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Vakuum-Mariniertes Lammfilet mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln – das Rezept

Montag, April 18th, 2022

Für das Osterfest wollte ich mir natürlich mal wieder etwas besonderes gönnen. Und da Lammgerichte zu dieser Zeit ja fast schon so etwas wie Tradition sind entschied ich mit eine schöne Lammlachs zu marinieren und sie mit Speckbohnen und Rosmarinkartoffeln zu servieren. Dazu hatte ich ein schönes Rezept gefunden bei dem im Vakuumbeutel mariniert wird, was zu Folge haben soll dass die Marinade schneller und tiefer in das Fleisch einziehen soll. Das wollte ich natürlich gleich mal ausprobieren. Leider konnte ich nicht alle dazu verwendeten Kräuter frisch bekommen und musste bei Oregano und Bohnenkraut auf die getrocknete Variante zurückgreife, aber das tat dem leckeren Ergebnis glücklicherweise keinen Abbruch. Diese Vorgehensweise mit dem Vakuumieren hatte ich auch schon beim Sous Vide kochen gesehen, wo so eingepackte Nahrungsmittel im regulierten Wasserbad gegart werden, aber da mit die entsprechende Ausrüstung fehlt entschied ich mich für das Lamm letztlich für das von mir bereits mehrfach erfolgreich verwendete Niederigtemperaturgarverfahren. Für die Gemüsebeilage hätte ich zwar auch gerne frische grüne Bohnen verwendet, aber da im Markt solche leider nicht verfügbar gewesen waren griff ich hier auf Dosenbohnen zurück. Das hatte aber zum Vorteil dass ich mir das langwierige Kochen frischer Bohnen sparen konnte, da jene aus der Dose ja schon vorgekocht sind. Alles in allem war das Ergebnis auf jeden Fall ein sehr leckeres Ostergericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?
Für die Lammlachs / Lammfilet

  • 250-300g Lammlachs (Lammfilet)
  • 3-4 größere Blätter Basilikum
  • 2 Zweige Salbei
  • 4-5 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Zehen Knoblauch
  • je etwas Bohnenkraut & Oregano
  • je eine Prise Salz & Pfeffer
  • 3-4 Esslöffel
  • Für die Rosmarinkartoffeln

  • 400-450g kleine Kartoffeln (Drillinge)
  • etwas Öl
  • Getrocknetes Rosmarin
  • 1-2 Zweige frischen RosmarinEtwas Salz & Pfeffer
  • Für die Speckbohnen

  • 1 kleines Glas grüne Bohnen (400g – 280g Abtropfgewicht)
  • 80g gewürfelten Speck
  • 1 kleinere Zwiebel
  • 1 Esslöffel ÖlSalz, Pfeffer, Knoblauch & Bohnenkraut zum würzen
  • Beginnen wir am besten am Vortag damit, die Marinade für das Lammfilet (Lammlachs) zuzubereiten. Dazu zupfen wir die Blättchen von Salbei, Rosmarin und Thymian von den Zweigen und zerkleinern sie gründlich – am besten mit einem Wiegemesser.
    01 - Pick herbs / Kräuter zupfen 02 - Hackle herbs / Kräuter zerkleinern

    Außerdem schneiden wir die Blätter frisches Basilikum ebenfalls klein und geben sie dann mit den anderen Kräutern und je einer Prise Bohnenkraut sowie Oregano in eine kleine Schüssel.
    04 - Cut basil / Basilikum klein schneiden 05 - Put herbs in bowl / Kräuter in Schüssel geben

    Nun schälen und zerkleinern wir die beiden Knoblauchzehen, geben sie ebenfalls in die Schüssel,
    06 - Hackle garlic / Knoblauch zerkleinern 07 - Add garlic to herbs / Knoblauch zu Kräutern geben

    addieren eine Prise Salz sowie eine kräftigere Prise frisch geriebenen Pfeffer, geben etwa vier Esslöffel Olivenöl hinzu
    08 - Add salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer hinzufügen 09 - Add olive oil / Olivenöl hinzufügen

    und verrühren alles gründlich miteinander.
    10 - Mix well / Gründlich verrühren

    Nachdem wir anschließend die Lammlachs gewaschen und trocken getupft haben
    11 - Wash & tap dry lamb filet / Lammlachs waschen & trocken tupfen

    verteilen wir etwa die Hälfte der Kräuter-Öl-Mischung auf einer abwaschbaren Unterlage, legen das Lammfilet oben auf
    12 - Spread some herb mix / Etwas Kräutermischung verteilen 13 - Put lamb filet on / Lamlachs auflegen

    und bestreichen sie gleichmässig mit der verbliebenen Kräutermischung.
    14 - Put on remaining herbs / Restliche Kräuter auf Lammlachse verteilen

    Dann nehmen wir einen größeren Vakkummierbeutel zur Hand, schlagen den oberen Teil der Öffnung um damit er nicht mit Öl benetzt werden kann – ansonsten würde das anschließende Vakuummieren nicht funktionieren – und legen das mit Kräutern umschlossene Lammfilet hinein, falten ein Papier Küchentuch auf die Breite des Beutels zusammen, schieben es oberhalb des Fleischs ebenfalls in den Beutel
    15 - Put lamb filet in vacuum bag / Lammlachse in Vakuumierbeutel legen 16 - Put kitchen towel in bag / Küchentuch in Beutel legen

    und stecken den Beutel dann ins Vakuumiergerät um die Luft abzusaugen. Das Küchentuch verhindert dabei dass dabei das Öl bis ganz nach oben gesaugt wird, was einen luftdichten Verschluss des Beutels am Ende des Absaugevorgangs verhindern würde. Den luftdicht verschlossenen Beutel mit dem Lammfilet in Kräutermarinade lagern wir danach für einige Stunden oder noch besser über Nacht im Kühlschrank. Alternativ kann das Fleisch auch so eingefroren werden wenn es nicht gleich zum Einsatz kommen soll.
    17 - Evacuate (remove air) / Vakuumieren 18 - Evacuated marinated lamb filet / Vakuumierte marinierte Lammlachse

    Die eigentliche Zubereitung am Folgetag beginnen wir dann am besten damit dass wir die grünen Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen und anschließend die Drillinge halbieren.
    19 - Drain green beans / Bohnen abtropfen lassen 20 - Half baby potatoes / Drillinge halbieren

    Während der Ofen auf 180 Grad vorheizt pinseln wir eine Auflaufform mittlerer Größe mit etwas Öl aus, legen die Drillinge mit der Schnittfläche nach unten hinein,
    21 - Brush casserole with oil / Auflaufform mit Öl auspinseln 22 - Put potatoes in casserole / Kartoffeln in Auflaufform legen

    bestreichen die Oberseiten ebenfalls mit etwas Öl, streuen das getrocknete Rosmarin sowie etwas Salz und Pfeffer ein,
    23 - Brush potatoes with oil / Kartoffeln mit Öl bestreichen 24 - Sprinkle with dried rosemary / Mit getrocknetem Rosmarin bestreuen

    verteilen zwischen den Kartoffeln noch den frischen Rosmarin und schieben die Form dann auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen um die Kartoffeln über 20-25 Minuten zu garen.
    25 - Add fresh rosemary / Frischen Rosmarin hinzufügen 26 - Bake potatoes in oven / Kartoffeln im Ofen backen

    Kurz bevor die Kartoffeln fertig sind schalten wir den Ofen auf 100 Grad herunter und öffnen die Ofentür einen Spalt damit sich die Temperatur besser reduzieren kann. Anschließend erhitzen wir einen Esslöffel Öl in einer Pfanne auf erhöhter Stufe, nehmen den Beutel mit dem Lammfilet, schneiden diesen an der Seite auf,
    27 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen 28 - Cut bag open / Beutel aufschneiden

    nehmen das Lammfilet heraus, entfernen etwas von den Kräutern von beiden Seiten des Stücks
    29 - Remove parts of marinate / Teil der Kräuter entfernen

    und legen das Filet dann in die heiße Pfanne um sie jeweils scharf für je zwei Minuten von beiden Seiten anzubraten.
    30 - Put lab filet in hot pan / Lammlachs in heiße Pfanne legen 31 - Sear lamb filet from both sides / Lammlachs von beiden Seite scharf anbraten

    Das so angebratene Lamm legen wir dann in eine kleine Auflaufform und schieben es in den 100 Grad heißen Ofen, um es im Niedrigtemperaturverfahren gar ziehen zu lassen. Die Kartoffeln können wir dabei ebenfalls im Ofen belassen, damit sie nicht auskühlen.
    32 - Put lamb filet in small casserole / Lammlachs in kleine Auflaufform legen 33 - Simmer at hundert degrees / Bei hundert Grad gar ziehen lassen

    Wenden wir uns nun der Zubereitung der Bohnen zu und würfeln dazu die Zwiebel während wir parallel den Speck mit etwas Öl in einem Topf anbraten.
    34 - Dice onion / Zwiebel zerkleinern 35 - Fry bacon in pot / Speck in Topf anbraten

    Ist der Speck durchgebraten addieren wir auch die gewürfelte Zwiebel, dünsten sie für einige Minuten an bis die Zwiebel weich geworden ist
    36 - Add onion / Zwiebel hinzufügen 37 - Braise onion / Zwiebel andünsten

    und geben dann die abgetropften Bohnen hinzu, die wir gründlich mit Speck und Bohnen vermischen, heiß werden lassen
    38 - Put beans in pot / Bohnen in Topf geben 39 - Stir & let beans get hot / Verrühren & Bohnen heiß werden lassen

    und dabei mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Bohnenkraut abschmecken.
    40 - Taste beans with seasonings / Bohnen mit Gewürzen abschmecken

    Nach etwa 10-12 Minuten auf 100 Grad können wir das Lammfilet wieder aus dem Ofen entnehmen und in Scheiben schneiden. Idealerweise sollte das Fleisch im Inneren dabei noch zartrosa sein.
    41 - Take lamb filet from oven / Lammlachse aus Ofen entnehmen 42 - Cut lamb filet in slices / Lammlachse in Scheiben schneiden

    Nachdem wir dann auch die hoffentlich gar gebackenen Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen geholt haben – hier hilft ein Test durch Anstechen mit einer Gabel –
    43 - Take rosemary potatoes from oven / Rosmarinkartoffeln aus Ofen entnehmen

    können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
    44 - Marinated lamb filet with bacon beans & rosemary potatoes - Served / Marinierte Lammlachs mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln - Serviert

    Schon alleine das wunderbar zarte und saftige Lammfilet mit seiner würzigen Kräutermarinade war ein wahrer Genuss. Ich hatte zwar keinen direkten Vergleich zu „normal“ mariniertem Lamm, aber ich fand schon dass die Marinade durch das einpacken im Vakuumbeutel tiefer eingezogen war und das von ihr abgegebene Aroma merklich intensiver war. Ich hatte zwar bei der Zubereitung noch überlegt ob ich nicht noch eine Sauce dazu servieren sollte, aber das war bei so saftigem Fleisch nicht notwendig gewesen. Dazu passten wunderbar die ofengebackenen Kartoffeln mit ihrem feinen Rosmarin-Aroma. Und bei einem guten Lammgericht dürfen natürlich grüne Bohnen ebenfalls nicht fehlen und meine einfache Variante aus vorgekochten Dosenbohnen mit reichlich gebratenen Speck und Zwiebel erfüllte diese Anforderung anstandslos. 😉 Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall zufrieden und kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

    45 - Marinated lamb filet with bacon beans & rosemary potatoes - Side view / Marinierte Lammlachs mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln - Seitenansicht

    46 - Marinated lamb filet with bacon beans & rosemary potatoes - CloseUp / Marinierte Lammlachs mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln - Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Lammfilet mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln

    Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei – Gasthof Butz [09.07.2020]

    Donnerstag, Juli 9th, 2020

    Spontan entschieden einige Kollegen und ich, dass wir heute Abend den Arbeitstag im Biergarten des Gasthofs Butz in Dornach ausklingen lassen. Ich hatte über diese Location bereits in diesem und diesem Beitrag berichtet. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich heute Mittag beim Bäcker etwas mehr Zurückhaltung geübt. Und es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Krise, dass ich mit Kollegen in einen Biergarten gehen konnte, also eine Premiere für 2020. 😉 Die Speisekarte im Butz ist recht übersichtlich und auch preismässig etwas anspruchsvoller. Es gibt Vorspeisen, einige Böhmische Spezialitäten, Schnitzel und Schweinebraten sowie einige Kindergericht und Süßspeisen. Zuerst überlegte ich mir ein Schweineschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln zu gönnen, auch wenn das nach den beiden Brötchen am Mittag ziemlich massig erschien und das Gericht mit 13 Euro ein recht kostspieliges Abendessen gewesen wäre. Doch dann entdeckte ich im Abschnitt für vegetarische Gerichte etwas sehr leckeres, das mich sofort begeisterte: Reiberatschi mit Buttergemüse und Spiegelei für 8,80 Euro. Das klang lecker und lag auch preismässig näher daran, was ich ausgeben wollte. Obwohl ich natürlich nak wieder auf hohem Niveau jammere, wegen der 5 Euro sollte ich mir wirklich nicht in die Hose machen. 😉
    Nach erfreulich kurzer Wartezeit wurden dann auch schon unsere bestellten Gerichte serviert.

    Potato pancake with vegetables & fried egg / Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei

    Das Spiegelei entsprach zwar nicht ganz dem was ich erwartet hatte, denn ich hätte mir eher ein am besten noch teilweise flüssiges Eigelb gewünscht, mit dem ich die Reiberdatschi zusätzlich hätte garnieren können, aber der Rest des Gerichts wog das alles ohne Probleme auf. Die Bestandteile des heißen Buttergemüses aus Möhren, Zucchini, geschälten Gurken, grünen Bohnen, Blumenkohl und Broccoli waren auf sehr gekonnte Weise genau auf den Punkt gegart, bei dem das Gemüse noch Biss besaß, trotzdem aber gar gekocht erschien. Das habe ich bei Gemüse wirklich selten erlebt, dass verschiedene Sorten so passend zubereitet waren. Die Butter manifestierte sich dabei durch eine leichte Butternote, nicht durch geschmolzenes Fett in dem das Gemüse schwamm, so wie man es bei TK-Buttergemüse häufig erlebt. Sehr lecker. Und auch die Reiberdatschi erwiesen sich als überaus gut gelungen. Ich selber hätte sie wahrscheinlich noch etwas knuspriger gebraten, aber war den Geschmack anging gab es absolut nichts auszusetzen. Als kleines Gimmick hatte man das Gericht außerdem noch reichlich frisch gehobelten und überaus leckeren Parmesan sowie etwas Ruccola garniert. Auch ohne Fleisch ein überaus leckeres Abendessen und seinen Preis meiner Meinung nach durchaus wert. Wäre noch ein Flüssiges Eigelb dabei gewesen, wäre es so gut wie perfekt gewesen.
    Aber nicht nur das Essen war vorzüglich, auch an die erhöhten Hygieneregeln hielt man sich sehr geflissentlich. Die Tische im eh recht kleinen Biergarten hatten ausreichend Abstand, am Eingang zum Gastraum stand ein Spender für Handdesinfektionsmittel, ebenso am Ein-/Ausgang zu den Toiletten, die Bedienung trug brav ihren Mundschutz und wir mussten natürlich eine Kontaktadresse hinterlassen für den Fall dass es zu Corona-Infektionen kommen sollte – was natürlich niemand hofft. Trotzdem war der Biergarten, wohl auch dank des wunderbaren Wetters, gut besucht zeitweise waren fast alle Tische besetzt. Eine gemütlicher kleiner Biergarten, den man auch zu Corona-Zeiten problemlos besuchen kann. Wir zumindest waren alle sehr zufrieden gewesen.

    Hähnchen Burger mit Pommes Frites [11.03.2020]

    Mittwoch, März 11th, 2020

    Ich hätte zwar noch Reste meiner Dan Dan Nudeln gehabt, aber die Menge war nur noch gering gewesen und ich habe sie einfach gestern zum Abend verzehrt, so dass heute der Weg für meinen ersten Besuch im Betriebsrestaurant diese Woche frei war. Dort sah ich dann auch das erste Mal, dass man aufgrund der derzeitigen Corona-Epedemie einige Maßnahmen getroffen hatte, um die Infektionsgefahr zu reduzieren: Zum ersten gab es keine Selbstbedienungstheken mehr, man bekam Salat, Gemüse oder auch Dessert von einem Mitarbeiter gereicht bzw. zusammengestellt. Außerdem hatte man die Besteckkästen an den Kassen abgeschafft und reichte das Besteck nun direkt an der Essensausgabe und die Saucencontainer für Ketchup oder Mayonaise wurden auch nun direkt an den Theken bedient. Last but not least stand an jedem Eingang ein Desinfektionsgel-Spender für die Gäste. Aber kommen wir nun zum heutigen Angebot. Die Tageskarte bot, aus meiner Sicht, gleich zwei Gerichte die mein Interesse weckten. Zum einen war dies der Hähnchen Burger mit Eisbergsalat, Zwiebeln und Hamburgersauce + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der mit Pommes Frites serviert wurde, zum anderen der Viktoriabarsch in Parmesan- Eihülle, dazu Tomatensugo und Pasta bei Vital. Da kamen das Hausgemachtes vegetarisches Moussaka bei Veggie leider nicht ganz heran und auch die auf Asia-Gerichte konnten mich nicht wirklich überzeugen, zumal sie zwar noch angeboten aber nicht mehr auf der Speisekarte namentlich aufgeführt werden. Im Asia-Veggie-Bereich gab es wohl etwas mit Mie-Nudeln, außerdem irgend etwas mit viel Gemüse und irgend welchem dunklen Fleisch, vermutlich Rind. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich nach zwei Tagen Abstinenz heute mal auf dem vollen zu schöpfen und wählte den teureren Hähnchen-Burger, den ich noch mit einem Schälchen Mischgemüse sowie einem Joghurt ergänzte. Damit waren dann auch alle drei Komponenten ausgereizt. War aber schon komisch als ich mir das Gemüse nicht selbst portionieren konnte, sondern es die Thekenkraft für mich erledigte. Und sogar den Joghurt konnte ich mir nicht selbst nehmen, sondern bekam ihn samt einem Löffel gereicht. Was für ein Mehraufwand – aber wenn es der Eindämmung dient, soll es eben so sein.

    Chicken burger with french fries / Hähnchen Burger mit Pommes Frites

    Die Fritten erwiesen sich, bezogen auf diese Location, als qualitativ leicht überdurchschnittlich, denn sie waren knusprig, ausreichend gewürzt und sogar noch einigermaßen frisch – obwohl ich die Reste bekommen hatte, kurz bevor eine neue Lieferung aus der Küche gekommen war. Und auch der Burger erwies sich als einfach, aber doch wirklich gut gelungen. Das lag wohl auch daran, dass das gebratene Hähnchenfilet in seiner Mitte wunderbar zart und saftig geblieben war. Und es war eirklich ein Filet-Stück, keine Patty aus Hackfleisch, was das ganze meiner Meinung nach zusätzlich aufwertete. In Kombination mit der Mischung aus Eisbergsalat-Streifen, rohen Zwiebeln und Hamburgersauce auf der unteren Brötchenhälfte, die dem Ganzen noch etwas mehr „Schmatz“ gaben, gar nicht mal übel, vor allem wenn man es zusätzlich noch in den reichlich vorhandenen Ketchup tunkte.

    Chicken burger - Lateral cut / Hähnchenburger - Querschnitt

    Die Mischung aus Erbsen, Pariser Möhren, grünen Bohnen und einigen Spargelspitzen passte erstaunlich gut dazu, zumal es auch noch angenehm frisch erschien und mit einer leichten und leckeren Knoblauchnote aufwartete. Als Dessert gab es schließlich einen Becher Joghurt mit Mango-Litschi-Geschmack der Firma Bauer – hier hatte man von den sonst offenen Bechern auf hygienisch verschlossene Industrieware gewechselt, wahrscheinlich um auch hier die Infektionsgefahrt möglichst gering zu halten. Und der Joghurt war auch so durchaus lecker – auch wenn ich ohne die Beschriftung nicht hätte sagen können ob es sich um Mango-Litschi oder Pfirsich-Maracuja gehandelt hätte – fruchtig war es aber alle mal und außerdem auch nicht zu süß. Ich war zufrieden mit meiner Wahl, die 6,39 Euro waren gut investiert.
    Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Hähnchen Burger heute extrem großer Beliebtheit, so dass ihm unangefochten der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich den Viktoriabarsch, der sich auch relativ großer Beliebtheit erfreute. Somit konnte ich zwischen Asia-Gerichten und Moussaka keine klare Platzierung erkennen, weswegen Beide sich den dritten Platz teilen.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchen Burger: ++
    Pommes Frites: ++
    Mischgemüse: ++
    Joghurt: ++

    Schweinerückensteak in Pfefferrahmsauce mit grünen Bohnen & Rösti [06.12.2019]

    Freitag, Dezember 6th, 2019

    Ich sitze ab heute für einige Zeit wieder im anderen Gebäude, das heißt ich muss quer über das Gelände laufen wenn ich mir etwas zum Frühstück im Bistro holen wollte, daher fällt das Frühstücken wohl für die nächste Zeit aus. Dafür sitze ich wieder bei meiner alten Senseo-Maschine, was mir einiges an Geld sparen dürfte, da ich den Kaffee nun einfach selbst mit Pads machen kann. Im Bistro kostet so eine große Tasse auch 64 oder 66 Cent, bei zwei bis drei Kaffee am Tag geht das auch ins Geld.
    Zum Mittagessen begaben wir uns aber natürlich wie üblich ins Betriebsrestaurant. Mein erster Blick dort galt den Rabas Impanadas mit Remoulade + drei Komponenten nach Wahl bei Daily die mit Potato Wedges serviert wurden. Ich liebe ja Tintenfisch, aber bei den Raba Empanadas habe ich bisher eher durchwachsene Erfahrung gemacht, daher war ich unsicher ob ich dort zugreifen sollte. Doch zum Glück bot man mit einem Gebratenen Schweinerückensteak in leichter Pfefferrahmsauce, grünen Böhnchen und Rösti der Abschnitt Vital eine interessante und verlockende Alternative an. Am Scheiterhaufen mit Vanillesauce bei Veggie hatte ich keine Interesse, ebenso wenig am San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce von der Asia-Wok-Theke. Der Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse in Masamansauce wäre vielleicht zur Not aber auch noch gegangen, aber ich hatte meine Wahl bereits getroffen und wählte das Schweinerückensteak.

    Pork steak in pepper cream sauce with green beans & hash browns / Schweinerückensteak in Pfefferrahmsauce mit grünen Bohnen & Röstis

    Und ich durfte nach den ersten Bissen schnell feststellen, dass ich eine gute Wahl getroffen hatte. Das Fleisch des Schweinerückensteaks war stellenweise zwar ein klein wenig trocken, aber damit muss man bei diesem mageren Fleisch und dieser Zubereitungsart rechnen und es war nicht so schlimm als dass man es nicht mit der würzigen Pfefferrahmsauce kompensieren konnte. Sie hätte zwar gerne noch etwas dickflüssiger sein können, aber darüber sehe ich mal hinweg. Dazu passten gut die angenehm frisch wirkenden und knackigen grünen Bohnen und die frischen und knusprigen Röstis als Sättigungsbeilage rundeten des Gericht schließlich sehr gelungen ab. Ich war sehr zufrieden. Obwohl ich von Kollegen hörte, dass die Rabas Empanadas heute wohl auch sehr gut gelungen waren, aber so hatte ich eben mal 2 Euro beim Mittagessen gespart und das ist ja nicht zu verachten. 😉
    Bei den anderen Gästen lieferten sich, ganz wie erwartet, die Tintenfisch-Sticks (Rabas) und das Schweinerückensteak ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala. Es war wirklich superknapp, aber ich würde letztlich dem Steak diesen Platz zubilligen wollen und die Empanadas somit auf einen sehr guten zweiten Platz verweisen. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgte der Scheiterhaufen mit Vanillesauce.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinerückensteak: ++
    Pfefferrahmsauce: ++
    Grüne Bohnen: ++
    Röstis: ++

    Züricher Geschetzeltes mit Kroketten [10.09.2019]

    Dienstag, September 10th, 2019

    Beim ersten Blick auf die Tageskarte unseres sah ich erst einmal nichts, was mich unmittelbar bsonders gereizt hätte. Vielleicht hätte ich zum Piccata vom Seelachs mit Tomatensugo und Butternudeln aus dem Abschnitt Vital gegriffen, denn die Gemüsepaella bei Veggie und die Hähnchenkeule in Rotweinsauce + 3 Komponenten bei Daily, die mit Reis/Kroketten und grünen Bohnen serviert wurde, interessierten mich nicht sonderlich und auch mit Gebratenen Tofu mit Gemüse in Kokosmilchsoße oder Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Austernsauce wie sie an der Asia-Wok-Theke angeboten wurden konnte man mich nicht locken. Doch zum Glück gab es noch eine sechste Alternative in Form eines „Tagestipps“ bei dem man Züricher Geschetzeltes vom Schwein mit Kroketten für 4,34 Euro anbot. Das klang nicht übel, daher griff ich letztlich hier zu. Und an der Theke gab man mir sogar noch eine kleine Portion der grünen Bohnen, die eigentlich für die Hähnchenkeule vorgesehen gewesen waren, kostenlos dazu.

    Pork chop Zurich style with corquettes / Züricher Geschnetzeltes mit Kroketten

    Ganz wie erwartet erwies sich das Geschnetzelte selbst nur als mittelmäßig. Das Fleisch war sehr kleinteilig geschnitten und erwies sich teilweise etwas trocken, die Sauce hätte für meinen Geschmack kräftiger gewürzt sein können und die Pilze, die natürlich aus der Dose stammten, schien man nur in homöopathischen Mengen eingesetzt zu haben. War nicht schlecht, aber eindeutig Verbesserungswürdig. An den Kroketten gab es, außer dass sie zu heiß waren und man sich leicht an ihrer Füllung den Rachen verbrennen konnte, nichts auszusetzen, den sie waren außen angenehm knusprig und innen wunderbar weich so wie es sein sollte. Und auch die grünen Bohnen, die man mit etwas und Zwiebeln und Bohnenkraut angemacht hatte, gaben keinen Grund zur Kritik. Insgesamt also in Ordnung, aber leider nicht perfekt – wie so oft.
    Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala war es daher heute auch sehr durchwachsen. Ich war der Meinung das Picatta vom Seelachs ganz knapp vor der ebenfalls gern gewählten Hähnchenkeule zu sehen, womit das Fischgericht wohl diese Ehre verdient. Nach der somit zweitplatzierten Hähnchenkeule folgte das Geschnetzelte auf dem dritten Platz, die Asia-Gerichte auf Platz vier und die Gemüsepaella schließlich auf einem guten fünten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Züricher Geschnetzeltes: +
    Kroketten: ++
    Grüne Bohnen: ++

    Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln [17.05.2019]

    Freitag, Mai 17th, 2019

    Leider war der heutige Freitag erst das zweite und auch gleichzeitig das letzte Mal diese Woche, dass ich unserem Betriebsrestaurant eine Besuch abstatten konnte. Aber wirklich traurig war ich dann doch nicht darüber, denn auf der Speisekarte des Tages fanden sich mal wieder viele alte Bekannte unter den Gerichten und nichts neues: Bei Vital bot man einen Putenrollbraten mit Bratensoße und Penne Rigate, Veggie hatte einen Milchreis mit Waldbeeren (Vegetarisch) im Angebot und bei Daily stand eine Gebackene Scholle mit zwei Beilagen dazu Tagessuppe oder Dessert auf dem Speiseplan. Des weiteren gab es an der Asia-Wok-Theke Feng shi Tzau – Mii-Nudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilch oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse süß – sauer. Keine wirklichen Highlights. Wären keine Penne dabei gewesen, hätte ich mich vielleicht für den Putenrollbraten entschieden, so aber landete die Scholle auf meinem Tablett, die mit Remoulade und Röstkartoffeln serviert wurde, so wie schon immer. Außerdem standen natürlich Zitronenecken bereit, wie meistens bei Fischgerichten. Und an der heute recht dünn ausgestatten Gemüsetheke entdeckte ich außerdem noch eine Gemüsemischung aus Möhren, Erbsen und grünnen Bohnen, die nicht allzu verkocht und abgestanden zu sein schien, daher landete auch davon eine kleine Portion auf meinem Tablett. Alles zusammen schlug mit 4,41 Euro zu buche, das Gemüse wurde dabei nicht, wie früher, extra berechnet.

    Baked plaice with remoulade & roast potatoes / Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln

    Ich hatte ja bereits am Mittwoch Röstkartoffeln zu meinem Fleischpflanzerl gehabt, aber dieses mal waren sie deutlich besser gelungen als vor zwei Tagen, denn sie waren angenehm fest und nicht so matschig wie damals. Die in Panade gebackene Scholle erwies sich ebenfalls als in Ordnung, auch wenn sie an den schmalen Enden ein klein wenig fest gebacken war, aber zum Glück nur minimal. Man hätte gerne etwas mehr von der überaus schmackhaften Remoulade auf den Teller tun können, die sich sowohl für den Fisch als auch für die Kartoffeln wunderbar eignete und außerdem dafür sorgte, dass das Gericht einsgesamt nicht zu trocken wirkte. Dazu passte auch ganz gut das nur minimal abgestandene und noch leidlich warme Gemüse aus Erbsen, grünen Bohnen und Möhrenscheiben. Das Gericht war also soweit in Ordnung, auch wenn es bestimmt nicht in die Annalen unseres Betriebsrestaurants eingehen wird. 😉
    Um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages leisteten sich heute die Scholle und der Putenrollbraten ein kleines Rennen, aber letztlich konnte die Scholle sich dann doch mit einem kleinenn, aber deutlichen Vorsprung durchsetzen. Somit landete der Putenrollbraten auf einem guten zweiten Platz. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Gerichte und auf einem guten Platz vier folgte schließlich der vegetarische Milchreis mit Waldbeeren.

    Mein Abschlußurteil:
    Scholle: ++
    Remoulade: ++
    Röstkartoffeln: ++
    Mischgemüse: +

    Lammkeule mit Rosmarinsauce & Speckbohnen [20.03.2019]

    Mittwoch, März 20th, 2019

    Während mich die Asia-Wok-Angebote wie Gebratenes Gemüse mit Pok Choi und Hoi Sinsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austersauce von der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants auch heute mal wieder weniger reizten, war das Angebot der westlichen Küche heute durchgehend sehr Interessant. Der Seelachs auf karibische Art mit kreolischem Reis bei Vitality als etwas leichteres Fischgericht seinen Reiz besaß, war bei Tradition der Region ein Klassiker des Restaurants in Form von Cevapcici mit Ajvar und Djuvecreis, dazu frischen Zwiebeln im Angebot, auch wenn das Gericht wohl eher zu Globetrotter gehört hätte. Getoppt wurde aber alles vom Angebot im Abschnitt Globetrotter, denn dort stand eine Geschmorte Lammkeule mit Rosmarinsauce, Speckbohnen und Macaire-Kartoffeln auf dem Speiseplan. Und da ich Lamm in fast jeder Form sehr schätze und der Preis für dieses Gericht mit 4,89 Euro auch nicht sonderlich teuer war, fiel meine Wahl schließlich auf die Lammkeule.

    Braised leg of lamb with rosemary sauce, bacon beans & macaire potatoes / Geschmorte Lammkeule mit Rosmarinsoße, Speckbohnen & Macaire-Kartoffeln

    Die eineinhalb Scheiben der Lammkeule waren zwar recht dünn geraten, dafür war das Fleisch aber wunderbar mürbe geschmort, dabei aber auch schön zart und nicht übermäßig durchwachsen. Dazu passte sehr gut die leicht dickflüssige, kräftige Sauce mit ihrem klaren, aber nicht zu dominanten Rosmarinaroma. Lamm und Rosmarin gehören einfach zusammen, ebenso wie zu einem guten Lammgericht auch einfach Bohnen gehören. Zwar war die Portion hier etwas mickrig geraten und schon nicht mehr ganz heiß, aber darüber konnte man hinweg sehen. Bei den Macaire-Kartoffeln war man aber wiederum sehr großzügig vorgegangen und hatte von dieser Spezialität der französischen Küche gleich vier recht große Stücke mit serviert. Zwar handelte es sich dabei um TK-Ware, die mehr an zu Talern geformte Kroketten als an richtige Macaire-Kartoffeln wie z.B. in diesem Rezept erinnerten, aber gut geschmeckt haben sie dennoch sehr gut und passten wunderbar zum Lamm samt Bohnen und Sauce. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl und bereute die Entscheidung nicht.
    Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich das Lammgericht aber leider nicht an die Spitze setzen, hier herrschte eher eine Vorliebe für den Klassiker in Form der Cevapcici mit Djuvecreis. Und auch für den zweiten Platz reichte es nicht ganz, denn diesen eroberten sich mit knappen Vorsprung die Asia-Gerichte für sich erobern. Erst auf Platz drei sah ich die Lammkeule, womit sie sich nur mit kleinem Vorsprung gegen den Seelachs durchsetzen konnte, der somit auf dem vierten Platz landete.

    Mein Abschlußurteile:
    Lammkeule: ++
    Rosmarinsauce: ++
    Speckbohnen: ++
    Macairekartoffeln: ++

    Filetspitzen vom Rind, Känguru & Strauss in Sherrysauce [06.12.2018]

    Donnerstag, Dezember 6th, 2018

    Obwohl die Spaghetti Bolognese mit Grana Padano wie sie heute im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants angeboten wurden immer eine gute Alternative bieten, hatte ich mich bereits früh auf die Filetspitzen vom Rind, Känguru und Strauss in Sherrysauce, dazu Speckbohnen und Kartoffelstampf bei Globetrotter festegelegt. So etwas gibt es wirklich nicht alles Tage und der Preis war nicht merklich höher als bei regulären Gerichten. Daher erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, dass außerdem bei Vitality Kürbis-Currygulasch mit Süßkartoffelwürfeln und Schmand sowie an der Asia-Wok-Theke Gebackene Ananas und Banane mit Honig und Gebratenes Hähnchenfleisch mit Gemüse in Massamansauce angeboten wurden.

    Filet tips from beef, kangaroo & ostrich in sherry sauce / Filetspitzen vom Rind, Känguru & Strauss in Sherrysauce

    Zwar waren die Fleischstücke für meinen Geschmack etwas zu grob geschnitten und bei der Menge der Sauce hatte man auch etwas übertrieben, damit bin ich aber auch schon durch mit den negativen Kommentaren zu diesem Gericht. Die Zusammenstellung aus den drei Fleischsorten von Rind, Känguru und Strauß erschien ausgewogen und die einzelnen Fleischstücke waren trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft durchgehend saftig und zart. Kombiniert in der angenehm würzigen und nicht zu dünnflüssigen Sherrysauce ein wirklicher Genuss den man nicht jeden Tag bekommt. Und auch der Kartoffelstampf war, wie die Bezeichnung schon vermuten ließ, nicht wieder nur das aus Pulver angerührte Kartoffelpüree wie es sonst serviert wird, sondern eine Sättigungsbeilage mit etwas mehr Biss und kleinen Kartoffelstückchen darin, das nicht nur was die Konsistenz sondern auch von seinem Geschmack her überzeugen konnte. Dazu passte gut der Bund in Speck eingewicklete grüne Bohnen, der zwar nur eine kleine, dafür aber sehr schmackhafte Gemüsebeilage bildete. Zwei davon wären natürlich noch besser gewesen, aber man kann nicht alles haben. Ich war aber diese Woche wieder komplett zufrieden mit dem von mir gewählten Mittagsgericht.
    Trotz des exotischen Angebots heute griffen die meisten der anderen Gäste dann doch bei den Spaghetti Bolognese zu, die sich mit klarem Vorsprung vor allen anderen Angeboten somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnten. Aber zumindest für einen guten zweiten Platz reichte es bei den Filetspitzen dann doch. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich den Kürbis-Currygulasch.

    Mein Abschlußurteil:
    Filetspitzen: ++
    Sherrysauce: ++
    Speckbohnen: ++
    Kartoffelstampf: ++