Posts Tagged ‘gemüse’

Herzhafter Bauerntopf – Resteverbrauch [29.09. – 01.10.2020]

Donnerstag, Oktober 1st, 2020

Natürlich reichte mein Herzhafter Bauerntopf mit Hackfleisch und Gemüse auch dieses mal wieder mehrere Tage. Am Dienstag fuhr ich ins Büro, nur um dort allerdings zu erfahren dass ein Aufenthalt dort aufgrund der erhöhten Corona-Warnstufe nicht unbedingt erwünscht war. Da ich aber nun dort war und zu Hause bestimmt keinen Parkplatz mehr finden würde blieb ich dort – obwohl ich fast allein war – und machte mit zum Mittag die mitgebrachte Portion meines Bauerntopfs in der firmeneigenen Mikrowelle warm.
Hearty farmer's pot - Leftovers I / Herzhafter Bauerntopf - Resteverbrauch I
Am Mittwoch blieb ich dann wieder im Homeoffice und verzehrte dort eine weitere Portion meines Bauerntopfs.
Hearty farmer's pot - Leftovers II / Herzhafter Bauerntopf - Resteverbrauch II
Donnerstag war die Warnstufe aufgehoben und ich verbrachte einen weiteren Tag im Büro, dieses Mal wieder mit mehr Kollegen, und verbrauchte die letzten Reste des Kartoffel-Hackfleisch-Gerichts, was eine recht ansehnliche Portion darstellte.
Hearty farmer's pot - Leftovers III / Herzhafter Bauerntopf - Resteverbrauch III
An allen drei Tagen stellten die aufgewärmten Reste weiterhin ein leckeres Mahl dar, ich konnte keinerlei Qualitätsverlust feststellen. Ich wage es sogar zu sagen, dass das Durchziehen im Kühlschrank den Geschmack sogar noch etwas intensivierte und somit verbesserte. Nach vier Tagen hintereinander hatte ich dann aber wirklich genug davon und ich war froh das alles verbraucht war, so lecker auch war. 😉
Mal sehen was ich als nächstes Koche, ich neige ja dazu mal wieder etwas mit Reis zu machen, aber die endgültige Entscheidung ist diesbezüglich noch nicht gefallen…

Herzhafter Bauerntopf mit Kartoffeln, Hackfleisch & Gemüse – das Rezept

Montag, September 28th, 2020

Ursprünglich wollte ich heute mal wieder unkreativ sein und einfach Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce kochen, mein Standardrezept. Dazu hatte ich mir etwas gemischtes Hackfleisch gekauft. Doch als ich zu Hause war fiel mit glücklicherweise ein, dass ich ja noch Kartoffeln vorrätig hatte, die dringend verbraucht werden mussten. Also recherchierte ich kurz was man so mit Hackfleisch und Kartoffeln kochen könnte und entschied mich letztlich für einen Herzhaften Bauerntopf, wie er z.B. hier bei Einfach Malene (ohne R! 😉 ) vorgestellt wird. Jedoch hatte ich keine Paprika eingekauft und selbst nur noch eine kleine rote Paprika vorrätig. Und bei der aktuellen Kälte wollte ich auch nicht noch mal los und erneut einkaufen. Doch im Gefrierfach lagerte glücklicherweise noch ein Rest eines französischen Pfannengemüses aus Möhren, Paprika, kleinen Silberzwiebeln, Erbsen und Mais. Das schien mir perfekt um den Bauerntopf gelungen zu ergänzen. Ein weiteres Problem war dass ich keinen angebrochenen Rotwein hatte, wie er bei Malene im Rezept verwendet wurde. Ich hätte zwar genug trockenen Rotwein in meinem Weinregal, aber ich breche keine teure Flasche diesen Weines zum kochen an. Daher ersetzte ich ihn mit Weißwein, was dem Ergebnis ebenfalls keinen Abbruch tat. Das so entstandene, modifizierte und verbesserte Rezept für den Bauerntopf möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 900g Kartoffeln
  • 500g Hackfleisch (gemischt)
  • 1 kleine rote Paprika
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Esslöffel Tomatenmark
  • 100ml trockener Weißwein
  • 500ml Rinderbrühe
  • 1 gestr. Teelöffel Thymian
  • 2 Teelöffel edelsüßes Paprika
  • 1 Teelöffel scharfes Paprika
  • 1 gestr. Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 350-400g TK-Pfannegmüse
  • 1-2 Esslöffel Öl
  • Chiliflocken nach eigenem Gutdünken
  • Bei Bedarf etwas Saucenbinder oder Stärke
  • Evtl. Petersilie zum garnieren
  • Leider hatte ich die großen Kartoffeln aus meinem Kartoffelnetz bereits bei Gerichten wie dem Lachsfilet mit Panko-Kruste aus Spinat-Pilzegemüse mit Kartoffelwürfeln oder dem Kartoffel-Nudel-Auflauf mit Schinken verbraucht, daher waren nur noch die kleineren Stücke übrig geblieben.

    Wir beginnen also damit, die Kartoffeln zu schälen
    01 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen

    und in mundgerechte Stücke zu würfeln.
    02 - Dice potatoes / Kartoffeln würfeln

    Außerdem waschen, entkernen und würfeln wir die Paprika
    03 - Dice bell pepper / Paprika würfeln

    und schälen die Zwiebel, um sie anschließend zu würfeln.
    04 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    Dann erhitzen wir auf leicht erhöhter Stufe eineinhalb bis zwei Esslöffel Öl in einer Pfanne mit hohem Rand,
    05 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    bröseln das Hackfleisch hinein,
    06 - Put minced meat in pan / Hackfleisch in Pfanne geben

    würzen es mit etwas Salz und Pfeffer
    07 - Season minces mit with salt & pepper / Hackfleisch mit Salz & Pfeffer würzen

    und braten es krümelig an.
    08 - Fry minced meat crumbly / Hackfleisch krümelig anbraten

    Ist das Hackfleisch einigermaßen durchgebraten, reduzieren wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe und addieren zuerst die gewürfelte Zwiebel
    09 - Add diced onion / Gewürfelte Zwiebel hinzufügen

    sowie die gewürfelte Paprika, dünsten alles für zwei bis drei Minuten an,
    10 - Add bell pepper / Paprika addieren

    pressen dann die Knoblauchzehen hinzu
    11 - Squeeze garlic in pan / Knoblauch dazu pressen

    und dünsten es weiter für einige weitere Minuten.
    12 - Braise / Alles andünsten

    Nun geben wir die drei Esslöffel Tomatenmark in die Pfanne,
    13 - Add tometo puree / Tomatenmark hinzufügen

    dünsten es für drei bis vier Minuten mit an
    14 - Braise tomato puree / Tomatenmark andünsten

    und löschen dann alles mit dem Weißwein ab,
    15 - Deglaze with wine / Mit Weißwein ablöschen

    den wir dann weitgehend einkochen lassen.
    16 - Let wine reduce / Weißwein einkochen lassen

    Nachdem wir jetzt die Kartoffelwürfel ebenfalls in die Pfanne zu gegeben haben,
    17 - Put diced potato in pan / Kartoffelwürfel in Pfanne geben

    vermischen wir sie mit dem restlichen Inhalt und würzen alles mit einem gestrichenen Esslöffel Thymian,
    18 - Add thyme / Thymian einstreuen

    zwei Teelöffeln edelsüßem Paprika, einem Teelöffel scharfem Paprika, einem gestrichenen Teelöffel geräucherten Paprika
    19 - Season with paprika / Mit Paprika würzen

    sowie etwas Salz und Pfeffer.
    20 - Taste with salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Anschließend dünsten wir die Kartoffelwürfel samt Hackfleisch und Gewürze einige weitere Minuten mit an.
    21 - Braise diced potatoes / Kartoffelwürfel andünsten

    Das ist auch ein guter Zeitpunkt das TK-Pfannengemüse hinzuzufügen
    22 - Add frozen vegetables / TK-Gemüse addieren

    und etwas auftauen zu lassen
    23 - Let vegetables thawn / Gemüse auftauen lassen

    bevor wir dann alles mit der Rinderbrühe ablöschen.
    24 - Deglaze with broth / Mit Brühe ablöschen

    Nun lassen wir es kurz aufkochen und anschließend für 15-20 Minuten geschlossen auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln, bis die Kartoffelwürfel gar sind.
    25 - Simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    Dabei sollten wir natürlich von Zeit zu Zeit alles umrühren, damit nichts anbrennen kann.
    26 - Stir from time to time / Gelegentlich umrühren

    Nach Ablauf der 15-20 Minuten probieren wir unsere Kreation, um zu prüfen ob die Kartoffelwürfel durchgekocht sind und die Würze stimmt.
    27 - Try / Probieren

    Bei Bedarf schmecken wir anschließend das Gericht noch einmal mit dem Gewürzen ab. Ich entschied mich außerdem, dem Gericht mit einer Prise Chiliflocken ein bisschen mehr Schärfe zu verleihen. Außerdem können alles, wenn man es nicht zu dünnflüssig mag wie ich, noch mit etwas dunklem Saucenbinder oder in kaltem Wasser angerührter Stärke ein wenig eindicken.
    28 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Sobald es geschmacklich passt, können wir unseren Bauerntopf auch schon, vielleicht garniert mit etwas Petersilie, servieren und genießen.
    29 - Hearty farmer's pot - Served / Herzhafter Bauerntopf - Serviert

    Die Kombination der Gewürze gab der einfachen Zusammenstellung aus Hackfleisch, Kartoffeln und Gemüse in ihrer leicht fruchtigen Sauce ein tatsächlich angenehm herzhaftes Aroma. Und auch die leichte Schärfe, die durch die Chiliflocken ins Gericht gekommen war, harmonierte wunderbar mit dem geschmacklichen Gesamteindruck. Die Mengen von Hackfleisch zu Kartoffeln und Gemüse waren meiner Meinung nach außerdem gut aufeinander abgestimmt, evtl. hätten aber noch ein paar mehr Kartoffeln vielleicht nicht geschadet – aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Alles in allem ein zugegebenermaßen einfaches, aber dennoch überaus leckeres Rezept, das man außerdem durch den Austausch der verwendeten Gemüsesorten auch gut variieren kann. Ich könnte mir das Gericht zum Beispiel auch gut mit Lauch und/oder auch mit Pilzen vorstellen. Eine weitere Variante wäre mit gedünstetem Weißkohl. Oder halt auf mexikanische Art mit Kidneybohnen und Mais, was dann schon wieder stärker in die Richtung eines Chili con Carne gehen würde. Wie dem auch sei, mir hat es auf jeden Fall auch in dieser Variante sehr gut geschmeckt und kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

    30 - Hearty farmer's pot - Side view / Herzhafter Bauerntopf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Für PInterest:
    Harzhafter Bauerntopf mit Kartoffeln, Hack & Gemüse

    Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse – das Kurzrezept

    Samstag, August 29th, 2020

    Eigentlich wollte ich heute etwas anderes kochen, doch als ich am Vormittag zum einkaufen ging stieß ich im Tiefkühl-Bereich auf das Schlemmerfilet á la Bordelaise von Iglo, das ich als Kind und Jugendlicher sehr geschätzt hatte, aber schon seit Jahren nicht mehr verzehrt hatte. Daher entschied ich mich kurzfristig dazu meinen Speiseplan für heute umzustellen und mir ein solches Seelachsfilet mit Knusperkruste zuzubereiten. Dazu soltle es Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage und ein wenig französisches TK-Pfannengemüse geben.

    Was benötigen wir also für 1 Portion?

  • 1 Packung Iglo Schlemmerfilet á la Bordelaise
  • 170g festkochende Kartoffeln
  • 150g Tk-Pfannengemüse
  • 1/2 Esslöffel Öl
  • 2 Teelöffel Salz
  • Etwas Zitrone zum garnieren
  • Während der Ofen mit einem Backblech darin auf 210 Grad vorheizt, holen wir das Schlemmerfilet aus dem Tiefkühlfach
    01 - Schlemmerfilet á la Bordelaise - Package / Verpackung

    und befreien es von der Papp-Umverpackung. Früher wurde das Schlemmerfilet wie zum Beispiel hier noch in Aluschalen geliefert, aber inzwischen ist man da offensichtlich Umweltfreundlicher geworden und auf Pappschalen umgestiegen.
    02 - Schlemmerfilet é la Bordelaise - Frozen / Gefroren

    Sobald der Ofen dann Betriebstemperatur erreicht hat, schieben wir das noch gefrorene Schlemmerfilet hinein und backen es für ca. 45 Minuten.
    03 - Bake frozen gourmet fillet in preheated oven / Schlemmerfilet gefroren in vorgeheizten Ofen

    In der Zwischenzeit schälen die die Kartoffeln,
    04 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen

    bedecken sie in einem Topf knapp mit kaltem Wasser
    05 - Cover potatoes with water / Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken

    und bringen sie dann auf dem Herd zum kochen.
    06 - Bring water with potatoes to a boil / Kartoffeln zum kochen aufsetzen

    Sobald das Wasser beginnt zu sieden, versehen wir es außerdem mit 2 Teelöffeln Salz.
    07 - Salt water / Kartoffelwasser salzen

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, einen halben Esslöffel Öl in einer kleinen Pfanne zu erhitzen und das gefrorene Gemüse hinein zu geben
    08 - Put frozen vegs in pan / TK-Gemüse in Pfanne geben

    um es darin aufzutauen und über 7-8 Minuten zu garen.
    09 - Braise vegetables / Gemüse garen

    Haben die Kartoffeln 12-15 Minuten – abhängig von der Größe – gekocht, können wir sie mit der Gabel prüfen ob sie gar sind. Sticht sie ohne merklichen Widerstand bis zur Mitte durch und lässt sich dann auch ohne Probleme wieder hinaus ziehen, sind die Kartoffeln durchgekocht.
    10 - Check potatoes with fork / Kartoffeln mit Gabel prüfen

    Ist dies der Fall, können wir sie in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
    11  Drain potatoes / Kartoffel abgießen

    Nach einer Dreiviertelstunde sollte dann auch das Schlemmerfilet á la Bordelaise durchgebacken und oben auf schön gebräunt sein, so dass wir es aus dem Ofen entnehmen
    12 - Gourmet fillet - Finished baking / Schlemmerfilet - Fertig gebacken

    und gemeinsam mit Kartoffeln und Gemüse servieren und genießen können. Zum Fisch passt gut frisch gepresster Zitronensaft zum garnieren.
    13 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - Served / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Serviert

    Die gewohnt erwies sich das Schlemmerfilet á la Bordelaise auch dieses Mal als wirklicher Genuss. Man hatte wirklich nicht übertrieben als man „knusprig kross“ auf die Verpackung gedruckt hatte, denn der Belag aus Semmelbröseln, Kräutern, Gewürzen und Fett war tatsächlich wunderbar knusprig geworden, allerdings ohne dabei seine lockere Konsistenz zu verlieren. Allerdings war dieser Belag auch wirklich ungewöhnlich dick geraten:
    15 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - CloseUp / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Nahaufnahme
    Beim genaueren Hinsehen schien es mir fast so, als ob der Semmelbrösel-Belag etwa die Hälfte der gesamten Höhe ausmachte. Nun, Semmelbrösel sind eben billiger als Fischfilet. 🤗 Und ein Blick auf die Inhaltsbeschreibung der Verpackung zeigt auch, dass ich hier nicht ganz falsch lag, denn der Hersteller gibt an dass „nur“ 52% davon aus Alaska-Seelachsfilet besteht. Warum dann vorne noch mal 100% Filet wie auf Verpackung aufgedruckt war, erschloss sich mir jedoch nicht ganz. 😉 Die Menge ist somit aber dennoch durchaus akzeptabel und ausreichend Dazu passte natürlich wunderbar die Salzkartoffeln und auch das französische Pfannengemüse aus Erbsen, Mais, Paprika, kleinen Silberzwiebeln, Pilzen und Möhren-Scheiben fügte sich meiner Meinung nach gut in die geschmackliche Gesamtkomposition ein. Ein bisschen vermisste ich die „Schmatze“, also die Flüssigkeit, die früher beim Backen immer in größeren Mengen als dieses Mal aus dem Fischfilet ausgetreten war und die ich sonst immer genutzt habe, um die Kartoffeln damit – ähnlich einem Saucen-Ersatz – zusätzlich zu garnieren. Aber geschmeckt hat es natürlich auch ohne.

    14 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - Side view / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei – Gasthof Butz [09.07.2020]

    Donnerstag, Juli 9th, 2020

    Spontan entschieden einige Kollegen und ich, dass wir heute Abend den Arbeitstag im Biergarten des Gasthofs Butz in Dornach ausklingen lassen. Ich hatte über diese Location bereits in diesem und diesem Beitrag berichtet. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich heute Mittag beim Bäcker etwas mehr Zurückhaltung geübt. Und es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Krise, dass ich mit Kollegen in einen Biergarten gehen konnte, also eine Premiere für 2020. 😉 Die Speisekarte im Butz ist recht übersichtlich und auch preismässig etwas anspruchsvoller. Es gibt Vorspeisen, einige Böhmische Spezialitäten, Schnitzel und Schweinebraten sowie einige Kindergericht und Süßspeisen. Zuerst überlegte ich mir ein Schweineschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln zu gönnen, auch wenn das nach den beiden Brötchen am Mittag ziemlich massig erschien und das Gericht mit 13 Euro ein recht kostspieliges Abendessen gewesen wäre. Doch dann entdeckte ich im Abschnitt für vegetarische Gerichte etwas sehr leckeres, das mich sofort begeisterte: Reiberatschi mit Buttergemüse und Spiegelei für 8,80 Euro. Das klang lecker und lag auch preismässig näher daran, was ich ausgeben wollte. Obwohl ich natürlich nak wieder auf hohem Niveau jammere, wegen der 5 Euro sollte ich mir wirklich nicht in die Hose machen. 😉
    Nach erfreulich kurzer Wartezeit wurden dann auch schon unsere bestellten Gerichte serviert.

    Potato pancake with vegetables & fried egg / Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei

    Das Spiegelei entsprach zwar nicht ganz dem was ich erwartet hatte, denn ich hätte mir eher ein am besten noch teilweise flüssiges Eigelb gewünscht, mit dem ich die Reiberdatschi zusätzlich hätte garnieren können, aber der Rest des Gerichts wog das alles ohne Probleme auf. Die Bestandteile des heißen Buttergemüses aus Möhren, Zucchini, geschälten Gurken, grünen Bohnen, Blumenkohl und Broccoli waren auf sehr gekonnte Weise genau auf den Punkt gegart, bei dem das Gemüse noch Biss besaß, trotzdem aber gar gekocht erschien. Das habe ich bei Gemüse wirklich selten erlebt, dass verschiedene Sorten so passend zubereitet waren. Die Butter manifestierte sich dabei durch eine leichte Butternote, nicht durch geschmolzenes Fett in dem das Gemüse schwamm, so wie man es bei TK-Buttergemüse häufig erlebt. Sehr lecker. Und auch die Reiberdatschi erwiesen sich als überaus gut gelungen. Ich selber hätte sie wahrscheinlich noch etwas knuspriger gebraten, aber war den Geschmack anging gab es absolut nichts auszusetzen. Als kleines Gimmick hatte man das Gericht außerdem noch reichlich frisch gehobelten und überaus leckeren Parmesan sowie etwas Ruccola garniert. Auch ohne Fleisch ein überaus leckeres Abendessen und seinen Preis meiner Meinung nach durchaus wert. Wäre noch ein Flüssiges Eigelb dabei gewesen, wäre es so gut wie perfekt gewesen.
    Aber nicht nur das Essen war vorzüglich, auch an die erhöhten Hygieneregeln hielt man sich sehr geflissentlich. Die Tische im eh recht kleinen Biergarten hatten ausreichend Abstand, am Eingang zum Gastraum stand ein Spender für Handdesinfektionsmittel, ebenso am Ein-/Ausgang zu den Toiletten, die Bedienung trug brav ihren Mundschutz und wir mussten natürlich eine Kontaktadresse hinterlassen für den Fall dass es zu Corona-Infektionen kommen sollte – was natürlich niemand hofft. Trotzdem war der Biergarten, wohl auch dank des wunderbaren Wetters, gut besucht zeitweise waren fast alle Tische besetzt. Eine gemütlicher kleiner Biergarten, den man auch zu Corona-Zeiten problemlos besuchen kann. Wir zumindest waren alle sehr zufrieden gewesen.

    Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln [28.02.2020]

    Freitag, Februar 28th, 2020

    Auch am heutigen Freitag erschien das Angebot unseres Betriebsrestaurants eher übersichtlich und wartete nicht mit großen Überraschungen auf. Die Gulaschsuppe vom Rind mit Bauernbrot bei Vital sah recht gut aus, auch wenn ich beim Bauernbrot wie so häufig bedenken hatte dass es nicht mehr ganz frisch sein könnte. Die Dampfnudeln mit Vanillesauce und Zimt-Zucker bei Veggie war auf jeden Fall nichts für mich und auch an den Asia-Wok-Angeboten wie Gebratenes Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und Austernsauce hatte ich weniger Interesse. Letztlich griff ich dann aber doch wieder beim Fischgericht zu, das heute durch eine Gebackene Scholle mit Remoulade + 3 Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily repräsentiert und mit Röstkartoffeln serviert wurde. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen des Mischgemüses aus Erbsen, Möhren und Spargel, mit dem ich ja schon gestern gute Erfahrungen gemacht hatte sowie einen kleinen Becher Obstsalat aus dem heutigen Angebot der Dessert-Theke. Die Zitronenecken wurde glücklicherweise nicht als Komponenten berechnet, so dass ich trotz des reichhaltig bestückten Tabletts letztlich mit 6,30 Euro wegkam.

    Plaice filet with remoulade & roast potatoes / Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln

    Die Röstkartoffeln, von denen man dieses mal reichlich auf den Teller getan hatten, erwiesen sich dieses Mal glücklicherweise von durchgehend guter Qualität, es waren keine matschigen oder harten Stücke dazwischen. Allerdings war es wirklich sehr viel, eigentlich zu viel für ein normales Mittagsgericht. Zum Glück gab es eine ebenfalls angenehm große Portion würziger Remoulade dazu, denn nur das zarte und saftige Schollenfilet in seiner dünnen knusprigen Panade mit den Kartoffeln wären doch etwas trocken gewesen. Sei eignete sich wunderbar sowohl zum garnieren der Kartoffeln als auch des Fischs. Und auch en der Mischung aus vielen Erbsen, einigen Pariser Möhren und einigen wenigen Spargelspitzen gab es nichts auszusetzen, sie wirkte noch fast genauso frisch wie gestern. Der ungesüßte Obstsalat aus Melonen, Orangen, Weintrauben und Apfelstücken schloss das heutige Mittagsmahl schließlich auf eine schmackhaft und wohl auch gesunde Art ab. Ich war zufrieden mit meiner Wahl.
    Wie an Freitagen üblich war auch heute deutlich weniger im Speisesaal los als sonst, aber es kristallisierte sich dennoch klar heraus dass die Scholle sich heute unangefochten und mit großen Vorsprung vor allen anderen Angeboten Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Gulaschsuppe, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Dampfnudel schließlich auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schollenfilet: ++
    Remoulade: ++
    Röstkartoffeln: ++
    Mischgemüse: ++
    Obstsalat: ++

    Kalbsgeschnetzeltes mit Röstis [27.02.2020]

    Donnerstag, Februar 27th, 2020

    Als ich heute den Speiseplan im Intranet las frohlockte ich ein wenig, denn man hatte dort eine Hausgemachte Schweineroulade „Hausfrauen Art“ mit Bratenjus, Prinzessbohnen und Spätzle als Tagesangebot auf die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gesetzt. Da das restliche Angebot wie Schaschlikspieß vom Huhn mit Zwiebeln, Paprika und Zucchini dazu Ziegeunersauce und Reis bei Vital, Mexikanische Chililinsen mit Reis bei Veggie, Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce + 3 Komponenten bei Daily oder die Asia-Wok-Gerichte wie Gebackene Banane und Ananas mit Honig und Gebackene Hähnchenkeule mit verschiedenem Gemüse in Kokosnuß-Sauce da bei weitem nicht heran kamen, hatte ich mir fest vorgenommen die Roulade zu nehmen. Doch wie so häufig in letzter Zeit holte mich die Realität ein als ich das Betriebsrestaurant betrat, denn auf dem großen Bildschirm am Eingang war nichts von der Roulade zu sehen. Stattdessen bot man nun Kalbsgeschnetzeltes mit Röstis als Tagestipp an. Das kam zwar nicht ganz an eine Roulade heran, aber war aus meiner Sicht immer noch besser als die anderen Angebote. Also nahm ich das Geschnetzelte und ergänzte es noch durch etwas gemischtes Gemüse in Form von Erbsen und Möhren mit Spargel aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

    Veal strips in cream mushroom sauce with hash browns / Kalbsgeschnetzeltes mit Röstis

    Das Geschnetzelte war zwar mal wieder recht kleinteilig geraten, aber was die Fleischmenge anging konnte man nicht meckern. Die Sahnesauce, in denen das Kalbsfleisch gemeinsam mit einigen Dosenchampignons angerichtet worden war erwies sich für meinen Geschmack zwar ganz leicht übersalzen, aber nicht so schlimm dass es Punktabzug deswegen geben müsste. Insgesamt war das Ganze angenehm würzig und schmackhaft. Dazu passten sehr gut die vier knusprigen und offensichtlich frischen Mini-Röstitaler als Sättigungsbeilage, denn sie konnten sich mit der reichlich vorhandenen Sauce vollsaugen und sie dabei etwas binden. Und die Mischung aus reichlich Erbsen einigen Pariser Möhren und einigen wenigen Stücken Spargel stellte sich ebenfalls als überaus gut passende Sättigungsbeilage heraus – zumal das Gemüse sich auch als angenehm frisch und noch kein bisschen Abgestanden herausstellte – nicht so wie bei vielen anderen Gemüsebeilagen die hier so angeboten werden. Ich war zufrieden und mit 4,48 Euro für das Hauptgericht plus 67 Eurocent für das Gemüse hielten sich auch die Kosten einigermaßen in Grenzen.
    Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute, im Gegensatz zum gestrigen Schnitzeltag, mal wieder sehr breit gefächert was ausmachen eines klaren Favoriten natürlich erschwerte. Dennoch war ich der Meinung dass sich heute die Schinkennudeln mit knappen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala verdient hatten. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur ganz knapp vor dem Kalbsgeschnetzelten lagen, das somit den dritten Platz belegte. Wiederum mit geringem Abstand folgte der Schaschlikspieß auf Platz vier und die Chililinsen belegten einen guten fünften Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Kalbsgeschnetzeltes: ++
    Röstis: ++
    Mischgemüse: ++

    Ente in Hoi-Sin-Sauce [28.11.2019]

    Donnerstag, November 28th, 2019

    Heute verbrachte ich den Vormittag in Homeoffice, da ich auf den Heizungs- und Wasserableser warten musste – ein alljährlich wiederkehrendes Ereignis, das alle Mietparteien immer wieder viel Zeit kostet. Wir haben bei mir im Haus aber auch diese sog. Heizkostenverteiler an den Heizungen, bei denen ein mit Flüssigkeit gefülltes Röhrchen an den Heizkörper geklemmt wird. Das Röhrchen misst dann irgendwie die Temperaturdifferenz zwischen Umgebungstemperatur und Wärme der Heizung, daraus errechnen sich denn die Heizkosten der Zentralheizung. Leider sehr ungenau und Fehleranfällig, außerdem hat es den Nachteil dass jedes Jahr ein Person kommen und beim Ablesen die Röhrchen austauschen muss. Dabei wäre das ja auch problemlos mit einem moderneren Messgerät über Funk möglich. Na ja, ist mal ein Anlass die Wohnung gleich ein wenig aufzuräumen. 😁 Auch wenn das den Ableser in den paar Minuten in denen er routiniert die Werte ablöst und die Röhrchen tauscht nur marginal interessieren dürfte…
    Wie dem auch sei, nach dem Besuch des Ablesers gelang es mir noch pünktlich zum täglichen Statusmeeting in die Firma zu fahren und ich fand trotz der späten Stunde sogar noch einen Parkplatz – was keine Selbstverständlichkeit ist. Nur zum Frühstücken kam ich nicht, nahm aber am anschließenden gemeinschaftlichen Mittagessen im Betriebsrestaurant teil. Leider gab es beim Blick auf die Intranet-Tageskarte kein Gericht was mich sonderlich reizte. Die Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, die mit Sauerkraut und Kartoffelbrei serviert wurden, wären wohl eine Alternative gewesen, auch wenn sie ein Standardgericht und mit 6,30 Euro nicht gerade billig waren. Aber auch die Gefüllte Hähnchenroulade mit Thymiansauce und Butternudeln bei Vital nahm ich zumindest in Betracht, auch wenn ich kein großer Freund von Butternudeln als Sättigungsbeilage bin. Als ich den Speisesaal betrat und die Gerichte auf dem dort befindlichen großen Bildschirm sah, fiel mir das Gemüserisotto mit Weißwein, gebratenen Champignons und Grand Pandano aus dem Abschnitt Veggie ins Auge, das wirklich lecker aussah. Außerdem sah ich, dass man anstatt heute erneut Ente, dieses mal als Ente mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce neben Gebackener Ananas und Banane sowie Gebratenen Schweinefleisch mit verschiedenem Gemüse in grünem Thaicurry an der Asia-Thai-Theke anbot. Ich hatte allerdings nicht überprüft ob es gestern tatsächlich Ente gegeben hatte, sondern auf die Speisekarte vertraut. Es kann also auch sein dass man gestern etwas anderes serviert hatte. Wie dem auch sei, ich schwenkte kurzentschlossen vom zuvor favorisierten Gemüserisotto auf die Ente um, die natürlich mit Reis verzehrt wurde, den man kostenlos und in beliebigen Mengen zum Wok-Gericht nehmen darf. Leider war die Ente aber auch bei den anderen Gästen offensichtlich sehr beliebt, denn der zugehörige Wok wirkte ziemlich ausgeplündert als ich dort ankam. Glücklicherweise hatte die asiatische Köchin, die hinter der Theke ständig an Nachschub werkelt gerade eine frische Ladung fertig, so dass ich dann doch richtig zulangen konnte und mir eine angemessene Portion mit genügend Fleisch auf den Teller tun konnte. Als dieser dann an der Kasse gewogen wurde, rächte sich das leider auch gleich, denn ich musste 6,07 Euro für die Portion zahlen – ganz schön happig. Da hätte ich auch die Rostbratwürste nehmen können. Aber da hätte ich natürlich nicht so viel Gemüse dabei gehabt. 😉

    Duck in hoi sin sauce / Ente in Hoi-Sin-Sauce

    Die Ente erwies sich als gute Wahl, denn das Fleisch war bis auf eine dünne Fettschicht direkt unter der Haut angenehm zart, mager und außerdem sehr lecker. Noch schöner hätte ich es gefunden, wenn man die Entenstücke separat und mit knuspriger Haut serviert hätte, aber das ist in einem so Großrestaurant mit Massenverköstigung wohl zu schwer zu handhaben. Dazu gab es wie üblich eine bunte Auswahl verschiedener Gemüsesorten, darunter Paprika, Pak-Choi, Möhren, Aubergine, Broccoli, Blumenkohl und Lauch. Und alles war in süßlicher und leicht scharfer Hoi Sin Sauce angerichtet. Dazu gab es wie bereits erwähnt Klebereis als Sättigungsbeilage, den ich mir zusätzlich mit einem großzügigen Löffel ebenfalls süßlich-scharfer Chilisauce garniert hatte. Insgesamt eine sehr schmackhafte Zusammenstellung, auch wenn sie was die Ausgefeiltheit angeht nicht sonderlich komplex ist. Einfach etwas Gemüse angedünstet, Fleisch angebraten und Sauce dazu – fertig. Aber ich will das natürlich auch nicht abwerten – Hauptsache es schmeckt.
    Beim Rennen um Platz eins schien sich heute etwas ungewöhnliches abzuspielen. Der erste Platz gehörte natürlich den Rostbratwürsten, aber auf Platz zwei konnte sich vollkommen überraschend der vegetarische Newcomer in Form des Gemüserisottos etablieren. Da waren wohl auch viele andere – genau wie ich – der Meinung dass dieses Gericht irgendwie gut aussah. 😉 Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und einen guten vierten Platz belegte die Hähnchenroulade in Thymiansauce.

    Mein Abschlußurteil:
    Ente in Hoi-Sin-Sauce: ++
    Reis: ++

    Gebratene Mie-Nudeln mit asiatischen Chicken Wings [19.11.2019]

    Dienstag, November 19th, 2019

    Nachdem ich am Montag auf das Frühstück verzichtet hatte, konnte ich heute leider wieder nicht anders und musste mir mal wieder zum morgendlichen Kaffee eine Fleischpflanzerlsemmel einpacken lassen.

    Bulette & Kaffee

    Und wie man sieht hatte ich Glück, denn das Fleischpflanzerl war heute besonders groß geraten. Mir drohte gar eine Maulsperre oder ein Kieferkrampf, denn ich konnte den Mund kaum weit genug öffnen um in diese Semmel samt Belag beißen zu können – man musste das Ganze vorher etwas komprimieren. 😉
    Nach so einem reichhaltigen Frühstück wollte ich zum Mittag natürlich etwas kürzer treten. Leider sagten mir die Safrannudeln mit getrockneten
    Tomaten und Meerrettichspinat
    aus dem Abschnitt Veggie der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants nicht besonders zu, da ich kein Meerrettich mag. Daher überlegte ich kurz bei der Hausgemachten grieschischen Moussaka mit Hackfleisch und Bechamel gratiniert bei Vital zuzugreifen, doch diese war mit Auberginenscheiben gemacht und die mag ich auch nicht so gerne. Das Schweinegeschnetzelte „Zürcher Art“+ drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Mini-Röstis bzw. Kartoffeltalern serviert wurde, war mir wiederum die 6,30 Euro nicht wert und ich hatte außerdem nicht genug Hunger um alle drei Komponenten auskosten zu können. Also wandte ich mir der Asia-Wok-Theke zu, wo mir gleich die Gebratenen Mienudeln mit Asiagemüse in rotem Thaicurry ins Auge fielen, mit denen ich ja zum Beispiel hier schon mal gute Erfahrungen gemacht hatte. Obwohl auch der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce nicht schlecht aussah. Im dritten Wok lockten außerdem Asiatische Chicken Wings mit verschiedenem Gemüse. Da ich mehr Lust auf Mienudeln als auf Reis verspürte, entschied ich mich dazu die eigentlich vegetarischen Mie-Nudeln mit einigen der gut einzeln auflesbaren Chicken Wings zu kombinieren.
    Leider hatte ich nicht bedacht, dass dadurch anstatt des reduzierten vegetarischen Preises pro 100g jener für den Fleisch-Wok anfiel. Dadurch kam ich für diese Zusammenstellung auch auf stolze 6,03 Euro. Die Nudeln wiegen schon einiges, während der Reis ja kostenlos zum Wok mit Fleisch, Gemüse und Sauce gibt. War also was die Kosten anging letztlich doch keine so gute Entscheidung, aber es war nicht mehr zu ändern.

    Fried mie noodles with asian chicken wings / Gebratene Mie-Nudeln mit asiatischen Chicken Wings

    Die Mie-Nudeln, die wie üblich mit zahlreichen Gemüsesorten wir Broccoli, Paprika, Möhren, Lauch, Chinakohl und Blumenkohl versetzt war, erwies sich trotz des angekündigten Thai-Currys als eher mild gewürzt – und leider hatte ich es heute versäumt sie mit etwas von der süß-scharfen Chilisauce zu garnieren wie ich es beim letzten Mal getan habe. Doch zum Glück lieferte die leicht knusprig gebackene Glasur der Hähnchenschenkel eine nicht zu verachtende Schärfe. Und die Fleischausbeute war erstaunlich gut, wobei sich dieses auch angenehm leicht von den Knochen lösen ließ. So hätten mir im Nachhinein gesehen wohl drei Chicken Wings vollkommen ausgereicht. Aber dank der großen Teller an der Asia-Theke neigt man dazu sich doch etwas mehr aufzuladen als man eigentlich braucht um satt zu werden – ich denke das ist aber so gewollt. Insgesamt war ich aber, mal abgesehen vom Preis, sehr zufrieden mit meiner selbst gewählten Zusammenstellung.
    Obwohl die Geschmäcker heute wieder recht breit gestreut waren, konnte man das Schweinegeschnetzelte das wohl am häufigsten gewählte Gericht des Tages war und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnte.Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, knapp gefolgt vom Moussaka auf Platz drei und den Safran-Bandnudeln schließlich knapp dahinter auf dem vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Gebratene Mienudeln: ++
    Asiatische Chicken wings: ++