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Burrito mit Hackfleisch-Reis-Füllung – ein Kochexperiment

Saturday, February 12th, 2011

Heute wollte ich mal wieder etwas kochen, doch irgendwie konnte ich mich Anfangs nicht richtig entscheiden was ich machen könnte. Dann kam ich auf die Idee, dass ich schon lange keinen richtigen Burrito mehr gegessen hatte – vor allem hier in Deutschland. Also besorgte ich mir noch ein paar Zutaten und machte mich ans Werk. Ich entschied mich dabei für eine Zubereitung mit einer mexikanisch angehauchten Rinderhack-Reis-Füllung. Gleich zu Beginn sei dabei jedoch angemerkt, dass es sich um ein wirkliches Kochexperiment handelt – über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge jeder Art würde ich mich sehr freuen. Wichtig war mir dass dabei etwas wie hier oder hier in San Francisco bzw. hier in Boston dabei heraus kommt, mein Ergebnis nicht aber dem Teil aus Köln gleicht.

Was brauchen wir also?

100g Reis – ich verwendete Vollkornreis den ich noch vorrätig hatte, hier wäre aber auch Langkornreis denkbar
01 - Zutat Reis

eine kleine Dose Kidneybohnen (125g Abtropfgewicht)
02 - Zutat Kidneybohnen

eine kleine Dose Mais ( ca. 100g)
03 - Zutat Mais

2 kleine Tomaten
04 - Zutat Tomaten

1-2 Chilischoten
05 - Zutat Chilis

1 kleine Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1/2 kleine Paprika
07 - Zutat Paprika

250g Rinderhack
08 - Zutat Rinderhack

1 Zehe Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch

etwas Guacamole und/oder Sour Cream – wobei man Guacamole in hiesigen Supermärkten meist in den Knabberzeug-Regalen und nicht bei den Tortillas und anderen mexikanischen Zutaten findet. Wer mag, kann die Guacamole natürlich auch selbst machen.
10 - Zutat Guacamole

einige Weizen-Tortillawraps
11 - Zutat Tortillawrap

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Chilipulver und etwas Tabasco.

Zuerst kochen wir den Reis nach Packungsbeschreibung.
12 - Reis kochen

Während der Reis vor sich hin kocht, entkernen wir die Chilis und zerschneiden sie in kleine Quadrate.
13 - Chili schneiden

Außerdem ritzen wir die Tomaten kreuzförmig ein, übergießen sie mit kochendem Wasser und schälen, entkernen und würfeln sie anschließend.
14 - Tomaten häuten

Die Zwiebel hacken wir zusätzlich in kleine Würfel.
15 - Zwiebeln schneiden

Ist der Reis fertig gekocht, entnehmen wir ihn dem Kochbeutel und stellen ihn erst einmal bei Seite.
16 - fertiger Reis

Nun kommen wir zur Zubereitung der Hackfleisch-Füllung:
Zuerst schwitzen wir die gepresste Knoblauchzehe mit den Chilis in etwas Öl in einer Pfanne an.
17 - Knoblauch und Chilis anschwitzen

Dann fügen wir Zwiebeln und Rinderhack hinzu und zerteilen alles ein wenig mit einem Pfannenwender
18 - Rinderhack und Zwiebeln beigeben

um das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver zu würzen.

19 - Mit Salz und Pfeffer würzen 20 - Mit Chili würzen

Ist alles einigermaßen durch, fügen wir zuerst die Paprika hinzu und lassen sie kurz mit anbraten.
21 - Paprikawürfel hinzugeben

Dann folgen die Tomatenwürfel
22 - Tomaten beifügen

die Kidneybohnen
23 - Kidneybohnen hinzufügen

und der Mais.
24 - Mais addieren

Zum Schluß schmeckte ich das ganze noch mit einem Schuß Tabasco ab und ließ es einige Minuten auf mittlerer Stufe in der Pfanne schmoren.
25 - Mit Tabasco abschmecken

Nachdem die Pfanne abgestellt war, ging es daran den Burrito zu füllen.

Zuerst erwärmen wir den fertigen Weizentortilla etwas. Da ein einmal erhitzter Tortilla schnell auskühlt und trocken wird, nahm ich mir die Teigfladen einzeln vor und steckte sie für etwa 45 Sekunden in die Mikrowelle, wobei ich sie mit etwas Küchenpapier umgab, damit sie nicht schon während des Erwärmens austrocknen. Alternativ kann man das Ganze auch in einem vorgeheizten Backofen bei 200Grad tun, allerdings erschien es mir etwas aufwändig wegen einzelner Burritofladen den Backofen einzuschalten.
26 - Tortilla erwärmen

Dann ging es ans füllen:
Wir nehmen also den warmen Tortilla-Teigfladen
27 - Burrito füllen Anfang

bestreichen ihn mit etwas Sour Cream
28 - Mit Sour Cream bestreichen

und fügen die Hackfleisch-Gemüse-Mischung darauf hinzu.
29 - Mit Füllung belegen

Nun folgt etwas Guacamole
30 - Mit Guacamole bestreichen

und der Reis, den ich hier auf die Guacamole gegeben habe.
31 - Mit Reis belegen

Dann folgt das Rollen des Burritos, das sich als etwas Tricky herausstellte. Als beste Lösung stellte sich heraus, dass man während man die einen beiden Seiten umschlägt die anderen Seiten mit den Daumen nach Innen drückt und sie somit in den Burrito legt. Dabei hat mit dieses Video auch ein wenig geholfen und soll deswegen nicht unerwähnt bleiben. Und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.
32 - Burrito rollen

Mit Sicherheit war das ganze noch nicht hundert Prozent perfekt – vor allem weil ich leider keine Silberfolie im Haus hatte um den Burrito nach dem Rollen etwas zu stabilisieren wie ich es aus den Burrito-Restaurants in San Francisco kannte, dennoch habe ich mir die Burritos die bei meinem Experiment heraus kamen schmecken lassen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.
33 - Gefüllter Burrito - Inhalt

Dabei gebe ich gerne zu, dass erst mein zweiter Versuch den Burrito zu rollen einigermaßen gut gelungen ist, aber daher nenne ich das ganze ja auch “Kochexperiment”.
Alternativ hätte man natürlich noch mit anderen Zutaten und vor allem etwas Käse in der Füllung herum spielen können. Viele Rezepte die ich in deutscher Sprache gefunden hatte sprachen auch noch davon, die Burritos mit Käse zu überbacken, das hätte aber nicht meinen selbst gestellten Vorgaben entsprochen, einen amerikanischen Westküsten-Burrito zu fabrizieren. Ich konnte mit dem Ergebnis auf jeden Fall recht zufrieden sein. Sollte es Anmerkungen und Tipps zu dem Thema geben, würde ich mich über Kommentare jeglicher Art sehr freuen.

Guten Appetit

Kurztest Burger King California Wrap

Saturday, July 17th, 2010

Nachdem ich am letzten Sonntag ja schon den Grilled Beef Wrap von McDonalds getestet hatte, nutzte ich die Wartezeit gestern Abend am Frankfurter Hauptbahnhof um auch mal das Konkurrenzprodukt von Burger King einer kurzen Betrachtung zu unterziehen. Meine ursprüngliche Intention war es ja gewesen, den mit Chili con carne, frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten und Cajun Mayo gefüllten Texican Burrito zu versuchen, doch der war leider ausverkauft. Also nahm ich als Alternative den California Wrap, der Einzeln ohne Menu für 3,49 Euronen zu haben war.
Die Verpackung erinnerte schon mal an jene, die ich von McDonalds kannte – wobei ich natürlich nicht sagen kann wer hier von wem geklaut hat. ­čśë

Burger King California Wrap - Packung
Burger King California Wrap – Verpackung

Nachdem die Verpackung an dem dafür vorgesehenen Streifen aufgerissen und die obere Hälfte entfernt war, präsentierte sich mir der Wrap, gefüllt mit gegrillten Hähnchenstücken, Eisbergsalat, Tomatenscheiben, Guacamole und einer Joghurt-Pfeffer-Sauce. Das Bild entsprach natürlich wie üblich nicht ganz dem aus der Werbung, ich fand den Unterschied aber hier nicht ganz so extrem wie bei McDonalds.

Burger King California Wrap - ausgepackt
Oben: California Wrap im Original – Unten: California Wrap in der Werbung

Ich bin allerdings der Meinung, dass der California Wrap auch ein kleines Stück kürzer ist im Vergleich zum Grilled Cheese Wrap, was sich natürlich im Überhang des Tortilla-Teigs auswirken würde.
Geschmacklich fand ich ihn – natürlich unter der Prämisse dass es sich hier um Fast Food handelt – sehr gelungen. Die gegrillten Hähnchenstücke waren zart und nicht zu trocken, der Eisbergsalat erwies sich nicht als ganz so sehr in kleine Streifen zerhächselt wie bei McDonalds und die Guacamole in Verbindung mit der Pfeffer-Joghurt-Sauce gab dem ganzen einen fruchtig-pikanten Würzung. Einziger wirklicher Kritikpunkt war eigentlich, dass sich der Gros der Hähnchenstücke am Boden des Wraps gesammelt hatten und im oberen hauptsächlich Salat und Tomaten zu finden waren.

Burger King California Wrap - angebissen

Mit 343kcal oder 9 WW ProPoints pro Portion (Zum Vergleich: Der Classic Beef Wrap hat 570kcal oder 16 WW ProPoints) ist der Burger King California Wrap auch ein leichtes und nicht zu kalorienreiches Sommergericht. Hat mir sehr gut geschmeckt – kann ich durchaus weiter empfehlen.