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Selbst eingekochtes Hackfleisch – das Rezept

Samstag, März 6th, 2021

Dieses Wochenende wollte ich mal etwas ausprobieren, das schon lange auf meiner ToDo-Liste steht: dem Einkochen. In Zeiten in denen es noch keine Kühlschränke gab war das heimische Einkochen von Obst, Gemüse oder Fleisch ein beliebtes Mittel um diese Dinge lange haltbar zu machen und ich kann mich aus meiner eigenen Kindheit noch gut daran erinnern, dass sowohl meine Großeltern als auch meine Eltern überschüssige Ernten aus Garten und von Obstbäumen in Gläsern lange haltbar machten. Da ich hier in der Münchner Innenstadt weder Garten noch Obstbäume habe, entschloss ich mich dazu meine ersten Gehversuche damit zu machen etwas Hackfleisch einzukochen. Schön wäre es gewesen wenn ich dies aus frischem Fleisch hätte selbst machen können, da ich aber nur einen kleinen manuellen Fleischwolf besitze und mir nicht beim stundenlangen Kurbeln eine Sehnenscheidenentzündung holen wollte, verwendete ich hier einfach bereits zerkleinertes Hackfleisch aus dem Supermarkt. 😉
Bei meinen Recherchen zu diesem Thema fanden sich dabei neben vielen allgemein gültigen Regeln zwei große Unterschiede in der Vorgehensweise: die Verwendung oder Nicht-Verwendung von Wasser zum aufgießen des Fleisches vor dem einkochen. Soweit ich es in Blogbeiträgen und Video gelesen habe ist hier der einzige Unterschied, dass beim Einkochen mit Wasser etwas mehr „Glibber“ oder – wie man in Bayern sagt „Zidderer“ oder „Zitterer“ – entsteht, also erstarrte Gelatine und die mag ich nicht so, daher versuchte ich es in dieser Version erst mal ohne. Zwar hatte ich mir bereits vor längerem sogenannte „Sturzgläser“ mit Klemmen, Gummi und Glasdeckel gekauft, die waren aber bis auf eines für andere Dinge in Verwendung, daher nahm ich einfach Gurkengläser á 370ml, welche ich in der Spülmaschine bei 70 Grad auskochte und somit auch gleich sterilisierte. Ansonsten hätte man die Gläser auch im Backofen sterilisieren können, denn es ist wichtig dass sie vor dem Einkochen richtig sauber sind, um die Möglichkeit des Verderbens zusätzlich zu verringern.

Was benötigen wir also für 4 Gläser?

  • 1 Kilogramm Hackfleisch (Schwein, Rind, Gemischt)
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Pfeffer
  • 1 Teelöffel Paprika
  • je 1/2 Teelöffel Zwiebel- & Knoblauchgranulat
  • 1 Esslöffel Majoran
  • 1/2 Teelöffel Muskatnuss
  • 1,5 Teelöffel Senfkörner
  • 1/2 Teelöffel Koriander
  • Beginnen wir also damit das Hackfleisch in eine Schüssel zu geben.
    01 - Put minced meat in bowl / Hackfleisch in Schüssel geben

    Dort würzen wir es mit Salz, frisch gemahlenen Pfeffer,
    02 - Add salt / Salz hinzufügen 03 - Season with pepper / Mit Pfeffer würzen

    Paprika, Muskatnuss, Majoran,
    04 - Add paprika / Paprika einstreuen 05 - Add marjoram / Majoran addieren

    ganzen Senfkörnern, Koriander sowie Zwiebel- und Knoblauchgranulat.
    06 - Add mustard seeds / Senfkörner hinzufügen 07 - Add more spices / Weitere Gewürze addieren

    Anschließend kneten wir alles gründlich durch – gerne mit Handschuhen – bis Fleisch und Gewürze gründlich miteinander vermengt sind.
    08 - Mingle meat & spices well / Fleisch & Gewürze gründlich vermengen

    Nun geben wir das gewürzte Hackfleisch in die im Ofen oder der Spülmaschine desinfizierten Gläser, drücken es leicht an,
    09 - Fill Meat in glassware / Fleisch in Gläser abfüllen 10 - Compact meat / Hackfleisch andrücken

    wischen die Ränder mit einen Küchentuch sauber um Fettrückstände hier zu verhindern und verschließen die Gläser dann fest mit dem Deckel.
    11 - Wipe rims / Ränder abwischen 12 - Lock glassware well / Gläser fest zudrehen

    Die so befüllten Gläser stellen wir in einen großen Topf, füllen ihn mit Wasser auf so dass die Gläser zu mindestens 2/3eln mit Wasser bedeckt sind
    13 - Fill pot with water / Topf mit Wasser auffüllen

    und stellen den Topf dann auf den Herd, wo wir das Wasser zum köcheln bringen. Da ich noch Luft in den Gläsern hatte und wie Einleitend erwähnt das Fleisch nicht mit Wasser aufgegossen hatte, begannen die Gläser nun leider zu schwimmen, weswegen ich sie mit einem Teller beschweren musste.
    14 - Weight down with plate / Mit Teller beschweren

    Jetzt kommt noch der Deckel drauf und ich steckte eine Sonde meines Koch- & Backthermometers in das Wasser, damit ich die Temperatur überwachen konnte. Sobald das Wasser kocht, schalten wir die Temperaturzufuhr auf leicht reduzierte Stufe und lassen die Gläser bei 99-100 Grad für mindestens 90 Minuten, besser noch 2 Stunden köcheln.
    15 - Let simmer / Köcheln lassen 16 - Monitor temperature / Temperatur überwachen

    Danach brauchen wir die Gläser nur auch aus dem Wasserbad zu entnehmen, abzutrocknen
    17 - Home boiled minced meat - Finished boiling / Eingekochtes Hackfleisch - Fertig eingekocht

    und abkühlen zu lassen. Das Fett, das sich oben abgesetzt hatte und durch die Verwendung von Paprika leicht rötlich eingefärbt war sowie die beim Kochen ausgetretene Flüssigkeit wird in dieser Zeit fest.
    18 - Home boiled minced meat - Chilled / Eingekochtes Hackfleisch - Abgekühlt

    Jetzt brauchen wir es nur noch dunkel und kühl zu lagern und können es bei Bedarf öffnen und aufs Brot aufschneiden. Ein Glas reicht dabei meiner Erfahrung nach für 2 Scheiben Brot.
    19 - Home boiled minced meat - Served / Eingekochtes Hackfleisch - Serviert

    Lecker war es allemal, die Auswahl von Gewürzen gaben dem Hackfleisch ein wunderbares Aroma, das Fleisch war alledings deutlich fester als bei einer Frikadelle da etwas zum „fluffig machen“ wie Semmelbrösel oder Brötchen hier natürlich fehlte. Da ich allerdings keine Sturzgläser sondern solche verwendet hatte, deren Öffnung sich leicht verjüngt war das entnehmen aus dem Glas etwas schwieriger als gewünscht, letztlich musste ich den Fleischklops im Glas etwas zerkleinern bevor ich ihn entnehmen, in Scheiben schneiden und auf das Brot legen konnte. Schöner wäre es hier gewesen wenn man ihn am Stück aus dem Glas hätte schütten können, dazu wäre ein Glas wie ich es hier zur Aufbewahrung des hausgemachten Garam Masala verwendet hatte besser geeignet. Beim nächsten Mal dann, denn das war bestimmt nicht das letzte Mal das ich selbst eingekocht habe. Sehr interessant finde ich dabei die Idee ein komplettes Gericht aus Sättigungsbeilage, Gemüse und/oder Fleisch so vorzubereiten – das möchte ich unbedingt ausprobieren – wobei ich dann aber wohl etwas größere Gläser brauchen werde. 😉

    Hausgemachtes Garam Masala – das Rezept

    Samstag, November 28th, 2020

    Für mein nächstes Rezept brauchte ich Garam Masala, eine der wohl bekanntesten indischen Gewürzmischungen. Beim Durchsicht meiner inzwischen recht beträchtlichen Bestände an Gewürzen fand ich zwar noch einen Rest gekauften Garam Masalas, die war jedoch bereits fast vier Jahre alt und besaß bestimmt kein Aroma mehr. Daher entschied ich mich dazu mir selbst welches zuzubereiten. Die einzelnen Zutaten sind zwar zum Teil nicht unbedingt Bestandteil einer normalen Küche, doch ich hatte das Glück alles Notwendige in meinem Gewürzschrank zu finden, also stand meinem hausgemachten Garam Masala nichts mehr im Wege.

    01-Zutaten

    Was benötigen wir für 180-200g Garam Masala?

  • 4 Esslöffel Koriandersamen
  • 2 Esslöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1 Esslöffel Fenchelsamen
  • 1 Mazis (Muskatblüte)
  • 3 größere schwarze Kardamom-Kapseln
  • 1 Esslöffel grüne Kardamom-Kaspseln
  • 1/2 Teelöffel Nelken
  • 2 Stück Zimtstange (ca. 3cm)
  • 1 Esslöffel schwarzer Pfeffer
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1/2 Muskatnuss
  • 1 Sternanis
  • Beginnen wir damit, die schwarzen Kardamom-Kapseln zu öffnen
    02-Schwarze-Kardamom-öffnen

    und die Samenkapseln daraus zu lösen, damit sich ihr Aroma beim nächsten Arbeitsschritt richtig entfalten kann. Die Schalen können wir aber auch mit verwenden.
    03-Kerne-aus-Kardamom-entnehmen

    Außerdem drücke wir die grünen Kardamom-Kapseln mit der flachen Seite des Messers an, damit sie sich ebenfalls etwas öffnen.
    04-Grüne-Kardamom-andrücken

    Außerdem kann es nicht schaden auch Lorbeerblätter, Muskatnussblüte und Zimtstangen grob zu zerkleinern.

    Anschließend erhitzen wir eine Pfanne ohne Öl und geben die Koriandersamen
    05-Koriander-in-Pfanne-geben

    sowie die anderen Gewürze in die heiße Pfanne
    06-Restliche-Gewürze-dazu-geben

    und rösten alles für 3-4 Minuten unter gelegentlichem Rühren an, bis sich die Aromen in der Küche verbreiten.
    07-Gewürze-anrösten

    Nun geben wir die angerösteten Gewürze auf einen Teller,
    08 - Put spices on plate / Gewürze auf Teller geben

    lassen sie für einige Minuten abkühlen
    09 - Let spices cool down / Gewürze auskühlen lassen

    und geben sie dann in einen Mixer
    10 - Put spices in blender / Gewürze in Mixer geben

    um sie darin gründlich zu zerkleinern.
    11 - Blend spices / Gewürze zerkleinern

    Das Resultat filtern wir durch ein Sieb
    12 - Filter through sieve / Durch Sieb filtern

    und zerkleinern die groben Reste aus dem Sieb dann noch einmal erneut im Mixer
    13 - Blend big parts again / Grobe Reste erneut zerkleinern

    bis wir schließlich alles in feine Pulverform verwandelt haben.
    14 - Garam Masala - sieved / durchgesiebt

    Jetzt brauchen wir alles nur noch in ein luftdicht verschließbares Behältnis zu geben
    15 - Put in bin / In Behältnis füllen

    und können uns mindestens die nächsten 10-12 Monate an unserem hausgemachten Garam Masala erfreuen.
    16 - Garam Masal - Ready for use / Fertig zur Benutzung

    Das hier vorgestellte Rezept ist allerdings nur ein Grundrezept. Wer es gerne schärfer mag kann auch noch Chilis mit hinzu geben, ich habe aber auch Variationen mit Safran, Bockshornkleesamen oder getrocknetem Ingwer gesehen. Ich glaube hier hat jede indische Familie ihr eigenes individuelles Rezept. 😉 Aber für meine Bedürfnisse wird diese Mischung alle Mal ausreichen.

    Hausgemachtes Gram Masala

    Cannelloni mit Gemüse-Hack-Frischkäsefüllung – das Rezept

    Samstag, August 13th, 2011

    Auf der Suche nach einem Rezept für heute stieß ich zufällig auf Cannelloni. Dabei fiel mit auf: Ich hatte hier noch nie etwas mit Cannelloni gemacht. So stand meine Wahl für heute fest. Anschließend machte ich mich daran verschiedene Rezepte zu studieren und zog mir aus verschiedenen Zubereitungen die Elemente die mit am besten erschienen. Dabei entschied ich mich dazu (erst einmal) die italienische Standardzubereitung mit Hackfleich-Füllung zu verwenden, kombiniert mit etwas frischem Gemüse. Alternativ wären hier Spinat- und/oder Lachs noch denkbar gewesen, aber das kommt dann ein ander mal. Das was letztlich dabei heraus kam war wirklich genial lecker – daher möchte ich es mir nicht nehmen lassen das Rezept hier zu präsentieren.

    Was benötigen wir also für ca. 4 Portionen?

    Für die Füllung:

    400-450g Rinderhackfleisch
    01 - Zutat Rinderhack

    Cannelloni (Ich brauchte 14 Stück für meine Auflaufform – die Füllung reich aber auch für ein paar mehr)
    02 - Zutat Cannelloni

    1 mittlere Zwiebel
    03 - Zutat Zwiebel

    2 Möhren (ca. 220g)
    04 - Zutat Möhren

    1 wirklich kleine Zucchini
    05 - Zutat Zucchini

    1-2 Zehen Knoblauch (Nach Geschmack)
    06 - Zutat Knoblauch

    400g stückige Tomaten (1 Dose oder Tetrapack)
    07 - Zutat stückige Tomaten

    200g Frischkäse – fettreduziert
    08 - Zutat Frischkäse

    Italienische Kräuter (TK-Ware)
    09 - Zutat Italienische Kräuter

    zum Würzen noch Salz, Pfeffer, rosenscharfes Paprika und Majoran
    10 - Zutat Gewürze Füllung

    sowie etwas Olivenöl zum anbraten

    Für die Bechamelsauce:

    40g Butter
    11 - Zutat Butter

    40g Mehl (Weizenmehl – Typ 405)
    13 - Zutat Mehl

    500ml Milch (fettarm)
    12 - Zutat Milch

    40-50g Gouda (oder Käse nach Wahl)
    14 - Zutat Gouda

    sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss
    15 - Gewürze Sauce

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung, indem wir die einzelnen Zutaten vorbereiten:
    Wir schälen also die Zwiebel und hacken sie.
    16 - Zwiebel hacken

    Außerdem schälen wir die Möhren
    17 - Möhren schälen

    und zerkleinern sie möglichst fein – ich verwendete dazu eine Küchenmaschine –
    18 - Möhren fein raspeln

    so dass nur feine Raspeln übrig bleiben.
    19 - Möhren Ergebnis

    Die Zucchini waschen wir und schneiden sie in Würfel
    20 - Zucchini schneiden

    und gehen dann am besten noch einmal im Wiegeschnitt drüber damit auch hier eine möglichst feine Würfelung entsteht – ansonsten kriegen wir sie hinterher nicht in die Cannelloni. 😉
    21 - Zucchini - Ergebnis

    Nun können wir beginnen die Füllung zuzubereiten. Dazu dünsten wir die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig an und geben dann die gepressten Knoblauchzehen hinzu.
    22 - Zwiebeln & Knoblauch anschwitzen

    Dann bröseln wir das Rinderhack zum anbraten in die Pfanne und würzen es dabei gleich mit Salz und Pfeffer.
    23 - Hackfleisch anbraten und würzen

    Ist das Hackfleisch krümelig und rundherum angebraten, geben wir die Zucchiniwürfel hinzu und braten sie für ein bis zwei Minuten mit dem Hack an
    24 - Zucchini hinzu

    bevor wir auch die geraspelten Möhren addieren.
    25 - Möhren beigeben

    Vier bis fünf Minuten lassen wir mit anbraten,
    25 - Einige Minuten anbraten

    dann gießen wir die gestückelten Tomaten hinzu und rühren sie gut unter.
    26 - Tomaten unterheben

    Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt die Italienischen Kräuter zu der Mischung zu geben und alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran zu würzen.
    26 - Würzen

    Probieren wir noch mal alles und prüfen ob der Geschmack in Ordnung ist
    27 - Probieren

    und wenn alles passt schalten wir die Platte aus, geben den Frischkäse hinzu
    28 - Frischkäse hinzugeben

    und verrühren ihn gut mit dem der Hackfleisch-Gemüse-Mischung.
    29 - Gut unterrühren

    Lassen wir die Füllung nun für 10 bis 15 Minuten etwas abkühlen.

    Dann kommen wir zum wohl aufwändigsten Teil der gesamten Zubereitung: Dem füllen der Cannelloni. Dazu stellen wir die Nudelröhren senkrecht auf eine Unterlage und geben die Masse mit Hilfe eines kleinen Espresso-Löffeln in die Röhren, wobei wir sie mit dem Stiel ggf. etwas festdrücken. Alternativ kann man hier – wenn vorhanden – natürlich auch einen Spritzbeutel verwenden.
    30 - Cannelloni befüllen

    Wie vorher abgemessen verarbeitete ich so 14 Canneloniröhrchen – diese reichten genau aus um die Auflaufform die ich verwenden wollen zu auszufüllen.
    31 - Cannelloni befüllt

    Sind die Cannelloni vorbereitet, wenden wir uns der Béchamelsauce zu. Dazu schmelzen wir die Butter in einem kleinen Topf
    32 - Butter schmelzen

    und rühren dann nach und nach das Mehl darin ein, wobei wir darauf achten dass es nicht zu sehr klumpt.
    33 - Mehl einrühren

    Anschließend gießen wir etwas der Milch auf und rühren einen Teil des Käses ein, wobei wir ständig rühren.
    34 - Käse addieren

    Diese Prozedur wiederholen wir bis der ganze Käse und die ganze Milch verbraucht ist. Dann würzen wir alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss.
    35 - Würzen

    Abschließend lassen wir alles kurz aufkochen und nehmen es dann von der Platte. Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 185 Grad vorzuheizen.
    36 - aufkochen lassen

    Ein wenig der Béchamelsauce geben wir dann auf den Boden der Auflaufform
    37 - Boden mit Béchamelsauce bestreichen

    und legen unsere gefüllten Cannelloni darauf.
    38 - Cannelloni einlegen

    Darauf verteilen wir die übrig gebliebene Füllmasse (wenn vorhanden).
    39 - Rest der Mischung darauf verteilen

    Nun geben wir die Béchamelsauce auf die Cannelloni und die Hackfleischmasse
    40 - Béchamelsauce darauf verteilen

    und streichen alles dann glatt.
    41 - Béchamelsauce glatt streichen

    Ist der Backofen vorgeheizt geben wir die Auflaufform hinein und überbacken alles für ca. 45 Minuten.
    42 - Backen

    Dabei sollten wir aber weniger auf die Zeit als auf die oberste Schicht achten: Ist diese gut gebräunt und beginnt an einigen Stellen dunkel zu werden ist es an der Zeit die Auflaufform zu entnehmen
    43 - Cannelloni mit Gemüse-Hack-Frischkäsefüllung - Fertig überbacken

    und das Gericht zu servieren.
    44 - Cannelloni mit Gemüse-Hack-Frischkäsefüllung - Serviert

    Ich fand die Gesamtkomposition mehr als gelungen – sie war einfach genial lecker geworden. Die cremige, pikant gewürzte Hackfleischfüllung mit ihren gut durchgebratenen Zucchiniwürfeln und den geraspelten Karotten harmonierte wunderbar mit den gut durchgekochten Nudeln und der angenehm gewürzten, festen Béchamelsauce.

    45 - Cannelloni mit Gemüse-Hack-Frischkäsefüllung - CloseUp

    Ich hatte noch überlegt einige Mozzarella-Scheiben auf die Béchamelsauce zu geben, doch bin im Nachhinein froh es nicht getan zu haben, denn das Gericht war auch so schon mächtig genug. Und auch von der Verwendung von Kräuterfrischkäse anstatt regulärem Frischkäse würde ich hier eher absehen, denn die Italienische Kräuter geben bereits genug Aroma. Einzig was die Gemüseauswahl angeht könnte ich mir vorstellen noch z.B. Erbsen oder Paprika mit hinzu zu geben. Aber alles natürlich nur hypothetisch und ohne Garantie – ich kann aus eigener Erfahrung nur für diese Zusammenstellung meine Garantie für eine absoluten Leckerschmecker abgeben.

    In diesem Sinne: Guten Appetit

    Eintopf Gärtner Art – das Rezept

    Montag, Juni 13th, 2011

    Heute gelang mit mal wieder ein kleines Kochexperiment, dass es mir wert scheint hier dokumentiert zu werden. Mein Vorrat an verschiedenen Gemüsesorten war ziemlich riesig, so dass ich mich dazu entschied möglichst viele dieser eher kürzer haltbarer Zutaten zu verbrauchen. Was eignet sich da besser als ein Eintopf Gärtner Art – sozusagen ein Quer-Garten-Gericht – dass ich noch mit etwas Fleisch aufwertete. Und das Ergebnis war wirklich sehr lecker, so dass ich es nicht versäumen möchte dieses Gericht hier zu dokumentieren:

    Was brauchen wir also für ca. 3 Portionen?

    1/2 Bund Frühlingszwiebeln
    01 - Zutat Frühlingszwiebeln

    1 kl. Blumenkohl (ca. 250g)
    02 - Zutat Blumenkohl

    1 Stück Sellerie (ca. 200 – 250g)
    03 - Zutat Sellerie

    2 Möhren
    04 - Zutat Möhren

    4 Kartoffeln (400g)
    05 - Zutat Kartoffeln

    2 Tomaten
    06 - Zutat Tomaten

    1-2 Zehen Knoblauch
    07 - Zutat Knoblauch

    2 TL 8-Kräuter-Mischung
    06 - Zutat 8-Kräuter-Mischung

    100g Speck
    09 - Zutat Speck

    einige Stengel Petersilie
    08 - Zutat Petersilie

    1 Pfefferbeißer
    10 - Zutat Pfefferbeißer

    500ml Gemüsebrühe
    11 - Zutat Gemüsebrühe

    Außerdem brauchen wir noch zum anbraten etwas Olivenöl sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuß, Bohnenkraut, Kreuzkümmel und Oregano. Optional kann man auch noch etwas Speisestärke hinzufügen – ich mag es halt von der Konsistenz etwas dicklicher.

    Zuerst bereiten wir alle Zutaten vor:

    Wir schälen die Kartoffeln und schneiden sie in Würfel,
    12 - Kartoffeln würfeln

    waschen die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe (wobei wir etwas der grünen Stengel zum garnieren zurückbehalten),
    13 - Frühlingszwiebeln in RInge schneiden

    schälen die Möhren und schneiden sie in dünne Scheiben,
    14 - Möhren schneiden

    waschen den Blumenkohl und zerpflücken ihn in Röschen,
    15 - Blumenkohl zerpflücken

    schälen die Knollensellerie und schneiden sie in feine Würfel
    16 - Sellerie fein würfeln

    und häuten, entkernen schließlich noch die Tomaten und schneiden sie in Würfel.
    17 - Tomaten häuten und würfeln

    Nun können wir mit dem eigentlichen Kochprozess beginnen. Zuerst braten wir den Speck rundherum in etwas Olivenöl an und pressen dann die Knoblauchzehen hinzu.
    18 - Speck anbraten und Knoblauch hinzu

    Anschließend geben wir das die geschnittenen Frühlingszwiebeln hinzu und dünsten sie kurz mit an.
    19 - Frühlingszwiebeln anschmoren

    Dann folgen Möhrenscheiben,
    20 - Möhren beigeben

    die Selleriewürfel,
    21 - Sellerie hinein

    die Kartoffelwürfel
    22 - Kartoffeln hinzu

    und der Blumenkohl. Alles zusammen dünsten wir für einige Minuten bei mittlerer Stufe und unter ständigen Umrühren im Topf an.
    23 - Blumenkohl rein

    Anschließend gießen wir alles mit der Gemüsebrühe auf
    24 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

    und würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der gehackten Petersilie,
    25 - Petersilie einstreuen

    außerdem rühren wir 2 TL der 8-Kräuter-Mischung, Oregano, Bohnenkraut, einer Prise Kreuzkümmel und etwas Muskatnuss ein.
    26 - Mit Muskatnuss würzen

    Jetzt geben wir noch die gewürfelten Tomaten hinzu
    27 - Tomaten beifügen

    lassen es kurz aufkochen und für 15 bis 20 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.
    28 - aufkochen lassen

    Zwischendurch schneiden wir auch den Pfefferbeißer und rühren ihn in den Topf.
    29 - Pfefferbeißer hinzufügen

    Sobald das Gemüse durchgekocht ist, streuen wir – wenn es beliebt – noch 2 TL Speisestärke ein, lassen es für einige weitere Minuten köcheln
    30 - Speisestärke einrühren

    und können das Gericht schließlich servieren, wobei wir es mit ein paar Ringen der Frühlingszwiebel-Stengel garnieren. Das hat hier nicht nur einen visuellen Effekt, sondern schmeckt meiner Meinung nach auch vorzüglich.
    31 - Eintopf Gärtner Art - Fertiges-Gericht

    Ich fand ihn sehr „gemüsig“ und angenehm pikant in seiner Würze. Alle Gemüsesorten waren gut durchgekocht und harmonierten meiner Meinung nach gut miteinander. Die Tomatenstücke waren dabei im Rest es Eintopfes aufgegangen und gaben der Sauce eine rötliche Färbung sowie einen leicht tomatigen Geschmack.

    32 - Eintopf Gärtner Art - CloseUp

    Für eine vegetarische Variante kann man natürlich die Fleischkomponenten einfach weg lassen – ich denke aber dass man dann etwas kräftiger mit Pfeffer würzen muss, den die geschnittenen Pfefferbeißer hatten den Eintopf noch gut nachgewürzt. In der Summe ein leckerer Eintopf, der gut zum aktuell eher kühleren Wetter passt – und eignet sich gut zur Verwertung verschiedener Gemüsesorten.

    Guten Appetit

    Lammeintopf mit Kichererbsen – das Rezept

    Samstag, März 19th, 2011

    Wie bereits bei meinem Bericht über den Lammbraten am Dienstag angekündigt, wollte ich dieses Wochenende auch mal wieder etwas mit Lamm zu kochen. Beim Durchstöbern meiner Rezeptsammlung stieß ich dabei auf einen Lammeintopf mit Kichererbsen, der mir recht verlockend erschien. Also stand meine Entscheidung fest und nach einer kurzen Einkaufstour konnte ich an mein heutiges Kochexperiment machen.

    Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

    300 – 350g Lammfleisch – ich entschied mich für Lammlachse entschieden. Leider weigerte sich der Fleischfachverkäufer von einer anderen Lachse etwas abzuschneiden, daher ergänzte ich dieses Stück von ca. 280g noch um etwas Filet.
    01 - Zutat Lammfleisch

    1 Dose Kichererbsen 400g – abgetropft
    02 - Zutat Kichererbsen

    300 – 350g passierte Tomaten
    03 - Zutat passierte Tomaten

    2 kleine Tomaten
    04 - Zutat Tomaten

    2 kleine bzw. 1 große Möhre
    05 - Zutat Karotten

    2 kleine bzw. 1 große Kartoffel (200g)
    06 - Zutat Kartoffeln

    1 mittlere Zucchini
    07 - Zutat Zucchini

    1 Gemüsezwiebel
    08 - Zutat Zwiebel

    2 Zehen Knoblauch
    09 - Zutat Knoblauchzehen

    100g Erbsen (TK)
    10 - Zutat Erbsen

    800ml Wasser
    11 - Zutat Wasser

    1 bis 1,5 TL Harissa
    12 - Zutat Harissa

    1 Lorbeerblatt
    13 - Zutat Lorbeerblatt

    2 EL Olivenöl – evtl. etwas mehr
    19 - Zutat Olivenöl

    sowie zum Hauptwürzen Thymian, Oregano, Zimt und Kurkuma (genaue Mengen folgen weiter unten)
    21 - Zutat Gewürze

    und zum Abschmecken etwas Salz und Pfeffer.
    20 - Zutat Salz Pfeffer

    Kommen wir nun zur Zubereitung:

    Zuerst schneiden wir das Lammfleisch in ca. 1cm große Würfel,
    22 - Lammfleisch würfeln

    würfeln die Zwiebel
    24 - Zwiebel würfeln

    und häuten die Tomaten und schneiden sie ebenfalls in Würfel.
    25 - Tomaten würfeln

    Nun braten wir die Lammfleisch-Würfel mit dem Olivenöl in einem großen Topf rundherum an, bei Bedarf kann dies auch in mehreren Durchläufen geschehen. Die Fertig gebratenen Fleischstücke entnehmen wir mit einem Schaumlöffel oder einem anderen geeigneten Hilfmittel. Wenn nötig sollte man hier natürlich etwas Öl nachträglich hinzu geben, damit nichts anbrennt.
    26 - Lammfleisch anbraten

    Ist das Fleisch entnommen, geben wir die Zwiebeln hinzu und pressen mit Hilfe einer Knoblauchpresse die Knoblauchzehen hinzu. Beides dünsten wir unter häufigem Rühren für ein bis zwei Minuten im Topf an.
    27 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

    Sind diese gut angedünstet, gießen wir alles mit dem Wasser auf
    28 - mit Wasser aufgießen

    und fügen dann die Fleischwürfel wieder hinzu.
    29 - Fleisch wieder beifügen

    Alles lassen wir kurz aufkochen. Es entsteht eine dünne Schicht Schaum auf der Oberfläche, die wir mit Hilfe eines Löffel abschöpfen.
    30 - aufkochen und abschöpfen

    Jetzt geben wir die Harissa-Paste hinein,
    31 - Harissa und würzen

    fügen die passierten Tomaten hinzu
    32 - passierte Tomaten hinzu

    und würzen das ganze mit 1/2 TL Thymian
    14 - Zutat Thymian

    1/2 TL Oregano
    14 - Zutat Oregano

    1/4 bis 1/2 TL Kreuzkümmel
    16 - Zutat Kreuzkümmel

    1/8 bis 1/4 TL Zimt
    17 - Zutat Zimt

    sowie 1/4 TL Kurkuma.
    18 - Zutat Kurkuma

    Außerdem fügen wir das Lorbeerblatt hinzu.
    33 - Lorbeerblatt hinzu

    Dann lassen wir das ganze für 15 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und fügen dann die gewürfelten Tomaten hinzu.
    34 - Tomatenwürfel rein

    Nun muss unser Topfinhalt für weitere 30 bis 45 Minuten köcheln – wir können diese Zeit nutzen um das restliche Gemüse zuzubereiten.

    Wir waschen, schälen und würfeln die Möhren
    35 - Karotten würfeln

    die Zucchini
    36 - Zucchini würfeln

    sowie die Kartoffeln und stellen sie beiseite.
    37 - Kartoffel würfeln

    Nach ca. einer dreiviertel Stunde köcheln probieren wir ein Stück des Lammfleisches ob es angenehm weich ist.
    38 - Lammfleisch probieren

    Ist dies der Fall entfernen wir das Lorbeerblatt, anschließend können wir das Gemüse wie die Kichererbsen
    39 - Kichererbsen hinzugeben

    die Karottenwürfel,
    40 - Karotten rein

    die Kartoffelwürfel,
    41 - Kartoffeln dazu

    die Zucchiniwürfel
    42 - Zucchini hinzu

    und die Erbsen hinzufügen
    43 - Erbsen in Topf geben

    und gut miteinander verrühren.
    44 - gut verrühren

    Nun lassen wir alles noch einmal 20-25 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln damit das Gemüse gar gekocht wird.

    Nach dieser Zeitspanne probieren wir das Gemüse ob es durch ist. Gleichzeitig können wir die Würzung abschmecken
    45 - probieren

    und mit mehr oder weniger Salz – je nach Geschmack – nachwürzen.
    46 - mit Pfeffer und Salz abschmecken

    Wenige Minuten später können wir die Platte dann ganz herunter schalten, denn das Gericht ist nun fertig.
    46 - Lammeintopf / Lamb stew - Gericht-fertig

    Wir brauchen es nur noch zu servieren – wenn vorhanden können wir es noch mit ein paar Minzeblättern garnieren, doch leider hatte ich an diese nicht gedacht und musste daher darauf verzichten.
    47 - Lammeintopf / Lamb stew - Gericht-serviert

    Ich war wirklich sehr von dem Begeistert was ich da gekocht hatte. Das Lammfleisch war angenehm zart geworden und die Kombination aus Tomaten und Gemüse gab dem ganzen einen wirklich angenehmen, leicht fruchtigen Geschmack. Und auch die ausgewogene Kombination aus verschiedenen Gewürzen tat natürlich ihr übriges dazu, diesen Lammeintopf zu einem leckeren, schmackhaften und sättigenden Gericht zu machen. Einzig einige der größeren Karottenwürfel waren noch etwas „al Dente“, hier wäre es vielleicht sinnvoll gewesen die Möhren einige Zeit vor den anderen Gemüsesorten in den Eintopf zu geben – oder die Möhren eben etwas kleiner zu schneiden. Aber damit erschöpfen sich auch schon die Verbesserungsideen die sich heute im Laufe der Zubereitung ergeben hatte.

    48 - Lammeintopf / Lamb stew - CloseUp

    Somit kann ich auch mein heutiges Kochexperiment als Erfolg verbuchen. Das Rezept kann ich so wie hier vorgestellt vorbehaltlos weiterempfehlen und jedem Liebhaber von Lammfleischgerichten bedenkenlos ans Herz legen. Natürlich ist auch heute noch etwa eine Portion übrig geblieben, die ich nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren werde. Über die Eignung zum Mikrowellengericht werde ich hier berichten sobald ich es das Gericht aufgewärmt und probiert habe.

    Update vom Montag, 21.03.2011: Habe die Reste am heutigen Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und kann dieses Gericht vorbehaltlos auch für das Aufwärmen freigeben. Trotz zweitägiger Aufbewahrung im Kühlschrank war das Gericht noch sehr lecker.