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Kritharaki-Hack-Auflauf – Resteverbrauch [09. – 12.08.2020]

Wednesday, August 12th, 2020

Die Menge meines selbst gekochten Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta vom Wochenende war doch etwas größer gewesen als ich vermutet hatte. Daher reichte mir das Gericht noch am Sonntag,

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers I / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch I

am Montag (in Homeoffice),

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers II / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch II

am Dienstag (im Büro)

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers III / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch III

und sogar noch am Mittwoch (ebenfalls im Büro).

Greek kritharaki casserole with feta - Leftovers IV / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Resteverbrauch IV

Geschmacklich gab es bis zuletzt keine Einbußen, der Geschmack hatte sich sogar noch ganz leicht intensiviert – so wie ich es bei Nudelgerichten schon häufiger festgestellt hatte. Vielleicht ein bisschen eintönig auf Dauer, aber ich kann die Reste ja nicht verkommen lassen. 😉 Zum Glück war das Gericht durchgehend wirklich lecker. Ich kann mich an die damalige Zeit erinnern, als wir Kinder bereits Älter waren und meine Mutter wieder arbeitete, da wurde auch nicht jeden Tag frisch gekocht, sondern am Vorabend vorgekocht und jeder machte sich etwas heiß sobald er nach Hause kam. Da gab es auch das selbe Gericht über mehrere Tage, ich bin es also auch gewöhnt und wurde diesbezüglich bereits in Kindheit und Jugend etwas konditioniert. Außerdem ist es so günstiger als ständig zum Bäcker, ins Betriebsrestaurant oder ins Kebaphaus zu gehen. Oder sich Pizza zu bestellen. Wie dem auch sei: Mir hat es geschmeckt, ich bin satt geworden und habe einiges an Euros gespart. Was will man mehr… ?

Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta – das Rezept

Saturday, August 8th, 2020

Bei der Durchsicht meiner Vorräte musste ich erkennen dass ich noch mehrere angebrochene Päckchen Krithariki – also griechische Nudeln in Reisform – übrig hatte. Auch wenn sie nicht schlecht werden, schien es mir daher doch einfach mal wieder an der Zeit ein Gericht damit zuzubereiten. Und ein passendes Rezept dafür war schnell gefunden. Normalerweise wird dieser Kritharaki-Hack-Auflauf ohne viel Gemüse zubereitet, ich entschied mich aber dazu, es zusätzlich mit Möhren und Erbsen etwas aufzupeppen. Wie sich herausstellte passte dies wunderbar, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das so entstandene erweiterte Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 500g gemischtes Hackfleisch
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Möhren (ca. 180-200g)
  • 200g Erbsen (TK)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 300g Kritharaki
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 1-1,5 EL Öl
  • 2 Teelöffel Paprika
  • 2 Esslöffel Creme fraiche
  • 100ml Milch
  • 500ml Gemüsebrühe
  • Geröstetes Paprika, Salz, Pfeffer, Thymian
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 200g Schafskäse (Feta)
  • Ein paar Zutaten müssen vor dem eigentlichen Kochprozess noch etwas vorbereitet werden, doch zum Glück ist es bei diesem Gericht nicht so viel. Wir müssen nur die Möhren schälen,
    01 - Peel carrots / Möhren schälen

    diese in kleine Würfel zu schneiden
    02 - Dice carrots / Möhren würfeln

    und die Zwiebel schälen um sie ebenfalls zu würfeln.
    03 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    Außerdem schälen wir Knoblauchzehen und und zerteilen sie so, dass sie später in die Knoblauchpresse passen.
    23 - Knoblauch schälen / Peel garlic

    Anschließend erhitzen wir etwas Öl in einer hohen Pfanne,
    04 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    bröseln das Hackfleisch hinein,
    05 - Crumble mincemeat in pan / Hackfleisch in Pfanne bröseln

    würzen es gleich mit etwas Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprikapulver
    06 - Season mincemeat with salt, pepper & paprika / Hackfleisch mit Salz, Pfeffer & Paprika würzen

    und braten es dann auf leicht erhöhter Stufe krümelig an.
    07 - Fry mincemeat crumbly / Hackfleisch krümelig anbraten

    Ist das Hackfleisch durchgebraten reduzieren wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe und geben die gewürfelte Zwiebel hinzu
    08 - Add diced onion / Zwiebelwürfel dazu geben

    und dünsten sie so lange mit an, bis sie glasig werden.
    09 - Braise diced onion / Zwiebelwürfel mit andünsten

    Nun geben wir das Tomatenmark mit in die Pfanne,
    10 - Add tomato puree / Tomatenmark addieren

    pressen die Knoblauchzehen dazu
    11 - Squeeze garlic / Knoblauch pressen

    und dünsten alles kurz mit an.
    12 - Braise tomato puree & garlic / Tomatenmark & Knoblauch andünsten

    Schließlich geben wir die Dose gehackte Tomaten hinzu,
    13 - Add tomatoes / Tomaten dazu geben

    würzen alles mit Cayennepfeffer, Thymian und einer Messerspitze Zimt,
    14 - Season with cayenne, thyme & cinnamon / Mit Cayenne, Thymian & Zimt würzen

    geben auch die Möhrenwürfel mit in die Pfanne
    15 - Add diced carrot / Möhrenwürfel hinzufügen

    und dünsten alles zusammen für einige Minuten bei gelegentlichem rühren mit an.
    16 - Braise / Andünsten

    Dann addieren wir auch die beiden Esslöffel Creme fraiche,
    17 - Add creme fraiche / Creme fraiche addieren

    gießen alles mit 100ml Milch auf
    18 - Add milk / Milch eingießen

    und verrühren wiederum alles gut miteinander
    19 - Mix well / Verrühren

    bevor wir schließlich die ungekochten Kritharki in die Pfanne geben,
    20 - Put unccoked kritharaki in pan / Ungekochte Kritharaki in Pfanne geben

    mit der Gemüsebrühe aufgießen,
    21 - Add vegetable broth / Mit Gemüsebrühe aufgießen

    die Erbsen hinzufügen – Hülsenfrüchte sind da ja glücklicherweise recht unempfindlich –
    22 - Add peas / Erbsen hinzufügen

    vermischen alles erneut gut miteinander, bringen es kurz zum aufkochen
    23 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    und lassen es dann für 6-7 Minuten geschlossen auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln bis die Krithariki gar sind.
    24 - Let simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    Zwischendurch sollten wir das Ganze natürlich auch mal umrühren, damit nichts anbrennen kann
    25 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren

    und schmecken schließlich alles noch einmal mit den Gewürzen ab – zum Beispiel auch mit etwas geräuchertem Paprikapulver.
    26 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Nachdem wir dann begonnen haben, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen, geben wir ca. 1/3el des Feta mit in die Pfanne
    27 - Add feta / Feta dazu geben

    und lassen es unter rühren ein wenig anschmelzen.
    28 - Fold in & let melt feta / Feta verrühren & schmelzen lassen

    Den Pfanneninhalt geben wir dann in eine größere Auflaufform,
    29 - Put in casserole / In Auflaufform geben

    verteilen ihn gleichmässig, streichen ihn glatt
    30 - Flatten / Glatt-streichen

    und bestreuen es mit dem restlichen gewürfelten Feta
    31 - Dredge with remaining feta / Mit restlichem Feta bestreuen

    um es dann für 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen zu backen.
    32 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Sobald der Inhalt der Auflaufform schön blubbert und der Fetakäse leicht gebräunt ist, entnehmen wir alles wieder, lassen es kurz ruhen
    33 - Greek kritharaki casserole with feta - Finished baking / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Fertig gebacken

    und servieren es dann, vielleicht mit etwas Petersilie garniert, um es zu genießen.
    34 - Greek kritharaki casserole with feta - Served / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Serviert

    Die Kritharaki hatten beim Garen viel von der Flüssigkeit, aber auch von den Gewürzen und dem fruchtigen Tomatenaroma in sich aufgenommen und gaben dem Gericht ein unvergleichliches Aroma mit ganz leichter und überaus passender Zimtnote. Aber auch das Hackfleisch und die übrigen Gemüsesorten harmonierten hier wunderbar miteinander und wurden durch den Feta meiner Meinung nach sehr gelungen abgerundet. Eindeutig ein griechisch angehauchtes Gericht, das sich außerdem mit angenehm wenig Aufwand und in nur einer Pfanne zubereiten lässt. Theoretisch könnte man es mit Sicherheit auch ohne es vorher zu überbacken wunderbar verzehren, aber der leicht im Ofen angeröstete Feta gibt dem Gericht eine zusätzliche Note, auf die man nur ungern verzichten möchte. 😉 Mir hat es auf jeden Fall wunderbar geschmeckt und ich habe es bestimmt nicht das letzte Mal zubereitet – auch wenn ich mir durchaus noch Variationen vorstellen könnte, z.B. durch Verwendung von Paprika und/oder Zucchini. Und das servieren mit Krautsalat und etwas hausgemachten Tzatziki wäre durchaus noch eine Option. Mal schauen was mir da noch so alles einfällt – sollte ich mich an eine solche Variation heranwagen werde ich natürlich hier darüber berichten. 😋

    35 - Greek kritharaki casserole with feta - Side view / Griechischer Kritharaki-Hack-Auflauf mit Feta - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Arni Psito – Lammkeule mit Rosmarinsauce, Bohnen & Kartoffeln [09.02.2017]

    Thursday, February 9th, 2017

    Wie Donnertags üblich fand sich auch heute wieder ein Kantinenklassiker, dieses Mal in Form eines Schweineschnitzels “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites im Bereich Tradition, auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, aber es war ja griechische Woche und mit Arni Psito – Geschmorte Lammkeule mit grünen Bohnen, Kartoffeln und Rosmarinsauce hatte man ein Gericht auf die Karte gesetzt, zu dem ich einfach nicht Nein sagen konnte. Ich liebe nun Mal Lamm in jeglicher Form. Dagegen kam weder das Schnitzel noch die Tortellini al pesto basilico bei Vitality oder die Asia-Thai-Angebote wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriander oder Gung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse gegen an.

    Arni Psito - Stewed leg of lamb with rosemary sauce, green beans & potatoes / Geschmorte Lammkeule mit Rösmarinsauce, grünen Bohnen & Kartoffeln

    Der Begriff Arni Psito klingt zwar exotisch, aber übersetzt man ihn mal, ist im Grunde genommen einfach nur der griechische Begriff für Lammbraten. Und genau das war es, was sich auf dem Teller fand: Zwei Scheiben zartes und glücklicherweise nur leicht durchwachsenes Lammfleisch in einer sehr würzigen, dickflüssigen Rosmarinsauce. Dazu hatte man grüne Stangenbohnen, kombiniert mit Gewürzen und angedünseten Zwiebeln sowie kleine, angebratene Salzkartoffeln, die wiederum mit etwas Rosmarin verfeinert waren, serviert. Eigentlich eine klassische, nicht unbedingt ländergebundene Kombination, denn Lamm mit Rosmarin und dazu grüne Bohnen findet man wohl nicht ausschließlich in Griechenland. Aber die Kombination war hier in unserem Betriebsrestaurant wirklich vorzüglich gelungen und löst somit das Moussaka von gestern als bisher bestes Gericht der griechischen Woche ab. Lange nicht mehr einen so leckeren Lammbraten gegessen – ich war überaus zufrieden. Und dabei war das Gericht mit gerade mal 3,20 Euro nicht sonderlich teuer.
    Dennoch muss man bedenken, dass Lammfleisch nicht jedermann Sache ist. Das spielte wohl auch mit eine Rolle, dass das Schweineschnitzel den Lammbraten heute beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala übertraf und dem Arni Psito somit nur ein guter zweiter Platz gegönnt war – obwohl es eindeutig das hochwertigere Gericht war. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Thai-Gerichte und Platz vier belegten schließlich die vegetarischen Tortellini al pesto basilico.

    Mein Abschlußurteil:
    Lammbraten: ++
    Rosmarinsauce: ++
    Grüne Bohnen: ++
    Rosmarinkartoffeln: ++

    Mousaka mit Tomatensauce & Feta [08.02.2017]

    Wednesday, February 8th, 2017

    Heute war ich sehr stark am überlegen, ob ich erneut beim Angebot der derzeit griechischen Woche in unserem Betriebsrestaurant zugreifen sollte. Denn obwohl das Mousaka – Auflauf mit Rinderhackfleisch, Aubergine und Kartoffeln mit Tomatensauce, Fetakäse und Bechamel ein wirklich verlockend aussehendes Gericht erschien, waren auch das Gebratene Lachsfilet mit rangenratatouille und Kräuterkartoffeln im Abschnitt Vitality sowie der Schwabenteller – Schweinesteak mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln und Käsespätzle bei Tradition der Region Angebote, die ich ebenfalls ihren Reiz besaßen und die ich nicht einfach ignorieren konnte. Nur die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen und Paprika in Chili-Zitronengrassauce erschienen weniger etwas für mich. Doch letztlich entschied ich mich dann doch für das Mousaka, denn hier handelte es sich um ein Gericht, dass absolut nicht zum Standardrepertoire unseres Betriebsrestaurants gehörte. Und das wollte ich natürlich nicht verpassen. Auf Salat oder Gemüse verzichtete ich heute aber, denn es gab absolut nichts was zum Mousaka passen wollte.

    Mousaka with tomato sauce & feta / Mousaka mit Tomatensauce & Feta

    Ursprünglich stammt das Mousakas, Moussaka oder Musaka aus dem aarabischen Raum, ist aber inzwischen auch im Balkan, in Griechenland und der Türkei verbreitet. In Griechenland zählt das korrekterweise als Mousakás bezeichnete Gericht dort neben Souvlaki und Gyros zu den bekanntesten Speisen der griechischen Küche. Ich selbst hatte ja auch schon einmal Mousakás, damals allerdings ohne Auberginen, zubereitet und das Rezept hier vorgestellt. Aber auch die Variante unseres Betriebsrestaurants, das mit Auberginen, Zucchini und Kartoffeln zubereitet und mit Bechamelsauce zwischen den Schichten verfeinert worden war, erwies sich als überaus gut gelungen. Sehr würzig, leicht exotisch und mit einer eindeutig griechischen Note, soviel stand fest. Die mit viel Gewürzen und Kräutern versehene Tomatensauce sowie den gewürfelten Feta hatte man separat serviert, aber das störte natürlich nicht weiter, denn so konnte man alle drei Komponenten immer wieder zu einer leckeren Zusammenstellung kombinieren. Ich war überaus zufrieden, denn nach dem Kokkinisto vom Montag und dem Souvlaki von gestern, die beide nicht wirklich perfekt gewesen waren, hatte man beim Mousakas einen absoluten Volltreffer gelandet. Ich hätte auf jeden Fall nichts dagegen, wenn man dieses Gericht nun häufiger auf unserer Speisekarte finden würde, denn es war das bisher beste Griechenland-Gericht das man uns vorgesetzt hatte.
    Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute das Mousakás und der Schwabenteller ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und ich musste letztlich noch die Tabletts in den Rückgabewagen hinzu ziehen, um mich schließlich für das Mousakás als Sieger entscheiden zu können. Nach dem Schwabenteller auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte heute auf Platz drei und das Lachsfilet mit Orangenratatouille auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Mousakás: ++
    Tomatensauce: ++

    Souvlaki – Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki, Pita & Pommes Frites [07.02.2017]

    Tuesday, February 7th, 2017

    Natürlich ging es heute mit der griechischen Woche in unserem Betriebsrestaurant weiter und im Abschnitt Globetrotter, den man temporär einfach in Griechenland umbenannt hatte, stand heute mit einem Souvlaki – Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki und Pita, dazu Pommes Frites auch gleich etwas auf der Speisekarte, das mein Interesse weckte. Obwohl ich zugeben muss, dass ich auch kurz mit dem holzfällersteak vom Schwein mit Schmorzwiebeln, Rotweinjus und Röstkartoffeln aus der Sektion Tradition der Region liebäugelte, aber eben nur kurz. Die Ofenkartoffel mit buntem Ofengemüse und Kräuterdip sowie die Asia-Thai-Angebote wie Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Gung Po Jau Yu – Seelachs gebacken mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce kamen jedoch nicht in die nähere Auswahl. Und da weder die Salattheke noch die Gemüsetheke etwas anderes anbot, was zumindest ansatzweise zu griechischem Essen passte, landeten auch heute wieder grüne Bohnen mit Kirschtomaten als Gemüsebeilage auf meinem Tablett. Denn ohne Gemüse wollte ich dann auch nicht speisen. Außerdem durfte natürlich der Ketchup auf den Pommes Frites nicht fehlen.

    Souvlaki - Pork skewer with onion, bell pepper, tzatziki, pita & french fries / Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki, Pita & Pommes Frites

    Rufen wir uns noch mal kurz in Erinnerung: Unter dem Begriff Souvlaki versteht man in der griechischen Küche Schweinefleisch, das in Salz, Pfeffer, Oregano und Zitronensaft mariniert und anschließend auf Spieße gesteckt wird, um es dann traditionell auf dem Holzkohlegrill zu grillen. Gut, dass man hier im Betriebsrestaurant keinen Holzkohlegrill aufstellen kann war natürlich klar gewesen, daher dürfte klar sein dass man die hier angebotenen Souvlaki eher auf dem Elektrogrill gebraten hatte. Doch leider hatte das zur Folge, dass zumindest die Paprikastücke, die man zusammen mit dem Fleisch und Zwiebeln auf den Holzspieß gesteckt hatte noch fast roh waren. Lieder war aber das eindeutig wie beschrieben marinierte Fleisch dennoch bereits stark abgekühlt und außerdem leicht trocken. Da kann ich leider keine volle Punktzahl geben. Dafür war das mit kleinen Salatgurken-Streifen versetzte Tzatziki aber vorzüglich gelungen und auch die knusprigen Pommes Frites waren heute sehr gut gelungen. Warum man allerdings zusätzlich ein halbes aufgetoastetes Pita-Brot beigelegt hatte, erschloss sich mir nicht – die Pommes Frites waren eigentlich mehr als genug Sättigungsbeilage. Ich nutzte es aber einfach, um die Reste des Ketchup und des Tzatziki vom Teller zu wischen. An den Bohnen mit ihren Kirschtomaten gab es ebenfalls nichts auszusetzen, auch wenn sie mit Sicherheit nicht mehr frisch waren. Insgesamt also auch heute in Ordnung, aber nicht überragend.
    So ist es nicht verwunderlich, dass auch heute mal wieder eines der Standardgerichte, nämlich das Holzfällersteak, den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich in Anspruch nehmen konnte. Erst auf dem zweiten Platz folgte das Souvlaki, Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz kam schließlich die Ofenkartoffel.

    Mein Abschlußurteil:
    Souvlaki: +
    Tzatziki: ++
    Pommes Frites: ++
    Pita: +
    Grüne Bohnen: ++

    Griechischer Spezial-Teller – Poseidon Feldkirchen revisited

    Tuesday, July 9th, 2013

    Heute Abend entschieden wir uns dazu dem Griechischen Restaurant Poseidon in Feldkirchen über das ich ja in diesem Beitrag schon einmal etwas ausführlicher berichtet habe erneut einen Besuch abzustatten und jetzt im Juli auch den überaus gemütlichen, unter Schatten spendenden Kastanienbäumen gelegenen Biergarten mal auszuprobieren. Trotz des Wochentags waren der größte Teil der etwa zwanzig Tische im Biergarten besetzt und die drei Servicekräfte hatten gut zu tun, sich um alle Gäste zu kümmern. Glücklicherweise hatte das keinerlei negative Auswirkung auf die schnelle und zuvorkommende Art in der wir versorgt wurde. Nach ausgiebiger Durchsicht der Karte entschied mich erst einmal für einen Gebratenen Oktopus auf Blattsalat aus dem Vorspeisenangebot, der dann auch wenig später in Verbindung mit einem Ouzo als Aperitif serviert wurde.

    Gebratener Octopus auf Blattsalat / Fried octopus on green salad

    Gemeinsam mit einem großen Fangarm, der unter einer hauchdünnen knusprigen Haut viel zartes und saftiges Fleisch zu bieten hatte, servierte man eine in Balsamico-Essig-Dressing angemachte Portion aus grünen Blattspinat, etwas Kräutsalat, frischen Zwiebelringen und einer milden grünen Peperoni sowie je einer Scheibe Möhre, Salatgurke und Tomate, die wohl mehr zur Auflockerung des Gesamtbildes dienten als dass sie maßgeblich an der Geschmacksbildung dieser Vorspeise beteiligt waren.
    Nachdem ich mich bereits beim letzten Besuch mit einer umfangreichen Fischplatte über das Fisch- und Meeresfrüchteangebot im Bereich der Hauptspeisen informiert hatte, wollte ich mich heute nun dem Gegrillten zuwenden und bestellte mir einen Spezial-Teller aus je einem Schweinesteak, einem Lammfilet, einem Suzuki und einem Suflaki, die gemeinsam mit einem gemischten Salat und wahlweise Pommes Frites oder Tomatenreis serviert wurden. Ich entschied mich für die Pommes, obwohl der Reis natürlich weitaus stilechter gewesen wäre.
    Als erstes wurde schließlich der Gemischte Salat serviert, der sich in seiner Zusammensetzung sehr dem Salat zum Octopus der Vorspeise ähnelte.

    Gemischter Salat / Mixed salad

    Die größte Abweichungen zur Vorspeise waren wohl, dass die Peperoni auf den Zwiebeln lag und man noch eine schwarze Olive hinzugefügt hatte. Gemeinsam mit dem Balsamico-Dressing aber erneut ein wirklich gelungener Salat. So viel Grünzeug habe ich glaube ich schon lange nicht mehr an einem Abend verzehrt… 😉
    Gerade als ich mit dem gemischten Salat fertig war, kam auch schon das Hauptgericht: Der Spezial-Teller

    Spezial-Teller / Special dish

    Zu einer kleinen, aber ausreichenden Portion Pommes Frites hatte man neben der Garnitur aus Petersilienstengel, schwarzer Olive und Radieschen auf einem Salatblatt eine relativ kleine Portion Tzatziki und eine Zitrone zum beträufeln des Fleisches serviert. Das wichtigste auf dem Teller waren aber natürlich die vier Fleischkomponenten. Oben auf lag das Suflafki. Hinter dem eingedeutschten Begriff vebirgt sich das griechische Souvláki, was so viel wie Spießchen bedeutet und aus in Oregano, Salz, Pfeffer und Zitronensaft mariniertem und anschließend gebratenen Schweinefleisch auf einem Spieß besteht. Die drei Fleischstücke, die hier am Metallspieß serviert wurden, erwiesen sich als angenehm zart und saftig und gaben keinerlei Grund zur Kritik. Sie waren wohl was die Menge anging auch die größte Einzelposition an Fleisch auf dem Teller, gefolgt von dem oben zu sehenden Schweinesteak, welches zwar ein klein wenig trockener wirkte als das Suflaki, aber sich dabei noch absolut im Rahmen bewegte. Das darunter zu sehende Stück Lammfilet, das der Form nach zu urteilen wohl aus der Lammlachse stammte, erwies sich zwar als etwas klein geraten, gab aber was Geschmack und Qualität anging ebenfalls keinen Grund zur Kritik. Die vierte und letzte Komponente stellten schließlich die Suzuki dar.

    Speisekarte Poseidon

    Hinter diesem Begriff, der eine starkes Verwechslungsgefahr mit der japanischen Motorradmarke in sich birgt 😉 , versteckt sich wohl das griechische Souzukakia, also gewürzte Hackfleischröllchen. Traditionell werden Souzukakia zwar eher mit Tomatensauce serviert, aber hier bildete es als Suzuki eben Bestandteil eines Grilltellers – und leider auch die einzige Komponente von der ich etwas enttäuscht war. Die würzung des lockeren Hackfleisches war zwar sehr gelungen, aber die Stellen an denen es auf dem Rost (oder der Grillpfanne) aufgelegen hatte waren fast schon verkohlt, was den Genuss natürlich etwas minderte. Abgesehen von diesem kleinen Fauxpas war der Spezial-Teller im Poseidon aber wirklich gelungen und fast jeden Cent der 12,90 Euro die er kostete wert. Daher kann ich wohl bedenkenlos meine das letzte Mal ausgesprochene Empfehlung für das griechische Restaurant Poseidon in Feldkirchen bei München erneuern und es jedem Freund der griechischen Küche wärmstens ans Herz legen.

    Dolmades & Gegrillte griechische Fischplatte – Restaurant Poseidon – Feldkirchen

    Wednesday, February 20th, 2013

    Heute Abend waren wir ins griechische Restaurant Poseidon in Feldkirchen bei München eingeladen. Und von den griechisch angehauchten, selbst zubereiteten Gyros-Tzatziki-Muffins vom letzten Wochenende hatte ich lange nichts mehr aus der Küche dieses Landes verzehrt, daher kam mir die Gelegenheit natürlich sehr gelegen.

    Größere Kartenansicht
    Zum Glück hatten wir reserviert, denn für einen Mittwoch Abend, den ich nicht gerade als traditionellen Tag zum auswärts Speisen ansehe, war die Lokalität unerwarteter Weise stark requiriert und bis auf den letzten Tisch ausgebucht. So fanden wir in dem mit vielen griechischen Statuen und Wandschmuck ausgestatteten Gastraum auch sogleich den für uns freigehaltenen Tisch. Gleich nachdem wir Platz genommen hatten, begannen wir uns in die Speisekarten zu vertiefen und nach etwas passendem zu suchen. Und das Angebot war wirklich umfangreich, allerdings ohne überladen zu wirken: Die erste Sektion bestand aus einer breiten Platte von Vorspeisen wie die für den östlichen Mittelmeerraum üblichen Meze, Suppen, kalten und warmen Vorspeisen, Käse und Salaten. Der zweite Bereich bot ein umfangreiches Angebot verschiedener Speisen mit Fisch und Meeresfrüchten, gefolgt von Grill-Spezialitäten und schließlich landestypischen Speisen aus dem Backofen und von der Pfanne. Abschließen konnte man das Ganz, bei Bedarf, mit einem kleinen Angebot typischer Desserts wie Baklawas, Galaktoboureko oder einem griechischen Joghurt mit Honig und Nüssen.
    Ich entschloss mich dazu, das heutige Abendmenu mit Dolmades zu eröffnen. Diese gefüllten Weinblätter werden in vielen Ländern des Orients und Balkans von Bulgarien über Georgien, Tschetschenien, Albanien bis nach Griechenland, die Turkei und Syrien angeboten und sowohl mit Fleisch, Reis, Nüssen und Gewürzen gefüllt. Für Griechenland ist allerdings die Füllung mit Reis üblich. Nach der Bestellung kamen die Vorspeisen dann auch für die große Anzahl der Gäste gesehen erfreulich schnell in weniger als zehn Minuten an den Tisch, nachdem vorher noch die Bestellungen für den Hauptgang aufgenommen worden waren. Serviert wurde meine Dolmades auf einigen Salatblättern mit einer leichten Kräuter-Knoblauchsauce garniert.

    Dolmades - Gefüllte Weinblätter - Restaurant Poseidon

    Gefüllt mit mit würzigem, leicht tomatigen Reis ein wirklich gelungener Appetizer an dem es nichts auszusetzen gab.
    Beim Hauptgericht hatte ich mich für eine Fischplatte von verschiedenen angebotenen entschieden, die mit Filet von der Meereszunge (Seezunge), Lachfsteak, Baby-Calamari, Garnelen-Spieß und Scampi an gedämpften Gemüse und Bratkartoffeln sowie einem gemischten Salat lockte. Mit 18,60 Euro gehörte diese Platte zwar zu den teuersten Ein-Personen-Gerichten auf der ganzen Karte, aber das Angebot klang einfach zu verlockend als dass ich es ablehnen konnte – außerdem waren wir ja eingeladen. Um die Wartezeit bis zum Hauptgericht zu überbrücken, wurde wie üblich zuerst der gemischte Salat serviert.

    Bauernsalat - Restaurant Poseidon Feldkirchen

    Unter einer Scheibe Tomate, Möhre und Salatgurke sowie einer Olive und einer milden Pepperoni fanden sich Krautsalat, Lollo Rosso und Esbergsalat in einem leichten Essig-Dressing. Alles sehr frisch und schmackhaft, nur mit dem Dressing hätten sie gerne etwas spendabler umgehen können – doch zum Glück standen verschiedene Fläschchen Balsamico und ähnliches Bereit, um sich den Salat nach eigenem Gutdünken zu ergänzen.
    Nur kurz nachdem wir alle unsere Salate verzehrt hatten, begannen auch schon nach und nach die ersten Hauptgerichte einzutreffen. Und bereits mit dem zweiten Schub aus der Küche kam schließlich auch meine bestellte Fischplatte

    Fisch-Grillplatte / Mixed fish grill - Restaurant Poseidon Feldkirchen

    und das in einer separaten Schale servierte Gemüse samt Bratkartoffeln.

    Kartoffel- & Gemüsebeilage - Restaurant Poseidon Feldkirchen

    Alleine die Fischplatte war meiner Meinung nach jeden einzelnen Euro wert. Unter zahlreichen zarten, gut gewürzten Tintenfischtuben und einigen Tentakeln sowie einem Spieß mit gegrillten Garnelen fanden sich zum einen ein großes Feltstück hochwertiger Meereszunge (Seezunge) und ein ebenfalls angenehm großes Stück mit Haut gegrillten Lachssteaks. Alles wurde flankiert von zwei im ganzen Zubereiteten Scampi einer Portion einer leichten Knoblauchsauce sowie etwas Petersilie und einer mehr als ausreichend großem Stück Zitrone. Einzig ein paar verbliebene kleine Gräten im Lachssteak trübten den Genuss ein wenig, aber damit muss man bei Fisch eben immer rechnen. Was Geschmack, Qualität und Menge anging gab es aber keinerlei Kritik anzubringen. Die Portion aus gedünsteten Möhren, Zucchini, Blumenkohl, Broccoli, grünen Bohnen und Paprika mit den paar Bratkartoffeln wäre da eigentlich fast schon nicht mehr nötig gewesen um satt zu werden. Aber wo es schon mal dabei war, wurde es natürlich auch verzehrt und dabei erwies sich, dass alle Gemüsesorten genau so gedünstet worden waren, dass sie noch biss hatten ohne dabei zu fest oder zu weich oder gar zerkocht zu sein. Sehr gelungen – auch hier ein Lob an die Küche.
    Insgesamt kann ich dem Griechischen Restaurant Poseidon in Feldkirchen bei München somit meine volle Empfehlung aussprechen. Auch in Stoßzeiten mit vielen besetzten Tischen wird man schnell, unaufdringlich, aufmerksam und zuvorkommend bedient, die Speisen sind von sehr guter Qualität und die Preise sind moderat und dem Angebot entsprechend. Wir waren alle sehr zufrieden und würden das Poseidon jederzeit wieder für ein gepflegtes Abendessen wählen.

    Griechischer Gemüsetopf [26.04.2012]

    Thursday, April 26th, 2012

    Während die Asia-Thai-Theke heute mit Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce sowie Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce lockte, fanden sich auf der regulären Speisekarte neben Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und Gratinierten Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter auch ein Griechischer Gemüsetopf mit Fladenbrot in der Sektion Vitality. Und genau dieser Gemüsetopf sagte mir heute am meisten zu, natürlich auch weil er versprach mit 534 kcal angenehm leicht zu sein. Also holte ich mir dieses Angebot auf mein Tablett und ergänzte es noch durch eine Schale Fruchtsalat als Nachtisch.

    Griechischer Gemüsetopf

    Zuerst erschien mir die Portion recht klein, doch der Eindruck täuschte glücklicherweise aufgrund des recht großen Behältnisses. Die bunte Mischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Broccoli, Auberginen, Zucchini und natürlich – um es griechisch zu machen – schwarzen Oliven und Schafskäse mit angenehm geringer, aber ausgewogener Menge Flüssigkeit erwies sich als angenehm würzig, schmackhaft und sättigend. Ich was sehr zufrieden mit diesem leckeren Eintopf. Einzig bei dem mit reichlich Sesamkörnern garnierte Stück Fladenbrot musste ich einen kleinen Abzug geben, da es sich hier eindeutig um aufgetoastete Ware handelte die an den Ecken und Rändern zumal recht hart geworden war. Die Schale Fruchtsalat aus Apfel, Melone, Ananas und Birne war, gab aber trotz eindeutiger Apfellastigkeit keinerlei Grund zur Kritik – sie erwies sich als angenehm lecker und frisch und erfüllte somit alle daran gestellten Erwartungen.
    Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lagen heute aber die Nürnberger Rostbratwürstel meinem Meinung Eindrucks nach am höchsten in der Gunst und landete somit auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei landeten schließlich die Asia-Gerichte, gefolgte von den Canneloni auf Platz drei, die aber nur mit knappen Vorsprung vor dem für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebten Griechischen Gemüsetopfes. Ich hatte die Canneloni ja eher höher platziert erwartet, aber hier hatte das Kantinenpublikum zumindest während meines Aufenthaltes anders entschieden.

    Mein Abschlußurteil:
    Griechischer Gemüsetopf: ++
    Fladenbrot: +
    Obstsalat: ++