Würstchen im Brotteig – das Rezept
7.04.2013 20:14 backexperimente, kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nachdem ich Würstchen ja bereits in Blätterteig als auch in Croissants verwendet hatte, wollte ich heute mal versuchen, sie in Brotteig einzubacken. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Daher möchte ich es nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.
Was benötigt man also für 6 Stück?
100g Weizen-Vollkornmehl (Typ 1050)

6-8 Würstchen
(z.B.Cabanossi, Rohpolnische oder Wiener Würstchen)

Saucen nach Wahl
(z.B. Ketchup, BBQ-Sauce oder Knoblauchsauce)

Beginnen wir nun damit das Salz und die beiden Mehle in eine Schüssel zu geben

und drücken dann eine kleine Mulde in die Mitte des Mehls, in welche wir die Hefe hinein bröseln.

Dann gießen wir das lauwarme Wasser hinzu

und verkneten dann alles mit dem Handmixer und den Händen

bis wir einen einheitlichen Teig erhalten.

Diesen decken wir mit einem Küchentuch ab und lassen ihn an einem warmen Ort, z.B. auf der Heizung, für mindestens 30 Minuten gehen. Ist der Teig dann aufgegangen

wiegen wir den fertigen Teigklumpen

und teilen ihn dann mit Hilfe der Waage in sechs gleich große Portionen auf.

Diese rollen wir nun auf einer leicht bemehlten Fläche länglich aus

den Würstchen, die wir anstechen damit sie beim backen nicht Platzen,

und fügen dann eine Sauce nach Wahl hinzu.

Nun rollen wir die Fladen an der Längsseite auf und drücken dabei den Teig an den Nahtstellen zusammen. Die fertigen Rollen geben wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen sie für weitere fünf Minuten unter einem Küchentuch weiter gehen. Außerdem können wir jetzt auch damit beginnen den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.

In der Zwischenzeit schlagen wir das Ei auf und verquirlen es gründlich.

Mit der Eimasse besteichen wir dann unsere Teigrollen – dies gibt ihnen nach dem Backen eine ansprechende Farbe.

Abschließend bestreuen wir sie noch mit Sesam oder Mohn, die dank der Eimasse gut haften bleiben.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der mittleren Schiene hinein und backen sie dort für 30 bis 35 Minuten.

Leider ist mir dabei der Käse teilweise etwas ausgelaufen, aber das hatte glücklicherweise so gut wie keinen Einfluss auf das geschmackliche Endergebnis. Seltsamerweise war es wieder nur der Chester, der auslief, daher werde ich wohl in Zukunft davon absehen, ihn noch einmal fürs Backen zu verwenden.

Nun brauchen wir die Teigrollen nur noch servieren und genießen.

Sowohl frisch aus dem Backofen als auch im abgekühlten Zustand ein wirklich sehr gelungener Snack. Der Teig war angenehm dünn und knusprig geworden und Füllung aus Wurst, Käse und verschiedenen Saucen sorgte dafür, dass der Teig alleine nicht zu trocken, sondern alles in Summe angenehm würzig und saftig geworden war. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und habe somit zeigen können, dass sich auch Brotteige wunderbar dazu eignen um Würstchen im Schlafrock herzustellen. Vielleicht hätte ich nur den Teig nicht ganz so dünn ausrollen sollen, dann hätte ich mehr weichen Brotteig gehabt – aber das kann ich ja beim nächsten Mal ändern. Geschmeckt hat es auf jeden Fall auch so.
Die hier gezeigten Füllungen sind natürlich nur Vorschläge, hier kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich könnte mir hier nicht nur Würstchen, sondern zum Beispiel auch gewürztes Hackfleisch gut vorstellen. Der Fantasie sind sozusagen kaum Grenzen gesetzt.
Guten Appetit

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Dinkelpizza mit Zanderfilet & Tomatenstreifen – das Rezept
24.11.2012 20:37 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute war mir irgendwie nach etwas mit Fisch und glücklicherweise hatte ich noch ein Rezept für eine Dinkelpizza mit Zanderfilet und Tomaten in petto, das ich sowieso ausprobieren wollte – also war die Wahl für mein heutiges Kochexperiment schnell getroffen. Beim Einkauf im Supermarkt sah ich sogar, dass es aktuell frisches Zanderfilet an der Fischtheke gab – das erschien mir eine gute Alternative zu TK-Fisch. Jedoch war ich etwas geschockt als ich den Preis sah: fast 16 Euro wollte man für 400 Gramm haben, womit das Ganze nicht gerade ein günstiges Vergnügen werden sollte – aber das war es mir wert und ich finde es hat sich auch wirklich gelohnt. Dabei kommt dieser Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche ja, zumindest theoretisch, in allen Gewässern von Rhein bis zum Ural sowie auch in der Ostsee vor. Woher meiner jetzt genau kam weiß ich nicht, bei dem Preis muss er aber wohl eine weitere Reise hinter sich gehabt haben. ![]()
Das Ergebnis war meiner Meinung nach eine wirklich gelungene und mal außergewöhnliche Pizzazubereitung, die mir sehr gut gemundet hat, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form einmal vorzustellen.
Was brauchen wir also für 4 Pizzen?
Für den Teig
Für den Belag
70g getrockenete Tomaten in Öl

1 Dose (400g) gestückelte Tomaten (wahlweise mit Basilikum)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun mit der Zubereitung des Dinkelteigs. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

fügen den halben Teelöffel Salz hinzu

und vermengen alles gut miteinander, wobei wir am Ende in der Mitte eine kleine Mulde bilden.

In diese Mulde bröseln wir dann unsere Hefe,

gießen das lauwarme Wasser hinzu

und vermengen alles mit dem Knethaken unseres Handmixers

bis wir schließlich einen gleichmässigen Teig haben.

Diesen lassen wir dann, mit einem Küchentuch abgedeckt, für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich hatte den Backofen kurz auf 75 Grad aufgeheizt und dann abgeschaltet, um den Teig bei leicht geöffneter Klappe darin lagern zu können.

Während der Teig arbeitet, lassen wir die Tomaten abtropfen

und waschen dann unser Rosmarin, schütteln es trocken

und zupfen dann die Blättchen vom Zweig ab

die wir dann sehr fein zerkleinern.

Inzwischen müssten auch unsere getrockneten Tomaten in Öl soweit abgetropft sein, dass wir sie in Streifen schneiden können.

Anschließend überprüfen wir das Zanderfilet auf eventuelle Gräten und entfernen diese mit der Grätenpinzette – ich fand aber gerade dabei mal drei Stück, der Zander scheint ein recht grätenarmer Fisch zu sein.

Dann waschen wir das Fischfilet, tupfen es trocken

und schneiden es schließlich in schmale Streifen.

Außerdem schneiden wir schließlich noch den Mozzarella in Scheiben.

In der Zwischenzeit müsste auch unser Dinkelteig dank der Hefe gut aufgegangen sein, so dass wir ihn aus dem Ofen entnehmen und diesen dann auf 225 Grad vorheizen können,

um den Teig dann in vier gleich große Portionen aufzuteilen

und erst einmal zwei davon auf einer bemehlten Fläche ausrollen können, während die anderen beiden, abgedeckt durch das Küchentuch, in der Schüssel warten.

Die beiden flach ausgerollten Teigstücke geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,

wo wir sie mit den gestückelten Tomaten bestreichen

und kräftig mit Salz, Pfeffer und der Hälfte unsere zerkleinerten Rosmarins würzen.

Dann belegen wir sie noch mit der Hälfte der Mozzarella-Scheiben

und backen sie für 15 Minuten auf der untersten Schiene unseres auf 225 Grad vorgeheizten Ofens.

In dieser Zeit können wir die beiden anderen Teigstücke schon einmal auf die gleiche Weise vorbereiten und auf einem zweiten Stück Backpapier bereitstellen.
Ist unsere Pizza nach einer Viertelstunde vorgebacken und er Käse geschmolzen

belegen wir sie schließlich mit der Hälfte der Zanderfilet-Streifen und den getrockneten Tomaten

und schieben sie noch einmal für weitere sieben bis acht Minuten auf der untersten Schiene in den Ofen.

Dann ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech und schieben die zwei anderen vorbereiteten Pizzastücke in den Ofen. Die fertigen Pizzen schmecken wir noch einmal mir Salz und Pfeffer ab

und können sie anschließend servieren und genießen. Dabei sollten wir aber natürlich nicht vergessen, die beiden anderen Pizzen ebenfalls auf diese Weise noch zu komplettieren.

Ich hatte ja zuerst gezweifelt dass die paar Minuten ausreichen den Fisch durchzubacken, doch entgegen meiner Befürchtung war das Zanderfilet komplett gar geworden und dabei noch angenehm saftig und zart geblieben. Zusammen mit der gut gewürzten Pizzaiola aus gestückelten Tomaten und den Streifen aus den getrockneten Tomaten ergab sich auf den einigermaßen dünn geratenen, knusprigen Dinkelteig ein wirklich gelungener und außergewöhnlich leckerer Belag, der sich von den sonst üblichen Pizzen die man so ist wirklich geschmacklich positiv hervorhob. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden.
Werfen wir abschließend, wie üblich, einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts. Ich komme in meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500kcal für alle vier Pizzen zusammen, das sind also 625kcal pro Pizza. Ich hatte natürlich mit weniger gerechnet, aber bei Pizzazubereitungen ist es erfahrungsgemäß vor allem das Mehl, das die Werte nach oben treibt. Bei einer alternativen Berechnung mit Weizenmehl(Typ 405 & Vollkorn) kam ich aber auch auf gerade mal 60kcal insgesamt weniger, also 16kcal pro Portion. Und dafür auf den kräftigen Dinkelteig verzichten? Nein danke! Das Zanderfilet selbst ist angenehm mager, einziges Einsparungspotential sehe ich da noch beim Mozzarella – ersetzt man die Standard-Zubereitung durch eine leichte Variante mit 10% Fett kann man noch einmal insgesamt 250kcal, also 62,5kcal pro Portion sparen und käme auf 562,5kcal pro Pizza – geschmacklich dürfte das keinen allzu großen Unterschied machen. Dennoch kann ich das Rezept für jeden Freund von etwas außergewöhnlichen Pizzabelägen vorbehaltlos weiter empfehlen – es lohnt sich was den leckeren Geschmack angeht aus jeden Fall – und das bei angenehm wenig Aufwand.
Guten Appetit

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Rahmfladen mit Speck und Frühlingszwiebeln – das Rezept
7.10.2012 20:02 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute entschied ich mich dazu, mich mal an einem Rahmfladen zu versuchen, einer Abart vom Flammkuchen dass ich traditionell als “Auf die Hand” Gericht von verschiedenen Volksfesten her kenne. Die Variante für die ich mich entschied verwendet dabei einen Hefeteig aus Roggen- und Weizenmehl, der dem ganzen eine angenehm deftige Note gab. Mit dem Belag kann man dabei natürlich gerne etwas experimentieren, ich habe die Zutaten einfach nach eignen Vorlieben gewählt und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Was braucht man also für 2 Stück / Portionen?
4 EL Creme fraiche (Ich hatte noch welche mit Kräutern, die ich verbrauchen musste)

Beginnen wir damit einen Hefeteig anzusetzen, indem wie etwa 40-50ml lauwarmes Wasser in eine Schüssel zu geben

und die Hefe hinein zu bröseln

um dann zwei Esslöffel Weizenmehl hinzu zu geben

und alles gut zu verrühren. Alles lassen wir dann für 20 bis 30 Minuten ansetzen bis es dickflüssig wird und Bläschen wirft.

Die restlichen Mehlsorten geben wir nun in eine Schüssel, fügen das Salz hinzu

und gießen schließlich das Wasser mit hinein

um dann alles zu einem festen Teig zu verrühren.

Hat der Hefeteig dann angesetzt und ist schön dickflüssig geworden

geben wir ihn zum restlichen vorbereiteten Hauptteig

und kneten noch einmal alles noch einmal gut durch – sollte es zu flüssig sein geben wir noch ein wenig Weizenmehl hinzu –

bis wir einen glatten Teig erhalten.

Diesen lassen wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 60 Minuten gehen. Ich liess den Backofen dazu kurz auf 50 Grad aufheizen, schaltete ihn dann aus und stellte die abgedeckte Schüssel hinein, wobei ich einen Holzlöffel in die Ofentür klemmte damit es keinen Hitzestau gab.

Während der Teig geht können wir die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden,

sowie die Frühlingszwiebeln waschen

und das weiße und hellgrüne davon schon einmal in Ringe zerteilen.

Ist der Teig dann fertig aufgegangen heizen wir den Backofen auf 200 Grad vor,

dann teilen wir auf einer bemehlten Fläche den Teig in zwei gleich große Portionen

und rollen ihn möglichst flach aus.

Anschließend geben wir die beiden Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,

bestreichen sie mit der Creme fraiche,

bestreuen sie dann mit den Speckwürfeln

und legen die Zwiebelspalten auf.

Ist der Backofen vorgeheizt, geben wir das Backblech erst einmal für 15 Minuten hinein,

und entnehmen dann noch einmal für kurze Zeit das Backblech um die bisher geschnittenen Frühlingszwiebeln aufzustreuen. Anschließend geben wir das Blech für weitere 20 bis 25 Minuten zurück in den Ofen.

Während die Fladen fertig backen, schneiden wir nun auch den grünen Teil der Frühlingszwiebeln in Ringe – sie sind später für die Garnitur gedacht.

Sind unsere Fladen dann fertig gebacken, können wir das Backblech entnehmen

und mit den frischen Frühlingszwiebelringen bestreuen bevor wir sie schließlich servieren.

Die Kombination des lockeren Weizen-Roggenteigs mit der würzigen Creme fraiche mit Kräutern, den Speckwürfelchen, den eher milden roten Zwiebeln und den Frühlingszwiebel-Ringen erwies sich als wirklich sehr gelungen. Ein deftiges und sehr gehaltvolles Gericht, dass sich sowohl noch heiß als auch in abgekühlter Form als sehr lecker und sättigend erwies. Einzig das Aufstreuen eines Teils der Frühlingszwiebeln zur Halbzeit des Backens wäre wohl nicht unbedingt notwendig gewesen, es hätte wohl gereicht sie am Ende frisch zur Garnitur zu verwenden – aber geschadet hat es auch nicht.
Was die Nährwerte angeht ist das Ganze aber auch nicht wirklich leicht, wie man aufgrund der Zutaten vielleicht schon vermuten konnte. Ich kam bei meiner Berechnung auf 650kcal pro Rahmfladen, also eindeutig kein Diätgericht. Aber das nehme ich heute mal billigend in Kauf, dafür war es einfach zu schmackhaft.
Guten Appetit

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Dinkelpizza mit Meeresfrüchten, Fenchel & Orange – das Rezept
1.07.2012 19:46 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Auf meiner niemals endenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich vor kurzem auf dieses Rezept für eine Meeresfrüchtepizza mit Fenchel & Orange, was mich dazu bewog mich das dritte mal in Folge nach der Kartoffel-Hack-Pizza mit Paprika, Avjar & Frischkäse und der Schwedenpizza, einem Lachskuchen, an einer Pizzazubereitung zu versuchen. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, also was solls. Vor allem die Kombination aus Meeresfrüchten, Fenchel und Orangenschale reizte mich hier ganz besonders und das Ergebnis war was den Geschmack anging wirklich gelungen wie ich fand, daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form vorzustellen.
Was brauchen wir also für 6 kleine Pizzen?
Für den Teig
Für den Belag
250g Meeresfrüchte (TK – eine Mischung aus Garnelenschwänzen, Tintenfischen und Miesmuschelfleisch)

1 kleine Knolle Fenchel (ca. 250g)

2-3 EL Avjar (optional – hatte ich noch übrig)

Salz, Pfeffer & Chilipulver zum würzen

Während die Meeresfrüchte langsam auftauen, beginnen wir damit den Teig vorzubereiten. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

fügen einen halben Teelöffel Salz hinzu

und vermengen alles dann gut miteinander.

Anschließend pressen wir eine Kuhle in die Mitte der Mischung, bröseln den halben Würfel Hefe hinein

und gießen alles mit 250ml lauwarmen Wassers auf,

um es dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine so lange zu bearbeiten

bis ein glatter Teig entstanden ist

den wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen.

Während er Teig arbeitet, spülen wir die Orange unter heiß ab, trocknen sie

und reiben dann die Schale mit der feinen Seite einer Küchenreibe ab.

Das Ergebnis ist zwar recht mickrig, aber die Menge reicht dicke aus um den gewünschten geschmacklichen Effekt zu erzielen.

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie sehr fein,

waschen die Fenchelknolle und Würfeln sie ebenfalls fein

schneiden die abgetropften Stücke der in Öl eingelegten Tomaten in Streifen

und schneiden den Mozzarella in Scheiben.

Nun geben wir die passierten Tomaten mit dem Knoblauch und dem Abrieb der Orangeschale in eine Schüssel

und verrühren alles gut miteinander

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen.

Wenn die Meeresfrüchte aufgetaut sind, spülen wir sie unter fließendem Wasser noch einmal ab und tupfen sie dann trocken.

Ist der Teig nach ca. 30 Minuten dann gut aufgegangen, können wir unsere Backofen schon mal auf 225 Grad vorheizen.

Dann teilen wir den Teig ihn in 6 etwa gleich große Portionen auf

und rollen ihn mit Hilfe eines Nudelholzes zu kleinen Fladen aus.

Haben wir drei Fladen ausgerollt – so viele gingen zumindest bei mir auf ein Blech – legen wir sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie mit der Tomatensauce.

Anschließend bestreuen wir sie großzügig mit dem gewürfelten Fenchel,

fügen die in Streifen geschnittenen Tomaten hinzu

und belegen es dann gleichmässig mit den Meeresfrüchten

um es dann mit den Mozzerellascheiben abzuschließen.

Inzwischen müsste auch der Backofen auf 225 Grad aufgeheizt sein, so dass wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein schieben und für 15 bis 20 Minuten backen lassen.

Während die ersten drei Fladen backen, rollen wir die übrigen drei Teigportionen ebenfalls aus, geben sie auf ein weiteres Stück Backpapier und belegen sie wie bereits oben beschrieben mit den verbliebenen Zutaten. Sind unsere ersten drei Pizzen dann fertig, ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech, geben die zweite Ladung auf das Blech und schieben es zurück in den Ofen, wo es weitere 15 bis 20 Minuten verbleibt.

Die erste Ladung können wir aber gern schon servieren und genießen – oder aber warm stellen bis alles fertig ist.

Aufgrund der geringen Menge an Abriebs der Orangenschale hatte ich zuerst überlegt, eine weitere Orange zu verwenden – aber es erwies sich als gut dass ich dies nicht getan hatte, denn trotz der geringen Menge machte sie der Orangengeschmack deutlich bemerkbar und gab der Meeresfrüchtepizza ein leicht fruchtiges Aroma. Mehr Schale hätte den Orangengeschmack eindeutig zu dominant werden lassen, so aber war er meiner Meinung nach genau richtig. Gemeinsam mit dem dünnen, knusprigen und etwas dunkleren Dinkel-Pizzaboden, der fruchtig-würzigen Tomaten-Avjar-Sauce, den gut durchgebackenen Fenchelwürfeln und den zahlreichen Meeresfrüchten ergab diese mit geschmolzenem Mozzarella bedeckte Pizzazubereitung ein überaus leckeres und interessantes Geschmackserlebnis, das meine Erwartungen an eine solche Zusammenstellung absolut erfüllte. Zumal Fenchel und Fisch bzw. Meeresfrüchte ja, wie ich im Rahmen der Recherche für diesen Beitrag las, auch eine klassische Kombination ergeben. Ich fand die Zubereitung auf jeden Fall absolut gelungen.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich dieses Gericht durchaus sehen lassen. Ich kam bei meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500 kcal für alles zusammen, also liegt der Nährwert für ein Pizzastück bei gerade mal 417kcal. Eine angenehm leichte und doch sehr leckere Pizzazubereitung, die ich nicht nur den Liebhabern von Meeresfrüchten wärmstens weiterempfehlen kann. Der Geschmack ist dabei gar nicht exotisch wie es zuerst den Anschein hat, viel mehr handelt es sich um eine weitere interessante Alternative zur Standard-Pizza, die ich durchaus häufiger auf meinem Speiseplan vorstellen könnte. Einzig die Menge werde ich wohl beim nächsten mal reduzieren, denn mit den zwei Blechen hätte ich bestimmt vier bis fünf Personen bewirten können.
Guten Appetit

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Pizza Calzone – das Rezept
19.11.2011 22:01 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Schon seit längerem hatte ich nicht mehr die Gelegenheit gehabt mal eine Pizza Calzone zu verzehren. Daher nutzte ich heute mal die Gelegenheit, mir eine solche selbst zu fertigen und dabei gleich eine neue Pizzateig-Variation zu testen die ich vor einiger Zeit entdeckt hatte. Und das Ergebnis erwies sich als wirklich mehr als gelungen so dass ich es nicht versäumen will Rezept hier in der üblichen Form kurz einmal vorzustellen.
Was benötigen wir also für 2 Portionen?
Für den Teig
350g Weizenmehl – Type 405

1 TL Salz
1 EL Zucker
1 TL Knoblauchgranulat (die neue, “geheime” Zutat)

Für die Sauce (Pizzaiola)
2 kleine oder 1 große Zehe Knoblauch

2 – 3 kleine Chilischoten (Optional – wenn man es scharf mag)

1 – 1,5 TL italienische Kräuter

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen und einen Schuss Olivenöl zum anbraten
Für die Füllung
100 – 120g frische Champignons

sowie etwas Olivenöl oder Butterschmalz zum andünsten der Pilze
80 – 90g Pizzakäse (Mozzarella)

Beginnen wir damit, den Teig zuzubereiten da dieser am längsten braucht. Dazu bröseln wir die Hefe in das lauwarme Wasser und lösen sie darin auf,

dann drücken wir eine Mulde ins Mehl, geben den Zucker hinein, gießen dann die aufgelöste Hefe hinzu

und kneten alles kurz durch damit sich der Zucker mit der Hefe verbindet. Zucker ist die Nahrung für den Hefepilz und sorgt für eine gutes Aufgehen des Teiges.

Es folgen Salz, Knoblauchgranulat und die zwei Esslöffel Olivenöl,

dann kneten wir alles wieder so lange mit dem Knethaken und auch mit den Händen durch bis eine kleine Teigkugel entstanden ist die sich leicht von den Gefäßwänden lösen lässt.

Diese stellen wir nun abgedeckt für ca. 60 Minuten an einen warmen Ort damit der Teig gut aufgehen kann. Ich ließ dazu den Backofen kurz auf 50 Grad aufheizen, schaltet ihn aus und stellte das Behältnis dann hinein wobei ich einen Kochlöffel in die Backofentür klemmte damit es nicht zu heiß wird.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Pizzasauce oder Pizzaiola kümmern. Dazu schälen wir die Zwiebel und schneiden sie in kleine Würfel.

Außerdem entkernen wir die Chilis und zerteilen sie in kleine Stücke,

spülen die Champignons gründlich unter dem laufenden Wasserhahn ab – so können sie sich nicht so sehr mit Feuchtigkeit vollsaugen –

und schneiden sie dann in dünne Scheiben.

Außerdem zerteilen wir Salami und Schinken in kurze Streifen.
Sobald diese Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind, können wir die gewürfelte Zwiebel in einem kleinen Topf mit etwas Olivenöl glasig andünsten

pressen die Knoblauchzehen hinzu

und lassen wenig später auch die Chilis kurz mit andünsten.

Nun geben wir das Tomatenmark hinzu, rösten es kurz mit an

und die Tomatenstücke mit in den Topf.

Während alles kurz aufkocht, würzen wir es mit Pfeffer und Salz

sowie den italienischen Kräutern

und lassen es dann auf niedriger Stufe reduzieren so dass eine dickliche Masse entsteht. Sollte es zu wenig erscheinen können wir es ggf. noch mit etwas Tomatenketchup strecken.

Außerdem dünsten wir unsere Champignonscheiben in einer weiteren Pfanne rundherum an. Ich wählte dazu Butterschmalz weil ich der Meinung war dass dies den Geschmack intensiviert, es geht aber natürlich auch mit Olivenöl.

Nach etwa einer Stunde ist unser Teig gut aufgegangen.

Nachdem wir den Backofen auf 225 Grad eingestellt haben so dass er vorheizt können wir den Teig in zwei gleich große Portionen zerteilen

und auf einer bemehlten Fläche mit dem Nudelholz dünn ausrollen

so dass am Ende zwei ungefähr runde Teigfladen entstehen.

Die Hälfte dieser Teigrohlinge bestreichen wir nun mit der Pizzasauce wobei wir einen kleinen Rand frei lassen

belegen die Sauce dann mit dem Salami und Kochschinken

sowie unseren angebratenen Champignons

und bestreuen alles dann mit einer guten Handvoll des geraspelten Mozzarella.

Anschließend klappen wir die unbelegte Seite über die belegte

und drücken ggf. die Ränder mit einer Gabel fest zusammen.

Die so entstandenen Roh-Calzones geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech

wo wir die Oberseite mit einer dünnen Schicht der Pizzasauce bestreichen

und dann noch einmal mit etwas von unserem Pizzakäse bestreuen.

Sobald der Backofen aufgeheizt ist, schieben wir unser Backbleck auf die zweitunterste Schiene hinein und lassen die Calzones für 20 – 25 Minuten backen.

Dabei spielt das Auge natürlich wieder eine größere Rolle als die reine Dauer – sobald die oben aufgetragene Pizzasauce mit dem Käse eine verschmolzen ist und beginnt richtig dunkel zu werden können wir unsere Calzones entnehmen

und sofort – mit etwas getrockneten Basilikum bestreut – servieren.

Zwar war der Teig trotz des dünnen Ausrollens etwas dicker geraten als ich ursprünglich beabsichtigt hatte, aber dass tat dem Genuss keinerlei Abbruch.

Die Pizzasauce war durch die Chilis angenehm scharf geworden und ergab in Kombination mit dem Kochschinken und den Salami sowie den angebratenen Champignons eine nahezu perfekte Füllung für eine gute Calzone. Gemeinsam mit dem Käse, der wie erwartet geschmolzen war und sich so mit den restlichen Bestandteile der Füllung eine Einheit eingegangen war, erwies sich diese Calzone-Zubereitung als leckere und sehr sättigender Genuss.
Wie ich – leider erst im Nachhinein bei der Recherche für diesen Beitrag – erfuhr, wird die “Original” Calzone ja noch mit Ricotta und Schinken, aber ohne Salami gefertigt. Aber was die Nährwerte angeht war ich mit Sicherheit auch mit dieser Zubereitung mehr als gut bedient gewesen. Unabhängig davon kann ich diese Zubereitung vorbehaltlos weiterempfehlen – für meine erste selbst gemachte Calzone war dieses Rezept (das ich wie üblich aus der Kombination mehrerer Rezepte selbst zusammengestellt hatte) sehr gelungen und lecker. Natürlich hoffe ich auch dem versierten Hobbykoch damit eine kleine Anregung geben zu können. So verbleibt mir nur noch zu sagen:
Guten Appetit

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