1/2 Grillhendl mit Pommes Frites [16.02.2017]

Wie üblich drohte der Donnerstag mal wieder sehr kalorienreich zu werden. Ich hätte zwar beim Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Vitality zugreifen können, aber das hiesige Rührei sieht mir zu sehr nach aus Trockenei hergestellt aus. Oder beim Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Reis bei Globetrotter oder den Asia-Wok-Gerichten wie Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce oder Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsoße. Aber das 1/2 Grillhendl mit Pommes Frites aus dem Abschnitt Tradition der Region war eindeutig das verlockenste der heutigen Angebote. Alternativ hätte man, als unangekündigtes Zusatzangebot, die Pommes Frites auch mit einem Cordon Bleu vom Schwein haben können, aber mir lag der Geschmack mehr nach Geflügel – auch wenn es bereits das dritte Mal in Folge diese Woche war. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen des selben Mischgemüses, das ich bereits gestern genossen hatte.

1/2 chicken with french fries / 1/2 Hähnchen mit Pommes Frites

Das halbe Hähnchen erwies sich als wirklich riesig und auch die Fleischausbeute war sehr gut. Dabei war das magere Fleisch größtenteils recht saftig, aber leider hatte ich ein Tier erwischt das recht verwachsen und dadurch gestaltete sich das Ablösen des Fleischs von den Knochen etwas schwerer als nötig gestaltete. Aber das lasse ich mal nicht in die Endnote einfließen, denn das hat nichts mit der Qualität zu tun, sondern ist einfach Pech. Und auch an den knusprigen, frischen und heißen Pommes Frites, die ich mir natürlich mit Ketchup garniert hatte, gab es nichts auszusetzen. Dem Mischgemüse aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl und grünen Bohnen schließlich merkte man zwar ein klein wenig an, dass sie vielleicht bereits gestern in der Wärmetheke gestanden hatte, aber es kam knapp an einem Punktabzug vorbei.
Bei den anderen Gästen lag das Gericht mit Pommes Frites natürlich wie üblich am höchsten in der Gunst, jedoch schienen Cordon bleu und Hähnchen etwa gleich verteilt zu sein, so dass ich beiden Gerichten gemeinsam den ersten Platz zubillige. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, gefolgte vom Rührei mit Spinat, das für ein vegetarisches Gericht wie häufig zuvor auch schon ungewöhnlich gern genommen worden war. Aber der Abstand zum Zigeunerschnitzel mit Reis auf dem vierten Platz war nicht sonderlich groß.

Mein Abschlußurteil:
1/2 Hähnchen: ++
Pommes Frites: ++
Mischgemüse: ++

Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo & Penne Rigate [15.02.2017]

Zuerst überlegte ich heute,beim Kabeljau auf sizilianische Art mit Tomaten-Ciabattabrot aus dem Abschnitt Vitality zuzugreifen, denn mit diesem Gericht hatte ich hier und dort bereits gute Erfahrung gemacht. Auf die Rahmschwammerl mit Semmelknödel bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten hatte ich auf jeden Fall keinen Appetit. Aber auch das Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Penne Rigate aus dem Bereich Globetrotter sprach mich irgendwie an – auch wenn ich Penne als Sättigungsbeilage normalerweise nicht so gern habe. Aber mir stand der Appetit irgendwie danach, daher entschied ich mich schließlich doch für dieses Gericht und ergänzte es noch mit etwas Mischgemüse aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Turkey steak "Picatta Milanese" with tomato sauce & penne rigate / Putensteak "Picatta Milanese" mit Tomatensugo & Penne Rigate

Das Putensteak in seiner Panade aus Eiern, Mehl, Semmelbröseln und Parmesan war angenehm groß geraten und auch was die Qualität des Fleisches anging gab es nichts zu meckern. Die Sauce war jedoch heute – mal wieder – sehr dünn geraten und erinnerte visuell ein wenig an die Chilisauce von der Asia-Thai-Theke, die man mit ein paar wenigen Tomatenstücken versetzt hatte. Hier hatte man es sich eindeutig zu leicht gemacht. Und die Penne Rigate waren bereits stark abgekühlt, dafür aber zumindest al dente. Ein akzeptables, aber dennoch deutlich verbesserungswürdiges Gericht. Beim Mischgemüse aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl und geschnittenen grünen Bohnen gab es aber wiederum nichts auszusetzen.
Dennoch war das Putensteak heute mit einem klaren Vorsprung das beliebteste Gericht unter allen Gästen und konnte sich somit klar den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte der sizilianische Kabeljau, der aber nur sehr knapp vor den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz lag. Platz vier schließlich belegten die Rahmschwammerl mit Semmelknödel.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak “Picatat Milanese”: ++
Tomatensugo: +/-
Penne Rigate: +
Mischgemüse: ++

Arni Psito – Lammkeule mit Rosmarinsauce, Bohnen & Kartoffeln [09.02.2017]

Wie Donnertags üblich fand sich auch heute wieder ein Kantinenklassiker, dieses Mal in Form eines Schweineschnitzels “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites im Bereich Tradition, auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, aber es war ja griechische Woche und mit Arni Psito – Geschmorte Lammkeule mit grünen Bohnen, Kartoffeln und Rosmarinsauce hatte man ein Gericht auf die Karte gesetzt, zu dem ich einfach nicht Nein sagen konnte. Ich liebe nun Mal Lamm in jeglicher Form. Dagegen kam weder das Schnitzel noch die Tortellini al pesto basilico bei Vitality oder die Asia-Thai-Angebote wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriander oder Gung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse gegen an.

Arni Psito - Stewed leg of lamb with rosemary sauce, green beans & potatoes / Geschmorte Lammkeule mit Rösmarinsauce, grünen Bohnen & Kartoffeln

Der Begriff Arni Psito klingt zwar exotisch, aber übersetzt man ihn mal, ist im Grunde genommen einfach nur der griechische Begriff für Lammbraten. Und genau das war es, was sich auf dem Teller fand: Zwei Scheiben zartes und glücklicherweise nur leicht durchwachsenes Lammfleisch in einer sehr würzigen, dickflüssigen Rosmarinsauce. Dazu hatte man grüne Stangenbohnen, kombiniert mit Gewürzen und angedünseten Zwiebeln sowie kleine, angebratene Salzkartoffeln, die wiederum mit etwas Rosmarin verfeinert waren, serviert. Eigentlich eine klassische, nicht unbedingt ländergebundene Kombination, denn Lamm mit Rosmarin und dazu grüne Bohnen findet man wohl nicht ausschließlich in Griechenland. Aber die Kombination war hier in unserem Betriebsrestaurant wirklich vorzüglich gelungen und löst somit das Moussaka von gestern als bisher bestes Gericht der griechischen Woche ab. Lange nicht mehr einen so leckeren Lammbraten gegessen – ich war überaus zufrieden. Und dabei war das Gericht mit gerade mal 3,20 Euro nicht sonderlich teuer.
Dennoch muss man bedenken, dass Lammfleisch nicht jedermann Sache ist. Das spielte wohl auch mit eine Rolle, dass das Schweineschnitzel den Lammbraten heute beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala übertraf und dem Arni Psito somit nur ein guter zweiter Platz gegönnt war – obwohl es eindeutig das hochwertigere Gericht war. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Thai-Gerichte und Platz vier belegten schließlich die vegetarischen Tortellini al pesto basilico.

Mein Abschlußurteil:
Lammbraten: ++
Rosmarinsauce: ++
Grüne Bohnen: ++
Rosmarinkartoffeln: ++

Souvlaki – Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki, Pita & Pommes Frites [07.02.2017]

Natürlich ging es heute mit der griechischen Woche in unserem Betriebsrestaurant weiter und im Abschnitt Globetrotter, den man temporär einfach in Griechenland umbenannt hatte, stand heute mit einem Souvlaki – Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki und Pita, dazu Pommes Frites auch gleich etwas auf der Speisekarte, das mein Interesse weckte. Obwohl ich zugeben muss, dass ich auch kurz mit dem holzfällersteak vom Schwein mit Schmorzwiebeln, Rotweinjus und Röstkartoffeln aus der Sektion Tradition der Region liebäugelte, aber eben nur kurz. Die Ofenkartoffel mit buntem Ofengemüse und Kräuterdip sowie die Asia-Thai-Angebote wie Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Gung Po Jau Yu – Seelachs gebacken mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce kamen jedoch nicht in die nähere Auswahl. Und da weder die Salattheke noch die Gemüsetheke etwas anderes anbot, was zumindest ansatzweise zu griechischem Essen passte, landeten auch heute wieder grüne Bohnen mit Kirschtomaten als Gemüsebeilage auf meinem Tablett. Denn ohne Gemüse wollte ich dann auch nicht speisen. Außerdem durfte natürlich der Ketchup auf den Pommes Frites nicht fehlen.

Souvlaki - Pork skewer with onion, bell pepper, tzatziki, pita & french fries / Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki, Pita & Pommes Frites

Rufen wir uns noch mal kurz in Erinnerung: Unter dem Begriff Souvlaki versteht man in der griechischen Küche Schweinefleisch, das in Salz, Pfeffer, Oregano und Zitronensaft mariniert und anschließend auf Spieße gesteckt wird, um es dann traditionell auf dem Holzkohlegrill zu grillen. Gut, dass man hier im Betriebsrestaurant keinen Holzkohlegrill aufstellen kann war natürlich klar gewesen, daher dürfte klar sein dass man die hier angebotenen Souvlaki eher auf dem Elektrogrill gebraten hatte. Doch leider hatte das zur Folge, dass zumindest die Paprikastücke, die man zusammen mit dem Fleisch und Zwiebeln auf den Holzspieß gesteckt hatte noch fast roh waren. Lieder war aber das eindeutig wie beschrieben marinierte Fleisch dennoch bereits stark abgekühlt und außerdem leicht trocken. Da kann ich leider keine volle Punktzahl geben. Dafür war das mit kleinen Salatgurken-Streifen versetzte Tzatziki aber vorzüglich gelungen und auch die knusprigen Pommes Frites waren heute sehr gut gelungen. Warum man allerdings zusätzlich ein halbes aufgetoastetes Pita-Brot beigelegt hatte, erschloss sich mir nicht – die Pommes Frites waren eigentlich mehr als genug Sättigungsbeilage. Ich nutzte es aber einfach, um die Reste des Ketchup und des Tzatziki vom Teller zu wischen. An den Bohnen mit ihren Kirschtomaten gab es ebenfalls nichts auszusetzen, auch wenn sie mit Sicherheit nicht mehr frisch waren. Insgesamt also auch heute in Ordnung, aber nicht überragend.
So ist es nicht verwunderlich, dass auch heute mal wieder eines der Standardgerichte, nämlich das Holzfällersteak, den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich in Anspruch nehmen konnte. Erst auf dem zweiten Platz folgte das Souvlaki, Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz kam schließlich die Ofenkartoffel.

Mein Abschlußurteil:
Souvlaki: +
Tzatziki: ++
Pommes Frites: ++
Pita: +
Grüne Bohnen: ++

Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce [06.02.2017]

Diese Woche stand wieder ein kleines Special in unserem Betriebsrestaurant an, denn es sollte eine Griechische Woche mit jeweils einem anderes griechisches Gericht auf dem Speiseplan stattfinden. Und Griechisch lanciert zumindest in der Top 5 meiner Lieblingsessensherkunftsländer, man denke da nur an so leckere Dinge wie Gyros, Tzatziki oder Krautsalat, von Souvlaki, Stifado oder Moussaka mal ganz abgesehen. Den Anfang machte heute ein Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce und Strozzapreti, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Über die Tatsache dass man die angekündigten Strozzapreti durch grüne Tagliatelle ersetzt hatte, sah ich großzügig hinweg. Außerdem standen be Vitality ein Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, bei Tradition der Region Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce, Sauerkraut und Kartoffelpüree, ein Zusatzangebot in Form einer Mini-Schweinshaxe mit Sauerkraut und Karotffelpüree sowie an der Asia-Thai-Theke Asiatische Gemüse, herzhaft gebraten, mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnussauce auf der heutigen Speisekarte. Aber wenn es schon mal griechische Spezialangebote gab, wollte ich es nicht versäumen dort zuzugreifen – auch wenn ich offen und ehrlich zugeben muss, dass ich vorher noch nie etwas von Kokkinisto gehört hatte, aber eine kurze Suche bei Google zeigte mir, dass es sich hier tatsächlich um eine griechische Version des Gulasch handelte und nicht um eine Erfindung unseres Betriebsrestaurants. 😉 Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen grüne Bohnen mit Kirschtomaten aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke, denn das war das einzige was zumindest einigermaßen zu diesem Gericht zu passen schien.

Kokkinisto

In der dunklen, durchaus würzigen und leicht tomatig-fruchtigen Sauce, die sich allerdings nicht ganz so pikant wie angekündigt erwies, fanden sich neben zahlreichen geschmorten Rindfleischstücken vor allem Möhrenstückchen. Bis auf die etwas exotischere Würze handelte es sich aber tatsächlich um nichts anderes als einen Rindergulasch, wobei ich allerdings feststellen musste dass die Fleischstückchen zwar mager, aber teilweise noch etwas zäh waren. Wahrscheinlich hatte man das Fleisch nach dem anbraten nicht lange genug auf niedriger Flamme geschmort. Letztlich führte dies dazu, dass ich hier leider nur ein gut, kein sehr gut vergeben kann. An den Tagliatelle gab es aber nichts auszusetzen. Und obwohl die Bohnen bereits etwas abgekühlt waren, erwiesen sie sich dennoch als noch leicht knackig und nicht zu sehr zerkocht, wobei sie außerdem gut gewürzt waren. Daher sehe ich hier mal knapp von einem Punktabzug ab. Insgesamt erwies sich das Kokkinisto aber als recht gelungenes Gericht und ich bereute es nicht, hier zugegriffen zu haben.
Der Gros der anderen Gäste war heute allerdings weniger dazu bereit gewesen, mal etwas neues auszuprobieren und hatte zu den Nürnberger Rostbratwürstchen gegriffen, die daher großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnten. Aber zumindest auf dem zweiten Platz konnte sich das Kokkinisto noch retten, auch wenn ihm die Asia-Thai-Gerichte eng auf dem Fersen waren. Die Schweinshaxe schließlich, der ich eigentlich auch großes Potential zugebilligt hatte, landete schließlich gemeinsam mit dem Kartoffel-Lauch-Geröstel auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kokkinisto: +
Tagliatelle: ++
Grüne Bohnen: ++