CheckIn wie in Deutschland war hier leider nicht möglich und zu meinem Entsetzen hatte sich bereits jetzt eine lange Schlange vor den Schaltern von Air Berlin gebildet.

173 - Warteschlange am Schalter Air Berlin - Airport Puerto Plata

Doch man hatte glücklicherweise alle vorhandenen Arbeitsplätze am CheckIn besetzt und rief sogar die normalen Gäste zum Priority CheckIn, so dass die Schlange sich einigermaßen schnell bewegte – dennoch wartete ich fast eine Dreiviertelstunde. Ich gab meinen großen Koffer ab und fragte noch, ob es möglich sei einen XL-Sitz zu erhalten. Das wäre zwar Machbar gewesen, doch nur gegen Barzahlung, nicht über Kreditkarte – und ich hatte nicht mehr genügend bares im Portmonaie. Also musste ich mich mit einem Platz in der “Insel” in der Mitte des Flugzeuges, aber zumindest am Gang, begnügen. Danach hatte meine Flugtickets in den Händen und mir blieb noch kurz Zeit, mich von meinen Gastgebern zu verabschieden, bevor ich mich zum Sicherheitscheck begab. Und dieser ist hier wirklich streng – deutlich strenger als ich ihn aus Deutschland kenne. Keinerlei Flüssigkeiten oder auch keine Feuerzeuge durften den Scanner passieren. Außerdem mussten alle Gäste ihre Schuhe ausziehen und natürlich auch die Gürtel aus den Hosen entfernen, was die Sicherheitüberprüfung unnötig in die Länge zog. Nachdem ich endlich den Sicherheitscheck passiert hatte, musste ich noch das Duplikat meiner blauen Einreiseerklärung vom Hinflug an der Passkontrolle abgeben und bekam meinen Ausreisstempel in den Reisepass. Kurz besuchte ich noch den Duty Free Shop im Obergeschoss, dann ging es zu meinem Abflugterminal 6 auf der gleichen Ebene, wo bereits zahlreiche andere Fluggäste warten und vor den großen Panoramafenstern der Airbus A330 betankt und beladen wurde, der mich zurück nach Deutschland bringen sollte. Der leichte Regen, der bisher niedergegangen war, hatte inzwischen aufgehört und es begann aufzuklaren.

174 - Air Berlin - A330 Puerto Plata nach Düsseldorf

Da ich zur Gruppe A gehörte, die als nach den Priority-Gästen als erstes das Flugzeug betreten durften, machte ich mir nicht die Mühe mich noch groß hinzusetzen, sondern wartete direkt am Eingang zur Boarding-Brücke. So gelang es mir nach Beginn des Boardings auch als einer der ersten zwanzig Fluggäste ins Flugzeug zu gelangen und meinen Platz einzunehmen. Brachte mir zwar wenig, aber zumindest saß ich und hatte noch freie Auswahl bei den Gepäckfächern über den Sitzen, die zu einem späteren Zeitpunkt wahrscheinlich vollkommen überfüllt gewesen wären.

175 - Beginn des Boardings - Puerto Plata

Der Flieger startet dann auch fast pünktlich mit weniger als 5 Minuten Verspätung und erhob sich in den langsam dunkler werdenden Himmel über Puerto Plata. Ich fühlte mich etwas wehmütig – aber ich würde bestimmt bald wieder kommen.
Etwa zwei Stunden nach dem Abflug – ich hatte mir bereits den ersten Film über das Entertainment-System des Flugzeugs angesehen – wurde schließlich das Abendessen im Flugzeug serviert. Mal wieder konnte man zwischen vegetarischer Pasta und einem Fleischgericht wählen. Wie üblich griff ich natürlich zum Fleischgericht, das heute durch Rindergeschnetzeltes mit Gemüse und Curryreis repräsentiert wurde. Dazu gab es Maissalat, ein Stück Käsekuchen, einige Cracker und eine Ecke Schmelzkäse.

176 - Rindergeschnetzeltes & Curryreis - Air Berlin

Genau das selbe Gericht hatte ich überigens auch schon bei meinem letzten Rückflug im Sommer des (nun) vorherigen Jahres erhalten – hier ist man scheinbar nicht sonderlich kreativ was das Angebot an Speisen angeht 😉 – aber das nur mal am Rande erwähnt.
Etwa eine weitere Stunde später wurden die Lichter gedimmt und den Gästen die Möglichkeit zur Nachtruhe gegeben. Ich versuchte etwas zu schlafen, war aber nicht sonderlich erfolgreich.

177 - Nachtruhe im Air Berlin A330

Das lag aber wohl vor allem daran, daß ich das “riesige Glück” hatte, hinter jemanden zu sitzen der sofort nach erlöschen der Anschnallsignale den seinen Sitz so weit wie möglich nach hinten fallen ließ und mir, der ich ja nicht sonderlich zierlich bin, jeglichen Platz raubte. Aber auf meine milden Proteste reagierte er nicht und ich wollte keinen Streit mit diesem A****loch beginnen. Also wünschte ich ihm in Gedanken alle Pest der Welt an den Hals, verfluchte mich gleichzeitig ein wenig dass ich mal wieder nur Touristenklasse flog und versuchte das Beste daraus zu machen – aber mehr als ein paar mal leichtes Eindösen bekam ich nicht hin.
Wir waren bereits südlich von Irland, also die Lichter wieder heller wurden und ich meine Versuche zu schlafen endgültig aufgab.

178 - Anflug auf Düsseldorf

Es blieb aber noch etwas Zeit für einen zweiten Film auf den Display vor mir ansehen, während wenig später noch ein kleines Frühstück serviert.

178 - Frühstück bei Air Berlin

Auf dem Tablett warteten zwei aufgetoastete Brötchen, etwas Schinken, Käse, Butter, Marmelade, Frischkäse, Schokocreme, ein Joghurt und etwas Orangensaft. Außerdem wurde natürlich noch Kaffee ausgeschenkt. Dieses Frühstück entsprach auch wiederum genau jenem, das ich beim Rückflug im letzten Sommer erhalten hatte – sogar der Joghurt war wieder mit Erdbeergeschmack…
Noch während ich frühstückte, trat eine der Flugbegleiterinnen an mich heran und teilte mir mit, dass man mich auf einen früheren Flug nach München hätte umgebuchen können – dort wären noch Plätze frei gewesen. Normalerweise hätte ich nämlich über 4 Stunden am Düsseldorfer Flughafen warten müssen, bis mein ursprünglich gebuchter Flieger um kurz nach 11:00 Uhr startete, so bot sich mir aber die Möglichkeit bereits um 8:20 Uhr in Richtung meiner Heimatstadt aufzubrechen. Das kam mir natürlich gerade recht.
Es war etwa 6:45 Uhr, als der Airbus A330 endlich am Terminal des Flughafens Düsseldorf angedockt hatte und wir beginnen konnten, das Flugzeug zu verlassen. Hier zeigte sich aber mal wieder ein Nachteil zur ersten Gruppe gehört zu haben, die ins Flugzeug durfte. Denn damit war ich auch einer der letzten, die nach der Ankunft hinaus kamen. Als internationaler Flug musste ich natürlich hier erst einmal die komplette Zoll- und Passkontrolle über mich ergehen lassen – wobei ich glücklicherweise ja über einen elektronischen Reisepass verfüge und sich somit Einreise an der automatischen Passkontrolle angenehm schnell vollziehen ließ. Viel mehr Zeit nahm die Sicherheitskontrolle in Anspruch, an der ich mein Handgepäck wieder mal auf Förderband, Notebook und iPad auspacken sowie die Taschen leeren und den Gürtel aus der Hose ziehen musste. Aber zumindest konnte ich hier die Schuhe anbehalten. So gelangte ich schließlich zum nationalen Abflugterminal B33, von wo eigentlich um 7:45 Uhr das Boarding beginnen sollte.

179 - Weiterflug von Düsseldorf nach München

Leider verspätete sich dieses um etwa 20 Minuten und somit verspätete sich auch der Abflug um etwa die selbe Zeit – aber das war mir inzwischen eigentlich scon egal. Ich wollte nur nach Hause und mich noch ein paar Stunden aufs Ohr hauen.

180 - Im Kurzstreckenflieger nach München

Wie bereits auf der Kurzstrecke während des Hinflugs gab es auch dieses Mal keine kostenlosen Erfrischungen oder Getränke. Aber für die etwa fünfzig Minuten Flug ging das schon mal. Nach der Landung begab ich mich unmittelbar zum Gepäckband, um endlich meinen Koffer wieder ein Empfang zu nehmen. Doch ich wartete erst einmal, weil sich das Ausladen des Gepäcks scheinbar verspätete und ich wartete auch weiter, als sich die Förderbänder endlich in Bewegung setzten um Koffer und Taschen aller Art aus den Tiefen des Flughafens nach oben zu transportieren, wartete ich weiter vergeblich.

181 - Gepäckausgabe Flughafen München

Schließlich endete die Flut von Koffern und eine Lautsprecherstimme verkündete, dass alle deren Gepäckstücke bisher nicht gekommen waren sich doch bitte im Büro am Ende der Halle melden sollten. Mir schwante schlimmes. Zum Glück setzte ich mich sofort in Bewegung und war der dritte in der Warteschlange, während sich hinter mir eine kleine Menschentraube bildete. Scheinbar waren – mal wieder – alle aus Puerto Plata kommenden Koffer in Düsseldorf nicht umgeladen worden – das weckte Erinnerungen an die Rückreise von meinem ersten Besuch in die Karibik im Oktober 2015. Auch dort war bereits mein Gepäck in Düsseldorf nicht umgeladen worden und kam erst mit einem späteren Flieger. 🙁
Das schlimmste daran war aber, dass ich meine dicke Wolljacke im Koffer hatte und jetzt bei -7 Grad Außentemperatur nur mit T-Shirt und langärmeligen Hemd bekleidet im Flughafen hockte. Die Dame am am Verlustschalter nahm meine Anzeige über den vermissten Koffer auf und versprach diesen nachschicken zu lassen, sobald er in München eingetroffen war. Aber das half mir jetzt auch nichts. Nach dieser Enttäuschung, es war inzwischen 11:00 Uhr, wollte ich mir vor der Rückkehr in meine Wohnung noch eine kleine Stärkung gönnen und machte mich auf der Wege, etwas passendes zu suchen. Meine Wahl fiel letztlich auf McDonalds, das jedoch leider nicht im Inneren des Gebäudes lag, sondern an einem Platz zwischen Terminal 1 und 2.

182 - Vor dem Flughafen München

183 - McDonalds Flughafen München

Aber das war jetzt egal, die paar Meter konnte ich auch ohne Jacke im freien Laufen und ich bin ja hart im nehmen. 😉 Eigentlich wollte ich mir einen Cheeseburger und einen 6er Chicken McNuggets gönnen, doch jetzt vor 12 Uhr gab es in dieser Filiale nur die Frühstücksangebote. Daher wich ich auf einen McMuffin Bratwurst und einen McMuffin Bacon und ergänzte sie mit einem Becher schwarzem Kaffee. Der Bratwurst-Muffin war dabei im Grunde genommen nichts anderes als eine Art Muffin Burger mit einer Scheibe Eimasse und einer Scheibe Hackfleisch-Patty – aber geschmacklich absolut in Ordnung. Ebenso wie der Muffin mit der klassichen Kombination aus Rührei und Bacon.

184 - McMuffin Bratwurst & McMuffin Bacon - McDonalds Flughafen München

Danach begab ich mich auf das Gleis der S-Bahn, fuhr mit einem Zug der Linie 8 nach in Richtung Innenstadt – was etwa 25 – 30 Minuten dauerte – und lief von der Haltestelle die Strecke bis zur Wohnung durch die Kälte. Zum Glück war es nicht allzu weit. Nachdem ich sichergestellt hatte, das hier alles in Ordnung war, gönnte ich mir eine Mütze dringend benötigten Schlaf. Und damit endete meine vierte Reise in die Karibik endgültig – aber wie gesagt: mal schauen ob es mich nicht bald wieder mal in diese Gegend verschlägt. 😉

Weiterreise nach Los Melones / Bayahibe [06.01.2017]

Friday, January 6th, 2017

Heute wollten wir nun weiterreisen, waren uns jedoch zuerst über unser nächstes Ziel uneinig. Ursprünglich war es geplant, weiter in den etwa 53 Kilometer entferneten Ort Constanza zu fahren, der noch höher auf 1.200 Meter liegt und damit ein noch deutlich kühleres Klima als im 600 Meter hoch gelegenen Jarabacoa bietet. Jetzt im Winter dürften die Temperaturen dort kaum 20 Grad überschreiten – doch sowohl mir als auch meiner Begleitung war jetzt doch wieder mehr nach Wärme. Also beschlossen wir, das eigentlich übernächste Ziel, Bayahibe, einfach vorzuziehen und bereits heute in Richtung der westlichen Südküste aufzubrechen.
Doch erst mussten wir uns einmal für die Reise stärken und dazu war das im Zimmerpreis inbegriffene Frühstück im Restaurant des Hotels Brisas del Yaque II bestens geeignet.

81 - Restaurant Brisas del Yaque

Heute entschied ich mich neben dem Kaffee mal für Huevos Revueltos con Vegetales, also Rührei mit Gemüse, das mit Toastbrot, Butter und Mangomarmelade serviert wurde.

82 - Huevos Revueltos con Vegetales - Restaurant Brisas del Yaque

An der Rezeption hatten wir außerdem erfahren, dass Jarabacoa entgegen unserer vorherigen Annahme doch über einen Busbahnhof der Firma Caribe Tours verfügt – wir konnten also auf diesem Weg über La Vega in die insgesamt ca. 150 Kilometer entfernte Hauptstadt Santo Dominigo gelangen und von dort unsere Reise nach Bayahibe, unserem nächsten Ziel, fortsetzen. Und das für gerade mal 250 Pesos pro Person, also etwa fünf Euro – deutlich günstiger als mit dem Taxi wie bei der Anreise.

83 - Caribe-Tours nach La Vega
Im Bus Jarabacoa nach Santo Domingo

Die Fahrt bis La Vega zog sich aufgrund der kurvenreichen Strecke aber ziemlich dahin und da wir ja vor der Abreise noch packen mussten, waren wir erst gegen 13:30 Uhr am Busbahnhof abgefahren und erreichten gegen 14:15 Uhr schließlich La Vega, wo der Bus einen kurzen Zwischenstop einlegte. Wir brauchten aber glücklicherweise nicht umzusteigen.

84 - Zwischenstop in La Vega
Zwischenstop in La Vega

Die Fahrt im voll klimatisierten Bus verlief vollkommen ereignislos. Vorbei an weiten Feldern sowie durch kleine oder größere Siedlungen ging es über die Autopista Duarte Non-Stop weiter nach Santo Domingo. Ich versuchte ein wenig zu dösen, spielte am Mobiltelefon, redete oder starrte aus dem Fenster.

85 - Se Vende - South of Bonao 86 - Reiter - South of Bonao
Links: Se Vende – Rechts: Reiter
Beide Bilder aufgenommen südlich des Ortes Bonao

Es war also bereits 16:15 Uhr, als wir nach einem kleinen Zwischenstop im Norden der Hauptstadt schließlich am Terminal des Haupt-Busbahnhofs von Caribe Tours in Santo Domingo ankamen.

87 - Plaza Caribe - Santo Domingo

88 - Terminal Caribe Tours - Santo-Domingo
Am Busbahnhof in Santo Domingo

Dort nahmen wir uns ein Taxi und fuhren etwa 12 bis 15 Minuten durch Santo Domingo bis zu einem Ort an dem eine weitere Buslinie startet, die uns in die westlich gelegene Stadt Romana bringen sollte und passenderweise Expreso Romana hieß. Neben den Busfahrkarten für 150 Pesos pro Person versorgten wir uns dort auch mit ein paar Snacks in Form von konisch geformten frittierten Fleischstückchen.

89 - Fleichbällchen 90 - Fleischbällchen - angebissen

Nach einem letzten Zwischenstop im Osten von Santo Domingo

92 - Expreso Romano

ging es dann mit dem mittelgroßen Bus in einem ziemlichen Höllentempo über die Autovia del Este vorbei am Flughafen und dem in diesem Beitrag von mir bereits vorgstellten Boca Chica in Richtung Romana. Feste Haltestellen gab es jetzt scheinbar nicht mehr, viel mehr hielt der Fahrer dort, wo ihn die Fahrgäste darum baten – zum Beispiel vor einer Tankstelle, am Tor einer Ferienanlage, in der die Damen die Ausstiegen scheinbar arbeiteten, oder auch mal irgendwo am Rande der Autovia.

91 - Auf dem Weg nach Romana

Schließlich erreichten wir Romana und was nun folgte, war ein ziemliches Chaos, das ich als Europäer und nur rudimentär der Sprache Spanisch fähiger Gringo kaum alleine geschafft hätte. Wir stiegen irgendwo am Rande von Romana aus und winkten dort ein Public Taxi in Form eines Kleinbusses heran. Der Helfer des Fahrers warf unseren Koffer einfach auf das Dach, während wir mit offener Tür in dem vollkommen überfüllten Fahrzeug quer durch die Stadt heizten. Mit 50 Pesos pro Person unschlagbar günstig. Irgendwo mitten in der Stadt wollte uns der Helfer dann aussteigen lassen, doch von dort fuhren gar keine weiteren Wagen in die Richtung in die wir eigentlich wollten. Also fuhren wir weiter bis zu einem weiteren Parkplatz ganz im Osten von Romana, an dem wiederum weitere Kleinbusse warteten. Nach dem Umsteigen bei Dunkelheit und umgeben von teilweise ziemlich zwielichtigen Gestalten ging es dann in einem vollkommen überfüllten Kleinbus für noch einmal 100 Pesos weiter in Richtung unseres eigentlichen Zieles Los Melones oder auch Bayahibe. Auf Google Maps, Bing Maps oder Apple Maps gab es auf jeden Fall keine Ortschaft mit dem Namen Bayahibe, aber ich fand später heraus dass beide Ortschaften offensichtlich identisch waren. Bei Dunkelheit kamen wir schließlich in Los Melones aka. Bayahibe an und stiegen dort aus. Es war inzwischen inzwischen 19:30 Uhr.

93 - Ankunft in Los Melones - Bayahibe

Jetzt ging es daran, eine Unterkunft zu finden – und das um diese fortgeschrittene Uhrzeit. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich im bereits im Vorfeld ein Zimmer gebucht – aber die Uhren ticken hier in der Dominikanischen Republick ja bekanntlich anders und meine Begleitung war der Meinung gewesen, dies wäre nicht notwendig. Und als wir im ersten Hotel abgewiesen wurden – ich war müde und verschwitzt von der Reise und entsprechend knatschig – unkte ich bereits dass wir wohl auf der Straße schlafen müssten. Doch da war ich wohl mal wieder zu pessimistisch gewesen, denn bereits im nächsten Hotel, dem Hotel Bayahibe, waren wir erfolgreich und erhielten dort nicht nur ein Zimmer, sondern eine kleine Ferienhütte mit Bad und Veranda – und das für den Preis von gerade mal 1500 Pesos pro Nacht, also 30 Euro.

94 - Ferienhütten - Hotel Bayahibe
Ferienhütte mit Veranda

Die Hütte war zwar klein und bestand aus einem Hauptraum mit einem großen Bett, einem kleinen Bett, einem Schrank, Kühlschrank, Spiegel und Fernsehen sowie einem kleinen Bad mit Toilette und Dusche – und was brauch man schon mehr für einen Strand-Kurzurlaub an der Südwestküste der Dominikanischen Republik – zumal die Dusche sogar Warmwasser bot, was in günstigeren Unterkünften hier eher Luxus ist. Ich stelle da keine allzu hohen Ansprüche. 😉

95 - Schlafraum - Ferienhütte - Hotel Bayahibe 96 - Schlafraum -  Ferienhütte - Hotel Bayahibe 02

97 - Bad - Ferienhütte - Hotel Bayahibe 98 - Schlafraum Ferienhütte - Hotel Bayahibe-03

Ich zumindest war mit der Unterkunft sehr zufrieden.
Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten und einer Dusche, um Schmutz und Schweiß der Reise abzuwaschen, verschlossen wir die Hütte und machten uns daran, Bayahibe etwas zu erkunden. Als erstes stießen wir dabei auf einen kleinen Park, der ebenso wie der Park im Zentrum von Jarabacoa mit zahlreichen LED-Lichtern um die Bäume bunt illuminiert war – allerdings noch eine ganze Ecke hübscher gelungen als dort – wobei der See in der Mitte, der die Lichter reflektierte, nicht ganz unschuldig daran war.

99 - Parque illuminiert - Bayahibe 100 - Parque illuminiert 02 - Bayahibe
101 - Feliz Navidad - Bayahibe 102 - Parque illuminiert 03 - Bayahibe
Park in Bayahibe – Illuminiert

Inzwischen machte sich auch der Hunger bei uns Bemerkbar und wir machten uns auf die Suche nach einem Ort, um diesen zu stillen.. Und da wir außer dem Frühstück und den popeligen Fleischbällchen in Santo Domingo seit einigen Stunden nichts mehr gegessen hatten, war der Appetit entsprechend groß. Aber ebenso groß war die Auswahl an Restaurants und Imbissen in Bayahibe.

103 - Restaurante Bamboo Beach - Bayahibe

104 - Fontoni Pizzas - Bayahibe

Direkt am Meer gelegen lag uns der Appetit natürlich nicht gerade nach Steak oder Pizza, sondern nach Fisch. Und da wurde uns das Capitan Kidd empfohlen, welches sich zwar als Restaurante & Pizzeria bezeichnete, aber über ein umfangreiche Fischkarte und außerdem auch über Plätze direkt am Strand verfügte – und das mitten in Bayahibe nur wenige hundert Meter von unserer Unterkunft entfernt.

105 - Restaurante Pizzeria Capitan Kidd
Restaurante & Pizzeria Capitan Kidd

10 6 - Laguna - Restaurante Pizzeria Capitan Kidd
Laguna am Strand des Capitan Kidd

Ich entschied mich für ein Mero al limone, einen Zackenbarsch in Limonensauce, zu dem ich mir – mal wieder – Pommes Frites servieren ließ. Wir mussten etwas warten, denn es war viel los und die Servicekräfte entsprechend beschäftigt, aber schließlich man überbrückte die Wartezeit mit kostenlosen geröstetem, mit Olivenöl beträufeltem Weißbrot, das man noch warm am Tisch servierte.

107 - Geröstetes Brot / Toast bread - Restaurante Pizzeria Capitan Kidd

Schließlich wurden aber auch die Hauptgerichte gebracht und ich war mit dem was ich da bekam wirklich überaus zufrieden.

108 - Mero al limone - Restaurante Pizzeria Capitan Kidd

Das Fischfilet vom Zackenbarsch war nicht nur angenehm groß, saftig und vollkommen grätenfrei, auch die cremige Sauce mit ihrer leichten, aber nicht zu dominanten Limonen-Note passte gut ins geschmackliche Gesamtkonzept. Dazu hatte ich mir, wie bereits erwähnt, Pommes Frites bestellt, die auf einem separaten Teller serviert worden waren.

109 - Pommes Frites - Restaurante Pizzeria Capitan Kidd

An den heißen, knusprigen und gut, aber nicht übermässig gesalzenen Pommes Frites gab es ebenfalls nichts auszusetzen, einen besonderen Augenmerk möchte ich aber auf den – leider nicht auf dem Foto gezeigten, weil erst später nachbestellten – Ketchup wenden. Hier handelte es sich um das übersüsste Zeug dass man im Supermarkt erhält, sondern offensichtlich um ein selbst hergestellte Variante. Allein die Konsistenz war großartig und der fruchtige, natürliche Geschmack gab einen weiteren Hinweis auf seine natürliche Herkunft.
Nach dem Essen begaben wir uns zurück in die Ferienhütte und waren auch schon bald eingeschlafen – die leicht strapaziöse Reise hatte letztlich doch ihre deutlichen Spuren an uns hinterlassen. Vor allem nachdem wir so gut gespeist hatten…