Erbseneintopf mit frischen Kräutern, Wiener Würstchen & Bauernbrot [12.02.2018]

Hätte ich nicht letzte Woche den Blitz-Nudelauflauf zubereitet und am Wochenende auch noch Gebratene Nudeln mit Huhn zubereitet, hätte ich heute wahrscheinlich bei den Spaghetti Bolognese mit geriebenem Hartkäse bei Globetrotter zugegriffen, aber selbst ein so großer Nudelliebhaber wie ich hat irgendwann von diesen Kohlehydratlieferanten die Nase voll, daher entschied ich mich einfach mal für den Erbseneintopf mit frischen Kräutern, Wiener Würstchen und Bauernbrot, der im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war. Der Gebratene Tofu mit Ingwer-Currygemüse und Basmatireis oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Frühlingsröllchen sowie Gebratenes Hühnerfleisch mit Thaigemüse in Austernsauce kamen für mich auch nicht in Frage, nachdem ich Samstag und Sonntag ja bereits Asiatisch gegessen hatte – in Form meiner gebratenen Nudeln.

Pea stew with fresh herbs, vienna sausages & bread / Erbseneintopf mit frischen Kräutern, Wiener Würstchen & Bauernbrot

Das Bauernbrot war wohl mal frisch gewesen, aber man merkte ihm an dass es bereits etwas länger in Scheiben geschnitten an der frischen Luft gelegen hatte. Der Erbseneintopf selbst erwies sich als geschmacklich überaus gut gelungen, auch wenn man sich leider dazu entschlossen hatte alle Zutaten vor dem servieren zu Pürieren. Bei einem Eintopf habe ich es ja lieber, wenn man zumindest noch ein paar größere Gemüsestücke, hier zum Beispiel ein paar Erbsen, darin findet. Für diesen fehlenden Biss waren die leicht wässerigen Wiener Würstchen, die ich mir vor dem Verzehr natürlich in mundgerechte Stücke geschnitten hatte, nur ein unvollständiger Ersatz. Aber da er geschmacklich, wie gesagt, überaus gut gelungen war, sehe ich auch hier von einem Punktabzug ab. Ich war mit meiner Wahl zufrieden, auch wenn für einen perfekten Erbseneintopf noch etwas gefehlt hat. (Notiz an mich selbst: Demnächst mal einen Erbeneintopf kochen.)
Bei den anderen Gästen lagen heute natürlich, ganz wie zu erwarten gewesen war, die Spaghetti mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten am höchsten in der Gunst und konnten sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Im Mittelfeld lieferten sich die Asia-Gerichte und der Erbseneintopf ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz und nach einem Blick in die Rückgabewagen entschied ich, dass die Asia-Gerichte diesen Wettkampf knapp gewannen und den Erbseneintopf somit auf Platz drei verwiesen. Der gebackene Tofu folgte mit knapp dahinter schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Erbseneintopf: ++
Wiener Würstchen: +
Bauernbrot: +

Grießnockerlsuppe + Kalbsbraten, Blumenkohl & Semmelnödel – Klinikum Bogenhausen Day 6 [28.01.2018]

Frühstück

Bun, whole grain bread, cream cheese & ham / Brötchen Vollkornbrot, Frischkäse & Kochschinken

Das Frühstück gestaltete sich heute wieder in seiner üblichen Form mit viel Ballaststoffen in Form von Semmel und Vollkornbrot und wenig Aufschnitt in Form einer einzelnen Scheibe Kochschinken und einem kleinen Becherchen Frischkäse. Aber ich habe ja inzwischen gelernt mit dem “Mangel” umzugehen und die wenigen Dinge sinnvoll auf dem Brot zu verteilen. Dennoch werde ich mir heute Nachmittag mal den Speiseplan kommen lassen und die Frühstückskonfiguration etwas anpassen.

Mittagessen

Semolina dumpling soup, beef roast, cauliflower & dumplimngs / Grießnockerlsuppe, Kalbsbraten, Blumenkohl & Semmelnödel

Wahrscheinlich weil heute Sonntag ist, hatte man für das Mittagsmahl – zumindest wenn man es auf der Karte las – etwas besonderes aufgefahren: Als Vorspeise gab es eine Grießnockerlsuppe und das Hauptgericht bestand aus einem Kalbsbraten mit Rosmarinsauce und Semmelknödeln, dazu Blumenkohlgemüse. Und als Nachtisch Kuchen. Was dann aufgetischt wurde, holte mich aber schnell in die Realität zurück, dass ich ja aktuell in einem Krankenhaus “residiere” und diese nicht gerade für ihre kulinarischen Höchtsleistungen bekannt sind. Gut, über das zarte und saftige Stück Kalbsbraten möchte ich nicht meckern, es war wirklich gut gelungen, die Rosmarinsauce war allerdings dünn wie Wasser und die beiden kleinen Semmelknödel äußerst kompakt geraten – auch wenn letztere geschmacklich soweit in Ordnung waren. Beim Blumenkohl hatte man sich beim Anrichten schließlich nicht viel Mühe gegeben, aber er war glücklicherweise angenehm knackig gedünstet und eine gut passende Gemüsebeilage zum Braten. Der Kuchen-Nachtisch schließlich bestand aus einem in Folie eingeschweißten Stück Zitronen-Rührkuchen.

Abendessen

Bread, cold cuts & baby corn / Brot, Aufschnitt & Maiskölbchen

Leider hatte man beim Abendbrot das von mir so geschätzte Vollkornbrot offensichtlich vergessen und statt dessen eine Scheibe gewöhnliches Graubrot zum Weißbrot serviert. Dazu gab es mal wieder reichlich Aufschnitt in Form von zwei Scheiben Schinkenwurst, zwei Scheiben Kochschinken und einer Scheibe kalten Bratenaufschnitts. Außerdem fanden sich vier eingelegte Baby-Maiskölbchen und ein Becher Vanille-Joghurt auf dem Tablett. Mehr als genug um gut satt zu werden.

Rotbarschfilet mit Kräuter-Käse-Sauce & Vollkornreis – Klinikum Bogenhausen Day 2 [24.01.2018]

Leider war es Dienstag noch nicht gelungen, meine Menuauswahl ein wenig anzupassen, daher gab es auch am Mittwoch erst mal wieder “Leichte Vollkost”.

Frühstück

Buns, jam, apple & coffee / Brötchen, Konfitüre, Apfel & Kaffee

Zum Frühstück servierte man zwei frische, knusprige Weibbrotsemmeln. Dazu gab es Butter, Heidelbeerkonfitüre, einen Apfel und eine Tasse schwarzen Kaffee.

Mittagessen

Noodle soup & Steamed redfisch with herb cheese sauce & whole grain rice / Nudelsuppe & Gedünstetes Rotbarschfilet mit Kräuter-Käse-Sauce & Vollkornreis

Das Mittagessen wurde mit einer dünnen, aber dennoch gehaltvollen Nudelsuppe mit Hühnchenaroma als Vorspeise eingeleitet. Die Hauptspeise bildete ein angenehm großes Stück gedünsteten Rotbarschfilets, das in einer würzigen, dickflüssigen Kräuter-Käse-Sauce serviert und mit einer großzügigen Portion Vollkornreis als Sättigungsbeilage ergänzt wurde. Dazu gab es wieder einen Blattsalat, der diesmal mit einem “tomatenfrisch” Joghurtdressing kam. Abgerundet wurde das Ganze durch einen Becher Schokopudding mit Sahne.

Am Nachmittag konnte ich endlich eine der Pflegekräfte dazu bewegen, mir den Menuplan zu bringen, so dass ich nun hoffen konnte aber morgen “a la Carte” essen zu dürfen.

Abendessen

Potato soup, cold chicken leg & bread / Kartoffelsuppe, kalte Hähnchenkeule & Graubrot

Für das Abendessen hatte man sich für eine kleine, kalt servierte Hähnchenkeule entschieden, dazu gab es Graubrot, Kräuterfrischkäse und Tomaten. Außerdem gab es optional eine Kartoffelsuppe, die ich gerne wählte, da ich nicht sicher war ob die Keule so viel Fleisch abgeben würde. Doch ich wurde positiv überrascht, denn sie gab erstaunlich viel zartes und saftiges Hähnchenfleisch ab – auch wenn sich an der Auflagefläche etwas Hühnerfett angesammelt hatte, aber das ist bei erkalteten Geflügelfleisch ja nicht ungewöhnlich. Die dünne, aber dennoch gehaltvolle Kartoffelsuppe war aber dennoch eine gelungene Ergänzung. Das Graubrot, das ich mir mit Butter und Kräuterfrischkäse bestrich, hätte schließlich etwas frischer sein können, aber was will man schon von in Plastiktütchen abgepacktem Brot verlangen…

Spaghetti mit Rinderbolognese – Klinikum Bogenhausen Day 1 [23.01.2018]

Nachdem ich mich letzte Woche schon nicht gut gefühlt hatte und die letzten Tage der vorhergehenden Woche krank geschrieben war, wobei ich kaum etwas gegessen hatte, musste ich am Montag Abend ins Klinikum Bogenhausen umziehen.

Klinikum Bogenhausen

Mehr möchte ich dazu hier nicht sagen, ist nichts wirklich ernstes, aber in den nächsten Tagen werde ich ein wenig über das tägliche Essenangebot hier im Klinikum berichten.

Frühstück
Da ich erst am Montag Abend hier angekommen war, erhielt ich am Dienstag morgen erst einmal ein Standard-Frühstück.

Buns, Jam, Apple & Coffee / Brötchen, Konfitüre, Apfel & Kaffee

Dieses bestand aus zwei Weißbrot-Semmeln, Butter, Erdbeer-Konfitüre, einem Apfel und schließlich wahlweise Kaffee oder Tee, wobei ich mich für Kaffee entschied.
Die Brötchen waren angenehm knusprig und frisch, allerdings war es für vollkommen ungewohnt, süßes zum Frühstück zu essen. Aber nach einem fast essensfreien Montag war mir alles recht.

Mittag
Auch zum Mittag gab es wieder das, was man hier als “Leichte Vollkost” bezeichnet.

Broccoli cream soup & Spaghetti bolognese / Brokkolicremesuppe & Spaghetti mit Rindfleischbolognese

Als Vorspeise fand sich eine dünne, aber schmackhafte Brokkolicremesuppe auf dem Tablett mit wenig Gemüsestückchen, aber dem vollen und kräftigen Brokkoli-Geschmack. Die Hauptspeise bildete eine Portion Spaghetti, die laut Karte mit Rinderbolognese serviert wurden. Neben dem krümelig angebratenen Hackfleisch fanden sich außerdem reichlich Möhrenstückchen und etwas Knollensellerie in der Sauce, die man auf den Spaghetti verteilt und anschließend – so schien es zumindest – mit Käse überbacken hatte. Es kann aber auch gut sein, dass man das Gericht einfach in der Küche mit Käse bestreut hatte und dieser auf dem Weg zum Patienten geschmolzen war und sich wieder verfestigt hatte. Schmeckte aber gut, ich war zufrieden. Dazu gab es noch ein kleines Schälchen Blattsalat, zum dem man ein Joghurt-Dressing “limettenfrisch” servierte und eine Banane als Nachtisch.

Abendessen

Broccoli cream soup, salad, sausage & bread / Brokkolicremesuppe, Salat, Wurst & Brot

Zum Abendbrot wurden um kurz nach 17:00 Uhr schließlich zwei Scheiben Graubrot, Butter, vier Scheiben Mortadella, ein kleiner Möhren-Sellerie-Salat mit Joghurtdressing sowie – optional auf Rückfrage – ein Schälchen Brokccolisuppe (wahrscheinlich Reste vom Mittag) – serviert.
Der Salat, Rohkost und sehr knackig – war nicht so ganz mein Ding, aber mit Mortadella und Graubrot konnte ich gut leben. Und auch die Suppe war, wie schon am Mittag, eine sehr gelungene Vorspeise.

Westfälische Kartoffelsuppe mit frischen Kräutern, Mettwürstchen & Hausofenbrot [17.11.2014]

Nachdem die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen bei Vitality für mich heute nicht in Frage kam – ich bin nun mal kein großer Freund von Auberginen – blieben noch die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und das Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce an der Asia-Thai-Theke, die Westfälische Kartoffelsuppe mit frischen Kräutern, gebratenen Mettwurstscheiben und Hausofenbrot bei Tradition der Region sowie das Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Kartoffelpüree bei Globetrotter. Zuerst überlegte ich, mal wieder beim Fleischpflanzerl zuzugreifen, dann aber wählte ich doch die Kartoffelsuppe, die neben dem angebratenen Mettwurstscheiben auch mit gerösteten Brotwürfeln, etwas saurer Sahne und natürlich Petersilie garniert war. Frikadellen gibt es immer wieder im Betriebsrestaurant, aber soweit ich mich erinnern konnte, hatte die westfälische Kartoffelsuppe hier heute Premiere, dqa wollte ich es natürlich nicht versäumen dieses Gericht einmal probiert zu haben. Zur Suppe gesellte sich dann noch ein Becherchen Orangen-Mango-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Westphalian potato soup with herbs, mettwurst slices & oven bread / Westfälische Kartoffelsuppe mit Kräutern, Mettwurst & Hausofenbrot

Für meinen Geschmack war die Suppe selbst zwar etwas dünn geraten – hätte ich sie selbst gemacht, hätte ich mehr Kartoffelstückchen darin belassen – aber das wurde glücklicherweise durch die großzügige Menge an gebratenen Mettwurst-Scheiben und dem angerösteten Brotwürfeln vollends wieder wett gemacht. Hinzu kam die überaus gelungene Kombination aus verschiedenen Kräutern, wobei vor allem das für Kartoffelgerichte wie diese typische Majoran hervor stach, welche diese Kartoffelsuppe zu einer geschmacklich überaus gelungenen Variante machte. Die Scheibe Graubrot schließlich war zwar nicht mehr knusperig oder ofenfrisch, aber aber auch nicht so abgestanden, dass ich hier Punkte abziehen müsste. Zum Aufsaugen der Reste der überaus leckeren Suppe aus dem Teller reichte es auf jeden Fall vollkommen aus und trug natürlich auch zur mehr als ausreichenden Sättigung bei. Da gab es ebenso wenig etwas meckern wie an dem cremig-lockeren Mousse mit seinem sehr schmackhaften Aromakombination aus Orange und Mango. Ich war mit meiner Wahl auch heute mal wieder sehr zufrieden.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gästen um, erkannte man dass es auch heute wohl das Fleischpflanzerl war, dem der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auch wenn der Abstand zur Westfälischen Kartoffelsuppe auf Platz zwei nicht ganz so groß war wie ich es erwartet hatte. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte und Platz vier belegte wie üblich das vegetarische Gericht, das heute durch die gefüllte Aubergine repräsentiert wurde.

Mein Abschlußurteil:
Westfälische Kartoffelsuppe: ++
Hausofenbrot: ++
Orangen-Mango-Mousse: ++