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Kritharaki-Hack-Auflauf – Resteverbrauch [09. – 12.08.2020]

Wednesday, August 12th, 2020

Die Menge meines selbst gekochten Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta vom Wochenende war doch etwas größer gewesen als ich vermutet hatte. Daher reichte mir das Gericht noch am Sonntag,

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers I / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch I

am Montag (in Homeoffice),

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers II / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch II

am Dienstag (im Büro)

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers III / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch III

und sogar noch am Mittwoch (ebenfalls im Büro).

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers IV / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch IV

Geschmacklich gab es bis zuletzt keine Einbußen, der Geschmack hatte sich sogar noch ganz leicht intensiviert – so wie ich es bei Nudelgerichten schon häufiger festgestellt hatte. Vielleicht ein bisschen eintönig auf Dauer, aber ich kann die Reste ja nicht verkommen lassen. 😉 Zum Glück war das Gericht durchgehend wirklich lecker. Ich kann mich an die damalige Zeit erinnern, als wir Kinder bereits Älter waren und meine Mutter wieder arbeitete, da wurde auch nicht jeden Tag frisch gekocht, sondern am Vorabend vorgekocht und jeder machte sich etwas heiß sobald er nach Hause kam. Da gab es auch das selbe Gericht über mehrere Tage, ich bin es also auch gewöhnt und wurde diesbezüglich bereits in Kindheit und Jugend etwas konditioniert. Außerdem ist es so günstiger als ständig zum Bäcker, ins Betriebsrestaurant oder ins Kebaphaus zu gehen. Oder sich Pizza zu bestellen. Wie dem auch sei: Mir hat es geschmeckt, ich bin satt geworden und habe einiges an Euros gespart. Was will man mehr… ?

Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta – das Rezept

Saturday, August 8th, 2020

Bei der Durchsicht meiner Vorräte musste ich erkennen dass ich noch mehrere angebrochene Päckchen Krithariki – also griechische Nudeln in Reisform – übrig hatte. Auch wenn sie nicht schlecht werden, schien es mir daher doch einfach mal wieder an der Zeit ein Gericht damit zuzubereiten. Und ein passendes Rezept dafür war schnell gefunden. Normalerweise wird dieser Kritharaki-Hack-Auflauf ohne viel Gemüse zubereitet, ich entschied mich aber dazu, es zusätzlich mit Möhren und Erbsen etwas aufzupeppen. Wie sich herausstellte passte dies wunderbar, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das so entstandene erweiterte Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 500g gemischtes Hackfleisch
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Möhren (ca. 180-200g)
  • 200g Erbsen (TK)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 300g Kritharaki
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 1-1,5 EL Öl
  • 2 Teelöffel Paprika
  • 2 Esslöffel Creme fraiche
  • 100ml Milch
  • 500ml Gemüsebrühe
  • Geröstetes Paprika, Salz, Pfeffer, Thymian
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 200g Schafskäse (Feta)
  • Ein paar Zutaten müssen vor dem eigentlichen Kochprozess noch etwas vorbereitet werden, doch zum Glück ist es bei diesem Gericht nicht so viel. Wir müssen nur die Möhren schälen,
    01 - Peel carrots / Möhren schälen

    diese in kleine Würfel zu schneiden
    02 - Dice carrots / Möhren würfeln

    und die Zwiebel schälen um sie ebenfalls zu würfeln.
    03 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    Außerdem schälen wir Knoblauchzehen und und zerteilen sie so, dass sie später in die Knoblauchpresse passen.
    23 - Knoblauch schälen / Peel garlic

    Anschließend erhitzen wir etwas Öl in einer hohen Pfanne,
    04 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    bröseln das Hackfleisch hinein,
    05 - Crumble mincemeat in pan / Hackfleisch in Pfanne bröseln

    würzen es gleich mit etwas Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprikapulver
    06 - Season mincemeat with salt, pepper & paprika / Hackfleisch mit Salz, Pfeffer & Paprika würzen

    und braten es dann auf leicht erhöhter Stufe krümelig an.
    07 - Fry mincemeat crumbly / Hackfleisch krümelig anbraten

    Ist das Hackfleisch durchgebraten reduzieren wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe und geben die gewürfelte Zwiebel hinzu
    08 - Add diced onion / Zwiebelwürfel dazu geben

    und dünsten sie so lange mit an, bis sie glasig werden.
    09 - Braise diced onion / Zwiebelwürfel mit andünsten

    Nun geben wir das Tomatenmark mit in die Pfanne,
    10 - Add tomato puree / Tomatenmark addieren

    pressen die Knoblauchzehen dazu
    11 - Squeeze garlic / Knoblauch pressen

    und dünsten alles kurz mit an.
    12 - Braise tomato puree & garlic / Tomatenmark & Knoblauch andünsten

    Schließlich geben wir die Dose gehackte Tomaten hinzu,
    13 - Add tomatoes / Tomaten dazu geben

    würzen alles mit Cayennepfeffer, Thymian und einer Messerspitze Zimt,
    14 - Season with cayenne, thyme & cinnamon / Mit Cayenne, Thymian & Zimt würzen

    geben auch die Möhrenwürfel mit in die Pfanne
    15 - Add diced carrot / Möhrenwürfel hinzufügen

    und dünsten alles zusammen für einige Minuten bei gelegentlichem rühren mit an.
    16 - Braise / Andünsten

    Dann addieren wir auch die beiden Esslöffel Creme fraiche,
    17 - Add creme fraiche / Creme fraiche addieren

    gießen alles mit 100ml Milch auf
    18 - Add milk / Milch eingießen

    und verrühren wiederum alles gut miteinander
    19 - Mix well / Verrühren

    bevor wir schließlich die ungekochten Kritharki in die Pfanne geben,
    20 - Put unccoked kritharaki in pan / Ungekochte Kritharaki in Pfanne geben

    mit der Gemüsebrühe aufgießen,
    21 - Add vegetable broth / Mit Gemüsebrühe aufgießen

    die Erbsen hinzufügen – Hülsenfrüchte sind da ja glücklicherweise recht unempfindlich –
    22 - Add peas / Erbsen hinzufügen

    vermischen alles erneut gut miteinander, bringen es kurz zum aufkochen
    23 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    und lassen es dann für 6-7 Minuten geschlossen auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln bis die Krithariki gar sind.
    24 - Let simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    Zwischendurch sollten wir das Ganze natürlich auch mal umrühren, damit nichts anbrennen kann
    25 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren

    und schmecken schließlich alles noch einmal mit den Gewürzen ab – zum Beispiel auch mit etwas geräuchertem Paprikapulver.
    26 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Nachdem wir dann begonnen haben, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen, geben wir ca. 1/3el des Feta mit in die Pfanne
    27 - Add feta / Feta dazu geben

    und lassen es unter rühren ein wenig anschmelzen.
    28 - Fold in & let melt feta / Feta verrühren & schmelzen lassen

    Den Pfanneninhalt geben wir dann in eine größere Auflaufform,
    29 - Put in casserole / In Auflaufform geben

    verteilen ihn gleichmässig, streichen ihn glatt
    30 - Flatten / Glatt-streichen

    und bestreuen es mit dem restlichen gewürfelten Feta
    31 - Dredge with remaining feta / Mit restlichem Feta bestreuen

    um es dann für 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen zu backen.
    32 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Sobald der Inhalt der Auflaufform schön blubbert und der Fetakäse leicht gebräunt ist, entnehmen wir alles wieder, lassen es kurz ruhen
    33 - Greek kritharaki casserole with feta - Finished baking / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Fertig gebacken

    und servieren es dann, vielleicht mit etwas Petersilie garniert, um es zu genießen.
    34 - Greek kritharaki casserole with feta - Served / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Serviert

    Die Kritharaki hatten beim Garen viel von der Flüssigkeit, aber auch von den Gewürzen und dem fruchtigen Tomatenaroma in sich aufgenommen und gaben dem Gericht ein unvergleichliches Aroma mit ganz leichter und überaus passender Zimtnote. Aber auch das Hackfleisch und die übrigen Gemüsesorten harmonierten hier wunderbar miteinander und wurden durch den Feta meiner Meinung nach sehr gelungen abgerundet. Eindeutig ein griechisch angehauchtes Gericht, das sich außerdem mit angenehm wenig Aufwand und in nur einer Pfanne zubereiten lässt. Theoretisch könnte man es mit Sicherheit auch ohne es vorher zu überbacken wunderbar verzehren, aber der leicht im Ofen angeröstete Feta gibt dem Gericht eine zusätzliche Note, auf die man nur ungern verzichten möchte. 😉 Mir hat es auf jeden Fall wunderbar geschmeckt und ich habe es bestimmt nicht das letzte Mal zubereitet – auch wenn ich mir durchaus noch Variationen vorstellen könnte, z.B. durch Verwendung von Paprika und/oder Zucchini. Und das servieren mit Krautsalat und etwas hausgemachten Tzatziki wäre durchaus noch eine Option. Mal schauen was mir da noch so alles einfällt – sollte ich mich an eine solche Variation heranwagen werde ich natürlich hier darüber berichten. 😋

    35 - Greek kritharaki casserole with feta - Side view / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Griechischer Gemüsetopf mit Fladenbrot [27.06.2013]

    Thursday, June 27th, 2013

    Einen Moment überlegte ich heute zwar an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo mich neben dem Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce sowohl das Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce als auch das Gebackene Fischfilet mit verschiedenem Gemüse in Chilisauce reizten, dann aber entschied ich mich doch für den bewährten vegetarischen Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse, Oliven und Fladenbrot der heute bei Vitality auf der Speisekarte stand. Die Gefüllte Paprika mit Tomaten-Basilikumsauce und Reis bei Tradition der Region und die Spaghetti all Arrabbiata bei Globetrotter reizten mich weniger. Dazu gesellte sich dann entgegen jeder Vernunft noch ein Zitronen-Limonen-Mousse von der Dessert-Theke auf mein Tablett – was aber bei 461kcal pro Portion beim Gemüsetopf auch meiner Meinung nach gerade noch vertretbar war.

    Griechischer Gemüsetopf mit Fladenbrot / Greek vegetable stew with pita

    Das nicht gerade frische Stück Fladenbrot mit seinem leicht süßlichen Geschmack erinnerte zwar etwas an Einback, aber zum aufsaugen der Flüssigkeit des Eintopfes reichte es letztlich. Zumal am eigentlichen Eintopf absolut nichts auszusetzen war. Eine bunte Zusammenstellung verschiedener Gemüsesorten wie Möhren, Erbsen, Broccoli, Blumenkohl, Auberginen, Zucchini und schwarzen Oliven in ausreichend, aber nicht zu viel mit zahlreichen Kräutern versehener Brühe und der Garnitur aus gewürfeltem, milden Schafskäse und Petersilie ergab ein überaus leckeres Gericht, in dem ich das Fleisch absolut nicht vermisste. Ob die Würze nun wirklich griechisch war oder sich der Begriff nur durch die Beigabe von Oliven und Schafskäse definierte, konnte ich allerdings nicht sagen. Und auch der kleine Becher luftig-lockeren, süßlich-sauren Zitronen-Limonen-Mousses gab mir keinen Grund irgendwelche Kritik anzubringen. Ein leichtes und für ein vegetarisches Gericht auch angenehm lang sättigender Eintopf, der alle meine Anforderungen an ein leckeres Mittagessen erfüllt.
    Bei der Allgemeinheit der Gäste lag heute, zugegebenermaßen von meiner Seite etwas unerwartet, die Spaghetti all arrabbiata am höchsten in der Gunst. Unerwartet, weil es sich meines Wissens hier ja um ein vegetarisches Gericht handelte. Die mit Hackfleisch gefüllten Paprikaschoten, die ich eher auf dem ersten Platz gesehen hatte, folgten auf Platz zwei. Platz drei belegten die Asia-Gerichte und der von mir gewählte griechische Gemüsetopf folgten auf einem zwar sehr guten, aber dennoch vierten Platz. Ich muss zugeben, dass ich die Nudeln all arrabbiata hier noch nie probiert habe – vielleicht sind sie ja tatsächlich so gut dass sie diesen ungewöhnlich hohen Grad an Beliebtheit trotz des Fehlen des Fleisches rechtfertigen. Also, Notiz an mich selbst: Beim nächsten mal wenn es irgend etwas all arrabbiata gibt, unbedingt probieren! 😉

    Mein Abschlußurteil:
    Griechischer Gemüsetopf: ++
    Fladenbrot: +
    Zitronen-Limonen-Mousse: ++

    Dolmades & Gegrillte griechische Fischplatte – Restaurant Poseidon – Feldkirchen

    Wednesday, February 20th, 2013

    Heute Abend waren wir ins griechische Restaurant Poseidon in Feldkirchen bei München eingeladen. Und von den griechisch angehauchten, selbst zubereiteten Gyros-Tzatziki-Muffins vom letzten Wochenende hatte ich lange nichts mehr aus der Küche dieses Landes verzehrt, daher kam mir die Gelegenheit natürlich sehr gelegen.

    Größere Kartenansicht
    Zum Glück hatten wir reserviert, denn für einen Mittwoch Abend, den ich nicht gerade als traditionellen Tag zum auswärts Speisen ansehe, war die Lokalität unerwarteter Weise stark requiriert und bis auf den letzten Tisch ausgebucht. So fanden wir in dem mit vielen griechischen Statuen und Wandschmuck ausgestatteten Gastraum auch sogleich den für uns freigehaltenen Tisch. Gleich nachdem wir Platz genommen hatten, begannen wir uns in die Speisekarten zu vertiefen und nach etwas passendem zu suchen. Und das Angebot war wirklich umfangreich, allerdings ohne überladen zu wirken: Die erste Sektion bestand aus einer breiten Platte von Vorspeisen wie die für den östlichen Mittelmeerraum üblichen Meze, Suppen, kalten und warmen Vorspeisen, Käse und Salaten. Der zweite Bereich bot ein umfangreiches Angebot verschiedener Speisen mit Fisch und Meeresfrüchten, gefolgt von Grill-Spezialitäten und schließlich landestypischen Speisen aus dem Backofen und von der Pfanne. Abschließen konnte man das Ganz, bei Bedarf, mit einem kleinen Angebot typischer Desserts wie Baklawas, Galaktoboureko oder einem griechischen Joghurt mit Honig und Nüssen.
    Ich entschloss mich dazu, das heutige Abendmenu mit Dolmades zu eröffnen. Diese gefüllten Weinblätter werden in vielen Ländern des Orients und Balkans von Bulgarien über Georgien, Tschetschenien, Albanien bis nach Griechenland, die Turkei und Syrien angeboten und sowohl mit Fleisch, Reis, Nüssen und Gewürzen gefüllt. Für Griechenland ist allerdings die Füllung mit Reis üblich. Nach der Bestellung kamen die Vorspeisen dann auch für die große Anzahl der Gäste gesehen erfreulich schnell in weniger als zehn Minuten an den Tisch, nachdem vorher noch die Bestellungen für den Hauptgang aufgenommen worden waren. Serviert wurde meine Dolmades auf einigen Salatblättern mit einer leichten Kräuter-Knoblauchsauce garniert.

    Dolmades - Gefüllte Weinblätter - Restaurant Poseidon

    Gefüllt mit mit würzigem, leicht tomatigen Reis ein wirklich gelungener Appetizer an dem es nichts auszusetzen gab.
    Beim Hauptgericht hatte ich mich für eine Fischplatte von verschiedenen angebotenen entschieden, die mit Filet von der Meereszunge (Seezunge), Lachfsteak, Baby-Calamari, Garnelen-Spieß und Scampi an gedämpften Gemüse und Bratkartoffeln sowie einem gemischten Salat lockte. Mit 18,60 Euro gehörte diese Platte zwar zu den teuersten Ein-Personen-Gerichten auf der ganzen Karte, aber das Angebot klang einfach zu verlockend als dass ich es ablehnen konnte – außerdem waren wir ja eingeladen. Um die Wartezeit bis zum Hauptgericht zu überbrücken, wurde wie üblich zuerst der gemischte Salat serviert.

    Bauernsalat - Restaurant Poseidon Feldkirchen

    Unter einer Scheibe Tomate, Möhre und Salatgurke sowie einer Olive und einer milden Pepperoni fanden sich Krautsalat, Lollo Rosso und Esbergsalat in einem leichten Essig-Dressing. Alles sehr frisch und schmackhaft, nur mit dem Dressing hätten sie gerne etwas spendabler umgehen können – doch zum Glück standen verschiedene Fläschchen Balsamico und ähnliches Bereit, um sich den Salat nach eigenem Gutdünken zu ergänzen.
    Nur kurz nachdem wir alle unsere Salate verzehrt hatten, begannen auch schon nach und nach die ersten Hauptgerichte einzutreffen. Und bereits mit dem zweiten Schub aus der Küche kam schließlich auch meine bestellte Fischplatte

    Fisch-Grillplatte / Mixed fish grill - Restaurant Poseidon Feldkirchen

    und das in einer separaten Schale servierte Gemüse samt Bratkartoffeln.

    Kartoffel- & Gemüsebeilage - Restaurant Poseidon Feldkirchen

    Alleine die Fischplatte war meiner Meinung nach jeden einzelnen Euro wert. Unter zahlreichen zarten, gut gewürzten Tintenfischtuben und einigen Tentakeln sowie einem Spieß mit gegrillten Garnelen fanden sich zum einen ein großes Feltstück hochwertiger Meereszunge (Seezunge) und ein ebenfalls angenehm großes Stück mit Haut gegrillten Lachssteaks. Alles wurde flankiert von zwei im ganzen Zubereiteten Scampi einer Portion einer leichten Knoblauchsauce sowie etwas Petersilie und einer mehr als ausreichend großem Stück Zitrone. Einzig ein paar verbliebene kleine Gräten im Lachssteak trübten den Genuss ein wenig, aber damit muss man bei Fisch eben immer rechnen. Was Geschmack, Qualität und Menge anging gab es aber keinerlei Kritik anzubringen. Die Portion aus gedünsteten Möhren, Zucchini, Blumenkohl, Broccoli, grünen Bohnen und Paprika mit den paar Bratkartoffeln wäre da eigentlich fast schon nicht mehr nötig gewesen um satt zu werden. Aber wo es schon mal dabei war, wurde es natürlich auch verzehrt und dabei erwies sich, dass alle Gemüsesorten genau so gedünstet worden waren, dass sie noch biss hatten ohne dabei zu fest oder zu weich oder gar zerkocht zu sein. Sehr gelungen – auch hier ein Lob an die Küche.
    Insgesamt kann ich dem Griechischen Restaurant Poseidon in Feldkirchen bei München somit meine volle Empfehlung aussprechen. Auch in Stoßzeiten mit vielen besetzten Tischen wird man schnell, unaufdringlich, aufmerksam und zuvorkommend bedient, die Speisen sind von sehr guter Qualität und die Preise sind moderat und dem Angebot entsprechend. Wir waren alle sehr zufrieden und würden das Poseidon jederzeit wieder für ein gepflegtes Abendessen wählen.

    Griechischer Gemüsetopf [26.04.2012]

    Thursday, April 26th, 2012

    Während die Asia-Thai-Theke heute mit Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce sowie Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce lockte, fanden sich auf der regulären Speisekarte neben Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und Gratinierten Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter auch ein Griechischer Gemüsetopf mit Fladenbrot in der Sektion Vitality. Und genau dieser Gemüsetopf sagte mir heute am meisten zu, natürlich auch weil er versprach mit 534 kcal angenehm leicht zu sein. Also holte ich mir dieses Angebot auf mein Tablett und ergänzte es noch durch eine Schale Fruchtsalat als Nachtisch.

    Griechischer Gemüsetopf

    Zuerst erschien mir die Portion recht klein, doch der Eindruck täuschte glücklicherweise aufgrund des recht großen Behältnisses. Die bunte Mischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Broccoli, Auberginen, Zucchini und natürlich – um es griechisch zu machen – schwarzen Oliven und Schafskäse mit angenehm geringer, aber ausgewogener Menge Flüssigkeit erwies sich als angenehm würzig, schmackhaft und sättigend. Ich was sehr zufrieden mit diesem leckeren Eintopf. Einzig bei dem mit reichlich Sesamkörnern garnierte Stück Fladenbrot musste ich einen kleinen Abzug geben, da es sich hier eindeutig um aufgetoastete Ware handelte die an den Ecken und Rändern zumal recht hart geworden war. Die Schale Fruchtsalat aus Apfel, Melone, Ananas und Birne war, gab aber trotz eindeutiger Apfellastigkeit keinerlei Grund zur Kritik – sie erwies sich als angenehm lecker und frisch und erfüllte somit alle daran gestellten Erwartungen.
    Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lagen heute aber die Nürnberger Rostbratwürstel meinem Meinung Eindrucks nach am höchsten in der Gunst und landete somit auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei landeten schließlich die Asia-Gerichte, gefolgte von den Canneloni auf Platz drei, die aber nur mit knappen Vorsprung vor dem für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebten Griechischen Gemüsetopfes. Ich hatte die Canneloni ja eher höher platziert erwartet, aber hier hatte das Kantinenpublikum zumindest während meines Aufenthaltes anders entschieden.

    Mein Abschlußurteil:
    Griechischer Gemüsetopf: ++
    Fladenbrot: +
    Obstsalat: ++

    Griechischer Kritharaki-Auflauf mit Schafskäse – das Rezept

    Saturday, January 28th, 2012

    Schon seit längerem geisterte der Gedanke in meinem Kopf herum mal etwas mit Kirtharaki zu kochen, jener aus Hartweizengrieß hergestellten, reisförmigen Nudelsorte die vor allem in der Küche des östlichen Mittelmeerraumes, z.B. in Griechenland und der Türkei findet. Und mit diesem Auflaufrezept schien ich nun die passende Gelegenheit entdeckt zu haben diese Pläne in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis ein einfacher, aber sehr schmackhaftes Gericht, das ich noch mit etwas Schafskäse und Paprika verfeinerte. Das zugehörige Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal in gewohnter Form vorstellen.

    Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

    220g Kritharaki
    01 - Zutat Kritharaki / Ingredient kritharaki

    350g Rinderhack
    02 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

    1 mittlgroße Paprika (Hatte ich noch übrig, daher wurde sie einfach in das Rezept mit einbezogen)
    03 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

    1 mittlere Zwiebel
    04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Zehen Knoblauch
    05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    300ml Rinderbrühe
    06 - Zutat Rinderbrühe / Ingredient beef stock

    150ml Sahne – ich wählte die fettreduzierte Variante
    07 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    3 gehäufte EL Tomatenmark
    08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato purée

    Gyroswürzer
    09 - Zutat Gyroswürzer / Ingredient gyros relish

    Oregano
    10 - Zutat Oregano / Ingredient Oregano

    100-120g Schafskäse
    11 - Zutat Schafkäse / Ingredient feta

    50-60g Edamer oder einen anderen Streukäse nach Wahl
    12 - Zutat Edamer Käse / Ingredient Edamer cheese

    sowie 1-2 EL Olivenöl zum anbraten
    und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Fangen wir wir üblich damit an die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfel,
    13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen die Knoblauchzehen und hacken sie fein
    14 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

    und entkernen schließlich die Paprika um sie ebenfalls in feine Würfelchen zu schneiden.
    15 - Paprika würfeln / Dice paprika

    In etwas Olivenöl dünsten wir nun die Zwiebel glasig an und geben wenig später auch das gehackte Knoblauch hinzu.
    16 - Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen / Au sauté onions and garlic

    Haben die Zwiebeln etwas Farbe angenommen, bröseln wir dann auch das Hackfleisch in die Pfanne
    17 - Hackfleisch anbraten / roast ground meat

    und würzen es dabei gleich kräftig mit Gyroswürzer während wir es krümelig anbraten.
    18 - Gyroswürzer hinzugeben / Taste with gyros relish

    Dann fügen wir auch das Tomatenmark hinzu
    19 - Tomatenmark addieren / Add tomato purée

    und verrühren es gut um es mit dem Hackfleisch zusammen etwas anzurösten.
    20 - Verrühren und mit anbraten / Mix and roast

    Sobald das Hackfleisch einigermaßen durchgebraten ist, geben wir auch die Paprikawürfel hinzu und braten sie einige Minuten mit an,
    21 - Paprika mit braten / Add paprika

    wobei wir alles gleich ein wenig mit Salz und Pfeffer abschmecken können.
    22 - Mit Salz & Pfeffer würzen / taste with salt & peper

    Etwa fünf Minuten später können wir dann zuerst die Sahne
    23 - Sahne aufgießen / Pour cream

    und dann die Rinderbrühe aufgießen, rühren es gut unter
    24 - Rinderbrühe hinzufügen / Add beef stock

    und lassen es dann kurz aufkochen, wobei wir alles auch gleich mit einem kräftigen Schuss Oregano würzen.
    25 - Aufkochen lassen und mit Oregano würzen / Heat up and taste with oregano

    Jetzt fügen wir die trockenen Kritharaki hinzu
    26 - Krithraki hinzufügen / Add kritharaki

    heben sie gut unter und lassen dann alles für 25 bis 20 Minuten aus niedrigerer Stufe vor sich hin köcheln bis die Nudeln gar sind. Dabei sollten wir nicht vergessen regelmässig umzurühren da die Kritharaki dazu neigen anzupappen wie ich schnell merkte.
    27 - Verrühren und köcheln lassen / Mix and simmer

    In der Zwischenzeit können wir uns aber dennoch auch daran machen den Schafskäse in grobe, aber mundgerechte Würfel zu schneiden.
    28 - Schafskäse würfeln / Dice feta

    Sollte die Flüssigkeit zu sehr einreduzieren, können wir gerne auch noch etwas Wasser aufgießen – die Mischung sollte nicht zu trocken werden.
    29 - Wasser nachgießen / Add water

    Abschließend probieren wir das ganze und würzen es ggf. noch etwas nach.
    30 - Probieren und nachwürzen / Try and tasting

    Zuerst heizen wir nun den Backofen auf 200 Grad vor, dann mischen wir unsere Kritharaki-Kreation mit dem gewürfelten Schafskäse und geben alles in eine Auflaufform, die wir übrigens nicht vorher auszufetten brauchen
    31 - Mit Schafskäse mischen und in Auflaufform geben / Mix with feta and add to casserole

    und bestreuen dann alles mit dem geriebenen Käse.
    32 - Mit Käse bestreuen / Cover with cheese

    Sobald der Backofen dann aufgeheizt ist, schieben wir die Form auf mittlerer Schiene hinein und lassen sie für 15 bis 20 Minuten darin bis der Käse geschmolzen ist und beginnt leicht braun zu werden.
    33 - Überbacken / au gratin

    Danach brauchen wir nur noch die Auflaufform zu entnehmen
    34 - Kritharaki-Auflauf / Kritharaki casserole - Fertig

    und das Gericht zu servieren.
    35 - Kritharaki-Auflauf / Kritharaki casserole - Serviert

    Das Überbacken mit Käse wäre hier zwar nicht zwingend notwendig gewesen wie ich feststellte, aber die knusprige Käsekruste die dadurch entstanden war bot dennoch eine geschmackliche recht gute Addition zu der Kritharaki-Zubereitung, die sich als sehr gelungen erwies. Vor allem die Kombination aus dem leicht angerösteten Tomatenmark und dem Hackfleisch mit dem Gyros-Gewürz und den leicht salzigen Fetawürfeln, die sich überall in der Zubereitung fanden stellte sich als geschmacklich wirklich sehr gelungen heraus. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, den Schafskäse einfach zu der Zubereitung hinzu zu geben und hätte dann ein ebenfalls sehr leckeres Pfannengericht. Das hinzufügen von Paprikawürfeln bereute ich aber auf jeden Fall nicht, sie boten eine gelungene Ergänzung zu den anderen Zutaten.

    36 - Kritharaki-Auflauf / Kritharaki casserole - CloseUp

    Mit (laut meiner groben Kalkulation) insgesamt ca. 1800kcal, also 900kcal pro Portion, erwies sich die Zubereitung aber entgegen meiner Erwartungen als doch etwas kalorienreicher geraten. Wen das aber nicht abschreckt denn kann ich das Rezept wirklich sehr ans Herz legen. Als zusätzliches Gemüse wäre hier übrigens auch noch Zucchini oder Oliven denkbar, allerdings sollte man die Kritharaki- und Hackfleisch-Menge dann etwas reduzieren. Mir hat es auf jeden Fall mal wieder sehr gut geschmeckt und wenn ich mit diesem Rezept dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung geben konnte hat sich für mich die Mühe dieses Blogposts auch wieder mehr als gelohnt.

    In diesem Sinne: Guten Appetit