Posts Tagged ‘gemüse’

Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei – Gasthof Butz [09.07.2020]

Thursday, July 9th, 2020

Spontan entschieden einige Kollegen und ich, dass wir heute Abend den Arbeitstag im Biergarten des Gasthofs Butz in Dornach ausklingen lassen. Ich hatte über diese Location bereits in diesem und diesem Beitrag berichtet. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich heute Mittag beim Bäcker etwas mehr Zurückhaltung geübt. Und es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Krise, dass ich mit Kollegen in einen Biergarten gehen konnte, also eine Premiere für 2020. 😉 Die Speisekarte im Butz ist recht übersichtlich und auch preismässig etwas anspruchsvoller. Es gibt Vorspeisen, einige Böhmische Spezialitäten, Schnitzel und Schweinebraten sowie einige Kindergericht und Süßspeisen. Zuerst überlegte ich mir ein Schweineschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln zu gönnen, auch wenn das nach den beiden Brötchen am Mittag ziemlich massig erschien und das Gericht mit 13 Euro ein recht kostspieliges Abendessen gewesen wäre. Doch dann entdeckte ich im Abschnitt für vegetarische Gerichte etwas sehr leckeres, das mich sofort begeisterte: Reiberatschi mit Buttergemüse und Spiegelei für 8,80 Euro. Das klang lecker und lag auch preismässig näher daran, was ich ausgeben wollte. Obwohl ich natürlich nak wieder auf hohem Niveau jammere, wegen der 5 Euro sollte ich mir wirklich nicht in die Hose machen. 😉
Nach erfreulich kurzer Wartezeit wurden dann auch schon unsere bestellten Gerichte serviert.

Potato pancake with vegetables & fried egg / Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei

Das Spiegelei entsprach zwar nicht ganz dem was ich erwartet hatte, denn ich hätte mir eher ein am besten noch teilweise flüssiges Eigelb gewünscht, mit dem ich die Reiberdatschi zusätzlich hätte garnieren können, aber der Rest des Gerichts wog das alles ohne Probleme auf. Die Bestandteile des heißen Buttergemüses aus Möhren, Zucchini, geschälten Gurken, grünen Bohnen, Blumenkohl und Broccoli waren auf sehr gekonnte Weise genau auf den Punkt gegart, bei dem das Gemüse noch Biss besaß, trotzdem aber gar gekocht erschien. Das habe ich bei Gemüse wirklich selten erlebt, dass verschiedene Sorten so passend zubereitet waren. Die Butter manifestierte sich dabei durch eine leichte Butternote, nicht durch geschmolzenes Fett in dem das Gemüse schwamm, so wie man es bei TK-Buttergemüse häufig erlebt. Sehr lecker. Und auch die Reiberdatschi erwiesen sich als überaus gut gelungen. Ich selber hätte sie wahrscheinlich noch etwas knuspriger gebraten, aber war den Geschmack anging gab es absolut nichts auszusetzen. Als kleines Gimmick hatte man das Gericht außerdem noch reichlich frisch gehobelten und überaus leckeren Parmesan sowie etwas Ruccola garniert. Auch ohne Fleisch ein überaus leckeres Abendessen und seinen Preis meiner Meinung nach durchaus wert. Wäre noch ein Flüssiges Eigelb dabei gewesen, wäre es so gut wie perfekt gewesen.
Aber nicht nur das Essen war vorzüglich, auch an die erhöhten Hygieneregeln hielt man sich sehr geflissentlich. Die Tische im eh recht kleinen Biergarten hatten ausreichend Abstand, am Eingang zum Gastraum stand ein Spender für Handdesinfektionsmittel, ebenso am Ein-/Ausgang zu den Toiletten, die Bedienung trug brav ihren Mundschutz und wir mussten natürlich eine Kontaktadresse hinterlassen für den Fall dass es zu Corona-Infektionen kommen sollte – was natürlich niemand hofft. Trotzdem war der Biergarten, wohl auch dank des wunderbaren Wetters, gut besucht zeitweise waren fast alle Tische besetzt. Eine gemütlicher kleiner Biergarten, den man auch zu Corona-Zeiten problemlos besuchen kann. Wir zumindest waren alle sehr zufrieden gewesen.

Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln [28.02.2020]

Friday, February 28th, 2020

Auch am heutigen Freitag erschien das Angebot unseres Betriebsrestaurants eher übersichtlich und wartete nicht mit großen Überraschungen auf. Die Gulaschsuppe vom Rind mit Bauernbrot bei Vital sah recht gut aus, auch wenn ich beim Bauernbrot wie so häufig bedenken hatte dass es nicht mehr ganz frisch sein könnte. Die Dampfnudeln mit Vanillesauce und Zimt-Zucker bei Veggie war auf jeden Fall nichts für mich und auch an den Asia-Wok-Angeboten wie Gebratenes Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und Austernsauce hatte ich weniger Interesse. Letztlich griff ich dann aber doch wieder beim Fischgericht zu, das heute durch eine Gebackene Scholle mit Remoulade + 3 Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily repräsentiert und mit Röstkartoffeln serviert wurde. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen des Mischgemüses aus Erbsen, Möhren und Spargel, mit dem ich ja schon gestern gute Erfahrungen gemacht hatte sowie einen kleinen Becher Obstsalat aus dem heutigen Angebot der Dessert-Theke. Die Zitronenecken wurde glücklicherweise nicht als Komponenten berechnet, so dass ich trotz des reichhaltig bestückten Tabletts letztlich mit 6,30 Euro wegkam.

Plaice filet with remoulade & roast potatoes / Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln

Die Röstkartoffeln, von denen man dieses mal reichlich auf den Teller getan hatten, erwiesen sich dieses Mal glücklicherweise von durchgehend guter Qualität, es waren keine matschigen oder harten Stücke dazwischen. Allerdings war es wirklich sehr viel, eigentlich zu viel für ein normales Mittagsgericht. Zum Glück gab es eine ebenfalls angenehm große Portion würziger Remoulade dazu, denn nur das zarte und saftige Schollenfilet in seiner dünnen knusprigen Panade mit den Kartoffeln wären doch etwas trocken gewesen. Sei eignete sich wunderbar sowohl zum garnieren der Kartoffeln als auch des Fischs. Und auch en der Mischung aus vielen Erbsen, einigen Pariser Möhren und einigen wenigen Spargelspitzen gab es nichts auszusetzen, sie wirkte noch fast genauso frisch wie gestern. Der ungesüßte Obstsalat aus Melonen, Orangen, Weintrauben und Apfelstücken schloss das heutige Mittagsmahl schließlich auf eine schmackhaft und wohl auch gesunde Art ab. Ich war zufrieden mit meiner Wahl.
Wie an Freitagen üblich war auch heute deutlich weniger im Speisesaal los als sonst, aber es kristallisierte sich dennoch klar heraus dass die Scholle sich heute unangefochten und mit großen Vorsprung vor allen anderen Angeboten Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Gulaschsuppe, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Dampfnudel schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schollenfilet: ++
Remoulade: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++
Obstsalat: ++

Kalbsgeschnetzeltes mit Röstis [27.02.2020]

Thursday, February 27th, 2020

Als ich heute den Speiseplan im Intranet las frohlockte ich ein wenig, denn man hatte dort eine Hausgemachte Schweineroulade “Hausfrauen Art” mit Bratenjus, Prinzessbohnen und Spätzle als Tagesangebot auf die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gesetzt. Da das restliche Angebot wie Schaschlikspieß vom Huhn mit Zwiebeln, Paprika und Zucchini dazu Ziegeunersauce und Reis bei Vital, Mexikanische Chililinsen mit Reis bei Veggie, Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce + 3 Komponenten bei Daily oder die Asia-Wok-Gerichte wie Gebackene Banane und Ananas mit Honig und Gebackene Hähnchenkeule mit verschiedenem Gemüse in Kokosnuß-Sauce da bei weitem nicht heran kamen, hatte ich mir fest vorgenommen die Roulade zu nehmen. Doch wie so häufig in letzter Zeit holte mich die Realität ein als ich das Betriebsrestaurant betrat, denn auf dem großen Bildschirm am Eingang war nichts von der Roulade zu sehen. Stattdessen bot man nun Kalbsgeschnetzeltes mit Röstis als Tagestipp an. Das kam zwar nicht ganz an eine Roulade heran, aber war aus meiner Sicht immer noch besser als die anderen Angebote. Also nahm ich das Geschnetzelte und ergänzte es noch durch etwas gemischtes Gemüse in Form von Erbsen und Möhren mit Spargel aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Veal strips in cream mushroom sauce with hash browns / Kalbsgeschnetzeltes mit Röstis

Das Geschnetzelte war zwar mal wieder recht kleinteilig geraten, aber was die Fleischmenge anging konnte man nicht meckern. Die Sahnesauce, in denen das Kalbsfleisch gemeinsam mit einigen Dosenchampignons angerichtet worden war erwies sich für meinen Geschmack zwar ganz leicht übersalzen, aber nicht so schlimm dass es Punktabzug deswegen geben müsste. Insgesamt war das Ganze angenehm würzig und schmackhaft. Dazu passten sehr gut die vier knusprigen und offensichtlich frischen Mini-Röstitaler als Sättigungsbeilage, denn sie konnten sich mit der reichlich vorhandenen Sauce vollsaugen und sie dabei etwas binden. Und die Mischung aus reichlich Erbsen einigen Pariser Möhren und einigen wenigen Stücken Spargel stellte sich ebenfalls als überaus gut passende Sättigungsbeilage heraus – zumal das Gemüse sich auch als angenehm frisch und noch kein bisschen Abgestanden herausstellte – nicht so wie bei vielen anderen Gemüsebeilagen die hier so angeboten werden. Ich war zufrieden und mit 4,48 Euro für das Hauptgericht plus 67 Eurocent für das Gemüse hielten sich auch die Kosten einigermaßen in Grenzen.
Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute, im Gegensatz zum gestrigen Schnitzeltag, mal wieder sehr breit gefächert was ausmachen eines klaren Favoriten natürlich erschwerte. Dennoch war ich der Meinung dass sich heute die Schinkennudeln mit knappen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala verdient hatten. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur ganz knapp vor dem Kalbsgeschnetzelten lagen, das somit den dritten Platz belegte. Wiederum mit geringem Abstand folgte der Schaschlikspieß auf Platz vier und die Chililinsen belegten einen guten fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kalbsgeschnetzeltes: ++
Röstis: ++
Mischgemüse: ++

Ente in Hoi-Sin-Sauce [28.11.2019]

Thursday, November 28th, 2019

Heute verbrachte ich den Vormittag in Homeoffice, da ich auf den Heizungs- und Wasserableser warten musste – ein alljährlich wiederkehrendes Ereignis, das alle Mietparteien immer wieder viel Zeit kostet. Wir haben bei mir im Haus aber auch diese sog. Heizkostenverteiler an den Heizungen, bei denen ein mit Flüssigkeit gefülltes Röhrchen an den Heizkörper geklemmt wird. Das Röhrchen misst dann irgendwie die Temperaturdifferenz zwischen Umgebungstemperatur und Wärme der Heizung, daraus errechnen sich denn die Heizkosten der Zentralheizung. Leider sehr ungenau und Fehleranfällig, außerdem hat es den Nachteil dass jedes Jahr ein Person kommen und beim Ablesen die Röhrchen austauschen muss. Dabei wäre das ja auch problemlos mit einem moderneren Messgerät über Funk möglich. Na ja, ist mal ein Anlass die Wohnung gleich ein wenig aufzuräumen. 😁 Auch wenn das den Ableser in den paar Minuten in denen er routiniert die Werte ablöst und die Röhrchen tauscht nur marginal interessieren dürfte…
Wie dem auch sei, nach dem Besuch des Ablesers gelang es mir noch pünktlich zum täglichen Statusmeeting in die Firma zu fahren und ich fand trotz der späten Stunde sogar noch einen Parkplatz – was keine Selbstverständlichkeit ist. Nur zum Frühstücken kam ich nicht, nahm aber am anschließenden gemeinschaftlichen Mittagessen im Betriebsrestaurant teil. Leider gab es beim Blick auf die Intranet-Tageskarte kein Gericht was mich sonderlich reizte. Die Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, die mit Sauerkraut und Kartoffelbrei serviert wurden, wären wohl eine Alternative gewesen, auch wenn sie ein Standardgericht und mit 6,30 Euro nicht gerade billig waren. Aber auch die Gefüllte Hähnchenroulade mit Thymiansauce und Butternudeln bei Vital nahm ich zumindest in Betracht, auch wenn ich kein großer Freund von Butternudeln als Sättigungsbeilage bin. Als ich den Speisesaal betrat und die Gerichte auf dem dort befindlichen großen Bildschirm sah, fiel mir das Gemüserisotto mit Weißwein, gebratenen Champignons und Grand Pandano aus dem Abschnitt Veggie ins Auge, das wirklich lecker aussah. Außerdem sah ich, dass man anstatt heute erneut Ente, dieses mal als Ente mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce neben Gebackener Ananas und Banane sowie Gebratenen Schweinefleisch mit verschiedenem Gemüse in grünem Thaicurry an der Asia-Thai-Theke anbot. Ich hatte allerdings nicht überprüft ob es gestern tatsächlich Ente gegeben hatte, sondern auf die Speisekarte vertraut. Es kann also auch sein dass man gestern etwas anderes serviert hatte. Wie dem auch sei, ich schwenkte kurzentschlossen vom zuvor favorisierten Gemüserisotto auf die Ente um, die natürlich mit Reis verzehrt wurde, den man kostenlos und in beliebigen Mengen zum Wok-Gericht nehmen darf. Leider war die Ente aber auch bei den anderen Gästen offensichtlich sehr beliebt, denn der zugehörige Wok wirkte ziemlich ausgeplündert als ich dort ankam. Glücklicherweise hatte die asiatische Köchin, die hinter der Theke ständig an Nachschub werkelt gerade eine frische Ladung fertig, so dass ich dann doch richtig zulangen konnte und mir eine angemessene Portion mit genügend Fleisch auf den Teller tun konnte. Als dieser dann an der Kasse gewogen wurde, rächte sich das leider auch gleich, denn ich musste 6,07 Euro für die Portion zahlen – ganz schön happig. Da hätte ich auch die Rostbratwürste nehmen können. Aber da hätte ich natürlich nicht so viel Gemüse dabei gehabt. 😉

Duck in hoi sin sauce / Ente in Hoi-Sin-Sauce

Die Ente erwies sich als gute Wahl, denn das Fleisch war bis auf eine dünne Fettschicht direkt unter der Haut angenehm zart, mager und außerdem sehr lecker. Noch schöner hätte ich es gefunden, wenn man die Entenstücke separat und mit knuspriger Haut serviert hätte, aber das ist in einem so Großrestaurant mit Massenverköstigung wohl zu schwer zu handhaben. Dazu gab es wie üblich eine bunte Auswahl verschiedener Gemüsesorten, darunter Paprika, Pak-Choi, Möhren, Aubergine, Broccoli, Blumenkohl und Lauch. Und alles war in süßlicher und leicht scharfer Hoi Sin Sauce angerichtet. Dazu gab es wie bereits erwähnt Klebereis als Sättigungsbeilage, den ich mir zusätzlich mit einem großzügigen Löffel ebenfalls süßlich-scharfer Chilisauce garniert hatte. Insgesamt eine sehr schmackhafte Zusammenstellung, auch wenn sie was die Ausgefeiltheit angeht nicht sonderlich komplex ist. Einfach etwas Gemüse angedünstet, Fleisch angebraten und Sauce dazu – fertig. Aber ich will das natürlich auch nicht abwerten – Hauptsache es schmeckt.
Beim Rennen um Platz eins schien sich heute etwas ungewöhnliches abzuspielen. Der erste Platz gehörte natürlich den Rostbratwürsten, aber auf Platz zwei konnte sich vollkommen überraschend der vegetarische Newcomer in Form des Gemüserisottos etablieren. Da waren wohl auch viele andere – genau wie ich – der Meinung dass dieses Gericht irgendwie gut aussah. 😉 Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und einen guten vierten Platz belegte die Hähnchenroulade in Thymiansauce.

Mein Abschlußurteil:
Ente in Hoi-Sin-Sauce: ++
Reis: ++

Gebratene Mie-Nudeln mit asiatischen Chicken Wings [19.11.2019]

Tuesday, November 19th, 2019

Nachdem ich am Montag auf das Frühstück verzichtet hatte, konnte ich heute leider wieder nicht anders und musste mir mal wieder zum morgendlichen Kaffee eine Fleischpflanzerlsemmel einpacken lassen.

Bulette & Kaffee

Und wie man sieht hatte ich Glück, denn das Fleischpflanzerl war heute besonders groß geraten. Mir drohte gar eine Maulsperre oder ein Kieferkrampf, denn ich konnte den Mund kaum weit genug öffnen um in diese Semmel samt Belag beißen zu können – man musste das Ganze vorher etwas komprimieren. 😉
Nach so einem reichhaltigen Frühstück wollte ich zum Mittag natürlich etwas kürzer treten. Leider sagten mir die Safrannudeln mit getrockneten
Tomaten und Meerrettichspinat
aus dem Abschnitt Veggie der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants nicht besonders zu, da ich kein Meerrettich mag. Daher überlegte ich kurz bei der Hausgemachten grieschischen Moussaka mit Hackfleisch und Bechamel gratiniert bei Vital zuzugreifen, doch diese war mit Auberginenscheiben gemacht und die mag ich auch nicht so gerne. Das Schweinegeschnetzelte “Zürcher Art”+ drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Mini-Röstis bzw. Kartoffeltalern serviert wurde, war mir wiederum die 6,30 Euro nicht wert und ich hatte außerdem nicht genug Hunger um alle drei Komponenten auskosten zu können. Also wandte ich mir der Asia-Wok-Theke zu, wo mir gleich die Gebratenen Mienudeln mit Asiagemüse in rotem Thaicurry ins Auge fielen, mit denen ich ja zum Beispiel hier schon mal gute Erfahrungen gemacht hatte. Obwohl auch der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce nicht schlecht aussah. Im dritten Wok lockten außerdem Asiatische Chicken Wings mit verschiedenem Gemüse. Da ich mehr Lust auf Mienudeln als auf Reis verspürte, entschied ich mich dazu die eigentlich vegetarischen Mie-Nudeln mit einigen der gut einzeln auflesbaren Chicken Wings zu kombinieren.
Leider hatte ich nicht bedacht, dass dadurch anstatt des reduzierten vegetarischen Preises pro 100g jener für den Fleisch-Wok anfiel. Dadurch kam ich für diese Zusammenstellung auch auf stolze 6,03 Euro. Die Nudeln wiegen schon einiges, während der Reis ja kostenlos zum Wok mit Fleisch, Gemüse und Sauce gibt. War also was die Kosten anging letztlich doch keine so gute Entscheidung, aber es war nicht mehr zu ändern.

Fried mie noodles with asian chicken wings / Gebratene Mie-Nudeln mit asiatischen Chicken Wings

Die Mie-Nudeln, die wie üblich mit zahlreichen Gemüsesorten wir Broccoli, Paprika, Möhren, Lauch, Chinakohl und Blumenkohl versetzt war, erwies sich trotz des angekündigten Thai-Currys als eher mild gewürzt – und leider hatte ich es heute versäumt sie mit etwas von der süß-scharfen Chilisauce zu garnieren wie ich es beim letzten Mal getan habe. Doch zum Glück lieferte die leicht knusprig gebackene Glasur der Hähnchenschenkel eine nicht zu verachtende Schärfe. Und die Fleischausbeute war erstaunlich gut, wobei sich dieses auch angenehm leicht von den Knochen lösen ließ. So hätten mir im Nachhinein gesehen wohl drei Chicken Wings vollkommen ausgereicht. Aber dank der großen Teller an der Asia-Theke neigt man dazu sich doch etwas mehr aufzuladen als man eigentlich braucht um satt zu werden – ich denke das ist aber so gewollt. Insgesamt war ich aber, mal abgesehen vom Preis, sehr zufrieden mit meiner selbst gewählten Zusammenstellung.
Obwohl die Geschmäcker heute wieder recht breit gestreut waren, konnte man das Schweinegeschnetzelte das wohl am häufigsten gewählte Gericht des Tages war und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnte.Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, knapp gefolgt vom Moussaka auf Platz drei und den Safran-Bandnudeln schließlich knapp dahinter auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gebratene Mienudeln: ++
Asiatische Chicken wings: ++

Gebratener Eiereis mit Gemüse [31.10.2019]

Thursday, October 31st, 2019

Großen Hunger hatte ich heute Mittag nicht, daher nahm ich neben dem Gebratenen Eierreis mit Gemüse von der Asia-Wok-Theke vor allem das Rührei mit Salzkartoffeln und Rahmspinat aus dem Abschnitt Veggie in die nähere Auswahl. Die anderen Asia-Gerichte wie Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse in Currysauce, das Schweinesteak mit Sauce Bernaise + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily (welches mit Pommes Frites serviert wurde) sowie die Spaghetti mit Tomaten- Hähnchenragout bei Daily erschienen mir heute weniger passend. Dass ich mal zwischen zwei vegetarischen Gerichten entscheiden muss ist wirklich selten, so hatte ich aber zumindest nicht das Problem zu entscheiden ob ich Fleisch wollte, denn das fiel bei beiden Optionen aus. Letztlich war es wohl die gute Erinnerung an die Mie-Nudeln von letzter Woche Dienstag, die mich dazu bewog beim Reis zuzugreifen. Das Gericht gernierte ich mir noch mit einem großzügigen Löffel süß-scharfer Chilisauce und dazu gesellte sich außerdem noch ein Glückskeks.

Fried egg rice / Gebratener Eierreis

Gar nicht mal schlecht, vor allem mit all den verschiedenen Gemüsesorten wie Paprika, Möhren, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und grünen Chilis, allerdings fand ich die Würzte insgesamt ein klein wenig zu lasch geraten. Die süß-scharfe Chilisauce half etwas ab, aber insgesamt musste ich dann doch noch mal zum Pfeffer- und Salzstreuer greifen um das Gericht für mich perfekt zu machen. Natürlich ist das immer auch persönliches Geschmacksempfinden, aber da ein Kollege, der das gleiche Gericht gewählt hatte, es ebenfalls so handhabte kann ich da auch nicht so falsch gelegen haben. Wie dem auch sei, insgesamt fand ich den vegetarischen Eierreis mit Gemüse dennoch sehr lecker und würde nicht zögern erneut bei diesem Angebot zuzugreifen – das mit der Würze war wirklich eher ein Problem der Feinabstimmung. Der Glückskeks rundete das Gericht schließlich schön knusprig ab. Auch wenn mich die Nachricht auf dem Zettel etwas beunruhigte:

Fortune cookie / Glückskeks

😉
Bei den anderen Gästen gab es heute mal wieder keinen klaren Favoriten. Sowohl das Steak mit Sauce Bernaise als auf das Rührei und die Asia-Gerichte in allen möglichen Varianten spielten im vorderen Feld mit. Ich würde dennoch knapp den Steak mit Pommes den ersten Platz zubilligen, gefolgt von den für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebten Rührei auf dem zweiten Platz und den Asia-Gerichten auf Platz drei. Nur knapp dahinter folgten schließlich die Spaghetti mit Hähnchen-Tomaten-Sugo.

Mein Abschlußurteil:
Gebratener Eierreis mit Gemüse: ++

Gebratener Tintenfisch mit Gemüse in grünem Thaicurry [25.07.2019]

Thursday, July 25th, 2019

Nach drei Tagen Abstinenz aufgrund von Resten vom Wochenende wagte ich mich heute wieder in unser Betriebsrestaurant – und das bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad und allerbesten Sommerwetter. Warum man an solchen Tagen ein Schweineschnitzel “Wiener Art” mit zwei Beilagen, Dessert oder Tagessuppe im Bereich Daily anbietet erschloss sich mir nicht ganz, denn das mit Pommes Frites servierte Gericht war mir eindeutig zu mächtig für einen so heißen Sommertag. Und die Canneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Daily erschienen mir da auch nicht besser. Daher überlegte ich kurz beim Gebratenen marinierter Tofu mit Ingwer-Currygemüse aus der Veggie-Sektion zuzugreifen, aber das Gemüse schien mir doch ein wenig zerkocht. Also blieb nur noch der Gebratener Tintenfisch mit Gemüse in grünem Thaicurry der neben Gebackener Ananas und Banane an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Ich war auch eigentlich schon viel zu lange Abstinent von den Asia-Gerichten geblieben, daher war es mal wieder an der Zeit ihnen eine erneute Chance zu geben. Bezahlt wurde nur das Gewicht der Speisen auf dem runden Teller, der an der Kasse gewogen wurde. Den Reis, den ich mir übrigens mit etwas süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, gab es sozusagen als Flatrate kostenlos dazu.

Fried squid with vegetables in green thai curry / Gebratener Tintenfisch mit Gemüse in grünem Thaicurry

Das Gemüse aus Möhren, Kohl, Zucchini, Blumenkohl, Pak Choi, Paprika, Broccoli und Lauch war zwar durchgegart, aber trotzdem noch wunderbar knackig im Biss, was die asiatische Köchin die derzeit an den Woks werkelte mal wieder perfekt hinbekommen hatte. Und auch der reichlich vorhandene Tintenfisch erwies sich als wunderbar zart. Allerdings war das Gemüse für meinen Geschmack nur sehr grob zerkleinert, worüber ich aber großzügig hinweg sehen kann. Die Sauce mit grünem Thai-Curry ließ allerdings etwas zu wünschen übrig, denn im ersten Moment schmeckte sie nach fast gar nichts und entwickelte dann erst langsam etwas Geschmack und eine leichte Schärfe, was aber genau schnell wieder abebbte. Außerdem war sie dünn wie Wasser, was ich ja auch nicht so mag – man sollte Saucen zumindest ein wenig abbinden damit sie etwas dickflüssig werden. Vermischte man sie mit dem klebrigen Reis, wurde sie aber von diesem gut aufgesogen. Aber die süß-scharfe Chilisauce am Reis war teilweise geschmacklich noch dominanter als dieser grüne Thai-Curry. Ich bin jetzt kein Thai-Experte, aber ich hatte mir zumindest was das Aroma anging von der Sauce deutlich mehr erwartet. Und leider hatte ich mich bei der Portionsgröße verschätzt, so dass eine kleine Menge Reis und Gemüse am Ende liegen bleiben musste – ich war einfach pappsatt. Die großen Teller verleiten aber auch zum kräftigen Aufladen, da waren die alten Glasteller wie hier oder die länglichen Schälchen von noch früher etwas optimaler. Doch trotz der nicht ganz so gelungenen Sauce war dies bestimmt nicht das letzte Mal, das ich in unserem Betriebsrestaurant Asiatisch gespeist habe – alleine schon wegen der nicht zu übertreffend vielfältigen Gemüseauswahl die zu diese Gerichten gehört.
Dass der Gros der anderen Gäste trotz des hochsommerlichen Wetters zum Schnitzel mit Fritten gegriffen hatte, brauche ich wohl kaum zu erwähnen – womit diesem Gericht mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Angeboten der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Und ich sah fast nur Schnitzel auf den Tabletts, erst wenn man etwas genauer hinsah erkannte man auch einige Asia-Gerichte, die somit auf dem zweiten Platz aber nur knapp vor den Cannelloni lagen, die somit Platz drei belegten. Und sah man ganz genau hin, entdeckte man auch hier und dort den marinierten Tofu, der somit den vierten Platz belegte. Dazu kamen noch die üblichen Salatschüsseln sowie die Gäste, die sich mit den Resten begnügten, die verbilligt an der Gemüsetheke angeboten wurde. Aber die lasse ich nicht in die Bewertung einfließen, da sie eher Einzelfälle sind.

Mein Abschlußurteil:
Tintenfisch: ++
Gemüse: ++
Grüner-Thai-Curry-Sauce: +/-
Reis: ++

Seelachsfilet in Dillsauce mit Salzkartoffeln [12.06.2019]

Wednesday, June 12th, 2019

Eigentlich liebäugelte ich heute zuerst mit dem Gebratenes Putensteak in Tikka Massalasauce und zwei Beilagen, dazu Tagessuppe oder Dessert aus dem Bereich Daily, doch nach der großzügigen Portion des Backhendls von gestern wollte ich nicht schon wieder Geflügel zu Mittag verzehren. Zumal das Putensteak auch ein wenig mickrig aussah, obwohl mich der Asia-Salat, der gemeinsam mit Basamatireis als Beilage serviert wurde durchaus verlockend aussah. Doch zum Glück fand sich mit einem Gedünstetem Seelachsfilet auf Blattspinat mit Dillsauce und Salzkartoffeln bei Vital eine interessante Alternative auf der Speisekarte. Die Penne Rigate mit
Kürbisbolognese und Grand Pandano
bei Veggi fand ich weniger interessant, denn wie es aussah bestand es viel Nudeln und wenig Bolognese-Sauce, die unter Unmengen von geriebenen Hartkäse vergraben waren. Und auch mit Gebratenem Eiereis mit verschiedenem Asiagemüse oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke konnte ich mich auch nicht so recht anfreunden. Also griff ich kurz entschlossen zum Seelachs.

Coalfish filet in dill sauce / Seelachsfilet in Dillsauce

Beim Seelachsfilet war man heute schon wieder sehr großzügig gewesen, dann das Filetstück das oben auf den anderen Komponenten lag, erwies sich nicht nur als angenehm groß geraten, sondern war auch qualitativ von guter Qualität: Zart, saftig und ohne auch nur eine winzige Gräte. Gemeinsam mit der mild-würzigen Dillsauce ein wahrer Genuss. Beim Gemüse hatte man allerdings etwas geschummelt, denn anstatt des auf der Speisekarte angekündigten Blattspinats fand ich dort eine eine Mischung aus gelben und orangen Möhren, Zuckerschoten und Spargel, die man nur mit eher als homöopathisch zu bezeichnenden Mengen Blattspinat versetzt hatte. War zwar nicht schlecht – obwohl es sich eindeutig um TK-Gemüse handelte, das nicht mehr ganz frisch war – aber eine schöne Portion reinen Blattspinats wäre mir lieber gewesen. Bei den Salzkartoffeln musste ich wiederum feststellen, dass sie sich alle in einem unterschiedlichen Garzustand zu befinden schienen: Der größte Teil war gut durchgekocht und nicht zu matschig, aber zwei oder drei Stücke schienen mir doch etwas bissfest und hätten ein bis zwei Minuten länger im kochenden Wasser gut vertragen. Zusätzlich fehlte eindeutig Salz, aber das konnte ich problemlos mit dem am Tisch bereitstehenden Salzstreuer beheben. Dennoch bereute ich meine Entscheidung heute letztlich nicht, insgesamt ein doch gelungenes wenn auch nicht perfektes Mittagsgericht.
Auf den Tabletts der anderen Gäste war der Geschmack heute eher wieder sehr breit gestreut, auch wenn sich eine deutlich Tendenz hin zum Putensteak mit Massalasauce erkennen ließ, so dass ich diesem Gericht heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Aber das Seelachsfilet auf Platz zwei lag eng auf und auch der Abstand zu den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und der Kürbisbolognese knapp dahinter auf Platz vier war nur marginal. Bei den letzten beiden Gerichten war der Abstand sogar so gering, dass ich fast dazu geneigt habe, beiden den dritten Platz zu gönnen.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Dillsauce: ++
Mischgemüse mit Blattspinat: +
Saltkartoffeln: ++