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Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing [04.02.2020]

Tuesday, February 4th, 2020

Obwohl ich heute ausnahmsweise ganz gut gefrühstückt hatte, wollte ich heute zum Mittagessen keinesfalls zurückstecken. Denn auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants fanden sich mit dem Tagesangebot in Form von Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel und Wirsing sowie dem Daily-Gericht Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke + drei Komponenten nach Wahl, das natürlich mit Pommes Frites serviert würde, zwei wirklich interessante Schwergewichte. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich mich vielleicht noch zum Gebackenen Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilch hinreißen lassen können, der gemeinsam mit Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Für die Geschmorte Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital konnte ich mich aber ebenso wenig begeistern wie für die Spaghetti Pesto Genovese mit Kirschtomaten und Grand Pandano bei Veggie. Obwohl der Hirschbraten mit 9 Euro für Nicht-Firmenzugehörige und auch noch 6,30 Euro für Leute wie mich mit das Abstand das teuerste Gericht auf der Karte war, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Man will seinen Lesern ja etwas bieten ­čśë und Schnitzel mit Pommes gibt es ja immer mal wieder auf der Karte, was man von Wildgerichten nicht unbedingt sagen kann.

Burgundian roast venison with potato strudel & savoy / Burgunder-Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing

Ich weiß nicht was ich genau mir vorgestellt hatte, aber unter Kartoffelstrudel hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet als man schließlich servierte – obwohl es genau das war was der Begriff bezeichnete: Kartoffeln im Strudelteig, versetzt mit irgend einer nun festgebackenen Milchcreme, vielleicht Schmand oder Sauerrahm. Ich liebe ja Strudel, aber ihn mit ganzen Kartoffel zu füllen macht das Ganze dann doch etwas sehr kohlehydratelastig. Dabei war es keinesfalls schlecht, denn der Teig war (zumindest da wo er nicht in einer der beiden Saucen lag) schön knusprig und die Kartoffeln gut durchgekocht, aber nicht matschig. Allerdings war der Rahm zwischen den Kartoffeln beim Backen etwas eingetrocknet und kein wirklicher Genuss mehr. Wahrscheinlich hatte man diesen hinzugefügt um den Strudel saftiger zu machen, aber diesen Zweck konnte er aus genannten Gründen nicht mehr erfüllen. Hier hätte man sich etwas anderes überlegen können. Ich habe mal ein wenig recherchiert und gesehen, dass man hier häufig die Kartoffeln ganz oder teilweise vorher reibt oder stampft und diese Masse dann mit Zwiebeln, Knoblauch und vielleicht noch Sahne und Kräutern versetzt. Vielleicht hätte auch den Wirsing mit verarbeiten können. Das hätte hier besser gepasst. In der Summe also gute Idee, aber noch verbesserungswürdig. Aber dank der beiden Saucen, einer dunklen, dickflüssigen Bratensauce zum Hirschbraten und einer dünneren hellen Sahnesauce zum Wirsing hatte der Strudel keine Gelegenheit zu trocken zu wirken. Am in Streifen geschnittenen Wirsing gab es aber auszusetzen, er war eine gute Beilage zu Wild. Und auch beim Hauptbestandteil, dem Hirschbraten, konnte ich nicht meckern. Zum einen boten die beiden dicken Scheiben wirklich viel Fleisch, zum anderen war dieses Fleisch auch noch entgegen des ersten Eindrucks angenehm saftig und nicht zu fett. Nur bei der unteren Scheibe waren ein paar durchwachsene Stellen zu finden, aber damit muss man bei einem solchen Gericht auch rechnen. Ich fand das Gericht war seinen Preis durchaus wert gewesen und bildete auch jeden Fall eine gelungene hochwertigere Alternative zum ständig wiederkehrenden Klassiker Schnitzel mit Fritten.
Dennoch konnte sich genau dieses Schnitzel-Angebot heute mit großem Vorsprung vor den anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, erst auf dem dritten Platz folgte der Burgunderbraten vom Hirsch, der aber nur knapp vor den Pesto Spaghetti lag, die somit Platz vier belegten. Wiederum sehr knapp dahinter folgte schließlich die Hähnchenkeule mit Thymiansauce. Bei so vielen Schnitzeln auf den Tabletts war die Vergabe der hinteren Plätze aber auch wirklich schwierig gewesen, ich hatte sogar noch die Teller in den Rückgabewagen hinzuziehen müssen um ein einigermaßen eindeutiges Ergebnis zu bekommen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Bratensauce: ++
Wirsing: ++
Kartoffelstrudel: +

Wiener Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln & Bratkartoffeln [23.01.2020]

Thursday, January 23rd, 2020

Zuerst hatte ich überlegt mal wieder bei der Hähnchenbrust “Riz Casimir” mit fruchtiger Currysauce und Langkornreis aus dem Abschnitt Vital zuzugreifen, denn auf Mexikanische Chililinsen mit Jalapenos und Reis aus der Sektion Veggie oder den Paprikagulasch vom Schwein + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der mit Nudeln serviert wurde, hatte ich keine große Lust. Eventuell wäre auch noch die Geschmorte Hähnchenkeule mit frischem Gemüse in Masamansauce, die neben Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, eine Möglichkeit gewesen. Doch es sollte alles anders kommen, denn der Wiener Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln, Bratkartoffeln mit Speck und Bratensauce aus dem heutigen Tagesangebot sah auf dem Monitor am Eingang wirklich wunderbar aus. Saftiges Fleisch, in Scheiben geschnittene, gebräunte Bratkartoffeln und knusprige Röstzwiebeln schienen eine gute Wahl zu sein, da schreckte mich auch der recht hohe Preis von 6,30 Euro nicht ab. Hätte einer der Gäste vor mir an der Theke ebenfalls zum Zwiebelrostbraten gegriffen, hätte ich vielleicht meine Wahl noch revidiert, denn als ich der Reihe war und das Gericht ausgehändigt bekam, entsprach dies gar nicht dem Photo auf dem Monitor am Eingang. Aber zurückgehen lassen wollte ich es dann auch nicht. Zum Glück entdeckte ich noch angenehm frisch aussehenden Rosenkohl an der Gemüsetheke, die mir eine passende Ergänzung zum Braten erschienen. Also landete auch da noch ein Schälchen auf meinem Tablett.

Beef roast with fried onions & roast potatoes with bacon / Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln & Bratkartoffeln mit Speck

Die Bratkartoffeln erwiesen sich als eher lustlos angeröstete, bleiche Salzkartoffeln, vielleicht Reste vom Lachsgericht von gestern. Serviert wurden sie mit Speckwürfeln, die auch noch etwas mehr Röstaromen hätten vertragen können. Das Fleisch wiederum sah auf den ersten Blick ganz gut aus, aber als ich es anschnitt musste ich feststellen dass es ein wenig zäh geraten war, was den Genuss etwas minderte. Aufgrund dieser Tatsache sowie der Form des Fleischstücks kam mir dabei kurzzeitig der Begriff “Schuhsohle” in den Sinn. Die Röstzwiebeln wiederum waren wohl die beste Komponente am ganzen Hauptgericht, denn sie waren tatsächlich schön knusprig – na ja, zumindest dort wo sie nicht von der etwas wässrigen Sauce durchweicht waren. Zumindest beim Rosenkohl hatte ich mich nicht geirrt, denn dieser erwies sich tatsächlich als angenehm frisch und knackig. Aber in Zukunft sollte ich nicht mehr so sehr auf die Bilder auf dem Monitor vertrauen. Ich hätte mich aber auch einfach beim Eintreten in den Speisesaal umsehen können, dann hätte ich dies vielleicht früher erkannt. Na ja, er war ja nicht vollkommen schlecht, nur nicht in der erwarteten Qualität. Gut satt geworden bin ich aber trotzdem.
Bei den anderen Gästen gab es keine klaren Vorlieben, aber es schien mit knappen Vorsprung die Hähnchenbrust Casimir heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu belegen. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, was wohl primär an den Hähnchenkeulen lag, Platz drei belegte der Paprikagulasch und auf dem vierten Platz folgte der Zwiebelrostbraten, der aber wiederum nur sehr knapp vor den vegetarischen Chililinsen lag.

Mein Abschlußurteil:
Zwiebelrostbraten: +
Röstzwiebeln: ++
Bratensauce: +/-
Bratkartoffeln mit Speck: +/-

Schweinesteak mit Süßkartoffelpürre [07.06.2019]

Friday, June 7th, 2019

Ich überlegte heute zwar sehr lange, ob ich nicht beim freitäglichen Fischangebot in Form von Gedünstetem Kabeljau mit Weißweinsauce und zwei Beilagen, dazu Tagessuppe oder Dessert aus dem Abschnitt Daily zugreifen sollte, doch irgendwie hatte ich noch größeren Appetit auf das Schweinerückensteak mit Süßkartoffelpüree und Bratensaft, das man bei Vital anbot. Süßkartoffeln bekommt man immerhin nicht alle Tage. Den Kirschmichel mit Vanillesauce und die Asia-Wok-Gerichte wie Feng shi Tzau – Mii-Nudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit
Gemüse in Spezial Sauce
kamen nicht in die nähere Auswahl.

Pork steak with sweet potato puree / Schweinesteak mit Süßkartoffelpürre

Das Schweinesteak im Schmetterlingsschnitt war zwar nicht das saftigste, aber bei so mageren und dünnem Fleisch ist das auch nicht zu erwarten gewesen. Zum Glück halfen die mild-würzige Bratensauce (auch wenn sie etwas dünn war) und das Püree aus Süßkartoffeln dabei, dies mehr als ausreichend zu kompensieren. Wobei ich der Meinung war, dass das Süßkartoffelpürree nicht zu hundert Prozent nur aus Süßkartoffeln bestand, sondern dass man auch normale Kartoffeln untergemischt hatte. Aber das tat dem guten Geschmack keinerlei Abbruch, denn die Süßkartoffel gab eindeutig den Ton beim Geschmack vor. Nicht besonderes, aber doch sehr lecker und mal ein bisschen etwas anderes als die sonst üblichen Gerichte.
Es waren nur wenige andere Gäste anwesend als wir uns im Betriebsrestaurant aufhielten – das lange Wochenende wirft bereits seine Schatten vorraus – aber ich konnte dennoch eindeutig sagen dass der Kabeljau in Weißweinsauce, den man übrigens mit Salzkartoffeln serviert hatte, beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala die Nase vorn hatte und sich diese Position sichern konnte. Und auch beim zweiten Platz war ich sicher, dass dieser vom Steak mit Süßkartoffelpüree belegt wurde. Weiter hinten wurde es unklarer, aber aus der Erfahrung würde ich sagen: Asia-Gerichte auf Platz drei und Kirschmichel auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak: ++
Bratensauce: +
Süßkartoffelpüree: ++

Fleischpflanzerl mit Rosenkohl & Röstkartoffeln [15.05.2019]

Wednesday, May 15th, 2019

Am heutigen Mittwoch kam ich zum ersten Mal in dieser Woche dazu, unserem Betriebsrestaurant einen Besuch abzustatten. Wie es mir scheint, haben sie dort jetzt dauerhaft die Kategorisierung der Gerichte umgestellt und die drei alten Kategorien “Vitality”, “Tradition der Region” und “Globetrotter” durch die neue Einteilung “Vital“, “Veggie” und “Daily” ersetzt. Und bei Vital standen heute Spaghetti Bolognese mit Gran Pandano auf der Karte, während der Veggie-Bereich mit Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln lockte und bei Daily ein Fleischpflanzerl mit Bratensoße und zwei Beilagen, dazu Tagessuppe oder Dessert auf der Karte stand. Die zwei Beilagen konnte man allerdings nicht auswählen, sondern sie waren in Form von Röstkartoffeln und Rosenkohl bereits vordefiniert. Gut, man könnte an der Theke auf eine oder beide Komponenten verzichten und sich dann an der Gemüsetheke mit anderen Zutaten eindecken, aber wer macht so etwas schon. Im unveränderten Asia-Wok-Abschnitt wurden außerdem Gebratener Mienudeln mit verschiedenem Gemüsein Hoi sin Sauce und Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsoße angeboten. Ich hatte zuerst überlegt bei den Käsespätzle zuzugreifen, aber die Schlange vor der Bolognese/Käsespätzle-Theke war ziemlich lang und die freien Sitzplätze wurden immer rarer, daher stellte ich mich doch in die etwas kürzere Schlange an der Fleischpflanzerl-Theke und holte mein Mittagessen von dort.

Meatball with brussels sprouts & roast potatoes / Fleischpflanzerl mit Rosenkohl & Röstkartoffeln

Im Nachhinein gesehen hätte ich mir eigentlich noch ein Dessert oder eine Suppe zum selben Preis dazu nehmen können, aber da muss ich mich noch mal schlau machen wie das nun mit diesem neuen System genau funktioniert. Wirklich gebraucht habe ich nichts von beiden. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Gericht, das leider nur bedingt überzeugen konnte. Der Rosenkohl war leider schon etwas abgestanden und nicht mehr wirklich knackig und die Röstkartoffeln erwiesen sich zum größten Teil unter einer dünnen Kruste als etwas matschig. Beides genießbar, aber eindeutig zu lange in der Wärmetheke gewesen. Das Beste an allem war da wohl immer noch das angenehm große Fleischpflanzerl, das aufgrund seiener Form unregelmäßigen Form scheinbar heute hausgemacht zu sein schien und von seiner Struktur nicht nur angenehm locker, sondern auch als wirklich lecker gewürzt erwies. Die wässrige Bratensauce sorgte zwar dafür, dass das Gericht insgesamt nicht zu trocken erschien, aber hier hätte ich mir gewünscht dass sie etwas dickflüssiger angemacht gewesen wäre. Aber den Wunsch habe ich ja bereits seit vielen Jahren… Kein schlechtes Gericht, aber auch nicht überragend – unterer Durchschnitt würde ich sagen.
Bei den anderen Gästen lagen die beiden Nudelgerichte heute hoch in der Gunst, wobei ich meinte die Spaghetti Bolognese am häufigsten auf den Tabletts gesehen zu haben, womit ihnen der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages gebührt. Auf Platz zwei folgten das Fleischpflanzerl, das sich aber nur knapp gegen die somit drittplatzierten Käsespätzle durchsetzen konnte. Die Asia-Gericht landeten schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Fleischplfanzerl: ++
Bratensauce: +/-
Rosenkohl: +
Röstkartoffeln: +

Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut [06.05.2019]

Monday, May 6th, 2019

Die zweite Woche des Mai fing, zumindest was das Speiseangebot in unserem Betriebsrestaurant anging, mal wieder eher langweilig an. Sowohl das Pikante Kichererbsencurry mit Basmatireis bei Vitality als auch die Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und das Schweinegeschnetzeltes Züricher Art mit Kroketten bei Globetrotter waren alte Bekannt. Und an der Asia-Wok-Theke standen mit Gebacknenen Frühlingsröllchen oder Gebratenem Hühnerfleisch mit Gemüse in Austernsoße auch nichts aufregendes auf der Karte. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und griff bei den Rostbratwürstchen zu.

Nuremberger sausages with sauerkraut & mashed potatoes / Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut & Kartoffelpüree

Die fünf kleinen Rostbratwürste erwiesen sich dieses Mal wieder als angenehm saftig und mild-würzig, so man sich Bratwürste eben wünscht. Dazu passte wunderbar das stichfeste, aromatische Kartoffelpüree – nur leider ohne Stückchen dieses Mal – und natürlich, klassisch, das mit etwas Kümmelsamen versetzte Sauerkraut. Und Obwohl die drei genannten Komponenten nicht gerade trocken erschienen, hatte man alles noch zusätzlich mit einer würzigen und einigermaßen dickflüssigen Bratensauce garniert, was aber auch nicht schadete. Ein bodenständiger Klassiker aus dem Repertoire unseres Betriebsrestaurants, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann.
Und auch bei den anderen Gästen erfreuten sich die Nürnberger Rostbratwürste großer Beliebtheit und sie konnten sich mit klarem, wenn auch nicht allzu großen Vorsprung den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei sah ich, ganz unerwartet, das Kichererbsencurry, welches aber nur einen winzigen Vorsprung vor dem ebenfalls sehr beliebten Schweinegeschnetzelten besaß, das somit auf dem dritten Platz landete. Einen sehr guten vierten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Rostbratwürste: ++
Bratensauce: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: ++

Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut & Kartoffelpüree [16.04.2019]

Tuesday, April 16th, 2019

Als großer Fan von Nudeln und Röstzwiebeln galt mein erster Blick beim Besuch unseres Betriebsrestaurants heute dem Mac & Cheese – Makkaroni mit gebratenem Speck in würziger Cheddarsauce und Röstzwiebeln, das in der Sektion Globetrotter angeboten wurde. Aber auch die Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Bratensauce und Kartoffelpüree aus dem Abschnitt Tradition der Region sind natürlich immer eine gute Wahl. Natürlich hatte ich auch mit den Gebackenen Polentataschen mit Ratatouille und Quarkdip bei Vitality oder dem Gebackener Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, aber meine engere Auswahl beschränkte sich heute eher auf Mac & Cheese und Bratwürste. Sah beides nicht schlecht aus und ich musste einen längeren Moment überlegen, bis ich mich schließlich für die Bratwürste entschied. Dabei spielte mit hinein, dass man dieses Mal offensichtlich “richtiges” Kartoffelpüree mit Stückchen und keine Pulverware verwendet hatte – so sah es zumindest bei der Präsentation auf dem Bildschirm am Eingang aus.

Nuremberger fried sausages with sauerkraut, gravy & mashed potatoes / Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Bratensauce & Kartoffelpüree

Und ich hatte mich nicht getäuscht, das Kartoffelpüree war tatsächlich offensichtlich hausgemacht und nicht nur mit Instant-Pulver angerührt wie sonst so oft. Und das bei einer wirklich großzügigen Portionsgröße. Leider fehlte ein klein wenig Salz wie ich fand, aber das ließ sich glücklicherweise mit dem am Tisch bereitsstehenden Salzstreuer schnell beheben. Und auch die genau abgezählten sechs kleinen Würstchen nach Nürnberger Art erwiesen sich als sehr lecker und mit zahlreichen Kräutern im Brät auch gut gewürzt. Nur ein wenig knuspriger hätten sie noch sein können, immerhin waren es Rostbratwürste, aber das ist natürlich Geschmackssache. Einzig das Sauerkraut fand ich schon fast ein klein wenig zu Sauer, aber nicht so schlimm dass ich Punkte abziehen müsste. Die mild-würzige Bratensauce wäre dabei nicht unbedingt notwendig gewesen, da das Gericht eigentlich nicht zu trocken wirkte, aber geschadet hat sie auch nicht. Wie immer ein leckeres Gericht, bei dem man hier in unserem Betriebsrestaurant eigentlich nicht viel falsch machen kann.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute die amerikanischen Käsenudeln und die Rostbratwürste ein wirklich sehr knappes Rennen, bei dem die Entscheidung bis zum letzten Moment sehr knapp erschien. Letztlich würde ich aber sagen dass die Mac & Cheese die Bratwürste knapp überholten und somit auf den zweiten Platz verwiesen. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgte schließlich die Polentaschnitte.

Mein Abschlußurteil:
Nürnberger Rostbratwürste: ++
Sauerkraut: ++
Bratensauce: ++
Kartoffelpüree: ++

Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln [09.04.2019]

Tuesday, April 9th, 2019

Das heutige Angebot in unserem Betriebsrestaurant klang zumindest im Intranet gar nicht so schlecht. Wären keine Butternudeln, die ich ja nicht so mag, dabei gewesen, hätte ich vielleicht sogar beim Rindergeschnetzeltes mit grünem Spargel in Sherry-Rahmsauce und Butternudeln aus dem Abschnitt Globetrotter der Tageskarte zugegriffen. Und auch die Gnocchi mit Egerlingen, Austernpilzen und Blattspinat bei Vitality lasen sich gut und ich hatte früher auch gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Selbst an der Asia-Wok-Theke stand, neben Gebratenen Tofu mit Gemüse in Erdnußsauce mit Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce ein durchaus akzeptables Gericht auf dem Speiseplan. Doch letztlich griff ich dann doch wieder beim Hausgemachten Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region zu, ich stehe nun mal auf Fleischpflanzerl alles Art. Leider entdeckte ich nichts passendes dazu an der Salattheke und das Gemüse an der Gemüsetheke sah mir etwas zu zerkocht aus. Daher blieb es heute mal wieder bei Fleisch mit Beilage.

Meatball with gravy & roast potatoes / Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln

Zum ersten erschien die Portion die man mir da auf den Teller getan hatte zwar etwas klein, aber das lag wohl auch an der Größe des Tellers, denn letztlich reichte die Menge durchaus auch für einen erwachsenen Mann wie mich aus um Satt zu werden. Dennoch fand ich die Zusammenstellung letztlich etwas langweilig. Am mehr als ausreichend großen Fleischpflanzerl mit seinem gut gewürzten, lockeren Hackfleisch und der dünnen, knusprigen Kruste mit Röstaromen gab es zwar ebenso wenig etwas auszusetzen wie an den festen, nicht zu matschigen angerösteten Salzkartoffeln oder der mild-würzigen Sauce, die verhinderte dass das Gesamtgericht zu trocken wirkte, aber irgendwie fehlte mir der letzte Pepp, um es wirklich interessant zu gestalten. Eine leckere Gemüsebeilage oder auch schon eine Portion Krautsalat hätte da bestimmt geholfen. Ich will mich da nicht beschweren, aber letztlich denke ich doch, ich wäre mit dem Rindergeschnetzelten mit Spargel trotz der Butternudeln vielleicht besser bedient gewesen. Vielleicht…
Bei den Allgemeinheit der Gäste lag aber dennoch das Fleischpflanzerl ganz hoch in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Aber das Rindergeschnetzelte war ihm eng auf den Fersen und belegte einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei folgte mit wiederum geringen Abstand lagen schließlich die Asia-Gerichte. Die vegetarische Gnocchi belegten einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++

Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei & Country Potatoes [25.03.2019]

Monday, March 25th, 2019

Die heutige Tageskarte unseres Betriebsrestaurants wartete was die Gerichte anging mal wieder mit vielen alten Bekannten auf. So lockte man im Abschnitt Vitality mit Gemüsestrudel mit Ratatouille und Quarkdip, einem leichteren vegetarischen Gericht mit dem ich schon gute Erfahrungen gemacht habe. Bei Tradition der Region stand Abgebräunter Leberkäs mit Spiegel und Bratkartoffeln auf der Karte, allerdings hatte man als ich ankam die Bratkartoffeln durch Country Potatoes ersetzt, was ich allerdings nicht allzu schlimm fand. Und auch den Paprikarahmgulasch mit Butternudeln gab es, in abgewandelter Form wie hier schon häufiger. Allerdings bin ich kein so großer Fan von Butternudeln, daher ließ ich ihn mal außen vor. An der Asia-Wok-Theke gab es schließlich die für Montags üblichen Gebackenen Frühlingsrollen sowie Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse in Erdnußsauce. Aber ich hatte mich bereits längst für den Leberkäse entschieden.

Bavarian meat loaf with fried egg & potato wedges / Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei & Country Potatoes

Das Eigelb des kleinen, aber ausreichenden Spiegeleis war leider nicht mehr flüssig, was ich etwas bedauerte, denn ich liebe es das Ei anzuschneiden und das Eigelb über den Leberkäse laufen zu lassen. Doch dieser Spaß blieb mir heute leider verwehrt. Dafür war der Leberkäse heute wirklich mal kräftig abgebräunt, was für zusätzliche leckere Röstaromen sorgte. Eine großzügige Portion knuspriger und heißer Country Potatoes bildete dazu eine durchaus passende Sättigungsbeilage. Mal was anderes als die sonst üblichen Röst- oder Bratkartoffeln. Und die einigermaßen dickflüssige, kräftige und mit einigen Kümmelsamen versetzte Bratensauce sorgte schließlich dass das Gericht insgesamt nicht zu trocken war. Das einzige was im Nachhinein fehlte war eine Gemüse- oder Salatbeilage, aber da hatte ich leider nichts aus meiner Sicht passendes entdecken können. Insgesamt mal wieder ein sehr gelungenes Gericht, ich war mit meiner Wahl auf jeden Fall zufrieden.
Und auch der Zuspruch der anderen Gäste für den Leberkäse war heute sehr groß, so dass sich dieses Angebot mit großem Vorsprung den ersten Platz auf Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, die sich aber nur knapp gegen den Paprikarahmgulasch durchsetzen konnte, der somit Platz drei belegte. Last but not least folgte der Gemüsestrudel auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Spiegelei: +
Bratensauce: ++
Country Potatoes: ++