Hähnchen-Tortilla-Auflauf – das Rezept
13.04.2013 21:08 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nachdem ich lange nichts mehr mit Tortillas gekocht hatte, entschloss ich mich heute mal dazu mit einem Hähnchen-Tortilla-Auflauf mal etwas neues in dieser Richtung auszuprobieren. Um den Gericht einen noch etwas mehr mexikanischen “Anstrich” zu geben, fügte ich zu den ursprünglichen Zutaten unter anderem noch Kidneybohnen und natürlich Mais hinzu. Und das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen, daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.
Was brauchen wir für eine Auflaufform (ca. 4 Portionen):
3 kleinere Paprika (insg. ca. 400g)

150g geriebener Gouda (oder ein anderer Käse nach Wahl)
Zum würzen Salz, Pfeffer, Chilipulver, Kreuzkümmel & edelsüßes Paprikapulver

Außerdem benötigen wir noch etwas Butter oder Öl zum ausfetten der Auflaufform.
Beginnen wir nun damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten – wobei die Reihenfolge eigentlich egal ist. ![]()
Ich begann damit, die Frühlingszwiebeln zu waschen

die rote Zwiebel zu schälen und in Spalten zu schneiden,

um dann die Paprikas unter fließendem Wasser zu reinigen – man weiß ja nie wer sie im Supermarkt alles angefasst hat und was er vorher angefasst hat –

sie zu entkernen und dann in schmale Streifen zu schneiden.

Außerdem reinigen wir die Champignons

entfernen die holzigen Stielenden und schneiden sie dann in Scheibchen.

Während Kidneybohnen und Mais abtropfen

schälen und zerkleinern wir außerdem noch die beiden Knoblauchzehen.

Nun wenden wir uns der Hähnchenbrust zu, die wir ebenfalls gründlich waschen

und sie dann in kleinere Würfel zu zerteilen. Um dabei eine potentielle Übertragung von irgendwelchen Bakterien oder Salmonellen zu verhindern, verwendet man hier am besten eine separate Unterlage und ein anderes Messer.

Nun erhitzen wir in einer größeren Pfanne ein bis zwei Esslöffel Olivenöl

und braten die Hähnchenbrust-Würfel damit rundherum scharf an.

Sind sie gut durchgebraten, entnehmen wir sie und stellen sie erst einmal bei Seite.

Unter Hinzugabe eines weiteren Esslöffels Olivenöl dünsten wir nun zuerst die Zwiebeln und dann den Knoblauch in der Pfanne an

und fügen dann die Paprikastreifen hinzu, um sie ebenfalls mit anzubraten.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Milch in einen Topf zu geben und langsam zu erhitzen.

Dann können wir die Frühlingszwiebeln mit in die Pfanne geben

Ist die Milch dann heiß, rühren wir die beiden Becher Schmand vorsichtig in sie ein.

Während die Champignons anschließend in der Pfanne mit anbraten

geben wir die Hälfte des Käses in die Milch-Schmand-Sauce und lassen ihn dort schmelzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, Mais und Kidneybohnen zum restlichen Gemüse in die Pfanne zu geben

und ein bis zwei Minuten später dann auch die Hähnchenbrust-Würfel wieder hinzuzugeben.

Dann schmecken wir unsere Sauce mit Salz, Pfeffer, Chili- und Paprikapulver sowie Kreuzkümmel ab

und würzen auch das Fleisch und Gemüse in der Pfanne etwas damit.

Anschließend geben wir etwa die Hälfte der so entstandenen Sauce zum Gemüse

und lassen alles für weitere fünf bis sechs Minuten leise köcheln, wobei wir es ggf. noch einmal mit den Gewürzen abstimmen

bis alles unsere Geschmack entspricht, was wir durch einfaches probieren leicht herausfinden können. Hat alles den richtigen Geschmack und eine nicht allzu dünnflüssige Konsistenz erreicht, nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.

Nachdem wir nun begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, erwärmen wir die Tortillas etwas. Dazu können wir eine Pfanne ohne Öl oder aber – wie ich es getan habe – die Mikrowelle bei 50-60 Sekunden auf höchster Stufe verwenden. Aber lieber mehrfach zwei bis drei Stück erwärmen als alle auf einmal, da sie dazu neigen beim abkühlen hart zu werden. Außerdem fetten wir eine Auflaufform mit Öl oder Butter aus.

Dann befüllen wir die Tortillas mit unserer Fleisch-Gemüse-Mischung, rollen sie auf

und geben sie in die Auflaufform bis diese gefüllt ist.

Über die Tortillas geben wir dann den Rest der gewürzten Milch-Schmand-Sauce

und bestreuen abschließend alles mit dem verblieben Gouda-Käse.

Inzwischen müsste auch der Backofen vorgeheizt sein, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein schieben können und das Gericht dort für 15 bis 20 Minuten gratinieren lassen.

Beginnt der Käse braun zu werden, ist es dann an der Zeit die Auflaufform wieder zu entnehmen

Wie ich bereits beim probieren während der Zubereitung hatte feststellen dürfen, war die Kombination von Gemüse und Hühnchenbrustfilet in ihrer Würzigen Sauce aus Schmand und Milch alleine schon eine sehr schmackhafte Angelegenheit – angenehm würzig und durch das Chili auch von kräftiger Schärfe. Aber eingewickelt in leckere Weizentortillas, mit Sauce garniert und Käse überbacken ergaben sie ein wunderbar abgerundetes Gericht, das aus meiner Sicht keine Wünsche offen ließ. Ich hatte ja zu Beginn leichte Bedenken, ob die Champignons so gut ins Gusto des Rezeptes passen würde, aber ich durfte feststellen dass sie sich wunderbar ins geschmackliche Gesamtbild passten. Dennoch sind die Gemüsezutaten natürlich variabel – ich könnte mir zum Beispiel auch gut noch ein paar fruchtige Tomatenwürfel und vielleicht noch eine zerkleinerte Jalapeno für noch etwas mehr Schärfe darin vorstellen. Eventuell könnte man es sogar mit etwas selbst gemachter Salsa kombinieren. Die Möglichkeiten sind auf jeden Fall breit gefächert.
Natürlich möchte ich auf heute nicht versäumen, einen Blick auf die Nährwerte zu werfen. Ich komme bei meiner Berechnung auf 2700kcal für den Inhalt der gesamten Auflaufform. Aufgeteilt auf vier Portionen kommen wir so auf 675kcal pro Portion. Das ist zwar nicht gerade wenig, bewegt sich meiner Meinung nach noch innerhalb akzeptabler Werte für ein Hauptgericht. Einen großen Faktor machen dabei der Schmand mit ca. 1000kcal und der Käse mit ca. 400kcal aus, wer also die Werte etwas reduzieren möchte, sollte hier ansetzen. Bei dem Käse könnte man zu z.B. zu einer Light-Version greifen, leider habe ich aktuell aber noch keine Idee, was man als Ersatz für den Schmand verwenden könnte. Für den Geschmack kann ich bei solchen Variationen natürlich dann nicht mehr garantieren.
Guten Appetit

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Fischfilet Bordelaise – das Rezept
15.04.2012 19:08 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute entschied ich mich dazu, mal ein Rezept auszuprobieren dass bereits seit längerem in meiner Sammlung ruhte: Fischfilet Bordelaise. Das Rezept hat dabei aber nur wenig mit dem gleichnamigen TK-Fertiggericht zu tun, sondern ist viel mehr eine Interpretation des Ganzen – erweitert um leckere Tomaten und eine knusprig-käsige Haube. Ich fand das Ergebnis auf jeden Fall sehr gelungen und möchte natürlich nicht versäumen, das Rezept hier kurz in üblicher Form vorzustellen.
Was brauchen wir also für 2 Portionen?
400g Fischfilet – ich entschied mich für Seelachs

1,5 bis 2 EL gemischte Kräuter – ich wählte Kräuter der Provence

6-7 EL geriebener Käse – ich wählte Gouda den ich noch vorrätig hatte

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Verwendet man TK-Seelachs wie ich, muss man diesen natürlich erst einmal auftauen. Um den Prozess zu beschleunigen nutzte ich die Auftaustufe meiner Mikrowelle.

Während der Fisch auftaut, überbrühen wir die zuvor kreuzweise an der oberen Seite eingeschnittene Tomaten, schälen, vierteln und entkernen sie und schneiden sie dann in kleine Stücke.

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und schneiden sie in kleine Stücke.

Ist der Seelachs aufgetaut, beträufeln wir ihn mit etwa der Hälfte des ausgepressten Zitronensaft und würzen sie von allen Seiten mit Salz und Pfeffer.

In einer Pfanne erhitzen wir anschließend das Olivenöl und dünsten das Knoblauch darin an.

Nach ein bis zwei Minuten geben wir auch die Tomatenwürfel mit in die Pfanne

und braten sie für einige weitere Minuten mit an.

Dann geben wir das Tomatenmark mit in zum Pfanneninhalt

und würzen alles mit Salz, Pfeffer und dem Teelöffel Zucker.

Anschließend lassen wir alles für weitere vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren köcheln und nehmen es dann von der Kochplatte.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200Grad vorzuheizen. Dann wenden wir uns nun dem nächsten Bestandteil zu. Dazu geben wir Paniermehl, Saure Sahne und Käse in eine Schüssel

und vermischen alles gründlich miteinander.

In eine große Auflaufform, deren Boden ich mit etwas Butter ausgefettet hatte, legen wir dann die gewürzten Fischfilet-Stücke

bedecken sie mit der Tomatenmasse

und bestreichen alles dann mit der Mischung aus Saurer Sahne, Käse und Paniermehl. Dabei erwies sich die Masse als recht zäh, aber mit etwas Zuhilfenahme der Finger gelang es mir doch sie auf der Tomatenzubereitung zu verteilen.

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und überbacken sie dort für 35 bis 40 Minuten.

Während das Fischfilet im Ofen ist, können wir auch die Sättigungsbeilage nach Wahl zubereiten. Ich entschied mich dabei für ein paar Salzkartoffeln. Alternativ wäre aber auch Reis oder ein Salat denkbar.

Sobald der die Käse-Haube den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir die Auflaufform schließlich dem Ofen entnehmen,

und gemeinsam mit der Sättigungsbeilage servieren.

Unter der sahnig-knusprigen Haube aus Käse, Saurer Sahne und Paniermehl und einer fruchtig-würzigen Schicht der mit Kräutern und Knoblauch versehenen Tomatenzubereitung fand sich das saftige und ebenfalls gut gewürzte Filet vom Seelachs. Wirklich sehr lecker und mit den Kartoffeln auch angenehm sättigend. Kleiner Tipp an dieser Stelle: Den Rest des Zitronensaft einfach über das Fischfilet geben – das passt wunderbar.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht durchaus sehen lassen. Inklusive der Kartoffeln komme ich meiner überschlägigen Berechnung nach auf knapp 550kcal pro Portion, somit erwies sich die Zubereitung als angenehm leicht und dennoch sehr sättigend. Ich war mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.
Guten Appetit

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Lasagne “Hawaii” – das Rezept
18.02.2012 18:49 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
Wenn an häufiger kocht, sammelt sich ja doch so einiges an das man nicht ganz aufgebraucht hat. So auch bei mir, denn bei der Durchsicht meiner Schränke entdeckte ich neben einer angebrochenen Packung Lasagneplatten auch diverse Konserven wie zum Beispiel Tomaten, Ananas und Erbsen. Außerdem hatte ich noch eine Möhre im Kühlschrank, die ich dringend verbrauchen musste. Also entschied ich mich heute dazu, aus diesen Zutaten ein Gericht zu fertigen und auf der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine Lasagne “Hawaii” die mir recht lecker erschien. Zwar ist mir ganz am Ende noch ein kleines Malheur unterlaufen, aber ich werde im Rezept darauf hinweisen, daher sollte es eventuellen Nachkochern nicht passieren.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
1 kleine Dose Ananas (240g) – ich hatte nur noch eine Dose mit ganzen Scheiben im Haus, wer sie jedoch einkauft sollte am besten gleich zu Ananasstücken greifen. Das spart einen Arbeitsschritt.

sowie etwas Olivenöl zum braten,
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
und Salz und Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun damit, die verschiedenen Zutaten zuzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie fein,

schälen die Möhre und schneiden sie ebenfalls in kleine Würfel,

und zerkleinern sie falls notwendig (wer wie gesagt Ananasstücke kauft, kann sich diesen Schritt natürlich sparen)

und schneiden schließlich den Schinken in kleine Stücke.

Dann dünsten wir die Zwiebeln in einer kleinen Pfanne glasig an

und geben das Rindergehackte mit hinzu, um es krümelig anzubraten und dabei gleich mit Salz und Pfeffer zu würzen.

Sobald es gut durchgebraten ist, stellen wir es erst einmal bei Seite für spätere Verwendung.

Die Tomaten geben wir nun in einen größeren Topf

und erhitzen sie, wobei wir sie mit dem Schneebesen etwas zerkleinern.

Anschließend geben wir die Karottenwürfel,

lassen alles kurz aufkochen und rühren dabei den ersten Löffel Tomatenmark unter.

Dann geben wir das angebratene Rinderhack und die Zwiebeln mit in den Topf

und gießen alles mit der Sahne auf.

Während alles nun für fünf bis sieben Minuten vor sich hin köchelt, rühren wir auch den zweiten Esslöffel Tomatenmark ein

und würzen auch gleich alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie einem Schuss Ananassaft

bis alles den gewünschten, kräftigen Geschmack erreicht hat, was wir einfach durch probieren testen können. Dabei sollte wir auch auf den Kochgrad der Möhren achten, sie sollten einigermaßen gut durchgekocht sein.

Nun können wir den Ofen auf 200 Grad vorheizen und eine Auflaufform ausfetten, deren Boden wir anschließend für besseren Halt mit etwas Sauce aus dem Topf bedecken. Dabei sollten wir aber darauf achten, möglichst kein Fleisch oder Gemüse mit zu schöpfen.

Es folgen eine Schicht Lasagne-Platten,

die wir mit einer guten, aber nicht zu dicken Schicht der Mischung aus Fleisch, Gemüse und Sauce bedecken,

Es folgen eine weitere Schicht Lasagneplatten (ich fing jetzt an etwas zu stückeln),

eine weitere Schicht Füllmasse

gefolgt von einer Lage Lasagneplatten

und schließlich dem Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung.

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber hier sprach das Rezept davon mit einer Lage Lasagneplatten abzuschließen und ich war natürlich so folgsam mich daran zu halten.

Dabei hatte ich jedoch übersehen dass der Autor davon sprach, zu dem nun aufzustreuenden Gouda auch noch Butterflöckchen hinzuzufügen gewesen wären, was ich jedoch nicht befolgte. Ich würde aber vorschlagen, die letzte Schicht Lasagneplatten einfach wegzulassen. Zu dem wozu die hier gezeigte Vorgehensweise führt kommen wir gleich.

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir unsere Auflaufform dann hinein und lassen sie für ca. 40 Minuten überbacken.

Leider war durch die abschließende Schicht von Lasagneplatten der Käse ziemlich knusprig und fest geworden und dabei auch gleich mit der obersten Schicht Lasagneplatten verschmolzen, die daraus resultierend natürlich nicht wirklich durchgekocht waren. Darunter fand sich aber dann eine wirklich sehr gelungene Lasagnezubereitung aus Tomaten-Sahne-Sauce mit Erbsen, Schinken, Ananas und Hackfleisch, die wie ich fand geschmacklich sehr harmonierte. Vor allem die Mischung aus fruchtigen Tomaten mit dem leicht süßen Ananasstücken und dem Fleisch fand ich wirklich sehr lecker. Ich konnte also dennoch durchaus zufrieden sein.
Meiner Kalkulation nach komme ich bei den Nährwerten auf ca. 2600kcal für die gesamte Auflaufform (inkl. Käse), verteilt auf 4 Portionen wären dass dann 650kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein wirklich sehr akzeptabler Wert wie ich finde, ich hatte da irgendwie mit weitaus mehr gerechnet. Somit kann ich auch das heutige Kochexperiment – trotz des kleinen Fauxpas mit dem Käse – durchaus als erfolg verbuchen. Das nächste Mal werde ich den Käse dann einfach auf die letzte Schicht der Fleisch-Gemüse-Masse auftragen wie ich es auch bei den vorher gefertigten Lasagne gemacht habe und dann sollte so etwas wie heute nicht mehr passieren. Zwar würden wohl auch, wie im ursprünglichen Rezept beschrieben, einige Butterflocken auf dem Käse den Effekt haben, dass dieser nicht zu knusprig wird, aber das lehne ich aus kalorientechnischen Gründen ab.
Also: Guten Appetit

Nachtrag 20.02.2012: Habe mir heute eine Portion der Reste des Hawaii-Lasagne in der Mikrowelle warm gemacht – und jetzt war der Käse schön weich und absolut essbar wie ich fand. Nachdem er abgedeckt einen Tag im Kühlschrank gelagert hatte, war er wohl etwas durchgeweicht und hatte dadurch genau die richtige Konsistenz erhalten. Somit kann ich also nicht nur bestätigen dass sich das Gericht wunderbar zum aufwärmen eignet, sondern auch die Behauptungen bezüglich des Käses zumindest teilweise relativieren.
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dinner layers III
8.12.2011 20:18 dinner, kulinarisches12 Kommentare
Von oben nach unten (jeweils auf Vollkorn-Sandwichbrot):
- Kochschinken & Tollsteiner
- Ungarische Salami & Kräuterfrischkäse
- Kochschinken & Appenzeller
- Paprikasalami & Gouda
Tags: abendessen, appenzeller, cheese, cream cheese, dinner, dinner layers, essen, food, frischkäse, gouda, ham, Käse, kochschinken, nahrung, paprikasalami, Salami, sandwich, schinken, tollsteiner, ungarische salami, vollkorn-sandwich
Rote Beete-Kartoffel-Gratin mit Hackfleisch – das Rezept
26.11.2011 21:28 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Bereits seit längerem geisterte mir der Gedanke im Kopf herum dass ich eigentlich mal etwas mit Roter Beete zuzubereiten. Seit vielen Jahren habe ich diese außer als minimaler Bestandteil von Beilagensalaten nicht mehr verzehrt und dabei zählt diese Rübenart ja aufgrund seines hohen Vitamin-B-, Kalium-, Eisen- und vor allem Folsäure-Gehalts zu den sehr gesunden Nahrungsmitteln. Leider waren die meisten Rezepte die ich fand für Salate oder Suppen, doch ein paar wenige klangen recht vielsprechend. Aus diesen kombinierte ich mir die mir am besten erscheinenden Komponenten schließlich zu diesem Rezept zusammen. Trotz einiger Bedenken, auf die ich noch weiter unten kurz eingehen werde, war das Ergebnis ein unglaublich leckeres Gratin aus Rote Beete und Kartoffeln das meine Erwartungen sogar noch übertraf. Daher möchte ich nicht darauf verzichten dieses Rezept hier in üblicher Form kurz vorzustellen.
Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
600g Kartoffeln - festkochende Sorte

400-450g Rote Beete - ich wählte die vorgekochte, vakkumverpackte Sorte. Wer frische Rote Beete nimmt muss diese natürlich noch vorgaren

300-330g Gehacktes vom Schwein oder Halb & Halb

1 altbackene Semmel (z.B. vom Vortag)

ca. 80g Käse nach Wahl zum bestreuen – ich wählte Gouda

sowie Salz, Pfeffer und Kümmel zum würzen
und etwas Butter zum ausfetten der Form
Kommen wir nun zur Zubereitung: Zuerst kochen wir einmal die Kartoffeln in leicht gesalzenen Wasser bis sie gut durch, aber nicht zu weich sind.

Außerdem können wir schon die Semmel in etwas Wasser oder wahlweise Milch einweichen.

Während die Kartoffeln vor sich hin kochen schneiden wir die Rote Beete in schmale Streifen

und schälen die Zwiebel, um sie dann sehr fein zu würfeln.

Nachdem wir die eingeweichte Semmel von uns gut ausgedrückt wurde, geben wir sie gemeinsam mit dem Gehackten in eine passendes Behältnis und vermengen beides.

Dabei heben wir auch die Zwiebelwürfel unter

und würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel.

Sind die Kartoffeln fertig gekocht – ich teste dies indem ich sie mit einer Gabel ansteche und prüfe ob die Zinken gleichmässig bis zur Mitte durchdringen – gießen wir sie ab und lassen sie kurz abkühlen.

Während die Kartoffeln abkühlen, verrühren wir den Schmand mit der Gemüsebrühe so, dass keine Klumpen übrig bleiben,

binden alles mit 2 Esslöffeln Mehl

und schmecken es schließlich noch mit Salz und Pfeffer ab.

Sobald die Kartoffeln so weit abgekühlt sind dass wir sie problemlos mit der Hand halten können, schälen wir sie

und schneiden sie ebenfalls in schmale Scheiben. Dabei sollte die Dicke ungefähr gleich jener sein die wir bei der Roten Beete gewählt haben.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 180 Grad (Elektroherd) vorzuheizen.
In einer mit Fett ausgeriebenen Auflaufform schichten wir nun die Scheiben der Roten Beete und der Kartoffeln schuppenartig übereinander,

verteilen die gewürzte Hackfleischmischung darauf (Ich hatte nur 250g verwendet, daher habe ich die Menge oben bei den Zutaten angepasst)

und übergießen alles gleichmäßig mit unserer gewürzten Sauce aus Schmand und Gemüsebrühe.

Es folgt nun eine weitere Schicht aus Roter Beete und Kartoffeln

die wir noch einmal kräftig mit Salz und Pfeffer würzen

und abschließend mit Käse bestreuen.

Sobald der Backofen vorgeheizt ist, schieben wir unsere Form auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 50 Minuten.

Danach brauchen wir alles nur noch zu entnehmen

und am besten sofort servieren.

Ich hatte ja Bedenken wegen der Verwendung von rohem Gehackten gehabt und befürchtet dass die Fleischmasse trotz der dünnen Ausbringung nicht richtig gar wird, doch diese Bedenken erwiesen sich als vollkommen unbegründet. Zwischen den beiden Schichten aus Kartoffel- und Rote Beete-Scheiben fand ich eine lockere, aber gut durchgebackene Fleischmasse. Gemeinsam mit dem würzigen Guss aus Schmand und Gemüsebrühe und dem Gemüse erwies sich dieses Gericht als extrem schmackhaft und gelungen. Die Kombination aus Roter Beete und Kartoffeln bot dabei eine fast perfekt zusammenpassende Kombination, die durch die Sauce und das Fleisch schließlich wunderbar abgerundet wurden.
Abgesehen von der etwas zu klein geratenen Menge an Hackfleisch – ich habe die Zutaten entsprechend angepasst – gibt es eigentlich nichts was ich hätte anders oder besser bei diesem Gericht machen können. Das Würzen des Hackfleischs mit Kümmel mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich fand dass dieses Gewürz in diesem Fall wunderbar mit den anderen Zutaten harmonierte und ich war froh nicht darauf verzichtet zu haben. Des weiteren habe ich die Erkenntnis gewonnen dass man aus rohes Hackfleisch ohne Bedenken im Backofen als Bestandteil eines Auflaufs oder Gratins verwenden kann. Zuerst hatte ich hier mit dem Gedanken gespielt es vorher anzubraten, doch das hätte dann natürlich nicht die feste Hackfleischschicht ergeben wie ich sie hier vorgefunden hatte.
Was die Kalorien angeht hat dieses Gericht insgesamt meiner Berechnung nach knapp 2000kcal, also bei drei Portionen 666,67kcal oder bei vier Portionen 500kcal pro Portion – das finde ich geht eigentlich und ist für ein gutes Mittagsgericht ein absolut akzeptabler Wert. In der Summe also ein einfaches und sehr, sehr leckeres Rezept dass ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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