Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln – das Rezept

Auf meiner ständigen Suche nach etwas exotischeren und dennoch leckeren Gerichten stieß ich vor kurzem auf ein Rezept für Ofenfisch mit Süßkartoffeln. Da ich nun auch schon seit längerem nichts mehr mit Süßkartoffeln gemacht hatte, erschien mir das eine gute Gelegenheit das Rezept heute mal auszuprobieren. Im Original wird das Gericht mit Red Snapper zubereitet, jedoch sagt man mir an der Fischtheke dass man diese Fischsorte hier nicht mehr verkaufen würde, da sie wohl kurz davor wäre auf die Liste der bedrohten Arten zu geraten. Daher stieg ich einfach auf Empfehlung der Thekenkraft auf Rotbarsch um, eine Entscheidung die sich als überaus gelungen erwies. Dabei möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dass man dieses Gericht möglichst nur mit frischem Fisch zubereiten sollte, für gefrorenen kann ich keinerlei Garantie geben und ich glaube auch nicht dass das Ergebnis gleichwertig wird. Insgesamt ist die Kombination von Zutaten zwar etwas ungewöhnlich, aber wie ich fand sehr interessant und vor allem schmackhaft – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.

Was braucht man also für 2 Portionen?

350g Rotbarschfilet (An der Fischtheke gab es nur kleine Stücke, daher nahm ich drei davon)
02 - Zutat Rotbarsch / Ingredient red perch

Für die Marinade

2 Schalotten
04 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

ca. 20g Ingwer
03 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Chilischote
05 - Zutat Chili / Ingredient chili

1 Limone
06 - Zutat Limone / Ingredient lime

1 EL Sojasauce
07 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

1 Messerspitze Piment
08 - Zutat Piment / Ingredient pimento (allspice)

Weitere Zutaten

ca. 350g Süßkartoffeln
01 - Zutat Süßkartoffeln / Ingredient batatas

1-2 Zehe(n) Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

3 mittlere Tomaten
10 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 EL Olivenöl
12 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 TL Currypulver
13 - Zutat Currypulver / Ingredient curry powder

4 Stiele Koriander
11 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen.

Beginnen wir also damit, die Marinade herzustellen. Der Fisch muss drei bis vier Stunden mariniert werden, daher sollten wir dies zeitnah erledigen.
Wir schälen also die Schalotten und zerkleinern sie grob,
14 - Schalotten zerkleinern / Shred shallots

schälen den Ingwer und zerkleinern ihn ebenfalls grob,
15 - Ingwer zerkleinern / Mince ginger

entkernen die Chilischote und schneiden sie in Scheibchen,
16 - Chili entkernen und zerkleinern / Remove chili core and mince

und pressen schließlich noch die Limone aus.
17 - Limone auspressen / Squeeze lime

Dann geben wir Schalotten, Ingwer, Chili, Sojasauce, die Messerspitze Piment und 2 EL des Limettensafts in eine Schüssel
18 - Zutaten zusammenfügen / Mix ingredients

und pürieren alles mit dem Stabmixer gründlich.
19 - Pürieren / blend

Anschließend geben wir das Rotbarschfilet in eine große, verschließbare Schüssel und schneiden die Oberseite alle 1,5 mit 2 Zentimeter mit einem scharfen ein wenig ein
20 - Fischfilets einschneiden / Incise fish

um sie dann mit der Marinade zu bestreichen, die Schüssel zu verschließen und für mindestens drei, besser vier Stunden im Kühlschrank einziehen zu lassen.
21 - Mit Marinade bestreichen / Cover with marinade

Eine halbe Stunde vor Ende der Marinier-Zeit können wir uns wieder unserem Gericht zuwenden und beginnen damit die Knoblauchzehe zu schälen und fein zu hacken.
22 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Anschließend schälen wir die Süßkartoffeln
23 - Süßkartoffeln schälen / Peel batatas

und schneiden sie in 1 bis 1,5 Zentimeter dicke Scheiben.
24 - In Scheiben schneiden / Cut in slices

Das zerkleinerte Knoblauch, die 2 EL Olivenöl, das Currypulver und den restlichen Limettensaft geben wir dann in eine Schüssel
25 - Zutaten in Schüssel geben / Add to bowl

würzen alles mit Salz und Pfeffer
26 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und mischen es dann gründlich miteinander.
27 - Vermengen / Mix

Diese Mischung geben wir nun zu den Süßkartoffel-Scheiben
28 - Zu Süßkartoffeln geben / Add to batatas

und vermengen beides, um es für ca. fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren einziehen zu lassen.
29 - Verrühren / Mix

In der Zwischenzeit können wir unseren Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf das Backpapier verteilen wir dann die Süßkartoffelscheiben (etwas Knoblauch kann gerne dran hängenbleiben bzw. darüber verteilt werden)
30 - Auf Backblech verteilen / Put on baking sheet

und schieben sie, sobald der Backofen aufgeheizt ist, für erst einmal 15 Minuten auf der mittleren Schiene hinein.
31 - Backen / Bake

Während das Blech im Ofen ist, waschen wir unsere Tomaten
32 - Tomaten waschen / Wash tomatoes

und schneiden sie in Scheiben.
33 - Tomaten in Scheiben schneiden / Cut tomatoes in slices

Inzwischen müsste auch unsere Marinier-Zeit rum sein, wir können also die Schüssel mit den Rotbarschfilets aus dem Kühlschrank nehmen und die Marinade grob entfernen.
34 - Fisch von Marinade befreien / Remove marinade

Nach einer Viertelstunde entnehmen wir dann unser Backblech aus dem Ofen
35 - Backblech entnehmen / Get baking plate

verteilen die Tomaten darauf (ich hätte wohl besser kleinere Tomaten nehmen sollen)
36 - Tomaten verteilen / Add tomato slices

und legen schließlich die Fischfilets oben auf.
37 - Fisch auflegen / Add fish

Alles würzen wir noch einmal großzügig mit Salz und Pfeffer
38 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und schieben es dann für weitere 20 bis 25 Minuten zurück auf der mittleren Schiene in den Ofen.
39 - Weiter backen / Continue baking

Während der Fisch backt, waschen wir unseren Koriander und zerkleinern ihn grob.
40 - Koriander zerkleinern / Cut coriander

Ist der Fisch dann nach etwa zwanzig Minuten schön durchgebacken, entnehmen wir unser Blech
41 - Fertig gebacken / Finished baking

und können anschließend sofort Fisch, Tomaten und Süßkartoffeln mit Koriander garnieren und servieren.
42 - Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln / Marinated red perch with batatas - Serviert

Der Rotbarsch war meiner Meinung nach wirklich traumhaft gut geraten, denn die Marinade aus Schalotten, Ingwer und Chili hatten dem Fisch ein angenehm würziges, leicht pikantes Aroma verliehen, das ich schlecht beschreiben, aber eindeutig als überaus schmackhaft bezeichnen kann. Dazu die mit einem leichten Touch Knoblauch versehenen Süßkartoffeln, die mit ihrem, wie man bei ihrem Namen ja entnehmen kann, leicht süßlichen Geschmack einen interessanten und dennoch geschmacklich passenden Kontrast zum Fisch gaben sowie die leicht angebackenen, gewürzten Tomatenscheiben und die Garnitur mit dem frischen Koriander ergaben ein wirklich sehr gelungenes Gericht, dessen etwas erhöhter Zeitaufwand sich wirklich gelohnt hatte. Da sieht man sogar gerne etwas über die Gräten weg, die sich bei frischem Fisch leider selten ganz vermeiden lassen. 😉

43 - Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln / Marinated red perch with batatas - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht erwies sich das Gericht als angenehm leicht. Da ja nichts in Fett gebraten, sondern alles sanft im Ofen gebacken worden war, kommen wir laut meiner Kalkulation auf gerade mal 500kcal pro Portion, also 1000kcal für das ganze Blech. Ich war mit der Zusammenstellung jedenfalls sehr zufrieden und hoffe abschließend natürlich, mit dem vorgestellten Rezept dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Asiatische Hühnchenpfanne mit Wasserkastanien – das Rezept

Nachdem ich länger schon nichts Asiatisches mehr gekocht hatte, wollte ich mich heute nun endlich mal wieder an einem solchen Rezept versuchen. Dabei fiel meine Wahl auf eine Asiatische Hühnchenpfanne mit Wasserkastanien, die ich mit ein paar Mie-Nudeln als Sättigungsbeilage kombinierte. Ich liebe ja Wasserkastanien alleine wegen ihrer knackigen Struktur die auch nach langem Kochen erhalten bleibt und ihren etwas nussigen und leicht süßlichen Geschmack. Offiziell handelt es sich dabei übrigens nicht um eine Kastanienart, sondern die Knolle eines Wassergrases die im asiatischen Raum schon vor langem kultiviert wurde und in der dortigen Küche Verwendung findet. Europäische Gerichte damit sind mir damit aber bisher nicht bekannt, daher griff ich also zu einem asiatischen Rezept. Und das Ergebnis meines heutigen Kochexperiments konnte sich durchaus schmecken lassen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept in der üblichen Form hier einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

400 – 450g Hähnchenbrust
01 - Zutat Hühnchenbrust / Ingredient chicken breast

100g Stangensellerie (da ich keine frische beim Einkauf bekam, griff ich auf eingefrorene zurück)
02 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celeriac

170g Wasserkastanien (Abtropfgewicht)
03 - Zutat Wasserkastanien / Ingredient water chestnuts

120g Mungobohnenkeimlinge
04 - Zutat Mungobohnenkeimlinge / Ingredient germlings

220g Asia-Gemüse (TK-Ware)
05 - Zutat Asia-Gemüse / Ingredient asian vegetable mix

2 Platten Mie-Nudeln
06 - Zutat Mie-Nudeln / Ingredient mie noodles

4-5 EL dunkle Sojasauce
07 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

2 gestrichene TL Speisestärke
08 - Zutat Speisestärke / Ingredient starch

1 große Gemüsezwiebel (ca. 150 bis 170g)
09 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
10 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

250ml Geflügelbrühe
11 - Zutat Geflügelbrühe / Ingredient chicken stock

sowie 3-4 EL Rapsöl zum braten
12 - Zutat Rapsöl / Ingredient oil

Kommen wir nun zur Zubereitung. Dazu geben wir erst einmal die Mungobohnenkeimlinge und die Wasserkastanien in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
13 - Abgießen / Drain

Anschließend waschen wir die Hähnchenbrust gründlich
14 - Hähnchebrust waschen / Clean chicken breast

um sie dann in mundgerechte Streifen zu schneiden
15 - Hähnchebrust in Streifen schneiden / Cut chicken breast in slices

und in eine Schüssel zu geben, wo wir sie mit 2 EL Sojasauce übergießen
16 - Mit Sojasauce begießen / Dose with soy sauce

und mit 2 gestrichenen Teelöffeln Speisestärke bestäuben
16 - Speisestärke aufstreuen / Add starch

um dann alles gut miteinander zu vermischen und für mindestens 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank einziehen zu lassen.
18 - Vermengen / Mix

In der Zwischenzeit können wir den Stangensellerie in ca. 1 cm große Stücke schneiden,
19 - Sellerie schneiden / Cut celeriac

die Zwiebel schälen und mit dem Messer oder der Küchenmaschine zerkleinern
20 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

und schließlich noch die Knoblauchzehen schälen und ein kleine Stücke schneiden.
21 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

In einer größeren Pfanne oder (wenn vorhanden) einem Wok erhitzen wir nun 1,5 bis 2 EL Öl
22 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten die Zwiebeln darin glasig an.
23 - Zwiebeln andünsten / Braise onions

Dann geben wir den gehackten Knoblauch
24 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

und den Stangensellerie hinzu und braten sie für 2-3 Minuten mit an
25 - Sellerie anbraten / Roast celeriac

bevor wir dann auch das Asia-Gemüse,
26 - Gemüse addieren / Add vegetables

die Mungobohnenkeimlinge und die Wasserkastanien addieren
27 - Sprossen & Wasserkastanien beigeben / Add germlings & water chestnuts

und sie für weitere vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem rühren anbraten lassen.
28 - anbraten / roast

Während das Gemüse in der Pfanne bruzzelt, kümmern wir uns um die Mie-Nudeln, die wir gemäß Packungsanleitung zubereiten. Da ich Instant Mie-Nudeln hatte, brauchte ich sie nur mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen zu lassen.
29 - Mie-Nudeln zubereiten / Cook mie noodles

Schließlich entnehmen wir das Gemüse aus der Pfanne und stellen es bei Seite
30 - Gemüse beiseite stellen / Remove vegetables from pan

um den Rest des Öls in die Pfanne zu geben
31 - Öl in Pfanne geben / Add oil

und dann die marinierten Hähnchebruststreifen darin scharf rundherum anzubraten.
32 - Fleisch anbraten / Fry chicken

Sind die Mie-Nudeln fertig durchgezogen, geben wir sie in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
33 - Nudeln abgießen / Drain noodles

Sobald das Fleisch schließlich gut durchgebraten ist, reduzieren wir die Hitze wieder auf mittlere Stufen und geben das Gemüse zurück in die Pfanne, um es einige Minuten mit dem Fleisch in der Pfanne weiter zu braten
34 - Gemüse hinzufügen / Add vegetables

bevor wir dann die abgetropften Mie-Nudeln hinzufügen, gut mit dem restlichen Pfanneninhalt verrühren und für 2-3 Minuten mit anbraten.
35 - Nudeln addieren / Add noodles

Dann gießen wir die Geflügelbrühe auf
36 - Geflügelbrühe angießen / Add chicken stock

und lassen alles für weitere fünf bis sechs Minuten bei gelegentlichem rühren vor sich hin braten. Dabei können wir es auch gleich mit etwas Sojasauce abschmecken
37 - Mit Sojasauce abschmecken / Taste with soy sauce

bis wir mit dem Geschmack schließlich zufrieden sind, was wir durch einfaches probieren schnell herausfinden können.
38 - probieren / try

Nun lassen wir es weiter braten bis die Gemüsebrühe vollständig eingekocht ist,
39 - braten / roast

dann können wir das Gericht sogleich servieren und genießen.
40 - Asiatische Hühnchenpfanne mit Wasserkastanien / Asia chicken noodles with water chestnuts - serviert

Und ich war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden, denn die marinierten Hähnchenbruststreifen erwiesen sich als angenehm zart und saftig und in Kombination mit den zahlreichen Gemüsesorten inklusive den knackigen Wasserkastanien als kleines Highlight auch als sehr schmackhaft. Die beigefügten Mie-Nudeln taten als Sättigungsbeilage ihr übriges. Einziger Verbesserungsvorschlag wäre es, die Wasserkastanien das nächste Mal zu halbieren oder zu vierteln, denn sie erwiesen sich im Ganzen als doch recht groß. Eine Gefahr dass sie dann schneller zerkochen besteht bei diesem Gemüse ja glücklicherweise nicht.

41 - Asiatische Hühnchenpfanne mit Wasserkastanien / Asia chicken noodles with water chestnuts - CloseUp

Werfen wir abschließend wie üblich natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte: Meiner Berechnung nach kommt die komplette Zubereitung auf ca. 1700kcal, das heißt aufgeteilt auf 3 Portionen kommen wir auf ca. 560kcal pro Portion, teilen wir es in realistischere 4 Portionen auf liegen wir schließlich bei 425kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht sind das meiner Meinung nach absolut akzeptable Werte. Die Nudeln durch Reis zu ersetzen bringt meiner Berechnung nach übrigens nichts, das spart gerade mal 70kcal auf die gesamte Zubereitung. In der Summe also eine schnell zubereitet und leichte Mahlzeit, die ich absolut weiter empfehlen kann – mir auf jeden Fall hat sie sehr gut geschmeckt. 😉

Guten Appetit

Chili con Carne mit Zartbitterschokolade – das Rezept

Nach all den mehr oder weniger komplexeren Rezepten der letzten Zeit war mir heute mal wieder nach einem meiner absoluten Lieblingsgerichte: Einem Chili con Carne. Und ich hatte da auch gleich ein Rezept zur Hand, dass ich bereits vor einiger Zeit entdeckt aber bisher nicht ausprobiert hatte. Das besondere daran war, dass man hier auch Zartbitter-Schokolade mit verwendete – ein Gedanke den ich bisher überhaupt noch nicht gehegt hatte – aber daraus sollte angeblich das “beste Chili con Carne” entstehen. Na ja, ich bin bei solchen Superlativen immer sehr vorsichtig. Und das Rezept war in seiner ursprünglichen Form auch nicht wirklich praktikabel wie ich fand, doch zum Glück habe ich ja inzwischen genügend Kocherfahrung gesammelt um es soweit modifizieren zu können dass letztlich ein Chili con Carne heraus kam, dass tatsächlich zu einem der besten gehörte dass ich bisher probiert hatte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, meine Variante des Chili con Carne mit Zartbitterschokolade hier einmal kurz in gewohnter Weise vorzustellen.

Was braucht man also für ca. 4 Portionen?

500g Kidneybohnen (Dose)
01 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

250g Mais (Dose)
02 - Zutat Mais / Ingredient corn

250g Erbsen (TK)
03 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

240g geschälte Tomaten (Dose)
04 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

1 große Zwiebel (ca. 150g)
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

370g Tomatenstücke (mit Kräutern – geht aber ggf. auch ohne)
07 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

2 Chilis (z.B. Jalapeno)
08 - Zutat Jalapeno-Chili / Ingredient chili jalapeno

3 kleinere Paprika (rot / grün / gelb)
09 - Zutat Paprika / Ingredient bell peppers

550g Rinderhackfleisch
10 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

ca. 50g Tomatenmark
11 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

25-30g (3 Stück) Zartbitter-Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil
12 - Zutat Zartbitterschokolade / Ingredient dark chocolate

etwas Ketchup & Hot-Chili-Sauce
13 - Zutat Ketchup & Hot-Chili-Sauce

zum würzen Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver in scharf & edelsüß, Oregano sowie ein paar Spritzer Zitronensaft
14 - Gewürze / Spices

und schließlich etwas Olivenöl zum braten
sowie optional Sour Cream zum garnieren und etwas Ciabatta-Brot als Beilage

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie mit einem Küchenmesser oder – wenn vorhanden – einer Küchenmaschine,
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

schälen die Knoblauchzehen, entkernen die Chilischoten und schneiden sie in kleine Stücke
16 - Chili schneiden / Cut chili

und putzen und entkernen schließlich noch die Paprikaschoten um sie dann zu würfeln.
17 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

In einer großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Olivenöl (ca. 3 EL sollten ausreichen),
18 - Öl erhitzen / Heat up oil

schwitzen die Zwiebel darin glasig an,
19 - Zwiebel anschwitzen / Roast onions gently

pressen das Knoblauch hinzu
20 - Knoblauch pressen / Add garlic

und braten schließlich noch die zerkleinerte Chili für ein bis zwei Minuten mit an.
21 - Chili  mit anbraten / Roast chili

Anschließend bröseln wir das Rinderhackfleisch hinzu
22 - Hackfleisch dazu bröseln / Add ground meat

und braten es krümelig an.
23 - krümelig anbraten / roast

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, können wir dann auch das Tomatenmark in die Pfanne geben
24 - Tomatenmark dazu geben / Add tomato puree

und es für eine bis zwei Minuten mit anrösten
25 - anbraten / roast

bevor wir schließlich die geschälten addieren
26 - Geschälte Tomaten addieren / Add peeled tomatoes

und diese dann in der Pfanne zerteilen.
27 - In Pfanne zerkleinern / Grind in pan

Außerdem geben wir noch einen kräftigen Schuss Ketchup hinzu
28 - Schuss Ketchup hinzugeben / Add some ketchup

und lassen dann alles für mindestens 10 Minuten auf mittlere Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln. Dabei können wir es schon mal kräftig mit Pfeffer, Salz, den beiden Paprikapulvern und Oregano sowie etwas Kreuzkümmel und Koriander würzen.
29 - würzen / taste

Anschließend geben wir die gewürfelten Paprika dazu
30 - Paprika hinzufügen / Add bell pepper

und lassen diese für weitere 10 Minuten mit dem restlichen Pfanneninhalt vor sich hin braten, wobei wir alles natürlich wieder gelegentlich umrühren.
31 - anbraten / roast

Inzwischen können wir ja die Zartbitter-Schokolade zerkleinern. Ich verwendete dazu eine kleine Küchenreibe, was wunderbar funktionierte.
32 - Schokolade reiben / Grind chocolate

Sind die Paprika zehn Minuten in der Pfanne, geben wir dann auch die Kidneybohnen
33 - Kidneybohnen addieren / Add kidney beans

den Mais
34 - Mais hinzufügen / Add corn

und die Erbsen mit hinein,
35 - Erbsen beigeben / Add peas

heben alles gut unter und lassen es für einige Minuten vor sich hin braten bevor wir schließlich die stückigen Tomaten hinzufügen und unterrühren.
36 - Tomatenstücke unterrühren / Add tomato pieces

Das Ganze versehen wir schließlich noch mit einem kräftigen Schuss Hot-Chili-Sauce.
37 - Hot-Chili-Sauce addieren / Add Hot chili sauce

Das ganze lassen wir nun noch einmal für etwa eine Viertelstunde auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und rühren dabei auch gleich die geriebene Zartbitter-Schokolade unter
39 - Schokolade beigeben / Add chocolate

und schmecken es noch einmal mit den Gewürzen ab. Diese geschmackliche Feinabstimmung gibt dem Gericht letztlich den letzten Schliff.
38 - würzen / taste

Trifft dann alles unseren Geschmack, was wir durch einfaches probieren herausfinden können,
40 - probieren / try

können wir unser Chili con Carne schließlich mit einem Klecks Sour Cream und etwas frischem Ciabatta servieren.
41 - Chili con Carne mit Zartbitterschokolade / Chili con carne with dark chocolate - Serviert

Die kräftige Schärfe der verwendeten Jalapeno-Chilischoten ging in Kombination mit der herben Süße der Zartbitter-Schokolade eine interessante und sehr leckere geschmackliche Synthese ein, die wunderbar mit dem fruchtigen Geschmack des Gemüses, der leichten, fruchtigen Ketchup-Note und dem gut durchgebratenen Rinderhack harmonierte. Dabei nahm das ganz leichte Schokoladen-Aroma nie eine dominate Rolle im Gesamtgeschmack ein, sondern erschien einfach nur leicht präsent. Je nachdem wie viel von der Sour Cream man dann in das Gericht untermischte wurde es außerdem möglich, noch etwas Feintuning an der empfundenen Schärfe vorzunehmen. Das frische, mit einigen Oliven versetzte Ciabatta leistete zum Abschluss dann gute Dienste, die letzten Reste vom Teller zu holen damit auch nichts verloren ging. Und ich muss tatsächlich zugeben, dass dies wirklich eines der besten Chilis war, dass ich seit langem probiert hatte.

42 - Chili con Carne mit Zartbitterschokolade / Chili con carne with dark chocolate - CloseUp

Werden wir nun abschließend natürlich wie immer noch einen Blick auf die Nährwerte. Hackfleisch und Schokolade versprachen nicht gerade eine leichte Kost und als Diätgericht kann man dies tatsächlich nicht bezeichnen, denn die Gesamte Pfanne kommt auf einen Wert von ca. 2500kcal. Damit wären wir, aufgeteilt auf vier Portionen, bei 625kcal pro Portion – die Sour Cream und das Brot nicht mit eingerechnet. Zwar nicht wenig, aber ich hatte um ehrlich zu sein mit noch mehr gerechnet. Für ein Hauptgericht bewegen sich diese Werte aber meiner Meinung nach noch in erträglichen Maßen. Und wenn man diese Zubereitung mal probiert hat, wird man schnell erkennen dass sie jedes ihrer Kalorien absolut wert ist. 😉 Ich jedenfalls war mit dieser Variante des Chili con Carne überaus zufrieden und kann sie wärmstens weiter empfehlen.

Guten Appetit

Kürbis-Cannelloni – das Rezept

Die Kürbis-Saison hat mal wieder begonnen und in den Supermärkten und auf den Märkten werden überall wird diese Gemüsesorte wieder verstärkt angeboten. Aber nicht nur für Halloween eignen sich diese Dinger, man kann auch eine Menge leckerer Gerichte damit kochen – und das möchte ich hier und heute mit einem Rezept für Kürbis-Cannelloni mit Kürbiskernen und Sellerie mal wieder unter Beweis stellen. Die Zubereitung ist zwar etwas aufwändiger wie ich feststellen musste, aber die investierte Zeit lohnt sich auf jeden Fall, dass kann ich nach eigener Erfahrung garantieren, denn das Gericht ist nicht nur unwahrscheinlich lecker, sondern was die Nährwerte angeht auch ein angenehm leichtes Gericht. Das es rein vegetarisch ist, fällt dabei kaum auf. Ich habe zwar noch kurz überlegt, Fleisch hinzuzufügen, das scheiterte aber daran dass mir auch Anhieb nichts einfiel was dazu passen könnte. Letztlich war das auch ganz gut so, denn das Gericht ist so wie es ist schon lecker und sättigend genug. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

1 nicht allzu großer Hokkaido-Kürbis (ca. 900g)
01 - Zutat Hokkaido-Kürbis / Ingredient hokkaido pumpkin

1 Stück Knollensellerie (ca. 200g)
02 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

1 Zwiebel (ca. 100g)
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch (je nach eigener Vorliebe)
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

50g Kürbiskerne
05 - Zutat Kürbiskerne / Ingredient pumpkin seeds

180-200g Cannelloni
06 - Zutat Cannelloni / Ingredient cannelloni

250ml Milch
07 - Zutat Milch / Ingredient milk

350ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2 Hühnereier
09 - Zutat Eier / Ingredient eggs

100ml Sojacreme (Optional – siehe dazu weiter unten im Text beim abgießen der Kürbismasse)
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

1 EL Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 Messerspitze Koriander
12 - Zutat Koriander / Ingredient cilantro coriander

60g Hartkäse nach Wahl (z.B. Parmesan oder Greyerzer)
13 - Zutat Käse / Ingredient cheese

sowie zum weiteren Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Beginnen wir nun damit, die Zwiebeln zu schälen
14 - Zwiebel schälen / Dice onion

und fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine handbetriebene Küchenmaschine, man kann das aber natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie fein
16 - Knoblauch hacken / Chop garlic

und schälen die Knollensellerie
17 - Sellerie schälen / Peel celeriac

um sie in etwa 5mm große Würfel zu schneiden.
18 - Sellerie würfeln / Dice celeriac

Jetzt kommen wir zum Kürbis, den wir erst einmal gründlich waschen – man weiß ja nie wer ihn im Supermarkt alles angefasst hat –
19 - Kürbis waschen / Clean pumpkin

halbieren und entkernen ihn
20 - Kürbis entkernen / Remove pumpkin core

und schneiden ihn dann in Würfel von etwa 1cm Kantenlänge. Das ist wohl der aufwändigste aller Arbeitsschritte.
21 - Kürbis würfeln / Dice pumpkin

Dann hacken wir die Kürbiskerne grob,
22 - Kürbiskerne hacken / Chop pumpkin seeds

rösten sie in einer kleinen Pfanne ohne Fett bis sie leicht braun und knusprig geworden sind
23 - Kürbiskerne rösten / Roast pumpkin seeds

und breiten sie dann etwas aus um sie etwas abkühlen zu lassen.
24 - Kürbiskerne abkühlen / Cool down pumpkin seeds

In einem größeren Topf erhitzen wir nun den Esslöffel Olivenöl
25 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten dann damit Zwiebeln und Knoblauch glasig an.
26 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic

Anschließend geben wir den gewürfelten Kürbis
27 - Kürbis hinzufügen / Add pumpkin

sowie den Knollensellerie in den Topf
28 - Sellerie addieren / Add celeriac

und alles für weitere 2 bis 3 Minuten mit an
29 - kurz anbraten / roast shortly

bevor wir alles mit der Gemüsebrühe aufgießen
30 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und kurz aufkochen lassen
31 - Kurz aufkochen lassen / boil up

um es anschließend für etwa zehn Minuten auf niedriger Stufe und bei gelegentlichem umrühren weiter zu dünsten.
32 - dünsten / braise

Nach den zehn Minuten geben wir schließlich die gehackten und gerösteten Kürbiskerne hinzu
33 - Kürbiskerne hinzufügen / Add pumpkin seeds

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der Messerspitze Koriander.
34 - würzen / taste

Einige Minuten später geben wir die Kürbismasse auf ein Sieb
35 - Kürbismasse in Sieb geben / Put pumpkin mix into sieve

und lassen die Flüssigkeit abtropfen und die Masse etwas abkühlen. Im ursprünglichen Rezept war hier davon die Rede dass man 200ml davon abmessen soll, doch ich bekam nur ca. 100ml heraus. An dieser Stelle entschloss ich mich dazu, die fehlenden hundert Milliliter mit Sojacreme zu ergänzen.
36 - Flüssigkeit auffangen / Catch liquid

Während die Kürbis-Masse abkühlt, können wir die Zeit nutzen und den Käse reiben.
37 - Käse reiben / Grind cheese

Ist die Kürbis-Füllmasse einigermaßen abgetropft, geben wir die Milch
38 - Milch addieren / Add milk

sowie sie Sojacreme zu der abgetropften Flüssigekeit
39 - Sojacreme hinzufügen / Add soy cream

und schlagen dann die beiden Eier mit in die Milch-Kürbis-Masse
40 - Eier aufschlagen / Add eggs

bevor wir alles gut mit einem Schneebesen vermischen
41 - Gut verrühren / Mix well

und nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
42 - würzen / taste

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Nachdem ich mich ja die letzten Male (z.B. hier oder hier) mit einem Espressolöffel beim Füllen der Cannelloni abgemüht hatte, griff ich dieses Mal zum Spritzbeutel, in den ich die Kürbis-Masse füllte
43 - In Spritzbeutel geben / Fill icing bag

und befüllte damit die Cannelloni, bevor ich sie in eine große Auflaufform legte.
44 - Canneloni befüllen / Fill cannelloni

Nachdem die ganze Auflaufform dann mit Cannelloni gefüllt ist
45 - Alles befüllt / Filled cannelloni

übergießen wir sie mit der gewürzten Milch-Mischung
46 - übergießen / douse

und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse.
47 - Mit Käse bestreuen / Bestrew with cheese

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen es für 35 bis 40 Minuten backen.
48 - backen / bake

Beginnt die Oberfläche leicht braun zu werden, ist es dann an der Zeit die Form aus dem Backofen zu entnehmen
49 - Kürbis-Cannelloni / Pumpkin cannelloni - Fertig gebacken

und das Gericht sogleich zu servieren.
50 - Kürbis-Cannelloni / Pumpkin cannelloni - Serviert

Die gedünstete Masse aus Kürbis uns Sellerie mit ihren gerösteten Kürbiskernen war alleine schon ein wahrer Genuss, aber gefüllt in die Cannelloni und überbacken mit mit Milch-Ei-Masse und dem Käse war das Ganze geschmacklich wirklich unübertrefflich. Vor allem die gerösteten Kürbiskerne gaben der sowieso schon sehr leckeren Kürbismasse ein unvergleichliches und leckeres Aroma. Da zu Beginn ja einige den Nudelröllchen noch aus der Masse herausschauten, hatte ich etwas befürchtet dass die etwas braun werden, doch glücklicherweise war die Mischung aus Milch und Ei etwas aufgegangen, so dass alles am Ende gut durchgebacken und weich war.

51 - Kürbis-Cannelloni / Pumpkin cannelloni - CloseUp

Wie immer werfen wir abschließend natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegen die Werte für das ganze Gericht bei 1800kcal, das bedeutet auf vier Portionen aufgeteilt liegen die Nährwerte für eine Portion bei gerade mal 450kcal. Für ein so gehaltvolles Gericht ein wirklich traumhafter Wert wie ich finde. Kürbis ist schon eine feine Sache und seine Saison geht noch bis Oktober – ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Gerichten damit umsehen.

Guten Appetit

Puten-Pfeffersteak mit Thymiankartoffeln – das Rezept

Auch wenn das heutige Gericht ein wenig an das Angebot aus einem Betriebsrestaurant klingt, so war das Rezept das ich heute ausprobierte doch etwas hochwertiger und auch einigermaßen leicht. Das Pfeffersteak wird dabei mit Sojasauce und grünen Pfefferkörner zubereitet, also der unreifen Variante des Pfeffers, die man hier vor allem in Salzlake eingelegt erhält. Mit dieser Zutat hatte ich bisher noch nicht gearbeitet, doch das sollte mich nicht davon abhalten sie mal auszuprobieren. Das Ergebnis war ein leckeres und durchaus außergewöhnliches Gericht, das ich als überaus gelungen bezeichnen darf und hier nun in der üblichen Form kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

Für die Puten-Pfeffersteaks

2 Putensteaks (jedes ca. 150g)
01 - Zutat Putensteaks / Ingredient turkey steaks

2-3 Schalotten (50-60g insgesamt)
02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2 mittelgroße Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1,5 – 2 TL eingelegte grüne Pfefferkörner
04 - Zutat grüne Pfefferkörner / Ingredient green peppercorns

250ml Sojacreme
05 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

1/2 Bund Schnittlauch
06 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

1 1/2 EL Weinbrand (Ersatzweise: Cranberrysaft)
07 - Zutat Weinbrand / Ingredient brandy

außerdem 1 EL Pflanzenöl zum braten
sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Thymiankartoffeln

500g kleine, festkochende Kartoffeln
08 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

ca. 5 Zweige Thymian
10 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

1 1/2 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)
09 - Zutat Rapsöl / Ingredient canola oil

sowie Salz, Pfeffer und Knoblauchgranulat zum würzen

Beginnen wir wie üblich zuerst mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten und lassen erst einmal die Pfefferkörner abtropfen, wobei wir die Lake auffangen.
11 - Pfefferkörner abtropfen lassen / Drain peppercorns

Außerdem hacken wir die Schalotten fein – entweder mit dem Messer oder eine passenden Küchenmaschine –
12 - Schalotte zerkleinern / Cut shallots

und schälen und zerkleinern unsere Knoblauchzehen.
13 - Knoblauch schneiden / Hackle garlic

Sind die Pfefferkörner etwas abgetropft, zerdrücken wir sie mit der flachen Seite eines Messers.
14 - Pfefferköner zerdrücken / Crush peppercorns

Außerdem waschen wir die Kartoffeln gründlich, trocknen sie gut ab,
15 - Kartoffeln waschen / Wash potatoes

und halbieren sie anschließend.
17 - Kartoffeln halbieren / Halve potatoes

Nun ist auch eine gute Gelegenheit, unsere Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Die eineinhalb Esslöffel Rapsöl geben wir in eine Schale, würzen es mit Salz, Pfeffer und Knoblauchgranulat
18 - Rapsöl würzen / Taste canola oil

und verrühren alles dann gut miteinander.
19 - Gut vermengen / Mix well

Außerdem waschen wir den Thymian, schütteln ihn trocken
16 - Thymian waschen / Wash thyme

und schneiden sie dann in 2-3 ca lange Stücke.
20 - Thymian schneiden / Cut thyme

Nun bestreichen wir die Schnittflächen unserer Kartoffeln mit Hilfe eines Pinsels mit der Öl-Gewürze-Mischung
21 - Schnittflächen mit Öl bestreichen / Put oil on potatoes

und legen sie dann mit der Schnittfläche nach unten auf jeweils ein Stückchen Thymian auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
22 - Auf Thymian geben / Put potatoes on thyme

Als letzter Teil unserer Vorbereitungen waschen wir unsere Putensteaks, tupfen sie trocken
23 - Putensteak waschen / Wash turkey steaks

und pfeffern sie dann von beiden Seiten.
23 - Steak pfeffern / Pepper steaks

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech mit den Kartoffeln auf der mittleren Schiene hinein, wo es 30 bis 35 Minuten verbleiben sollte.
24 - Kartoffeln backen / Bake potatoes

Anschließend erhitzen wir einen Esslöffel Pflanzenöl in einer beschichteten Pfanne
25 - Öl in Pfanne geben / Add oil to pan

und braten unsere Putensteaks scharf von beiden Seiten an.
26 - Putensteak scharf anbraten / Sear turkey steaks

Sind sie durchgebraten, geben wir sie zum war halten in ein Stück Alufolie und salzen sie noch dabei von beiden Seiten. Dabei sollten wir die Alufolie so falten dass nichts herauslaufen kann, da sich etwas Bratensaft darin sammeln wird.
27 - Salzen & in Alufolie packen / Salt & put in kitchenfoil

Im Anschluss dünsten wir die Schalotten und das Knoblauch in der Pfanne an
28 - Schalotten & Knoblauch anschwitzen / Braise shallots & garlic

und geben dann die zerdrückten Pfefferkörner hinzu
29 - Pfefferkörner addieren / Add green peppercorns

und geben dann eineinhalb Esslöffel der aufgefangenen Lake
30 - Lake aufgießen / Add brine

und den Esslöffel Weinbrand hinzu und lassen beides einkochen.
31 - Weinbrand einkochen lassen / Add brandy & reduce

Dann gießen wir die Sojacreme in die Pfanne
32 - Sojacreme addieren / Add soy cream

und lassen ebenfalls etwas cremig einkochen.
33 - cremig einkochen lassen / reduce

Anschließend geben wir die Putensteaks samt des aufgefangenen Bratensafts zurück in die Pfanne
34 - Putensteak zurück legen / Put back turkey steaks

und lassen es kurz aufkochen, um es dann für einige Minuten weiter köcheln lassen.
35 - Aufkochen lassen / Boil up

In der Zwischenzeit waschen wir nun auch das Schnittlauch, schütteln es trocken,
36 - Schnittlauch waschen / Wash chives

schneiden es in feine Röllchen
37 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

und rühren diese dann kurz kurz vor dem Garende in unsere Sauce ein.
38 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

Inzwischen müssten auch unsere Kartoffeln fertig sein, so dass wir sie aus dem Backofen entnehmen können
39 - Kartoffeln fertig gebacken / Baked potatoes finished

um sie dann gemeinsam mit dem Puten-Pfeffersteak und der Sauce zu servieren.
40 - Puten-Pfeffersteak mit Thymiankartoffeln / Turkey pepper steak with thyme potatoes - Serviert

Die auf der Schnittfläche knusprigen und ansonsten gut durchgebackenen Kartoffelhälften, die das Aroma des Thymians ein wenig angenommen hatten, waren alleine schon ein wirklicher Genuss. Gekrönt wurden sie aber von dem saftigen Putensteak in seiner würzigen und pikanten Sauce, denen das Schnittlauch eine zusätzliche frische Note gab. Die Thymianzweige hatte ich natürlich vor dem servieren von den Kartoffelhälften entfernt.

41 - Puten-Pfeffersteak mit Thymiankartoffeln / Turkey pepper steak with thyme potatoes - CloseUp

Werfen wir nun wie immer abschließend einen Blick auf die Nährwerte. Alle Komponenten zusammen kommen auf 1110kcal, also kann man pro Portion 555kcal berechnen. Das ist für ein Hauptgericht absolut akzeptabel wie ich finde. Dabei fallen etwa 670kcal auf die Puten-Pfeffersteaks und 440 kcal auf die Thymiankartoffeln. Wer noch etwas mehr sparen will, kann die Kartoffeln ja durch Reis ersetzen, doch an den Putensteaks und ihrer Sauce würde ich nichts mehr verändern wollen, denn die Zusammenstellung so wie ich sie hier vorgestellt habe war einfach zu lecker als dass hier noch Verbesserungsbedarf bestünde. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Nachtrag zum Aufwärmen: (13.08.2012) Auch zum Aufwärmen in der Mikrowelle ist das Gericht, eine gekühlte Aufbewahrung im Kühlschrank vorausgesetzt, wunderbar geeignet. Die Thymiankartoffeln sind zwar nicht mehr so knusprig wie in frischem Zustand, aber dennoch erwies sich alles noch als sehr lecker.